- Frage:
Gibt es Menschen, die ernsthaft Angst haben alleine zu bleiben?Gibt es hier im Forum Leute, die ernsthaft Angst haben, alleine zu bleiben? Und die sehr darunter leiden? Nicht, dass sie denken, dass sie nicht Menschen kennenlernen koennten und auch Affaeren haben oder auch kleine Beziehungen. Aber das sie am Ende und im Grunde alleine bleiben und auch alleine sterben werden. Gibt es Menschen, die in eine schwere Krise geraten deswegen, auch eine psychische Krise? Ist dieses Thema hier schon diskutiert worden?Antworten: -
Ja, ich (m,28) hatte diese Krise, verbunden mit anderen Problemen. Mittlerweile geht es mir durchaus besser, doch gewisse Ängste bleiben. Zum Beispiel, als Mann nie gut genug zu sein, um beziehungsfähig zu sein. Aber ich halte das dennoch für ein Luxusproblem, denn ich bin jung, gesund und fit und habe noch das Recht, zu üben und mich zu verbessern. Und wenn es anderen jungen Menschen ähnlich geht oder sogar schlimmer, sollten sie Hilfe annehmen.
Ich denke, das Problem ist viel ernster bei älteren Menschen, da ist die Gesellschaft viel stärker gefragt. Verwitwete Senioren ohne Angehörige oder mit denen sie zerstritten sind. Es gibt bereits viele ältere Menschen, die dem von dir beschriebenen Problem knallhart ausgesetzt sind. Und die verhängnisvolle Verbindung aus Singlegesellschaft, Jugendwahn und Veralterungsrepublik wird dieses Problem gnadenlos verschärfen.
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Viele Menschen leben lieber in einer Partnerschaft als im Single-Dasein. Viele dieser Menschen sorgen sich, wenn sie in absehbarer Zeit keinen Partner finden und viele werden auch befürchten, sonst alleine zu bleiben.
Aber wieviele von denen "ernsthafte Angst" haben und in eine "psychische Krise" fallen, weiß ich nicht. Die Ausdrücke sind schon sehr extrem, daher wird es nur auf wenige zutreffen. Aber ganz normale Furcht und Sorgen und Leiden, dass man keinen Partner hat, tritt schon bei recht vielen auf.
Es ist eher die Minderheit der Singles, die wirklich glücklich sind mit dem Single-Dasein. Für die anderen ist es eine Übergangszeit und oft auch notwendige, wünschenswerte Verarbeitungszeit für die vorige Beziehung, aber eben kein Zustand, den man anstrebt, sondern der eher zur Abfolge von Partnerschaften dazugehört.
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Das ist doch ganz wesentlich auch eine Frage des Alters. Wer 25 oder 35 ist und Single, kann noch viel Hoffnung haben, einen Partner oder Partnerin zu finden. Je älter man wird, desto schwieriger wird es. Und je näher rückt natürlich auch das Alter, mit allen Überlegungen, die man sich dazu machen muss.
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Anst habe ich nicht. Ich bin schon so lange alleine, dass ich eher 'Bedenken' (keine Angst) habe, dass es schwierig werden würde, wieder einen Partner zu haben.
Ich stimme aber zu, dass es evtl. auch eine Altersfrage ist. Wobei es mir sicher in jungen Jahren schwerer gefallen wäre, alleine zu leben, als heute.
Irgendwie ist man ja auch ein Gewohnheitsmensch. Ausserdem bin ich der Meinung, dass es für beide Formen Vor- und Nachteile gibt.
Ob eine neue Beziehung mir Vorteile (ausschließlich in der Lebensweise, auf keinen Fall finanziell gesehen) bringen würde, weiß ich nicht. Das kommt halt auf den Partner an, ob es genügend Gemeinsamkeiten geben würde.
Nein, ich habe keine 'Angst', jedenfalls bis heute (noch) nicht. Es würde ja auch nicht viel Sinn machen, sich in so ein Gefühl hinein zu steigern.
Ein erfülltes Leben zu haben, bedeutet ja auch immer, das Beste aus den Gegebenheiten zu machen, womit ausdrücklich keine Resignation gemeint ist, um Missverständnissen vorzubeugen.
