1. Frage:
    Gefragt am: 18.06.2010, 11:13 von Gast
    Gibt es Menschen, die mit ein, zwei Sexpartnern im Leben genug haben?
    Wenn ich so höre und lese, mit welcher Selbstverständlichkeit von x Exen berichtet und Rückblick und Vergleich bezüglich Unterschiede in der Ausübung von Sexpraktiken gehalten wird... ... wird mir irgendwie mulmig... Ich MÖCHTE gar nicht heute hier und in 2 Jahren dort "lecken". Ich KÖNNTE es nur um den Preis geringerer seelischer Tiefe und Verschmelzung. Und das macht(e) für mich Sex erst bedeutsam und schön, nicht das Organ und evtl. Praktiken. Ich bin alles andere als stolz darauf, dass es doch ein paar Damen mehr wurden. Wirklich gebracht hat mir das nichts. Es wäre mir viel lieber gewesen, mit der 1. oder vielleicht noch 2. Liebe alt zu werden und später auf ein erfülltes gemeinsames Leben zurückblicken zu können. Offensichtlich eine völlig veraltete und belächelte Haltung? M
    Antworten:
  2. #1
    18.06.2010 12:22
    Nein, ich finde die Haltung nicht veraltet.
    Ich war mit meinem Mann 25 Jahre zusammen und wäre es sicher immer noch wenn er nicht gestorben wäre.
    Vor mir hatte mein Mann nur eine Beziehung und ich hatte auch nur eine.
    Ich kann ihn leider nicht mehr fragen ob er glaubt etwas verpasst zu haben, ich für meinen Teil werde das erst sagen können wenn ich einen neuen Partner gefunden habe.

  3. #2 Gast
    18.06.2010 12:25
    Nein. Ich bin da gleich. Ich kann das gar nicht, ich muss vorher jemanden kennen lernen, damit der Sex superschön ist. Erst mit der Zeit weiß man doch erst individuell was dem anderen gefällt usw.
    Dieser Befriedigungskonsum ist auch nichts für mich. Denk dir nix, auch ich werde dafür belächelt zumal ich Freundinnen habe, die sehr schnell ins Bett zu bekommen sind. Deshalb respektiere ich sie nicht weniger, jedoch ist es nichts für mich.
    Wenn ich ausgehe und es kommt mal zum Kuss (selten, kommt aber vor), genieße ich es und mir bedeutet es etwas in diesem Moment und dieses Wohlgefühl hält dann mehrere Tage. Ich gehe dann nicht mit ihm nach Hause, wenn nichts daraus wird, ok, damit rechne ich auch nicht, aber die anderen finden das normal!!! Heute der, morgen der... Keine Bedeutung.
    Manchmal nicht so gut für´s Ego, aber dafür hat es mehr Wertigkeit für mich persönlich. Was nicht heißt, dass die anderen - wenn sie verliebt sind - nicht die gleiche Wertigkeit empfinden. Mir ist jedoch aufgefallen, dass diese Mädels mehr mit ihrem Selbstbewusstsein zu kämpfen haben als ich. Denn die körperliche Nähe = Bestätigung, langsames Annähern = anscheinden kein Interesse.
    Nun, du und ich sind wohl wirklich eher seltener zu finden, beide Seiten sind nicht schlecht, trotzdem bin ich stolz auf mich :-)
    w.29 Und wie alt bist du?

  4. 18.06.2010 12:33
    Eine Person, die sagt sie habe sich seit dem sie 18 Jahre alt war, nicht verändert ist mir unheimlich.. 100% der Menschen die mehrere Sexualpartner hatten, haben das sicherlich nicht aus Vorsatz getan, sondern weil es eben irgendwann nicht passte, und das muss nichts mit dem Sex zu tun gehabt haben..

    Ein Mensch verändert sich alle 7 Jahre mehr oder minder deutlich.. Damit auch Ziele, Vorstellungen und Wünsche.. Das dabei auch andere Partner gesucht werden sollte jedem Klar sein, Wir leben nicht mehr 1645, zu einer Zeit in der "Überleben" das Hauptkriterium für eine Beziehung war.

  5. #4 Gast
    18.06.2010 12:45
    @3
    "Ein Mensch verändert sich alle 7 Jahre mehr oder minder deutlich.. Damit auch Ziele, Vorstellungen und Wünsche.. Das dabei auch andere Partner gesucht werden sollte jedem Klar sein"

    Nein, das ist mir nicht klar. Das ist das Konzept vom "Lebensabschnittspartner", und das finde ich zutiefst zynisch, oberflächlich und menschenverachtend.

