Thema: "Harte" Kindererziehung
- Frage:
"Harte" KindererziehungIch, m51, bin seit nunmehr knapp zwei Jahren mit meiner neuen Partnerin zusammen. Die Beziehung ist "korrekt", womit ich der Einfachheit halber mal alle positiven Aspekte umschrieben haben will. Nun aber dies: Sie hat zwei pubertierende Jungs, die wie alle Kinder in diesem Alter manchmal sehr stressig sein können.
Der Jüngere von beiden, ihr erklärter Lieblingssohn, 7. Klasse, hat schulische Probleme, die m.E. auf mangelnde Einflußnahme der Eltern seit Beginn der Schulzeit zurückgehen, sie war ja damals noch verheiratet.
Was das Lernen betrifft, hat der Junge ein Null-Bock-Syndrom, also totale Verweigerungshaltung; entsprechend natürlich sind die Noten.
Letztens hat sie mit ihm Mathehausaufgaben gemacht und dabei passierte folgendes: Er hat wieder mal "nix" gewusst, und da begann es: Sie gab ihm einen Schlag nach dem anderen auf den Hinterkopf, um ihm so den Stoff "einzuhämmern" und dies eine geschlagene halbe Stunde lang.
Ich war einige Male kurz davor, mich einzuschalten, unterließ es dann aber doch, um ihre Autorität nicht zu untergraben; mittlerweile mach ich mir darüber Selbstvorwürfe.
Insgeheim hoffte ich, daß der Junge einfach aufstehen und das Zimmer verlassen würde, er ist ja sonst auch nicht schüchtern. Er tat es aber nicht, wohl weil er ahnte, daß ihn in diesem Fall seine Mutter noch mehr traktiert hätte.
Seit diesem Vorfall kann ich sie nicht mehr so lieben, wie es vorher der Fall war. Ich stelle mir nun immer öfter die Frage, ob sie diese Kaltschnäuzigkeit und Gefühllosigkeit eines Tages auch in die Beziehung zwischen uns einbringt.
Wer hat von euch ähnliches erlebt? Mich würde natürlich besonders die Meinung der Eltern unter Euch interessieren.
DankeAntworten: -
Lieber FS
vorab: ich habe so etwas noch nie erlebt. Weder gibt es das zuhause , noch im Freundeskreis etc.
Aber: ich bin der Meinung: hier sollst und darfst Du Dich auch als Nichtvater dringend einmischen. Deine Partnerin ist absolut grenzüberschreitend und hat scheinbar keine Empathie für ihre eigenen Kinder.
Bevor der Junge seelischen Schaden nimmt (wenn er ihn nicht schon hat) stehe ihm unbedingt zu Seite. Vielleicht hast Du ja Zeit mit ihm zu lernen? Das würde deeskalierend wirken. Gleichzeitig würde ich Deine Partnerin ganz klar auf ihr Fehlverhalten ansprechen und sie mal fragen was sie davon hält, wenn Du ihr auf den Hinterkopf haust wenn sie nicht funktioniert.
(w/43)
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Auf keinen Fall solltest Du dieses "ich kann sie nicht mehr so lieben" einfach geschehn lassen! Sprich mit ihr, versuch ihr zu vermitteln, wie die Situation auf dich gewirkt hat und gib ihr die Chance, zu reagieren! Dieses Feedback sollte Dir Deine Beziehung wert sein. NAtürlich kann sich herausstellen, dass sie von Deinen völllig abweichende Erziehungsziele und werte hat. Aber nimm das nicht einfach an, find es im Gespräch mit ihr heraus!
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Als ich in der Schulzeit mit Mathe herumzickte gabs auch mal eine vom vater gescheuert, als der mit mir lernte. Das brauchte ich auch, aber man sollte nicht nach dem motto "einmal ist keinmal" verfahren.