Man muss schon etwas für die eigene Zufriedenheit tun. Das ist (sollte) nicht von einem anderen Menschen abhängig sein.
(63)
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@3
Liebe Angeline,
es hat mich gefreut, deine Stellungnahme zu lesen. Sie macht durch und durch Mut! DANKE
W 43
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@3
Angeline, hast du Kinder ?
Denn ich denke, dass das eine große Rolle dabei spielt.
Ich bin w/48 und seit 8 Jahren mehr oder weniger Single.
Mir geht es gut damit, aber ich bin trotzdem auf der Suche nach einem Partner. Ich würde es mir wünschen, aber nicht um jeden Preis. Es muss passen. Daher habe ich auch schon hier bei EP einigen Männern nach etlichen Treffen eine Absage erteilt und komme gut damit klar.
Ich habe zwei Kinder, die bei mir leben. Ich denke, wenn die beiden nicht wären, würde meine Suche nach einem Partner intensiver verlaufen. Aber so habe ich kein Problem damit, keinen Partner zu haben.
Inwieweit sich das ändern wird und wie es dann wird, wenn die Kinder aus dem Haus sind, weiss ich heute noch nicht. Aber ich denke nicht, dass ich dann plötzlich "ernsthaft Angst" haben würde.
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@ #6:
Ja, ich habe 2 erwachsene Kinder (m/w) und 2 Enkel (m/w). Das hat aber nichts mit meinem Befinden zu tun. Meine Kinder leben 500 bzw. 600 km von mir entfernt. Sie sind 44 und 42 Jahre alt.
Nein, dass ich mich wohl fühle, hat sicher damit zu tun, dass ich bis 06.2010 noch voll berufstätig war. Meine Stellung ließ mir wenig Spielraum bezüglich der Arbeitszeit (bei uns galt noch das ungeschriebene Gesetz: ein Vorgesetzter sollte möglichst nicht weniger anwesend sein, als die, für die er verantwortlich ist.)
Es war gut, keine Rücksicht nehmen zu müssen (auf Essenszeiten, berufliche Erfordernisse des Partners, Abstimmung von Freizeitaktivitäten etc.). Das klingt jetzt sicher egoistisch, ist aber nicht so. Es hat sich einfach keine Partnerschaft ergeben, gesucht habe ich aber auch nicht.
Natürlich gab es Situationen, in denen ich mich gern mal abgesprochen hätte, bei Grippe gern mal einen Tee gebracht bekommen hätte - usw..
Aber unterm Strich war es gut, dass ich nach dem Tod meines 2. Mannes schnell gelernt habe (lernen mußte), dass ich - und nur ich - für mich selbst verantwortlich bin.
Wenn ich gute Entscheidungen traf, war das ein gutes Gefühl: Ich hatte es geschafft, alleine. - Hat mal etwas nicht so geklappt, dann war niemand da, den ich mit verantwortlich machen konnte.
Heute sehe ich das locker. Ergibt sich was, probiere ich, ob es paßt, sonst lasse ich es. - Ich brauche keinen Betreuer, bin aber auch jetzt nicht bereit (schon bei Beginn) eine Betreuerin zu sein. Ich bin heute viel weniger bereit als früher, Kompromisse zu machen. Dafür habe ich für mein Leben, wie es jetzt ist, zu hart gearbeitet. - Auch und besonders an mir selbst! Wenn, dann brauche ich einen Partner, im wahrsten Sinne des Wortes.
Ich habe Freunde (echte), nette und liebe Bekannte und eine Familie, die leider etwas weit weg ist. Ausserdem eine Katze und einen neuen Hund bekomme ich Anfang Februar (die Welpen sind am 15.11. geboren) und jede Menge andere Interessen. Ich langweile mich zu keiner Zeit.
Deshalb habe ich keine 'Angst'. Das ungute Gefühl bei dem Gedanken an den Tod hat wohl jeder, der ehrlich zu sich selbst ist. Auch damit muss man leben, zumal ich denke, dass in diesem Moment, die meisten Menschen alleine sind - ob sie eine Beziehung haben oder nicht.
