- Frage:
Ist Ihnen Ihr Hobby wichtiger als Ihr Partner?Im ElitePartner LiebesTrendMonitor 2010 gaben die Mehrheit der Befragten an, dass sie niemals Ihr Hobby für einen Partner aufgeben würden. Wie stehen Sie dazu? Haben ein (ungewöhnliches) Hobby, das immer Vorrang hat? Oder sollte man seine Freizeitledenschaft in einer Beziehung zurückschrauben?Antworten: -
Nein, mir ist mein Hobby nicht wichtiger als mein Partner - aber man sollte sich auch gar nicht erst für einen Partner verbiegen müssen. Dieser hat sich doch in mich verliebt, weil ich so bin wie ich bin? Wenn ich meine Hobbies "aufgeben" würde, würde ich mich vielleicht so negativ verändern, dass er sich entliebt?
Zurückschrauben ist ok - aber sich selber verleugnen für einen Partner finde ich grenzwertig.
-
Sehr gute Frage! Und eines der Hauptprobleme unserer Zeit!
Egoismus; absurde Selbstdefinition über Hobbys; Partnerschaft wird nachrangig empfunden. Dadurch werden immer mehr Menschen beziehungsuntauglich, immer mehr Partnerschaften werden zu einem nebeneinander her statt einem zusammen. Anfangs reicht Sex und "einen Partner haben" aus, dann zerbricht alles an mangelnder Gemeinsamkeit und Auseinanderleben.
Das Fundament einer Partnerschaft ist gemeinsam Erlebtes. Je mehr man zusammen macht, desto besser. Gemeinsame Freizeitgestaltung und gemeinsamer Freundeskreis sind essentiell für eine dauerhafte, erfüllende und stabile Partnerschaft.
Angesichts der heutzutage geringen Freizeit und langer Arbeitszeiten ist die gemeinsame Freizeit ja ohnehin nicht dominierend. Es besteht keine Gefahr, "nur aufeinander herumzuhängen", da man mehr als Genug Stimuli aus dem beruflichen Umfeld hat. Gerade auch bei gemeinsamen, also gemischten Freundeskreisen hat man ja auch Kontakt mit zahlreichen anderen Menschen, Ideen und Anlässen.
Aber wenn der einer montags und mittwochs was vorhat und der andere dienstags und donnerstags, dann bleiben eben zu wenig Tage für ein echtes püartnerschaftliches Gemeinschaftsgefühl. Natürlich muss man aufeinander eingehen und miteinander leben wollen.
Mann sollte zum Beispiel lieber mit seinem Partner tanzen, auch wenn vielleicht auf etwas niedrigerem Niveau, als fremdzutanzen und sich einzureden, wie wichtig diese Niveaustufe ist. Letztlich ist gemeinsam erlebte Freude und Erfolge, Vergnügen und Bewegung zusammen zu erleben, körperliche Nähe viel wichtiger und solte vor allem auch viel mehr Spaß bringen als ein an sich belangloses Hobby auf "Leistung" zu betreiben, die ohne stets laienhaft bleibt. Das gleiche gilt analog für viele Sportarten, insbesondere auch solche, die stur alleine betrieben werden. Paare sollten bewusst Sportarten und Hobbys suchen, die man zu zweit ausüben kann und die Gemeinsamkeiten schaffen.
Das bedeutet natürlich nicht, dass man nicht ein oder zwei Abende getrennt verbringen kann oder nebeneinander her im Haus verschiedene Dinge macht. Natürlich muss die Freizeitbeschäftigung ausgewogen sein und jeder braucht Rückzugsräume, auch zeitlicher Art. Aber mir scheint heutzutage diese Balance nicht mehr gegeben zu sein. Zuviel Egoismus, zuviel Beharren auf alteingesessene, teils partnerschaftsfeindliche Hobbys; zu wenig Flexibilität und Kompromissbereitschaft; zu wenig Interesse an Gemeinsamkeit, zu viel eingeredetes Interesse an belanglosen, willkürlichen Hobbys, die sich irgendwann so ergeben haben.
