1. Frage:
    Gefragt am: 16.03.2010, 21:01 von Gast
    Hat die Urgroßmutter recht?
    Meine Mutter hat mir als junges Mädchen folgende Geschichte erzählt. Als meine Mutter ein Teenager war hat ihre Omi ihr folgenden Rat gegeben: "Mädel, wenn Du einmal einen jungen Mann triffst und Du glaubst, dass Du ihn heiraten willst, so geh zu ihm nach Hause und besuche mit ihm sein Elternhaus. Beobachte wie er mit seiner Mutter umgeht. So wie der junge Mann mit seiner Mutter umgeht, so wird er nach 10 Ehejahren mit Dir umgehen. Gefällt Dir wie er mit seiner Mutter umgeht, so heirate ihn, gefällt es Dir nicht, so suche einen anderen." Ich kann diese Lebenserfahrung nur bestätigen. Wie ist eure Erfahrung?
    Antworten:
  2. #1 Gast
    16.03.2010 21:17
    Da fehlt mir die Dimension der Selbstreflektion. Kann er sich reflektieren und Schlüsse daraus ziehen, dann würde ich diese Regel nicht unterschreiben. Kann ers nicht und lebt sehr unbewusst, dann denke ich, dass es so kommen müsste wies die Uromiregel besagt ;)

  3. #2
    16.03.2010 21:17
    Liebe Fragenstellerin,

    ich denke, dass diese Binsenweisheit auf mich überhaupt nicht zutrifft, und zwar aus folgenden Gründen:
    => Ich will als Partnerin keine Mutter, sondern eine kesse Lady in Augenhöhe
    => Ich bin Einzelkind und meine Mutter hat versucht, mich in einem goldenen Käfig zu halten, aus dem ich dann mit 19 ausgebrochen bin - nachdem sie sich geweigert hat, mich bevormunden zu wollen. Insofern ist mein Verhältnis mit meiner Mutter dadurch überschattet, denn ich lasse mir nicht die Freiheit wegnehmen. Das heißt jetzt nicht, dass ich dauern andere Mädels treffe, es geht eher prinzipiell um den Aspekt der Bevormundung. Sowas kann ich bei einer Partnerin nicht haben und weil ich so eine erst nicht an mich ranließe, denke ich nicht, dass die Weisheit auf mich zutrifft.
    => Ich halte von Großmutterweisheiten generell nichts, weil diese auf traditionellen gesellschaftlichen Wertvorstellungen beruhen, welche so in der Form meiner Meinung nach nicht mehr auf eine moderne Partnerschaft übertragbar sind - oder suchst Du jemanden, der eher die klassische Rollenverteilung anstrebt und Du willst Hausfrau, Funkerin, Verkäuferin, Waschfrau, Telefonistin oder sowas werden?

    Jetzt musst Du mich nur noch heiraten wollen und ich lade Dich zu meiner Mama zum Essen ein - dann kannst Du selbst sehen ;-) Mfg Niko m(25) 7E22AC77

  4. #3 Gast
    16.03.2010 21:20
    Ich kann dem nur beipflichten und folgendes ergänzen, was mein Vater zu mir gesagt ..."Bueb, wenn Du einmal eine Frau triffst und Du glaubst, dass Du sie heiraten willst, so geh zu ihr nach Hause und besuche mit ihr ihr Elternhaus. Beobachte wie ihre Mutter aussieht, so wie sie aussieht, so wird sie nach Jahren auch einmal aussehen. Gefällt Dir ihre Mutter, so heirate sie, gefällt sie Dir nicht, so suche eine andere."
    Ich kann diesen Rat nur bestätigen.
    Wie ist eure Erfahrung?
    7E21FE00 m

  5. #4 Gast
    16.03.2010 21:42
    Liebe Fragestellerin,
    ich denke, Deine Uroma hat damit gemeint, dass man hier gut sehen kann, welche Wertschätzung und welche Achtung und welchen Respekt der Mann (im umgekehrten Fall gilt das natürlich auch für die Frauen) den Menschen in der nahen Umgebung entgegenbringen kann.
    Kann er danke und bitte sagen? Oder ist für ihn alles selbstverständlich?
    Tatsache ist ja, dass wir mit den Menschen, die uns nahe stehen (wenn dir rosarote Phase vorbei ist) oft am rüpelhaftesten umgehen.
    Wenn man verliebt ist, ist eh alles toll, man bemüht sich, aber wie ist das Verhalten dann wenn der Alltag da ist. Fordernd und geringschätzend? oder achtsam und rücksichtsvoll?
    Ich glaube, in der Weisheit Deiner Uroma steckt viel Wahrheit.
    w,42

  6. #5
    16.03.2010 21:43
    Diese Erfahrung kann ich nicht bestätigen, und immerhin habe ich 30 Ehejahre hinter mir!
    Nein, das Verhältnis zur Mutter meines Ex- Mannes war eher von Desinteresse geprägt, zu mir war er jedoch über 20 Jahre lang sehr aufmerksam und liebevoll.

