1. Frage:
    Gefragt am: 19.08.2010, 22:18 von Gast
    Komme nicht aus dem Tief
    Meine Frau hat mich nach sechs Jahren verlassen, und hat von einem Tag auf den Anderen alles mitgenommen. Doch das Schlimmste ist, dass ich meine über Alles geliebte Tochter nicht mehr um mich habe. Sie fehlt mir so sehr, und ich habe keine Kraft mehr und fühle mich so leer. Das ist nun vier Wochen her. Ich habe elf Kilo abgenommen und weiß nicht, wie ich aus diesem Tief heraus komme....
    Antworten:
  2. #1 Gast
    19.08.2010 23:06
    Nach 4 Wochen kannst du auf keinen Fall erwarten, schon aus dem Tief zu sein.
    Aber du solltest so langsam (und das tust du ja bereits, indem du diese Frage hier einstellst) dich nach Hilfsmöglichkeiten umschauen.
    Das Eine wäre, Bücher zu lesen (z.B. "Mit Buddha die Trennung meistern" von P. Biehler - keine Angst, ist trotz "Buddha" sicherlich für jeden interessant).
    Alternativ oder zusätzlich solltest du dir vorübergehend Hilfe in Form von psychotherapeutischen Gesprächen suchen. Das hilft dir, aus deiner Gedankenspirale herauszukommen, neue Aspekte, neue Perspektiven zu finden, Schmerz zu bewältigen.
    Evtl. wäre auch die vorübergehende Einnahme von Antidepressiva (natürlich unter ärztlicher Betreuung) für dich hilfreich, um überhaupt mal wieder einen klaren Gedanken fassen zu können. Vor allem auch, um ein wenig Klarheit über deine rechtliche Situation zu bekommen (in Anlehnung an deine Bemerkung "sie hat alles mitgenommen".)
    Und last but not least: die Zeit. Auch wenn du es dir vielleicht noch gar nicht vorstellen und glauben kannst: die Zeit hilft, die Zeit heilt.

    Alles Gute für dich. Ich wünsche dir Kraft und ein wenig Zuversicht.

  3. #2 Gast
    19.08.2010 23:56
    Ich habe ähnliches erlebt.es ist gnadenlos furchtbar. ABER es geht weiter und wird aufwärts gehen.
    1.Kümmere Dich unbedingt um Deine Gesundheit! Iss etwas gesundes jeden Tag und gehe unter Menschen, melde Dich vielleicht in einem Fitnesstudio an und gib Deinem Körper ein gutes Gefühl.
    2. Geh unbedingt zu einem Arzt und lass Dir helfen. Es gibt für diesen Schock auch gute Medikamente.Gehe zu einem Therapeuten und rede und weine (zu festgesetzten Zeiten), aber nimm danach Dein Leben wieder in die Hand.Du kannst nichts anderes tun, als erst mal geduldig zu sein.Habe Hoffnung, denn das Kind liebt dich auch und braucht einen gesunden Vater.
    Ganz liebe Grüße

  4. #3 Gast
    19.08.2010 23:58
    Manchmal kann man sich nicht wie Münchhausen am eigenen Haarschopf rausziehen - suche dir einen kompetenten Fachmann/'Fachfrau, die dir dabei hilft und warte nicht mehr zu lange damit!

  5. #4 Gast
    20.08.2010 05:35
    Ich hoffe, dass du ein paar gute Freunde hast. Ich weiß, dass die meisten Männer nicht so gut darüber reden können wie wir Frauen. Aber du musst reden! Gut, dass du hier in das Forum geschrieben hast, das ist der erste Schritt. Und da draußen im RL gibt es hoffentlich auch jemanden für dich, dem du dich anvertrauen kannst und bei dem/der du schwach sein darfst. Du musst das Heulen raus lassen, ich weiß es aus eigener Erfahrung, nachdem ich von meiner großen Liebe verlassen wurde. Schluck es nicht runter, es muss raus, sonst wird es umso länger dauern. Du kommst dann an einen Punkt, ich hoffe für dich, dass es bald ist, das würde ich die Talsohle nennen und dann kommt auch der Moment, wo du wieder einen klaren Gedanken fassen kannst.
    Und trotz guter Freunde (die du hoffentlich hast) und vielleicht noch anderer Familienmitglieder (?) musst du dir über eines im klaren sein: Man kann dich nur emotional unterstützen, schaffen musst du es letztendlich alleine, es kann dir leider niemand abnehmen.

    Was deine Tochter betrifft: du wirst sie doch wohl sehen können, hoffe ich mal. schau, dass du das ordentlich geregelt bekommst. Und dafür brauchst du deine Kraft !!! Also, reiß dich zusammen, für deine Tochter, iss was und wenn dir das so schwer fällt, weil du keinen Appetit hast, bemüh dich so gut es geht und versuch es mit vielen Nüssen, falls du das magst. Die sind sehr gesund und auch nahrhaft, sie haben mich quasi vor dem Hungertod (übertrieben) bewahrt.

    Ich wünsch dir ganz viel Kraft und Energie, sie steckt in dir, du wirst sehen ! Deine Tochter soll schließlich ihren Papa sehen wie sie ihn kennt und kein Gespenst.

    Alles Gute, J. w/48

  6. #5 Gast
    20.08.2010 11:09
    11 kg in vier Wochen? Das schadet doch nichts, nimm es als positiven Nebeneffekt in diesem negativen Moment.

    Du bist nicht allein:

    50% der Ehen werden geschieden. In 98% der Fälle geht des den Vätern dann wie dir: Kind(er) ab zur Mutter (und neuem Gefährten), Unterhalt zahlen und alle 14 Tage ein Wochenende mit den Kids, mit Glück auch zwischendurch. Plus Ferien.

