1. Frage:
    Gefragt am: 29.06.2010, 19:57 von Gast
    FERNBEZIEHUNG macht das auf Dauer Sinn?
    Hallo, ich habe im Urlaub eine Beziehung angefangen.Es ist einen Fernbeziehung 430 Km. Wir sehen uns alle 2 Wochen,Ich habe Eigentum in einer Stadt und er hat Eigentum auf einen Dorf.Ich versuche es realistisch zu sehen ob es Sinn macht.Oder ist es zum scheitern verurteilt. Ich kann mir nicht vorstellen alles aufzugeben, obwohl ich sehr verliebt bin. Was sagt ihr dazu?
    Antworten:
  2. #1 Gast
    29.06.2010 20:54
    Auf Dauer nicht, aber es ist auf alle Fälle einen Versuch wert. Vorausgesetzt, ihr meint es beide ernst und seid wirklich ineinander verliebt. Sonst ist es die Mühe nicht wert. In ein paar Monaten, wenn die rosarote Phase abgeklungen ist, wird sich zeigen, wie tief die Gefühle sind. Einer von euch beiden wird sein bisheriges Leben aufgeben müssen. Oder sogar beide, und ihr trefft euch in der Mitte.

    Übrigens, ich sehe das Problem sogar noch eher in der Lebensweise, nicht in der räumlichen Entfernung. Stichwort Land-/Stadtleben. Du schreibst ja jetzt schon, dass du nicht alles aufgeben willst. Will er denn das beschauliche Dorfleben aufgeben und könnte sich mit dem Stadtleben anfreunden?

    Ich habe auch schon eine Fernbeziehung hinter mir, noch weiter weg. Sie ist nicht an der Entfernung gescheitert. Eine Freundin von mir mußte ihren Partner gehen lassen, weil sie nicht in der Stadt leben konnte.

  3. 29.06.2010 21:29
    Für mich persönlich macht eine Fernbeziehung auf Dauer absolut gar keinen Sinn. Wenn überhaupt dann nur als Übergangslösung mit der Perspektive des Zusammenziehens. So stelle ich mir zumindest eine Partnerschaft vor, alles andere ist noch weniger als eine halbe Sache, das ist gar nichts. Partnerschaft ist Alltag teilen, Geborgenheit und Nähe spüren, zusammen einschlafen, Familie gründen, zusammen das Leben führen -- nicht aber sich alle 14 Tage auf einen Fick zu treffen. Sorry, aber das geht für mich wirklich gar nicht.

  4. 29.06.2010 22:38
    für mich kommt eine Fernbeziehung auf dauer nicht in Frage, entweder einer zieht um oder eben nicht. Eigentum kann man vermieten und das Zusammenleben ausprobieren. Wenn die Liebe nicht groß genug ist, dass Beide das Bedürfnis haben zusammen zu leben und dann auch einen Weg finden nach einigen Monaten, dann hat es in meinen Augen keinen Sinn. Aber es gibt Menschen die Fernbeziehungen gut finden und die Freiheit und das viele Alleinsein durchaus schätzen. Ich gehöre halt nicht dazu, denn dafür brauche ich keine Beziehung haben, wenn ich eigentlich doch die meiste Zeit alleine bin.

  5. #4 Gast
    29.06.2010 22:39
    Frederika, das finde ich relativ oberflächlich was Du schreibst .....alle 14 Tage auf einen Fick zu treffen.... Zeiten ändern sich, Form der Beziehungen auch, berufliche Anforderungen und Flexibilitätsanforderungen ebenfalls. Es ist halt nich alles immer wie in einem Rosamunde Pilcher Roman. Manchmal liebt man und muss sich trotzdem den Gegebenheiten des Lebens stellen.
    Ich spreche aus Erfahrung. Ich bin 46 Jahre und führe seit Jahren eine Fernbeziehung Deutschland/Irland.
    Sicherlich vermisst man zwischendurch den Partner, den Alltag mit ihm,die kleinen Alltäglichkeiten. Aber wir führen trotz Distanz sicherlich keine oberflächlichere Beziehung als jene, die dauernd aufeinanderhocken (das meine ich nicht negativ).Im Gegenteil, die Distanz lässt uns die Zeit die wir zusammenverbringen können viel intensiver erleben und werten. Für mich ist diese Fernbeziehung viel intensiver, als manch andere die ich in Nähe zuvor geführt habe.
    Ich habe für mich beschlossen, dass dies sehr wohl eine akzeptable, erfüllende und auf Dauer glücklich machende Beziehungsform sein kann. Mein Partner und ich haben das Glück in dieser Konstellation "zwei Welten und eine gemeinsame" erleben zu dürfen. Ungeheuer bereichernd. Sicherlich ist das nichts für jemand, der noch Familie plant. Das klappt dann natürlich nicht. Aber für Frauen wie mich - sei es schon einen Ticken älter oder unabhängiger - kann das genau das richtige sein.

