- Frage:
Ex-Partner nach 6 Monaten Null-Kontakt wiedersehen. Was sind Eure Erfahrungen?Hey, werde meine Expartnerin die mich nach ca. 7jähriger Beziehung vor etwa 7 Monaten verlassen hat demnächst auf einer Hochzeit von gemeinsamen Freunden das erste Mal wiedersehen. Habe bisher versucht jeden Kontakt so gut wie möglich zu vermeiden, auch wenn das nicht immer zu 100% möglich war. Bin immer noch weit davon entfernt die Sache überwunden zu haben, daher frage ich mich ob es insgesamt die beste Idee ist dort überhaupt aufzuschlagen. Aber es ist nunmal eine Hochzeit und nicht irgendein Geburtstag. Habe wahnsinnige Panik vor dem Treffen, besonders da ich weiß dass sie mit unserer Partnerschaft schon komplett abgeschlossen hat, was sie durch Kommentare wie "der soll sich mal nicht so anstellen, ist doch schon ein halbes Jahr her" nachdrücklich unter Beweis stellt. Ich denke jedoch nach 7Jahren Beziehung ist es nicht verwunderlich ein wenig mehr Zeit als 6 Monate zur Verarbeitung zu brauchen, oder? Was sind Eure Erfahrungen/Meinungen zum ersten Wiedersehen?Antworten: -
Lieber Fragesteller!
Erstens hast Du recht, dass die meisten Menschen nach einer siebenjährigen Beziehung oft mehr als sechs Monate brauchen, um alles vollständig aufzuarbeiten und ohne Hass, Wut, Ärger, Sehnsucht und ähnlichen Gefühlen an den Ex denken können -- geschweige denn miteinander umgehen.
Zweitens rate ich Dir dringend davon ab, diese Hochzeit zu besuchen. Das würde den Prozess des Ausheilens blockieren, alte Wunder wieder aufreißen, Deine psychische Balance gefährden und, ganz ehrlich, Du hättest an dem Tag sowieso keinen Spaß und keine Freude, denn die Anwesenheit der Ex würde es Dir vergällen. Insbesondere da die Möglichkeit gegeben ist, dass sie unvorhergesehen mit neuem Partner auftaucht!
Jeder gute Freund wird für Deine Entscheidung Verständnis haben und sie nachvollziehen können. Wunden aufreißen und leiden ist einfach kein Zustand, den man auf seiner eigenen Hochzeit bei einem Freund sehen möchte -- es könnte sogar dem Hochzeitspaar die Feier verleiden, wenn Ihr Euch streitet oder Du extrem traurig bist. Das sieht keiner gerne mit an. Hochzeiten sollen von Freude und Glück geprägt sein, nicht überschattet vom Schicksal anderer.
Eigentlich sollte das Hochzeitspaar unter diesen Bedingungen gar nicht beide einladen, sondern vorher mit den Betroffenen sprechen und die Lage abschätzen -- und sich dann entweder gegen beide oder für einen der beiden entscheiden. Ein oftmals gute Lösung ist auch, dass einer zum Polterabend eingeladen wird und der andere zur Hochzeitsfeier -- so kann man wenigstens mit jedem der beiden feiern, ohne sie quälen zu müssen.
Du liegst auf jeden Fall mit Deinem bisherigen Vermeiden jeglichen Kontaktes genau richtig: So ist es die beste Art, Altlasten zu verarbeiten und Wunden heilen zu lassen. Erinnerungsstücke entsorgen oder weit wegpacken, Wohnung umdekorieren, die Ex vergessen, sich kräftig ablenken und die Gedanken auf ganz andere Dinge fokussieren. Finanzielle, organisatorische und formale Dinge so früh wie möglich erledigen, so dass keinerlei Kontakt mehr nötig ist. Ich glaube, dass hast Du alles richtig gemacht und für Dich die richtige Lösung gefunden. Bleib dieser Lösung treu, denn wenn jetzt wieder alte Wunden aufreißen und Du die Ex freudestrahlend auf einer Hochzeit siehst, dann wird der Heilungsprozess akut gefährdert und Du wirst mit Schmerzen dastehen.
