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Ich glaube auch, dass man das nicht pauschal beurteilen kann. Meine Schwester ist Oberstudiendirektorin und mein Schwager "einfacher" Beamter bei der Stadtverwaltung. Die beiden sind seit über 30 Jahren verheiratet, haben 2 tolle Kinder, er war ein paar Jahre Hausmann. Sie verstehen sich, haben gleiche Interessen, gleiches Niveau und - lieben sich. Bestimmt auch, weil sie auch ihre eigenen Interessen wahren. Es paßt einfach, wie man so schön sagt.
Eines der wenigen Paare, die ich kenne, die es geschafft haben, über so lange Zeit zusammenzubleiben und immer noch eine lebendige Beziehung zu führen.
Mich hat Deine Frage selbst zum Nachdenken angeregt, denn ich bin selbstständige Unternehmerin eines gutgehenden Geschäfts und bemerke, dass ich auch unbedingt einen Mann möchte, der "über" mir steht. Vielleicht sollte ich das aufgeben. Augenhöhe ist viel besser und das Gefühl von tiefem Verständnis. Wechselseitig versteht sich.
Die Männer, die ich bisher hier bei EP getroffen habe, waren tolle Männer, ohne Frage, ein Schauspieler, ein Hochschulprofessor, ein angesehener Wirtschaftsanwalt. Sehr interessant, sehr interessiert, aber es "funkte" nicht.
Also, mein Fazit: der "tolle" Beruf allein macht es auch nicht aus.
W49
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Ich habe kein Abitur und dennoch demnächst mein zweites, diesmal berufsbegl. Studium absolviert. Meine langjährige, frühere Partnerin hatte weder Abitur, noch Studium vorzuweisen. Es waren wunderschöne Jahre. Das ist das Leben. Zuletzt war ich einer Grafikerin zugetan, um die ich mich sehr bemüht habe, und nicht einer Dozentin mit Fachbereich Philosophie, die sich sehr um mich bemüht hat. Die Eine wollte mich nicht und ich wollte die Andere nicht. Das ist das Leben. Wenn ich ehrlich bin (und wie man sieht): Ich pfeif auf Akademiker. Wenn sie einen Abschluss hat, ist es schön, wenn nicht, ist es schön. Ob das nun ein gesellschaftliches Phänomen ist (Frauen daten horizontal oder aufwärts, oder Männer horizontal und abwärts) oder nicht, ist mir wurscht.
Wenn es passt, dann passt es. Das Leben ist sehr facettenreich (und - auch wenn es einen leichten negativen Einschlag hat, gefällt mir in dieser Beziehung auch das Wort - unpässlich) und gerade das solle man so annehmen und sich nicht auf ein vordefiniertes Häkchen beschränken.
Mir gefällt das, was meine Vorrednerin beschrieben hat - und insbesondere wie.
Beste Grüße.
(35,m)
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Hallo
Die Geschichte lehrt uns, dass die weisesten Meschen nicht unbedingt Akademiker waren, und die sogenannten Gebildeten der Menschheit den ganzen Mist der Wirtschaftskrise und sonstige Greueltaten eingebockt haben.
Chris
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Hallo,
zu #29:
mein Mann war ein Akademiker, aber was war ich froh und voller Anerkennung für seine handwerkliche Begabung :-), obwohl ich selber mit dem Hammer und Schraubenzieher gut umgehen kann;
zu #27:
obwohl Akademiker, er war unausgesprochen bodenständig, praktisch und unkompliziert, einfach ein wunderbarer Mensch.
Vielleicht liegt die Kunst einfach darin, beides zu verbinden, in beiden Richtungen Ehrgeiz zu entwickeln, nicht nur für akademische, sondern auch für Herzensbildung zu sorgen.
w,35
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Ich selber bin promoviert und seit acht Monaten mit einem Nicht-Akademiker zusammen. Er hat einen Realschulabschluss gemacht und war danach ohne Unterbrechung berufstätig, allerdings nie in leitender Position.
Zur gestellten Frage: Natürlich kann es sein, dass Bildungsunterschiede im Alltag spürbar werden - so wie viele andere Unterschiede, die es nun einmal zwischen zwei Menschen gibt, die einander näher kommen. Und natürlich können solche Unterschiede die Partnerschaft schwieriger und komplizierter machen als wenn sie nicht da wären.
