- Frage:
In wieweit zerstört die Technik die zufällige Kontaktaufnahme?Wenn man früher auf den Fahrstuhl gewartet hat - hat man mit der Kollegin ein paar Worte gewechselt. Heute schaut jeder, der 3 Sekunden warten muss, auf sein Smartphone.
Wenn man früher an der Bushaltestelle gewartet hat, ergab sich ab und zu mal ein Gespräch - heute hat jeder den Ohrhörer vom MP3 Player im Ohr.
Früher saß man im Zug einem Mädel gegenüber, die ein Buch las. Da konnte man ein Gespräch anfangen... heute tippt sie auch wie wild auf irgendeinen Gerät rum und ist beschäftigt
Kommt das nur mir so vor, oder sorgt diese Mentalität "wenn ich mich nur 3 sec gelangweilt fühle, muss ich in hektische Aktivität ausbrechen" dazu, dass sich weniger Zufallsbekanntschaften ergeben?Antworten: -
Ja, ist schon so. Die Technik ermöglicht es, in früheren Zwangspausen konstruktiv oder kreativ oder einfach auch nur sich ablenkend tätig zu sein. Dies mag ind er Tat Flirtsituationen wieter reduzieren.
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Das Smartphone gilt aber auch nur für die Plattformen :) also wenn du so eine Frau siehst die Dir Gefällt - dann frage sie einfach ob sie AUCH BEI FACEBOOK ist ;) dann hat es alles einen Sinn :)
So bin ich mal gefragt worden und ich fand es auch noch Nett.
W/31
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Ja, da gebe ich dir recht. Und wahrscheinlich füllt das nette Mädel im Zug dann grad ihr Profil bei EP aus und wundert sich, wo denn all die Singlemänner sind.
Aber man verhindert so nicht nur, dass man neue Kontakte knüpft und ins Gespräch kommt. Ich finde, man verliert die Eigenchaft, sich einmal zu langweilen.
Warten, langweilen, den Gedanken nachhängen, das ist eine so schöne und wichtige Sache für uns. So entsteht auch Kreativität. Es ist doch schon schlimm genug, dass man im Berufsleben so viel Hektik um sich hat. Da sollte man in seiner Freizeit auch mal nichts tun können.
Ich mach da einfach auch nicht mit. Ich gehöre vielleichtt auch noch zur alten Generation und ziehe ein Buch oder mein Strickzeug dem I-Pad, -Phone oder -Pod vor.
w 50
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Das ist ja nur ein Teil der Medaille, der andersherum wieder wettgemacht wird:
Bestehende Bekanntschaften:
Ich bin mit sehr vielen Freunden dank Internet und Social Media in Kontakt, was vor 15 Jahren noch längst im Sande verlaufen wäre. Ich habe viel im Ausland gearbeitet, und halte so ohne permanent aktiv kommunizieren zu müssen kontakt. Wenn einer aus Hongkong wegzieht, bekomme ich das automatisch mit. Wenn ich einmal im Jahr dorthin reise, wissen das automatisch alle Freunde dort, und ich treffe viele Leute wieder zu denen ich im Vordigitalen Zeitalter längst den Kontakt verloren hätte. Ich habe dank facebook viele alte Freunde wiedergefunden. Wenn ich z.B. nach Hamburg komme, lade ich alle Freunde via facebook in eine Kneipe ein (also nicht Getränke zahlen, nur informieren, "bin morgen da und da...") irgendjemand kommt immer. Rumtelefonieren wäre früher unmöglich gewesen, in dieser Form.
Neue Bekanntschaften:
Durch foursquare habe ich schon Leute kennengelernt, wenn ich in einer Kneipe eingecheckt habe, und andere eingecheckte dort sah. Großes rätselraten "wer ist das wohl"? Auch durch facebook oder linkedin habe ich Freunde von Freunden oder Interessenten (linkedin = berurflich) kennengelernt und kontakte geknüpft. Was also früher vor dem Aufzug passierte, passiert heute permanent und in viel größerem Ausmaß wenn man nur will. Dur EP habe ich in den letzten drei Monaten ca. 20 Frauen kennengelernt, vor dem Internet konnte ich "vor dem Aufzug" oder sonstwo soviele kaum in einem Jahr kennenlernen.
