1. Frage:
    Gefragt am: 18.01.2012, 13:53 von Gast
    Einmal Fremdgänger(in), immer Fremdgänger(in)?
    Mal abgesehen (soweit man das denn sinnvoll kann) von den "Gründen" für Fremdgänge:

    Es wird immer wieder behauptet, wer einmal fremdgegangen ist, wird es immerwieder tun. Andere sagen: Menschen können sich sehr wohl ändern.

    Wie sind Eure eigenen Erfahrungen (ganz ehrlich im anonymen Forum, bitte!)?

    Gibt es das (bezogen auf beide Geschlechter!):
    Vor der Ehe richtig "wild" ausgetobt (ziemlich turbulent, durcheinander, "promisk" gelebt), dann in der ersten Ehe erst mal sieben, zehn oder zwölf Jahre treu geblieben, danach nach einer Krise zwei oder drei Fremdgänge ("Gelegenheits-ONS", keine langdauernden Affären o.ä.) - dann "den / die Richtige(n)" getroffen und von da an (dauerhaft! - also nicht mal eben für zwei oder drei oder fünf Jahre) wirklich aufrichtig treu geblieben?

    Die meisten würden doch sagen: das geht gar nicht. Stimmt das? Seid Ihr wieder ausgebrochen, wenn Krise und Gelegenheit zusammenkamen - oder habt Ihr tatsächlich etwas "gelernt" - kann man das "lernen" - oder "lernt" man nicht vielmehr das Gegenteil: Seitensprünge funktionieren, man(n/frau) weiß sie zu verbergen...

    Oder anders herum (=>Konsequenz?): ist jemand (Mann oder Frau) mit einer Historie wie skizziert unwiderruflich disqualifiziert, wenn es um mehr als ein Abenteur geht?

    m,48
    Antworten:
  2. #1 Gast
    18.01.2012 15:08
    Kurz und knapp gesagt: Wer einmal Honig geleckt hat, will irgendwannmal wieder dran schlecken. Einmal gekostet und auf den Geschmack gekommen tut man es immer wieder!

  3. 18.01.2012 15:13
    Ich habe immer dazu gestanden, dass ich in Single-Zeiten Affairen/lockere Beziehungen hatte- keinesfalls wahllos, keine ONS, aber doch ganz klar nicht die große Liebe- obwohl sich schon Männer verliebt haben.

    Das ist völlig durch, wenn ich eine Beziehung habe, einfach nur absurder Gedanke.

    Aber wenn jemand öfter fremd gegangen wäre, hätte ich schwerste Bedenken. Da werden Konflikte nicht ausgetragen, sondern einfach Ersatz-Befriedigung oder -Bestätigung gesucht. Ganz einfach zu bekommen, viel einfacher als die Auseinandersetzung mit dem Partner. Ich fürchte, wer dieses Muster verinnerlicht hat, kommt da nicht wieder heraus. Irgendwann wird es wieder eine Krise geben- und dann?

  4. #3 Gast
    18.01.2012 15:23
    Einmal Fremdgänger-immer Fremdgänger ist eine völlig aus der Luft gegriffene Theorie und stimmt keineswegs.

  5. #4 Gast
    18.01.2012 15:26
    Ich bin davon überzeugt: Fremdgehen ist eine Charackterfrage! Und sie tun es immer wieder!

    ... aus dem Talmud

    Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte.
    Achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen.
    Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.
    Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charackter.
    Achte auf deinen Charackter, denn er wird dein Schicksal.

