- Frage:
Ist es nur eine sexuelle Belästigung?Ich (38) bin ein wenig ratlos. Ich habe einen Kollegen, der schon mal gern an mir "herumgrabbelt". Das heißt, es gab schon mal eine Umarmung, ein Streicheln über Arm oder Knie, eine leichte Berührung der Brust. Eine zeitlang lächelte er auch meistens freundlich, wenn er mich sah, in letzter Zeit aber sieht er mich eher nicht mehr so freudestrahlend an. Er hat mir noch nie Komplimente gemacht oder mich mal nach einem privaten Treffen gefragt. Ich mag ihn, weiß aber nicht, wie ich mit seinem Verhalten umgehen soll. Will er schnellen Sex oder gar nichts? Betatscht er eventuell nur gern Frauen? Ich hätte gern Eure Meinung dazu.Antworten: -
Ja, das ist eindeutig sexuelle Belästigung. Absichtliche Berührungen von Knie oder Brust sind immer sexuelle Belästigungen, es sei denn es findet im Rahmen von eindeutigem gegenseiten heißen Flirten statt.
Vielleicht dachte er, Du wärest leicht zu haben. Vielleicht ist er einfach nur gestört.
Mein Rat: Sag ihm bei der nächsten Berührung ganz klar und unmissverständlich, dass er Dich bitte nicht noch einmal berühren soll. Sag ihm dies unter vier Augen und mit strengem Augenkontakt. Fast immer wirkt es ausgezeichnet, wenn man selbstbewusst klare Grenzen setzt. Darauf stehen Triebtäter nämlich gar nicht. Falls er zu diskutieren anfängt, sag ihm unmissverständlich und glashart, dass Du bereit bist, die bisherigen sexuellen Belästigungen zu vergessen, wenn er sich ab jetzt tadellos verhält. Damit hast Du dann eine noch härtere Grenze gezogen und durch den Begriff die Tragweite klargemacht. Weitere Diskussionen unbedingt vermeiden und das Gespräch abbrechen.
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Ich hatte auch mal einen Kollegen, der mich ständig ganz zufällig berührte. Er kam immer sehr nahe und dann strich er mir mal über den Rücken oder den Arm.
Ich hab mit Kolleginnen gesprochen und ein Teil von ihnen hatte ähnliche Erfahrung gemacht. Der Mann war sonst sehr nett, aber es hat uns einfach genervt. Wir sind dann zum Personalrat gegangen und unsere Gleistellungsbeauftragte hat dann mal mit ihm gesprochen. Jetzt ist alles gut. Er wollte wirklich nur zeigen, dass er uns als Kolleginnen mag. Aber das geht einfach zu weit, das ist sexuelle Belästigung und da sollte man beizeiten etwas unternehmen.
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Ohje das geht Mann im Job genauso-wenn nicht sogar öfter so,daß man von Kolleginnen betatscht wird-über den Rücken streicheln,Klaps auf Bein oder Po-als Liebes und Sexanmache und für eine Verklagung empfunden habe ich das noch nie.Eher als Freundlichkeit und Kompliment,aber Frauen meinen wahrscheinlich das sie immer und ständig körperlich begehrt sind und werden...träumt weiter.Wer nicht klar verbal seine Grenzen abstecken kann-ruhig und zu kleinlich ist,hat wohl selbst ein Problem!
m48
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Also ich habe noch nie einen Kollegen betatscht, selbst wenn mir einer besonders sympathisch war! Höchstens mal im Spaß auf die Schulter geklopft.
Ich finde, wenn ein Mann einer Frau an die Brust fasst, ist es eindeutig sexuelle Belästigung, denn das ist kein Scherz mehr und auch kein Kompliment!
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wie macht mann es wenn mann eine frau ausziehen will ?
Spezies A mag es daß man ihr sagt: "Zieh Dich aus"
Spezies B mag es, endlos zu kuscheln und stück für stück vom mann ausgezogen zu werden - es dauert stunden
Übertrag das mal:
Du läßt dich erst über die Hand streicheln, dann übers Knie dann über die Brust ?
Gehts noch ? Männer reden im Büro und wenn er erst mal rumerzählt (und natürlich übertreibt er) wo er Dich überall angefaßt hat bist schneller freiwild oder die thekenschlampe des Büros als du denkst.
Es ist sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz mehr nicht .... wenn er was von dir will kann er es sagen
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Liebe FS,
ich lese Deine Schilderung so, als ob Du eigentlich nichts gegen ein näheres Kennenlernen des Kollegen hättest. Vielleicht hast Du ja mal mit ihm geflirtet, weil er Dir gefällt. Ist ja auch völlig legitim.
Offenbar hat er Deine Signale falsch gedeutet. Auf alle Fälle steht fest, dass er ein wahrer Mistkerl ist, denn Berührungen an der Brust oder an den Beinen sind keinesfalls OK. Für mich ist das eine sexuelle Belästigung - und ganz sicher ist das nicht das, was Du Dir von ihm gewünscht hättest.
Ich denke, Du kannst davon ausgehen, dass Du Dich in ihm geirrt hast. Ein fairer, niveauvoller Kollege, der an Dir interessiert wäre, würde so nicht mit Dir umgehen.
