Thema geschlossen
ErsteErste ... 4 5 6
  1. 19.07.2011 17:00
    @ 139

    leider ist mein post verloren gegangen oder nicht durch die Zensur gekommen ;)
    Ich bedanke mich für die Anregungen, die ich als solche annehme.
    Ich kenne viele der Züge die du und deine Nachfolger beschrieben haben genau und fühle mich dennoch mit meinem Kind "gesegnet". Unser Leben ist sehr bunt, die Kommunikation und der Umgang miteinander bereichernd und ungewöhnlich - heißt es kommt immer anders als erwartet und derartige Überraschungen in meinem Alltag sind willkommen.
    Da mein Kind sehr intelligent und anpassungsfähig ist, sind wir viele Jahre jenseits der üblichen Erziehungsmethoden gut zurecht gekommen. Ich beobachte sehr gut und kann mich gut auf die Bedürfnisse und Möglichkeiten des Kindes einschiessen, ohne es in eine Richtung zu drängen. Für die Meisten fallen wir völlig aus dem Konzept, aber weniger ist qualitativ eben mehr und macht zufrieden.
    Aktuell frage ich mich, wie ich die innere Motivation des Kindes wieder erwecken kann, denn das Schulsystem hat heftig zugeschlagen, viel Frust bescheert und nun in die Sackgasse geführt, die ich derzeit als nicht leistungsabruf bzw. Leistungsvermeidung bezeichnen würde. Da mein Kind sich im schulischen Kontext nahezu gar nicht zu Wort meldet und nun auch noch null Schriftliches liefert, machen sich alle Sorgen. Heißt Gespräche, Druck, Stress und das Verbleiben auf dem Gymi schwebt in Gefahr. Wie schon mehrfach beschrieben führt Zwang oder Kontrolle nicht aus der "Miesere" heraus und wenn ich mich ausnahmslos und unkritisch hinter das Kind stelle, sende ich Signale in Richtung Kind und Lehrerschaft, die weniger günstig auf dauer wirken...

    [Mod.= Auch uns ist die Sensibilität dieses Themas bewußt. Trotzdem bitten wir, den Chat hiermit zu beenden. Es gibt Fachplattformen für diese Thematik und alles hier gepostete ist unter Vorbehalt zu betrachten. - Also keine neuen Unterthemen mehr!, wir werden sie nicht mehr veröffentlichen!]

  2. #151 Gast
    07.08.2011 05:24
    Ich kann die Enttäuschung verstehen, die die Frauen haben, die mit einem Aspie nicht zurecht kommen - ABER ich habe nicht die Erfahrung gemacht, dass mein Freund (Aspie) "kalt" oder gar "gefühllos" ist, er drücken sich nur anders aus

    Und ein Phänomen habe ich erst kürzlich entdeckt, dass ist einfach, dass wenn eine Sache geklärt und erledigt ist, wie z. B. "ich mag dich", dann muss das nicht dauernd wiederholt werden, das ist ja dann klar - das ist etwas womit wohl viele NTs Probleme haben, aber ich finde das sehr beruhigend - aber gut, ist auch nur meine Meinung

  3. #152 Gast
    07.08.2011 11:15
    Hallo,

    ich bin wahrscheinlich selbst Asperger-Autist (Diagnose steht noch aus), hatte noch nie eine Beziehung (typisch), würde aber gerne eine Beziehung haben und sähe mich durchaus in der Lage dazu. Die Ratschläge die man hier so hört, dass der Asperger-Autist an sich arbeiten solle, finde ich eher unverschämt. Wenn man sich während des ganzen Lebens anhören muss, wie bescheuert oder wie intelligent man sei (je nachdem, welche Person man fragt), wenn man hin- und hergerissen ist zwischen der Gewinnung der Anerkennung und der Abbau von Wut, wenn man wieder mal brüskiert wurde. Ich habe das Gefühl, dass alle nur auf mir herumhacken und jeder sich das Recht hat, mich zu brüskieren, mich schlecht zu machen, mich zu verleumden. Das war schon immer so, erklärt viele Episoden in meiner Schulzeit und in meinem bisherigen Leben.

    Da auch noch zu erwarten, man solle an sich und seinem Asperger-Syndrom arbeiten, wirkt da reichlich unverschämt. Gerade dann, wenn ich an das Thema "Zuhören" denke. Viele Menschen hören nicht zu, während ich wirklich zuhöre und mir auch Dinge merke. Es gibt wirklich Menschen, die fragen dich dreimal innerhalb eines Monats, ob man Fußball mag. Oder innerhalb von drei Minuten wird zwei, drei mal gefragt von der selben Person gefragt, wie denn die Anreise war. Und das soll normal sein? Scheint es auch "normal" zu sein, dass Leute sich ein Urteil über mich bilden, ohne mit mir zu reden? Da spielt man jahrelang Fußball und dann sagen einem Leute, die mich noch nie Fußball spielen gesehen haben und die mit mir über Fußball geredet hätten, ich hätte von Fußball keine Ahnung. Wenn das normal ist, dann ist das wirklich traurig.

