1. Frage:
    Gefragt am: 13.01.2011, 00:29 von Gast
    Ich liebe meine Ex noch immer, ich weiß nicht mehr, was ich tun soll?
    Hallo, ich weiß keinen Rat mehr. Ich vermisse meine Ex nach 1 Jahr Trennung immernoch. Hab nach der Trennung echt viel für mich getan hatte Spaß, andere Frauen, viel Urlaub, Zeit für Hobbys hatte mich auch kurz verliebt aber ich kann sie einfach nicht vergessen. Wir haben zusammen ein Kind, daher sehen wir uns auch noch jede Woche. Sie hat inzwischen auch son Typen, naja... Manchmal kann ich das vergessen, wenn ich arbeiten bin etc. aber wenn ich manchmal abends allein in meiner Wohung bin trauer ich immernoch höre leise Klaviermusik und heule einfach nur los und dann denke ich immer an die langen Jahre, was wie erlebt haben und dieses Vertrauen zueinander war. Was soll ich den noch machen, kein Freund kann mir da raus helfen, muss ich zum Psychologen? Ich habe auch oft genug versucht den Kontakt zu verengen aber das klappt mit meinem Sohn nicht so recht, den ich natürlich nicht enttäuschen will.
    Antworten:
  2. #1 Gast
    13.01.2011 09:21
    Versuche nicht, die Sache über Deinen Sohn zu regeln. Sprich mit Ihr, offen und erwachsen. Sag ihr, d. Du sie liebst. Anders geht es nicht - sie hat die Möglichkeit zu reagieren und Du weißt endlich was Sache ist.

    Aber wahrscheinlich habt ihr schon zigmal gesprochen?! wie alt ist denn Dein Sohn und wie lange ward ihr zusammen?

  3. #2 Gast
    13.01.2011 09:39
    das geht mir (w36) auch noch so mit meinem Ex. Vielleicht hilft da nur abwarten, und auf die Zeit hoffen....im Gegenzug scheint er mich kein bißchen zu vermissen. Wenn wenigstens mal ein Wort des Bedauerns käme....

  4. #3 Gast
    13.01.2011 09:41
    warum ging es denn überhaupt auseinander,wenn alles so vertrauensvoll war ??
    wie lange seid ihr zusammengewesen ??

  5. #4 Gast
    13.01.2011 10:45
    Ja, diese schwarzen Löcher holen mich auch immer wieder ein, obwohl ich nun schon seit eineinhalb Jahren getrennt bin. Dieses Zulassen von Trauer gehört aber eben auch dazu - es wäre ja eigentlich schrecklich, wenn man viele Jahre einer Beziehung und damit auch seines Lebens einfach so hinter sich lassen würde.

    Du schreibst nicht, wer sich getrennt hat. Ja klar, Kinder sind immer wieder ein Anlass für Kontakte und reißen alte Wunden wieder auf. Meine Erfahrung ist: es hilft eiserner Abstand in allen anderen Fragen. Wenn du wirklich noch wieder eine Beziehung mit ihr willst, dann musst du mit ihr reden. Aber überlege dir das gut, und zwar für dich. Es wird ja viele Gründe gegeben haben für eine Trennung. Hast du wirklich für dich deine Schlussfolgerungen gezogen? Hast du angefangen, zu lernen, mit dir allein glücklich zu sein? Woraus ergibt sich deine Sehnsucht nach deiner alten Beziehung?

    Vielleicht hilft dir da wirklich ein therapeutischer Gesprächspartner, wenn du nicht mit Freunden drüber reden kannst. Überlege dir aber vorher, warum du eigentlich keine Hilfe von Freunden bekommst? Weil sie dir Dinge sagen, die du nicht hören willst? Das passiert aber auch in einer guten Therapie. Du wirst anders auf dich und die Entwicklungen schauen.