Ich würde versuchen, mich von ihm zu distanzieren und ihm generell kühler und geschäftsmäßiger zu begegnen. Wahre Abstand zu ihm, so dass er Dich nicht mehr so leicht berühren kann. Wenn er weitermacht, dann sprich mit ihm.
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Mich wundert, was manche Männer mit manchen Frauen machen können. Selbst wenn ich an einem Mann interessiert bin, endet dies in dem Moment, wo er mich so dämlich angrabbelt. Aber Dir scheint es ja zu gefallen ...
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Trenne Arbeitsplatz und Privates ganz strikt. Selbst, wenn ich meinen Freund am Arbeitsplatz hätte, würde ich ihm strikt verbieten, an unserem gemeinsamen Arbeitsplatz mich so anzumachen.
Du verdienst am Arbeitsplatz dein Brot! Das darfst du niemals gefährden, schon gar nicht wegen einer Laune.
Ehrlich gesagt, würde ich einen Mann, der sich am Arbeitsplatz unprofessionell und übergriffig (Berührung an der Brust) verhält (wenn du ihm wirklich was bedeuten würdest, würde er dich um ein Treffen bitten und nicht zwischen Tür und Angel -weil du ihn gerade so geil machst - so betatschen), total unattraktiv bis hinzu eklig finden.
Sei dir mehr wert und besinn dich bitte!
w. 32
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Hand, Arm, Schulter - wir sind ja nicht in Amerika. Kommt auch anders herum vor (W/M - M/W). Das kann ein Flirtsignal sein, kann aber genau so gut überhaupt nichts bedeuten.
Bein - ich kann mir wenig Umstände vorstellen, unter denen eine solche Berührung nicht zumindest zweideutig ist.
Brust - Das zu Vermeiden schaffen sogar Paparazzi im Gedränge vor dem roten Teppich.
@FS
Du redest von sexueller Belästigung. Genauer, Du fragst, ob sein Verhalten eine ist. Das kannst aber nur Du beantworten. Denn ähnlich wie auch bei einer Vergewaltigung der zentrale mechanische Ablauf (Penis in Vagina...) derselbe ist wie bei einvernehmlichen Sex macht auch hier das Wort "einvernehmlich" den Unterschied.
Hast Du dem Kollegen von Anfang an oder zumindest ab einem bestimmten Zeitpunkt klar gemacht, dass Du keine Berührungen wünscht?
Falls er in der Zeit bisher erst gelächelt hat, dann Deine Hand berührt hat, später Deinen Arm, die Schulter, irgendwann später mal das Bein und Du bei all den "Dosissteigerungen" jeweils freundlich reagiert hattest, dann hatte er Grund zu der Annahme, dass sein Verhalten nicht unwillkommen ist.
Hätte er sich direkt auf die Brust gestürzt gälte dies natürlich nicht. Niemand kann annehmen, dass ein derartiges Verhalten auf Gegenliebe stösst.
Da Du schon die Frage stellst, ob sein Verhalten als Belästigung zu werten ist gehe ich davon aus, dass Du Dir darüber noch kein Urteil gebildet hast. Folglich hast Du bisher zumindest auch keine ablehnenden Signale gesetzt, womöglich sogar die eine oder andere positive Reaktion gesendet.
Solange Du aber noch nicht kommuniziert hast, dass Du bestimmte Berührungen oder Verhaltensweisen nicht wünscht und solange er nicht Dinge tut bei denen von vorne herein klar anzunehmen ist, dass sie nicht erwünscht sind (der Klassiker: Der "Neuen" an den Hintern fassen) wäre es unredlich, von Belästigung zu sprechen. Die beschriebenen langsamen "Dosissteigerungen" schieben die Grenze dessen, was als erwünscht oder mindestens akzeptiert gewertet werden kann logischerweise vor sich her.
Also: Werde Dir zunächst darüber klar, wie viel Berührung Du willst/akzeptierst. Dabei kann Dir hier im Forum niemand helfen, das ist Deine ureigenste Sache. Dann kommuniziere diese Entscheidung klar. Oft genügt Körpersprache, manchmal sind Worte nötig.
Erst wenn danach noch die abgesteckten Grenzen verletzt werden dann kannst Du das zu Recht Belästigung nennen.
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Eine Berührung, die Dir nicht gefällt, musst Du auch in unserer Kultur nicht akzeptieren. Selbst wenn Du Tango Argentino tanzt (der ja sehr "kuschelig" sein kann), entscheidest Du, wie eng Du die Umarmung haben möchtest.
Ach, übrigens: Ich habe festgestellt, dass einige Männer meinen, sich bei kleinen Frauen besonders viele Frechheiten herausnehmen zu können. So ist es einer kleinen, niedlichen Bekannten von mir schon öfter passiert, dass fremde Männer sie in der Disko einfach am Hosenbund hochzogen haben. Du kannst Dir vorstellen, wie genervt sie lange Zeit war!