    Da gibt man sich sehr viel Mühe, scheut keine Mühe, bietet Hilfe, und bekommt keine Anerkennung. Ich bin leider auch notorisch hilfsbereit.

  4. #153 Gast
    07.08.2011 11:54
    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Lustigerweise beanstanden alle (Asperger-)Autisten, die ich persönlich oder im Internet kennengelernt habe, immer das "mangelnde Einfühlungsvermögen" bei NTs. Dabei sind nachweislich SIE es doch, die in dem Bereich neurologisch bedingt sehr deutlich weniger leisten können als NTs. Ich habe noch keinen rücksichtsvollen, einfühlsamen Asperger kennengelernt.
    Ein NT soll immer Rücksicht nehmen und 150% Verständnis aufbringen, andersherum passiert für einen NT spürbar leider gar nichts. Das ist in einer Partnerschaft zwischen NTs so nicht üblich, da gibt es in der Hinsicht eine Ausgewogenheit, die die allermeisten NTs eben brauchen, um sich dauerhaft wohlfühlen zu können.
    Ihr Eindruck ist falsch. Asperger wollen nicht 150 % Verständnis, sondern einfach nur Verständnis dafür, dass sie anders sind, dass nicht nicht jede Emotion zeigen müssen und vor Freude jedes Mal an die Decke springen müssen. Menschen sind verschieden. Asperger bringen sehr viel Verständnis auf, weil es auch gar nicht anders geht, schließlich sind sie in der Minderheit.

    Bislang hatte ich nicht den Eindruck, die gefühlsbetonten NTs besonders viel Gefühle hätten. Wie oft ich in diesem Lieben schon beleidigt worden bin, geht auf keine Kuhhaut. Ich kann sehr wohl unterscheiden zwischen einer Neckerei und einem gezielten Angriff, wenn sie dich wirklich hassen und weg haben wollen. Meine Seele ist schon sehr vernarbt und dann ärgert es mich, wenn man mir auch meine bisherige Lebensleistung madig macht, immerhin habe ich ein Universitätsdiplom. Wenn dir ein Absolvent einer Hauptschule und Klempnergeselle sagt: "Wenn du Abitur hast, hätte ich es auch machen können." Dabei ist das alles Abitur und Unversität schwieriger, weil man ohne echte Freunde auskommen muss, weil man sich auf niemanden verlassen kann, weil dir eine Narbe nach der anderen zugefügt wird. In mündlichen Prüfungen wird dann die falsche Körpersprache als Unwissenheit ausgelegt, sodass die Zensuren eine geringere Leistungsfähigkeit bescheinigen, als sie eigentlich vorhanden ist.

    Das einzige, was einen über Wasser hält, ist dann die Leistungsbereitschaft, die Leidenschaft für seine Disziplin.

  5. #154 Gast
    09.08.2011 12:32
    Oh nein, mein Eindruck ist total richtig gewesen!

    Ich nahm ein Buch aus dem Schrank - FEHLER! Ich war Schuld. Keine Ahnung an was.
    Ich unterhielt mich mit meinem AS-Ex über seine Arbeit - zwei Wochen später der Vorwurf von ihm: Er habe sich dabei nicht wohl gefühlt. Das hätte er eigentlich gar nicht gewollt. FEHLER! Ich war Schuld, aber leider war ich inzwischen schon ein paar Phasen weiter...
    Er unternehm nichts mehr mit mir, aber mit anderen. Fehlende ToM: Ich war Schuld daran! Völlig absurd.
    Ich brauchte etwas von meinen Sachen, die in seiner Wohnung waren. Wollte ich mal eben abholen. FEHLER!!! Schon hatte er Befürchtungen - Was will die jetzt?
    Was gestern ok war, war morgen plötzlich nicht mehr ok. Logik? Fehlanzeige.

    Diese Aufzählungen könnte ich lange fortführen. Damit klarzukommen würde voraussetzen, Hellseher zu sein.

    Meine Trennung von ihm ist nun erst dreieinhalb Monate her.
    Ich habe wieder einen wunderbaren Mann kennengelernt. Einen NT. Diese Nähe und Wärme, diese Gespräche sind so wunderbar. Ich fühle mich wie ein völlig neuer Mensch.

    Ich habe meinen AS-EX wirklich geliebt. Weder brauchte er vor Freude an die Decke springen noch jede Emotion zeigen. Aber aus dieser gemachten Erfahrung kann ich leider ganz klar sagen: Nie wieder einen Asperger.

    ich wünsche aber allen Aspies und deren Partnern alles Gute!

