1. Frage:
    Gefragt am: 22.05.2010, 16:00 von Gast
    Ist beruflicher Erfolg (Karriere) eher hinderlich für eine Beziehung?
    Ich Frau bin beruflich sehr engagiert und trotzdem nehme ich mir Zeit für Freunde und Freizeit. Ich bekomme auch regelmässig Anfragen von sympathischen Männer, E-Mails, Dates folgen manchmal. Nun habe ich festgestellt wenn dann berufliche Fragen kommen und ich ehrlich antworte, dass ich selbständig in der Finanzbranche tätig bin und eine eigene Firma erfolgrich führe bekommen die meisten Männer kalte Füsse. D.h. sie melden sich plötzlich nicht mehr, obwohl versprochen. Nach den Dates kommen absagen. Ich stelle nun fest, dass viele mich zwar menschlich durchaus sympathisch finden jedoch offensichtlich mit meinem beruflichen Erfolg überfordert sind. Ich bin natürlich auch dankbar für gute Ratschläge der Herren in diesem Forum. PS: Ich bin Unternehmensberaterin spezialisiert auf Finanzberatung.
    Antworten:
  2. 22.05.2010 16:35
    Liebe Fragestellerin!

    Kurze Antwort: Eindeutig ja! Karrierefrauen sind aus etlichen Gründen bei der Partnersuche benachteiligt.

    1. Pyramidenproblem: Frauen suchen horizontal oder nach oben; Männer daten eher horizontal oder ein wenig nach unten. Da die Pyramide nach oben spitz zuläuft, ist die Zielgruppe der Frauen ohnehin schon kleiner als ihre eigene Gruppe und dann daten jene Männer auch noch nach unten weg. Insgesamt gibt es deshalb ein klares Missverhältnis aus gehobenen Frauen und in Frage kommenden Partnern. Dies ist das statistische Basisproblem.

    2. Männliches Beuteschma: Beruflicher Erfolg von Frauen ist kein Pluspunkt für Männer, bestenfalls stehen sie über den Dingen und sagen sich "kann ich mit leben". Sicherlich wünschen viele Intelligenz und Bildung bei ihrer Partnerin, aber das gibt es auch mit weniger Karriere. Männer wünschen sich feminine, hübsche, natürliche Partnerinnen. Beruf und Einkommen spielt dabei wenn überhaupt nur eine untergeordnete Rolle.

    3. Nachteile durch Karriere: Realistisch gesehen haben Frauen mit normaler Stellung eben viel mehr Freizeit, flexiblere Gestaltungsmöglichkeiten und bieten mehr partnerschaftliches Zusammensein als Karrierefrauen. Genau das ist auch wichtig und Männer, die Frauen selektieren nach partnerschaftlicher Eignung gehen zurecht danach, welche Interessen, Vorlieben, Hobbys, wieviel Freizeit und wieviel Willen, das Leben auf eine gemeinsame partnerschaftliche Basis zustellen, vorhanden ist. Gegen diese Präferenz kann man nicht einmal argumentieren, sie ist einfach sinnvoll. Hinzu kommt, dass viele Männer an Familiengründung und Kinderwunsch denken und den Gedanken verabscheuen, ein fremderzogenes Kind zu haben, und eine Mutter, die lieber Karriere macht, als für das eigene Kind dazusein. Hier haben Männer oft eindeutige Wünsche und die muss man ihnen auch zugestehen.

    4. Berufliche Beanspruchung: Gerade "Unternehmensberaterin" klingt nach viel Außendienst, anch räumlicher Mobilität, nach Karriere und eventuell bei guten Chancen auch monatelanger Tätigkeit in anderen Städten. Es klingt nach Überstunden und 60-Stunden-Woche, nach "der Beruf ist am wichtigsten" und "wenn der Chef mich braucht, mich ich da". All das sagt doch ganz klar: Die Partnerschaft wird an Position 2 stehen und nicht, wie es richtig wäre, oberste Priorität sein.

    Alles in allem: Das will kaum ein Mann. Die wenigen Männer, die das wollen, wollen eigentlich auch nur Sex und keine richtige Partnerschaft. Sie würden das nebenbeilaufen lassen und genießen, eine Edel-Schnucke als Vorzeigefreundin zu haben. Mehr nicht.

  3. 22.05.2010 16:50
    Ich (m., 32) muss Frederika (#1) 'leider' Recht geben (mit Ausnahme der Schlussbemerkung von wegen "Edel-Schnucke", die ich persönlich nicht so ganz nachvollziehen kann).

    Kurzum: Ich glaube, dass die meisten Männer, die selber studiert haben und/oder in gehobenen Positionen arbeiten und/oder gut bis sehr gut verdienen, sich eine Partnerin wünschen, die insofern auf Augenhöhe ist, als sie punkto Intelligenz, Interessen und Wertvorstellungen usw. kompatibel ist; die wenigsten wollen ein 'Vorzeigepüppchen'. Aber (und das ist jetzt ein fettes "aber"): Die klassische (ich bin der Meinung: = natürliche, normale) Rollenverteilung möchte man eben doch sozusagen als 'Eckwert' beibehalten, d.h. Mann ist grundsätzlich für Gleichberechtigung und partnerschaftliches Miteinander, aber Mann mag es nicht, wenn die Frau deutlich mehr verdient, wenn sie beruflich erfolgreicher ist usw. (= Frederikas Punkt 1 und v.a. Punkt 2).

    Das ist für mich kein Widerspruch, sondern ein gradueller Unterschied zwischen zwei Extremen (ungleiche Partnerschaft nach streng patriarchalischem Muster - finde ich furchtbar! - vs. Partnerschaft, bei der das Geschlecht sozusagen ein vernachlässigbares Akzidens ist und beide 'gleichgeschaltet' sind - ebenso furchtbar!).

    Bevor man mich hier wegen meiner Ansicht angreift, möchte ich betonen, dass dies 1. meine persönliche Meinung ist und dass ich 2. *glaube* (aber nicht statistisch beweisen kann), dass dies eine Mehrheitenmeinung unter Männern darstellt. Selbstverständlich wird es Männer geben, die eine andere Haltung haben - nur zeigt wohl gerade das Problem der Fragestellerin deutlich, dass diese Männer in einer Minderheit zu sein scheinen.