Gerade die eiskalte und abscheuliche Reaktion Deiner Ex zeigt doch deutlich, dass sie auf keinen Fall auf Deine Gefühle Rücksicht nehmen wird. Tue Dir das nicht an!
Kurzer Rat: Gehe nicht hin. Entschuldige Dich ganz ehrlich mit dem wahren Grund und schicke Ihnen einfach ein nettes Geschenk zu. Ihr könnte Euch doch nach den Flitterwochen einfach mal so treffen und viel persönlicher und netter miteinander reden als dies auf der Hochzeit möglich wäre. Dieser Verzicht ist auf jeden Fall das geringste Übel.
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Lieber FS.
Es ist auf der einen Seite gut zu merken, dass dir deine ehemalige Partnerin nicht gleichgültig war. Du hast Gefühle investiert, die du offenbar leider noch nicht ganz bearbeitest hast. Ihr habt nun eine Hochzeit im Bekanntenkreis, seid beide eingeladen und wünscht dort hinzugehen.
Auf der anderen Seite gibst du ihr eine (sicher ungewünschte) Macht, wenn du dich von ihr noch immer dominieren lässt. Es freut sie möglicherweise, dass du noch nicht die Trennung überwunden hast, denn sonst würde sie nicht so argumentieren.
Diese Macht sollte sie nicht haben!
Vielleicht könntest du mit den Gastgebern reden und darum bitten, dass ihr nicht so dicht neben einander sitzt oder dass ein Aufeinandertreffen so weit möglich vermieden werden könnte. Sicher haben die Gastgeben viele andere Gedanken im Kopf hinsichtlich der Planung ihres großen Tages. Aber auch sie wollen ja, dass es ihren Gästen gut geht und dass der Tag gelungen erscheint. Also besprich deine Sorgen kurz und strebe eine pragmatische Lösung an.
Ansonsten hilfst du sowohl dir als auch deiner Umgebung, wenn du wirklich die Beziehung als (auch für dich) emotional abgeschlossen ansiehst und nach vorne schaust. Du hast die Macht über dich selber, wenn du nicht an vergangenem Unrecht kleben bleibst, sondern das Leben genießt. Du hast ohne Zweifel viel, worüber du stolz sein kannst und worüber du dich freuen kannst. Fokussiere darauf!
Viel Erfolg!
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Hey Frederika,
danke für die schnelle Antwort. Ich habe tatsächlich versucht einen derartigen Kompromiss mit ihr "auszuhandeln" (eine der wenigen Ausnahmen der Kontaktsperre). Sie hat dies aber komplett abgeblockt. Sie sei halt auch eingeladen und sie habe ja auch kein Problem damit, sondern ich - so die Antwort.
Ich denke da ähnlich wie Du, ich sehe die ganze Sache sehr skeptisch. Habe aber auch schon von vielen Seiten gehört dass ich auch mal mein Feld "verteidigen" sollte. Also nicht vor jeder Konfrontation davonlaufen bzw. ihr aus dem Weg zu gehen. Hört sich auch irgendwie richtig an?!
Auf der anderern Seite möchte ich sie auch auf eine kranke Art irgedwie wiedersehen. Und ich weiß dass das total bekloppt ist. Sie ist halt immer noch die Traumfrau für mich und ich habe es in den letzten 7 Monaten nicht geschafft sie von dem Podest herunterzuholen.
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Sorry, Fredericka, ich muss da widersprechen.
Wenn ich auf diese Hochzeit möchte würd ich hingehen, ich lass mir doch nicht von meiner Ex bestimmen wo ich mich aufhalte. Und lass Dir nicht die Opferrolle aufdrücken! Ich denke daß es nach einem halben Jahr möglich sein sollte sich wieder zu begegnen. Es erwartet ja keiner dass Du mit Ihr redest. In einem Saal hats genug Platz sich aus dem Weg zu gehen und das Hochzeitspaar wird Euch ja nicht an einen gemeinsamen Tisch setzen.