  6. 18.01.2012 15:44
    Schwieriges Thema. Selbstbestätigungsfremdgänger ändern sich nur dann, wenn sie die amourösen Episoden nicht mehr zur Selbstbestätigung brauchen. Leute, die Schwierigkeiten mit Bindungen haben und sich per Fremdgehen beweisen, daß sie vom Partner nicht abhängig sind, verlieren dieses Verhalten oft, wenn sie sicherer sind. Krisenfremdgänge wird es immer dann geben, wenn es Krisen gibt, es sei denn, man lernt ein anderes Krisenmangement.
    Es muß also ein Reifeprozeß dafür stattfinden, bevor sich eine Persönlichkeit völlig festigt. (das setze ich so mit Mitte 40 an) Manchmal passiert das auch, indem Leute selbst Opfer von Fremdgängern werden und sich nun auf der anderen Seite der Empfindungen wiederfinden.
    Insofern billige ich allen bis zu einem bestimmten Alter Lernfähigkeit zu, bezweifle aber generell, daß es am Gegenüber liegt, daß jemand geläutert wird, weil er nur den/die Richtige gefunden hat. Dafür ist der Lernprozeß zu essentiell, den löst niemand einfach nur so von außen aus.
    Alle wilden Fremdgänger meiner Umgebung sind ab 40 plötzlich ruhiger geworden. Es war einfach nicht mehr wichtig, hier und da noch ein Blümchen zu pflücken, Gelegenheiten sind nicht mehr so einmalig und aufregend und auch den Aufwand, die Sachen zu vertuschen, fanden sie plötzlich zu groß. Das ist schon mal ein gutes Zeichen.
    Insofern - ja, mit Ende/Mitte 40 halte ich das nicht mehr für so ein Problem.
    Aber die Denk- und Entscheidungswelt von solchen Menschen ist anders strukturiert. Da Fremdgehen für sie kein moralisches NoGo oder eine Todsünde ist, sondern erprobt und mit angenehmen Gefühlen belohnt wurde, entscheiden sie sich, mit der Chance konfrontiert, bewußt für Verzicht. Die andere Gruppe tickt da anders, weil sie ablehnend, ängstlich und wütend solche Situationen oft umschifft oder garnicht kennt - kennen will.
    Ich spinne den Gedanken sogar noch weiter: Während die Ex-Fremdgänger im besten Fall mit der Situation souverän umgehen können, reagiert der von der Ehe frustrierte Moralische oft unberechenbar, weil unerfahren. Das sind die Leute, die in der Midlife-Crisis plötzlich der Blitz der Liebe trifft und die innerhalb weniger Jahre mehr oder weniger kopflos ihr Leben umschmeißen und das oft für Liebesobjekte, die es, bei Licht betrachtet, garnicht wert waren.

  7. #6 Gast
    18.01.2012 15:44
    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Es wird immer wieder behauptet, wer einmal fremdgegangen ist, wird es immerwieder tun. Andere sagen: Menschen können sich sehr wohl ändern.
    Eine außergewöhnliche Lebenserfahrung kann einen Menschen vollkommen auf den Kopf stellen, er ist dann nicht mehr derselbe. Du merkst es daran, daß Dir alte Erinnerungsstücke, wenn sie Dir beim Aufräumen wieder in die Hände fallen, wie Eigentum eines Fremden erscheinen.

    Ich rate zur Lektüre von „Zen oder die Kunst ein Motorrad zu warten”.

  8. #7 Gast
    18.01.2012 16:08
    Wie heißt es so schön: Liebe ist, wenn Treue Spaß macht :-)

    Selbst erlebt: eine erfüllte, gleichberechtigte usw. Partnerschaft ist das A und O, damit kein Mensch auf die Idee kommt, empfänglich für fremde Reize zu werden.

    In einer vorherigen Beziehung war der Sex alles andere als erfüllend, trotz reden hat sich nichts geändert. Und in dieser Beziehung hatte ich nebenher eine Affäre.

  9. 18.01.2012 17:05
    Natürlich, einmal Frendgänger immer Fremdgänger. Da es sich um ein Charakterdefizit handelt wird das nicht behoben.

  10. #9
    18.01.2012 18:32
    Tja, nehmen wir mal Jugendsünden vor langer Zeit raus- dann ist das leider in den allermeisten Fällen so.

    Ausnahemen? Ja, die gibt es sicher- die sind aber sehr selten weil das eine kritische Selbstrefelktion und gezieltes Arbeiten am ich vorraussetzt. Da man dafür aus seiner Komfortzone raus muss machen das die allermeisten nur dann wenn Sie dazu gezwungen sind- ein Fremdgänger tut das inder regel nicht da er ja eine (vermeintliche) Lösung für seine Probleme gefunden hat.

  11. #10 Gast
    19.01.2012 19:13
    Zitat Zitat von Kalle Beitrag anzeigen
    Tja, nehmen wir mal Jugendsünden vor langer Zeit raus- dann ist das leider in den allermeisten Fällen so.
    ... ein Fremdgänger tut das inder regel nicht da er ja eine (vermeintliche) Lösung für seine Probleme gefunden hat.
    Also immer wieder in Problemsituationen? (Man (/frau?) hat es ja so gelernt - es "geht"?)