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@4
Ganz im Gegenteil. Als ich noch jung war, hatte ich wirklich Angst davor, alleine bleiben zu müssen. Das war besonders schlimm, weil ich mir immer eine Familie gewünscht hatte.
Ich habe dann mit 32 doch noch geheiratet und zwei Kinder bekommen.
Jetzt bin ich 57 und seit 4 Jahren geschieden. Nun habe ich keine Angst mehr davor alleine zu bleiben. Warum auch, ich kann gut alleine leben und wüsste nicht, wovor ich Angst haben sollte. Natürlich wäre es schön, noch einmal die Liebe zu finden, aber davon ist nicht mein Lebensglück abhängig.
Wenn man schon ein wenig Reife hat, ist man sich auch bewusst, dass selbst in einer harmonischen Beziehung die Chance, irgendwann mal alleine zu sein, 50:50 steht.
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#6 @ #7:
Liebe Angeline,
wow !
Deine Beiträge sind immer wieder eine Bereicherung für dieses Forum.
Ich kann dir in Vielem nachfühlen / zustimmen, will dem aber nichts hinzufügen, sondern deine Worte so stehen lassen.
Danke für deinen Beitrag !
Und liebe Grüße von der, die du vor einigen Wochen zu Recht "abgewatscht hast".
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Ja, ich (m, Anfang 40) habe angst ; ich verdiene zwar gut, kann aber nicht gut mit Menschen umgehen und bin allein seit Geburt und auch nicht der Typ für Affairen und naja so kann ich mit Sex nichts anfangen. Wenn das 20 Jahre so bleibt bin ich 60 und ob sich das dann noch ändert ...
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Unabhängig von dem persönlichen Schicksal von #10:
Kann es sein, dass Frauen weniger Probleme und daher auch weniger Angst mit/vor dem Alleinesein haben als Männer ?
Ich lese und schreibe seit vielen Monaten hier in diesem Forum und denke, dass es so ist.
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# 4 @ #8:
Wir sind nicht auseinander, ich habe mich blöde ausgedrückt. Ich glaube schlicht, dass die "Angst" mit der Zeit eine andere wird. ich bin auch Mitte 50, eigentlich zum 1. Mal seit 2 Jahren allein, und ich bin total erstaunt und stolz, wie gut ich mit mir selber zurecht komme und wie gut ich mein Leben hinkriege und wie frei und zugleich zugewandt ich gegenüber anderen bin. Das hat bei "älteren" Menschen sicher mit Lebenserfahrung und persönlichem Reifen zu tun. Da geht es mir offensichtlich ähnlich wie dir: ich genieße mein Leben, Gleichzeitig merke ich in der Debatte mit Freundinnen (und Freunden) Ende 50/Anfang 60, dass das Nachdenken darüber wächst, wie wir im Alter leben wollen, um da nicht auf sich allein gestellt zu sein. Das ist kein verzweifeltes Suchen nach einer Partnerschaft, sondern einem Netzwerk, um sich gegenseitig helfen zu können, wenn mans braucht. Denn irgendwann gehts ja vermutlich nicht mehr nur um grippale Infekte. Das ist eine andere Art von Angst, i.S. von realistischer Sorge und Vorsorge.
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@ #11:
Ich weiß es natürlich nicht, aber ich glaube nicht an diese Theorie. Es wird immer Menschen geben, die gelernt haben, ihr Leben lebenswert zu gestalten, genau wie solche, die sich eben nur zu Zweit als Ganzes sehen können (wollen).
Ich denke, dass einfach Männer weniger über solche Gedanken oder Empfindungen reden (reden wollen). Die meisten sind einfach nur weniger mitteilsam. Geben nicht so gern was von ihrem Innersten preis.
Das ist selbstverständlich nur eine Vermutung von mir ganz persönlich, auch aus der Beobachtung und Erfahrung, die ich im Leben gemacht habe. Wirklich darauf antworten, können nur die Männer selbst - so sie denn wollen. :-)
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Ich habe Angst!
