- Frage:
Gegenfrage: Wie kommt man aus einer emotionalen Abhängigkeit heraus?Was ist,wenn man merkt, dass man den Partner nicht mehr liebt, sondern abhängig geworden ist, sich auf einmal viel zu viel bieten lässt, aber dann merkt, dass dieses Gefühl aufkommt, ohne ihn nicht mehr existieren zu können.Irgendwann kommt der Punkt, wo das Selbstwertgefühl völlig aufgegeben wurde und man das Spielzeug des anderen wird. Einfach Schluss macht geht nicht mehr. Man erbettelt jeden Funken Zuwendung. Antworten auf diese Fallkonstellation würde mich am Meisten interessieren. Oft sind es meiner Erfahrung nach Frauen (bin selbst eine), die dann aus Angst vorm Alleinsein in den schlimmsten Beziehungen stecken. Sie leiden oder akzeptieren es oder er verlässt sie und das kann ja tödlich enden (zum Glück hab ich das nie gesehen/erlebt). Warum scheint es wohl so, dass ein Leben nur Sinn macht, wenn man es mit Jemand teilen muss? Woher kommt die Einstellung sich selbst nicht genug zu sein?Antworten: -
du gibst dir die antwort doch selbst: felendes Selbstwertgefühl. Arbeite daran es wiederzubekommen...
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Ich kann mir gut vorstellen, dass bei den meisten eine gewisse Gewohnheit dahinter steckt, und nach etlichen Jahren kann man sich vermeintlich einfach nicht mehr daran gewöhnen, plötzlich wieder alleine zu sein oder auf Sex zu verzichten. Das wäre zumindest meine Antwort zu den letzten beiden Fragen.
Sofern keine psychische oder körperliche Krankheit mindestens eines Partners vorliegt können weitere Gründe natürlich auch im wirtschaftlichen Bereich oder in der Arbeits(ver)teilung des Alltags liegen. (Frauen, die mit Technik nichts am Hut haben, Männer, die keinen Haushalt führen können beispielsweis oder drastische Herabsetzung des Lebensstandards im Trennungsfall)
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Ich kann darüber nur theoretisieren. Ich vermute das die / der Abhängige meint bei ihr / ihm sei ein "point of no return" erreicht. Also alles erscheint ausweglos. Bis das der Tod sie trennt.
So lange die Lage als aussichtslos betrachtet und hingenommen wird gibt es keine planbare Änderung. Ich glaube nicht das es eine konkrete Angst vor dem alleine sein ist.
Erst wenn die Hoffnung oder sogar Erkenntniss heranreift das das Entfernen eines kleinen Steines aus diesem Problemberg eine riesige Lawine der Veränderung auslösen könnte, entsteht möglicherweise die dafür erforderliche geringe Antriebsenergie.
(Damit meine ich nur sinnvolle Aktionen und keinesfalls etwas böses wie den Finger am Abzug einer Waffe! Bitte nicht falsch verstehen!) M 54J
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Ganz einfach, sehr hart und sehr wirksam:
Emotionale Abhängigkeit ist Sucht. Und Sucht lässt sich nur durch konsequenten Entzug heilen. Im Fall einer emotionalen Abhängigkeit ist das kalter Entzug. D.h. totaler, konsequenter Kontaktabbruch. Alle Erinnerungsstücke wegwerfen oder verräumen. Keine Telefonate. KEIN KONTAKT. Bitte auch kein emotionales Trennungsgespräch.
Ist wie gesagt sehr hart aber das einzige was nachhaltig hilft. Während dessen wäre therapeutische Begleitung sinnvoll die Dich wieder in Kontakt mit Dir bringt, damit Du Dir selbst wieder genug sein kannst wie Du am Ende sehr treffend schreibst.
Wünsche Dir die Kraft dafür
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Das solltest du wirklich mit einem gut ausgebildeten Therapeuten besprechen!
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Ich kenne das was Du beschreibst ein Stückweit auch.