  6. #5 Gast
    30.06.2010 01:19
    Pardon, Frederika, diesmal bist du zu weit gegangen - und hast womöglich DEINS mit anderem vermauschelt.
    Die FS stellte nur ihre Situation dar aus ihrer Sicht (und sagte nichts zum "Ficken" oder dass die 14tägigen Treffen "zum Ficken" da seien - genau von Dir erwarte ich ein bisschen mehr Achtung und Behutsdamkeit, bitte).
    Eine Fernbeziehung, wie beschrieben, oder Fernbeziehung an sich leidet sicher nicht nur am Mangel des "Fick", wenn du schon dahin entgleisen magst,
    sondern die FS fragte, ob ihre Situation "Sinn macht".

    Ja, liebe Fragestellerin, denn "Sinn macht" alles, dem DU Sinn gibst.
    Was also, ist "schlimm" als dass Ihr Euch weniger sehen könnt? Nur 14tägig?
    Ist doch prima, dass es mit Euren beruflichen Rh<thmen so klappen kann! Dass Ihr es schafft,
    beieinander zu sein, beieinander sein zu wollen.
    Gut, es steht da, dass jeder von Euch am jeweiligen Ort "gebunden" ist, oder sich verpflichtet fühlt, oder die Oma zu pflegen ist usw. Und es ist schwierig zu entscheiden, was tun?
    Ganz anderer Gedanke:Setzt Euch zusammen, versucht "Bilanz" - entscheidet einen GANZ anderen Ort, der ist dann "Euer gemeinsamer"ist,", ihr könnt bei Euren Lieben sein, aber habt eine gewisse Distanz entschieden - UND paritätisch für EUCH. Ich habe nie ein Haus gehabt, deshalb kann ich es vielleicht "aus dem Bauch" sagen: Wie wär's dass Ihr beide das "Angestammte" vermietet - dann seid Ihr beide patt (wirtschaftlich)?

    Es "macht Sinn", dass Ihr zusammen kommen wollt.
    Also, jeder von Euch "hat was" (schöne Voraussetzungen), also: jeder vermietet das jew. Eigentum, das ist doch fair?
    Und Ihr guckt dann GEMEINSAM nach "Neuem"?

    (Ich hätte, mit 51 in Frührente,/alleinerz. übrigens "gern" das Problem, ein Haus wegen eines mögl. Partners zu "halten" oder nicht....)
    Alles Gute für Dich, ich denke Ihr schafft daszusammen!

  7. #6 Gast
    30.06.2010 09:06
    Ich hatte mal eine Fernbeziehung, Berlin-Mecklenburg, ca. 250 km, Mecklenburg ist sehr schön, aber schnell stellte sich raus, dass der Menschenschlag dort teilweise weltfremd ist, aus spiessig, stur, wenig tolerant, was mir einige ehem. Mecklenburger hinterher bestätigten und das ich von Berlin so geprägt war, dass ich letztendlich auf dem Land, so schön es dort auch war, nicht zurecht kam.

    ER hatte Angst vor Berlin, man muss schon ein gewisser Typ von Mensch sein, um sich hier wohlzufühlen (ich liebe Berlin) und es geht halt auch nicht so ruhig und "gemütlich" und stetig gleich wie auf dem Land zu. Wer kein gesundes Selbstvertrauen hat, kann m.E. in einer Stadt wie Berlin auf Dauer nicht glücklich werden.