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Es ist nur dann sexuelle Belästigung, wenn Du Dich dabei sexuell belästigt gefühlt hast. Die Schwelle dazu legt jeder selbst fest. Typischerweise liegt sie bei Männern um ein vielfaches höher als bei Frauen.
Insgesamt schlimm finde ich die Entwicklung, daß von gewissen Kreisen immer mehr als sexuelle Belästigung deklariert wird. Das Frauen auf die Idee kommen, hier nachzufragen ob es schon in solch einem, wie dem beschriebenem Fall sexuelle Belästigung ist, ist äußerst bedenklich.
Erkennst Du nicht, daß er Dich einfach mag? Wäre er von der Sorte Grabscher, hättest Du es schon gemerkt.
Einige haben wohl schon schlechte Erfahrungen gemacht. Das aber gleich auf jeden Fall zu übertragen? Wo führt das hin? Sucht die Fragestellerin einen Grund gegen oder für ihn? Bei den Antworten, die man hier so ließt, bekommt man den Eindruck, daß hier ein Haufen Geschädigte gleich jeden Mann kriminalisieren, der ein Frau ungefragt berührt.
Ich kann nur hoffen, daß die Fragestellerin auf sich auf ihr eigenes Gespühr verläßt als auf die männerfeinlichen Ferndiagnosen, die man hier so ließt.
W42
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@#11: Ein Mann hat eine Frau einfach nicht ungefragt zu berühren. Punkt. Schon gar nicht am Arbeitsplatz. Das wird heutzutage nirgends mehr toleriert und sollte es auch nicht werden.
Es geht nicht darum, Männer zu kriminalisieren, sondern Anstand und Sitte zu folgen und Frauen vor unliebsamen Übergriffen zu schützen.
Körperlichkeiten haben am Arbeitsplatz rein gar nichts verloren. Sie sind fast immer Zeichen von Grenzüberschreitungen und Unprofessionalität.
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Ich (m, 34 J) werde oft von einer Kollegin (10 Jahre älter) begrabbelt, von der ich das eigentlich nicht möchte. Sie fasst mir dann z.B. an die Brust oder an den Bizeps und schwärmt, "wie muskolös" ich doch sei.
Anfangs habe ich darüber geschmuntzelt, mittlerweile denke ich, ich werde wohl mal was sagen. Weglachen geht nicht mehr. Man stelle sich mal vor, ich machte das bei einr Kollegin.
Insofern - ganz koscher ist die Sache mit deinem Kollegen wohl nicht - vielleicht denkt er sich aber auch einfach nix dabei.
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@12
Ich hoffe, diese Deine Aussage hast Du auch immer dann im Kopf, wenn Du einen Mann oder eine Frau ungefragt berührst. Ansonsten misst Du nämlich mit verschiedenem Mass!
#13 ist ein herrliches Beispiel.
Müssen Deine Aussagen eigentlich immer gleich so fundamentalistisch sein? Händeschütteln ist Berühren (Punkt!), an die Schulter tippen um Aufmerksam zu machen ist Berühren (Fakt!), die Hand am Oberarm ist ebenfalls eine Berührung - schau Dir mal Gipfeltreffen, Preisverleihungen und andere offizielle Anlässe an. Alles unliebsame Übergriffe? Dein erster Satz bezieht sich nämlich absolut auf alle Berührungen.
Aber das Problem ist ja gerade, dass es nicht nur Schwarz und Weiss gibt, auch wenn das schön einfach wäre, sondern auch Grau. Und dass die Grenze im Grau für jeden etwas anders verläuft und eine Einzelmeinung nicht zwingend die absolute Wahrheit sein muss, selbst wenn sie im Brustton tiefster Überzeugung doziert wird. Eben weil es keine feste Grenze gibt, sondern:
- einen Bereich der eindeutig schwarz ist
- einen Bereich der eindeutig weiss ist
- je einen Hell- und Dunkelgraubereich bei dem die Konventionen allgemein bekannt und anerkannt sind, auch wenn nicht jeder ganz damit einverstanden ist
- einen Graubereich in dem es beide Meinungen gibt und in dem es schlicht unredlich wäre, der einen Seite Recht zu geben und die andere pauschal zu verdammen. Leben und leben lassen sollte da die Devise sein. Und ganz einfach: Kommunikation! (Auch wenn ich damit meine Aussage aus #9 wiederhole.) Wir leben schliesslich zum Glück nicht in einer Diktatur in der nur eine absolute Wahrheit gilt, die auch noch typischerweise an eine Person verpachtet ist.
Das gilt nicht nur für Berührungen sondern für so ziemlich jedes strittige Thema auf dieser Erde.
Und genau um diesen Graubereich wird hier diskutiert.
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Busen und Bein auf der Arbeit anzupacken gibt es absolut keinen Grund, insofern gibt es auch keinen Grund das zu diskutieren. Auf der Arbeit schüttelt man sich die Hand, je nach Betrieb gibt es noch Umarmungen oder Bussi auf die Wange (dann herrschen aber schon sehr lockere Umgangsformen) und sonst nichts. Übers Bein streicheln und den Busen berühren (außer bei Umarmungen durch Brustkontakt) ist eindeutig sexuell motiviert!
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