- Frage:
Habt Ihr Erfahrungen mit Laufen als Therapie gegen Liebeskummer?Erst kürzlich hier bei EP passiert: Beziehung zerbrach ziemlich schnell und für mich unerwartet nachdem alles sehr harmonisch anfing, was soll's. Verstand und die Angebetete sagen: nein jedoch das Herz sagt ja - immer noch Tag und Nacht. Schon das erste Treffen war wie ein elektrischer Schlag und ihr Geruch - unvergesslich. Nach einer Trennung sucht man den Schmerz zu überwinden. Ich bin zwar auch vorher schon ab und zu gelaufen tu es jetzt aber wesentlich intensiver, einfach um von den Erinnerungen weg zu kommen.Antworten: -
Ich hab mal gelesen, dass Menschen mit diversen Schicksalsschlägen danach sehr gut im Sport sind, da dies ein tolles Ventil werden kann. Durch die körperliche Tätigkeit wird der Fokus auf sich selbst gelegt, man spürt seinen Körper viel intensiver und deshalb: JA, es hilft bestimmt.
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Laufen hilft u.a. auch gegen Depression, also auch gegen Liebeskummer!
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Läuft sie ?
Du läufst Problemen davon. Hatte ich auch - Mega - Liebeskummer auf eine Läuferin, die in meiner Nähe wohnt. Wir mailten via einer Partnersuchbörse (nicht EP) - sie wohnt ein paar Laufminuten von mir. Ich hab mich den ersten Marathon ins Ziel gequält, während sie oben auf dem Siegerpodest stand, also etwa doppelt so schnell wie ich.
Wir teilen den gleichen Laufwald und sind uns die Tage darauf über den Weg gelaufen ... bei mir hatte sie die Gabe, aus müden Beinen muntere Beine zu machen ... was dann geschah, tat einfach nur weh und ich lief mehr und mehr schneller und schneller - sie macht keine Wettkämpfe mehr - richtig geredet haben wir nie.
Das nervigste, was einem Läufer passieren kann, ist die Verquickung von Läuferherz und Frauenherz, vor allem, wenn das Läuferherz und das Frauenherz jeweils relativ unerfahren sind. Der Liebeskummer trieb und so hab ich ihre Marathonzeiten erreicht in einer Zeitspanne, wo jeder sagte "Hut ab".
Aber das Problem, das ich heute habe, ist, daß ich zwar trainiere, aber falsch. Du kannst einfach so laufen gehen und Du kannst nach Trainingsplänen laufen gehen; bei letzteren bist um so erfolgreicher. Das Problem, das ich aktuell habe, ist, daß ich laufen gehe, aber ohne jede Systematik frei Schnauze.
Viel hilft eben nicht viel, der Plan macht es aus - aber ich habe dieses Jahr versucht, es umzustellen, aber es geht nicht. Die falschen Gewohnheiten sind da. Sicher kommst mit falschen Gewohnheiten auch sehr weit, aber es sind falsche Gewohnheiten; ich glaube schon, daß es möglich ist, als Mann einen Marathon auf 3:15 Std ohne Trainingspläne nur durch viele Kilometer zu laufen.
Und so .... versuch doch mal, den Mechanismus zu nutzen. Laufen bringt Erfolge ins Leben, mach Wettkämpfe, lebe und laufe für Dich, aber vielleicht liegt das Problem ja auch daran, daß Du nicht in Deiner Wohnung bleiben und erinnert werden willst
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FS
@#3
Ja, sie läuft und bereitet sich sogar auf Marathonläufe vor - so weit wäre ich erst in Monaten wenn nicht Jahren. Nach dem Ende meiner Ehe im vorigen Jahr (wurde 2 Jahre systematisch hintergangen) habe ich sie hier kennengelernt und sah mich seit langem wieder im Aufwind - es schien wieder die Sonne! Wir sind auch gemeinsam gelaufen - aber ich war sportlich noch nicht so weit wie sie. Das wollte ich auch nicht in kurzer Zeit erreichen. Bei ihr war das Laufen auch so eine Zäsur. Das will ich hier aber nicht diskutieren. Ich habe zum Laufen auch keinen geprüften Plan, nur so viel von ihr gelernt: langsam aufbauend und mit einer Last von 75-80 % der Leistungsfähigkeit. Damals war ich bei 2,5 bis 3 km 2 bis 3 mal die Woche jetzt sind es 5-7 km. Körperlich hat sich das schon sehr deutlich bemerkbar gemacht, deutlicher Gewichtsverlust (von 83 auf 70 kg in 1/2 Jahr bei 1,75m) und ein ganz anderes Körpergefühl.