  6. #155 Gast
    15.08.2011 21:59
    Leider muss ich immer wieder erfahren, dass ich an meinen AS Partner keine Erwartungen/Wünsche richten kann, das ist für einen NT recht belastend, zumal ich es mir so anders wünsche. Aber ich weiß, dass ein AS nicht an sich arbeiten kann, weil er wenig oder anders bemerkt. Es geschieht nichts von alleine, kein Tisch decken, mal Essen schon vorbereiten, wenn ich in Druck bin, Frühstück und Abendbrot nur für sich alleine zubereiten mit Inbrunst. Ich habe keine Kraft mehr, immer und immer wieder um die gleichen Dinge zu bitten. Dagegen wird für andere sehr spontan gesorgt, vielleicht der Anerkennung wegen???? Das kann ich aber nicht fragen. Was sagt Ihr dazu?
    Wenn ich richtig traurig bin, dann sitzt er daneben und sagt nichts, weil ich ohnehin eine festgefahrene Meinung hätte. Dabei geht es um meine schon wenigen Wünsche.

  7. #156 Gast
    16.08.2011 21:48
    Hallo an alle und besonders an Gast 18,
    du schreibst, du hast mit deinem Partner an einer niederländischen Uni-Klinik einen Kurs für Asperger-Paare gemacht.. Welche Uni war das genau? Oder weiss sonst jemand hierzu näheres?
    Danke für die Antwort und herzliche Grüsse

  8. #157 Gast
    18.08.2011 22:26
    Hallo Zusammen,

    habe vor ein paar Wochen jemanden kennengelernt, der als Kind mit AS diagnostiziert wurde. Zwar hat er mir dies gleich von Anfang an erzaehlt - dennoch hat mich sein "Verhalten" hier und da vor den Kopf gestossen, insbesondere da ich es faelschlicherweise als Desinteresse (was er verneinte) interpretierte. Er geht mit seiner Diagnose sehr offen um u. ich habe durch gemeinsame Gespraeche (bzw. Schreiben - das funktioniert besser) darueber schon einen guten Einblick gewonnen. Zudem habe ich mich innerhalb der letzten Wochen intensiv ueber AS belesen, muss aber nun zugeben, dass mich einige Kommentare in Foren wie diesen doch ziemlich "abschrecken". Ich brauche keine ueberromantische Beziehung (wir sind ja ohnehin noch in der "Kennenlernphase" u. um zu wissen, ob eine Bez. je eine Option sein wird, ist es noch zu frueh) oder jmd., der mir jeden Tag sagt, dass er mich liebt (das sollte ruhig was Besonderes bleiben), aber Bestaendigkeit, liebe Gesten, Empathie, Aufmerksamkeit, Naehe usw sind mir unheimlich wichtig. Ich bin sehr direkt, daher macht es mir nichts aus, meine Wuensche oder Beduerfnisse auch mal einzufordern aber auf Dauer??? Ich moechte jmd. nicht staendig sagen muessen, dass es mir nicht so gut geht und ich in den Arm genommen werden moechte oder das ich heute mit ihm telefonieren moechte. So ist es naehmlich bisher, dann haben wir zwar auch nette Gespraeche & Co. aber ich initiiere zu 90%, was ihm auch schon gesagt habe und er sich infolgedessen auch ein paar Mal eigenstaendig gemeldet hat. Dennoch kommt es mir jetzt so vor, als ob er ein Pflichtprogramm runterrasselt oder "abwesend" ist - was er widerum damit begruendet, dass er "viel im Kopf hat".

    Nun weiss ich nicht, ob ich 1. durch die Fachliteratur bzw. diversen Kommentare bereits zu voreingenommen bin, er 2. kein all zu grosses Interesse hat (obwohl er mich - er wohnt in einer anderen Stadt - naechste Woche besuchen kommt), 3. sein Verhalten (Abwesend sein, Kopf voll, passiv) wirklich im AS begruendet liegt oder ich 4. einfach mal entspannen sollte (faellt schwer, da ich zum Gruebeln / Analysieren / Hineininterpretieren neige).

    Ich hab ihn schon gern, glaube aber nicht, dass ich auf Dauer damit klar kommen wuerde u. habe nun etwas "Angst" mich zu oeffnen bzw. mich auf etwas einzulassen, nur um Ende verletzt zu werden. Nun weiss ich nicht, ob sich sein "Verhalten" aendern wuerde, wenn wir uns besser kennen oder ob es so bleibt wie es ist. Hinzukommt, dass er mir mal gesagt hat, dass er ich nach dem Sinn einer Beziehung gefragt hat und die Antwort darauf noch nicht gefunden hat.

    Hm, ich glaube es hat keinen Sinn. Zwar haben einige hier durchaus positive Erfahrungen mit AS-Partnern gesammelt (aber dann war die Beziehung auch sehr viel Arbeit), aber die, mit den negativen Erfahrungen, klangen ziemlich verletzt.