    Dabei bin ich bei anderen Lebensweisheiten unserer Mütter und Großmütter gar nicht mal abgeneigt, sie in Ehren zu halten. Ein Körnchen Wahrheit liegt tatsächlich sehr oft darin.

    Ich kenne eine ähnliche Lebensweisheit, an heiratswillige, junge Männer gerichtet:

    "Lernst du ein Mädchen kennen, schau dir die Mutter an! So wie sie aussieht, wird auch deine Liebste einmal aussehen."

    Da ist wohl eher etwas daran! Auch wenn ich mich selbst heute vor den Spiegel stelle, sehe ich vieles von meiner Mutter an mir.

  7. #6 Gast
    16.03.2010 21:54
    Ich denke die Uroma hat Recht. Wenn ein Mann mit seiner eigenen Familie schlecht umgeht, wird er das auch später mit der Frau machen. Außerdem hat er dann keine Erziehung genossen.

  8. #7 Gast
    16.03.2010 22:04
    Muss 3 zustimmen. Meine Mutter hat mir auch immer gesagt, sieh dir den Vater des Mannes an und du wirst sehen, wie in nen paar Jahren sein wird. Der Apfel fällt halt meist nicht weit vom Stamm. Allerdings gibt es auch die berühmten Ausnahmen.

  9. #8 Gast
    16.03.2010 22:10
    Das hat schon was... Mir ist schon auch wichtig, dass meine Partnerin ein gutes Verhältnis zu ihren Eltern und Geschwistern hat. Sagt doch auch etwas über Werte, Kommunikationsfähigkeiten, Konfliktlösung, Vorbild, Erziehung, etc. aus. Mein Verhältniss zu meinen Eltern und Geschwistertn ist Top - dies macht es auch einer Partnerin sehr einfach sich wohl und willkommen zu fühlen. m, 41

  10. #9 Gast
    16.03.2010 22:27
    @3 Kann ich gar nicht bestätigen. Meine Frau sieht nach 17 Jahren Ehe noch top auf. Ihre Mutter hat mir damals schon nicht gefallen, weder äußerlich noch ihr Wesen. Aber meine Frau würd ich jederzeit wieder heiraten.

  11. #10 Gast
    16.03.2010 22:41
    Ja, Deine Oma hat Recht. ;)

    w/31

  12. 16.03.2010 22:51
    An den Fragesteller:

    Deine Urgroßmutter war eine sehr weise Frau.

    Ich persönlich würde aber kleine Zusätze anmerken (wie z.B. mehrmals) oder manches etwas doppeldeutiger umschreiben (wie z.B. "Beobachte wie er mit seiner Mutter umgeht, aber beobachte nicht." oder so ähnlich), aber grundsätzlich passt das gut. Sehr gut.

    Beste Grüße,
    R. (34,m)

  13. #12 Gast
    17.03.2010 07:46
    Früher lebten die Menschen zuhause.
    Es sind verschiedene Typen von Menschen zusammengekommen. Was ist mit den schwarzen Schafen? Die, die nicht geliebt wurden, die sind nicht sehr nett.

    Heute werden Die Menschen in Ganztagseinrichtungen, Uni und Beruf geprägt, und so leben sie dann auch weiter.
    Alle Frauen werden sich ändern, weil sie ja berustätig sein müssen, und nicht wie früher nur von der Familie gelebt haben. Alle jungen Männer sind schon anders als ihre Väter, die noch schwer arbeiteten.