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Also ich habe auch einen Sohn, der seit Beginn seiner Schulzeit überhaupt kein Interesse an der Schule hat. Die ersten zwei Schuljahre waren so nervenaufreibend, ich habe täglich mit ihm mehr als zwei Stunden Hausaufgaben gemacht, weil er in der halben Stunde, die von der Schule beanschlagt wurde, so gut wie gar nichts geschafft hat und damit er nicht 3/4 des Schulstoffs versäumt, mussten wir eben länger dran sitzen.
Das ist so nervenaufreibend, total frustrierend und wirkich eine ganz schlimme Situation. Ich muss sagen, ich hätte meinem Sohn gerne auch hin und wieder einen hinter die Löffel gegeben, weil er wie oft vor sich hin träumte, nicht richtig zuhörte, einfach dicht gemacht hat.
Wie gesagt, ich hätte gerne, konnte mich aber beherrschen, weil ich meine Kinder gewaltlos erziehe. Aber ich kann Deine Freundin ein wenig verstehen. Sie ist mit der Situation total überfordert. Klar, jeder will das Beste für seine Kinder und der Druck in der Schule ist aber auch schon sehr hoch, so dass die Kids vielleicht zu Hause einfach abschalten. Vielleicht ist er auch auf der falschen Schule. Wie viele Eltern meinen, ihr Kind unbedingt aufs Gymnasium schicken zu müssen. Was sicherlich auch wünschenswert ist, aber nicht unbedingt gut für jedes Kind. Mein Sohn ist seit diesem Schuljahr in einer Ganztagshauptschule und zu Hause hat sich das Verhältnis total entspannt. jetzt bleibt nur abzuwarten, ob die Noten auch einigermaßen werden. Aber da dort sehr viel mit Motivation gearbeitet wird und die Schule auch kompetent ist, hoffe ich das Beste. Dir lieber Fragesteller wünsche ich, dass Du mit Deiner Freundin eine Lösung finden kannst. Entweder Nachhilfeunterricht -manche Kinder brauchen einfach eine fremde Person um zu lernen ( z. B. meine Tochter könnte sicher heute noch nicht schwimmen wenn ich sie nicht in einen Schwimmkurs geschickt hätte, weil sie sich immer an mir festklammerte, bei fremden Personen hat sie sich das nicht getraut und hat getan was die sagten), oder nochmal die Schulform überdenken. In ganz seltenen Fällen kann es auch sein, dass er eigentlich unterfordert ist weil er hochbegabt ist und somit auf stur stellt). Ihr solltet gemeinsam mit dem Vater überlegen, was wohl das beste ist. Das deine Freundin diese "Kälte" in die Beziehung bringt, glaube ich nicht. Es war mit Sicherheit auch keine Kälte, sondern absolute Überforderung, da sie nicht mehr wußte, wie sie damit umgehen soll. Damit will ich das Verhalten nicht entschuldigen, weil Gewalt nie gut sein kann. Aber es zeigt mir, dass ganz schnell eine Lösung gefunden werden muss.
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Die Beziehung ist "korrekt" klingt nicht wirklich prickelnd. Sorry, aber das fiel mir mal als erstes auf.
Dass Deine Freundin ihr Kind wiederholt auf den Hinterkopf schlägt ist absolut nicht korrekt, auch wenn sie überfordert ist, das geht gar nicht. Sprich sie auf alle Fälle darauf an, mich wundert es, dass Du nicht eingegriffen hast. Ich würde mir das nicht lange anschauen, wenn körperliche Gewalt im Spiel ist.
Du klingst irgendwie nicht gerade so richtig glücklich, kann es sein dass Du unbewusst auch einen Grund suchst um auf Distanz zu gehen?
w (45)
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Rede mit Ihr wenn die Kinder nicht dabei sind !!
Oder !!
Lerne du mit dem Jungen !
viel Glück (m,41)
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Die Beziehung ist "korrekt" heißt im Klartext was genau?
Auch wenn die Mutter überfordert ist - das geht absolut nicht. Und es wird bestimmt nicht das erste mal sein - siehe seine Reaktion - er kennt das bestimmt. Ich bin für gewaltfreie Erziehung, weiß durch eigene Kinder, daß es in dringendem Fall eine Ausnahmesituation geben kann, die einem selbst schmerzt - aber so wie Du es schilderst sollte es niemals sein.