    Er hatte/hat kein gesundes Selbstvertrauen, hatte keinen Mumm und hing letztendlich doch an seinem Kaff, an seiner Ex-Frau, obwohl schon jahrelang getrennt, und dümmpelt heute immer noch ohne Frau an seiner Seite vor sich hin, wo um ihn herum, dass Land immer leerer wird und die taffen Leute wegziehen und nur noch der "Rest" dort bleibt.

    Ich denke, letztendlich hängt eine Fernbeziehung auch von der Mentalität, der Persönlichkeit beider und davon ab, wieviele negativen Altlasten noch da sind.

  8. #7 Gast
    30.06.2010 10:01
    Auch wenn Frederika sich diesmal ganz erheblich im Ton vergriffen hat - in der Sache stimme ich ihr zu.

    Eine Fernbeziehung muss keineswegs dem Zweck dienen, sich zweimal im Monat zwecks Triebabfuhr zu treffen, man kann durchaus an diesen Wochenenden noch zwei, drei Dinge außerdem miteinander erleben.

    Aber für mich käme eine Beziehung auf Distanz nicht mehr in Frage; ich habe 5 Jahre lang eine gehabt und will das NIE MEHR.

    Frederika beschreibt, bis auf ihre Entgleisung am Ende ihres Beitrages, sehr schön, wie sie sich eine Partnerschaft vorstellt. Wort für Wort sehe ich es genauso.

    FS, wenn ihr beide eine Partnerschaft wollt, solltet ihr euch entweder überlegen, wie ihr längerfristig zusammenkommt (Eigentumswohnungen oder eigene Häuser kann man auch sehr gut vermieten, mein Mann und ich wohnen z. B. in so einem gemieteten Häuschen im Grünen) oder ihr solltet euch ernsthaft überlegen, ob ihr auf Dauer eine Fernbeziehung haben wollt. Manche Menschen kriegen das hin. Für mich und für viele andere wäre es nichts.

  9. #8 Gast
    30.06.2010 10:22
    Mein Ex, mit dem eine 2 Jährige Fernbeziehung bestand sagte mal dazu. " Meine Schwester hat ihren Freund, der in ihrem Haus wohnte plötzlich vor die Tür gesetzt. Wenn ich mein Haus verkaufe und zu dir ziehe, stehe im Fall einer Trennung mit nichts da. Das ist mir zu gefährlich."
    Ja der Spruch ging mir ein. Hätte ich mein Haus verkauft und wäre zu ihm gezogen, stünd ICH heute mit nichts da...

  10. #9
    30.06.2010 10:50
    Wenn man es gerne kompliziert hat na dann warum nicht, man muss sich aber über eines im klaren sein, es ist fast ein wunder wenn es wirklich klappt, schon "normale" beziehungen sind ein glücksfall aber fernbeziehungen mit happyend sind echt die ausnahme. Die die ich kenne und die geklappt haben ( zumindest für ein paar jahre ) haben nur deshalb funktioniert weil die mädels ausgewandert sind nach deutschland, da muss die liebe also schon groß gewesen sein.

  11. #10
    30.06.2010 11:22
    Wenn man liebt ist es kein Problem.
    Ich gebe den Kritikern recht, es ist ein gewisser Aufwand, man kann nicht mal eben bei der Liebsten auftauchen, man hat Fahrstrecken-und Zeiten, ist ist unbequem. Alles richtig, aber wenn man liebt findet man Lösungen dafür. Wenn ich mir die Posts so durchlese- der Trennungsgrund war da doch nicht die Erntfernung sondern dass es anderweitig einfach nicht gepasst hatte (Landmensch gegen Städter zum Beispiel)

    Es gibt aber auch ein paar Pluspunkte: Man nimmt das nicht mal eben so mit nach dem Motto, besser als solo, man lebt die gemeinsame Zeit sehr viel intensiver und bewusster, geht auch die Beziehung mit sehr viel mehr Überlegung ein. Den Aufwand betreibt man nur wenns richtig einschlägt,

    Und dann gibts ja noch die Segnungen der modernen Telekommunikation wie Internet, Skype, und das gute alte Telefon.

