- Frage:
Kann man den mentalen Zeitpunkt für Familiengründung verpassen?Ich komme aus einer traditionellen Familie. Ich habe drei Geschwister, mein Vater hat gearbeitet und meine Mutter war Hausfrau. Für mich als Jugendlicher und auch Student war klar, dass ich auch heiraten will und Kinder haben will. Hätte ich mit Mitte 20 die richtige Frau kennengelernt, wäre ich wahrscheinlich schon Vater. Aber es hat alles nicht geklappt. Dann habe ich mich ganz auf die Arbeit konzentriert. Inzwischen ist es so, dass ich gut verdiene, mein Leben sehr genieße und auch mehr Erfolg bei Frauen habe als damals. Ehe und Kinder kann ich mir für mich gar nicht mehr vorstellen. Dafür ist mir jetzt meine Freiheit inzwischen einfach zu wichtig. Kann es sein, dass das ein weiter verbreitetes Phänomen ist?Antworten: -
Nein, die Männer die ich kenne haben erst mit Anfang Mitte Dreißig den Wunsch nach einer Familie entwickelt und der blieb dann auch bestehen.
Du findest dein Leben im Moment gut und siehst keinen Grund etwas zu ändern, das ist schön, heißt aber nicht, dass es immer so bleibt. Ich weiß nicht wie alt du jetzt bist, aber wenn alle deine Freunde Vater werden und heiraten kann es sein, dass der Wusch schnell zurückkommt.
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Ja, und genieß es. Lass dich nicht beirren von anderen, insbesondere nicht von Frauen, die nun an dein Geld wollen, dich vorher mit 25 aber nicht angeschaut haben. Wenn diese Lebensart dich glücklich und zufrieden macht, denke nicht weiter darüber nach und lebe es.
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Ja, ich glaube, dieses Phänomen ist weit verbreitet. Das geht sehr vielen Männern wie Frauen so!
Ich persönlich halte es aber übrigens für Unfug, so sehr von Freiheit udn Unabhängigkeit zu schwadronieren. Freiheit ist schön und gut, aber Freihit ist nicht die Freiheit von etwas, sondern die Freiheit zu etwas. Nutzt Du Deine Freiheit wirklich in diesem Sinne? Ist Freiheit nicht schnell auch einfach nur Beliebigkeit und Oberflächlichkeit? Scheinziele? Selbst eingeredete Merkmale und Wünsche?
Ich glaube, dass die allermeisten von einer guten Partnerschaft extrem profitieren würden, insbesondere emotional, aber auch in fast allen anderen Facetten.
Wenn eine Partnerschaft harmoniert, dann ist sie keine Einschränkung, sondern Bereicherung.
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Ich meine, ähnliches auch zu kennen, obgleich ich schon ein Familienfreund bin und gegen das höchst verantwortungsvolle und herausfordernde Projekt der Kindererziehung persönlich nichts einzuwenden habe. Allerdings drängt sich bei mir die weitere Etablierung im Berufsleben in den Vordergrund.
m
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@ Frederika: Im hegelschen Sinne betrachte ich die Freiheit entgegen Deiner Auffassung gerne in ihrer Dialektik: Freiheit ist sowohl die Freiheit von als auch zu etwas (- ganz vereinfacht gesagt).
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Was heißt denn Freiheit?!
Das Glück dieser Welt liegt in der Fortpflanzung und der Familiengründung. Das schränkt nicht ein, sondern erweitert ungemein.. oh das reimt sich ;-)
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."Ich weiß nicht wie alt du jetzt bist, aber wenn alle deine Freunde Vater werden und heiraten kann es sein, dass der Wusch schnell zurückkommt."
Nein - bei mir war das eher umgekehrt. In meinem Umfeld haben immer mehr Männer geheiratet und sind Vater geworden und da habe ich gesehen, dass mein Idealbild von der Ehe und die Wirklichkeit doch im krassen Widerspruch stehen. Ich kenne viele die total unter dem Pantoffel stehen. Mein Bruder macht gerade eine schwere Scheidung durch und ich denke, mein Gott, wie können sich Leute so etwas antun.
Früher dachte ich Ehe und Familie ist das Nonplusultra. Ich war da wirklich sehr konservativ in meinen Auffassungen. Aber durch meine Beobachtungen und mein persönliches Erleben glaube ich inzwischen, dass man sich da auch sehr in die Tasche lügt.