  6. 18.06.2010 13:03
    Lieber Fragesteller! Ja, ganz offensichtlich gibt es zahlreiche Menschen, die mit wenigen Sexualpartnern rundum zufrieden sind. Ich glaube nicht, dass man durch Verzicht auf viele Sexualpartner irgendwas verpasst. Häufigkeit, Vielfalt, Praktiken und Stellungen lassen sich auch mit einem Sexualpartner erleben, Liebe, Zuneigung, Zärtlichkeit, Nähe und Verschmelzung sogar viel eher mit einem dauerhaften, vertrauten Sexual- und Lebenspartner als anders.

    Wer immer eine stabile Partnerschaft mit einem geliebten Menschen pflegt, muss nicht im Ansatz befürchten, etwas zu verpassen oder unnormal zu sein. ganz im Gegenteil, ist die durch Liebe und Zuneigung stabilisierte partnerschaft genau das Optimale.

    Andererseits ist es eben so, dass sich in der heutigen Zeit die Lebensläufe von Menschen sehr vielfältig und abwechslungsreich entwickeln, parallel dazu auch die Persönlichkeit, Interessenlage, Lebensziele sich sehr individuell entwickeln und daher viele junge Beziehungen nicht dauerhaft halten. Eine Handvoll Partnerschaften kommen daher heutzutage bei den meisten schon zusammen. Wenn man aber die Sexualität revue passieren lässt, dann hätte für mich auch ein Partner "gereicht" -- auch mit einem echten Liebes- und Sexualpartner kann man erfüllende Sexualität in all ihren normalen Facetten erleben.

    @#3: Nein, Hellekeen, diese These mit "alle sieben Jahre" ist albern und abergläubisch. Numerologie für moderne Küchenpsychologen sozusagen. Der robe Zeitraum ist zwar in der Tat gar nicht so abwegig, aber hängt natürlich im Einzelfall von ganz anderen persönlichen, individuellen Gegebenheiten ab und kann auch viel länger oder kürzer sein.

    Der entscheidende Punkt ist aber ohnehin, dass man sich in einer Beziehung ZUSAMMEN miteinander und aneinander weiterentwickeln muss, sich gemeinsam neue Ziele wie Hausbau, Familiengründung, große Weltreise und so weiter schaffen muss und zusammen neue Hobbys und Interessen, neue Sportarten und Urlaubsziele entwickelt. Dann bleibt eine Beziehung lebendig, verändert sich, entwickelt sich weiter, ohne dass sich die Partner dabei voneinander entfernen.

    Tödlich für Beziehungen ist die heutige Art, sich ALLEINE weiterzuentwickeln, ohne Rücksicjht auf den Partner neue Hobbys, Interesse, Ziele zu definieren. Das ist der Wahnsinn der Moderne. Man sollte innerlich die Partnerschaft aus Platz 1 im Herzen haben und aktiv an Gemeinsamkeiten, gemeinsamen Unternehmungen und gemeinsamen Ziele arbeiten -- mit Rüclsicht, Kompromissbereitschaft und als Basis von allem Liebe und den Willen, viel gemeinsam zu machen.

  7. #6 Gast
    18.06.2010 13:19
    Mir Fragesteller geht es genauso!

    Nein ich glaube nicht, dass das eine völlig veraltete und belächelte Haltung ist.

    Es ist ganz einfach unsere heutige Zeit, wo Werte überwiegend nur noch nach Status, Geld und Erfolg gemessen wird. Wo zwar viel von den "inneren Werten" gesprochen wird, aber ich denke einigen ist gar nicht bewusst, was innerliche Werte überhaupt sind.

    Die Medien, die Wirtschaft, die Politiker, leben es vor. Immer schneller.immer höher immer mehr, man könnte auch sagen, immer tiefer!!

    Wir leben ganz einfach in einer Wegwerf- und Spassgesellschaft.

    Wo von Ruckrat und Stärke und Selbstreflektion zwar viel geredet wird, wo aber dessen Bedeutung aber nicht richtig verstanden wird, ja so sucht man halt seinen "Halt" in ständig wechsleden Partnerschaften, in denen wirkliche "Tiefe" gar nicht erst entsteht. Das Wort Lebensabschnittpartner ist ganz einfach modern geworden.

    Was mir hauptsächlich zu denken gibt, ist die damit verbundene Oberflächlichkeit. Wenn man aber z.B. manche Themen hier im Forum verfolgt, stelle ich gleichzeitig fest, wie verzweifelt und unglücklich doch so einige mit ihrem Leben sind! Geraten wird dann meist zu einer Therapie! Also haben diese Menschen ganz einfach ihr Leben nicht mehr selbst in der Hand, sind nicht selbstreflektiert, schreien nach immer mehr und immer mehr, und eben auch nach wahllosem Sex.! Man macht einfach das was der andere auch tut!