Mit solchen Bemerkungen "du sollst dich nicht so anstellen" disqualifiziert Sie sich selbst. Wenn Dir das wichtig sein sollte: bei einem solchen Verhalten sind die Sympathien eher auf Deiner Seite.
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@#2: Nein, das hat nichts mit "Macht" und "Dominanz" zu tun, sondern einzig damit, sich Leiden, Schmerzen und Kummer zu ersparen. Was bringt eine Feier, auf der man leidet? Nur um ein Zeichen gegen Macht zu setzen? Womöglich riskieren, dem Hochzeitspaar die Feier zu verleiden? Nein, das ist nicht sinnvoll!
@#3: Deine Ex ist eiskalt und abgebrüht. Sie will dich geradezu leiden sehen. Nein, schauspielere nicht, versuche nicht, Dich künstlich zusammenzureißen, daraus ein Machtspiel zu machen. Sie wird Dich ärgern und vorführen wollen. Vielleicht kommt sie mit neuem Partner, vielleicht ist sie auch nur demonstrativ nett zu Dir und macht es Dir schwer? Willst Du sie wirklich glücklich lachen und sich amüsieren sehen? Sie beim Tanz mit anderen Männer schwelgen sehen? Sicher nicht. Das würde Dir weh tun und Dir Leid bereiten. Erspare es Dir.
Ich bin immer für pragmatische Lösungen. Mach daraus kein Spiel um Macht, um Täter und Opfer. Ihr habt Euch getrennt und seid jetzt getrennt. Punkt. Wenn es Dir Schmerzen bereitet, dahin zu gehen, dann gehe nicht hin. Das hat nichts mit Opfer oder Macht oder Nachgeben zu tun. Das ist einfach nur gerechtfertigter Selbstschutz.
Leiden vermeiden und dem Hochzeitspaar eine unbekümmerte Feier ermöglichen ist wichtiger, als demonstrativ ein Zeichen a la Macht und "kein Opfer" zu setzen. Wem nützt das letztere, wenn Du Dich die ganze Zeit über mies fühlst und vielleicht wochenlang wieder an ihr Lachen und ihr schlechtes, eiskaltes Benehmen denken musst?
Selbstschutz vor Schauspielerei! Gehe nicht hin und fertig. Lenke Dich den Tag gut ab und vergiss das ganze Spiel um Macht!
@#4: Nein, er lässt sich von niemandem bestimmen! Das wäre auch falsch. Er bestimmt sein Leben selbst. Er trifft eine Entscheidung einzig anhand seines (!) vorhersagbaren Gemütszustandes: Er würde leiden, also geht er nicht hin. Das ist geradlinig und sinnvoll.
Außerdem ist es einfach ein Zeichen von Anstand gegenüber dem Hochzeitspaar an diesem einmaligen Tag, ihnen keinen Ärger zu bereiten, indem sich Expartner eiskalt behandeln oder gute Freunde still und tapfer leiden. Das kann einem eine Feier vergällen und ist nicht zielführend. Soviel Mitgefühl kann er aufbringen!
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[Fragesteller]
@Kalle: Das mit den Sympathien ist so eine Sache, ich denke das viele Freunde so denken wie sie, Du ja übrigens auch ;)
Aber das sind ja genau die Pole zwischen denen ich hin und hergezogen werde. Zum einen das Bild weiterhin von ihr beherrscht zu werden, wie Du es ausdrückst (was mir nebenbei wirklich gut gefällt - das Bild, nicht die Situation) und diese panische Angst mit einem Aufeinandertreffen all die bisher mühevoll leicht verkleinerten Wunden wieder vollends aufzureißen. Angst ist dabei das vorherrschende Wort. Alles macht mir im Moment Angst, aber ich weiß auch das Angst lähmt und mich einfach nicht vorwärts kommen lässt.
Aaaargh! Das ist alles so traurig, frustrierend und anstrengend!
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@#6: Sieh es pragmatisch:
+ Es würde Wunden aufreißen und Dir keinen Spaß bringen, also lass es.
+ Es gefährdet die Freude des Hochzeitspaares, also lass es.