    Liebe FS, ich weiss natürlich, dass Dir das jetzt wenig bis gar nichts hilft bei der konkreten Lösung Deines Problems. Darum meine Rückfrage: Was waren denn die Herren, die Du bisher gedatet hast, für Typen? Was haben sie beruflich gemacht? Und was wünschst Du Dir für einen (beruflichen) Hintergrund bei Deinem Partner? Und...: "Gretchenfrage": Würdest Du mit einem Mann klar kommen, der punkto Ausbildung und/oder Beruf und/oder Lohnskala klar deutlich *unter* Deinem Level ist??

  4. 22.05.2010 17:08
    @Fragestellerin, noch ein Nachtrag:

    Du schreibst, "[Männer, die] mit meinem beruflichen Erfolg überfordert sind" und das zeigt schon das erste Problem: Es liegt an den anderen, oder?

    Das ist weder faktisch richtig noch psychologisch geschickt. Wenn ein Mann andere Präferenzen bzgl. seiner zukünftigen Partnerin hat, dann ist er keineswegs unbedingt überfordert/hat Angst/Komplexe oder sonstwas, sondern ist einfach klug und vernünftig genug, um zu erkennen, was im Leben wichtig für ihn ist: Zum Beispiel eine ausgeglichene Balance aus Beruf und Freizeit, viele gemeinsame Unternehmungen mit seiner Partnerin oder Familiengründung unter wünschenswerten Bedingungen.

    Du musst als allererstes den Tatsachen in die Augen schauen! Das lehrst und tust Du doch als Unternehmensberaterin ganz gewiß auch, oder? Rede keinen anderen negative Eigenschaften ein, nur weil Du durch deren Raster aufgrund objektiver Kriterien durchfällst.

    Es gibt überwiegend zwei Strategien für Dich:

    1. Akzeptiere, dass die Beutegruppe für Dich extrem klein ist und versuche gezielt, in dem passenden Umfeld doch einen Partner zu finden, indem Du sehr aktiv bei der Partnersuche bist und frühzeitig darauf achtest, ob Kompatibilität gegeben ist.

    2. Alternativ kannst Du Dein Karrierestreben abmildern und erkennen, dass Karriere eben nicht alles ist im Leben, sondern Partnerschaft, Familie und Freizeit viel wichtigere und wünschenswertere, viel erfüllendere und langlebigere Facetten des Lebens darstellen.

  5. #4 Gast
    22.05.2010 17:26
    Liebe FS-in,
    ich, w, habe mir in den letzten 8 Jahren eine Karriere aufgebaut und verdiene mit meinen 28 Jahren über dem Durschschnitt.
    Immer habe ich gearbeitet, mich hineingeackert, auf Freizeit verzichtet, Männer - die nicht die Geduld hatten - stehen lassen müssen. Jetzt hatte ich großes Glück in diesem Unglücksrad: Mein letzter Betrieb, in dem ich eine leitende Position hatte, meldete Konkurs an. Ich fiel in ein Loch. ABER da kam ich drauf, was mir wirklich wichtig ist: EINE PARTNERSCHAFT. Deshalb ziehe ich jetzt um, suche mir eine Anstellung mit etwas weniger Gehalt und kümmere mich um mich. Mache endlich meine Kurse (Tanzen, Fitness, Musik) für die ich sonst nie Zeit hatte. Das wird hart mich umzugewöhnen. Doch Einsamkeit ist härter.
    Ich habe so viel geweint in den ersten Wochen, es war ein befreiendes Weinen. Was nützt Erfolg und das Geld, wenn du es mit niemandem teilen kannst? <MOD: Durchgehende Kapitalisierung nicht gestattet. Bitte wiederholen Sie dies nicht! Wir tippen Ihren Text das nächste Mal nicht ab, sondern löschen ihn!>
    Wenn du Glück hast, findest du einen Mann der selbst in deiner Branche tätig ist und ihr euch gemeinsam etwas aufbauen könnt. Das wäre der Idealfall, denn dein Job braucht viel Zeit.
    Hast du jemanden, zB einen Geschäftsführer, dem du mehr von deiner Verantwortung übertragen könntest? So könntest du dir mehr Zeit frei schaufeln.
    Hm. Jetzt wurden wir Frauen zur Selbstständigkeit und zur finanziellen Unabhängigkeit erzogen - was ein langer Kampf war - und nun ist es wieder falsch (wie Frederika ausgeführt hat).
    Achte mehr auf dich. Setze Prioritäten. Fahr zwei bis drei Tage in ein Wellnesshotel und lasse deine Gedanken schweifen, was DIR wirklich wichtig ist.
    Dafür alles Gute

  6. #5 Gast
    22.05.2010 17:57
    Nein im Gegensatz zu den vorigen Beiträgen vertrete ich hier einen anderen Standpunkt.
    Der Job der Unternehmensberater ist oft nur für den Auftraggber sich eine 2 Meinugn einzuholen um beim scheitern eine argumentative Rückzugsmöglichkeit zu ahben und nicht in erklärungsnot zu kommen. Was sollen schon Aussenstehende in wenigen Wochen von dem eigentlichen Problem eines Unternehmens verstehen wollen. Fragen sie das mittlere Management und sie haben in einer Stunde die richtige Antwort, aber dies macht kein Topmanager (sonst müßte er doch erkennen die Oberpfeife zu sein).
    Unternehmensberater kenne ich aus meinem direkten Arbeitsumfeld. Es sind oft uninteressante Charaktere. Bei Männern in der Regel die vorlauten Typen, die schnell Karriere machen wollen und von nichts eine Ahnung haben (affektiertes Manager-Mittelmaß eben). Nur Schlagfertigkeit und Sprücheklopfen ist ihr Metier.
    Bei Frauen die Unternehmensberater "spielen", sind mir bisher nur echte "Flaschen" über den Weg gelaufen,
    Überspitzt dargestellt "vorlaute Hausmütterchen die sich vor der Arbeitslosigkeit in die Quacksalberei gedrängelt haben".
    Aus diesem Vorurteil heraus sind mir diese Frauen äußerst unangenehm und als Partnerin undenkbar. Ich vermute viele Männer in der Arbeitswelt, die mit Unternehmensberatern gemeinsame Projekte bearbeitet haben werden mir zustimmen.