Auch via Internet habe ich Gleichgesinnte für einige Reisen gefunden, mit denen ich mich dann vor Ort in der Ferne treffen konnte.
Kurz: Dank neuer Technologien lerne ich viel mehr Menschen kennen wie vorher, und dies auch noch "gezielter", d.h. Menschen mit ähnlichen Interessen oder die sich in einem ähnlichen sozialen Umfeld bewegen. Neue Technologien fördern daher eher die Kontaktaufnahme statt sie zu zerstören, vorausgesetzt man kann damit umgehen.
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Nun ja, mich würde mal interessieren, wie viele Zufallsbekanntschaften in S-Bahnen, an Bushaltestellen oder in Aufzügen du früher denn so im Wochendurchschnitt geschlossen hast (und vor allem: wie nachhaltig diese denn waren). Ich finde nicht, dass sich allzu viel geändert hat - früher war man eben in ein Buch vertieft, heute ins Handy oder iPad. Früher gab es den Walkman, heute den MP3-Player. Früher schaute man im Aufzug am Gegenüber vorbei krampfhaft auf die Etagenanzeige, heute eben ins Handy. Diejenigen, die sich abschotten wollen, haben das gestern genauso wie heute getan. Und derjenige, der gucken und Kontakt knüpfen will, tut das auch mit Knopf im Ohr. Ich fahre jeden Morgen und jeden Abend S-Bahn und der Großteil der Menschen liest wie vor 20 Jahren ganz klassisch die Zeitung und nimmt sein Umfeld genauso wenig wahr wie der iPad-Gucker.
w, 40
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Aber genau deswegen wurden doch "Apps" entwickelt, die wackeln und blinken wenn neben Dir jemand mit derselben "App" steht: damit man ins Gespräch kommen kann. Wenn Technik, dann aber auch richtig!
Zum Glück suche ich Partnerinnen aus einer Generation, die noch nicht so mit Elektronik vollgehangen ist.
m39
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Das beobachte ich auch und bedaure es sehr. Nur, was kann man selbst dagegen machen.
Ich benutze kein smartphone, habe keine Stöpsel im Ohr und benutze auch sonst keine Geräte in der Öffentlichkeit.
Da sind wir schon zu zweit. Vielleicht werden es ja immer mehr, denen das auf den Geist geht...Wäre zu wünschen!
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Hätte man vor 20 jahren einen science fiction gedreht, wo alle Menschen wie fremdgesteuert ständig in irgendwelche Geräte gestiert hätten und daran rumgetippt hätten, hätte das jeder als Unsinn abgetan.
Noch vor 20 Jahren war diese Welt definitiv ganz anders !!
Beziehungskommunikation verläuft gerade in Krisenmomenten sehr häufig nur noch über diese merkwürdigen Geräte, die wir handys und I-phones nennen.
Hier entscheiden sich Beziehungen, hier entdeckt man, ob der Partner fremd geht, sei es auch nur ein "sms-chat-singlebörsen-Fremdgehen".
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Dazu kommt noch, dass eine Frau sich heute automatisch belästigt fühlt, wenn sie angesprochen wird. Das grenzt für sie dann fast schon an Nötigung.
Was mir auch noch aufgefallen ist: Viele Frauen (Männer fast nie) telefonieren auf der Straße oder gar an Bushaltestellen, manche noch in ein Headset, so dass man glaubt, sie würden Selbstgespräche führen. Es stört sie nicht im geringsten, wenn Mitmenschen intimste Sachen mithören. Ist das noch normal? Jetzt stelle man sich mal vor, man würde sie in dieser Situation auch noch ansprechen. Was würde wohl passieren?
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Wer auf dem Handy tippt, oder seine Ohren "zustöpselt" - der will nicht reden / sich unterhalten. Denn wolle er das, würde er ja das Andere nicht machen.