    Aber als moderne, und auch tolerante Frau, sage ich mir ganz einfach, jedem das seine, bleibe dabei aber meinen Idealen und meinen Wertvorstellungen treu! Und damit bin ich ganz zufrieden und glücklich mit meinem Leben, auch ohne ständig wehhselden Sexualpartnern!

  8. 18.06.2010 13:36
    @#5 warum du diesen (ich denke doch das es für alle klar sein sollte das es sich um einen groben Richtwert handelt und nicht um einen allgemeingültige statisch definierten Zeitabschnitt, immerhin soll hier ja die Elite zugegen sein) Zeitwert als "Küchenspychologie" abtust und im nachfolgenden Satz bestätigst verwundert mich. Natürlich hängt das von vielen Faktoren ab, und natürlich hat niemand gesagt das man sich nicht gemeinsam entwicklen kann oder soll. Mir wäre es sehr recht gewesen diese Entwicklung gemeinsam zu machen, wurde nicht so gewünscht, also hat man sich getrennt.. (und so ging es sicherlich nicht nur mir) Das der gesuchte "andere Partner" auch der weiterentwickelte "eigene" Partner sein kann habe ich als Gedankenleistung vorrausgesetzt, ich bitte um Entschuldigung für diese Annahme.. *mea culpa*

    Mal davon abgesehen gibt es hier im Forum ausreichend Threads in denen klar gesagt wird warum die Partner altersmäßig nicht überweit auseinander sein dürfen, da sich die Lebensansichten und Einstellungen zuweilen ändern..

    Aber danke das du meine These trotz Ablehnung bestätigt hast..

  9. 18.06.2010 14:33
    @#7: Nein, Hellekeen, ich habe Deine These eben gerade nicht bestätigt. Ich finde eine Aussage wie "alle sieben Jahre ändert sich der Mensch" einfach zu platt, zu abergläubisch, zu küchenpsychologisch. Richtig ist vielmehr, dass sich ein Mensch kontinuierlich ändert, da er beständig neue Erfahrungen macht, neues erlebt, erfährt und verarbeitet. Manchmal sind die Entwicklungen sicherlich stärkern, annährend sprunghaft, manchmal eher flacher, annähernd ohne.

    ABER für eine 7-Jahres-Hypothese gibt es wenig Anhalt.Es sind eher konkrete Lebenssituationen, die diese Änderungen hervorrufen, z.B. Studienabschluss, erster Job, erstes Kind, Hausbau oder mal auch regelrecht Monotonie und Langeweile, dadurch zum Beispiel Midlifecrisis, aber auch der Bekanntenkreis, z.B. wenn viele andere heiraten, Kinder kriegen, umziehen und mans elbst (noch) nicht.

    Immerhin gut, dass wir uns prinzipiell einig sind -- das sehe ich auch so. Menschen entwickeln und verändern sich, wenn dies eher ein "voneinander weg" als ein "miteinander" ist, dann kann das zum Bruch von Partnerschaften führen.

    Ich habe meinen Beitrag zugegebenermaßen eher als Widerspruch formuliert, weil ich betonen wollte, dass es eben nicht eine feststehende Regel ist oder man schicksalsergeben hinnehmen muss, sich eben zu verändern und manchmal kann es dann halt nicht mehr passen. Sindern im Gegenteil lege ich Wert darauf, dass man mit Liebe und dem Willen zur Gemeinsamkeit auch Weiterentwicklung und Veränderung gemeinsam genießen und nutzen kann.

    Das sollte die Erkenntnis hier sein: Man MUSS aktiv an der Beziehung arbeiten, neue Hobbys gemeinsam entwickeln und stets den Willen dazu haben, auf Gemeinsamkeiten zu setzen! Wenn das mal alle früh genug begreifen und ausüben würden!

  10. 18.06.2010 14:47
    @8# das muss irgendwie Frauenlogik sein *lach* im ersten Abschnitt wird es abgelehnt, im Zweiten dann doch die These richtig erklärt und im Dritten einigkeit darüber postuliert .. ^^

  11. 18.06.2010 15:47
    @#9: Tja, und sobald Du das verstehst, klappt das dann auch mit den Frauen... :-)

    Nein, im Ernst, ich finde die starre 7-Jahres-These einfach albern, aber Veränderungen und Weiterentwicklung gibt es natürlich.