Als dann das AUS kam war ich ziemlich schnell wieder seelisch am Boden. Außer bei der Hitze der vergangenen Tage laufe ich natürlich weiter. Sie wohnt 350 km entfernt - ich nun allein im EF-Haus
Während des Laufens am frühen Morgen kann ich am besten nachdenken und mich selbst versuchen zu coachen, leider klingt das einfacher als es ist, wie ich merke. Mein Herz steht sperrangelweit auf für Sie, obwohl ich weiß, dass es aus ist. Vielleicht laufe ich davor davon..?
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Sport ist generell gut bei der Bewältigung von Kummer, Stress und Depressionen. Die Gehirnhälften werden wieder besser "verschaltet" und man baut Stresshormone ab und fühlt sich auch körperlich besser und kann klarer denken.
Das Problem in Deinem Fall sehe ich vor allem darin, dass Deine Freundin auch Läuferin war, und Du automatisch sehr stark mit ihr verbunden bist, wenn Du läufst. Du kannst gar nicht anders als an Sie denken, stimmts?
Mir ging es ähnlich: Mein Freund ist Läufer, für mich ist das nicht der optimale Sport (Verletzungen, Anatomie setzen mir grenzen). Trotzdem hat mich sein Vorbild animiert, wieder mehr zu laufen.
Nach der Trennung habe ich bei jeder Laufstrecke intensiv an ihn gedacht. Das hilft nicht gerade, über die Trennung hinwegzukommen.
Besser wurde das, als ich eine andere Sportart wählte: Radtouren und vor allem Schwimmen (jetzt im Sommer im See, kilometerweit ohne Störung): Da spüre ich den ganzen Körper und kann die Gedanken an den Ex leichter hinter mich bringen, Frust und Traurigkeit wegwaschen.
Vielleicht also - speziell in Deinem Fall - ist das der Tipp: Such eine andere Sportart aus, die Dich trainiert, Dir Spaß macht, Dich aufbaut.
Gute Besserung!
w44
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Mir hilft Laufen auch, bei Liebeskummer und wenn ich Stress im Job hatte.
Ich nütze die Zeit dabei dann gerne, um mir ein spezielles Mantra vorzusagen. So in der Art "Alles wird gut" oder "Ich schaffe das" oder "Ich lasse jetzt los", aber natürlich etwas tiefer gehend und auf mein spezielles Problem gemünzt.
Das hat mir wirklich schon sehr geholfen.
Gut ist auch, wenn du mit Musik läufst, die dir Spaß macht. Dadurch bekommst du den Kopf total frei.
w52
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@#4: Sport ist eine der besten Methoden, um Liebeskummer zu bewältigen. Die ausgeschütteten Endorphine sind da noch nicht einmal das Hauptargument, sondern einfach nur der Ablenkungseffekt. Plötzlich macht man sich Gedanken darüber, wie man seine Trainingseinheiten gestaltet und man denkt immer seltener an die Ex-Beziehung. Ein absolut positiver Effekt. Nebenbei fühlt man sich in seinem eigenen Körper wohler und gewinnt so an Selbstbewusstsein, womit man gleich attraktiver auf andere wirkt. So erhöht man dann seine Chancen für eine neue Beziehung.
Ich finde es zwar positiv, dass du dich schon mit Trainingsmethodik beschäftigst, aber ich warne dich davor, zu viel zu schnell zu wollen. Du sprichst jetzt schon von Marathon, kannst momentan aber gerade mal 5-7 km laufen. Als langfristiges Ziel ist das natürlich super, aber du darfst es nicht über's Knie brechen. Sonst kommen schnell Verletzungen, Frustration und Depri-Stimmung auf. Und das wäre mit Liebeskummer im Hintergrund wiederum kontraproduktiv. Besorg dir ein gutes Buch über Trainingsmethodik, dann hast du gleich noch mehr Ablenkung durch Lesen.
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Freut mich als passionierter Läufer natürlich dass dieses Thema hier mal angesprochen wird:
Also, lieber FS: Ja, es hilft definitiv. Am besten wenn man nicht verbissen läuft sondern um sich zu entspannen, es hilft maches wieder zurechtzurücken und ab und an ist es einfach auch nötig sich so richtig auszupowern. Mir hat der Sport definitiv geholfen über das Ende meiner längjährigen Beziehung hinwegzukommen. Auch deshalb weil ich dort auch in eier sehr guten Gemeinschaft unterwegs bin und wir auf so manchem langen Lauf richtig gute Gespräche führen.Ist immer noch bei Problemen in allen Lebenslagen sehr hilfreich. Dann am liebsten in der Natur, nur ich und den Wald. Nach zwei Stundfen sieht die Welt schon wieder ganz anders aus.