Entweder habe ich den richtigen Partner einfach noch nicht gefunden - oder aber es liegt an mir und ich bin unfähig.
Ich träume oft, ich hätte Kinder und einen Mann und einen Garten mit Hund, aber wenn ich aufwache, bin ich wieder bloß allein.
Ich bin zwar noch nicht so alt, aber ich hatte das noch nie, einen Freund oder auch nur Menschen, denen ich mich wirklich öffnen konnte. Außer einem, aber das war eine Ausnahme und es hat endlos lang gedauert und diese Person steht nicht als Partner zur Verfügung.
Naja, aber vielleicht klappts ja noch mal.
Ich bin deshalb schon in eine Krise geraten, aufgrund eines Mangels an sozialen Kontakten im Allgemeinen. Ich hab dieses emotionale Defizit immer gespürt - es wurde mit der Zeit so stark, dass ich alles andere in den Hintergrund trat.
Ich glaube - auch dadurch - durch diese Suche nach anderen, mir selbst habe ich im außen, was messbare Erfolge im Leben angelangt, nicht viel erreicht. Es erscheint mir angesichts dessen, was mir fehlt, so klein und unbedeutend.
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ich, w, > 40, bin schon seit jahren single, denke manchmal auch, daran, dass es sein kann, dass es jetzt auf immer so bleibt. denn
1. habe ich seit jahren keinen mann kennen gelernt, in den ich mich verliebt hätte
2. macht mir, wenn ich an die möglichkeit einer neuen beziehung denke, der gedanke auf zahlreiche kompromisse und aufgabe meines jetzigen lebens für eine beziehung mehr unwohlsein, als freude auf ein neues "Glück zu zweit"
3. denke ich eher daran, dass ich mich evtl. eher auf die eine oder andere affaire einlassen würde, aber an sowas habe ich eigentlich bislang keon interesse gehabt
ich sehe meine zukunft auch eher in der idee, mit freunden zusammen zu leben. ich bin mit dem gedanken auch nicht alleine. in meinem bekanntenkreis kommt der gedanke auch bei anderen als erstrebenswerte lebensform auf, auch als alternative zum drohenden "betreuten wohnen".
ich habe mich bereits heute in einer WG eingefunden, in der es einfach nicht einsam wird.
würde ich ganz alleine leben, hätte ich die sorge vielleicht auch. ich weiß es nicht.
aber in meinem alter denke ich einfach nicht mehr an zweisamkeit und familie etc. insofern ist das oartnerschaftsmodell für mich keine verbesserung zu jetzt und meinen guten freunden, mit denen ich meine interessen auch teilen kann.
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Manchmal beschleicht mich ein merkwürdig beklemmendes Gefühl, dass ich hier einen Infarkt bekommen kann und niemand wird mir helfen können. Deshalb halte ich einigermaßen oft telefonisch Kontakt zu etlichen Menschen und die rufen mich selbst auch häufiger an. Einfach so.
Ich war schon einmal fast tot und habe deshalb keine Angst davor. Eher habe ich Angst vor z.B. Demenz oder anderen Krankheiten, die mich irgendwem ausliefern. Ich bin für jeden da, habe immer ein offenes Ohr und helfe gern. Gerade in den letzten Jahren, als ich Hilfe brauchte, kam nichts zurück. Insofern bin ich zur Zeit stark desillusioniert und glaube, dass ich niemanden haben werde, der für mich da ist, solange ich ihn nicht bezahlen kann. Und das sieht schlecht aus.
Man macht sich halt gelegentlich diese Gedanken. Ich finde, das gehört zur Altersvorsorge dazu.
M58
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Ich (m, 49) sehe das ziemlich gelassen. Das ist vielleicht auch eine Frage des Selbstverständnisses. Grundsätzlich fühlt es sich schon angenehmer an, einen Partner an seiner Seite zu wissen. Andererseits kann das auch einengen, wenn es nicht der wirklich passende Partner ist.