Ich störe auch keinen Buch- oder Zeitungsleser, aus Höflichkeit. Denn wäre er offen für Gespräche, würde er seinen Lesestoff zur Seite legen.
Früher wie heute ist es eine "Flucht" aus der "Langeweile". Früher waren es z.B. Groschenromane oder Krimis als Taschenbuch. Heute ist es Handy, MP3-Player etc. Und Musik, Podcasts, Hörbücher etc. als Dauerberieselung, aus Angst vor der Stille ?
Ich habe den Eindruck, daß Frauen lieber unter sich, aber weniger als früher sich mit Männern unterhalten wollen. Die Männer sind eher für den Sex da, somit als Fremder an der Bushaltestelle kein Gesprächspartner ?
Siehe "Sex and the City". Entweder die Frauen beim plaudern unter sich, oder mit Männern im Bett. Zu mehr brauchen sie die Männer nicht ?
Darauf zieht sich der Mann enttäuscht zurück, und macht das Gleiche. Mit Männern unter sich, und Frauen m.o.w. nur noch als Sex-Objekt ?
Ich beobachte das immer wieder in Cafes, Gastronomie etc. Auch viele Geschlechtergruppen unter sich, m.E. weniger Pärchen als früher. Früher gabs auch Stammtisch oder Kaffeeklatsch. Aber heute mehr denn je ?
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Veränderte Zeiten. Ich denke heutzutage wird mehr kommuniziert, nur auf anderem Weg. Wer wen kennenlernt ist nach wie vor abhängig von gemeinsamen Interessen und (in diesem Fall virtuellen) Orten an denen man sich aufhält, seien es Chats, Hobbyforen oder soziale Platformen.
Ob ich jemanden in meiner präferierten Eckkneipe treffe oder auf Facebook, im Modellbauclub oder im Forum meines Lieblingshändlers, auf einer Party oder auf Partnerplattformen ist doch eigentlich egal(?)
Aus meiner Sicht verlagert Technik nur die Form der Kontaktaufnahme und macht sie von etwas lokalem zu etwas globalem.
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Es stimmt. Aber warum sind wir alle bei EP?! Wir suchen einen netten Partner für den 2. Abschnitt des Lebens. Die ganze Technik benötigen wir ja auch um mit einander in Kontakt zu kommen - chatten kann man nur mit Computer! Oder wann haben wir unseren letzten richtigen Liebebrief auf Briefpapier geschrieben? Lage ist es her - bei vielen in der Schulzeit. Also nutzen wir das vorhandene, vielleicht klappt es.
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vor allem Frauen unter 35 tendieren ja dazu in ihrem Handy den eigentlichen Lebensgefährten zu sehen. Es wird immer und überall, bei jeder Gelegenheit angeschaut, drauf herumgetippt und sinnlos umhergesimst - manch eine nimmt das Gerät sogar mit ins Bett und möchte vom Mann bei nächtlicher Simserei mit Freundinnen etc nicht gestört werden. Nicht einmal auf Beerdigungen wird das Teil ausgeschaltet - die Handy-Kommunikation ist den betreffenden Frauen so wichtig, dass sie sogar während der Trauerrede oder am offenen Grab die Trauergemeinde verlassen um ungestört simsen und telefonieren zu können. Welcher Mann hätte gegen solch einen Lebensgefährten eine Chance - dass eine Kontaktaufnahme unter diesen Umständen nicht möglich ist, versteht sich von selbst. m 42
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#10: Deswegen spreche ich auch grundsätzlich keine Frauen mehr an. Denn mir ist es selbst beim Anlächeln schon desöfteren passiert, dass sich die Damen blöd von der Seite angemacht fühlten. Hier stimmt was grundsätzliches nicht mehr. Dass Missstrauen und der Geschlechterkrieg haben die unbefangene Kontaktaufnahme fast unmöglich gemacht.