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Wir müßten erst einmal Dein Alter kennen. Bis ca. 30 sah es mit Frauenangeboten für die Familiengründung bei mir und meinen Bekannten recht mau aus. Ab 30 bis ca. 36 wurde das Angebot wesentlich besser (vielleicht lag es ja am regelmäßigen Einkommen nach dem Studium, das interessant machte). Allerdings konnte ich mich bis ca. 36 nicht für die Gründung einer Familie erwärmen. Erst seit ca. 2 Jahren fühle ich mich bereit, auch an Kinder zu denken. Die anderen Baustellen des Lebens sind abgearbeitet (Studium, Berufseinstieg, Austoben), es ist Raum für eine neue Lebensaufgabe. Nun könnte es losgehen, wenn die passende Frau noch da wäre oder eine neue, vielversprechende Liebe kommen würde.
m, 38
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Nein, du bist nicht alleine, mit deiner Einstellung. Ich möchte auch keine Kinder mehr und ich möchte auch keine Heirat. Warum? Da das alles nur mit großen Problemen zusammenhängt. Schau dir doch einmal die Realität an. Jede 2. Ehe geht kaputt, in jeder 2. Ehe geht einer fremd. Der danach zahlende ist der DUMME. Ich mache das Spiel nicht mit. Bin ein positiver und optimistischer und denkender Mensch und möchte es auch bleiben. Eine Ehe ist immer schwieriger als "nur in einer Beziehung" zu sein und mit Kindern noch einmal schwieriger. Viele Männer in meinem Bekanntenkreis und in meinem Job wollen das auch nicht mehr, zu Recht. (m/35)
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Hey, mir persönlich geht es wie dir, und dabei bin ich auch noch w und angeblich sogar im richtigen Alter (31), wo man eigentlich gar keine besseren Probleme haben sollte.
Mit 25 hätte ich den "Quatsch" auch noch begeistert mitgemacht (komme selber aus einer "Normalfamilie" mit 2 Kindern), das war aber bevor ich mich auch noch beruflich intensiv mit der Praxis und den mehr oder weniger glücklichen und den unglücklichen Alltagsfällen auseinandergesetzt habe, und bevor mein gesamter Bekanntenkreis damit angefangen hat.
Wenn ich heute die Wahl hätte zwischen Partnerschft mit Kind und ohne Kind, dann würde ich die ohne Kind deutlich vorziehen (obwohl ich da selber mal recht versessen drauf war).
Ich würde sie selbst dann noch vorziehen, wenn es sich dabei nur um harmonische Affären handeln würde und das ganze nicht ganz so innig wäre, obwohl man früher auch mal davon geträumt hat - in festen Händen zu sein und auf Teufel komm raus mit jemandem anderen was aufzubauen und zusammen zu gehören. Sollte letzteres noch eintreffen, würde mich das natürlich nach wie vor freuen, es ist aber auch kein Weltuntergang wenn das nicht passiert. Hauptsache ich habe mein Leben und mir geht es gut dabei. Lebensziele gibt es auch noch andere. Momentan arbeite ich lieber an meiner finanziellen Unabhängigkeit um später komplett frei zu sein.
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Anmerkung von #10
In dem Sinne muss ich Frederika auch recht geben - Freiheit macht nur dann Sinn, wenn man sie auch nutzt und nicht einfach nur hat im Sinne von theoretisch tun und lassen zu können was man will.
Ein Plan sollte schon da sein, was man damit anfangen will.
Einfach nur kein Interesse mehr an Familiengründung zu haben und theoretisch alle Türen offen zu haben, mag zwar auch eine gewisse Entlastung und Freiheit sein,
ich denke man kann aber schon mehr aus seinem Leben rausholen - ob nun für sich privat und persönlich oder was die Karriere anbelangt.
Darüber sollte man sich vielleicht auch Gedanken machen, was denn dann die anderen persönlichen Lebensziele für einen sind, die man verwirklichen möchte ;)
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Ich glaube, das Problem, das wir heute in Sachen Familiengründung haben, ist, dass wir heute eben alle darüber entscheiden können, ob und ggf. wie viele Kinder wir wann bekommen. Wir sind eine der ersten Generationen in der Menschheitsgeschichte, in der das möglich ist. Man muss immer bedenken, dass die Leute damals nicht alle Kinder freiwillig bekommen haben. Sie hatten halt Sex, richtige Verhütungsmethoden waren ihren teilweise gar nicht bekannt und / oder sie kamen nicht an geeignete Verhütungsmittel ran.