Bin gerade in diesen Tagen rechtzeitig noch aus so einer Beziehung ausgestiegen, aber das konnte ich auch nur, weil ich entsprechende Erfahrungen auch vorher schon gemacht hatte, trotzdem spüre ich noch den "Entzug" von dieser Person. Die Frage bleibt, warum man sich so jemanden "ausgesucht" hat und warum man in so einer destruktiven Partnerschaft verbleibt. Ich hab deswegen mal eine Therapie gemacht. Grob gesagt: Man hat kein tiefes eigenes Selbstwertgefühl, man braucht jemand anderen, der es einem vermittelt. Drum fällt es auch so schwer, ohne Beziehung zu sein.
Meistens hat es wohl tatsächlich mit der Kindheit und einem Elternteil zu tun. Hört sich blöd an, ist aber wohl tatsächlich so. Wenn wir eine ähnliche Beziehung als Kind vorgelebt bekamen (ähnlich im Sinne einer starken Unterordnung unter die Bedürfnisse eines anderen), vielleicht zwar gut versorgt wurden von den Eltern, aber wenig echte Liebe, Wärme und Zuwendung um unserer Selbst Willen erfahren haben oder vernachlässigt wurden, kann sich so ein Muster bilden.
Ich bin keine Fachfrau, das ist jetzt nur in meinen Worten dargestellt.
Ich habe dazu drei Buchempfehlungen, die vielleicht weiterhelfen:
Destruktive Paarbeziehungen von Jochen Peichel
Weiblicher Narzissmus von Bärbel Wardetzki
Die Masken der Niedertracht von einem französichen Autor, Namen weiss ich gerade nicht.
w, 44
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Liebe FS
Lass dich nicht runter machen.
Besorge dir das Buch : Die Macht der Niedertracht:
Geh zum Hausarzt und hol dir Hilfe von Psychologen.
Bau dein selbstwert Gefühl auf.
Es gibt so viele Möglichkeiten in diesem Land.
Ich bin jetzt über 1Jahr getrennt und leide immer noch dadrunter. Nicht an der Trennung, sondern wie ich mir so viel gefallen lassen konnte, diese Demütigungen.
Viel Glück W39
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Gehen. Disziplin. Arbeit und körperliches Auspowern. Abstand . Abstand Abstand - Reflexion über Dich - in der Reihenfolge entlang einer Zeitachse von mindestens 6 Monaten. Können aber auch 6 Jahre werden
w/55
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Am besten wäre natürlich eine Psychotherapie.
In der Praxis löst sich das Problem (sgn. "Bezeihungsverstrickung") meist durch einen warmen Wechsel, d.h. durch eine vermeintliche "Perspektive" mit einem neuen Partner. Dieser gibt dann die "Kraft", sich aus der bisherigen Beziehung zu lösen und nimmt die Angst, es alleine nicht zu schaffen. Die neue Partnerschaft überlagert das Problem aber meist nur eine gewisse Zeit.
Dies führt nachgerade zwangsläufig zu einer neuen emotionalen Abhängigkeit. Das Spiel ist das gleiche - nur der Mitspieler wurde verändert.
Wenn der neue Partner mit den ähnlichen Problemen zu kämpfen hat (was sehr oft zu beobachten ist), führt dies dann zu Co-Abhängigkeit. Der Leidendruck wird immer stärker (der Betroffene "lernt", dass auch ein Partnerwechsel sein Problem nicht dauerhaft löst) und die Situation aus Sicht des Betroffenen immer auswegloser.
Emotinal Abhängige sind auf ihre Art beziehungsunfähig. Die Gründe können vielfältig sein. Ich habe noch nie erlebt, dass jemand das Problem ohne fachliche Hilfe dauerhaft lösen konnte.
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Liebe FS,
ich kenne das Problem der emotionalen Abhängigkeit. Auch ich hatte leider damit zu kämpfen.
Mittlerweile habe ich es geschafft, aus dieser Abhängigkeit rauszukommen. Auch mit Hilfe eines Psychologen. Es war ein langer und harter Weg, aber ich bin froh, dass ich ihn gegangen bin.