Konkrete Antwort auf die letzte Frage der Titelfrage: Ja, natürlich sollte man seine Hobbys auf ein parternschaftlich konstruktives Maß zurückschrauben, auch inhaltlich kompromissbereit sein und einfach mal die Hobbys des Partner probieren, vielleicht auch neue gemeinsame Hobbys suchen.
-
@#1: Schön beschrieben, Frederika!
Es gibt nur ein Problem bei der ganzen Sache. Solange man Single ist, hat man eine ganze Menge Zeit, sein Hobby oder seine Hobbys auszuleben. Und irgendwas muss man ja auch in dieser Zeit machen. Man kann ja nicht die ganze Zeit zu Hause sitzen und sich für die nächste Beziehung "sauber halten".
Wenn es dann wieder zu einer Beziehung kommt, muss man willens und vor allem auch in der Lage sein, seine Hobbys wieder zurückzufahren. Das ist nicht immer einfach, weil man sich mit der Zeit natürlich immer weiter involviert und manchmal auch Herzblut in sein Hobby investiert hat. Umso wichtiger ist zunächst mal, dass eine Beziehung (oder ein beziehungsähnlicher Zustand) nicht von heute auf morgen kommt, sondern schrittweise. Dies ist für mich ein weiterer ganz wesentlicher Grund, warum mir langsame und fundierte Beziehungsanbahnungen viel lieber sind als Schnellschüsse.
Der andere Punkt ist, dass man sich während seiner Singlezeit mit einem intensiver ausgelebten Hobby auch eine Abhängigkeit schaffen kann, die man dann in der nächsten Beziehung bitter bereut. Nehmen wir zum Beispiel einen Mann, der in einem Fußballverein seine Trainingsintensität verdoppelt während seiner Singlezeit und sich nun für eine höherwertige Liga qualifiziert, wo diese Traininsintensität Usus ist. Kommt jetzt die nächste Beziehung, steht er vor der schwierigen Entscheidung, seine Freundin befriedigen zu müssen (ihr wisst schon, wie ich das meine), aber gleichzeitig muss er seinen Mitspielern gerechtwerden, weil es sich eben um eine Mannschaftssportart handelt.
-
@3
Ich bin Single und habe meinen Sport als Hobby.
Hab bisher festgestellt,Partnerschaften sind vergänglich, aber mein Sport bleibt mir erhalten!
Ich gebe auch gern zu - entweder, eine Frau macht mir zuliebe Kompromisse, oder eben nicht!
Falls nicht, dann bleibe ich Single!
Lieber als Single glücklich, als eine Partnerschaft voller Kompromisse nur der Partnerschaft willens!
Ja, ich weiß, das mag egoistisch klingen, aber letztendlich dem gesellschaftlichen Trend folgend...
Sollen sich doch andere gegen den Trend stemmen, ich hab' mich aus dem Thema ausgeklinkt.
Partnerschaften nur noch, wenn alles passt, im zweifelsfall sollte eine Partnerin genauso sportlich ambitioniert sein wie ich!
Und Leute macht euch doch nix vor, soooo unglücklich wie hier von einigen völlig Selbstverzweifelten propagiert wird, nein, so schlecht ist ein Singleleben gar nicht!
Schönen Pfingstgruß an all jene, welche am langen Wochenende mal wieder nichts mit sich anzufangen wissen!
-
Ich habe eine Person kennen und lieben gelernt, die für sich erkannt hatte, dass sie in ihrem bisherigen - von Beruf, Familie, Hobbies - geprägten Lebensalltag etwas ändern musste, um Zeit für einen neuen Partner zu haben. Sie hat dann ein sehr zeitintensives Hobby (Turnierreiten) aufgegeben und das eigene Pferd verkauft.
Dazu ist offenbar nur eine Minderheit bereit.