Heute ist das anders und ich denke, dass kein vernünftiger Mensch sich die alten Zeiten zürück wünscht. Aber wie immer im Leben ist grenzenlose Freiheit und fast unbegrenzte Wahl nicht immer das Beste für den Menschen. Ich bin fest davon überzeugt, dass es gerade bei Frauen so ist, dass viele, die kinderlos bleiben, zu irgendeinem Zeitpunkt ihres Lebens durchaus ein Kind wollten. Die meisten, die kinderlos bleiben, haben das nicht bewusst und gewollt entschieden.
Da hat man z.B. einen geeigneten Partner für die Familiengründung an seiner Seite aber der Zeitpunkt scheint nicht der richtige zu sein. Oder der Zeitpunkt ist zwar richtig, nicht aber perfekt. Ein anderes Mal ist der Zeitpunkt vielleicht perfekt aber man hat gar keinen Partner. Oder man hat einen Partner aber der ist nicht der richtige. Oder er ist vielleicht richtig - aber eben nicht perfekt.
Konkreter: Manche glauben z.B. , solange man zur Miete wohnt, sollte man noch warten mit der Familiengründung. Ist es doch sehr viel besser, in einer Eigentumswohnung zu wohnen. Wohnt man in einer Eigentumswohnung, so denkt man vielleicht, in einem großen, freistehenden Einfamilienhaus mit Garten in guter Lage wäre der bessere Platz für ein Kind.
Meine Meinung: Klar ist es für das Kind und die Eltern toll, in einem schönen großen Haus mit Garten in guter Lage zu wohnen. Aber einem Baby und kleinem Kind ist es erst mal völlig egal, ob die Wohnung oder das Haus Eigentum ist und wie groß der Wohnraum ist. Erst wenn es älter ist, wird es genügend Raum zu schätzen wissen. Und während ein Kind älter wird, kann man sich doch Wohnraum-technisch weiter entwickeln. Wichtig ist, dass das Kind in einer Atmosphäre aufwächst, in der Liebe, Fürsorge, Verständnis, Zusammenhalt herrschen.
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Das, was Frederika sagt, finde ich auch richtig. Insbesondere ihr letzter Satz "Wenn eine Partnerschaft harmoniert, dann ist sie keine Einschränkung, sondern Bereicherung". Dem kann und will ich mich voll anschließen. Noch nie habe ich mich in einer Partnerschaft in meiner Freiheit ernsthaft beschränkt gefühlt. Dass man Dinge wie z.B. einen Auslandsaufenthalt des einen miteinander bespricht und entscheidet, ist klar. Das sehe ich aber nicht als großes Minus, sondern als Selbstverständlichkeit an. Und so ist es mit den meisten Dingen in einer Partnerschaft. Kompromisse, Verständigung usw. sollten als selbstverständlicher Bestandteil einer Partnerschaft angesehen werden anstatt als Defizit.
Den zitierten Satz Frederikas kann man auch auf Kinder übertragen: Wenn man mit dem richtigen Partner zum halbwegs richtigen Zeitpunkt ein Kind hat, dann empfindet man die damit einhergehenden Einschränkungen gar nicht so richtig / so sehr als Einschränkung, sondern als Bereicherung. Ein persönliches Bsp: Meine Tochter ist 4 Monate alt. Letztes WE gingen mein Freund und ich auf eine Party bei Freunden. Die Kleine haben wir mitgenommen und eine Etage über der Party ins Schlafzimmer der Gastgeber gelegt, wo sie die ganze Zeit friedlich geschlafen hat. Wir mußten also gar nicht auf die Party verzichten, beides war miteinander vereinbar. Klar ist aber auch, dass man nicht mehr so lange auf einer Party bleiben kann und man eine lange Vorbereitungszeit braucht, um ein Baby mitnehmen zu können. An diesem Abend sind mein Freund und ich immer wieder nach unserer Kleinen gucken gegangen. Immer, wenn ich nach ihr geschaut habe, habe ich mich eine Weile hingesetzt und sie betrachtet. Dabei fiel mir auf, dass ich eigentlich lieber noch länger so da gesessen hätte. Die Party war nett aber auch nicht soo reizvoll. Und wie jeder Mensch in meinem Alter, war ich wohl schon auf über hundert Partys im Leben. Die eine ist mal besser als die andere. Aber das ist doch nichts, was man zur Zufriedenheit unbedingt braucht.