    Das wäre dann ja in der Tat der totale K.O. für eine Eheschliessung (oder Ähnliches)...

  12. #11 Gast
    20.01.2012 12:16
    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Das wäre dann ja in der Tat der totale K.O. für eine Eheschliessung (oder Ähnliches)...
    Genau so ist es. Affären- und ONS-Männer und -Frauen (während fester Partnerschaften) sind ein absolutes NoGo, vielleicht das klarste denkbare NoGo überhaupt.

    Ein einziger Ausrutscher, der schon sehr lange zurückliegt, wäre die einzige gerade noch denkbare Ausnahme, aber da müsste sonst schon wirklich "alles" 100% stimmen, um sich darauf einzulassen.

    m,52

  13. #12
    23.01.2012 21:00
    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen

    Die meisten würden doch sagen: das geht gar nicht. Stimmt das? Seid Ihr wieder ausgebrochen, wenn Krise und Gelegenheit zusammenkamen - oder habt Ihr tatsächlich etwas "gelernt" - kann man das "lernen" - oder "lernt" man nicht vielmehr das Gegenteil: Seitensprünge funktionieren, man(n/frau) weiß sie zu verbergen...

    m,48
    Man kann auch eine ganz andere Schlusfolgerung aus dem vorgenannten Szenario ziehen.
    Wenn man das Bedürfnis nach fremder Haut hat, ist die Erfüllung dieses Bedürfnisses nicht per Definition Fremdgehen. Fremdgehen setzt immer auch ein Hintergehen voraus, einen Vertrauensmissbrauch. Man kann sich auch dafür entscheiden diesen Vertrauensbruch nicht mehr zu wollen und dennoch dem Bedürfniss nach fremder Haut nachgehen. Das setzt eine schonungslose, offene und ehrliche Aussprache voraus an deren Ende klare Regeln für solche Situartionen stehen. Dann geht man nicht mehr fremd, sondern man geht bekannt.

  14. #13
    23.01.2012 21:04
    Zitat Zitat von Kalle Beitrag anzeigen
    Tja, nehmen wir mal Jugendsünden vor langer Zeit raus- dann ist das leider in den allermeisten Fällen so.

    Ausnahemen? Ja, die gibt es sicher- die sind aber sehr selten weil das eine kritische Selbstrefelktion und gezieltes Arbeiten am ich vorraussetzt. Da man dafür aus seiner Komfortzone raus muss machen das die allermeisten nur dann wenn Sie dazu gezwungen sind- ein Fremdgänger tut das inder regel nicht da er ja eine (vermeintliche) Lösung für seine Probleme gefunden hat.
    Das würde ja bedeuten, dass jeder der fremd geht automatisch ein Problem hat welches er mit fremdgehen kompensiert. Eine sehr gewagte und m.E. völlig abstruse These die eigentlich nur von einem sehr eingeschränkten Weltbild abgeleitet werden könnte.

  15. #14 Gast
    23.01.2012 21:44
    Zu diesem Thema finde ich ganz entscheidend, wie der Fremdgänger selbst über sein Fremdgehen denkt.

    Es gibt Menschen, die sind schon mal fremdgegangen, in ihrem Inneren schämen sich aber dafür und finden ihr Fremdgehen schlecht und verwerflich. Solche Menschen werden dann kaum Wiederholungstäter.

    Es gibt auch die Sorte von Fremdgängern, die das genießen und so gar nicht so schlimm finden-Hauptsache keiner erfährt was davon. Solche Menschen tun es dann immer wieder.

    Da ich als Singelfrau leider schon mal die Erfahrung mir fremdgehenden Männern machen durfte, weiß ich, dass vom Fall zu Fall Unterschiede in der Reflexion diesbezüglich bestehen.