Mit fortschreitendem Alter ist man doch meist recht unabhängig genug als daß man sich nun unbedingt mit einer Partnerin "schmücken" müßte, um als "gesellschaftsfähig" zu gelten und "sucht" auch nicht direkt danach. Wenn es sich ergibt, ist es wunderschön, wenn nicht, genießt man sein Dasein weiter wie bisher.
Mir gefallen ohnehin nur ganz bestimmte Frauentypen und habe aus der Vergangenheit gelernt, daß man hierin keine Kompromisse eingehen sollte. Als Single bleiben einem alle Chancen, genau die "Gesuchte" zu finden und muß sich nicht mit "Übergangsbeziehungen" beschäftigen.
Wie auch immer: es ist einfach auch eine Mentalitätsfrage.
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Neuerdings kommt mir diese Angst, alleine zu bleiben, schon mal heftig auf. Bisher hatte ich drei relevante Partnerschfaten in meinem Leben und habe die, unter Wahrung meiner Autonomie, sehr geschätzt.Angeline, alles, was Du schreibst und auch # 15- klar brauche ich keinen Mann , um leben zu können oder mich zu beschäftigen, auch nicht, um mich zu amüsieren, dennoch stellt sich bei mir (52-jährig, w) zunehmend der Wunsch nach dem gemeinsam- alt- Werden sehr dringlich ein. Krakhafte Ausmaße hat diese Sehnsucht bisher nicht angenommen- allzulange sollte mein Single- Status jedoch nicht mehr bestehen, sonst hätte ich Sorge um mein Seelenheil. Freunde, soziales Netzt, Hobbys, alles toll, aber ich habe einfach zu viel Liebe übrig, die es "an den Mann" zu bringen gälte.
Gerade komme ich von einem wunderbaren Treffen mit Freunden zurück und bin ganz erfüllt von kulturellen und kulinarischen, sowie gesprächsinhaltlichen Erlebnissen. Auf der Rückfahrt wurde das erste Päärchen hier rausgelassen, das zweite dort abgesetzt et c. und dann fuhr ich die Reststrecke alleine nach Hause- war echt schön und dennoch blöde... und dann, wie noch blöder setze ich mich vor den PC und schaue, ob von irgendwo aus dem Äther eine Nachricht gekommen ist (war diesmal sogar der Fall). Nun, ich will das nicht weiter vertiefen...
Lieben Gruß und gute Nacht.
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Hallo,
ich, w fast42, habe ein sehr ungutes Gefühl bzgl. des Alleinbleibens,denn ich kenne diesen Zustand jetzt schon seit 5 Jahren. Ich führe es auf meine Lebensgeschichte zurück, war bis zu meinem 10.LBjahr in einer anderen Kultur sozialisiert, als wir hierherkamen, waren meine Eltern mit dem Sozialleben hier völlig überfordert und wurden zusehends isoliert bzw. haben sich durch ihr eigenes soziales Scheitern selbst isoliert.Ich komme aus einer Familie, die kaum soziale Fähigkeiten hatte und diese somit auch nicht an ihre Töchter weitergeben konnte,es nahm bei uns dramatische Ausmaße an! Dann habe ich es aber doch gelernt: Selbstbewusstsein, sich in andere einzufühlen, sich auch in gewisser Weise im privaten Umfeld zu positionieren, all das,was man braucht um sich als vollwertiger Mensch zu fühlen....nur habe ich es etwas zu spät gelernt!! Beruflich bin ich erfolgreich, habe dann, wenn auch unter Mühen, studiert, durch mangelnde soziale Kompetenzen ist es mir SEHR schwer gefallen, denn auch da habe ich kaum private Kontakte schliessen können. Habe es dann doch geschafft und somit keine finanziellen Probleme.
Der Absturz kam dann, als zwei meiner liebsten Angehörigen verstarben(mit den anderen beiden besteht kaum Kontakt, es passt menschlich nicht) und ich aus berufliche Gründen nach Süddeutschland ziehen musste. hier erlebte ich die Hölle, bin in absoluten Extremsituationen, die nahezu einen kriminellen Hintergrund hatten,ohne dass es von mir irgendwie verschuldet wurde, wenn überhaupt nur dadurch, dass ich mich fürs falsche Objekt mit den falschen Vorbesitzern entschieden habe- von neuen Bekanntschaften fallen gelassen worden, musste trotz allem immer weiterarbeiten und den Betrieb aufrecht erhalten...das alles führte zu einer Art leichter depressiver Verstimmung bzw. einem burnout, die verstärkt wird durch absoluten sozialen "Mangel" ,eigentlich eine grosse Einsamkeit.