    Natürlich immer nur auf Sicht, also eine gewisse Zeit. Eine Fernbeziehung über Jahrzehnte ist sicherlich Unsinn. aber 2-3 Jahre sollte das kein Problem sein. Und ja, wenn man dann zusammenzieht ist ein gemeinsames neues Zuhause sicherlich eine gute Sache. Die bisherige eigene Immobilie- na sind doch nur Steine! Kann man verkaufen oder vermieten, wo ist das Problem?

    Gruss, Kalle- glücklich in einer Fernbeziehung (2h, sehen uns fast jedes WE)

  12. #11 Gast
    30.06.2010 11:45
    Solange ihr so verliebt seid, genießt es doch und lebt es doch! Für die Zeit zwischen den Treffen sind doch mails, sms, skype und stundenlange nächtliche Telefonate auch toll. Und die Fahrt zu ihm, so voll Vorfreude, und dann vor allem das Wiedersehen...

    Wenn die Verliebtheit vorbeigeht und keine stabile Liebe daraus entstanden ist, erledigt sich die Sache sowieso von allein. Wenn tatsächlich eine Liebe entsteht, werdet ihr einen Weg finden. Bis dahin: Bahncard50 :-).

    Viel Glück!
    w53

  13. #12 Gast
    30.06.2010 12:31
    Es macht nur dann einen Sinn, wenn BEIDE es genauso stark wollen und davon überzeugt sind, dass man zusammengehört und irgendwann zusammen leben will!
    Alles Gute.
    w/42

  14. #13 Gast
    30.06.2010 13:30
    Liebe FS - wie alt bist du? Brauchst du noch das täglich einschlafen und Kinderplanung? dann wird es auf Dauer schwierig und ihr werdet euch entscheiden müssen. Bist du in deiner Lebensplanung reifer und erfahrener, kannst du /ihr Eure Zeit bewusst genießen und verplanen - und die andere Zeit anderweitig erleben - inkl. Sehnsucht und Vorfreude! Es ist Eure Entscheidung, wie ihr leben möchtet und welche Ziele ihr euch in eurer Partnerschaft steckt, bzw. welche Erwartungen ihr an den anderen habt. Es gibt viele, die erwarten, dass der Partner täglich spätestens um 18.00 Uhr - und bitte auch nur von MO-Do, Freitags dann schon um 14 Uhr zuhause sein muss, WE-Arbeit geht garnicht, Schichtarbeit auch nicht. Andere sagen sich, mir ist die bewusst gelebte Zeit wichtiger als dieser monotone Alltag, der nichts neues bringt. Dir / Euch viel Glück - wir leben ähnlich, jedoch weniger km und sehen uns daher auch während der Woche.

  15. #14 Gast
    30.06.2010 18:52
    Nach meiner Erfahrung kommt es dabei sehr auf den Charaktertyp der beteiligten an.
    Wenn man Nähe braucht, eine Beziehung nur so definiert, ist es zweifellos sehr schwierig und auf Dauer frustrierend.
    Bei mir zum Beispiel hat es nicht geklappt - das heißt aber nicht, dass es bei euch nicht wunderbar laufen kann.
    Ein Freund von mir hat seit Jahren eine Fernbeziehung und ist sehr glücklich damit und, soweit ich das beurteilen kann, seine Partnerin auch.

    Viel Glück ;)