    Mist, ich bin VERWIRRT :(

  9. #158 Gast
    21.08.2011 23:31
    Liebe 157, aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen, dass es sich nicht bessert. Änderung ist hier nicht wirklich möglich. Es ist auch kein Lernen im eigentlichen Sinne möglich. Wird die Beziehung enger (räumlich und emotional) wird das Verhalten des AS-Partners auch merklich "schwieriger" (sehr vorsichtig ausgedrückt!). Die Feststellung mit dem "Pflichtprogramm" passt nach meiner Erfahrung. Aspies passen sich an und wollen ja alles richtig machen - so wie andere das machen oder es erwartet wird. Aber sie selbst brauchen und verstehen das nicht und es erfordert Anpassungsverhalten von ihnen und das ist für sie sehr anstrengend und wird mit fortschreitendem Lebensalter meistens noch viel schwerer für sie.

    Mach Deine Erfahrungen selbst, wenn Du meinst, Du musst sie machen. Viel Glück.

  10. #159 Gast
    22.08.2011 21:20
    Liebe #157
    Es wird alles so kommen und bleiben wie Du es beschrieben hast, eine Änderung kann nicht stattfinden. Ich spreche aus eigener langer Erfahrung und vermisse seit Jahren das, was Du auch jetzt schon vermisst. Ein AS ist leider wenig beziehungsfähig bzw. nicht so, wie "man" sich das vorstellt und wünscht. Ich lebe hier als single, er auch, und das ist für ihn total o.k. Er hat sein Essen, seinen Garten, seine Einkäufe.......Kein Mitdenken für mich, aber ich lerne damit umzugehen und mich mit dem Gedanken vertraut zu machen, das er in seiner Welt leben MUSS. Und im Alter wird die Wand immer undurchsichtiger. Und wenn Freunde/Gäste bei uns sind, dann erzählt er in aller Länge nur von sich und viel aus alten Zeiten, nicht so interessant für die anderen.

    Also....wenn Du meinst, die Kraft aufbringen zu können und so zu leben wie du es jetzt erlebst und eigentlich nicht möchtest, dann viel Glück.

    Es ist übrigens sehr bemerkenswert, dass Dein "Freund" selbst von seiner AS-Situation gesprochen hat, das habe ich bei uns noch niiiiie erlebt.

  11. 23.08.2011 00:31
    Hallo #157,

    meine Anregungen: du hast Bedürfnisse, er hat Bedürfnisse - die sind nicht immer kongruent, aber sind sie beiderseits in einem Mindestmaß erfüllbar?
    Du neigst zum recherchieren, analysieren, grübeln: gratuliere, ihr habt eine (für ihn) sehr wichtige Gemeinsamkeit, beide setzt ihr euch intensiv mit den Themen die euch beschäftigen auseinander. Das können verschiedene aber auch ähnliche sein. Wesentlich ist doch, einen Weg der Kommunikation zu finden, in dem ihr dies auszudrücken vermögt und zueinander findet, einander bereichert. Ich garanitere, die Herangehensweise deines Partners ist deiner so verschieden, daß es eine Bereicherung für dich sein kann; wenn du dich darauf einlassen kannst.
    By the way: treue und aufrichtige Partner sind schwer zu finden, auch das macht Aspies besonders. Wenn behauptet wird, sie seien nicht lernfähig, widerspreche ich vehement; ob das dann zum gewünschten oder erhofften Ergebnis führt steht auf einem anderen Blatt und muß sich in der Realität erweisen.
    Wenn du eine Verhaltensänderung seinerseits anstrebst, fürchte ich, wird es wie in anderen Beziehungen zum Scheitern verurteilt sein. Jede Partnerschaft ist Arbeit, das Herz eines Aspies gewonnen zu haben ist eine hohe Kunst; Angst der Pfad ins Abseits.
    Wünsche klare Worte, nicht auf Mimik und Gestik verlassen ;)

  12. 23.08.2011 00:42
    Übrigens:

    habt ihr schon mal drüber nachgedacht, beobachtet, daß viele Nts, Erwartungen/Wünsche lediglich aus folgenden Gründen erfüllen?: Scham sich unmoralisch zu verhalten, dem Anderen gefallen wollen bzw. ich gebe dir, dafür verlange ich beim nächsten Mal einen Auslgeich (Schuldenfalle) von dir oder die Befürchtung, bei Verneinung keine Gegenliebe mehr zu erhalten?
    Ihr Asperger", fragt ihr nicht eher nach dem Sinn?
    Jeder hat das Recht, Wünsche und Erwartungen zurückzuweisen oder nicht?
    Gute Nacht!

    PS. meinem Kinde und mir geht es gerade sehr gut; Schule geht auch irgendwann vorbei...