    w, 56

  6. #5 Gast
    13.01.2011 14:19
    Hallo! Ich denke, dass Du erst dann von Deiner Ex-Frau wirklich loskommst, wenn Du jemanden gefunden hast, in den Du Dich von Grund auf neu verliebst. Das kannst Du aber erst, wenn in dir alles wieder auf "GO" steht. Derzeit steht alles noch auf "STOP" Wahrscheinlich bist Du über die Trennung noch überhaupt nicht hinweg und gar nicht offen für einen neuen Menschen. Gut finde ich, dass Du versuchst, Dich abzulenken, aber ich denke, Du bist Dir immer noch genau diesem Umstand bewusst: Du lenkst nur ab, prägend ist dann doch im Hintergrund immer noch der Gedanke an Deine Ex-Frau. Und wahrscheinich denkst Du die ganze Zeit "Das muss doch klappen, das muss doch funktioniere...und mir ihr wäre das alles viel schöner!" Sie ist permanent in Deinem Kopf, egal, was Du tust. Wie so ein Stand-by-Modus.
    Ich glaube, Du solltest das vielleicht einfach mal akzeptieren, dass es noch so ist, wie es ist. Und nicht krampfhaft versuchen, irgendetwas zu finden, was Dich ablenkt oder den Schmerz wegnimmt. Wahrscheinlich dauert das bei Dir einfach noch etwas länger. Na und? Nimm´s hin, Du kannst doch eh nichts machen. Hast doch schon ganz viel versucht! Alles, von dem Du gemeint hast, es würde helfen, hat nicht wirklich geholfen -nur mal ein wenig betäubt, also bist Du da einfach auch noch nicht bereit zu.
    Mach mit Deinen Ablenkungsmanövern weiter (damit bekommt man nämlich prima die Zeit rum), treff Dich mit netten Freunden und nimm einfach hin, dass es ist, wie es ist. Je eher Du lernst, das zu akzeptieren, umso eher löst sich der Knoten in Deiner Seele.
    Und dann ist therapeutische Hilfe sicher nicht schlecht, wenn man sich dem stellen will, was die Leute einem da sagen. Du darfst nicht erwarten, dass Du da bedauert wirst, dass über Deinen Kopf gestreichelt wird und dass da irgendwie ein Geheimrezept verschrieben wird. Die Leute können ja nicht zaubern. Die werden Dir sagen, mach weiter, was Du bisher gemacht hast, das sind sehr gute Ansätze, suche einen guten und möglichst entspannten Kontakt zu Deiner Ex-Frau, schon wegen dem Kind und vor allem: akzeptiere Deinen Schmerz und den Umstand, dass Du da eben etwas länger brauchst. Das zeigt doch nur, dass Du ein Mensch bist, der sich sehr auf andere einstellt, sich in einer Partnerschaft gut fallen lassen kann und sehr verbindlich ist. Das ist eine gute Charaktereigenschaft, die Du Dir erhalten solltest! Dass das mit Deiner Ex nun leider nicht geklappt hat, ist superschade, aber doch nicht mehr zu ändern. Auch das nimm hin und mach weiter. Nur nicht mehr mit dem Anspruch an Dich selber, dass Du das nun unbedingt ganz bald geschafft haben musst! Wenn Du von der Erwartungshaltung an Dich selbst loslassen kannst,wirst Du merken, dass der Schmerz Dich auch loslässt - erst langsam und dann geht das immer besser! Und dann kannst Du auch erst offen sein, für jemanden, für den dann Platz ist! Das kommt!!!!

  7. #6 Gast
    13.01.2011 15:49
    Danke an alle, muss das alles erstmal verarbeiten. Die hat mich schon wieder zum essen eingeladen (angeblich wegen dem kleinen damit der mal wiede rmit Papa essen kann), ich finde das schon etwas dreist irgendwie. Sie war ja schon sehr anders als ich letztens eine Frau kennengelernt habe, hab auch versucht sie mal links liegen zu lassen aber ich kanns einfach (noch)nicht. Und immer wenn es problem gibt ruft sie wieder an, immer nur wenn sie irgendwas will aber nie von sich selbst aus.

  8. #7 Gast
    13.01.2011 19:20
    Ja, laß einfach zu, dass Du noch in der Verarbeitungsphase bist, ich kenne das auch zu gut, bei mir hat es insgesamt 2 Jahre gedauert bis ich über eine langjährige Beziehung ganz hinweg war, so dass es mich nicht mehr geschmerzt hat. Die Zeit heilt alle Wunden, ist ein blöder Spruch, ich weiss, aber dieser Spruch ist wahr....wenn man sich genug Raum und Zeit gibt, schafft man es "fast alles" zu verarbeiten!

    Alles Gute für Dich!!!