Rede unbedingt mit ihr allein drüber und mache ihr klar, was sie ihrem Kind damit antut.
Außerdem würde ich in dem Kontext ernsthaft über Eure Beziehung nachdenken.
M
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dass die Frau mit dem Kind überfordert ist und sicher selbst Hilfe benötigt ist mir klar; aber ich hätte nach dieser Szene (1/2 Stunde auf den Kopf hauen) die Beziehung innerlich fast schon beendet, da ich Gewalt gegenüber Kindern in dieser Forum niemals akzeptiern könnte. m 43
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Ein schlagender Partner würde für mich nie in Frage kommen. Wer sich gegenüber seiner Kinder nicht unter Kontrolle hat, wer weiß wozu der fähig ist. Charakterlisch unterirdisch und was soll das wohl bringen ausser mehr Frust und ANgst. Ehrlich gesagt finde ich es bei solch einer respektlosen Behandlung gegenüber des Kindes kein EWunder das er nix machen will in der Schule.
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Sie erklärt einen ihrer beiden Söhne zu ihrem "Lieblingssohn"?
So etwas finde ich absolut schrecklich - wie mag der andere sich fühlen bei dem Gedanken "Meinen Bruder mag Mama lieber"??
Du wolltest gerne Meinungen von Eltern hören.
Ich habe selber keine Kinder, aber antworte dir trotzdem mal, weil ich auch ein Kind war, das von der Mutter geschlagen wurde, wenn ich nicht zu hundert Prozent "funktionierte".
Uns Kindern gegenüber hat sie ihren Willen regelmäßig mit physischer Gewalt durchgesetzt.
Bei ihrem Mann konnte sie das natürlich nicht, aber es gibt ja alternativ psychische Gewalt...
Sie ist eine Weltmeisterin der emotionalen Erpressung, wenn es darum geht ihrer Umwelt ihre Wünsche aufzuzwingen.
Wenn etwas ihr nicht in den Kram paßt, dann wird sie aggressiv, ausfallend, verletzend.
Als sie meinen Vater kennen lernten und am Anfang der Ehe war sie natürlich nicht so.
Sonst hätte es meinen Bruder und mich wohl kaum gegeben, da hätte mein Vater längst das Weite gesucht.
Als ich so ca. 12 oder 13 Jahre alt war wollte mein Vater sich aus eben diesen Gründen trennen.
Ihre Reaktion darauf: "Wenn du meinst, dann kannst du dir ja schon mal ausrechen, was dich der Unterhalt für die Kinder und mich kosten wird."
Mein Vater blieb, er war schon immer sehr bequem. Leider.
Wäre es nach mir gegangen, ich wäre mit ihm gegangen.
So wie du die Situation beschreibst, wie der Junge reagiert, so war das wohl keine Ausnahme.
Ihre Kinder tun mir unendlich leid.
Ich weiß wie es ist, wenn man statt Liebe Hiebe bekommt.
Man ist der Situation so verdammt hilflos ausgesetzt, man hat doch nur dieses eine Zuhause.
FS, ich denke wer wie du es nennst so eine "Kaltschnäuzigkeit und Gefühllosigkeit" seinem eigenen Kind gegenüber zeigt, der wird beim Partner noch weniger Skrupel haben sich entsprechend zu verhalten.
Ich persönlich verabscheue diese Einstellung anderen Menschen gegenüber "wenn du nicht nach meinem Willen funktionierst, dann such ich eben nach Wegen, wie ich dich mit Gewalt dazu bringen kann." (wie gesagt, es gibt auch psychische Gewalt)
Ist halt eine Einstellungssache, wie man mit seinen Mitmenschen umgeht.
