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Diabetes: Wann sagt man es einem potentiellen, neuen Partner?Mich würde eure Meinung zu dem Thema oben interessieren: Auf der einen Seite ist die Antwort natürlich klar: sofort - am besten schon im Profil. Andererseits hat man damit sehr geringe Chancen jemanden kennen zu lernen. Schließlich ist es ja nicht so, dass ein geliebter Partner diese Krankheit bekommt und man dann natürlich bei ihm/ihr bleibt, sondern hier ist es ein zusätzliches "Problem", wo man (vermutlich) doch eher nach einem anderen Kontakt sucht. Also: volle Ehrlichkeit oder eher erstmal sehen, dass man sich besser kennen lernt und wenn alles paßt, kann so etwas einen nicht außeinander bringen ...?Antworten: -
Wir haben hier bereits öfter über Behinderungen, chronische Krankheiten und ernsthafte Vorerkrankungen gesprochen. Ich vertrete dabei die Ansicht, dass das erste Date noch zu früh für derartige Dinge ist, da es sich letztlich um das allererste Kennenlernen handelt und man ja auch anderweitigen Bekanntschaften so ein intimes Wissen nicht einfach so anvertraut. Ein sehr hoher Anteil aller ersten Dates endet mit einer Absage einer der beiden Teilnehmer. Warum sollte man so intime Dinge offenbaren und hinterher dann ohnehin eine Absage, höchstwahrscheinlich wegen ganz anderer Aspekte, erhalten?
Wenn nun aber beide Teilnehmer gegenseitiges Interesse bekundet haben und sich ein zweites Mal treffen, dann sollte man allmählich drüber nachdenken. Da Diabetes ja auch Auswirkungen auf die Essgewohnheiten hat und diese möglicherweiser einer Erklärung bedürfen, sollte man vielleicht bereits beim zweiten Date erwägen, davon zu berichten.
Spätestens beim dritten Date müssen alle partnerschaftsrelevanten Aspekte auf den Tisch, sonst spielt man mit den Gefühlen des anderen. Jeder muss die Möglichkeit haben, sich fair und vernünftig mit solchen Einschränkungen zu beschäftigen und eine rationale Entscheidung zu fällen. Keinesfalls sollte es zu Intimitäten kommen, bevor man diese Aspekte geklärt hat.
Ins Profil gehören solche chronischen Erkrankungen und ernsthafte Vorerkrankungen nicht, schließlich erzählt man sie ja auch so nicht jedem x-beliebigen auf der Straße, der vorbeikommt. Weitreichende Körperbehinderungen (Rollstuhlfahrer, Amputationen) sollten am besten einfach auf einem Bild wie selbstverständlich dargestellt werden und erübrigen dann das müselige Reden darüber im Vorfeld.
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Ich sehe da kein Problem.
Ich habe auch mal einen Mann kennen gelernt, der mir während des ersten Dates erzählt hat, dass er Diabetes hat. Das war ganz locker. Wir saßen im Lokal und er ging kurz bevor das Essen kam auf die Toilette mit der Bemerkung, er müsse sich schnell noch Insulin spritzen.
Danach hat er mir erklärt, dass er schon seit einigen Jahren Diabetiker ist und wie er damit umgeht.
Wenn das der einzige Minuspunkt des Mannes gewesen wäre, wären wir heute ein Paar. Hat aus anderen gründen nicht geklappt, aber Diabetes wäre für mich sicher kein Hinderungsgrund gewesen.
W 50
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Ins Profil würde ich das nicht reinschreiben, beim ersten Date je nachdem wie's läuft und was für's erste Date geplant ist, aber man sollte es nicht "verheimlichen". Aber bevor man sich wirklich für eine Beziehung entscheidet, sollte der potentielle Parter (oder die Partnerin) es schon wissen (auch im Hinblick was zu tun ist, wenn er oder sie hypoglykämisch ist).
In der Hinsicht würde ich eher warten bis man sich näher kennt und es dann erzählen.
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Das war doch schonmal hier:
https://www.elitepartner.de/forum/wann-soll-ich-einen-kontakt-ueber-meine-krankheit-informieren.html
Die #12 war damals von mir. Würde ich wieder so schreiben, vielleicht mit anderen Rechtschreibfehlern...
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Ich sehe da auch kein Problem und kenne diese Situation auch aus meinem Bekanntenkreis. Klappt alles super und wirkt sich auch nicht auf die Partnerin aus. Er muss halt vorher spritzen und muss einiges weglassen. Sie isst was sie mag.
Wir alle wollen die große Liebe aber wenn man sich schon um so was Gedanken machen muss, da stellt sich doch die Frage: wieso sind so viele Menschen so oberflächlich?
Auf der anderen Seite, wenn ein Mensch so oberflächlich ist, will ich ihn wieso nicht.
Ich setze auf Herz und glaube es gibt auch noch genug Andere, die es gleich tun.
Leider glaube ich aber, dass dieses Problem und viele andere auch einfach ein Problem des Onlinedatings sind. Im realen Leben hab ich so Vieles noch nie erlebt, im Gegensatz zum Netz.
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Also erst mal ist eine Erkrankung Privatsache.
Und sofern es sich um keine akut lebensbedrohliche oder ansteckende Erkrankung handelt, sollte man sich entsprechend verhalten. Solche Dinge erzählt man doch nur Menschen, denen man vertraut. Bloß nicht ins Profil schreiben und auch nicht beim ersten Date damit herausplatzen. Wer weiß, ob man sich wiedersieht ...