  13. #162 Gast
    28.08.2011 02:14
    Als NT Mann mit viel Empathie gehöre ich scheinbar zu der Spezies Mensch, die auf AS Frauen eine erhöhte Anziehungskraft ausüben. Vor Monaten starrte mich eine attraktive und wesentlich jüngere Frau wie ein Teeny ihr Popstar Idol an. Passiert mir selten, dass mich eine Frau "anmacht". Wir kamen ins Gespräch, sie gestand mir sofort, dass sie sich schon seit einem Jahr für mich "interessierte", hätte aber auch Angst gehabt, dass ich sie ansprechen würde. Sie befand sich seit 6 Jahren in einer festen Beziehung. Es war für sie ein schwerer Entscheidungsprozess, dissoziierte (Overload) auch zweimal während unserer Gespräche, hielt dann aber an ihrer Beziehung fest. Wir wurden, was sie "Freunde" nannte, ich nenne es jedoch in Anbetracht der kurzen Zeit, die wir uns kannten, eher eine Bekanntschaft.

    In der Folgezeit widmete sie mir viel Zeit, ihr Freund wusste davon, war fast "abgeschrieben". Wir trafen uns zum Kaffee trinken und Spazieren gehen. Sie verhielt sich äusserst ambivalent. Das Wort "Liebe" fiel nicht, sie drückte jedoch verbal sehr gut aus, dass sie sehr starke Gefühle für mich hatte (ständig an Dich denken müssen, Dich schon nach der Verabschiedung vermissen, mehr Vertrauen als zu meinem Freund haben...). Jegliche körperliche Berührung empfand sie als äusserst unangenehm und zeigte auch sonst die AS typische Verhaltensweise. Leider waren Flirten und Romantik so gar nicht ihr Ding.

    Ich empfand diese "Freundschaft" als sehr inspirativ, spannend und bereichernd, was unsere Gespräche betraf. Meinem hohen Bedarf an Zärtlichkeit, Nähe, Sex, Empathie und "menschlicher Wärme" hätte sie jedoch in einer Beziehung sicher nicht entsprechen können, diesbzgl. bin ich recht kompromisslos. Wie gut, dass sie frühzeitig die richtig Entscheidung getroffen und in ihrer Beziehung geblieben war. Dir alles Gute!

  14. #163 Gast
    05.09.2011 22:30
    Hallo

    [Mod.= Wenn Sie die Zitatfunktion verwenden und Ihre Beiträge künftig lesbarer strukturieren, dann können wir sie auch veröffentlichen.]

  15. #164 Gast
    05.09.2011 22:43
    Zu 158:

    [Mod.= Wenn Sie die Zitatfunktion verwenden und Ihre Beiträge künftig lesbarer strukturieren, dann können wir sie auch veröffentlichen.]

  16. #165 Gast
    07.09.2011 09:50
    Als Partner eines AS kann ich nur immer wieder feststellen, dass ich eine sehr gehörige Portion Gelassenheit, Toleranz und auch Selbstbewußtsein haben muss. Ein Mensch ohne Empathie ist so schwer zu verstehen, aber ich sage mir immer wieder: es/er ändert sich nicht, kann es nicht ohne etwaige "böse" Absicht. Es fällt schon schwer zu begreifen, dass er die Geburtstagseinladung des eigenen Sohnes (sonst ist ihm SEINE Familie so wichtig) absagt zugunsten seines Hobbys (wie er meint mit Anwesenheitspflicht) Die Prioritäten sind nicht nachvollziehbar, aber.....
    Mir hat mal ein "Berater" auf den Kopf zu gesagt, ich sei selbstherrlich, weil ich meinte, meine Jungs gut auf den Weg gebracht zu haben. Das muss man dann wegstecken. Er hatte sicher noch nie mit einem AS gesprochen. In der Tat bin ich dankbar und froh, dass beide Jungs in einer guten Partnerschaft/Ehe leben.

  17. #166 Gast
    08.09.2011 14:41
    nach drei Ehejahren mit meinem Mann.(vermutlich Asperger) bin ich zu dem Entschluss gekommen in eine andere Wohnung zu ziehen.Dieser Schritt fällt mir unendlich schwer,denn ich liebe ihn sehr. Ich denke so ist auch meinem Mann wieder ein für Ihn "normales "Leben möglich.Er hat als Spezialinteressen die klassische Musik und ist ein leidenschaftlicher Sammler was Schallplatten und Kravatten betrifft.Anfangs dachte ich er würde dies ändern können,aber es gehört vielleicht zu seiner Persönlichkeit,ich weiss es ehrlich gesagt nicht.Immer wenn ich ihn darauf anspreche reagiert er entweder gar nicht oder wütend.Jede Woche kommen neue "Schätze" hinzu ,unser Schlafzimmer gleicht einem Plattenlager.Wenn der Postbote kommt ist er hocherfreut.Als ich ihm sagte das ich dann ausziehen muss weil diese Wohnung keinen Platz mehr für uns beide bietet,war er sehr verletzt und sieht den Grund für die Trennung bei mir.Alle logischen Darlegungen nützen nichts und so bin ich föllig machtlos.Er ist schon über 50 und ich glaube manche Eigenarten verstärken sich noch mit dem Alter .Kann das sein?