Du weißt in Wirklichkeit, was am besten für Dich ist. Also handel danach und geh nicht hin.
Es ist toll, dass Du zu Deiner Angst, zu Deinen Wunden stehst. Du musst sie heilen lassen. Glaube mir, es wird ein Punkt kommen, an dem die Ex Dir einfach egal ist. An dem es nicht mehr weh tut. Dann ist es an der Zeit, es auch zu zeigen. Vorher sollte man weder schauspielern und aufreißende Wunden riskieren, noch Angst und Leiden öffentlich zeigen. Das wäre doch nur peinlich und würde sie erst recht als Siegerin dastehen lassen.
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Ich seh es wie Frederika. Nicht hingehen. Tut nur weh und bringt nichts. Die Ex wird dich blöd aussehen lassen und leiden lassen. Ruinier dem Paar nicht die Feier und schone deine Wunden.
M38
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@frederika: ich denke jedoch nicht das sie mir vorsetzlich weh tun will, dafür ist sie einfach nicht der typ. auch bei der trennung hat sie sich soweit sowas möglich ist zumeist fair verhalten. ich denke sie stellt sich im moment einfach selbst an die erste stelle ohne auf gefühle insbesondere denen ihres ex-partners zu achtrn. das kann man traurig finden und schade, bösartig ist dad nicht. Vielleicht sogar nachvollziehbar?!
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@#9: Nun, Du hast selbst jetzt noch positive Gefühle für sie. Sie mag Dich vielleicht nicht aktiv verletzen wollen, aber sie nimmt es wohl billigend in Kauf. Ich finde den Satz "er soll sich nicht so anstellen" unfassbar gefühlskalt für eine Frau. Dieser Frau bist Du inzwischen völlig egal, sie hat keine Gefühle mehr für Dich.
Bitte rede Dir die Situation nicht auch noch schön. Geh einfach nicht hin und vermeide neue Wunden.
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Deine Exfreundin hat einen neuen Partner, deshalb fällt es ihr leicht, vermutlich unbedacht diese für dich harten Worte auszusprechen. Wenn du schon eine neue Partnerin hättest, würde dir das nicht so aufstossen (und deine Ex würde hier nicht als herzlos hingestellt).
Ich würde an deiner Stelle nicht hingehen, wenn du den Schmerz nicht erträgst.
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@#11: Das hat meines Erachtens nicht primär etwas mit "hat neuen Partner" sondern mit "hat Altlasten aufgearbeitet" zu tun. Wenn die Wunden erst einmal verheilt sind, wird auch der Fragesteller keine Schmerzen mehr dabei haben, egal ob mit oder ohne neue Partnerin.
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@11: Ist das mit dem neuen Partner eine Vermutung von Dir oder wo hast Du das rausgelesen - oder meinst Du wohl möglich mich zu kennen?
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Junge, Du bist kein Opfer - Du hast Gefühle und derer musst Du Dich nicht schämen.
Du gehst da ganz souverän hin und dann kannst Du sie auch noch mal angucken.
Aber bevor Du das machst, klopfe Dich mit EFT und durchtrenne imaginär Dein inneres Band zu ihr. Kissing the bitch. Google das mal.
Sie kann diese Verletzungen bei Dir nur anrichten, weil Du Gefühle hast und sie eben nicht. Um davon zu vergewissern, würde ich unbedingt hingehen. Sei nicht feige. Gönne ihr den Triumph nicht, wenn Du wegbleibst. Sonst hast Du die ganze Zeit Kopfkino - ich würde versuchen, den Überblick zu behalten - so kann sie während der Feier auch nicht schlecht über Dich reden.
m57
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Hier noch einmal "die 2":
Ihr habt schon recht: wenn der DS zu sehr leidet und u.a. ein Risiko besteht, dass es Konflikte auf der Hochzeit geben könnte, würde ich dem FS raten, abzusagen. Sowohl auf Rücksicht auf den FS selber als auch aus Rücksicht auf das Brautpaar und die anderen Gäste. Ganz klar! Das mit dem Teilen an der Teilnahme - Polterabend oder an anderen Arrangements im Zusammenhang mit der Hochweit - ist auch ein guter Vorschlag.