Aber: Es kommt darauf an, was man daraus macht, was beide gemeinsam daraus machen. Wenn die emotionale Basis stimmt, wenn man gut miteinander reden kann, wenn man bereit ist, bei auftretenden Schwierigkeiten gemeinsam nach einer Lösung zu suchen, dann kann jeder seine Stärken in die Beziehung einbringen und beide können eine Partnerschaft auf Augenhöhe leben.
Mein Partner ist ein kluger und fröhlicher Mensch und hat ganz sicher keine Komplexe. Ich habe den Schritt in diese Partnerschaft nie bereut, mehr noch: Ich bin so glücklich wie noch nie in meinem Leben. Darum kann ich jedem nur Mut machen, auch eine Partnerschaft über ein vermeintliches oder tatsächliches Bildungsniveaugefälle hinweg wenigstens zu versuchen, wenn man merkt, dass es funkt.
w, 34
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Er ist also Nicht-Akademiker. Soviel zur Defizitperspektive.
Aber was ist sonst? Er schreibt nette Post. Ist er vielleicht ein attraktiver Mann, ist er sportlich, humorvoll, zuverlässig, hilfsbereit, romantisch - liebenswert?
Wer in der Defizitperspektiver verharrt, wird die Antwort darauf vielleicht nie finden. Wenn sich aber Augen und Herz öffnen, gibt es eine Chance. Ich glaube, für eine Partnerschaft sollte man mehr auf das schauen, was der andere ist und tut (und was man daran liebenswert findet), als auf das was vielleicht fehlt.
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Ich kann der FS tatsächlich nur abraten.Insbesondere Mesnchen, die ab dem 10 Lebensjahr das Gymnasium besucht und dann an einer "richtigen" Universität studiert haben, verfügen meist über mehr Intelligenz, aber viel wichtiger für ein Zusammenleben: über weitaus mehr Bildung.
Diese können sich die wenigstens Nichtgymnasiasten nicht aneignen, auch nicht durch vieles Lesen, da ihnen die Grundlagen fehlen, einen Text von Goethe ( übrigens auch Jurist, arbeitet zunächst in Frankfurt/M. ei paar Jahre als Rechtsanwalt.
Sie sind meist toleranter, respektieren die Meinung des anderen, wenn sie denn auch begründet sind, sind weniger vorurteilsbeladen( ja, das sage ausgerechnet ich, da meine obigen Behauptungen nicht auf Spekulationen beruhen, sondern auf Erfahrungen) sind. 80 % der Sprechtheaterbesucher sind Akademiker, ja sogar 80% der Wanderer sind Akademiker.
Sie wagen viel mehr, mit ihnen kann auch in ein Sternerasturant gegangen werden, ohne sich zu blamieren, sie schauen und hören keine Privatsender, sie liegen im Urlaub nicht tagelang am Strand u.s.w u.s.f. Sie klieden sich meist geschmackvoller, auch in Sachen Sex meist viel offener. Also m:E. zwei verschiedene Welten, die nicht zueinderpassen, von Ausnahmen abgesehen.
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Ich (w30, Dipl.Journ) habe lange auch so gedacht: mein Partner sollte auch einen akademischen Abschluss haben. Inzwischen sind mir durch einige Dates zwei Dinge klar geworden:
1. ich habe Akademiker kennengelernt, die aus Ideenlosigkeit irgendwas studiert haben und nie wirklich leidenschaftlich an Bildung und Wissen interessiert waren. Demzufolge waren auch die Gespräche immer sehr oberflächlich und uninteressant.
2. ich habe Männer mit handwerklichen/kaufmännischen Ausbildungen kennengelernt, die sehr genau das Zeitgeschehen verfolgen und oft eine interessante und durchdachte Meinung haben, eben weil sie NICHT mit irgendwelchen Theorien aus der Uni-Zeit vorbelastet sind, sondern selber mal nachgedacht haben. (Oft sind das auch die witzigeren Männer, warum auch immer.)
Daher frage ich inzwischen nur noch, warum sich jemand für seinen Beruf entschieden hat und schaue mir ansonsten den Typ an. Zur Zeit bin ich seit einigen Monaten mit einem ausgebildeten Kaufmann liiert, dem ich nur sehr schwer das Wasser reichen kann. Er hätte mit seinen intellektuellen Fähigkeiten mindestens das Gleiche studieren können wie ich, hat sich aber für den schnellen Berufseinstieg entschieden. Ich denke manchmal an die Zeiten zurück, in denen ich in "aussortiert" hätte, nur weil er kein Universitätszeugnis hat. Gott sei Dank habe ich diese Haltung abgelegt!!!
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Ja, wenn er das Herz am rechten Fleck hat!