  7. #6 Gast
    22.05.2010 18:28
    Die von Frederika angesprochenen Probleme sind real und wirken sich insgesamt negativ auf die Partnersuche von beruflich erfolgreichen Frauen aus.

    Ich (m,29) hätte absolut kein Problem mit einer beruflich erfolgreichen Frau, ganz im Gegenteil wäre das für mich sogar eher ein Pluspunkt. Allerdings bin ich in dieser Hinsicht auch in einer Minderheit, unter anderem weil ich z.B. keine Familie gründen will.

  8. 22.05.2010 21:49
    @1+2: FALLS ihr recht hättet, wäre das mehr als armselig. Nicht, daß ich Euch das Argument neiden würde, ich finde die zugrunde gelegten Daten als furchtbar.
    Besonders mit Peters Äußerungen zu seinen gewünschten Eckdaten (Frau soll/muß weniger verdienen und weniger erfolgreich sein) habe ich extreme Probleme. Warum haben Männer immer nur so entsetzliche Minderwertigkeitskomplexe? So viele tolle, taffe, intelligente Männer gibt es doch gar nicht, als daß sich da immer eine (leicht) dümmere Frau finden würde!

    Liebe Fragestellerin, ich bin auch selbständig und mein Beruf macht mir Spaß. Ich glaube Dich gut verstehen zu können. Ehrlich gesagt, würde ich unter den o.g. Bedingungen es vorziehen, ohne Partner zu leben, als mich so dermaßen zu verbiegen. Männer, seid doch auch mal stolz auf Eure erfolgreichen Frauen! Ich könnte mir unter gar keinen Umständen eine Partnerschaft mit jemandem vorstellen, der Peters Ansichten teilt (bei allem Respekt für Peter).

    Nun weiß ich nicht, wie alt Du bist, aber ich bin mir sicher, falls Du schwanger werden würdest, würdest Du automatisch das Pensum kürzen (denn anders geht es nicht). Das sehe ich aber als selbstverständlich und normal an und das muß zum jetztigen Zeitpunkt ja auch noch nicht thematisiert werden.

  9. 22.05.2010 22:20
    @7:

    Liebe Constanze,

    Ich danke Dir dafür, dass Du meine Ansicht respektierst, obwohl sie sich nicht mit der Deinen deckt. Auch ich respektiere Deine Ansicht.

    Allerdings möchte ich Dich bitten, Folgendes zu überdenken: Es zeugt m.E. nicht zwingend von Minderwertigkeitskomplexen, wenn Mann eine partnerschaftliche Situation wie die von der FS beschriebene nicht möchte. Vielleicht gibt es Männer, bei denen diese Haltung auf Minderwertigkeitskomplexe zurückgeht - aber bitte schere dies nicht über einen Kamm!

    Ferner habe ich nirgendwo etwas von "dümmeren Frauen" geschrieben, im Gegenteil, ich habe geschrieben, dass ich mir eine Partnerin wünsche, die punkto Intelligenz, Interessen und Wertvorstellungen mit mir kompatibel ist.

  10. 22.05.2010 22:34
    Liebe Fragestellerin,
    Du schreibst, Du bist bis zu Deinen beruflichen Angaben sympathisch bist. Aus meiner Sicht
    zu wenig für eine potentielle Parnterschaft.
    Frage Dich also bitte, was Du an menschlichen, inneren Werten präsentierst und wie erfolgreich. Bedenke, wie Du Dir Deine Partnerschaft und Familienleben vorstellst.
    Betrachte den beruflichen Erfolg nicht so als ausschlaggebend.

    Bitte nicht (kein Vorwurf) Deinen beruflichen Erfolg über den anderer stellen, viele
    Menschen sind beruflich erfolgreich, lieben ihren Beruf, nur das dies oft gesellschaftlich nicht
    anerkannt ist. Finanzbranche - ich bekenne mich zu dem Vorurteil, dass diese Branche mir etwas suspekt ist, insbesondere seit der verheerenden Krise. Das ist vielleicht auch für manche Herren suspekt.

    Zwei Empfehlungen,
    die erste von mir favorisierte: gib bitte alles zu Deinem beruflichen Erfolg, zu Deiner Arbeit im Profil an mit einer Frage "kannst Du damit umgehen?" oder ähnlich.
    Kläre es in den Mails oder Telefonaten vorher, ich habe mit meinen Datepartner vieles zu den beruflichen Themen vorab geklärt. Du wirst weniger Anfragen erhalten, diese kannst Du dann umso ernster nehmen und Du ersparst manches Date mit peinlichen Rückzügen und traurigen Absagen.

    Die zweite, alternative Empfehlung: halte Dich mit Deinen beruflichen Angaben zurück, gib Dich als selbständig, jedoch bescheiden, es geht doch in erster Linie, zu entdecken, ob man mehr als Sympathie füreinander empfinden kann. Ein beruflich sehr erfolgreicher Mann sagte mir, dass das Berufliche einerlei sei, Hauptsache man kann Liebe für einander empfinden.

    "Erobere" die Herren mit Charme und Intelligenz, viel Erfolg.

    [Mod: Diskussion über die Moderation untersagt. Achten Sie auf korrekte Formatierung ihrer Texte. Dies ist die zweite Aufforderung diesbezüglich!]

  11. #10 Gast
    22.05.2010 22:46
    Ich die FS; zu 5 möchte ich hinzufügen das du bei mir völlig falsch liegst. Ich habe 12 Jahre lang meine eigene Firmengruppe aufgebaut, vor 3 Jahren habe ich einen Geschäftsführer eingestellt genau weil ich eben etwas kürzer treten wollte. Was ich auch getan habe. Ich berate aktiv meine eigenen Unternehmen die im In und Ausland tätig sind. Also bitte keine falschen Schlüsse ziehen, diese Aussage trifft nicht auf mich zu!!! Dies wollte ich nur klarstellen.