    w, 38

  16. #15
    23.01.2012 21:48
    Hey Zamil

    Das würde ja bedeuten, dass jeder der fremd geht automatisch ein Problem hat welches er mit fremdgehen kompensiert. Eine sehr gewagte und m.E. völlig abstruse These die eigentlich nur von einem sehr eingeschränkten Weltbild abgeleitet werden könnte.
    Hättest vielleicht Recht wenn ich mir das Küchenpsychologisch so zusammenfabuliert hätte- dafür bin ich aber gar nicht kompetent (Naturwissenschaftler). Es ist die Lehrmeinung in der Psychologie, gestützt auf eine ganze Reihe von Untersuchungen. Im groben ist es tatsächlich so, dazu noch der Lerneffekt dass es einem kurzfristig (weil Egodoping) besser fühlen lässt. Und kommst Du mit Deinen Ausreden durch erst recht- Ego-boost ohne schlechtes Gewissen....
    Im übrigen hast Du das etwas vereinfachend wiedergegeben. Es ist die Sucht nach Selbstbestätigung von aussen. Das kannst Du musst es aber nicht mit einem Problem gleichsetzen. Es gehen nicht gerade wenige fremd die zuhause ein erfülltes Sexual-und gesitiges Leben haben. Und es gibt ja auch welche denen das nichts ausmacht solange der/die Fremdgehen sich nicht anderweitig verlieben.

  17. #16 Gast
    23.01.2012 22:32
    Wenn jemand "fremdgeht", d.h. aus einer (noch) bestehenden Partnerschaft sich auf eine kurz- oder längerfristige weitere sexuelle Beziehung einlässt .... dann ist in der Partnerschaft immer etwas oberfaul. Und zwar heftig, selbsth wenn das der andere Partner vielleicht vehement bestreitet. Mit Promiskuität, Austoben etc. hat das gar nichts zu tun, sexuelle Libertinage ist eine völlig andere Ebene.

    Kleine Anmerkung zum Zitat des ersten Postings "wer einmal Honig geleckt hat, will irgendwannmal wieder dran schlecken" - DAS würde bedeuten, dass all diejenigen, die nicht "fremdgehen", noch nie Honig geschleckt haben. Mein Gott, die Armen! Das ist ja schon fast ein Aufruf zu "Fremdgängen" ...

  18. #17
    24.01.2012 08:23
    Zitat Zitat von Kalle Beitrag anzeigen
    Es ist die Lehrmeinung in der Psychologie, gestützt auf eine ganze Reihe von Untersuchungen.
    Das mag sein. Wie ich persönlich zu "Lehrmeinungen" von Psychologen stehe, ist wahrscheinlich auch schon in dem ein oder anderen Post von mir klar geworden. Ich halte diese für gelinde gesagt fragwürdig da immer kulturell und historisch gefärbt. Aber, jeder kann glauben was er möchte. Das nennt man Religionsfreiheit.

    Zitat Zitat von Kalle Beitrag anzeigen
    Es ist die Sucht nach Selbstbestätigung von aussen.
    Nicht notwendiger Weise. Zu einen kann - eine solche Sucht vorausgesetzt - sich diese mannigfaltig ihre Kanäle suchen, z.B. über eine Kariere, über Sport oder anderweitige Tätigkeiten die zum Erfolg und damit zu Bestätigung führen. Zum anderen ist es immer erst dann ein Problem, wenn man es selber als solches sieht und es einem in seinen Handlungsalternativen einschränkt.

  19. #18 Gast
    24.01.2012 18:18
    Es ist vermutlich die meistbenutzte Erklärung in diesem Zusammenhang (und kam ja auch hier schon auf...), dass der mangelhafte oder unbefriedigende Sex innerhalb einer Beziehung, den Fremdgeher zum Fremdgehen veranlassen würde. Diese Erklärung ist auf den ersten Blick so naheliegend, dass ich mir als betrogene Frau diesen Schuh garantiert auch angezogen hätte, wenn es dafür nur irgendeinen kleinen Anhaltspunkt gegeben hätte. Insofern bin ich froh, sagen zu dürfen, dass das Gegenteil der Fall ist: auch wenn sexuell keine Wünsche offen bleiben, kann man betrogen werden. Ob das passiert oder nicht, liegt m.E. NIE wesentlich an der Person des Betrogenen, sondern der Person des Betrügers. Denn dieser handelt eben so und nicht anders und für alle gängigen Erklärungsmuster (sexuelle Frustration, Midlife Crisis, Selbstbestätigung, etc.) gäbe es immer auch andere Reaktionsmöglichkeiten...

    Für mich scheidet insofern ein möglicher künftiger Partner, von dem ich vorher wüsste, dass er bereits fremdgegangen ist, als Partner (fast) prinzipiell aus.