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so ein unsinn!
wenn ich dieses forum lese dann vermisse ich gerade die toleranz und bemängel die vorurteile vieler poster.
oft genug regte ich mich über das hier an den tag gelegte schubladendenken auf!
zu kleidungsstilen gibt es hier genügend threats, aus denen sich ergibt, dass sich die akademiker eben nicht geschmackvoller kleiden.da gibt es schon mal probleme bei fragen, wie oft man die unterwäsche wechseln sollte.
oder man pocht auf "zeitlose" bekleidung, präferiert outdoorbekleidung allenortens und verunglimpft modebewusste menschen als tussies oder blender.
reaktionen, die weder geschmackvoll oder stilvoll sind, noch tolerant.
und beim thema sex sind sie auch nicht offener, sondern eher verkopfter und prüder...zumindest viele diejenigen, die hier posten.
zum glück kenn ich genügend akademiker, auf die dieses alles nicht zutrifft!
ich kenne auch viele beziehungen zwischen akademikern und ausbildungsberuflern - und zwar beide varianten, mann akademiker, sie nicht, oder auch frau akademikerin, mann nicht.
und was soll man sagen, ..diese beziehungen unterscheiden sich in nichts von beziehungen unter "gleichberuflichen".
mal eine frage an die vertreter "akademiker sollten sich nur mit akademikern liieren": sind eure meinungen zu diesem thema theoretisiert, oder real erlebt?
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Also liebe "nur Akademiker Partnerschafftsbeführworter" , das ist genau der Grund warum ihr bisher nicht den richtigen abbekommen habt. Solche Leute liebe ich ja die alles nur vom Akademischen Grad abhängig machen.Bildung oder Allg. Wissen hat nicht mit dem Schulabschluß zu tun. Sondern einfach oft nur mit Jugendlicher Faulheit.So ähnlich war es bei mir.Es hatte halt mit dem aufwand den ich Schulisch betrieben habe nur für den Realschule gereicht.Und ich war bis dahin auch glücklich damit.Normale Lehre gemacht 6-7Jahre gearbeitet , und dann mich Beruflich (aus langer Weile im Beruf) weitergebildet.Erst BWL 3 Jahre und dannnoch mal 2 Jahre einen Logistikmeister.Beruflich hat dieses mir eine Leiterstelle in einer AG mit 60 tsd. MA eingebracht .Gehaltstechnisch lache ich über sehr sehr viele Akademiker.Das Phänomen ist ,das nur die meisten Jungstudierten dieses Verhalten "ich Akademiker du nix" haben.Dabei haben gerade diese überhaupt keine Ahnung.Vom Papier her in der Theorie schon , aber in der Praxis siehts da anders aus.Dieses Verhalten legen aber die meisten Jungstudierten in der Regel nach einpaar Jahren ab und werden wieder normal im Kopf. Berulicher Erfolg hat nichts mit Bildung zu tun sondern mit Persönlichkeit.Also mit der Einstellung lieber FS ist ein "nicht Akademiker" nichts für dich.Ob du damit Glücklich wirst ist eine andere Sache.
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Auch ich (w40) habe Betriebswirtschaft studiert (arbeite als selbstständige Journalistin) und lebe seit sechs Jahren mit einem Zimmermann zusammen. Dieser Mann (im wahrsten Sinne des Wortes) ist meine große Liebe und ich danke dem lieben Gott jeden Tag dafür, dass ich ihn kennengelernt habe. Er war übrigens der Scheidungsgrund von meinem langweiligen, glatten und schnöseligen Akademiker-Ex-Mann. Das sagt wohl alles!
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BRAVO, Tobi2711, DANKE! Endlich redet mal einer Tacheles!
Bin promoviert und glücklich mit einem Mann verheiratet, der "nur" Hauptschulabschluss, jedoch so einiges aufm Kasten hat ;-)
Studiert sein heisst noch lange nicht = intelligent sein, kommt mal von eurem hohen Ross herunter, liebe Kolleg/innen, dann findet auch ihr den richtigen Partner. Auf die Persönlichkeit eines Menschen kommt es an, und der "Schulabschluss" sagt rein gar nichts über die Intelligenz eines Menschen aus.
Es gibt durchaus sehr dumme Akademiker/innen, so genannte "Fachidioten", die ausser in ihrem Fach im echten Leben einfach nur total FAILEN!
Genau so gibt es sehr intelligente "Arbeiter/innen", die aus diversen Gründen nicht studieren konnten oder wollten.
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