  12. 22.05.2010 23:18
    @8: Hallo Peter,

    schön, daß du geantwortet hast. Nehmen wir an, daß eine Frau (was ich begrüße) mit Dir in den Punkten Intelligenz, Interessen und Wertvorstellungen gleichauf liegt. Vielleicht hat sie einen anderen Job als Du. Aus unterschiedlichen Gründen (besser bezahlter Job, größere Firma, Posten mit mehr Verantwortung, etc.) verdient sie mehr als Du. Und anstatt stolz auf die Frau und froh über das Geld zu sein (was sie zusätzlich mit heimbringen würde) - lehnst Du eine Partnerschaft mit ihr ab, weil Du grundsätzlich der Bessere sein willst? Schildere mir doch bitte mal den Grund dafür! Ich kann das echt nicht nachvollziehen.

  13. #12 Gast
    22.05.2010 23:23
    @3 letzter Absatz:
    Partnerschaften sind i.d.R. NICHT die langlebigeren Facetten des Lebens, sondern eher der Teil des Lebens, der als erstes in die Brüche geht. Eine Firma ist da wesentlich "treuer" als ein Mann. Zumal es die eigene ist, wie bei der FS.

    Ich habe wegen meiner Partnerschaft einen wesentlichen Karriereschritt abgelehnt, was im nach hinein ein Fehler war, denn der Mann, für den ich das tat ist weg. Die Firma ist noch da. Nur die Chance ist verpasst.

    Ich würde nicht noch einmal für eine Partnerschaft berufliche Kompromisse machen, sondern mir einen selbstbewußten gefestigten Mann suchen, ggf. wesentlich älter als ich es bin, der mit einer erfolgreichen Frau umgehen kann und die Gelassenheit hat, nicht Konkurrenzgefühle zu entwickeln. Aber das muß jeder für sich selbst entscheiden. w/53

  14. #13 Gast
    22.05.2010 23:29
    @FSin bzw. zu Kommentar #10 von #5: Sorry, da haben Sie natürlich nicht unrecht. Jedoch widersprechen Sie nunmehr Ihren einleitenden Worten in der Fragestellung: "... dass ich selbständig in der Finanzbranche tätig bin und eine eigene Firma erfolgrich führe ...".
    Von einem angestellten Geschäftsführer mit internationaler Firmengruppe wurde nichts erwähnt, folglich sind Sie nicht wirklich aktiv sondern halb Privatier.

    Verstehen Sie mich nicht falsch, dass ist es aber auch das Grundproblem: Die exakte Schärfe in den Analysen und Handlungen, darauf wurde ich 5 Jahre an der Uni getrimmt und arbeitete mit hochintelligenten Leuten zusammen die ich heute noch vermisse. Mit Halbwahrheiten (z.B. von Juristen) habe ich auch nichts am Hut und möchte so auch kein Geld verdienen.

    Vielleicht können Sie einige Punkte meiner Erfahrung aus #5 doch noch bejahen.

  15. 23.05.2010 02:06
    @#13 / #5" ... exakte Schärfe in den Analysen und Handlungen, ..." - genau das macht eine/n gute/n Unternehmensberater/in aus, im IT-Umfeld ist es genauso. Glaubst Du wirklich, dass "vorlaute Typen" mit Karieregeilheit oder die "vorlauten Hausmütterchen ... mit Quacksalberei" auf Dauer erfolgreich sind. Wenn Du nur solchen begegnet bist, ist das traurig. Ich war auch zeitweise Beraterin, ich hätte Deinem Vorurteil bestimmt als Gegenteil gedient, ohne Arroganz!

    Ich stimme Dir zu, dass leider die Fragestellungen hier wie anderswo oft erst im Nachgang präzisiert und korrigiert werden. Das ist schade.
    w, 51

    [Mod: Wir weisen Sie zum zweiten Mal darauf hin, dass eine Diskussion von Moderationsentscheidungen und Anweisungen an die Moderation nicht gestattet sind. Beachten Sie insbesondere die Verhaltensregel 13 in diesem Zusammenhang! Fragen und Kritik können Sie per Mail an forum (ät) elitepartner.de richten.]

  16. #15 Gast
    23.05.2010 09:41
    [Mod: Signaturen über Geschlechts- und Altersangabe hinausgehend nicht mehr gestattet. Bitte registrieren!]

    Constanze, ich denke, es ist wenig erfolgversprechend, den Männern vorschreiben zu wollen, wie ihre Vorliebe zu sein haben. Wenn Mann nunmal nicht stolz auf den berufl. Erfolg seiner Frau ist, ist das eine Tatsache, die die Partnerwahl (zu Ungunsten der Karrierefrau) beeinflusst. Warum akzeptiert man nicht die Realität, anstatt alles anzuzweifeln und gar ändern zu wollen. Ein Mann will daheim keine Konkurrenz (oder wahrscheinlich nicht einmal Augenhöhe in Bezug auf Intellekt und Macht) sondern er will sich nach getaner Arbeit (wo es an Druck und Konkurrenz nicht mangelt) daheim entspannen können und neue Energie auftanken können. Will dann die Super-Karrierefrau mit ihren beruflichen Erfolgen strunzen, geht dem Mann das früher oder später auf den Geist und er fühlt sich unbehaglich. Zwischen beiden Geschlechtern muss es eine Balance geben, ansonsten entsteht zu wenig Harmonie. Vermittelt eine Frau die typisch weiblichen Eigenschaft nicht (in Optik und Wesen) entsteht Ungleichgewicht.

  17. #16 Gast
    23.05.2010 11:30
    "Vermittelt eine Frau die typisch weiblichen Eigenschaft nicht (in Optik und Wesen) entsteht Ungleichgewicht. "

    Ich würde es anders formulieren: Sucht ein Mann eine Frau mit "typischen" weiblichen Charakteristika, so ist er eben bei Frauen wie der Threaderstellerin (und auch bei mir) an der falschen Adresse. Wobei ich das Vergeben von Rollenbildern immer ungünstig finde - man(n) schränkt sich selbst damit stark ein.