Lerne ihren Charakter unbedingt lange und gut genug kennen, bevor du dich ernsthaft bindest.
w (42)
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Was der FS unter "korrekt" versteht, weiss nur der Himmel - hört sich jedenfalls nicht übermässig gut an
Es ist natürlich nicht gut, dass die Mutter den Jungen schlägt, dass einem mal kurz die "Gäule" durch gehen, kann ich verstehen, aber der FS schreibt von einer halben Stunde? Schade, dass Du Dich nicht eingemischt hast in das Geschehen. Mir scheint die Frau unglaublich überfordert und verzweifelt zu sein, anders kann ich mir ihr Verhalten nicht vorstellen.
FS, Du solltest dringend mit Ihr über diesen Vorfall sprechen - vllt. ergibt sich ja die Möglichkeit, dass Du mit dem Jungen Hausaufgaben machst - sie scheint mir nicht sonderlich geduldig in dieser Hinsicht zu sein.
w
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Das hört sich schaurig an. Dass Du ihre Autorität gegenüber dem Jungen nicht untergraben wolltest, ist im PRINZIP gut. Das wäre vielleicht ok gewesen, wenn sie ihm im Affekt ein oder zwei Ohrfeigen gegeben hätte.
Aber das, was Du schilderst, ist ja eine massive Gewalteskalaltion und - wie # 7 schon sagte - es war bestimmt nicht das erste Mal, dass die Mutter so aus der Fassung geraten ist. Ein normaler 7-Klässler würde sich ansonsten wehren - hätte seiner Mutter die Hand festgehalten, hätte versucht, zurückzuschlagen, hätte die Hände über den Kopf gehalten um sich zu schützen, wäre weggerannt, hätte gesagt: "Mama, bist Du verrückt geworden?! Hör auf!" Ein normaler Junge, der keine körperliche Gewalt gewöhnt ist, hätte eines dieser Dinge oder alle zusammen getan.
Dass Du nicht eingegriffen hast, wundert mich und grenzt eigentlich schon an unterlassene Hilfeleistung. Ich hätte wahrscheinlich nach dem Beobachten einer solchen Szene die Beziehung beendet und im Prinzip wäre das auch ein Fall fürs Jugendamt. Ob die Sache aber dann wirklich besser würde, weiß man natürlich nicht. Wer eine geschlagene halbe Stunde immer wieder Schläge verteilt, ist in meinen Augen entweder vorübergehend unzurechnungsfähig und mit der Erziehung völlig überfordert oder sie hat - auch bei ruhigem Blut und klarem Verstand - eben eine solch rigide Erziehungsansicht, die körperliche Gewalt als legitimes Mittel der Erziehung ansieht. Das wiederum ist genauso schlimm und sie setzt sich damit in Widerspruch zur geltenden Rechtsordnung, die Gewalt als Erziehungsmittel rundherum ablehnt und unter Strafe stellt.
Rede mit Deiner Freundin und sag ihr, dass Du zum einen extrem schockiert bist, zum anderen dass sie sich strafbar gemacht hat! Vielleicht rüttelt sie das wenigstens wach - zu sehen, dass sie vor Gericht bestraft werden würde. Auch, wenn ich Dich damit nicht ermutigen will, sie anzuzeigen oder den Jungen dazu ermuntern würde.
Selbst, wenn Deine Freundin ihre Kaltschnäuzigkeit und Gefühllosigkeit, die sie dem Jungen gegenüber an den Tag gelegt hat, nicht in Eure Beziehung einbringen würde, so wäre eine solche Beziehung für mich kaum mehr denkbar. Jemand, der so aus dem Ruder läuft, der wäre mir einfach unheimlich. Jemand, der das, was er getan hat, für ok hält, der wäre für mich als Partner nicht mehr denkbar. Es wäre etwas anderes wenn Deine Freundin nach dieser Sache heulend zusammen gebrochen wäre und sich zutiefst bestürzt gezeigt hätte über das, was sie ihrem Sohn da angetan hat und sich bei ihm tausend Mal entschuldigt hätte. Aber das war ja wohl nicht der Fall.
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Das Verhalten der Mutter ist das Hinterletzte! Wäre ich Zeuge, für mich wäre die Partnerschaft beendet. Es ist mir unverständlich, wie man seine eigenen Kinder so behandeln kann. Was soll dabei herauskommen? Noch mehr Frust und Wut und mit 18 wird er ausziehen. Berechtigterweise.