  9. #8 Gast
    13.01.2011 22:47
    Wenn Dir wirklich daran gelegen ist, die Trennung von Deiner Ex zu verarbeiten, ist ein gemeinsames Essen mit dem Alibi "Kind" ein absolutes No-Go!! Du kannst doch mit dem Kind alleine zu McDoof gehen oder zum Italiener um die Ecke. Dann habt Ihr nen prima Männerabend!
    Sie versucht, Dich immer noch an sich zu binden. Vielleicht, weil sie derzeit alleine ist, vielleicht, weil sie weiß, dass sie nur mit dem Finger schmippen muss, und Du dackelst an... Das tut gut, vor allem, wenn man weiß, dass da quasi jemand auf Abruf bereit steht, und immer jemand bestätigt,wie sehr man noch geliebt wird. Ist ein mieses Spiel, wenn sie im Hintergrund nicht auch noch an ein Fortbestehen oder Weideraufnehmen der Ehe denkt.
    Sag das ab! Geht nicht. Beschränke den Kontakt ausschließlich auf Absprachen zum Kind und der Rest geht nicht. Wenn Du das immer wieder mitmachst, kommst Du nie von ihr los. Da kannst du Sport machen, soviel Du willst. Und dann hat auch eine eventuelle neue Freundin gar keine Chance, bei Dir anzukommen. Wenn Du Dich darauf einlässt, kommst Du nie aus der Nummer raus!
    (w 41)

  10. #9 Gast
    13.01.2011 23:11
    Normalerweise dauert die Trauerzeit für den Verlassenen nach einer ernsthaften Beziehung in etwa die Hälfte der Zeit, die man zusammen war. Also gib Dir Zeit und beschränke den Kontakt auf das nötigste, also die Bedürfnisse Deines Kindes. Sicher bist Du auch weiterhin ein besonderer Mensch in ihrem Leben, aber ihr schmeichelt Deine Verfügbarkeit wahrscheinlich nur, sie sollte auch von Dir frei werden.

  11. #10 Gast
    14.01.2011 01:29
    Alles ist vergänglich. Man kann vielem nachhängen, der Kindheit, der Jugend, der Ex, verlorenem Geld, verlorenem Ruhm, verlorenem Verstand oder geistiger Kraft, verlorener Schönheit. Aber es beißt die Maus keinen Faden ab: was weg ist, ist weg.

    Es kommt aber auch immer etwas neues auf einen zu, und auch wenn man oft das Gefühl hat, ein früheres Gipfelerlebnis nie wieder zu erreichen, so ist es doch so, dass man sich sehr gut daran gewöhnen kann, kleinere Gipfel zu erreichen. Es ist alles eine Frage der Bescheidenheit. Wer große Wünsche hat, erlebt auch große Enttäuschungen.

    Meine Lieblingsverarbeitung dieses Themas: der indische Lebenslauf aus Hermann Hesses Glasperlenspiel.

  12. #11 Gast
    14.01.2011 02:00
    Ich männlich (70) - ja da staunt ihr 70! - Ich schreibe aus zwei Gründen hier. Erstens, es ist mir in etwa das gleiche passiert wie dem FS. Nur wurde ich mit 62 Jahren Vater - zum ersten Mal übrigens. Als durch Bomben erfahrenes Kriegskind in Berlin, verbunden mit einer despotischen überstrengen Mutter, die mich zu oft geschlagen hat, war mir eines stets klar. Ich wollte nie Kinder! - Bis zu dem Zeitpunkt als ich mich in eine bildschöne um dreißig Jahre jüngere Frau mit Missbrauchsvergangenheit verliebte, ist meine Rechnung "niemals Kinder" auch aufgegangen. Nach fünf Monaten dieser rein sexuellen Beziehung, war die Begehrte (ungewollt?) von mir schwanger - trotz Pille. Dann begann für mich eine Psychohölle. Da ich zu allem Übel dem Missbrauchsvater auch noch vom Typ her ähnlich war, behandelte mich die Mutter wie der letzte Dreck und hat mich schließlich geradezu weg geekelt mit allen nur erdenkbaren Diskriminierungen. Obwohl sie eigentlich keinen Grund hatte, denn ich habe mich sehr eingesetzt für sie und meinem Kind. Wollte die Beziehung über die ganzen Jahren retten, damit meine Tochter ihren leiblichen Vater - nicht nur als Besuchspapa - erleben kann. Damit sie nicht das gleiche Schicksal erlebt wie ihr Vater, denn dieser hat seinen Vater nie kennen gelernt, den er - gerade in der Pubertät - sehr vermisste. Es war alles vergeblich! - Die Trennung von meiner Venusfalle ist nun über zwei Jahre her. Etwas Abstand habe ich endlich zu der Mutter meiner Tochter bekommen. Da ich den Kontakt zu meiner Tochter nicht abbrechen will, habe ich qualvolle Momente dahingehend, dass ich mit meiner Peinigerin immer wieder Kontakt haben muss. Inzwischen kann ich das auch einigermaßen bemeistern. Aber schon ein Telefonat mit der Mutter meiner Tochter bringt meinen Bluthochdruck zum kochen und lässt meine Hände erzittern! - Therapien helfen übrigens in meinem Fall sehr gering! -
    Eine neue Partnerin wäre vielleicht eine Entspannung und Entlastung. Die finde ich aber nicht mehr - einfach zu alt!
    ZWEITENS möchte ich hier gern den Äußerungen von #6 recht geben. Nur ist die Frage, ob eine Realisierung eines notwendigen Abstands möglich ist, unter diesen Bedingungen, wenn ein Kind vorhanden ist, was ein Anrecht auf beide Elternteile hat; trotzdem eine Neutralisierung der vergangenen misslichen Zeit zu erreichen. In meiner Situation unmöglich! - Man kann nur noch Philosoph werden! -
    Hierzu noch eine philosophische Anmerkung: Erkenntnis pur! - Die Mutter meiner Tochter wollte ebenfalls "niemals" Kinder - wohl auch deshalb, weil ihre Kindheitserlebnisse ihr Leben maßgeblich steuern. - Jedoch: Herr Friedrich Nietzsche in seinem "Zarathustra" hierzu: "Das einzige wahre Bestreben der Frau ist die Schwangerschaft!" -