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Da macht Ihr irgendwas falsch, ich sehe es eher wie #4. Noch nie konnte man so einfach soviele Menschen kennenlernen wie durch Internet & Co. Da hätte man früher am Lift oder der Bushaltestelle nen Bart bekommen bevor man Annäherungsweise soviel Kontakt gefunden hätte ...
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Na, dann reicht dir dann wahrscheinlich auch Cybersex!
Klar, man hat heute die Möglichkeiten, mit Bekannten in aller Welt zu chatten, aber mir ist es immer noch lieber, etwas live zu erleben. Es ist eben schon ein Unterschied, ob ich chatte, telefoniere oder jemanden gegenübersitze und mich unterhalte. Es gibt noch Feinheiten im zwischenmenschlichen Umgang, den man per chatt nicht hat. Ein Lächeln ist etwas anderes als ein Smilie.
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Wie für alles, kann man auch hier jede Menge Für und Wider finden.
Aus meiner Erfahrung heraus (mit der Technik und dem Internet von Beginn), stelle ich immer wieder fest, dass ich zwar jetzt sehr, sehr viel mehr Kontakte in aller Welt habe, aber auf keinen Fall eine größere Zahl persönliche, mit der Zeit gewachsene und liebgewonnene Freundschaften bzw. gute Bekannte.
Es ist alles viel oberlächlicher. Wenn die einen nicht so richtig anspringen, dann sucht man die nächsten, gibt ja Abertausende in den unendlichen Weiten des WWW...
Ich bin da jetzt mal ganz gezielt, meine Kontakte (alle: Freunde, Familie, Bekante, M + F) durchgegangen. Bei mir ist es so, dass die wirklich intensiven Kontakte, die uns gegenseitig auch etwas bedeuten, die sind, die nicht über oder durch die Technik zustande kamen und - interessant - auch nicht hauptsächlich so gepflegt werden.
Entfernungsbedingt, bei einigen eigentlich nur das Telefefon, nicht einmal der PC - der ist nur für meine Freunde in Florida sehr wichtig und da bin ich froh, dass es das Internet gibt. Aber entstanden ist der Kontakt während eines Urlaubes, also auch persönlich.
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Richtig, die ganze Technik wird benutzt um virtuell in Kontakt zu kommen. Somit wird Sämtliches virtuell erledigt und man merkt selber nichtmal wie sehr man sich der reelen Kommunikation entfernt - fällt dir was auf?
Soviel Zeit wird in diese Geräte investiert, so dass das wirkliche Ziel, das Wesentliche abhanden kommt - nähmlich der reale Kontakt.
Da fällt mir spontan die Geschichte des Wanderes und des Fischers ein, welcher mit blosen Händen veruscht die Fische zu fangen. Darauf der Wanderer: Komm ich bau dir ein Netz, dann gehts besser. Der Fischer erwirdert: Ja mag sicher toll sein, aber ich habe keine Zeit, ich muss Fische fangen.
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Vor einiger Zeit saß ich im Zug von Hamburg nach Köln, und alle waren wie besessen mit ihren iPhones, iPads und sonst was beschäftigt. Ich selbst schrieb mit der Hand einen Textentwurf auf ein Blatt Papier. Daraufhin sprach mich der junge Mann an, der mir gegenüber saß, und wir unterhielten uns die gesamte Fahrt über. Es war wunderbar.
Aber Ihr glaubt gar nicht, Leute, der halbe Wagen hätte uns am liebsten gelyncht. Alle tippenden und ins Handy plappernden Mitreisenden schauten genervt und fühlten sich offensichtlich durch unser Gespräch genervt. Ich habe mich davon nicht irritieren lassen, aber wie weit sind wir gekommen, wenn ein echtes Gespräch von Angesicht zu Angesicht plötzlich fast schon als "abartig" gilt.
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#4 und ähnliche:
Ist euch das nicht zu stressig? Ich hätte darauf keine Lust und der richtige zwischenmenschliche Kontakt ist mir immer noch wichtiger als Facebook und Co.