Habe versucht,jmd. kennenzulernen; obwohl ich recht attraktiv bin und keines der Probleme als Frau habe, die die Frauen hier in dem Forum gerne diskutieren, klappt es nicht mehr mit den Männern.Die attraktiven sind vergeben, da muss man ehrlich sein, oder sie sind charakterlich aus einem triftigen Grund für ein Zusammensein völlig unbrauchbar, die "grauen Mäuse" unter den Männern, wenn sie dann auch noch schüchtern und verklemmt sind, lösen auch bei mir weniger Begeisterung aus, da ich ja selbst lahrelang sehr unsicher war und geradezu allergisch reagiere, wenn ich so "gespiegelt" werde. Insgesamt erlebe ich als eine sexuell reife und in dem Bereich sehr selbstbewusste frau die Männer hier in der Region, wie jmd hier schon mal schön schrieb, als "seelisch und sexuell spröde", jedenfalls mit mir doch eher nicht kompatibel,es ergibt sich einfach nichts und ich glaube auch nicht mehr, dass noch was kommen könnte.Die Sehnsucht ist enorm gross, Kompromisse kann ich einfach nicht machen, denn ich habe es versucht aber die Freude an dem Menschen blieb einfach aus,....
Jetzt mache ich mir nichts mehr vor, ein langes gesundes Leben ohne Liebe zu führen und auch ohne ein soziales Netz--undenkbar!-deshalb plane ich, so spätestens in zehn Jahren mich zu verabschieden, nachdem ich noch so einiges von derWelt gesehen habe. Die Tatsache macht mir natürlich Angst, noch mehr Angst macht es mir aber, ohne auch nur einen nahestehenden Menschen und ohne selbst dagegen noch etwas ausrichten zu können, in die Gesundheits-und Pflegemühle hineinzugeraten.
Mich interessiert, ob jmd. meine Gedanken nachvollziehen kann und meint zu gleichen Konsequenzen zu kommen?
hat vielleicht jmd, auch einen völligen sozialen und familiären Bankrott hinter sich und leidet da so sehr drunter wie ich?
seht Ihr noch andere Lösungen ausser Alten-WG für Euch?
hoffnungsvoll ;-)
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Diese Frage berührt sicher den tiefsten Kern meines seelischen Betriebssystems.
Antwort: Zur Zeit noch nicht. Ich bin 7 Jahre alleine, davon 5 mit Absicht bewusst.
Um den Tod meiner damaligen Partnerin zu zu verarbeiten.-
"...und auch alleine sterben werden"
Da hilft auch keine Partnerin, keine Familie, keine Kinder.
Es kommt nicht vorhersehbar und anders als man denkt.
Deshalb kümmere ich mich nur um meine Gegenwart und überschaubare und gestaltbare Zukunft.
"Gibt es Menschen, die in eine schwere Krise geraten deswegen, auch eine psychische Krise?"
Kann ich nur für mich beantworten. Nein. Genau umgekehrt. Jetzt geht es mir gut.
Und jetzt bin ich (eher passiv) auf Partnersuche. Und verteile "Körbe"
Die vorherige Beiträge habe ich bis auf #19 nicht gelesen. Der haut mich fast vom Hocker.
Ich war bei EP mal aktiv und bin es (noch) nicht wieder. (Warscheinlich Dez.. Jan.)
Bis zu einem gewissen Punkt kann ich die Gedanken nachvollziehen. Aber keinesfalls die Konsequenzen. Erst mal die nächsten 30 Jahre leben, irgendwann funkt es.
Evtl. demnächst bei EP ? M 53J
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Ich habe schon ähnliche Gedanken wie #19 gehabt.