    Es freute mich auch von anderen Teilnehmern ein paar Worte zu lesen!
    Danke! - Grüße an den FS und an alle anderen!

  13. #12 Gast
    24.01.2011 12:44
    hallo ich stecke in fast der gleichen situation wie du.getrennt von frau und kind liebe sie auch noch und sehe sie fast jeden tag.sie geniest es auch mich zu ordern wie es ihr past.ich weine sehr viel und bin auch an einem punkt wo ich nicht mehr kann.den kontakt auf das notwendige zu reduzieren ist der erste gute schritt.geregelte zeiten wann du deinen jungen sehen kannst wäre auch gut,dann kannst du dich auch auf die tage einstellen und dich selber ein wenig schützen.ablenkung ist im grunde nicht schlecht aber nicht das was du(fast nicht) brauchst!ich gehe jedesmal bewust in dieses gefühl und setze mich mit bauchgefühl und gedankenwelt auseiander.ich bin nicht sadistisch zu mir aber ich will lernen mit diesen angelegenheiten und der jetzigen situation zu leben OHNE ZU LEIDEN!!das fällt mir genau so schwer wie dir aber ich bleibe drann.sich selbst zu lieben und daran zu wachsen gibt dir auch den mut andere wege zu gehen,an die du zur zeit nicht denken kannst.ich merke gerade das ich mich auch selber therapiere wärend ich dir schreibe;) du bist ein guter vater und ein guter mensch sei dir desen immer bewust.loslassen ist die geisel der menschheit und ist oft mit schmerz verbunden aber du wirst daran wachsen

    also mein freund LICHT undLIEBE schick ich dir auf diesem wege

    alles gute

  14. #13 Gast
    25.01.2011 22:09
    Das hat ganz viel mit der Länge der Zeit zu tun, die man zusammen war.
    Ich lernte meinen Exmann vor 27 Jahren kennen. Totale Liebe auf den ersten Blick.

    20 Jahre Ehe, 6 Jahre getrennt. - Das Problem: Das hört nie auf, das wird mit den Jahren sogar schlimmer, wenn einige nachfolgende Beziehungen gescheitert sind. Dann wird einem die Unersetzlichkeit erst richtig bewusst.

    Die Wunde blutet zwar nicht mehr, aber verheilen wird sie wohl nicht. Ich bin immer noch am liebsten in seiner Nähe und konnte mit meinen nachfolgenden Beziehungen nur unter Alk schlafen und habe danach bitterlich heimlich geweint. Neue Beziehungen helfen da oft auch nicht. Ganz im Gegenteil. Bei mir jedenfalls nicht! - Außerdem merken die neuen Partner das ja eh nach einiger Zeit.

    Für mich ist er der attraktivste und hilfsbereiteste Mann den ich je im Leben getroffen habe (er ist es auch nicht nur nach meiner Meinung) und ich fühle mich besser, wenn ich gar keinen anderen Partner habe und allein bin als mit einem Nachfolger. Die halten dem Vergleich eh nicht stand. Da hilft ein Therapeut auch nicht. Nach George Clooney oder Brad Pitt kommt i.d.R. auch nichts Vegleichbares mehr.