  16. #15 Gast
    03.07.2010 00:46
    Anziehung, Liebe und ob zwei Menschen zusammenpassen hat nichts mit den geographischen Koordinaten der Beteiligten zu tun, also nichts mit der räumlichen Distanz, sondern mit der inneren Nähe die da ist.
    Fernbeziehungen entstehen ja letztendlich auch nur durch den Umstand, in der Nähe nicht dem passenden Partner zu begegnen. Wenn diese Dinge alle so leicht und auf mathematisch-statistischer Basis planbar wären, dann könnte man sich im Grunde darauf verlassen, im Umkreis von 20 km doch kurzfristig einem neuen Partner zu begegnen. Aber so ist es nun mal nicht, wie jeder von uns wohl bestens weiß. Das soll also heißen, daß es am weisesten ist, die Liebe in dem Moment anzunehmen, in dem sie uns begegnet. Abzuwarten und zu hoffen, daß in einem halben Jahr oder fünf Jahren ein anderer geeigneter Partner der dafür in der Nähe wohnt kommen würde, ist absurd. K e i n e r weiß es, wann oder ob der nächste Partner kommt.
    Deshalb kann ich Dir nur empfehlen, eine Fernbeziehung nicht auszuschlagen.
    W i e sie geführt wird und wie l a n g e als Fernbeziehung, das steht ganz in der Planung des Paares. Denen die räumliche Nähe wichtig ist - und das nehme ich bei den meisten an - die werden versuchen in überschaubarer Zeit auch zusammenzuziehen. Natürlich kann es da auch Schwierigkeiten geben, weil einer oder beide aus beruflichen oder anderen Gründen sich gebunden f ü h l e n . Und da ist es immer ein Abwägen, was wichtiger ist - die räumliche Nähe oder der Job...Andererseits macht Liebe sehr erfinderisch und sucht sich Wege...

    Ich hatte schon mehrere Fernbeziehungen im Leben, obwohl es mir selbstverständlich auch lieber wäre, wenn meine zukünftige Partnerin ganz nahe wohnen würde. Aber ich suche mir meine Partnerinnen nicht nach der Entfernung heraus, sondern danach, ob es passend scheint.
    Keine einzigste Fernbeziehung die ich je hatte ist an der Distanz gescheitert. Wenn ich aber lese, daß es bei Dir 430 km sind, dann denke ich: "Nur?" Sei doch froh, das ist noch so überschaubar...was sind schon 4 Stunden Fahrt und da verstehe ich nicht einmal, daß Ihr Euch nur alle 2 Wochen seht. Bei der Distanz kann man sich doch leicht wöchentlich abwechseln. Auch was Euer Eigentum betrifft, haben Dir meine Vorkommentatoren schon ausgezeichnete Vorschläge gemacht. Für meine Begriffe sind die äußeren Umstände bei Euch leicht in den Griff zu bekommen.
    Also ich kann Dir nur raten, diese Beziehung fortzuführen. Bist Du Dir eigentlich klar darüber, was für ein Geschenk es ist, mit jemandem in Liebe zu sein? Sieh Dich doch um...Bei allen Menschen dreht es sich beim Glück, der höchsten Erfüllung letztendlich nur um eines: die Liebe. Wie viele Anstrengungen werden unternommen um geliebt zu werden, der eine glaubt Millionär werden zu müssen, der andere will berühmt werden, und weitere erfolgreich im Beruf usw...dies alles nur um geliebt zu werden.
    D u hast sie jetzt die Liebe - und d i e wegen lumpiger 430 km wegschmeißen und einem Eigentum, das Du vermieten kannst?
    Etwas Dümmeres könntest Du nicht tun...Wenn Du nur solche Kleinigkeiten an Aufwand zu regeln hast darfst Du Dich glücklich schätzen...Andere strampeln sich jeden Tag dafür ab, suchen in Online-Agenturen, melden sich in Sportvereinen an, gehen unzählige Male aus in der Hoffnung, e n d l i c h dem Liebespartner zu begegnen...Da bist D u gut dran, kannst jeden Tag telefonieren mit ihm, ihm von Deinem Alltag erzählen, von Deinen Freuden, von Deinen Sorgen, Sehnsucht nach ihm haben, Dich freuen auf´s Wochenende mit ihm...Kuscheln, Schlafen...Gemeinsam in Urlaub gehen...

    Was fehlt Dir denn eigentlich noch?

    Das Leben bietet Dir die Chance mit dieser Beziehung folgendes zu lernen:
    Wenn Du mit einem Mann in einer glücklichen Beziehung zusammenlebst, ist es vollkommen gleichgültig ist, wo ihr v o r h e r irgendwann einmal gewohnt h a b t .

