- Frage:
Bekommen Kinder von Alleinerziehenden mehr Aufmerksamkeit?Meine beste Freundin ist alleinerziehende Mami und hat eine 4-Jährige Tochter. Diese wird nach Strich und Faden verwöhnt. "Erleichternd" kommt hier dazu, dass der Vater sehr gut betucht ist und somit auch ausreichend Geld zur Verfügung da ist, der kleine alles mögliche an Spielzeug, Kleidung und allerelei sonsitgen SchnickSchnack zu kaufen. Sie bekommt einfach ALLES. Meint Ihr das liegt auch daran, dass die Mami alleinerziehend ist? Habe schon oft versucht, meine Freundin darauf aufmerksam zu machen, was sie mit Ihrem Verhalten möglicherweise anrichtet. Irgendwie scheint Sie jedoch immun gegen jedwege Kritik zu sein...Antworten: -
Nein, ich glaube, dass liegt einfach an diese individuellen, speziellen Situation, also der Vater hat Geld und zahlt gerne, die Mutter verwöhnt gerne und hat womöglich schlechtes Gewissen, so dass sie die Liebe der Tochter mit materiellen Dingen kompensiert und zu erkaufen versucht.
Im allgemeinen geht es alleinerzogenen Kindern eher schlechter, das Geld ist knapper, die Mutter abwesender, der Vater zahlt ungerne und so wenig wie möglich.
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Die kindliche Währungseinheit heißt Aufmerksamkeit, Zeit und Liebe, nicht Geld. Ich tendiere eher nicht zu der Annahme, daß Kinder Alleinerziehender mehr Aufmerksamkeit bekommen. Auf der einen Seite bekommen sie natürlich die ungeteilte Aufmerksamkeit des Elternteils, bei dem sie leben, auf der anderen Seite hat natürlich dieser Vater/Mutter sämtliche Arbeiten im Haushalt sowie die Finanzabsicherung alleine zu wuppen. Hängt sicherlich vom Einzelfall ab.
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Ich habe sehr wohl die Beobachtung gemacht, dass Kinder Alleinerziehender mehr verwöhnt werden! Materiell geht es natürlich nur im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten, aber auf der Ebene, dass sie weniger "streng" erzogen werden, dass sie, weniger bis gar nichts, zu Hause helfen müssen, dass sie sich praktisch alles erlauben dürfen, werden sie auf jeden Fall stärker verwöhnt.
Das resultiert ganz klar aus dem schlechten Gewissen, den Schuldgefühlen, die die getrennten Elternteile haben, weil sie dem Kind keine "heile Familie" bieten konnten, und aus der Angst der Elternteile, dass das Kind den anderen Elternteil lieber haben könnte, oder gar zum anderen gehen könnte, wenn es ihnen beim einen nicht passt. Theoretisch haben ja Kinder getrennter Eltern diese Wahlmöglichkeit tatsächlich (im Gegensatz zu Kindern, die mit beiden leiblichen Eltern zusammenwohnen) und ich habe auch beobachtet, dass sie mit dieser "Macht" durchaus spielen. Aber wirkliche Befürchtungen muss wahrscheinlich kein Elternteil haben, wenn es eine gute, stabile, liebevolle Beziehung zu seinem Kind aufgebaut hat.
w42
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Ich denke, dass man das nicht pauschalieren kann... !
In der Regel ist es so, dass das Kind sehr viel Aufmerksamkeit erhält, da ja beispielsweise kein Partner vorhanden ist, bei dem die Aufmerksamkeit der Mutter geteilt werden muss.