-
@#4: Ich kann dich schon irgendwie verstehen, ich bin ja selbst engagierter Läufer.
"Partnerschaften nur noch, wenn alles passt" - das hört sich nach sehr hohen, vielleicht unerfüllbaren Ansprüchen an. Du hast natürlich das Recht, deine Ansprüche so hoch zu setzen, wie du willst, aber so wirst du dich in viele Beziehungen stürzen und sie jedesmal wieder abbrechen, weil es an deinem Hobby scheitert (möglicherweise auch noch an anderen Dingen, aber das ist dann ja Makulatur). Damit hinterlässt du dann jedesmal Scherben.
"im zweifelsfall sollte eine Partnerin genauso sportlich ambitioniert sein wie ich" - das schließt aber hoffentlich nicht mit ein, dass sie das auch auf demselben Niveau betreibt wie du. Das schaffen Frauen in so gut wie keiner Sportart.
-
Der Erfolg auch und gerade in der Partnerschaft hängt an den Prioritäten der Interessen...
Negativ z. B., wie hier, kann für meine Begriffe niemals gut gehen, habe diese Prioritäten sehr häufig angetroffen:
1. Job
2. Kinder
3. Hobby
4. Hund/Katze
5. Eltern/Geschwister
6. Partner
7. etc.
Positiv z. B., wie ich das sehe und gerne auch haben möchte:
1. Partner
2. Kinder
3. Job
4. Eltern/Geschwister
5. Hobby evtl. gemeinsam
6. Hund/Katze
7. etc.
-
Mein Hobby ist kein eigentliches Hobby mehr, sondern vielmehr eine Art Leidenschaft von mir geworden. Und hat mich damit durch ziemlich dunkle Zeiten meines Lebens getragen. Das hat mein Ex-Partner wohlgemerkt nicht geschafft. Ich finde das Aufgeben eines Hobbys viel gefährlicher als das Ausüben. Was passiert nach einer Trennnung? Man kann doch nicht sein ganzes Leben durch Partnerschaft definieren. Ich möchte mein Leben jetzt leben und ausleben und da ich im Moment Single bin, tue ich das und genieße es. Aber es formt mich auch, ich bekomme Kraft, Mut, Selbstvertrauen. Das gebe ich doch nicht alles für einen Mann auf! Das hätte doch gar kein Rückgrat! Dann würde ich mir doch selber nur was vormachen! Ich bin nur mit Tauchen zu haben. Mich kriegt keiner mehr aus dem Wasser und von den vielen tollen Leuten weg, die ich kennen lernen durfte.
-
ich hatte zu dem thema auch immer mal wieder gespräche mit der "ex"
im eingangsposting steht:
"Im ElitePartner LiebesTrendMonitor 2010 gaben die Mehrheit der Befragten an, dass sie niemals Ihr Hobby für einen Partner aufgeben würden."
wenn ich hier ebenfalls angeben würde (und es auch immer gesagt habe) dass ich das hobby nicht aufgeben würde, so ist das NICHT eine art reihung 1 hobby 2 partner. denn ich hätte auch nicht die partnerin wegen des hobbys aufgegeben, es sei denn, sie hätte gesagt: "das hobby oder ich" - diese aussage wäre aber eine ablehnung meiner person gewesen und mein hobby war nicht der trennungsgrund.
ich frage mich, unter welchen umständen der partner verlangen darf, dass "das hobby" aufgegeben wird.
-
@4 Dann hoffe ich für mich, Deine Gesundheit macht das mit Dir mit. ;) Ein Ex von mir war Leistungssportler und hat durch eine Verletzung alles an den Nagel hängen müssen.
Das zum Thema "Sport ist nicht vergänglich".
Der Arme hat Jahre gebraucht, bis er einen "neuen Lebensinhalt" gefunden hat.
Exzessiv Sport kannst Du nur machen wenn Du jung bist und eben Dein Körper es zulässt. Bei den meisten hört das ab einem gewissen Alter einfach auf. Und dann?