  14. #13 Gast
    17.03.2010 07:50
    Mein Mann hat immer lachend zu mir gesagt: Oh, hätte ich Deine Mutter und Dein Tantchen zuvor gesehen, wäre aus uns kein Pärchen geworden. Beide Frauen waren kugelrund. Das hat zumindest mich dazu veranlasst, einigermaßen schlank und beweglich zu bleiben. Und wie beide wollte ich auch nie aussehen - so muttchen- oder omahaft. Also auf Frisur, Haut, Zähne, Figur und schicke Kleidung wird bei mir total geachtet. Die heute End-Fünfzigerinnen sehen nicht mehr so aus wie vor Jahren die Frauen, und wir sehen auch nicht mehr so aus wie wir als Konfirmantinnen ausgesehen haben. Ich denke nur an Spaghetti-Locken und erste Absatzschuhe - zum Piepen. Die Mütter meiner männlichen Bekannten habe ich nie kennengelernt, mich interessiert jedoch, wie sie über ihre Verflossenen reden und ob sie an ihren Kindern hängen. Das sagt auch viel übers Charakterbild. Wenn ein Mann vier Kinder hat, sollte die Liebe zwischen ihm und seiner Ex ja stark gewesen sein. 7E1FB12A

  15. #14 Gast
    17.03.2010 08:55
    Im Prinzip ist da schon etwas dran. Nicht nur im Familienverband, auch im Umgang mit anderen Menschen erkennt man einfach gewisse Wesenszüge.
    Mein Ex war sowohl zu seinen Eltern als auch zu seiner Großmutter zwar eher wenig geduldig und manchmal herabwürdigend. Er kommt aus sehr einfachen Verhältnissen und hat als einziger in der Familie studiert und Karriere gemacht. Da ich seine Eltern sowieso nicht sonderlich mochte, hatte ich damals nicht so sehr darauf geachtet. Bei mir in der Familie wurde Wertschätzung und Toleranz immer sehr groß geschrieben. Daher hatte ich, bald mehr Kontakt zu meinen Schwiegereltern als mein Mann.
    In der Ehe stellte sich dann bald heraus, dass mein Mann auch mir und meiner Familie gegenüber sehr distanziert und herabwürdigend war. Das war dann auch letztendlich der Grund für meine Trennung.
    Wenn ich wieder einen Partner finden sollte, werde ich darauf achten, wie er von seiner Mutter spricht und wie er sie behandelt.
    Ich hatte auch mal ein Date, der ständig über seine Angestellte geschimpft hat - war für mich auch ein Grund zur Absage.

  16. #15 Gast
    17.03.2010 09:32
    Ich sag mal so, man kann eine gewisse Grundtendenz und ein paar Charakterzüge ablesen, aber das bleibt nicht auf die Mutter beschränkt, sondern gilt für alle im sozialen Umfeld. Vorallem der Umgang mit vermeintlich schwächeren und unterlegenen ist da immer recht aufschlussreich. Beschränkt auf die Mutter wäre das höchstens ein Ödipusskomplex.

  17. #16 Gast
    17.03.2010 12:44
    Die Urgroßmutter hat recht. Die sache hat nur einen Hacken. Da das Durchschnittsalter der Suchenden hier so hoch ist, ist die Mutter meist schon gestorben.

    Ein Zyniker ist ein enttäuschter Romantiker!


    Euer Dr. Sexo Polulus

  18. #17 Gast
    19.03.2010 12:34
    Liebe FS,
    genau diesen Satz hörte ich vor kurzem und machte mir deshalb so meine Gedanken darüber.
    Unabhängig davon, dass sich ja die Zeiten, in denen unsere Großmütter und Mütter lebten, grundlegend verändert haben, so bin ich mir sicher, dass man in diesem Punkt Vergleiche ziehen kann. Und zwar, der Respekt und liebervoller und vertrauter Umgang mit der eigenen Mutter (bitte nicht mit einem Muttersöhnchen verwechseln!) sagen viel über die Erziehung, Charakter und Sensibilität eines Mannes. Genau diese Eigenschaften beobachte ich bei meinem neuen Freund und finde es sehr gut!

  19. #18 Gast
    20.03.2010 13:40
    Diesen Rat von der Oma kann man nur bekräftigen.Ich hab es so erlebt.
    Männer sind, wie sie sind und sind auch zu dir nicht anders. Höchstens am Anfang, wenn sie noch Feuer und Flamme sind. Aber das geht leider meist sehr schnell vorüber. Auch wenn die Frau das noch lange nicht merkt. Und auch, wenn der Mann dann, wenn sie es gemerkt hat und die Scheidung will, so tut, als ob alles beim alten wär.

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