    Da kann ich mich nur Constanze anschließen: Bevor ich mir und meiner Natur untreu werde und zu der Frau werde, wie Mann es beim Date gerade will, bleibe ich lieber für einen längeren Zeitraum Single. Und einem Mann, der seine eigene Frau als Konkurrenz wahrnimmt, kann ich leider auch nicht helfen. Für mich ist die Balance dann gegeben, wenn beide sich so akzeptieren wie sie sind, keine Unterordnung stattfinden muss und beide (!) bereit sind, Kompromisse einzugehen. Ist das eben nur bei 5% der Männer möglich, so akzeptiere ich das.

  18. 23.05.2010 12:11
    @15: Zugegebenermaßen kann ich der traditionellen (das Wort "klassisch" möchte ich hier nicht verwenden) Rollenverteilung wenig abgewinnen. Sie dient vor allem dazu, daß die Männer in Ruhe ihrem Job nachgehen und die Frauen hinter ihrem Rücken die Arbeit erledigen, die unspektakulär ist und wenig Anerkennung bringt. Das finde ich persönlich ungerecht. Schließlich habe ich mir nicht ausgesucht, ob ich als Mann oder Frau zur Welt kommen will.

    Ich bezweifle jetzt einfach mal die von Dir zugrunde gelegten Behauptungen:

    1. eine Frau, die beruflich Karriere macht, will zuhause auch entspannen. Das Strunzen mit beruflichen Erfolgen ist doch erfahrungsgemäß eher Männer-Sache, oder? (Rangfolge-Kämpfe)

    2. Ein Mann, der ständig mit seinen beruflichen Erfolgen strunzt, geht vielen Frauen auch auf den Geist.

    3. Wir kommst Du zu der Auffassung, daß es in einer Partnerschaft zwischen zwei beruflich erfolgreichen Menschen zu einer Konkurrenzsituation kommt? Das mag stimmen, wenn beide in der gleichen Branche auf dem selben Rang arbeiten - aber sonst? Wenn er z.B. Chemiker ist und sie Vermögensberaterin - wo besteht da die Konkurrenz?

    4. Denken - Gottseidank - nicht alle Männer so. Ein Mann, der sich nicht auch einmal über den beruflichen Erfolg seiner Frau freut, dem fehlt etwas an Sozialkompetenz.

    5. Ich komme mit Sicherheit aus einer anderen familiären Konstellation. Die Männer, die ich kennenlernte, hatten nie ein Problem mit beruflichem Erfolg. Da die Intelligenz und die Talente nun mal gleichmäßig über Männer und Frauen verstreut sind, wäre es doch folgerichtig, daß jeder seine Neigungen, Fähigkeiten und Talente dementsprechend auslebt. Mit welchem Recht (außer dem des Paschas) verlangen Männer, daß nur sie im Zentrum des Universums stehen? Ich finde das anmaßend.
    Ein Mann mit sog. traditionellem Rollenbild ist für mich ein No-Go.

  19. 23.05.2010 13:43
    @16: Danke für Deine Zustimmung. Ich dachte schon, ich kann doch unmöglich allein mit meiner Meinung sein...

  20. 23.05.2010 14:13
    @#17: Liebe Constanze! Mich würde mal Deine jeweilse konkrete Meinung zu meinen Punkten 1-4 aus #1 interessieren. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass Du da wirklich widersprichst.

    Deine Gedanken sind nicht schlecht, aber eher Wunschbilder, so verstehe ich sie zumindest. Es geht doch nicht darum, "mit welchem Recht ein Mann...", sondern darum, dass JEDER, also Frauen wie Männer, frei sind in ihen Wünschen bezüglich einer Partnerschaft.

    Ich habe einen zentralen Punkt noch einmal in #3 hervorgeheben gehabt: Wenn ein Mann andere Präferenzen bzgl. seiner zukünftigen Partnerin hat, dann ist er keineswegs unbedingt überfordert/hat Angst/Komplexe oder nimmt sich Rechte heraus, sondern er ist einfach klug und vernünftig genug, um zu erkennen, was im Leben wichtig FÜR IHN PERSÖNLICH ist: Zum Beispiel eine ausgeglichene Balance aus Beruf und Freizeit, viele gemeinsame Unternehmungen mit seiner Partnerin oder Familiengründung unter wünschenswerten Bedingungen.

    Ich kann zwar nachvollziehen, dass Dich das womöglich persönlich ärgert, aber gehe doch mal 1-4 aus #1 durch und sage mir, wo ich mir irre oder wo Du einfach anderer Meinung bist und ob Du den Punkt aus #3 wirklich nicht nachvollziehen kannst.

  21. 23.05.2010 14:18
    @ Constanze 11 + 17:

    Liebe Constanze,

    Ich habe einfach ganz eine andere Meinung und - wenn man so will - eine andere Weltsicht als Du. Um ganz ehrlich zu sein: Ich kann Deine Meinung und Deine Sichtweise nicht nachvollziehen und könnte sie nie bei einer Partnerin tolerieren, so wie Du die meine auch nicht tolerieren könntest bei Deinem Partner. Aber grundsätzlich ist das doch eigentlich OK so - es soll jede/r so leben, wie er/sie es für gut befindet!

    Um Deine #11 gestellte Frage zu beantworten: Also grundsätzlich würde ich getreu dem Prinzip "sag niemals nie" eine Partnerschaft nicht a priori ablehnen, wenn ich z.B. eine Frau kennenlernen würde, die beruflich besser gestellt ist und/oder mehr verdient als ich, weil fürs 'Passen' oder 'Nicht-Passen' ja noch ganz viele andere Faktoren entscheidend sind. Da gibt es bestimmt andere, viel 'härtere' Fakten, bei denen ich sofort und ohne weiteres Kennenlernenwollen abblocken würde (z.B. eine sehr linke politische Gesinnung - für mich intolerabel!).