Bisher habe ich es immer wieder geschafft, mich mit etwas zu beschäftigen, was mich aufbaut und meinem Leben einen neuen Sinn gibt.
Natürlich ist immer die Angst im Nacken: Was kommt als Nächstes? Ich habe auch totale Angst, dass mein Leben ohne Liebe und in totaler Einsamkeit endet.
Ich neige zu depressiven Verstimmungen und meide dann lieber menschliche Kontakte. Es gibt auch Phasen, wo ich optimistisch bin und auf Menschen zugehe. Aber immer wieder scheitern Bekanntschaften aus verschiedensten Gründen. Ich fühle mich total ausgebrannt und kann mir kaum vorstellen, dass sich dieser Zustand ändern wird, obwohl ich schon so vieles ausprobiert habe.
Ich werde als attraktiv eingeschätzt. Leute können nicht verstehen, warum ich solo bin. Für mich kommen leider viele Männer nicht in Frage. Ich hatte bei Männern immer Chancen, doch die schmelzen auch langsam, da ich ü40 bin.
Ich merke, dass ich mit zunehmendem Alter immer unsicherer werde. Auch beruflich sehe ich mich in einer Sackgasse.
Manchmal möchte ich am liebsten aus dem Leben ausscheiden, doch dann sage ich mir, dass einem das Leben geschenkt wurde und dass man es nicht so einfach wegwerfen darf.
Jetzt habe ich für mich das Tanzen entdeckt. Aber wie lange werde ich das Hobby noch ausleben dürfen? Auch mit Tanzpartnern sieht es immer wieder schlecht aus.
Schauen wir mal, wie es weiter geht.
Ich habe jedenfalls große Angst vor der Zukunft.
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Ja, ich habe Angst davor. Ich bin mit kurzen Unterbrechungen jetzt seit mehreren Jahren Single, und frage mich oft: Wenn es bis jetzt nicht geklappt hat, wie soll es dann innerhalb der nächsten Jahre klappen? Denn schließlich wird die Partnersuche ja eher schwieriger als leichter, da jetzt so viele, die annähernd in meinem Alter sind, schon vergeben sind...
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Es ist wohl eine Altersfrage oder Erfahrungssache. Oder auch eine Mentalitätsangelegenheit.
Ich bin z. B. jemand, der durchaus gerne allein ist, also auch ohne eine ständige Bezugsperson auskommt. Ich definiere mich nicht über eine Partnerschaft. Das würde mich eher "einengen". Ich habe meine Partnerinnen tatsächlich nur als "Klammeraffen" erlebt. Ich meine das nicht böse, da ich anhängliche Frauen an sich sehr gerne mag.
Lockere Beziehungen sind mir einfach lieber. Es ist einfach eine Frage des Nähe-Distanz-Verhältnisses.
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Nein, das glaube ich nicht. Frauen können diese Angst besser auffangen, weil sie in der Regel einen größeren Freundeskreis haben und sich mit einer anderen Frau viel intensiver über ihre Gefühle austauschen können, als Männer. Auch gibt es viele, die ihre Ängst nie zugeben würden. Einen gewissen Hinweis zeigt schon der Ausdruck: "Ich sehe jünger aus". Man will in einen Partnerpool eindringen, für den der Zug eigentlich abgefahren ist, um bessere Chancen auf einen attraktiven Partner zu haben. Hübsche Frauen dürften wohl noch viel mehr gefrustet sein, als unvorteilhafte. Sie fallen aus der größeren Höhe und merken das Schwinden der Verehrer deutlich, wollen aber ihre früher durchsetzbaren Ansprüche beibehalten. Sie werden nie zugeben, diese Angst zu haben.
m, 38
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Ja, ich habe Angst dass ich auf die Dauer keinen Partner finde. Und zwar aus gutem Grund: Mit meinen inzwischen 35 Jahren hatte ich noch nie eine Partnerschaft, die länger als 4 Monate hielt und bin jetzt seit mehr als 5 Jahren Single. Außerdem hält sich auch die Zahl meiner sozialen Kontakte stark in Grenzen, obwohl ich ein offener und fröhlicher Menschen bin, der gerne auf andere zugeht.