Und nebenbei tut man was für seinen Körper und ist dann für die Damenwelt noch attraktiver- grins
@3
Läufts Du um fit zu bleiben, Spass zu haben, zu entspannen? Dann vergiss die Trainingspläne. Läufts Du um bei Marathon eine gute Zeit zu laufen, egal obs Spass macht oder nicht dann braucht Du einen Plan. In beiden Fällen ist ein Lauftreff mit erfahrenen Läufern anzuraten.
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Ich habe auch wieder angefangen mit Laufen.... Eigentlich bin ich schon immer gelaufen, aber die letzten Jahre nicht mehr aus Zeitmangel. Ich weiß das sind alles Ausreden. ;-)
Als ich mich getrennt habe, weil ich auch hintergangen wurde, habe ich wieder angefangen. Ich laufe so um die 30 km in der Woche. Erst war es auch wegrennen, aber dann fühlst du dich gut. Einen Marathon werde ich bestimmt nicht laufen, weil ich keine Lust auf den Mann mit dem Hammer habe, aber ich nehme an Läufen teil. Und ja was Thomas schreibt klingt wirklich gut. Ich habe mich auch viel mit dem Thema Laufen beschäftigt, es lenkt wirklich genau so ab.
Jetzt geht es mir einfach nur gut. Und wenn ich ehrlich bin, weiß ich noch nicht mal, ob ich mich wieder verlieben kann. Aber das hat ja Zeit.
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Wenn du schon auf dem Sporttrip bist, kannst du auch mit Yoga was für dich tun. Die Körperarbeit löst Blockaden und macht dich frei, denn nicht nur der Kopf merkt sich den Schmerz auch der Körper. Neue Energie kommt hoch.
Und für Läufer gleicht es die Dysbalancen aus und macht die Muskeln wieder geschmeidig.
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Ja. laufen hilft, Sport hilft! Mach einfach weiter, wenn es Dir Spaß macht. Gut für Körper, Geist und Seele! Suche Dir Laufgruppen oder Veranstaltungen, hier findest Du Gleichgesinnte. Von Weglaufen kann aus meiner Sicht keine Rede sein. Der Körper heilt sich selbst. Finde Deine Lebensspur! Viel Glück!!
[Mod: Unzulässige Signatur entfernt.]
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@#9: Na, das wäre aber sehr bitter, wenn du dir als langfristiges Ziel deswegen keinen Marathon vornimmst, weil du Angst vor dem Mann mit dem Hammer hast.
Der Hammermann bleibt schön zu Hause, wenn du im Vorfeld einmal in der Woche einen langen Trainingslauf machst, um den Fettstoffwechsel zu trainieren, und wenn du dir eine realistische Marathonzielzeit setzst.
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Ja es hilf. Nicht fragen, machen. Ich empfehle Bücher vom Dr. Strunz dazu aus eigener Erfahrung.
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Ich habe gerade eine extreme Lebenskrise. Da hilft das Laufen wirklich. Immer wenn ich schreien möchte, dann ziehe ich mir meine Laufschuhe an und es geht los. Oder schwimmen.
Es ist keinesfalls ein weglaufen. Es ist eine Art zu überleben. und es hilft tatsächlich - nur das zählt.
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Ich fahre Rennrad seit ich so richtig mies belogen worden bin. Und jeder Tritt in die Pedale ist ein Tritt in seinen A....Ich bin noch nie so schnell gefahren und werde mich jetzt im Verein anmelden. Gerade heute habe ich wieder 60 km hinter mir und bin neulich mit verbrauchten Radrennfahrern abgezischt. Ich konzentriere mich auf´s Fahren, auf die Landschaft, den Wind, auf die Person, in deren Windschatten ich fahre und auf nichts anderes.
Das macht den Kopf vor´m Hinterhertrauern frei!
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@#15: "Und jeder Tritt in die Pedale ist ein Tritt in seinen A...."
*lach* Ich wünsche allzeit eine hohe Trittfrequenz. :)
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Zu @16: Danke. Wie heißt es doch: nicht nur Carbon, auch Kondition - *ebenfalls lach*. Schade, dass der Miesling es nicht spüren kann! Aber mir geht es seither sehr viel besser, und das zählt!
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Das hat bei mir in der schlimmsten Phase nach einer längeren Beziehung schon geholfen. Ich bin drei Monate jeden Abend acht km gelaufen. Gute, schnelle Musik auf den MP-3 Player und los. Ich habe dann wieder meine Kraft gespürt und kam tatsächlich ein Stück vorwärts!
Lauf, Forest, lauf ;-)
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