    Aber ich möchte einfach keine Partnerin, die quasi bis auf den "kleinen Unterschied" wie ein Mann ist. Meiner Meinung nach gibt es ganz signifikante Unterschiede zwischen Mann und Frau, und nach meinem Empfinden hat das, was Du wahrscheinlich für Gleichberechtigung ansiehst, nichts mehr mit Gleichberechtigung zu tun, sondern ist für mich Gleichmacherei. Erstere befürworte ich, Letztere lehne ich entschieden ab. Somit muss ich #15 'leider' Recht geben, obwohl ich es persönlich dann doch nicht so extrem formulieren würde - es gibt eben, wie gesagt, grosse graduelle Unterschiede und nicht einfach die beiden Extreme 'totale Emanzipation' und 'totale Nicht-Emanzipation'.

    Ich sage nicht, dass meine Haltung 'die richtige' ist - aber ich glaube, dass eine Mehrheit der Männer +/- so denken und dass auch sehr viele Frauen im Grunde einen Partner möchten, zu dem sie 'aufschauen' können usw. Das ist für mich - wie gesagt - kein Widerspruch zur Gleichberechtigung. Das war auch der ursprüngliche Grund für mein Posting (#2): ich wollte der Fragestellerin mitteilen, was meine Haltung ist, und zum Ausdruck bringen, dass ich *glaube*, dass dies eine Mehrheitenmeinung darstellt.

    Übrigens kann ich letztgenannte Behauptung (dass Frauen zu einem Mann 'aufschauen' möchten) durchaus mit Erfahrungen aus meinem Leben untermauern: Ich bin Gymnasiallehrer, promoviert, arbeite nebenbei noch als Hochschuldozent und bin auch wissenschaftlich tätig - bin also im Grossen und Ganzen bestimmt nicht schlecht gestellt und auch nicht unbedingt strohdumm -, verdiene aber natürlich weniger als z.B. ein Anwalt oder ein Banker. Nun habe ich schon öfters die Erfahrung gemacht, dass ich z.B. einer Juristin oder einer in der Privatwirtschaft tätigen Personalfachfrau o.dgl. 'zu wenig gut' war und Frau mir bei Dates dies durch die Blume deutlich zu verstehen gegeben hat. Wie soll ich das denn jetzt Deiner Meinung nach einordnen??

  22. 23.05.2010 14:57
    @19: Liebe Frederika! Gerne nachfolgend:

    1. stimme dem zu

    2. kann ich nicht in Gänze beantworten, da ich die für eine Statistik notwendige Breite an Männerbekanntschaften noch nicht hatte :o))
    Auch Männer wollen Frauen toll finden. Ich sehe Deine Sicht nicht so eng.

    3. Hier muß man, denke ich, differenzierter denken. Einerseits gibt es beruflich beanspruchte sogenannte Karrierefrauen, die aber genug Geld haben, um Dinge zu delegieren, sich die für sie wichtigsten Aspekte herauszugreifen und für den Rest eine Putzfrau und einen Gärtner haben. Nichtzuletzt haben manche Frauen in leitender Stellung Weisungskompetenz und können sich ihre Arbeitszeit einteilen.
    Im Gegensatz dazu stehen normale Frauen. Die haben teilweise "normale" Arbeitszeiten (nine to five) - aber ganz viele arbeiten in Schicht oder am Wochenende als Krankenschwester, Verkäuferin, Immobilienmaklerin etc. Das dürfte auch nicht einfach sein, diese Arbeitszeiten mit einer Partnerschaft zu vereinbaren, in der gemeinsame Freizeit einen großen Raum beanspruchen soll.
    Fazit: es gibt überall Alles. Im Einzelfall genau nachfragen und nicht versuchen, alle über einen Kamm zu scheren.
    Wie die Umstände werden, wenn ein Kind unterwegs ist: ---> dann muß neu über Zeiteinteilung und Prioritätensetzung nachgedacht werden.

    4. Ich behaupte mal, der Beruf steht bei Männern doch auch an Position 1, weil er einen ernährt... das ist einfach realistisch. Selbst bei Außendienst kann man vieles organisieren und vieles ist bei gutem Willen möglich. DARAN sollte doch keine Partnerschaft scheitern! Natürlich darf man sich dann kein klammerndes unselbständiges Männchen/Weibchen suchen. Selbstredend.

  23. 23.05.2010 15:09
    @20: Peter:

    Die letzte Frage zuerst: Wer als Juristin o.ä. einen Gymnasiallehrer als ´zu wenig gut´ befindet, hat ein Problem im Kopf. Wenn man das auch noch bei den Dates ausspricht, fehlt es auch noch an Manieren.

    Wieso sollte eine Frau, die beruflich erfolgreich ist, "wie ein Mann sein"? Das eine ist Beruf, das andere ist privat! Im Beruf habe ich eine Rolle zu spielen, privat kann ich mich geben, wie ich bin. Ich muß mich auch oft im Job gegen andere durchsetzen und trotzdem bin ich eine liebevolle Mutter, nette Gesprächspartnerin, ich koche, bügle und putze, werkel im Garten herum etc.
    Nur weil eine Frau vielleicht in der Geschäftsleitung einer Firma arbeitet, ist sie doch keine Kommandeuse! Ich kann da keinen Zusammenhang erkennen.

    Was empfiehlst Du denn den Männern, die einen eher schwachen, weichen Charakter haben? Davon gibt es nämlich auch eine ganze Menge. Notschlachten, weil evolutionäre Fehlentwicklung?

    Die wenigsten Frauen sind "wie ein Mann" und wenn, dann ist das unabhängig vom Job. Es gibt auch vierschrötige Hausmeisterfrauen und Bäuerinnen und nette, freundliche Geschäftsführerinnen.

  24. #23 Gast
    24.05.2010 09:31
    Nochmal zurück zum Anfang des Forums:

    Wo steht geschrieben, dass Karrierefrau = unaktraktiv ist? Ich m27 kann mir das sehr gut vorstellen. Auch Kinder sind kein Problem - dann stecke ich eben bei meiner Karriere zurück. Wo ist das Problem? Also ich habe damit gar keins.

