- Frage:
Kann man sich ans Single-Leben gewöhnen?Ich (m38) bin nun seit 4 Jahren ohne Beziehungen und komme damit sehr gut klar.Sicher gibt es auch mal Momente, an denen ich gerne eine Partnerin an meiner Seite hätte (und ich meine damit nicht nur beim Sex :-).Wenn ich Frauen kennenlerne, bin ich zu erst zu mißtrauisch und abwartend und versuche die Person zu analysieren und "Fehler" aufzudecken.Hinzu kommt noch, das ich mich als SEHR schüchtern einschätze und (vielleicht) zu hohe Ansprüche habe und mich somit erst gar nicht auf jede Beziehung einlassen möchte. Und wenn ich dann eine Frau "gut" finde, ist diese bereits vergeben/verheiratet oder ich trau mich mal wieder nicht, eben diese aus o.g Gründen anzusprechen. Somit stehe ich persönlich in einem Konflikt, da ich mir selber sage: "Ich komme sehr gut allein zurecht", aber, wenn dem so wäre, würde ich ja z.B. nicht bei Single-Börsen registriert sein. Und somit zum Resultat: Ich denke mal, das ich mich an mein Single-Leben gewöhnt habe und damit auch ganz gut klar komme. ODER??Antworten: -
Die Frage kannst nur du für dich beantworten, das ist wohl bei jedem individuell verschieden.
Möglicherweise hast du dich tatsächlich so sehr an dein Singleleben gewöhnt, dass du es gar nicht mehr anders haben willst, oder du bist zu schüchtern/scheu/misstrauisch für einen neuen Beziehungsversuch, sodass du dir einfach einredest das Singleleben zu genießen. Vieilleicht hast du einfach Angst vor einer neuen Beziehung - vor der Veränderung, vor der Gefahr verletzt zu werden, vor der Gefahr zu "scheitern"? Oder du bist wirklich einer derjenigen, der rundum zufrieden mit seinem Singleleben ist - wenn du für dich ehrlich sagen kannst, dass du zu - sagen wir mal - 80% sicher bist, dass das Singleleben das beste für dich ist, dann ist ja auch alles klar.
Ich für meinen Teil kann nur sagen, dass ich mich zwar an das Singleleben gewöhnt habe und die Vorteile sehe und erkenne, aber im Hinterkopf immer habe, dass ich gern eine Beziehung hätte. Mal sind diese Gedanken stärker, mal schwächer, manchmal ist es regelrecht frustrierend und deprimierend keine Beziehung zu haben, dann wieder bin ich froh meine Ruhe zu haben.
Bei den letzten Beziehungsversuchen war's immer so, dass ich so nach 1, 2 Wochen Zusammensein einen kurzen Krisenanfall hatte, wo ich regelrechte Panik bekommen und mir gedacht habe "ich will das alles nicht, oh Gott, was tu ich da, ich muss das sofort beenden, bin ich denn verrückt mich auf sowas einzulassen". Aber nach einem Tag war diese Panik (wahrscheinlich vor der Veränderung) wieder weg und ich habe die Beziehungen genossen.
-
Ganz ehrlich mein Junge ... du machst dir etwas vor und lügst dich im Grunde genommen selber an ... genau wie viele andere Menschen die denken das sie "eigentlich doch so ganz glücklich" sind, aber sich dann bspw. bei solchen Partnerbörsen registrieren bzw. das andere Geschlecht aktiv wahrnehmen, beobachten etc.
Der Mensch ist für das Alleineleben nicht geschaffen. Wir sind "Sozialtiere". Wahre Erfüllung findest du nicht in deinem Beruf und deiner Einsamkeit, sondern in Beruf (Work-Life Balance) und privater Zweisamkeit mit entsprechender Familie.
Materielle Dinge und die Gewohnheit alles zu konsumieren - bei Mann UND Frau - sind es die diese Gesellschaft so tiefgründig verändert haben ... und zwar ganz bestimmt nicht zum Guten.
-
Es ist gut für dich unabhängig zu sein. Das macht die Partnersuche entspannter.
Nutze diese Entspanntheit um Beziehungen auszuprobieren und ihre schönen Seiten zu geniessen. Du hast nichts zu verlieren, sofern du klare Grenzen setzt, unter welchem Umständen du diese abbrechen solltest.
Achte bloss darauf nicht in eine schizoide oder schizotypische Persönlichkeitsstörung abzudriften...
-
Liebe FS, mal überlegt sich proffessionelle Hilfe zu holen, um zu schauen, wo die Ursachen deiner Bedenken bzw. deiner "Problematik" liegen?
Dazu gibt es auch viele gute Bücher, wo man sich selber wieder finden kann und heraus finden könnte, was mit einem los ist.
Ich bin auch schon länger Single und weiß inzwischen, dass ich nicht zu hohe Ansprüche stelle, sondern nur einen Mann suche, der auf meinem bescheidenen sorgenfreien Level lebt. Ich habe meine "Hausaufgaben" gemacht, was viele Männer in meinem Alter nicht gemacht haben, sie suchen nur Ablenkung, Trost oder Sex, aber haben wenig partnerschaftliche Fähigkeiten, sie sind sich nicht mal selber ein guter Partner, was man z.B. an Übergewicht erkennen kann.
Von diesen Menschen gibt es leider zu viele und von daher ist es schon fast normal, dass solche Menschen wie ich und du vielleicht Single sind, weil es von uns zu wenig gibt. Leider.
w (46)
-
Ich sehe es genauso wie #2 das Du Dich selber anlügst. Dann war halt noch nicht die "Richtige" darunter, aber mache Dir einfach nichts vor. Der weitverbreitetste Grund ist sicherlich Beziehungsangst, die sollte man aber irgendwie in den Griff bekommen können, wenn nicht selbst mit professioneller Hilfe.
m, 53
Ähnliche Themen
-
Trennung nach 22 Jahren Ehe. Wie soll ich jetzt mit dem Leben als Single umgehen?
Von Gast im Forum Trennung
19.05.2012, 09:44 -
Kann man sich als Single an Einsamkeit gewöhnen?
Von Gast im Forum Single
29.03.2012, 17:11 -
Macht langes Leben als Single Männer beziehungsunfähig und zum Egoisten?
Von Gast im Forum Single
08.01.2011, 21:30 -
Wie kann ich von meinem Leben als frischgebackener Single profitieren?
Von Gast im Forum Single
22.03.2009, 23:02 -
Mein Freund ist bei mir eingezogen, ich kann mich an die plötzlich Zweisamkeit nicht gewöhnen...
Von Gast im Forum Beziehung
15.01.2009, 13:58