  18. #167 Gast
    08.09.2011 16:49
    Ja, das kann sehr gut sein, der "Altersstarrsinn" zeigt sich immer ausgeprägter zu allem anderen.
    Mit der Kaufsucht gilt es aufzupassen, wer bezahlt das alles?
    Ich bin gerade dabei, alle Finanzen, Konten, Erbsachen... zu klären. Das ist schwierig, ich muss immer erinnern. Aber es heißt: am Ball bleiben, sonst zieht man echt den Kürzeren. Diese Menschen sind eben so anders, aber haben ihre eigenen Qualitäten. Nur in der Beziehung ist es total schwierig, ich fühle mich als Partnerin nie wahrgenommen, eben keine Wünsche, Bedürfnisse und Erwartungen. Und der AS hat immer "Recht", in seinem Sinn. Oft geht es zwar nicht um "Recht", aber ein Konsens ist kaum möglich.
    Wenn getrenntes Wohnen machbar ist, dann tun! Mit der Einsicht Deines Partners kannst Du nicht rechnen.
    Viel Glück, Kraft und Entschlossenheit!

  19. #168 Gast
    09.09.2011 11:32
    Eines wollt ich gern noch mal ansprechen.Es wird oft gesagt Menschen mit Asperger sind ehrliche Menschen.NT Personen ,sind sie dann eher unehrlich ? Gut was zb. Gefühle betrifft da sagt man dann vielleicht etwas nicht so grob um den anderen nicht zu verletzen.Wie wenn jemand ein Essen zubereitet und dies einem nicht so schmeckt und dennoch sagt dass es gut sei,weil man die viele Arbeit dahinter sieht.Es wäre als unehrlich einzustufen.Aber angenommen man weiss das es gegen das Gestz ist über eine rote Ampel zu fahren und es dennoch macht ,weil die Situation es erlaubt und man sein Interesse schnell ans Ziel zu kommen im Vordergrund sieht,sind da auch Asp.Personen verantwortlich ?Ich habe in meiner Ehe immer (und versuche es immer noch) alles versucht zu entschuldigen,auch solche Dinge die vom Gestzgeber ganz klar geregelt sind,aber die Logik meines lieben Mannes ist da manchmal eine andere

  20. #169 Gast
    12.09.2011 23:22
    Gerade habe ich einen richtigen Tiefpunkt: ich komme von einer Reise mit anstrengendem Arbeitseinsatz (Elternhaus auflösen...), da höre ich NUR was mein Partner macht, was er im Radio gehört hat, was er für andere besorgt hat,ich werde überhaupt nicht wahrgenommen. Das macht mich immer wieder so traurig, aber anders wird es nicht werden.
    Manchmal weiß ich nicht, wie ich das kompensieren soll. Ich möchte Spaß und Freude haben und nicht nur mit Haushaltssachen konfontiert werden, Pflaumen verarbeiten, was kochen "wir" morgen....Ich finde im Moment keinen rechten Weg des Umgangs damit. Aber ich denke, vielen anderen geht es ähnlich. Meine Güte!!!!!