Zwar lerne ich immer wieder Männer kennen und verliebe mich alle 1-2 Jahre auch... aber es wird nichts draus. Die Gründe kann ich mir nicht erklären. Dass ich für Sex benutzt werde, kann ich nicht behaupten. Dazu kommt es nämlich nicht. Diese Männer schmachten mich monatelang (manchmal sogar über ein Jahr lang) an, laufen mir hinterher, suchen den Kontakt, kommen aber nie in die Gänge wenn es um einen Kuss oder mehr geht. Kommt dann der erste konkrete Schritt von mir, haben sie auf einmal doch kein Interesse... auch wenn sie vorher Eifersuchtsdramen veranstaltet hatten. Meistens handelt es sich dabei um Männer, die selbst wenig bis keine Erfahrungen mit Frauen haben und selbst aufgrund ihrer langen Singlezeit sehr unglücklich sind. Eigentlich sollte man vermuten, dass diese Männer sich über eine liebe Partnerin freuen würden. Stattdessen bin ich nur die Traumfrau, solange sie mich anhimmeln und nicht wissen woran sie bei mir sind. Einen echten Schritt Richtung Beziehung machen sie nicht - tue ich es, bin ich auf der Stelle abgemeldet.
Dazu kommt noch, dass ich seit einigen Jahren keinen richtigen Freundeskreis mehr hier finde. Die paar wenigen Freunde aus meiner Gegend haben extrem wenig Zeit, unsere Treffen innerhalb eines Jahres kann man an einer Hand abzählen. Ich habe in den letzten 5 Jahren so vieles versucht um neue Kontakte zu knüpfen, mit denen man viel Zeit verbringen kann... Internetanzeigen, Vereine, VHS-Kurse, Nachbarschaft, Arbeit, alleine ausgegangen und mehr - es hat mir nichts gebracht. Über ein Forum, in dem es um ein Hobby geht, habe ich viele nette Menschen kennengelernt und sehe sie alle 2-3 Monate auf irgendwelchen Veranstaltungen. Diese Leute wohnen nicht bei mir in der Nähe, was ich an für sich nicht schlimm finde. Ich habe einige von ihnen auch schon besucht, sie mich eher weniger. Wer Freunde in unmittelbarer Nähe hat, empfindet es als Belastung mal für ein WE mehrere Hundert Kilometer zu fahren um sich mit einer guten Freundin/Bekannten zu treffen.
Mein Leben ist mit Sicherheit nicht öde und trist. Ich habe einen Vollzeitjob, treibe viel Sport, lerne Fremdsprachen, gehe in Ausstellungen, ins Theater und Kino, lese viel... aber wie soll ich einen Partner finden, wenn ich fast immer alleine unterwegs bin? Meiner Erfahrung nach bevorzugen Männer eher Frauen, die einen großen Bekanntenkreis haben.
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Ja, auch ich habe Angst. Die sozialen Kontakte ebben im Alter ab 40 Jahre immer mehr ab, da sich Paare lieber untereinander treffen. Man bemüht sich die sozialen Kontakte irgendwie aufrecht zu erhalten. Ich habe das Gefühl, es wird im Laufe der Jahre immer schwieriger. Das Wochenende muss man als Single fast immer alleine verbringen. Ich bin auch ein fröhlicher und offener Mensch, aber auch immer öfter traurig über diese Lebenssituation.
Man verliert ein wenig das Vertrauen in die Menschen. Es ist einfach so, dass Paare und Familien ihr eigenes Ding machen, als Single ist man da out. Hinzu kommen dann auch noch schlechte Erfahrungen mit Partnern, die man in den letzten Jahren machen musste, da glaubt man nicht mehr an ein Happy End. Eher ist man realistischer geworden. Erst recht, wenn man hier im Forum liest.
Ich denke, man kann viel Sozialkompetenz besitzen und auch attraktiv sein, es hilft aber nicht wirklich. Klar geht man seinem Job nach und macht Sport - und trotzdem ist man allein.
Dieses Jahr werde ich sehr wahrscheinlich auch allein Silvester verbringen. Prost Neujahr ;-)
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