@9 Warum die Menschen immer gleich ihre Hobbies komplett aufgeben wollen für ihren Partner kann ich gar nicht verstehen. Ich denke, es auf ein für eine Beziehung gesundes Maß zu reduzieren reicht doch völlig aus? Schliesslich bleibt die Beziehung ja auch lebendiger, wenn man nicht ab sofort wie siamesische Zwillinge aufeinander klebt, sondern jeder seine Interessen in einem gesunden Maße weiter kultiviert. Dadurch bleiben beide füreinander interessanter.
Ich hätte gar keine Lust mit einem Mann Tag und Nacht zu verbringen und finde es toll, wenn mein Partner zwar ähnliche Interessen im Allgemeinen, aber nicht unbedingt die selben Hobbies hat.
Ein Mann an meiner Seite, der auch andere Facetten als ich hat, bereichert mein Leben doch und hilft mir, zu wachsen?
-
@#7: Partner vor Kinder kannst du nicht erwarten. Insbesondere bei alleinstehenden Frauen kommen natürlich die Kinder immer vor einem neuen Partner. Das wäre sogar so, wenn der Partner sogar der Vater des Kindes wäre.
@#8: "Das gebe ich doch nicht alles für einen Mann auf!" - warum sprichst du gleich von Aufgeben, warum nicht von Reduzieren?
-
Mein Hobby (Tanz inkl. Unterricht, Training, Auftritte) hat mich über fast 30 Jahre begleitet und hat mir in meinem Leben sehr viel gegeben. Mein Partner hat das mal mehr, mal weniger akzeptiert, getragen, geduldet. Ich hätte reduziert, wenn mein Partner diese Lücke gefüllt hätte, was er aber nicht wollte oder konnte. Er hat mich viel alleine gelassen und da war ich froh um mein Hobby.
Nach der Trennung habe ich etwas mehr zeit investiert und war froh, dass ich mein Hobby hatte um nicht in ein tiefes Loch zu fallen.
Nein, ich würde mein Hobby nie und nimmer für einen Mann aufgeben. Warum auch? Ich würde auch nie von einem Mann erwarten oder gar verlangen, dass er sein Hobby für mich aufgibt.
Ich würde allerdings reduzieren, wenn ich die Zeit dafür mit meinem Partner verbringen könnte.
Ich würde am Wochenende keine Workshops mehr geben oder besuchen, ich würde nur noch Auftritte in der näheren Umgebung annehmen.
Aber ganz aufgeben? Worin soll der Sinn liegen.
Mein Ex hat mal gesagt: Wenn du dein Hobby aufgeben würdest, hätte ich eine verbitterte, frustrierte Frau zu Hause - das will ich nicht, also mach bitte weiter, du kommst immer so froh und glücklich nach Hause.
W 52
-
Ich bin der Meinung, gleich und gleich gesellt sich gern. Deswegen gibt es hier ja das Matching, damit möglichst viele Interessen und Hobbies übereinstimmen.
Davon mal abgesehen, wenn mein Partner Extrembergsteiger ist und Führungen ins Himalaya anbietet dann würde ich auch gern mitkommen. Auch wenn ich nicht ganz schwindelfrei bin, ich schaffe es immerhin noch bis ins Basislager - *lach*. Das liegt aber daran, dass ich für alles offen bin. Ich lerne gern hinzu, bin an allem interessiert.
Allerdings glaube ich, das im umgekehrten Fall - ohne hier die Herren verärgern zu wollen - ein Mann Probleme bekäme, wenn ich Extrembergsteigerin wäre.
Partnerschaftlich bedeutet für mich, dass man sich für die Hobbies des anderern zu interessieren beginnt. Das war bei mir immer so, wenn ich verliebt war. Und schon hatten wir was etwas gemeinsam, dass mir neu und dem anderen vertraut war.