WENN es dem FS möglich ist, die Ruhe einigermaßen zu bewahren, sehe ich eine Teilnahme an der Hochzeit für die beste Lösung an. Er zeigt, dass er im Leben und mit der Situation weiter gekommen ist, sich im Griff hat und innere Stärke hat.
Die Beziehung ist offenbar im Eimer, und nun gilt es, nach vorne zu schauen. Freue dich auf einen schönen Tag mit Freunden und versuche, die Ex zu ignorieren.
Ich wünsche dir viel Kraft!
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Frederika hat recht: Geh nicht hin. Finde einen anderen Tag, mit den Frischvermählten zusammen zun sein.
Nebenbei: Ich würde nicht mal im Traum auf die Idee kommen, relativ frisch Getrennte gemeinsam einzuladen, schon gar nicht zu meiner Hochzeit, die ein Freudentag für ALLE sein soll. Was für ein absurdes Ansinnen!
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als ich (w,35) meinen Ex nach der Trennung wiedergesehen habe (ging mir so ähnlich wie Dir), war ich sehr überrascht, dass er für mich auf einmal wie ein Fremder war. Auf einmal konnte ich ihn aus der Distanz sehen....vielleicht würdest Du auch diese Ernüchterung erleben, weil Du die Ex idealisiert hast seitdem.
Wärest Du alleine auf der Feier, oder gibt es einen guten Freund/Freundin, die sich um Dich kümmern/Dich ablenken könnten?
Aber wenn Du so Panik davor hast, dann hast Du Deine Entscheidung doch schon getroffen, oder? Du hast recht, es ist nicht "bloß" eine Geburtstagsfeier, gerade auf einer Hochzeit kommen alte Gefühle ja wieder hoch....
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@FS,
hast mich leider etwas missverstanden, nein ich finde nicht dass Du Dich anstellst. Es ist völlig normal dass der verlassene nach dieser Zeit noch leidet. Bei mir hats eineinhalb Jahre gedauert mit mir selbst ins reine zu kommen.
Was ich damit sagen wollte ist daß man sich irgendwann seinen Dämonen auch stellen muss. Verdrängen ist bei frischen Wunden durchaus ok, aber nicht für immer. Irgendwann musst Du ins Leben zurück und das ist eine gute Möglichkeit. Du wirst sehen, wenn Sies nicht drauf anlegt Stunk zu machen wird das aufeinandertreffen gar nicht so schlimm werden. Gehe hin, verhalte Dich anständig und mit Würde und es wird Dir gut tun. Ich spreche da aus eigener Erfahrung. Das ätzdenste dabei ist nicht das aufeinandertreffen sondern das unterschwellige Mitleid daß einem entgegenschlägt.
@ 16, schwierige Situation fürs Brautpaar, laden sie einen ein zeigen Sie damit dass Sie auf irgendeiner Seite stehen, laden Sie beide aus ist es auch verletzend. Ich finde es gut dass Sie beide einladen und darauf vertrauen dass beide sich anständig verhalten. Schliesslich sind wir doch alle Erwachsen.
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@#18: Jas, es ist richtig, dass man sich den Dämonen irgendwann stellen muss. Jedoch nicht, wenn die Wunden noch nicht verheilt sind; wenn die Lage so asymmetrisch ist, dass sie schon eiskalt, er dagegen noch unverheilt dasteht.
Hochzeiten sind ein Quell der Freude. Sie sollen Spaß machen, unbeschwert sein, friedlich und nett. All das erwartet das Hochzeitspaar zu recht, ebenso die anderen Gäste. Da kommt ein leidender Gast, der von einer eiskalten Freundin ("soll sich mal nicht anstellen") geradezu misshandelt wird, nicht gut.