Aber Aufmerksamkeit und materielles Verwöhnen sind zwei ganz unterschiedliche paar Schuhe!!! Mein Sohn könnte auch sehr vieles haben... ja, er hat anfangs als Baby auch andauert Spielsachen, Kleidung sowieso, erhalten... mittlerweile ist er 2 und ich passe auch stärker auf, dass er größere Spielsachen möglichst nur noch zu besonderen Anlässen bekommt (Geburtstag usw.). Auch die vorhanden Spielsachen werden weggepackt, sodass er nur 2-4 zur Verfügung hat... dann wird täglich oder alle paar Tage gewechselt. Mir ist es sehr wichtig, dass er eine gute Erziehung genießt! Sicherlich möchte ich ihn in jeder Hinsicht verwöhnen, aber ich biete mir selbst Einhalt. Aufmerksamkeit erhält er auch ausreichend.
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Ich bin Single-Mama von einem Einzelkind, kenne die Vorurteile gegen Einzelkinder, aber es stimmt bei mir nicht, weil ich selber das 4. Kind bin und von daher gar nicht weiß, was Verwöhnung ist :-) und ich kenne leider auch viele andere Einzelkinder, die gleichzeitig Schulkameraden meines Kindes sind, die aber fast alle auch nicht verwöhnt sind.
Wenn verwöhnt, dann spielt es keine Rolle, ob die Mutter Single-Mama oder verheiratet ist.
Single-Mamas zu unterstellen, dass diese alle ihre Kinder verwöhnen ist pauschalisierend und schwarz-weiß denkend.
Den Zeilen von #3 Nancy kann ich voll zustimmen.
Bei der FS frage ich mich, wie sie auf die Idee kommte, dass es normal wäre, dass Single-Mütter ihre Kinder materielle verwöhnen. Eigentlich müsste sie von selber wissen, dass das nicht mit dem Familienstand zu tun hat, sondern mit der Einstellung der Mutter an sich, egal ob verheiratet oder nicht.
Ich würde empfehlen, der Freundin einen Brief zu schreiben oder ihr ein Buch zu schenken. Ich vermute, dass die FS selber kein Kind hat? Wenn dem so ist, ist es schwer, als Kinderlose Frau, einer Mutter Tipps zu geben und sie auf Fehlverhalten hinzuweisen.
Besser fände ich es, die Freundin zu fragen, in einer ruhigen Minute ohne Kind, ob es normal ist, dass man sein Kind materiell so verwöhnt und warum sie es so für wichtig hält. Und warum sie es für wichtig und richtig hält, dem Kind ALLES zu geben und nicht schon mal überlegt hat, was das für negative Auswirkungen für die Zukunft haben kann.
Vielleicht kommt die FS mit dieser "Taktik" weiter.
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Nein, das ist kein Allein-Erziehenden-Problem. Das ist ein Problem der Mutter selbst. Sie kann offenbar nicht konsequent nein sagen, wenn die Tochter etwas will oder aber sie hat Geld übrig und hat es grundsätzlich falsch verstanden, wie das gemeint ist, seinem Kind das Beste zu geben.
Sie wird wohl erst darauf kommen, wenn ihre Tochter in der Pupertät ist. Gnade Gott den anderen, die dadurch darunter zu leiden haben.
Es ist vielleicht ratsamer, wenn du dich einschaltest als echte Freundin, wenn es zu einem größeren Eklat gekommen ist, mit der sie selbst, z. B. auch, wenn die Spielsachen nicht mehr ausreichen, um dem Kind gerecht zu werden, überfordert ist. Und vielleicht sogar erst dann, wenn sie dich um Hilfe bittet.
Im Moment denkt sie ganz sicher, dass sie alles richtig macht. Denkt jede Mutter. Solange, bis das Umfeld einen den Spiegel vorhält!
Die Spielsachen sollten dich nicht nachdenklich stimmen. Es ist oft so, dass diese Familien eben mehr materiell leben. Du solltest eher darauf achten, wie sie sonst miteinander umgehen. Wie es deiner Freundin geht und ob ihre Tochter das einfordert.
Die Quittung dafür wird sie definitiv früher oder später erhalten. Und das kannst du nicht aufhalten. Das kann nur die Mutter, wenn sie dazu bereit ist!
Sei lieb gegrüßt!
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