    Kenne genügend Beispiele, bei denen der Mann (Akademiker!) zu Hause bleibt für die Kinder und ein wenig halbtags oder per Homeoffice arbeitet.

  25. 24.05.2010 13:01
    @#21: Danke, Constanze!

    zu 1: Gut, dass wir uns bezüglich des Pyramidenproblems einig sind.

    zu 2: Ja, Männer wollen Frauen toll finden. Aber glaube mir, sie finden sie toll für ihr Aussehen, Anmut, Natürlichkeit, Warmherzigkeit, Zärtlichkeit, Feminität, auch für ihre Pfiffigkeit, gesunden Menschenverstand. Aber eben nicht für die Führungsposition, für die Gehaltserhöhung, für die Personalverantwortung oder für die 60-Stunden-Woche. -- Überlege nochmal, ob Du mir nicht auch da zustimmen kannst.

    zu 3: Nein, da widerspreche ich mal einfach ganz hart. Personen mit Führungsverantwortung, mit leitender Position arbeiten nahezu alle mehr als 40 Stunden. Solche Positionen erfordern einfach Einsatz und Bereitschaft. Weisungskompetenz und Delegieren klingt gut, wird auch gemacht, dennoch bleibt mehr übrig als ein 8-bis-16-Uhr-Tag. Das ist Fakt, ich kenne nicht einmal die Ausnahme von der Regel. Egal ob Mann oder Frau, aber hier eben Karrierefrauen arbeiten viel und hart. -- Du hast recht, dass Wochenend- und Schichtdienst auch niedere Berufszweige betrifft, dort aber immer exakt ausgeglichen auf 38.5-Stunden oder so. Mal abgesehen davon, dass Schichtdienstpartner auch allgemein wenig begehrt sind und viele abschrecken. Für mich wäre das zum Beispiel gar nichts, weder für mich selbst noch für einen Partner.

    zu 4: Ja, da hast Du recht. Das war aber eigentlich nicht als Kernaussage meines Punktes 4 gedacht. Ich meinte eigentlich, dass ein dominanter Beruf wie "Unternehmensberaterin" eben danach schreit, dass sie auch mal wochenlang oder gar monatelang eine Wochenend- oder Fernbeziehung führen werden. Dass es oft vorkommen wird, dass plötzlich 60-Stunden-Wochen gefahren werden. Das wiederum ist weder für Frauen noch für Männer attraktiv, ganz besonders dann nicht, wenn sie auf Partnersuche sind und die Auswahl haben. Ich würde so etwas gar nicht erst in betracht ziehen.

  26. 24.05.2010 13:05
    @#23: So, so, Du kennst "genügend Beispiele". Dafür, dass solche Beispiele deutschlandweit extrem selten sind, ist das schon erstaunlich. In welchem sozialen oder beruflichem Umfeld sind diese Beispiele angesiedelt?

    Ich kenne genau NULL Akademiker, die ihre Karriere und ihren Job wegen eines Kindes an den Nagel gehangen haben. Ich kenne auch nur extrem wenig, die Elternzeit genommen haben, und dass dann auch nur die zwei Gratismonate, maximal mal drei Monate.

    Ne, da scheint mir der Wunsch Vater des Gedanken zu sein. Wahrscheinlich betrifft das nur Männer, die ohnehin unzufrieden mit dem Job, dem Chef oder überhaupt waren und die eher geflüchtet sind als ein opfer gebracht zu haben.

  27. #26 Gast
    24.05.2010 17:41
    @#20.3 <MOD: Bitte keine Zitate kopieren, sondern einfach per Nummer referenzieren!>

    Kannst du mir die Ableitung erklären? Ich verstehe tatsächlich nicht, warum eine beruflich erfolgreiche Frau für die letztendlich ein Mann mit anderem Geschlecht ist. Oder impliziert für dich eine Frau, dass sie hinter ihrem Mann zirücksteht (finanziell, beruflich, auch bildungstechnisch?) Warum soll ich als Frau nicht auch Unternehmen führen? In meinem Umfeld sind viele erfolgreiche Frauen und die Männer haben kein Problem damit. Ist das vielleicht auch eine Generationssache?

  28. #27 Gast
    24.05.2010 19:11
    @25: Ich komme ursprünglich aus der Unternehmensberatung und hatte in der letzten Firma zwei Kollegen gehabt: der eine ist seit 6 Jahren per Homeoffice aktiv und der andere ist jetzt frisch in der Elternzeit für mehr als 3 Monate. Zudem hatte ich einen Ing-Professor an einer renomierten Universität, der sechs Monate Auszeit genommen hatte (Professoren-Ehepaar). Ich habe auch aktuell in einem Industrieunternehmen einen Kollegen der ebenfalls für das Kind zurückstecken würde.

    Sehe auch keinen Zusammenhang zwischen Zufriedenheit im Beruf und einer bewussten längeren Auszeit um sich der Familie zu widmen. Andersherum gefragt: Sind damit alle Frauen unzufrieden mit dem Job? Das kann, muss aber nicht der Grund sein - es gibt sicher sehr sehr viele Gründe.

    Ich glaube die junge Generation der Akademiker ist da ein wenig offener zu diesem Thema. Vielleicht nicht alle, aber ich kenne ausreichend viele.