-
Bin @7: Solange der Partner nicht die wichtigste Rolle bekommt, solange kann er nicht wichtigster Partner sein und auch nicht werden, damit muss man sich halt abfinden und ständig im Wechsel und auf der Suche sein! Das Gefühl entscheidet, nicht aber der Kopf!! Deshalb bekommen das immer weniger auf die Reihe und sie alle glauben, Partnerschaft ist über den Kopf definierbar und machbar, daran glaube ich nicht!! Hierzu zählt viel mehr die emotionale Intelligenz, die ich kaum noch erkennen kann in unserer heutigen Gesellschaft!! Es muss doch echte Gründe hierfür geben, warum die beiden Geschlechter, nicht mehr so richtig können und die Zeit als Partner miteinander immer kürzer wird, wenn überhaupt!! Oft fühlt sich der Partner als 5. Rad am Wagen (also vernachlässigt, weil alles andere wichtiger scheint!) m
-
Dass ,,Solist(inn)en" ihre Freizeit mit einer Vielzahl an lieb gewonnenen Aktionen und Genüssen auszufüllen trachten, statt daheim während des Wartens auf neue Mitmensschlichkeit die Wände anzustarren, finde ich nicht nur verständlich, sondern vollkommen richtig. Wenn sich dann neue Partnerschafts-Aussichten anbahnen, gibt es häufig eine schon rein zeitliche Realkonkurrenz zwischen ,,Gewohntem" (meist sogar nicht nur finanziell in mittelfristige Verpflichtungen Eingemündetem) und der erforderlichen Zeit zum Entwickeln einer möglicherweise neuen Liebe.
Da ist eine Sonderportion Geduld vonnöten, bis der Zuwachs an neuer partnerschaftlicher Sicherheit zum Abbau anderweitiger Überfrachtung hat führen können.
Ist diese Zeitspanne erfolgreich zurückgelegt, stellen auf ein Normalmaß verringerte Anderweitigkeiten und auf ein zumindest notwendiges Maß erhöhte Partnerzeit gute Chancen auf ein langfristiges Nebeneinander.
Solange ich einer Paartnerin nicht die Sicherheit habe eintragen können, für sie ,,der Richtige" zu sein, werde ich versuchen, ihre bisherige Zeiteinteilung ,,mitzuleben". Und wenn ich schon eine umfassendere Teilhabe an ihren Hobbys als für mich wenig erquicklich einschätzen sollte, sehe ich mich verdammt noch mal zumindest in der Pflicht, mich mit eigenen Vorlieben zu beschäftigen, statt erwartungsvoll herumzusitzen und ihr liebe Gewohnheiten zu misssgönnen.
-
@#4: Du sagst, "Partnerschaften sind vergänglich, aber mein Sport bleibt mir erhalten!" -- kein Wunder bei Deiner Haltung. Du setzt die Priorität auf das Hobby, also bliebt das Hobby erhalten und die Partnerschaft scheitert. Würdest Du Deine Prioritäten anders setzen, würde vielleicht der Partner bleiben. Ich wüsste, was mir wichtiger wäre. Aber jeder darf selbstverständlich seine eigenen Prioritäten setzen.
@#8: Niemand spricht von "Hobby oder Leidenschaft AUFGEBEN", sondern davon, Hobbys nach Zeitbedarf und Priorität nachrangig zum Partner zu sehen und Kompromisse zu schließen, die den Partner bevorzugen, aber dennoch schöne Hobbys erlauben.
@#3: Richtig, ThomasHH, kaum jemand kann und niemand sollte von heute auf morgen von Single- auf Partnerdasein umschalten müssen. Natürlich muss man sich schrittweise nähern. Im allgemeinen geschieht das ja auch automatisch dadurch, dass man die ersten Monate (oder gar ein Jahr) gar nicht zusammenwohnt und sich überwiegend am Wochenende sieht, bestenfalls ein-oder zweimal werktags zusätzlich. Natürlich muss man Verständnis haben, dass einer noch den Tanzkurs mit Fremdpartnerin absolviert, der anderen noch die Saison seinen Mannschaftssport voll durchzieht. Aber nebenher sollte man eben auch schauen, ob man nicht schon mal die Hobbys des anderen ausprobieren kann, also mal mit tanzen, klettern, golfen oder sonstwas geht und schaut, ob es einem zu zweit Spaß bringt. So kann man sich ganz allmählich umstellen und die Zweisamkeit schrittweise mehr und mehr genießen.