  20. #19 Gast
    25.01.2012 09:43
    ich (w) hatte eine mehrjährige beziehung mit einem mann, der zuvor 30 jahre verheiratet war. während seiner ehe hat er seine frau permanent betrogen (seine eigene erzählung), was sehr einfach war, da er geschäfltich in der ganzen welt unterwegs war. während unserer beziehung hatte er kein bedürfnis danach, das konnte ich auch fühlen. er sprach von liebe, wie nie in seinem leben zuvor.

    JEDOCH! er hat höllenqualen ausgestanden, da er eine solch tiefe bindung nicht gewohnt war, nicht gewohnt war seinen gefühlen derart ausgeliefert zu sein, sie nun in all ihrer bandbreite empfinden "zu müssen" ohne auswege. dennoch wollte er keine andere frau, hatte keine bedürfnisse hierhingehend.

    im ganzen hat das die beziehung auch wieder sehr belastet, da er (verständlicher weise) nicht locker und entspannt war (ausser in bestimmten, überaus nahen momenten), er hatte grosse verlustängste entwickelt, kammerte, mistraute, kontrollierte etc.

    mir scheint nach dieser erfahrung, dass die antworten meiner mit-poster richtig sind, die da meinen, es habe mit flucht, konfliktunfähigkeit, persönlichkeit, tiefgang etc. zu tun.

  21. #20 Gast
    25.01.2012 10:20
    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    auch wenn sexuell keine Wünsche offen bleiben, kann man betrogen werden. Ob das passiert oder nicht, liegt m.E. NIE wesentlich an der Person des Betrogenen, sondern der Person des Betrügers
    Betrügen heißt den Partner hintergehen. Gäbe es dafür eine Rechtfertigung, könnte man auch jeden Bankraub mit „ich mußte es tun, weil ich kein Geld hatte” begründen. Anders herum: keinen Sex zu haben rechtfertigt den Treuebruch genauso wenig wie kein Geld zu haben den Banküberfall.

  22. #21 Gast
    25.01.2012 15:47
    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    während seiner ehe hat er seine frau permanent betrogen [..] er hatte grosse verlustängste entwickelt, kammerte, mistraute, kontrollierte etc
    Ein Fremdgänger, der mißtraut und kontrolliert. Wie niedlich.
    Wird halt von sich auf andere geschlossen haben. m/54

  23. #22 Gast
    25.01.2012 19:49
    vielleicht bin ich, m 51, ja die Ausnahme, aber: ich habe in einer langen Ehe zwei Fehltritte begangen. Darauf bin ich nicht stolz und will mich auch nicht mit "Notstand" oder ähnlichem herausreden. Die Ehe wurde aber aus anderen Gründen lange nach den Fehltritten beendet.
    Jetzt bin ich mit einer zauberhaften Frau zusammen, der ich reinen Wein eingeschenkt habe. Sie hat mich Gott sei Dank nicht zum Teufel gejagt und ich weiß, dass ich sie nie hintergehen werde. Denn im Moment läuft es bei uns nicht so gut (Stress bei beiden) und trotz nach wie vor großem sexuellem Verlangen verschwende ich keinen Gedanken an ein Fremdgehen. Mann kann sich auch bessern.

  24. #23 Gast
    25.01.2012 21:48
    Also ich habe vor langer Zeit einen Fehltritt begangen, meine Frau etwa 12 Jahre später auch. Dennoch sind wir zusammen und ich glaube keiner von beiden würde das nochmal machen. Ich denke wir habe gelernt.

  25. #24 Gast
    26.01.2012 16:29
    Also ich habe in meiner ersten Ehe sowohl davor als auch während der Ehe etliche Seitensprünge gehabt, jedoch über viele Jahre mit dem gleichen ebenfalls verheirateten Geliebten, aber rein sexuell als Befriedigung. Auseinander gegangen ist meine Ehe nicht aus diesem Grund, sondern aus dem, dass mein Mann eine andere kennenlernte und mich nicht mehr wollte. (Nur so nebenbei, von ihr ist er inzwischen wegen einer anderen wieder geschieden ;-)

    In meiner zweiten Ehe habe ich keinerlei Beziehungen nebenbei gehabt, auch nicht mit meinem früheren Geliebten, denn der hatte inzwischen auch eine neue Ehefrau und ein Kind. Ich wäre niemals auf die Idee gekommen, ich war sexuell sehr zufrieden und konnte problemlos jeder Versuchung widerstehen. Geschieden wurde aber auch diese Ehe. Mein Mann war gewalttätig und das ging für mich gar nicht.