Sprich dringend mit der Frau, sag daß Du ihr Verhalten unter gar keinen Umständen tolerieren kannst und biete an, Dich mit dem Jungen zu beschäftigen. Dabei meine ich nicht, daß Du in erster Linie mit ihm lernen sollst (auch eine gute Idee), sondern ihn kennenzulernen um herauszufinden, wo die Ursache der schulischen Probleme liegen.
Eigentlich ist die Frau ein Fall für das Jugendamt.
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Schläge auf den Hinterkopf stellen eine Körperverletzung dar und sind zudem strafbar. Was scheinbar viele Eltern immer noch nicht wissen (wollen): Eine Erziehung mit körperlicher Bestrafung ist in Deutschland bereits verboten.
Zum einen ist es sehr traurig, dass die Dame einen "Lieblingssohn" benennt - eigentlich sollte man allen Kindern die gleiche Wertschätzung entgegenbringen - zum anderen ist es ein völlig inakzeptables Verhalten, dass sie ihrem Kind körperlich (und auch seelisch) wehtut. Wenn sie überfordert ist, so stünde es ihr frei, die Kinder bei deren Vater wohnen zu lassen - was allerdings auch einen Verzicht auf Unterhalt und Kindergeld bedeuten würde, und das ist natürlich Geld, mit dem man zwar keine großen Sprünge machen kann - sich aber durchaus einrichten kann!
Dass Deine Liebe bei so einem Verhalten abhanden kommt, ist nicht verwunderlich - denn genauso würde sie mit Kindern umgehen, die wir jetzt einfach mal fiktiv von Dir stammen lassen. Du hast Dich quasi "entliebt". Da das Mißhandeln von Kindern eine Straftat darstellt, bist Du sogar verpflichtet, die Kinder vor Schaden zu bewahren - Du musst also handeln.
An einer Null-Bock-Haltung sind nicht selten die Eltern mitbeteiligt - es kommt immer darauf an, wie man dem Kind begegnet ist in der Vergangenheit. Überhäuft man sein Kind nicht mit Forderungen, sondern interessiert sich mit ihm für den Unterrichtsstoff, so gibt eigentlich nie "Null-Bock".
Die Dame behandelt ihre Kinder absolut nicht richtig, schade, dass Kinder so eine Prägung erhalten :-(
Auch "Überforderung" ist keine Ausrede für körperliche Gewalt. Ich schließe mich der Meinung an, dass diese Frau ein Fall für das Jugendamt ist. Schläge auf den Hinterkopf können Gehirnzellen schädigen, wenn die Mutter DAS nicht weiss, dann ist sie in meinen Augen eine sehr dumme Frau!
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p.s.: Wenn man seinem Kind wirklich helfen möchte, so kann man z.B. Lernsoftware in Sachen Mathe kaufen, das ist nicht teuer, manchmal bieten die Discounter solche CDs sehr günstig an. Für meine Kinder habe ich dies damals gekauft, und sie durften an meinem PC Mathe üben - es hat funktioniert ohne Geschrei - und hat obendrein noch großen Spaß gemacht und ihr Interesse an Zahlen geweckt. Mein Ältester studiert heute Biomathematik, hätte ich nie für möglich gehalten!
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Sehe ich auch so und die Mutter sollte sich prof. Hilfe holen, in jeder Form. Ich habe noch nie mit meinem Kind Hausaufgaben gemacht. In der Grundschule mussten sie das auf Empfehlung der Lehrer selbständig lernen und auf dem Gym habe ich seit Jahren eine Nachhilfelehrerin, die sehr gut ist. So ersparen wir uns alle Stress und die Schulnoten, sind mit 2,1 absolut i.O. für 10. Klasse
w 47
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Das sehe ich genauso. Eigentlich sollte man seine Kinder alle gleich lieben. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass sehr viele Eltern wenn sie mehrere Kinder haben, eben doch eines ein bißchen lieber haben. Darüber zu sprechen, wäre aber ein Tabubruch. WENN man tatsächlich ein Kind lieber hat, sollte man meines Erachtens mit niemandem darüber reden. Vor allem die Kinder sollten nie erfahren, ob sie das mehr oder weniger geliebte Kind sind.