@#16 und "#18 an #16": Also ich finde es absurd und unüberlegt, Expartner nach nur sechs Monaten zusammen zu einer Hochzeit einzuladen. Das ist weder vorteilhaft für die eigene Feier noch zeugt es von Empathie oder Verständnis für Verlassene. Nein, da hätte sich auch das Hochzeitspaar eben Gedanken machen müssen und eine Lösung finden sollen. Zum Beispiel eben keinen einalden oder als Polterabend/Hochzeitsfeier trennen oder sich einfach entscheiden: meistens ist ja einer eher "Anhang", der andere der ursprüngliche Freund.
Die Bemerkung mit dem "wir sind erwachsen" verstehe ich nicht. Sind Paar- und Trennungsprobleme nicht geradezu ur-erwachsen? Dürfen erwachsene keine Gefühle haben, nicht verletzt sein, nicht Liebe und Verlassenwerden tief empfinden?
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11 an 13: Hiiilfe, will jetzt echt keinen Wurm hier rein bringen...! Sorry, verlesen. Vermutet. Nein, ich kenne dich/euch natürlich nicht ;-)
Jedenfalls: Geh nicht hin. Mach was anderes schönes, was dich ablenkt.
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@19
Na ja, der FS hat nach den Erfahrungen gefragt und diese habe ich nunmal. Mit einer ziemlich deckungsgleichen Situation. Mir hats gut getan Ihr auf einer solchen Feier gegenüber zu treten, war gut fürs Selbstbewusstsein. Die Gastgeber hatten sich natürlich Ihre Gedanken gemacht und uns einfach vertraut dass wir das Fest nicht versauen würden. Sie wollten einfach keine Partei ergreifen was bei jeder anderen Lösung der Fall gewesen wäre.
Deshalb eben würde ich empfehlen hinzugehen. Aber da jeder Mensch anders ist kann das letztendlich nur der FS selbst entscheiden.
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@Kalle: du hast natürlich recht, eine entschidung muss ich letztendlich alleine treffen. Aber es ist schon schön so viele denkanstöße zu bekommen. ich merke einfach auch, dass ich mit dieser angst nicht der einzige mensch auf der welt bin bzw. war. Und ihr habt alle überlebt... das macht schon auch mut. danke an alle.
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Bei allen ,,normalen" gesellschaftlichen Ereignissen, die wir zuvor gemeinsam besucht haben, bleibe ich (gegebenenfalls mit neuer Begleitung) der Platzhirsch, und sie kann entscheiden, ob sie in meine Richtung kommunikationsfrei ebenfalls daran teilnehmen möchte oder nicht.
Meine Tochter lädt uns bewusst beide ein, und meine Ex kommt dann nicht.
Gemeinsame Freunde und Bekannte mag ich nicht mit Problemen belasten, an denen sie nicht beteiligt sind. Deshalb finden sie mit mir da Kompromisse, die ihnen uns als ,,falsches Doppel" ersparen. Ohnehin tendieren die größtenteils in eine - meine - Richtung, sodass die Angelegenheit sicher nicht zum Dauerbrenner wird.
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Mnachmal hilft genau das: hingehen und erfahren,dass sie "eiskalt" geworden ist, dann erlischt die Vereltzung schneller, weil sie runter vom Podest kommt. Ich ginge aus Paritätsgründen hin, würde mich nicht groß mit ihr unterhalten, aber freundlich sein, selbstverständlich. Das hat was mit Ebenbürtigkeit zu tun und ihr keine Macht geben, indem ich wegbliebe...
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@hanjo: damit dass deine/eure gemeinsamen freunde eher dich unterstützen, damit befindest du dich sicherlich in einer glücklichen lage. Meine Freunde versuchen da eher keine stellung zu beziehen, sicher auch in der hinsicht, da sie mir ja nie wirklich übel mitgespielt hat. leichter macht das die ganze situation sicher aber auch nicht. sie ist halt einfach eine sehr sympatische und nette person - jemand den mein gern seinen freund oder auch seinen partner nennt. Hmm... ich schweife ab.
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Lieber FS, auch ich war in diesem Sommer auf einer Hochzeit eingeladen, und hatte seit der Einladung ein paar Monate zuvor eine Riesenpanik. Ich war mir sicher, dass ich auf dieser Feier in Tränen ausbrechen würde und die Trennung ein Jahr zuvor wieder hochkäme. Schließlich hätte das nach 13 Jahren Beziehung meine Hochzeit sein können - geplant war das eigentlich für den Sommer....