  21. #170 Gast
    23.09.2011 09:04
    Hallo,
    ein sehr interessanter Thread. Nun, ich denke, dass eine Beziehung mit einem "Asperger" sehr wohl möglich ist. Ich möchte zunächsteinmal wiederholen, was hier schon jemand geschrieben hat, dass es nicht DEN Asperger gibt. Es ist Folge einer neurologischen Besonderheit und wurde als eine Form innerhalb des Austismusspektrums definiert.
    Auch innerhalb der Betroffenen gibt es ein weites Spektrum, dass heißt verschieden "starke" Ausprägungen.
    Um Zweifel auszuräumen, ich weiß wovon ich spreche. Mein Sohn wurde zunächst diagnostiziert, dies dauerte Monate. Aufgrund vieler Ähnlichkeiten zu meiner Persönlichkeit, begab ich mich auch in eine Uniklinik, dort wurde ich auch über Monate und in etlichen Terminen untersucht. Dazu lese ich seit Jahren sehr viel zu dem Thema.
    Die Fachärzte sehen uns beide im äußeren Spektrum. Bei uns liegt keine Hochbegabung aber ein sehr hoher IQ vor.
    Mein Sohn ist in Therapie. Lehrer und wir Eltern, meine Lebensgefährtin, wir wissen um seine Besonderheit und wissen, wie wir ihn unterstützen können. Er ist in seiner Persönlichkeitsentwicklung mit 11 Jahren weiter als ich mit 15 schätze ich.
    Ich kann nur von mir sprechen, wenn es um Beziehungsfähigkeit geht.
    Meine erste Ehe ist gescheitert. Ich lebe jetzt in meiner zweiten Beziehung.
    Ich kann durchaus sehr tief empfinden, lieben. Nicht nur meinen Sohn, auch meine Lebensgefährtin.
    Sie ist sehr intelligent, "tough" würde man heute wohl sagen. Wir reden über Gott und die Welt, auch über Gefühle. Leben alles was man so in der Beziehung lebt, sehr intensiv.
    Mich verunsichert indifferentes Verhalten. Ich stehe sehr zu ihr, im Alltag und auch in der eindeutigen Positionierung zu ihr als meine Frau. Mich interessiert sehr wohl, was bei ihr im Alltag passiert, frage auch nach und erzähle auch von mir. Wir beide haben viel mit Menschen zu tun und tragen sehr viel Verantwortung, haben sehr anspruchsvolle Berufe.
    Die Diagnose Asperger, gerade bei Erwachsenen, ist sehr schwierig. Die Psychiaterin kam bei mir zu einer Art Mischform zwischen ADS und Asperger.
    Betroffene können sich und ihren Mitmenschen das Leben erleichtern, wenn sie sehr reflektiert leben und sich Zeit nehmen. In einem muss ich vielen hier recht geben, es gibt Asperger, ich kenne sie aus einer Selbsthilfegruppe, die ihre Besonderheit als Freifahrtschein sehen.
    Ich denke. hier sind dann Egoismus, zum Teil Narzismus, Unreflektiertheit und auch mal Dummheit die eigentlichen Gründe.
    Es klingt vielleicht komisch, aber Asperger müssen vieles im emotionalen Bereich "abgucken" durch beobachten lernen. Und dann ritualisiert üben, dann spüren...und dann kommt es an. Meine Lebensgefährtin ist intelektuell sehr schnell unterwegs und mit ihrem Herzen sehr zu Hause. Zudem sehr reflektiert. Wir geben uns sehr viel. Und sie zeigt mir eindeutig, dass ich "richtig" bin, auch wenn ich besonders bin.
    Asperger sind nicht per se emotionale Zombies.

    LG

  22. #171 Gast
    23.09.2011 17:06
    Hallo nochmal,
    ich möchte meinen Beitrag, geschrieben als Gast 170, noch ergänzen. Was hier von nicht wenigen dem Asperger-Syndrom zugesprochen wird, stellt sich mir als Respektlosigkeiten dar, die eher etwas mit dysfunktionalen Beziehungen zu tun haben und daran sind immer zwei beteiligt. Ich als Asperger kenne meine Defizite. Mir hilft und hat geholfen, dass ich verstehen gelernt habe, dass zu direkte Äußerungen, das Beispiel mit dem nicht gelungenen Essen ist da ganz gut, verletzend wirken können. Und das ist die Besonderheit, wer betroffen ist, muss lernen, eine besondere Achtsamkeit an den Tag zu legen. Soetwas lernen die betroffenen Kinder in der Therapie - heute.
    Das was hier an einigen Stellen beschrieben wird, ist meiner Meinung nach die Folge von unwiederbringlich verlorenem Respekt. Das verletzt so stark, dass das auch meiner Erfahrung nach nicht heilbar ist.

  23. #172 Gast
    24.09.2011 00:06
    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Gerade habe ich einen richtigen Tiefpunkt: ich komme von einer Reise mit anstrengendem Arbeitseinsatz (Elternhaus auflösen...), da höre ich NUR was mein Partner macht, was er im Radio gehört hat, was er für andere besorgt hat,ich werde überhaupt nicht wahrgenommen. Das macht mich immer wieder so traurig, aber anders wird es nicht werden.
    Manchmal weiß ich nicht, wie ich das kompensieren soll. Ich möchte Spaß und Freude haben und nicht nur mit Haushaltssachen konfontiert werden, Pflaumen verarbeiten, was kochen "wir" morgen....Ich finde im Moment keinen rechten Weg des Umgangs damit. Aber ich denke, vielen anderen geht es ähnlich. Meine Güte!!!!!
    Tipp von einem, der ähnlich ist: Sag ihm ruhig, worum es geht, dass dir das sehr wichtig ist, dass das jetzt zählt. Rück die Prioritäten für ihne gerade, denn damit hat er Mühe. Möglich, dass es ihm peinlich ist, es nicht selbst so verstanden zu haben, darum mach es freundlich, aber insistiere. Es müsste klappen.