    Dann war ich 4 Jahre mit einem Mann zusammen (ohne zu heiraten) und auch in dieser Zeit bin ich nie fremd gegangen.

    Jetzt wo ich Single bin, habe ich eine Beziehung zu meinem ehemaligen Geliebten angefangen, war anfangs schön, vertraut, schön, begehrt zu sein. Er hat sich sogar von seiner Freundin getrennt, weil er dachte, es könnte für mehr reichen. Ich war mir aber sicher, dass ich ihn nie als Partner akzeptieren könnte, weil er ja ein notorischer Fremdgeher war (lustig, nicht wahr, denn ich war ja seine Affäre, aber eben auch nicht die Einzige) und ich bin mit der Angst, dass er weiter fremd geht nicht klar gekommen. Er hatte auch nicht den Mut, vor seinem Freundeskreis, der teilweise auch mein Freundeskreis war/ist, unsere Beziehung öffentlich zu machen, es sollte weiter heimlich passieren. Und da habe ich ihm die Pistole auf die Brust gesetzt, entweder offiziell, ohne fremd gehen oder gar nicht mehr.

    Er hat sich dann über Weihnachten doch seine Freundin zurück geholt, mit der zwar keinen oder nur selten Sex hat, die ihn aber trotz seiner Seitensprünge behalten möchte...und das war für mich der Punkt, die Sache ganz abzublasen, wir haben keinerlei Kontakt, wenn wir uns sehen, gibt es kein Zuzwinkern mehr, auf jeden fall nicht mehr von meiner Seite.

    Und...ich habe eine neue Beziehung, fängt zwar gerade erst an, aber ich bin mir 100%ig sicher, ich werde nie nebenbei etwas anfangen, kann ich mir nicht mehr vorstellen, ich bin da durch!
    w 45

  26. 27.01.2012 17:27
    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen

    JEDOCH! er hat höllenqualen ausgestanden, da er eine solch tiefe bindung nicht gewohnt war, nicht gewohnt war seinen gefühlen derart ausgeliefert zu sein, sie nun in all ihrer bandbreite empfinden "zu müssen" ohne auswege. dennoch wollte er keine andere frau, hatte keine bedürfnisse hierhingehend.

    im ganzen hat das die beziehung auch wieder sehr belastet, da er (verständlicher weise) nicht locker und entspannt war (ausser in bestimmten, überaus nahen momenten), er hatte grosse verlustängste entwickelt, kammerte, mistraute, kontrollierte etc.
    mir scheint nach dieser erfahrung, dass die antworten meiner mit-poster richtig sind, die da meinen, es habe mit flucht, konfliktunfähigkeit, persönlichkeit, tiefgang etc. zu tun.
    Wie süß, mal wieder eine Frau die meint, ein chronischer Lügner lügt immer nur andere Frauen an, nur nicht sie selber. Alle seine vorigen Frauen werden auch "gefühlt" haben, dass er es ernst meint. Naja, Hauptsache du glaubst ihm

  27. #26
    30.01.2012 14:53
    Äh, das ist jetzt aber nicht logisch:
    Das mag sein. Wie ich persönlich zu "Lehrmeinungen" von Psychologen stehe, ist wahrscheinlich auch schon in dem ein oder anderen Post von mir klar geworden. Ich halte diese für gelinde gesagt fragwürdig
    Das kannst Du ja gerne in Frage stellen- schliesslich passt es nicht in Dein Dir eigenes Weltbild (selbst Fremdgänger?). Nur aus der Lehrmeinung einer ganzen Zunft auf ein

    völlig abstruse These die eigentlich nur von einem sehr eingeschränkten Weltbild abgeleitet werden könnte.
    zu schliessen? Sagt schon ein wenig über Dich aus....

  28. #27 Gast
    30.01.2012 17:32
    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Ich war mir aber sicher, dass ich ihn nie als Partner akzeptieren könnte, weil er ja ein notorischer Fremdgeher war (lustig, nicht wahr
    Untreue Frau lehnt untreuen Mann wegen dessen Untreue ab. Lustig? Selten so gelacht. Du sagst, Du wirst Deinem neuen Freund jetzt treu sein. Ganz schon naiv, der Gute, wenn er Dir das glaubt.

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