Ja, wie das Leben so spielt: Eine Woche vorher habe ich einen netten Herrn kennengelernt, der Gedanke an meinen Ex erschien mir auf einmal so absurd, und ich bin verliebt wie noch nie in meinem Leben....
Geh hin, gib Deiner Ex nicht solche Macht über Dich. Zur Not verschwindest Du halt sang- und klanglos früher, und gerade wenn man meint, es wird eine Horrorveranstaltung, wird es meist besser als gedacht....
Und irgendwann wirst Du über die Frau hinweg sein, auch wenn Du es Dir jetzt nicht vorstellen kannst. Ich dachte, mein Leben wäre zu Ende - aber es fängt erst an ;)
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@23-hanjo58:
I beg your pardon .
Ist das deine Lösung für dieses Problem ?
Habe ich dich richtig verstanden - du bleibst sowieso immer der Platzhirsch ?
Wie machst du das ?
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Sind es gute Freunde? Dann geh hin! Ich lasse mich doch nicht von meine/r/m Ex von der Hochzeit abhalten! Ich finde übrigens auch, dass nach einem halben Jahr die Trennung vielleicht nicht überwunden sein muss, aber zumindest sollte man zurechtkommen. Es ist immer schwer, den Ex- Partner wiederzusehen. Finde ich persönlich auch! Vor allem wenn sie einen Neuen hat!? Trotzdem: Soviel Kraft wirst du (als Mann) jawohl haben, nach 7 Monaten souverän deiner Ex entegegenzutreten!?!? Sorry, wenn nicht, dann bist du ein Weichei. Außerdem musst du mit ihr ja nicht reden. Wenn du nicht hingehst, zeigst du Schwäche.
Aber im Grunde genommen kannst du nur das machen, was dir dein Bauch sagt.
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@#27: Ich bin stets mit meinem Schwiegervater - ihm zu Liebe - zu einem Benefizkonzert des Heeresmusikkorps gegangen. Sie hat sich dafür nie auch nur die Bohne interessiert. Als es wieder soweit gewesen ist und ich ihn gefragt habe, hat er mir ganz verdattert gesagt: ,,Du - E. hat mich schon dazu eingeladen." Ich habe die Angelegenheit unkommentiert gelassen. Eine Freundin aus meinem EP-,,Netzwerk" ist, obwohl schon klar gewesen ist, dass es mit einer Partnerschaft zwischen uns nichts werden wird, über hundert Kilometer angereist, um mich auf diesen Termin zu begleiten. Hätte sie nicht gekonnt, wäre eine andere Freundin von nicht minder weit mitgekommen. E. ist, nachdem sie mein Auto neben dem Halleneingang hat parken sehen, mit ihrem Vater sofort wieder abgefahren.
Zu seinem (dann letzten) Geburtstag hat sie ihm geschenkt, auf ihre Kosten alle außer mir zu einem Familientreffen einladen zu dürfen. Als er der Tochter und mir dies erzählt hat, hat die Tochter es zunächst abgelehnt, da mitzuspielen. Der Kompromiss: Exakt am Abend seines Geburtstages haben die Tochter und ich mit ihm gefeiert, drei Tage später ist die Tochter dann doch mit ihm gefahren. Er hat sich über die Anwesenheit seiner Lieblings-Enkelin riesig gefreut.
Den (dann letzten) Silvesterabend für ihn habe ich mit ihm gemeinsam bis weit nach Mitternacht in der Reha-Klinik ,,gefeiert" - ich war der einzige Gast im ganzen Haus.
An seiner Beerdigung - von E. ,,ausgerichtet" - habe ich im Flankenschutz durch ihren Zwillingsbruder und einen Mitarbeiter der Friedhofsverwaltung teilgenommen - allerdings nicht an der ,,Nachfeier". Da ich nicht namentlich auf den Trauerbrief gelangt bin, habe ich einen Nachruf mit eigenem Gedicht in die Zeitungen setzen lassen.
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