-
Die ganz schlichte Antwort von mir auf die Frage lautet: wer ein Hobby hat, was der andere gar nicht teilen kann, ist mit dem Falschen zusammen. Es ist etwas ganz wesentliches gemeinsame Hobbys zu haben und zu erleben. Weder der Verzicht des einen, noch das Teilen eines Hobbys zuliebe des anderen sind der richtige Weg zu dauerhafter Harmonie.
-
Meiner Erfahrung nach ist der für das Hobby erforderlich Zeitaufwand entscheidend.
Ein sehr zeitaufwändiges Hobby, das auch und besonders häufige Wochenendaktivitäten erfordert, kann nur gemeinsam ausgeübt werden.
Allerdings sind auch Kompromisse denkbar, wenn der Partner nicht "angesteckt" werden kann.
Die Bereitschaft zur Toleranz sollte auf beiden Seiten gegeben sein, doch sollte sich keiner von beiden hinter ein Hobby zurückgesetzt fühlen.
Das geht dann mit Sicherheit nicht lange gut!
-
Ich hätte kein Problem damit die Zeit die ich für meine Hobbys verwende für meine Freundin zu reduzieren, das würde ich auch völlig automatisch machen, und ich bezweifle stark das es eine Mehrheit gibt die damit Probleme hätte.
Bei der Umfrage die im Eingangspost steht wurde aber auch nicht danach gefragt ob man sein Hobby reduzieren würde sondern ob man es aufgeben würde. In diesem Fall hätte ich mich auch der Mehrheit in dieser Befragung angeschlossen und nein gesagt, denn es gibt bei meinen Hobbys keinen Grund weshalb ich diese für eine Partnerschaft aufgeben müsste wenn meine Partnerin das nicht von mir verlangt und da muss ich sagen das mir so eine Partnerin auch gestohlen bleiben kann.
@17: Ich finde diese Aussage ist schon zu extrem, man muss in einer Partnerschaft nicht alle Hobbys teilen und ehrlich gesagt wüsste ich gerade nicht ein einziges Paar bei dem das der Fall ist. Man sollte gemeinsame Hobbys haben, aber solange es nicht zu große Ausmaße annimmt darf der Partner selbstverständlich auch ein Hobby haben womit der andere nichts anfangen kann.
-
@#19: Ja "aufgeben" war sicherlich in der Titelfrage schlecht formuliert. Oft geht es ja nur um reduzieren, verändern oder anpassen. Natürlich kann auch "aufgeben" vorkommen, wenn einer von einem Einzelsport zu einem Paarsport wechselt, den er ebenso gerne ausübt.
Man muss auch bedenken, dass viele Sportarten ausgeübt werden, weil "man irgendwie dazu gekommen" ist. Es hätte genauso gut auch eine andere sein können. Da ist es doch sinnvoll, im Laufe des Lebens Sportarten zu wählen, die man gemeinsam mit einem geliebten Menschen ausüben kann. Wer sich dafür schon "verbiegen" muss, der setzt meines Erachtens einfach falsche Prioritäten.
-
Zur Titelfrage, nein, wichtiger sicher nicht.
Zeitintensive wie ungewöhnliche Hobbys habe ich nicht (mehr), ich habe vieles für Partnerschaft, Kinder und Familienleben aufgegeben bzw. eingeschränkt, ich habe das auch gern getan. Doch empfehlen kann ich das prinzipiell nicht, würde das nie wieder tun. Als die Kinder groß waren, wurde mir bewusst, dass dieser Verzicht auch ein Verlust war.