  17. #16 Gast
    25.07.2010 18:10
    Nr. 15 spricht mir aus der Seele. Nachdem ich mich immer in meinem Umfeld umgeschaut und niemanden kennen gelernt habe, war mir die Partnersuche irgendwann schnurzegal.

    Habe dann plötzlich im Urlaub vor 2 Monaten jemanden kennen gelernt, der ausgerechnet 800 km weit weg wohnt. Ähnliche Interessen, ähnliche Denke, Werte, Musik- und Geschmacksvorlieben, es paßt einfach. Es war klar, dass das Ende des Urlaubs der Anfang von etwas Besonderem ist, das uns das Schicksal da bereitet hat. Seit dem Urlaub haben wir uns 2x (je ein Wochenende lang) gesehen. Zwei weitere Wochenend-Treffen und ein zweiwöchiger Urlaub sind bereits geplant.

    Die Distanz macht es (auch finanziell) nicht gerade einfach, aber wir wollen beide, dass wir uns trotz der Entfernung wirklich kennen lernen. Wir reden darüber, wer sich vorstellen kann, zu wem zu ziehen und wie es in punkto Arbeit aussähe. Versuchen, trotz aller Gefühle realistisch an die Sache zu gehen. Was draus wird, weiß niemand. Wenns nach mir geht, möchte ich aber alles versuchen. Trotz der Stadt-Land-Problematik: Bin seit 3 Jahren in einer Großstadt happy, er kommt vom Lande und mag zuviel Gewusel nicht. Aber ich glaube, auch da wären Kompromisse drin: Da meine Wurzeln auch auf dem Land liegen, sehe ich eine evt. Umgewöhnung nicht als das Problem an. Wir haben sogar über eine "Exit-Strategie" gesprochen, dass man zur Not dem anderen zuliebe auch woanders hin ziehen würde, wenn der neu Beheimatete sich gar nicht zurecht fände.

    Für mich ist letztlich entscheidend, mit WEM man wohnt und nicht, WO man wohnt. Was nützt mir mein Eigentum oder "meine" Stadt, wenn dort nicht der Mensch lebt, mit dem ich das Leben teilen möchte?

    Ähnlich ist es z.B. auf Reisen: das schönste Reiseziel ist nichts wert, wenn man mit dem Falschen dort ist.

    Ich drücke der Fragestellerin alle Daumen.

    w36

  18. #17 Gast
    25.07.2010 20:20
    Klare Antwort:

    Nein, eine Fernbeziehung macht auf Dauer kein Sinn.

    Mann und Frau müssen so schnell wie möglich lernen den, meist langweiligen, Alltag miteinander zu verbringen ohne sich gegenseitig auf die Nerven zu gehen.
    Anhand dieser "Prüfung" wird sich herausstellen ob beide füreinander gemacht sind oder nicht.

    Der Schritt danach wäre dann das Zusammenziehen. Dann lernt man die ganz individuellen Eigenarten des Partners kennen.

  19. #18 Gast
    27.07.2010 23:34
    Ich bin der Meinung, dass es immer an den Charakteren liegt!
    Ich selber führe eine Fernbeziehung seit ca 1 Jahr. Ich bin Jung und bereit zu ihm zu ziehen, da mir auch seinen Gegend sehr gefällt. Es ist wirklich eine Frage der Zeit, wie sich diese Fernbeziehung entwickelt und vorallem muss man sich im klaren sein was man auch dafür aufgibt. Wenn man bereit ist kompromisse ein zu gehen (beide Partner!) dann hat die ganze Sache auch eine Chance!
    UND ich muss sagen bis jetzt hatte ich auch in meinen Freundeskreis nur positives, ich kenne ein Paar das seit 8 Jahren eine Fernbeziehung führt und jetzt zusammen gezogen ist. Es funktioniert scheinbar sehr gut!

    Um auf meine Beziehung zurück zu kommen, ich habe definitiv keine "F...- Beziehung"! Ich führe eine harmonische und liebevolle Beziehung, wir hören oder sehen (über Skype) uns jeden Tag. Sehen können wir uns ca aller 2-3 wochen für ein paar Tage, da uns ca 400 km trennen.

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