Heute frage ich mich, warum ich den Schritt nicht schon früher gewagt habe, sondern so lange damit gewartet habe. Warum ich mir all das angetan, mit so viel hab gefallen lassen.
Mein Psychologe hat es mir so erklärt, daß es einer Alkoholsucht durchaus gleich kommt. Man ist so abhängig, dass erst weiß der Geier was passieren muß, bis man sich endlich lösen kann bzw dazu bereit ist. Quasi der Alkoholiker, der in der Gosse liegt (bildlich gesprochen)
Ich wünsche dir, liebe FS alle Gute und hoffe sehr, dass du dich aus der Abhängigkeit schadlos befreien kannst. Und für alle anderen, denen es so geht, hoffe ich es auch.
w/30
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Wenn ein Gefühl stärker ist, als ich selbst, dann gibt es nur einen Weg, um es in den Griff zu bekommen nämlich die Selbstbeherrschung. Selbstbeherrschung ist nicht mit Flucht zu verwechseln. Selbstbeherrschung bedeutet, dass ich beginne, meinen Willen einzusetzten, um das entsprechende Gefühl zu überwinden. Es wird nicht gelingen, die Meisterschaft über Nacht und ohne Anstrengung zu gewinnen. Es wird Niederlagen geben, aber jeder kleine Sieg ist ein Pluspunkt auf dem Siegerkonto. Bei der Selbstbeherrschung ist es wichtig step by step vorzugehen: Wenn man als Sportler mit dem Gewichtheben anfängt, beginnt man nicht gleich mit 150 kg, sondern mit 5 kg und steigert den Widerstand Schritt für Schritt. Der Wille, also der Impuls, ein Gefühl zu meistern, sollte von Freude begleitet sein, weil es nicht erfolgsversprechned ist, gefrustet an sich selbst zu arbeiten. Die Vorstellung, das Gefühlt zu meistern, und die Freude dabei, Schritt für Schritt die Meisterschaft zu erlangen, und der feste Glaube, Meister über das Gefühl zu sein, ist das sichere Taxi zum Erfolg. Dabei ist es wichtig, das Ziel bzw. das neue Gefühl, das man entwickeln möchte, so klar wie nur möglich zu sehen und es zu spüren. Wichtig ist auch, sich nicht mit anderen zu messen. Jeder hat einen anderen geistiten Entwicklungsstand und andere Veranlagungen. Viel Erfolg und gute Gedanken und Gefühle.
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den letzten Beitrag kann ich nur bestätigen. ich habe mich über zwei Jahre von einem Mann hinhalten lassen, der selbst in einer seltsamen Beziehung seit 10 Jahren ist und mich in eine völlig manipulative,emotionale Abhängigkeit begeben. nach vier monatigem Abstand kann ich( zwar immer noch aus schmerzlicher Sicht) sagen, dass ich stolz auf mich bin, nicht nur meine eigene Verantwortung übernommen zu haben und eine Änderung durch ein Brief an sie herbei geführt habe und dabei erkennen musste, dass seine Freundin noch schlimmer abhängig ist wie ich und keine Konsequenzen einräumte,die Demütigung der betrogenen Frau hinnimmt und seine Lügen glaubt, in der Hoffnung dass jetzt alles anders wird. so wie du andere behandelst, behandelst Du dich selbst, dass heisst, wenn Du selbst an Dir wenig magst und akzeptierst und respektierst so behandelst du den anderen ebenso. eine bittere Erkenntnis, die mir aber viele Antworten gaben. Du benutzt dein Gegenüber, dass er deine innere Einsamkeit und Lücken füllt oder umgekehrt. du wirst benutzt und baust dir eine heile Welt um Dich auf, die real nicht existiert. dahin will ich nie wieder zurück.
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Hallo FS,
dazu hilft nur ABSTAND - es ist sehr sehr hart am Anfang alleine nur diesen Schritt zu machen und auch danach das Gefühl, diese Person nicht mehr zu sehen. Es ist echt ein Paradox, dass man diese Person so sehr vermißt, obwohl einem gerade wegen dieser Person nicht gut geht.