  29. 25.05.2010 00:00
    @22:

    Hallo Constanze,

    Du schreibst #22 mit Bezug auf mein Posting #20:

    >>Die letzte Frage zuerst: Wer als Juristin o.ä. einen Gymnasiallehrer als ´zu wenig gut´ befindet, hat ein Problem im Kopf. Wenn man das auch noch bei den Dates ausspricht, fehlt es auch noch an Manieren.<<

    Vielen Dank für diese Aufmunterung! Allerdings muss ich sagen, dass in dem Fall wohl sehr viele Frauen ein "Problem im Kopf" haben. Denn ich hatte weit mehr als 1 Date mit Juristinnen o.ä., und immer lief es mehr oder weniger darauf hinaus, dass ich denen irgendwie 'zu wenig gut' war. Und ich kenne einige Lehrerkollegen von mir, denen es ganz ähnlich geht. Und wenn ich bei uns im Lehrerkollegium die Frauen so ansehe, so fällt mir auf, dass nicht wenige von ihnen mit Männern verheiratet sind, die deutlich besser verdienen und in einem 'besseren Beruf' tätig sein. (Und nur so nebenbei: Vor kurzer Zeit war eine junge Studentin, die mir gut gefiel, als Vertretung für ein paar Wochen an unserer Schule. Ich versuchte mich an sie 'ranzumachen' (und zwar, wie ich meine, nicht plump, sondern äusserst takt- und gefühlvoll) - Du hättest mal sehen sollen, wie arrogant die mich abblitzen liess!!) Da ist guter Rat in der Tat teuer...!

    Zu Deiner #22 gestellten Frage, warum ich finde, dass eine berufliche sehr erfolgreiche Frau "wie ein Mann" sei: Also erstens, verstehe mich nicht falsch, ich spitze das natürlich mit Absicht etwas zu, einfach um begreiflich/sinnbildlich zu machen, wie ich empfinde, und um anschaulich zu machen, was sich mit Worten irgendwie schlecht ausdrücken lässt. Natürlich muss man immer den Einzelfall oder den einzelnen Menschen 'dahinter' anschauen, und ich will auch gar nicht ausschliessen, dass ich mich nicht allenfalls doch in eine erfolgreiche Geschäftsführerin verlieben und mit ihr glücklich werden könnte. Aber es geht hier ja ums generelle Empfinden, um die grundsätzlichen Wünsche und Vorlieben. Diesbezüglich ist mir Frederika #21 eigentlich zuvorgekommen:

    >>Ja, Männer wollen Frauen toll finden. Aber glaube mir, sie finden sie toll für ihr Aussehen, Anmut, Natürlichkeit, Warmherzigkeit, Zärtlichkeit, Feminität, auch für ihre Pfiffigkeit, gesunden Menschenverstand. Aber eben nicht für die Führungsposition, für die Gehaltserhöhung, für die Personalverantwortung oder für die 60-Stunden-Woche.<<

    Auch das ist natürlich irgendwo etwas überspitzt oder tendenziös ausgedrückt - aber verstehst Du, in welche Richtung der Hase läuft?? Um es noch einmal zu sagen: Für mich sollten einfach die 'Eckwerte' der traditionellen Rollenverteilung, die für mich nicht im Widerspruch zur rechtlichen Gleichberechtigung stehen, gegeben sein. Es ist doch auch kein Zufall, dass - statistisch gesehen - die Frau meistens ein wenig kleiner und/oder ein wenig jünger ist als der Mann! Ebenso möchte ich als Mann auch der Hauptversorger sein und in der Lage sein, die Familie wenn nötig alleine zu versorgen. Und ja, ich gebe es zu, in erster Linie ist mir wichtig, dass meine Partnerin hübsch, feminin, zärtlich, warmherzig, einfühlsam usw. ist - da spricht mir Frederika ganz klar aus dem Herzen!

    Gegenfrage an Dich: Wenn ich Dich recht verstehe, würde es Dich nicht stören, wenn Dein Mann schlechter ausgebildet und/oder beruflich schlechter gestellt und/oder schlechter verdienend wäre als Du? Wo wäre dann für Dich die Grenze: kein Studium - OK? kein Abitur - OK? Handwerker - OK?

    Und was die anderen von mir als 'Eckwerte' bezeichneten Dinge wie bspw. Körpergrösse oder Alter angeht: Wäre für Dich z.B. ein Mann, der 10 cm kleiner als Du und/oder 10 Jahre jünger ist, auch annehmbar? Das führt jetzt freilich weg vom eigentlichen Thema - aber versuche Dir doch mal aus dieser Perspektive die Sache zu überlegen!

  30. 25.05.2010 01:33
    @Hallo Peter-123:

    Natürlich suche ich auch jemanden auf Augenhöhe. Wie in einem Nachbarthread bereits angeführt, suche ich einen Mann, der intelligent ist, eine rasche Auffassungsgabe hat, neugierig und offen durch die Welt geht, gute Manieren hat, keine zwei linken Daumen, der sein Leben in den Griff kriegt und (vorzugsweise) auch noch schnuckelig aussieht.
    Ob das ein Akademiker oder ein Handwerker ist, ist mir eigentlich egal. Sicher ist allerdings, daß die oben aufgezählten Eigenschaften tendenziell eher bei einem Akademiker anzutreffen sind,

    Nein, es stört mich nicht, wenn der Mann schlechter ausgebildet, schlechter bezahlt, und geringfügig kleiner ist als ich - solange der Rest stimmt (und da kann man froh sein, wenn man das zusammenbekommt!) Ich will ja mit dem Mann kein Wettrennen abhalten. Allerdings kommt es mir manchmal vor, als daß Kinderliebe und Warmherzigkeit tendenziell eher bei den einfacheren Leuten anzutreffen sind.
    10 Jahre jünger ist ein bisschen extrem, wir sollten schon einen ähnlichen geistigen Reifegrad haben.

    Daß Du gern Hauptversorger sein willst, erstaunt mich. Erstens, weil ich das für anstrengend halte (was ist wenn Du mal ausfällst?), zweitens wäre mir ein Alleinversorger unangenehm (ich bin ungern abhängig) und drittens ist das (zumindest hier in Leipzig) finanziell gar nicht machbar. Ich dachte immer, zunehmend fänden das immer mehr Männer auch stressig?

    Desweiteren gebe ich zu, daß ich mit schlechter ausgebildeten Männern schon Beziehungen / Affären gehabt habe. Mein Gefühl war aber immer, daß sie stolz auf das waren, was ich (auch beruflich!) erreicht hatte. Ich würde als Frau über meinen Mann auch so denken und halte das in beiden Richtungen einfach für normal. Aber vielleicht bin ich ja tatsächlich anders sozialisiert...

    In dem Sinne: Seid bereit? Immer bereit! Setzen. Uff.