Ich bin vielseitig interessiert, dass ich mit den bisherigen Partnern immer Gemeinsamkeiten hatte.
Hobbys im ausgewogenen Maß gemeinsam, aber auch für sich selbst pflegen, ist bereichernd. Ich würde meine Hobbys nicht aufzwingen, lasse im Gegenzug mir nichts aufzwingen. Umgekehrt würde ich es mit dem Verzicht auf Hobbys handhaben.
Der Wert einer Partnerschaft liegt für mich in gegenseitiger Liebe und tiefem Vertrauen, auf der Akzeptanz des anderen, wie er ist. Meiner Meinung nach liegen die Streitpunkte und Scheitern nicht in den Hobbys an sich, sondern in diesem Einfordern "...tue dies, lasse jenes mir zuliebe, wenn Du mich liebst, dann ..." . In besonderen Situationen mag das berechtigt sein, sonst erachte ich dies eher, hart ausgedrückt, als Erpressung des Partners.
Auf der Basis von Liebe und Vertrauen gestaltet sich der künftige gemeinsame Weg und jeder gibt was er aus Liebe und freien Stücken was er geben mag.
-
@19
"Müssen" natürlich nicht.
Für mich war es aber ein wesentlicher Punkt den ich erfüllt haben wollte, und wie ich nun erlebe, es war richtig so, denn bei uns ist das absolut der Fall.
Aber nicht nur das, wir haben auch selbige Vorstellungen, Ziele, Wünsche, Bedürfnisse, Geschmack, Lebens-und Weltanschauung.
Gekrönt wird das noch dadurch, dass wir optisch uns ähnlich sehen, nicht alle aber sehr viele Gesichtszüge, die Form des Körpers, die Körpergrösse.
Ein Unterschied: ich mag Rosenkohl, er nicht. Er mag Paprika, ich nicht ;)
Neulich haben wir zu hören bekommen:"Ihr seid wie zwei aus einem Holz".
-
Bei diesen ganzen Meinungen habe ich ein etwas anders liegendes Problem. Ich arbeite mit meinem Lebensgefaehrten zusammen und er moechte, dass wir die Freizeit unterschiedlich bestreiten. Nun, meine Prioritaet liegt darin, dass als erstes der Partner und nachrangig Kinder, Familie und Hobby da sind. Wenn ich aber nur mit meinem Parner arbeiten darf und die schoenen Dinge teilt er mit anderen Personen, dann fuehle ich mich fehl am Platz. Es ist doch ausserordentlich wichtig, ausser dem tagtaeglichen Alltag etwas schoenes miteinander zu erleben. Das man miteinander lacht und Freude hat, egal, um welches Hobby es sich dreht, das gemeinsame Etrlebnis ist weichtig. Das soll nicht heissen, dass man sich nur auf der Pelle haengt, aber ein gemeinsames Hobby ist fuer mich sehr wichtig fuer die weitere Zukunft und Existenz der Beziehung.
Wuerde mich hier ueber eine Meinung von anderen Personen sehr freuen.
Ähnliche Themen
-
Machen Frauen mehr im Haushalt, weil ihnen der Haushalt wichtiger ist?
Von Gast im Forum Beziehung
20.05.2011, 13:32 -
Flirttrainer das Hobby zum Beruf machen?
Von omaha im Forum Single
15.03.2011, 19:09 -
Wie wichtig ist es Ihnen, den Partner auch körperlich anziehend zu finden?
Von Nicole Sommerfeldt (ElitePartner) im Forum Beziehung
25.10.2010, 17:36 -
Ist das Hobby vom Partner ein Trennungsgrund?
Von Gast im Forum Beziehung
12.05.2010, 14:42 -
Wer ist wichtiger: die beste Freundin oder der Partner?
Von Gast im Forum Beziehung
27.02.2009, 11:29