Das habe ich mir auch gedacht. Aber selbst, wenn es sich "nur" um fremde Kinder handelt, so muss sich einem eigentlich der Magen umdrehen und die Gefühle über kurz oder lang für eine solche Person ersterben.
Das stimmt nicht. Das Mißhandeln des Kindes ist eine Straftat, diese muss der FS aber nicht anzeigen. Unter Strafe gestellt ist im StGB nur das Nichtanzeigen GEPLANTER Straftaten, begangene Straftaten muss man nicht anzeigen. Der Gesetzgeber wollte verhindern, dass eine Atmosphäre von Denunziantentum entsteht. Dies hat mal gute, mal negative Auswirkungen. Zudem ist Körperverletzung ein Delikt, dass nur der Geschädigte selbst zur Anzeige bringen kann. Wenn Du mir z.B. eine Ohrfeige geben würdest und mich kümmert das nicht, kann nicht eine dritte Person dafür sorgen, dass Du bestraft wirst. Im Falle von Körperverletzung gegen Kinder (durch einen Dritten) wären es natürlich in der Regel die Eltern, die die Körperverletzung im Namen des Kindes zur Anzeige bringen. Dieser Mechanismus versagt natürlich wenn die Eltern selbst die Täter sind.
Ein bekannter Psychologer sagt dazu: "Zur Erziehung hat man ca. 10-12 Jahre Zeit. Ist das Kind in der Pubertät, so ist erzieherisch kaum mehr was zu machen. Jetzt wird die Ernte eingebracht."
Das Problem ist nur, dass ich mir vorkäme wie ein Denunziant wenn ich dem Jugendamt den Vorfall melden würde. Die Mutter ist zweifelsohne überfordert. Nicht zuletzt solche "Erziehungsmethoden" führen zu jugendlicher Delinquenz wie die berühmten U-Bahn-Totschläger.
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Lieber Fragesteller,
ich verstehe, dass Du nicht eingeschritten bist, aber das, was Deine Partnerin macht ist Kindesmisshandlung und nicht zu tollerieren.
Gerade Jungen in dem Alter haben keine Lust auf Schule, die Lust des Sohnes Deiner Partnerin wrd sicherlich nicht dadurch gesteigert, dass sie ihn schlägt. Diese Phase ist gerade oft bei Jungen zu verzeichnen, sie haben eben anderes im Kopf, Mädchen in dem Alter sind in der Schule wesentlich eifriger und selbstständiger, was Hausaufgaben und Lernen betrifft. Man muss die Jungs ein Stück weit lassen, ihnen aber die Bedetung einer ordentlichen schulischen Ausbildung klarmachen. Bei den Hausaufgaben sollte man sie betreuen und unterstützen, aber nicht vorwurfsvoll agieren.
Mein Sohn war sowas von faul und uninteressiert an der Schule, dass kann man sich nicht vorstellen. Im Gegensatz zu den schulischen Leistungen seiner Schwestern einfach unterirdisch. Druch hätte da nicht geholfen. Ab der 11. Klasse hat sich dies schlagartig geändert. Er hatte einen Bereich gefunden, der ihn interessiert und auf einmal die Notwendigkeit von guten schulischen Leistungen gesehen. Von diesem Tag an gings steil bergauf. Er hat dann ein ordentliches Abitur gemacht (1,5), sein Studium erfolgreich und überdurchschnittlich schnell abgeschlossen!
Manchma muss man Kinder auch mal lassen, damit sie sich entwickeln können. Schläge führen eher zu Schäden an der kindlichen Seele. Besonders beänstigend finde ich, dass er nicht weggegangen ist und es über sich hat ergehen lassen. Dies lässt den Rückschluss zu, dass er es gewohnt ist.