#6 zu den Apps: Wahrscheinlich hast du das ironisch gemeint? (Siehst du - ich erkenne schriftlich die evtl. Ironie nicht, wenn sie nicht als solche gekennzeichnet ist...)
Das ist doch traurig, daß manche nicht mehr selber ins Gespräch kommen können, sondern dazu eine App brauchen.
Nein, moderne Technik gut und schön, aber alles in Maßen. Um evtl. den passenden Lebensgefährten kennenzulernen ja, aber nicht ausschließlich dort sondern auch in der Wirklichkeit.
Ansonsten: Tolle Sache, um sich zu informieren. Aber was den Konsum angeht, bin ich schon wieder davon abgekommen, im Internet zu bestellen. Ich informiere mich und kaufe dann beim örtlichen Einzelhandel oder bestelle konkret dort. Ganz bewusst, um den Einzelhandel vor Ort zu stärken.
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Es geht doch gar nicht um die Anzahl der Menschen, sondern um die Qualität der Begegnungen. Und die sehe ich durch die Technik nicht gefördert, sondern eher behindert. Denn an der nächsten "Ecke" wartet ja schon der nächste Kontakt.
Ich bekomme ganz viele Partneranfragen auf der Datingplattform, aber was nützen die mir, wenn die Kommunikation oberflächlich bleibt oder sogar plötzlich abreißt, weil der Katalog so unendlich viele Möglichkeiten vorgaukelt.
Aber das Problem ist nicht die Technik an sich, sondern der exzessive Umgang damit.
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Ich benutze mein Handy auch nur, um mich kurz zu verabreden bzw. erreichbar zu sein für wichtige Dinge. Alles andere erlebe ich lieber persönlich. Ich finde es unmöglich, stundenlange Gespräche über Nichtigkeiten in Bahn, Bus oder Restaurants mithören zu müssen. Ich schaue während meiner Verabredungen nicht einmal auf mein Mobiltelefon bzw. nur wenn es klingelt. Auch dann entscheide ich, ob ich telefonieren muß. Ich freue mich über nette Worte oder Gespräche mit Frauen oder Männern, sei es an der Bar, beim Einkaufen oder sonst wo. Bei mir stellt sich auch mittelerweile das Gefühl ein, daß alle nur noch aneinander vorbei rennen und sich Männlein und Weiblein als potentielle Gegener betrachten. Ich finde das sehr bedauerlich.
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@FS
Ja, ich denke auch, wir sind multimedial reizüberflutet.
Selbst Grundschüler laufen heutzutage wie selbstverständlich mit dem handy durch die Gegend,
es ist eine gesteigerte Zahl von Verkehrsunfaällen mit Fußgängern zu beobachten, die wegen MP3-Playern unachtsam sind usw.
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Welcher kausale Zusammenhang soll denn hier reingedichtet werden? Du willst also sagen, weil es Single-Börsen gibt, werden die Leute immer einsamer und bekommen keine Kontakte mehr? :-) Sehr gewagt....aber trotzdem nicht richtig.
Die vielen Singles sind eher ein Produkt der vielen Kontaktmöglichkeiten:
Während man früher den, den man gefunden hatte, nicht mehr gehen lies, wird heute der Partner dank der großen Auswahl und dank der vielfältigen Möglichkeiten Massenkontakte zu machen, in immer kürzeren Abständen ausgetauscht. Junkfoodpartnerschaft. Da das nicht jedem passt, werden alternativ die Anforderungen so hochgeschraubt, das trotz vielfältigster Auswahl und Kontakte kaum noch eine Partnerschaft zustande kommt und man Single bleibt.
Das Problem der Menschen ist ja nicht, daß sie niemand mehr kennenlernen, das tun sie mehr denn je, das Problem ist ja, das keiner mehr gut genug ist.
