1. Frage:
    Gefragt am: 24.07.2010, 20:01 von Gast
    Ist es normal dauernd seine Partner so schnell zu wechseln?
    Ich 53J hatte eine Beziehung zu einem Mann 55 J.Er hatte sich kurz vorher von seiner Ehefrau getrennt.Er erzählte mir das das schon lange vorbei ist, sie hätten seit 2 Jahren immer wieder versucht die Beziehung zu kitten, aber es ist vorbei, er hätte sich losgelöst. Wir beide waren 9 Monate zusammen,Fernbeziehung stritten sehr häufig, weil seine ex doch noch immer zwischen uns stand. Kurz nachdem wir uns getrennt hatten hatte er die Neue , auch eine Fernbeziehung. Mir kommt der Verdacht das er die schon während unserer Zeit kennen gelernt hatte.Und wir uns deshalb so schnell getrennt haben. Kann Mann dauernd wechseln, da waren doch auch Gefühle da? Ich für meinen Teil bleibe erstmal allein...
    Antworten:
  2. #1 Gast
    24.07.2010 21:07
    So Einen hatte ich auch mal. Ich war sehr blauäugig, es war meine erste Beziehung nach meiner Scheidung. Er (55) seit 3 Jahren geschieden, erzählte mir aber, dass er schon ein paar 3-Monatsbeziehungen hatte. Natürlich waren dann immer die Frauen schuld, waren alle ziemlich doof. Ich war genauso doof, denn nach 3 Monaten hat er mich von heute auf morgen abserviert, ohne jeglichen Streit vorher. Ich hatte kurz vorher mal über die Singlebörse, aus der wir uns kannten, eine Anfrage und war daher eingeloggt, als ich sah, dass er auch am Tag vorher eingeloggt war, hatte ich zwar ein seltsames Gefühl, hab es aber beiseite geschoben.
    Nach der Trennung war er dann jeden Tag eingeloggt, aber bereits nach 1 Woche stand in seinem Profil der Hinweis, dass er gefunden hat und nicht mehr sucht.
    Hat also auch bereits vorher den warmen Wechsel vorbereitet.
    Eine Freundin hat mir erklärt, so etwas nennt man "serielle Monogamie", also schon immer nur eine Frau, aber die dann ganz kurz hintereinander. Also niemals lange alleine.
    Für mich ein armer Mensch, denn er wird immer auf der Suche sein und nie ankommen.

  3. #2 Gast
    24.07.2010 21:13
    meine Meinung nach, er war nicht bereit für eine neue Beziehung. leider gibt es das oft, Du hast ihm nicht gereicht, von ihr komplett zu lösen, war die Anziehung nicht stark genug. Ich finde es normal daß eine schnelle Partner oder Partnerinwechsel in der Trennungszeit insbesondere.

  4. #3 Gast
    25.07.2010 02:43
    Was ist im Spiel der Liebe, für das keine Regeln gelten, die Norm?
    Man begegnet sich, ist angezogen, harmoniert dann oder nicht, lebt, lacht, liebt, streitet und geht vielleicht wieder auseinander...ein bunter Mix von Chemie, Weltanschauung, (neurotischen) Verhaltensweisen, Drama, Seifenoper...Dein Leben geht weiter...weshalb sich der "Welt" freiwillig verweigern? "Da draußen" gibt es -zig (interessante) Männer, die es zu entdecken gibt, Erfahrungen, die Du noch machen kannst...

  5. #4 Gast
    25.07.2010 08:51
    Guten Tag,

    mit jeder Beziehung gibt man ein wenig von sich her. Nach vielen Beziehungen "wirft" man sich nicht mehr so rein, denn nach den Erfahrungen kann man schnell eine andere Beziehung aufnehmen. Unter dem Aspekt der emotionalen Abstumpfung fällt es dann schwer, dauerhaft an einer Beziehung fest zu halten.

    Es scheint jedoch eine hohe Anzahl Männer und eine weniger hohe Anzahl Frauen zu geben, die auf der sexuellen Überholspur leben - solange, bis sie vor die Wand knallen.

    M, 50

  6. #5 Gast
    25.07.2010 10:21
    Ex und hopp - in einer Konsumgesellschaft doch nun wirklich kein Wunder?

    Wo ist das nächste Schnäppchen, bei dem ich (vermeintlich... ;-) ) einen so richtig guten Deal mache?

  7. 25.07.2010 10:47
    @#4

    Ich denke nicht, dass es nur mit sexuellen Befindlichkeiten einhergeht. Es gibt unterschiedliche Gründe und die Sexualität ist eine davon. Wie #2 auch schreibt, gibt es das oft, die noch nicht bereit sind für eine neue Beziehung, aber sie dennoch (bewusst oder unbewusst) eingehen.

    Man stumpft sicherlich emotional ab. Solche Menschen wissen oftmals gar nicht, was sie anderen Menschen antun. Das ist schlimm. Ebenso schlimm ist es aber auch, dass sie oftmals nicht wissen, was sie sich selber damit antun.

    In ähnlicher Weise habe ich es auch im Thread "Suche Partner, bin aber noch in Beziehung" beschrieben.