Du solltest Deine Partnerin damit konfrontieren, so darf sie ihr Kind nicht behandeln. Sie sollte sich darüber bewusst sein, dass ihr Verhalten strafrechtlich relevant ist.
Im Übrigen spricht es nicht für Deine Partnerin als Mensch, dass sie zu solch einem Verhalten fähig ist und nicht einmal Hemmungen hat, wenn Du dabei bist ihren Sohn zu schlagen. Scheint sie ja nicht schlimm zu finden. So ein kaltherziger Mensch würde für mich nicht in Betracht kommen.
Selbst, wenn Deine Partnerin mit ihrer Situation überfordert ist, dann mag das sein, aber dieses roblem muss sie für sich lösen und das wird sie nicht durch Gewaltausbrüche in irgendeiner Form.
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Ich sags mal so, mal eine Kopfnuß, darum betteln die ja mitunter regelrecht.
Aber beim Hausaufgaben machen so auszuticken....das halte ich für ein Zeichen kompletter Überforderung und das mit Sicherheit nicht nur mit dem Jungen!
Ich will hier keine Rezepte zum Besten geben, weil ich habe auch so meine Malaissen mit meinem Sohn.
Was hälst du davon, sie vielleicht zu unterstützen? Manchmal hat man als Aussenstehender ganz andere Ideen, die vielleicht echt helfen!
Und rede mit ihr, weshalb das so ist, vielleicht braucht sie deine Hilfe.
Was sie nicht braucht ist ein Urteil von dir!
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"Zudem ist Körperverletzung ein Delikt, dass nur der Geschädigte selbst zur Anzeige bringen kann. Wenn Du mir z.B. eine Ohrfeige geben würdest und mich kümmert das nicht, kann nicht eine dritte Person dafür sorgen, dass Du bestraft wirst. Im Falle von Körperverletzung gegen Kinder (durch einen Dritten) wären es natürlich in der Regel die Eltern, die die Körperverletzung im Namen des Kindes zur Anzeige bringen. Dieser Mechanismus versagt natürlich wenn die Eltern selbst die Täter sind."
Liebe 18,
Deine rechtlichen Ausführungen sind nicht zutreffend. Ich werde davon absehen hier rechtliche Ausführungen zu machen. Ich finde einfach, dass jemand, der offensichtlich keine juristische Ausbildung genossen hat, von rechtlichen Äußerungen Abstand nehmen sollte, denn mit derartigen Aussagen hilfst Du niemandem!
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Ich finde deine Zweifel berechtigt. Ich habe als Kind auch 2-3 Ohrfeigen gefangen wenn ich es total übertrieben habe- aber da musste ich meine Mutter -extrem- reizen. So kontrolliert zuzuschlagen wie es deine Partnerin gemacht hat ist etwas ganz anderes. Ich könnte nach so einem Vorfall keine Beziehung mehr mit diesem Menschen führen. Wenn so eine Kleinigkeit reicht um so oft zuzuschlagen dann will man sich nicht vorstellen wie oft sie das schon gemacht hat und was passiert wenn mal wirklich Feuer am Dach ist. Jemand hat geschrieben, dass sich ein Kind, dass das nicht gewöhnt ist sich irgendwie wehren würde- dem kann ich nur zustimmen. Du kannst davon ausgehen, dass das weder das erste noch das letzte mal war. Kein Wunder, dass der Junge Probleme in der Schule hat. Ich könnte auch keine Aufgaben lösen wenn ich ständig Schläge bekomme wenn etwas nicht gleich funktioniert, das kann nur bergab gehen.
Ist für mich ganz klar ein Fall für das Jugendamt.
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@ 20
Ich habe eine juristische Ausbildung. Das, was ich geschrieben habe, entspricht meinen Kenntnissen. Wenn Du mich korrigieren möchtest, dann kannst Du das aber gerne tun. Vielleicht meldet sich ja auch noch Volljurist zu Wort, der sich bisher immer als sehr gebildeter und erfahrener Jurist erwiesen hat.