Was ich damit sagen will: Zum einen verschieben sich Prioritäten ganz natürlich wenn man ein Kind hat. Das muss aber nicht immer schmerzlich sein - ganz im Gegenteil. Zum anderen frage ich mich, warum so viele Leute eine solche Panik vor dem Verlust bzw. der Einschränkung ihrer Freiheit haben und schließe mich auch da Frederika an. Was macht man denn immer mit der eigenen Freiheit? Nutzt man sie wirklich ständig aus? Und wenn ja, ist das dann immer gut für einen selbst und die Partnerschaft? Ich kann z.B. jetzt nicht mehr spontan mit meinem Freund ins Kino gehen. Aber auch früher bin ich höchstens 6 Mal pro Jahr ins Kino gegangen. Genauso sieht es mit Restaurantbesuchen aus. Aber essen gegangen bin ich mit meinem Freund früher vielleicht 3 Mal im Jahr. Ich brauche keine Restaurantbesuche um glücklich zu sein.
Und das scheint mir die wesentliche Frage zu sein. Was macht einen glücklich? Es muss bestimmt nicht jeder ein Kind haben um glücklich zu sein. Mal abgesehen davon, dass das ein Kind auch gar nicht schaffen würde, aus einem unglücklichen Menschen einen glücklichen Menschen zu machen. Aber das, von dem wir oft meinen, dass es so wichtig und wertvoll sei - wie die viel beschworene Freiheit und Unabhängigkeit - macht uns de facto oft gar nicht so glücklich wie wir ursprünglich hofften.
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Das, was Frederika sagt, finde ich auch richtig. Insbesondere ihr letzter Satz "Wenn eine Partnerschaft harmoniert, dann ist sie keine Einschränkung, sondern Bereicherung". Dem kann und will ich mich voll anschließen. Noch nie habe ich mich in einer Partnerschaft in meiner Freiheit ernsthaft beschränkt gefühlt. Dass man Dinge wie z.B. einen Auslandsaufenthalt des einen miteinander bespricht und entscheidet, ist klar. Das sehe ich aber nicht als großes Minus, sondern als Selbstverständlichkeit an. Und so ist es mit den meisten Dingen in einer Partnerschaft. Kompromisse, Verständigung usw. sollten als selbstverständlicher Bestandteil einer Partnerschaft angesehen werden anstatt als Defizit.
Den zitierten Satz Frederikas kann man auch auf Kinder übertragen: Wenn man mit dem richtigen Partner zum halbwegs richtigen Zeitpunkt ein Kind hat, dann empfindet man die damit einhergehenden Einschränkungen gar nicht so richtig / so sehr als Einschränkung, sondern als Bereicherung. Ein persönliches Bsp: Meine Tochter ist 4 Monate alt. Letztes WE gingen mein Freund und ich auf eine Party bei Freunden. Die Kleine haben wir mitgenommen und eine Etage über der Party ins Schlafzimmer der Gastgeber gelegt, wo sie die ganze Zeit friedlich geschlafen hat. Wir mußten also gar nicht auf die Party verzichten, beides war miteinander vereinbar. Klar ist aber auch, dass man nicht mehr so lange auf einer Party bleiben kann und man eine lange Vorbereitungszeit braucht, um ein Baby mitnehmen zu können. An diesem Abend sind mein Freund und ich immer wieder nach unserer Kleinen gucken gegangen. Immer, wenn ich nach ihr geschaut habe, habe ich mich eine Weile hingesetzt und sie betrachtet. Dabei fiel mir auf, dass ich eigentlich lieber noch länger so da gesessen hätte. Die Party war nett aber auch nicht soo reizvoll. Und wie jeder Mensch in meinem Alter, war ich wohl schon auf über hundert Partys im Leben. Die eine ist mal besser als die andere. Aber das ist doch nichts, was man zur Zufriedenheit unbedingt braucht.
Was ich damit sagen will: Zum einen verschieben sich Prioritäten ganz natürlich wenn man ein Kind hat. Das muss aber nicht immer schmerzlich sein - ganz im Gegenteil. Zum anderen frage ich mich, warum so viele Leute eine solche Panik vor dem Verlust bzw. der Einschränkung ihrer Freiheit haben und schließe mich auch da Frederika an. Was macht man denn immer mit der eigenen Freiheit? Nutzt man sie wirklich ständig aus? Und wenn ja, ist das dann immer gut für einen selbst und die Partnerschaft? Ich kann z.B. jetzt nicht mehr spontan mit meinem Freund ins Kino gehen. Aber auch früher bin ich höchstens 6 Mal pro Jahr ins Kino gegangen. Genauso sieht es mit Restaurantbesuchen aus. Aber essen gegangen bin ich mit meinem Freund früher vielleicht 3 Mal im Jahr. Ich brauche keine Restaurantbesuche um glücklich zu sein.