    Aber nochmal so prägnant wie möglich: Nicht die Weiterentwicklung an sich ist schuld, sondern die Tatsache, dass die Partner sich unterschiedlich entwickeln und nicht genug dafür tun, dies zu verhindern. Man muss einfach auf Kompromisse und Gemeinsamkeiten setzen.

    Dass das in jungen Jahren nicht so klappt, ist aber einfach so, dass Studien und Berufseinstieg einfach sehr drastische und externe Antriebe für individuelle Weiterentwicklung darstellen, die kaum partnerschaftlich kompensiert werden können.

  12. #11 Gast
    18.06.2010 16:18
    Ich, w63 und mein Partner 64 haben uns vor 2 Jahren hier kennengelernt. Wir waren beide verwitwet und vorher jeweils 1x geschieden, hatten also jeder 3 feste Partner weil wir beide Sex und Eroktik ausschließlich dann schön finden können, wenn eine tiefe emotionale Bindung vorhanden ist. Das geht eben nicht heute mit diesem und morgen mit jenem und wir haben beide nicht das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Wir genießen unser Sexleben nach wie vor sehr, weil es einfach viel mehr ist, als Positionen und Praktiken, sondern tiefe Hingabe und Verschmelzung und wir können uns nichts Schöneres vorstellen.

  13. #12 Gast
    18.06.2010 17:51
    Diese Vorstellung ist nicht veraltet - im Gegenteil: ich glaube, die meisten Menschen wünschen es sich, so eine erüllende Beziehung mit ihrem Lebenspartner zu führen, dass Sex- und Partner-"Konsum" gar nicht nötig würde.

    Ich will keinen Sex mit einem Mann, den ich nicht zutiefst verstehe und liebe, und der mich deshalb in der innersten Seele berührt. Und so eine Beziehung baut man nicht mit jedem auf. Wenn es ein oder zwei Menschen im Leben gibt, mit denen das gelingt, was will man noch weiter?
    Wer einmal richtig geliebt hat und geliebt wurde, gibt sich mit nichts geringerem zufrieden.

    Ganz abgesehen davon bin ich davon überzeugt, dass Sex nur dann wirklich schön ist, wenn man jemanden sehr gut kennt ihm zutiefst vertraut und alle Energien miteinander in Berührung verschmelzen. Dann erst ist Extase möglich (die meisten Menschen wissen gar nicht, was das ist, und setzen es mit sexueller Erregung gleich!) Alles andere ist mehr mechanischer Spannungsabbau.
    Also: Bleib Dir treu - du hast m.E. mehr Tiefe als viele hier im Forum.

    Ach ja, Hellekeen,
    jeder kann doch denken, was er mag. Aber bitte schreib nicht, dass etwas "jedem klar" sein sollte, wenn es in erster LInie mal Deiner Überzeugung oder deinen angelesenen Informationen entspricht. Ich meine, die Schlussfolgerung aus der 7-Jahres-Entwicklungssprung-These, dass man dann auch die Partner wechselt, sind hier nicht zutreffend. Das eine hat mit dem anderen doch nichts zu tun, und unabhängig von den Zeitintevallen, die eine Entwicklungsstufe nach der jeweiligen Theorie dauern (bei manchen sind es 12 Jahre), entwickelt sich ja JEDER Mensch weiter, also auch der jeweilige Partner. Kein automatischer Grund zum Wechseln also.

    w44

  14. #13 Gast
    18.06.2010 18:47
    Nein, ich belächele Deine Sehnsucht keinesfalls, teile sie eher. Leider ist es jedoch auch mir bisher immerhin noch nicht gelungen, "den" Partner zu finden, der mit mir das Leben teilen kann, dann nähmlich erübrigte sich für mich die Frage nach den unzähligen Versuchen....ob nun Rasieren oder Lecken oder, oder...
    Ich weiß, dass meine ursprüngliche Theorie stimmt: Ich will einen, und den für immer! Das hat nicht geklappt und nun sehe ich mich genau in der Schere, die Du anfragst: Hätte ich gefunden, wäre mir selbst ein Partner "genug" gewesen. Da ich abe bis heute nicht nachhaltig fündig war, sind es halt mehrere geworden, ohne, dass mir meine "Grundtreue" verlorengegangen wäre.
    w 52

  15. #14 Gast
    24.06.2010 09:33
    Nach zwei sexfreien Jahren mit Trennungsschmerz hatte ich in den letzten vier Monaten mit drei Männern Sex und es hat mir sehr gut getan, obwohl ich genau wusste, dass es mit keinem von den dreien was Ernstes werden würde. Trotzdem hatte ich so eine Art Nachholbedürfnis und habe mich hinterher sehr gut gefühlt.w45

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