Und wenn es dann doch klappt mit der Liebe, dann erzählt man sich automatisch wichtige Dinge voneinander - oder?
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Diabetes: Wann sagt man es einem potentiellen, neuen Partner? Antwort: Gleich zu Beginn, alles andere sind Trix und falsche Spiele!
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Ich würde das mit einem Diabetes nicht ins Profil schreiben und erst beim 2. oder 3. Date einfliessen lassen.
Für mich persönlich wäre eine Diabetes-Erkrankung aber ein Grund, diesen Menschen nicht als Partner zu wählen. Diabetes ist nicht nur "aufs Klo verschwinden und schnell spritzen", sondern eine chronische Erkrankung mit deutlich eingeschränkter Lebenserwartung (abhängig von der Erkrankungsdauer) und einem Bündel recht häufig auftretender Folgeerkrankungen. Insbesondere hätte ich Angst, dass ein Partner infolge einer Retinopathie erblindet oder durch Gefäßsklerose frühzeitig einen Schlaganfall oder Herzinfarkt erleidet.
Tut mir leid, daß ich das so trocken darstelle, aber ich bin Arzt.
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@8: In meinem Bekanntenkreis gibt es insgesamt 5 Diabetiker/innen, allerdings haben alle mellitus 2.
3 davon sind weiblich, zwischen 80 und 84 Jahren, spritzen seit vielen Jahren und sind ansonsten "fit, wie ein Turnschuh". Die anderen beiden sind männlich, einer ist 57 und einer 64 und haben auch keine anderen gesundheitlichen Probleme. Der 64-jährige ist mein Lebensgefährte, den ich vor gut einem Jahr hier bei EP kennen gelernt habe. Seine Diabetes, von der er mir bereits beim 1. Telefonat erzählt hat, hätte mich niemals gehindert, ihn näher kennen lernen zu wollen. Gott sei Dank hat sich meine Entscheidung als richtig heraus gestellt. Wir sind sehr glücklich, uns gefunden zu haben. Er nimmt allerdings (noch) Tabletten, alle anderen spritzen Insulin.
Ach, da fällt mir gerade ein: Auch mein Ex-Mann, mit dem ich 38 Jahre lang verheiratet war, hatte in den letzten 15 Jahren Diabetes, ebenfalls mellitus 2.
Ich denke, vor Krankheiten wie Schlaganfall oder Herzinfarkt ist man generell nicht geschützt? Der Stiefsohn meines Lebensgefährten hatte mit 42 Jahren ein geplatztes Gehirn-Anerysma und ist nun ein Pflegefall. Der hatte im Vorfeld nicht, was darauf hätte schließen lassen können, hat gesund gelebt, war sportlich usw.
Aber vielleicht bist Du ja aufgrund Deines Berufes etwas vorsichtiger. Ich bin mit der Krankheit vielleicht etwas lockerer, weil unbedarfter, umgegangen und habe es bisher nicht bereut. Aber ich bin ohnehin ein sehr positiv denkender Mensch, vielleicht liegt es auch daran......?
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Es ist sehr vom Manifestationsalter und der langfristigen Zuckereinstellung abhängig, wie weit sich Folgeerkrankungen bei Diabetes entwickeln. Nicht insulinabhänige Typ-2-Diabetiker, bei denen sich die Krankheit meist erst jenseits des 50.-60.Lebensjahres ausbricht, haben eine deutlich höhere Lebenserwartung, als ein juveniler Typ-1-Diabetiker, der bereits seit Kindheit spritzt.
Falls es interessiert, hier ein leicht verständlicher Artikel aus dem Focus:
http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/diabetes/news/diabetes_aid_63113.html
Einschränkungen, die man als Partner eines insulinpflichtigen Diabetikers hat, sehe ich auch in der Urlaubsplanung (viele Insuline sind kühlschrankpflichtig), mit einem Diabetiker der zu Unterzuckerungen neigt, würde ich sicher nicht an Orte fahren, wo eine (not)ärztliche Versorgung nur schwer erreichbar ist.
Bei unterzuckergefährdeten Diabetikern wird auch der Lebenspartner geschult, dem Diabetiker im Notfall eine Glukagon-Spritze zu verabreichen, die lebensrettend sein kann, insbesondere, wenn nicht sofort ein Arzt erreichbar ist.
Auch sollten sich Partnersuchende mit Kinderwunsch im Klaren sein, dass Typ-1-DM vererblich ist. 3-5 von 100 Kindern, bei denen ein Elternteil Typ-1-DM ist, bekommen später auch Diabetes.
Ich habe gerade als Arzt übrigens einen sehr hohen Respekt vor juvenilen Diabetikern! Die Erkrankung erfordert hohe Selbstdisziplin und sehr viel Eigenverantwortung. Das Schicksal, lebenslang mit dieser Erkankung umgehen zu müssen, empfinde ich als sehr schwer, staune immer wieder, mit welcher Selbstverständlichkeit und wenig Klagsamkeit die Patienten es tragen!!!
Daher soll mein medizinischer Exkurs auf keinen Fall vor einer Beziehung mit einem Diabetiker abschrecken, sondern nur eventuelle Probleme, die auch für den Partner eines Erkrankten entstehen können, aufzeigen.
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