Mir persönlich hat auch facebook geholfen, viele Distanzfreudschaften zu intensivieren, die sonst oberflächlich im Sand verlaufen wären und heute gar nicht mehr existieren würden. Ich weiss heute, wenn ich nach Hongkong komme, sind meine Freunde für mich da, und das, weil ich sehr einfach ständig Kontakt halten kann; dito umgekehrt. Früher ging das nicht. Ich kann mir heute nicht mehr vorstellen, wie man z.B. ohne Mobiltelefon bequem reisen konnte - ständig irgendwo hinrennen, warten, Diskussionen, an Countern stehen, betrogen werden usw.. Muß ungefähr so gewesen sein, wie ohne Auto und ohne Flugzeug, :-) Trotzdem wird es natürlich immer wleche geben, für die Früher alles besser war.... aber die können das Telefon ja einfach zuhause lassen.
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Viele Frauen sind drin, oder bleiben drin, um ihre Mail- und Chatkontakte zu anderen Frauen (seltener zu Männern) aufrecht zu halten = elektronische "Brieffreundschaft". Eine mir bekannten Frau bleibt sogar weiter drin, obwohl sie jetzt einen Partner im real life fand.
Ich habe auch solche Mail- und Chatfreundschaften zu versch. Frauen. Die längste seit über 1,5 Jahren. Diese Frauen bitten mich, deswegen weiter in diesen Singlebörsen zu bleiben, und den Kontakt zu halten, auch wenn ich eine Partnerin gefunden hätte.
d.h. diese Singlebörsen entwickeln sich tlw. auch zu einer Art sozialem Netzwerk, oder elektronischem "Kaffeeklatsch". Der Chat scheint ihnen am wichtigsten zu sein. Eine Singlebörse die keinen Chat bieten würde, hätte Nachteile am Markt.
Ich schätze das 80 % der Teilnehmer ihren Partner nicht via Singlebörse finden. Bei kostenlosen Börsen m.E. sogar 90 %. Aber auch, daß 50 % aller Tln. m.E. gar keinen Partner in Singlebörsen suchen.
Irgendwann werden sich die Leute im real life nicht mehr direkt ansprechen, obwohl nahe beieinander, sondern via Bluetooth ?
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Ich sehe da auch keinen Flirtunterschied ob man nun im Buch liest oder im Ipat. Oder ob man Mp3 oder Walkman ich vermeide öffentliches telefonieren und das geht auch ganz gut. Und wenn du eh mit den neuen Medien nichts anfangen kannst, dann passt du doch eh nicht zu so einer Frau die sich dieser bedient, daher hast du auch kein Verlust beim Flirten.
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Das finde ich auch ziemlich skurril - irgendwie schon lustig. Andererseits bewirkt das doch auch, dass die wirklich Verrückten, die tatsächlich Selbstgespräche führen, als Headset-Benutzer durchgehen können und nicht mehr so auffallen. ;-) Ich spiele manchmal das Ratespiel "Headphone oder Selbstgespräch". Sehr unterhaltsam.
Zum Thema: Auch wenn es mittlerweile, vor allem in meinem Alter, schwierig ist, sich den online-Netzwerken zu entziehen, lebe ich bewusst ohne Smartphone und Facebook. Finde es so einfach schöner, entspannter und ehrlich gesagt nervt es mich total, wenn jemand andauernd alles mit dem Smartphone zu regeln versucht. Ich habe das Gefühl, dass die sozialen Kompetenzen im realen Leben durchaus darunter leiden...Mein Freund ist auf diese Weise wirklich ständig online und süchtig nach Nachrichtenseiten usw. Sehr Nervig!
w 25
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Ich sehe Smartphones und soziale Netzwerke auch ausschließlich positiv. Es ist doch toll, dass man sich in Wartesituationen (z.B. in der Straßenbahn) beschäftigen kann. Ich mag es ohnehin nicht so, in der Bahn oder Warteschlange von Fremden in Gespräche verwickelt zu werden - ein netter Single-Mann war noch nie dabei, meistens sprechen einen vergebene Männer an oder Frauen, die sich übers Wetter unterhalten wollen. Mit so was verschwende ich meine Zeit nicht gerne - dann doch lieber einer netten Freundin schreiben!
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