Und das scheint mir die wesentliche Frage zu sein. Was macht einen glücklich? Es muss bestimmt nicht jeder ein Kind haben um glücklich zu sein. Mal abgesehen davon, dass das ein Kind auch gar nicht schaffen würde, aus einem unglücklichen Menschen einen glücklichen Menschen zu machen. Aber das, von dem wir oft meinen, dass es so wichtig und wertvoll sei - wie die viel beschworene Freiheit und Unabhängigkeit - macht uns de facto oft gar nicht so glücklich wie wir ursprünglich hofften.
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Ich denke, man kann die Menschen, gerade zum Thema Partnerschaft und Familiengründung, nicht alle über einen Kamm scheren.
Für manche ist "Familie" tatsächlich die absolut geeignete Lebensform, aus der sie selbst auch mehr profitieren, als wenn sie alleine leben würden.
Andere Menschen aber können ihre eigenen Bedürfnisse im Leben gegenüber anderen nicht so leicht durchsetzen. Für die ist eine Beziehung, und erst recht Kinder, immer anstrengend, weil sie automatisch ständig zurückstecken.
Ich selbst hatte auch schon langjährige Beziehungen, in denen ich ständig das Gefühl hatte, auch banalste Dinge ständig erkämpfen zu müssen. Klar gab es auch Dinge, die eindeutig eine Bereicherung waren, verglichen mit dem Singleleben. Aber ich bin mir gar nicht sicher, ob die Bereicherungen wirklich überwiegen. Dabei meine ich gar nicht "Party machen" und dergleichen.
Mit Kindern ist es ähnlich. Ich konnte mir noch nie vorstellen, nach dem anstrengenden Arbeitstag, man hat mit seinen letzten Kräften gerade noch etwas zu Essen eingekauft und sich nach Hause geschleppt ... dass dann noch ein Kind von mir bespielt, bekocht und ins Bett gebracht werden will, geschweige denn, ernsthaftere Probleme und Sorgen in der Schule usw. geklärt werden müssen. Ich bin nach der Arbeit wirklich kaputt und genieße es jeden Tag, dass ich dann einfach entspannen kann, wie ich will und niemand noch irgend welche Ansprüche an mich stellt.
Abgesehen davon empfinde ich es auch als Horror, wie sehr das Kind heutzutage im Mittelpunkt steht - man stelle sich bspw. vor, welch ein Aufwand heute für einen ganz normalen Kindergeburtstag betrieben wird. Und da muss man ja mithalten, um sein Kind nicht zum sozialen Sonderling zu machen.
Lieber FS, ob es nun ein "weit verbreitetes Phänomen" ist, oder nicht, ist eigentlich egal! Das wäre nur wichtig, wenn es dir wichtig ist, möglichst dem Mainstream zu entsprechen!
Ich kenne Menschen in meinem Umfeld, die empfinden das ähnlich wie ich, obwohl sie Mann, Haus, Kind haben. Die meisten von denen wirken ständig gestresst. Deren Leben ist für mich kein Leben, welches ich auch gerne hätte!
Ich kenne aber auch Paare, bzw. Familien, da wirkt es wirklich gelungen und überwiegend glücklich und gut!
w42
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du hast dir ein ausgefülltes und erfüllendes leben aufgebaut, in dem dir nichts fehlt und es dir gut geht. es gibt daher keinen grund, das zu ändern. nachdem es in der natur der meisten menschen liegt, dass ein zustand, der zu lange dauert, irgendwann mal langweilig wird, ist es nur eine frage der zeit, bis du wieder nach veränderung strebst. ob diese veränderung sich dann im wunsch nach einer familie ausdrückt oder einer ganz anderen neuen herausforderung, wird sich zeigen. m/45
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du hast dir ein ausgefülltes und erfüllendes leben aufgebaut, in dem dir nichts fehlt und es dir gut geht. es gibt daher keinen grund, das zu ändern. nachdem es in der natur der meisten menschen liegt, dass ein zustand, der zu lange dauert, irgendwann mal langweilig wird, ist es nur eine frage der zeit, bis du wieder nach veränderung strebst. ob diese veränderung sich dann im wunsch nach einer familie ausdrückt oder einer ganz anderen neuen herausforderung, wird sich zeigen. m/45
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