Meines Wissens ist Körperverletzung ein Delikt, bei dem die Staatsanwaltschaft nur ermittelt, wenn der Geschädigte einen Strafantrag stellt, es sei denn - und dies hatte ich hier der Einfachheit halber nicht geschrieben - es besteht ein öffentliches Interesse an Strafverfolgung, wofür ich hier aber keinen Anlass sehe. Du schon?
In der juristischen Praxis habe ich noch keinen Fall erlebt, in denen ein Dritter für einen anderen Strafantrag diesbzgl. gestellt hätte. Da der FS keine Garantenpflicht ggü. dem Kind innehat, konnte er sich auch nicht durch Unterlassen (z.b. Körperverletzung durch Unterlassen) strafbar machen. Allenfalls unterlassene Hilfeleistung kommt hier in Betracht.
Aber jetzt mal vom juristischen ab und hin zum moralischen: Lieber FS, Du hättest - zumindest nach einigen Minuten - unbedingt Deiner Freundin die Hand festhalten und ihr scharf sagen sollen: "Es reicht jetzt, jetzt hörst du auf!" Autorität untergraben hin oder her. Autorität in Form von Schlägen aufbauen zu wollen, ist ohnehin recht zweifelhaft.
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@20 Doch, sehe ich schon - da es sich bei Kindern um Schutzbefohlene handelt - denn sonst bräuchte man ja auch kein Jugendamt mehr. Kinder unterliegen einem besonderen Schutz - von daher besteht öffentliches Interesse. Wer sich selber als Erwachsener Schläge gefallen läßt und dies nicht anzeigt, der kann dies so handhaben wie er möchte - bei Kindern jedoch liegt die Sachlage (zum Glück!) anders - und Schläge stellen hier eine Straftat dar, da die körperliche Züchtigung von Kindern seit einigen Jahren verboten ist...
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Ja, diese Frage würde ich mir auch stellen. Es kann sein, dass sie wirklich so eiskalt ist, es kann aber auch sein, dass sie nur völlig überfordert und hilflos war. An letzterem kann man arbeiten und ihr helfen.
Ich habe es auch schon in einer Beziehung erlebt, dass ich schon zu Beginn erstaunt darüber war, wie hart und kalt mein Partner mit anderen Menschen umging. Zu mir war er anders - sehr lieb, aufmerksam und bemüht. Leider wurde er, als er sich meiner sicher war (Ehe), mir gegenüber auch immer härter, kälter und kompromissloser. Daran ist die Ehe letztendlich gescheitert. Ich hätte es wissen können...
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Lieber FS, Deine Erschütterung über den Vorfall kann ich nachvollziehen. Auch, dass Du in dem Moment des Gewaltausbruches Deiner Partnerin nicht eingegriffen hast. Konfrontiere Deine Partnerin mit Deiner Erschütterung. Es gibt viele andere Möglichkeiten derartige Konflikte zu lösen, statt mit Gewalt, auch wenn hier wieder geschrieben wird, ein paar Ohrfeigen haben noch niemandem geschadet. Da der Sohn ihr Lieblingssohn ist, gehe ich davon aus, dass der andere Sohn keine Probleme bereitet. Ich würde Deiner Partnerin ganz klar sagen, dass sowas nie wieder vorkommen darf und sie sich Hilfe holen soll. Oft bemerken diese Eltern, die so ausrasten, gar nicht, was sie mit ihren Ausbrüchen verursachen. Überforderung ist oft ein Grund, oder aber auch Wut, dass der Liebling nicht so funktioniert, wie der weniger Geliebte. Deine Partnerin hat ganz offensichtlich ein großes Problem. Ich kann verstehen, dass die von Dir empfundene Liebe weniger wurde, würde mir genauso gehen. Wenn Du es retten willst, hilf ihr sich vernünftig beraten zu lassen.
w/44
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Sehr schade das sich der FS hier nicht mehr zu Wort meldet und sich positioniert. Bei solchen häuslichen Situationen für Kinder wird es einem schaurig und der Partner guckt zu ohne zu helfen. Kindesmisshandlung und alle gucken weg.
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