ABSTAND und keinen (!!!!) Kontakt mehr!!!!
Professionelle Hilfe braucht man nur dann, wenn man merkt, dass dieser Abstand nicht viel ändert und dass alles drum herum einen nicht ablenkt, Freund alleine helfen mit Sicherheit, aber letzendlich ist man doch alleine mit dem Schmerz.
Viel Erfolg und starke Nerven. w/42
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Emotionale Abhängigkeit in gewisser, gesunder Art und Weise wird es in einer guten Partnerschaft immer geben. Überschreitet diese Form der (emotionalen) Abhängigkeit eine unsichtbare Grenze, regelmäßig und über einen längeren/langen Zeitraum, so kann man von tiefen Mustern auszugehen. Meistens prägte sich dieses Muster in der Kindheit und wurde durch (einige, viele) problembehaftete Beziehungen aufsummiert und vertieft. Ich persönlich glaube, dass die Allermeisten die über eine schwierige Form der Abhängigkeit verfügen (das Wort leiden will ich wohlweislich vermeiden), nur mit professioneller Hilfe begegnet werden kann. Diese professionelle Hilfe kann einem Anleitung, Hilfestellung bieten, aber sich ändern und die Muster zu durchbrechen, nimmt einem keiner ab. Sehr Wenige, die Minderheit schaffen es alleine oder zusammen mit einem lieben Partner.
Ich stimmte der Frau/dem Herrn mit Posting #9 zu. In der Praxis wird das Problem meist durch einen warmen Wechsel gelöst. Das ist kaum nachzuvollziehen, aber logisch. Zumeist sind es Extreme, die sich anziehen. Ein Abhängiger und ein Co-Abhängiger. BEIDE müssten an ihrer Beziehung arbeiten und vor allem an sich, ob unter Anleitung von professioneller Hilfe oder nicht. Ein extrem Abhängiger und ein absolut nicht (Co-)Abhängiger würden im Zusammenleben eher nicht funktionieren. Weil die/der Abhängige(r) etwas braucht, was einem ein vollkommen nicht (Co-)Abhängiger nicht geben kann. Es ist, überspitzt ausgedrückt, wie ein Parasit mit seinem Wirt. Diese Abhängigkeit ist u.a. umso schwerer, je (überwiegend) verminderter das Selbstwertgefühl ausgeprägt ist. Der Abhängige und der (Co-)Abhängige können, ähnlich wie mit dem Selbstwertgefühl, lernen damit umzugehen, gänzlich "heilen" werden sie es wohl nie.
Ja, solche Menschen können oftmals nicht alleine sein. Ich kenne eine Frau, die alleine sein kann - über die letzten Jahre in einer bestimmten Region Indiens unter Priestern für jeweils ½ Jahr. Das alleine lässt über die Vergangenheit schlimmes vermuten. Menschen, die nicht alleine sein können, stürzen sich relativ schnell in eine neue Beziehung bzw. die neue ist schon in der alten greifbar. Schon normale Partnersuchende tun sich mehr oder wenig schwer einen neuen, geeigneten Partner zu finden, deswegen ist eine (vor)schnelle Wahl für solch hochsensible Menschen höchst kontraproduktiv.
In einem will ich Dir #9 aber z.T. widersprechen, denn die Sichtweise ist entscheidend:
"Emotional Abhängige sind auf ihre Art beziehungsunfähig."
Aus der Sicht des Abhängigen sind diese beziehungsfähig. Diese Form ist für sie normal. Aus der Sicht anderer sind die (emotional) Abhängigen nicht beziehungsfähig. Diese Form ist für andere nicht normal. Das ist auch die Krux an der Geschichte. Erst wenn diese emotional Abhängigen erkennen, dass sie in ihrer (emotionalen) Persönlichkeit instabil sind, das normale nicht normal ist, können sie die weiteren Schritte einleiten. Alleine sich das einzugestehen ist nicht einfach.
35,m
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das es alle so schlimm finden emotional abhängig zu sein find ich total erschreckend ... jeder der eine partnerschaft eingeht macht sich abhängig und ds weis er auch
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