    "Solange, bis sie vor die Wand knallen."
    Diese Menschen arbeiten nie oder ungenügend ihre Vergangenheit, ihre Altlasten, etc. auf. Kein Mensch kann auf die Dauer so leben. Wenn man wirklich an sich arbeitet, dann landet man sanft. Arbeitet man ungenügend an sich, sieht die Probleme, Fehler nur bei Anderen, lebt in dieser Form ewig so dahin, nimmt viel und gibt wenig, o.ä., wird man hart landen. Irgendetwas wird einem einholen: Seien es die Geister aus der Vergangenheit oder die unaufgearbeitete Kindheit, etc. Zur harten Landung sei noch gesagt: Das ist insofern ein Problem, weil diese Menschen oftmals psychisch nicht gefestigt sind und eher wenig Selbstwert (Selbstbewusstsein eher schon) besitzen.

    "Mit jeder Beziehung gibt man ein wenig von sich her."
    Ja, man gibt etwas von sich her, wenig aber doch. Nur ich habe da eine Theorie: Jene Menschen, die so agieren (nicht allein sein könnend, ständige warme Wechsel, viele Beziehungen, etc.), haben einen Schutzschirm aufgebaut (bewusst oder unbewusst). Sie wollen oder können in der Tiefe (Stichwort: emotionalen Abstumpfung) gar nicht oder nur schwer erreicht werden. Sie haben große Angst diesen Schutzschirm aufzugeben, weil er ihre Verletzlichkeit offenbart. Egal wie deren Befinden ist, oder welche tiefe Ängste sie haben, es sollte nie vergessen oder entschuldigt werden, dass gerade solche Menschen andere Menschen emotional verletzten, Kraft und Energie im Verhältnis mehr nehmen als geben.

    @#5
    Die Konsumgesellschaft verstärkt und prägt auch z.T. Die Konsumgesellschaft könnte z.B. die Schere zw. unbewusster Wahrnehmung und dem (un)bewussten Handeln vergrößern. Die Wurzel, die Ursachen sind aber eher woanders zu suchen.

  8. 25.07.2010 11:43
    @ Fragestellerin +
    @ #1
    so beziehungsweise so ähnliche Erlebnisse habe ich auch gehabt.

    Es waren Männer die in vergangener Zeit eine lange und für sie emotional bindende Beziehung, meist Ehe, hatten, aus der sich die Frau getrennt hat oder aber irgendein Verhalten/ NIchtverhalten der Frau zur Trennung geführt hat..

    Diese Trennung hatten die Männer nicht verschmerzt und auch nicht verarbeitet und waren auch emotional noch sehr mit dieser Partnerin verbunden.

    Um nicht allein mit diesem Schmerz zu sein wird dann eine neue Partnerin gesucht, der man die Verletzung weitergeben kann. Die neue Beziehung wird nur solange aufrecht erhalten, wie eine eigene emotionale Nichtbindung möglich ist. Genau an dem Punkt, an dem man spürt, es wird immer vertrauensvoller, wird abgebrochen.

    Ich habe auch schon die Forderung an mich erlebt, ich sollte nach kurzer Zeit, so ca. 3 Monaten Fernbeziehung, alles Eigene aufgeben und in den Haushalt des Mannes ziehen. Wenn ich dazu nicht bereit war, war ich auch nicht die Richtige und wurde freundlich verabschiedet.

    Nach meiner Erfahrung ist es hilfreich, nach dem Kennenlernen sich selbst und dem anderen Zeit zu geben und geduldig zu sein, auch wenn man vielleicht im Überschwang der Freude und Sympathie nur noch die rosarote Brille auf der Nase hat und die Schmetterlinge ganz wild flattern, und auch zu wissen, verletzten Menschen kann man immer wider begegnen.
    Wo eine wirklich liebevolle Begegnung ist, gibt man sich auch gegenseitig Zeit.

  9. #8 Gast
    25.07.2010 19:08
    Also hier ist es anscheinend ganz normal...mir sagen oft Frauen, dass sie in einem einzigen Jahr hier bei Elite 3 - 6 Beziehungen hatten. Damit beende ich den Kontakt, das wars dann, würden sie es mir nicht sagen, würde ich auch abbrechen, da ich das spüre!
    "Mit jeder Beziehung stumpfen die Frauen wie Männer emotional ab."
    Menschen, die so agieren können nicht allein sein, brauchen ständig eine Beziehung, koste was es will. In ihrer Verletztheit verletzen sie dann emotional andere Menschen, ein Teufelskreis! m49

  10. #9 Gast
    25.07.2010 21:48
    Fernbeziehungen finde ich sowiese nicht gut. Viele sind damit genau geschützt, weil man sich in der Mitte treffen kann und niemand einen kennt. So kann er noch eine Familie haben und dir was vormachen....tut mir leid für dich....einfach vergessen!

    Hier scheinen jedoch viele immer wieder MEHRERE Beziehungen zu haben und zu beenden!!! Lässt dir euch den gleich auf den nächsten, auf die nächste ein, der/die euch schöne Augen macht? Irgendwie macht es mir grosse Mühe, dass es für viele so normal ist, dass man es mit vielen probiert und wenn es nicht passt, dann könnte es die nächste Person sein....

    Ich möchte jemanden langsam kennen lernen und mich nicht sofort auf den einlassen....und somit nicht zu viele treffen.

    Schliesslich soll es nur EINER sein, denn ich will und nicht mit möglichst vielen intimes Verhältnis gehabt haben.

    Diese Art von Beziehungen sind einfach nicht ernst zu nehmen, weil man sie zu oberflächlich angeht, sich voll darauf einlässt und dann ist man enttäucht....das möchte ich für mich vermeiden.
    w40

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