  24. #173 Gast
    24.09.2011 00:10
    Zu Gast 170
    Danke für den klaren Beitrag. Aber was macht man, wenn der Asperger Partner seine Defizite nicht erkennt, sie/sich als "normal" bezeichnet und ich dann durch sein Verhalten solche (traumatischen) Verletzungen erfahre, die ich ganz schlecht überwinden kann und als respektlos empfinde. Ich versuche mit Respekt, Ruhe, vielleicht zu wenig Lob (das kann ich nicht immer und für alles) meinen Weg zu finden. Aber es kommt doch immer wieder zu Tränen, zu nicht enden wollenden Diskussionen. Und nur ich habe immer die falsche Sichtweise und Einstellung. Das kränkt und macht mürbe, auch wenn ich mir die Situation immer wieder vor Augen führe.
    Ja, es gibt wirklich nicht DEN Asperger, die Auswirkungen sind sehr unterschiedlich, das Alter macht manches schwieriger. Wenn ich klare Ansagen mache, dann geht es, aber dazu fehlt auch oft die Kraft. Zumal wenn ich mein Umfeld betrachte, die Frauen, die Liebe, Zuwendung, Fürsorge...erfahren.
    Aber es ist meine Aufgabe, die ich mir ja mal selber gestellt habe (wenn auch aus Unwissenheit),diese Situation zu meistern, obwohl ich oft wünsche, zu erleben, wie es sein könnte.
    Die vielen so unterschiedlichen, klaren Beiträge machen mir immer wieder Mut.

  25. #174 Gast
    24.09.2011 22:53
    Danke an Gast 172
    Ja, in der Tat, die Initiative muss von mir ausgehen, ich kann nicht auf Reaktionen warten, die ich eigentlich als normal empfinde. Ich vesuche mich in Ruhe, Geduld und Freundlichkeit bei klaren Ansagen für Prioritäten, für ein Programm, für eine gemeinsame Aktivität, Ruhepause beim Kaffee....um etwas Struktur in den Alltag zu bringen.Auch eine zeitliche Einteilung gebe ich vor, z.B. Frühstück, dass sich zwar jeder alleine zubereitet wegen der so unterschiedlichen Bedürfnisse.
    Und wenn Diskussionen beginnen (z.B. jetzt der Besuch des Pabstes), dann gebe ich zu verstehen, dass eine andere Meinung sein darf. Er bezieht seine Meinung überwiegend aus dem Radio oder der Zeitung, nach seiner eigenen Meinung befragt, fällt die Formulierung schwer, obwohl er rhetorisch recht gewandt ist.
    Mit Freundlichkeit, Ruhe und Gelassenheit insistieren, das ist die ständige Übung.

  26. #175 Gast
    25.09.2011 14:57
    @174 (e.a.)

    Lest doch einmal wieder Kafkas Turmparabel, die Ankedote vom Wächter, der den Turm bewacht und einen Besucher nicht einlässt, um ihm dann zu sagen, diese Tür sei nur für ihn offen gewesen. Kafka selbst lässt die Interpretation offen - ich denke, es ist eine brauchbare beschreibung des Erlebens von Asperger. Wir warten, dass jemand am Wächter vorbeigeht. Ihr wartet, dass der Wächter milde wird. Der Fehler liegt bei beiden, letztlich zählt nur, wer in dieser verfahrenen Situation einen Weg findet.

  27. #176 Gast
    25.09.2011 18:53
    @175
    Wo/in welchem Buch finde ich die Parabel von Kafka, würde mich sehr interessieren. Ich habe gerade im Internet etwas geforscht, aber nichts gefunden.
    DANKE!

  28. #177
    25.09.2011 19:24
    Es handelt sich um den Text "Vor dem Gesetz" von Franz Kafka.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Vor_dem_Gesetz

  29. #178 Gast
    25.09.2011 21:22
    #177 Frederika
    Danke!
    Ein sehr guter Denkansatz und Anstoß, die Situationen anders zu beleuchten, reflektieren und überdenken. Kafka selbst läßt alles offen, aber jeder kann sich selbst "hinterfragen". So kann ich mal auf einer anderen Ebene "arbeiten". Die Ausführungen bei Wiki sind lesenswert.


    __________________________________________________ _____________________

    <MOD: Damit stößt dieser Thread auch an die Grenzen dessen, was eine Online-Community leisten kann. Wir schließen jetzt diesen Thread und bedanken und bei allen für Ihre Beiträge!>

ErsteErste ... 4 5 6
Thema geschlossen

Ähnliche Themen

  1. 02.10.2011, 13:24
  2. 08.06.2011, 21:53
  3. PAS-Syndrom von Müttern und Väter
    Von Gast im Forum Trennung
    27.02.2011, 16:47
  4. Neue Liebe bei Burnout-Syndrom?
    Von Gast im Forum Beziehung
    14.03.2010, 22:20
  5. 07.03.2010, 10:57