    Die(se) Spielregeln sind hinlänglich bekannt. Du hast dich trotzdem eingelassen. Nun jammer also nicht - und raus aus dem Selbstmitleid.

    Du bist bei EP angekommen. Das ist gut. Verarbeitete den Schmerz und dann wird sich - wetten? - bald eine Nachfolgerin für deine abtrünnige Ex finden. Das Beziehungskarussell wird in die nächste Runde gehen.

  7. 20.08.2010 11:20
    jeder vater hat das recht auf geteiltest sorgerecht. kämpfe drum! Es steht dir zu! deiner frau trauerst du anscheinend eh nicht so wirklich nach. wenn doch, schlag ihr eine paartherapie vor. sag aber nicht, dass du die beziehung retten willst, weil du deine tochter regelmässig um dich ahben willst. das geht in die hose!.

  8. #7 Gast
    20.08.2010 12:21
    Es tut mir leid, dass du nach 6 Jahren Trennung immer noch nicht das Ende der Ehe verkraftet hast.

    Ich kann dir auch nur empfehlen, dir dringend schnellstens ärztliche bzw. therapeutische Hilfe zu suchen und mittels einer Therapie herauszufinden, warum du nach 6 Jahren Trennung immer noch so leidest.

    Es gibt in Großstädten auch Anlaufstellen,wo dir sofort geholfen werden kann. Notfalls kannst du auch in ein Krankenhaus gehen und dort einen Psychologen verlangen. Der kann dann sofort sehen, was mit dir los ist und die entsprechenden Schritte einleiten.

  9. 20.08.2010 13:48
    @ #7:

    Bitte lese genauer! Der FS ist nicht sechs Jahre getrennt, sondern war 6 Jahre verheiratet. Seine Frau hat sich vor 4 Wochen getrennt!

    @ FS:

    Du wirst es hier noch öfter lesen, aber es ist wirklich so: Die Zeit wird dir helfen.

    Du darfst dich einfach nicht verkriechen. Deine Tochter braucht dich! Nimm dein Leben in die Hand, damit du es für und mit deiner Tochter schön hast, wenn sie bei dir ist.

    Außerdem ist es doch so, Mädchen vergöttern in der Regel ihre Papis! Wenn du den richtigen Weg findest, wird niemand (auch die Mutter nicht) dir deine Tochter wirklich 'wegnehmen' können.

    Es ist übrigens überhapt nichts Negatives, wenn du dir wirklich professionelle Hilfe/Beratung holst, wenn du es alleine nicht packst.

    Nur eines ist wirklich sinnlos = Jammern! Damit hilfst du weder dir, noch deiner Tochter!

    Alles Gute

  10. #9 Gast
    20.08.2010 13:50
    @ 7 Die Trennung ist nicht 6 Jahre her, sie hat sich nach 6 Jahren getrennt.

  11. #10 Gast
    20.08.2010 14:01
    zu #9

    Sorry, du/ihr habt recht, habe mich verlesen.

    Alles Gute für den FS und therapeutische Hilfe kann trotzdem nicht schaden. Schon für die zukünftige Beziehung ist es wichtig zu wissen, was der eigene Anteil am Scheitern der Beziehung ist.

    Andererseits, wenn der FS schon nach so kurzer Zeit der Trennung in einem Forum einer Single-Börse schreibt, dann ist er vielleicht doch schon mit einem halben Bein auf der Suche nach einer neuen Frau?

  12. 20.08.2010 14:24
    @ #10:

    Es wurde hier schon oft gesagt und in diesem Fall ist es wohl angebracht, das noch einmal zu wiederholen:

    Das Forum ist vollkommen unabhängig von einer Mitgliedschaft/Partnersuche! Hier kann/darf jeder schreiben, der Fragen zu dem genannten Themenkreis hat, ohne angemeldet oder registriert zu sein.

    Es ist nicht fair, dem Fragesteller etwas zu unterstellem, das wir überhaupt nicht wissen können.

  13. #12 Gast
    20.08.2010 14:24
    Möchte dir Mut machen:

    1. es ist ganz natürlich, dass du dich fühlst wie am Weltuntergang. Es IST auch eine Welt untergegangen: deine 6jährige Partnerschat und dein tägliches Zusammensein mit Frau und Tochter. Keine Sorge: davon hört das Leben nicht auf - es geht weiter und eine neue Welt entsteht dabei, die nicht schlechter sein muss - auch wenn sich das jetzt, so unmittelbar nach der Trennung so anfühlt.

    2. Neben allen Zeiten der Zurückgezogenheit, die du jetzt brauchst, um deine Wunden zu lecken, versuche, auch Kontakte zu Freunden, Außer-Haus-Unternehmungen und Treffs mit netten Menschen einzuhalten oder neu zu organisieren. Das ist deshlab wichtig, dass du erlebst, dass es neben deinem verständlichen Schmerz auch Momente gibt, in denen du lächeln oder gar lachen kannst, dass dich auch anderes interessiert und dein Denken nicht unentwegt um die Trennung kreist.

    3. Suche dir Unterstützung! Wenn du ein Loch im Zahn hast, dann bohrst du das auch nicht alleine aus und machst eine Füllung rein, oder? Nicht mal die Haare schneidest du dir selbst? Die Kleidung nähst du nicht alleine, sondern besorgst dir dein Outfit dort, wo es dir am ehesten zu dir zu passen scheint? Dasselbe tu, wenn du diese Dienstleistung zur Heilung deiner verletzten Seele brauchst: such dir jemanden mit Know-How (wie einen kompetenten Zahnarzt), wo du sagen kannst, was DU brauchst und was DU willst und wie's am Ende aussehen soll, was da rauskommt (wie beim Friseur. Ein Therapeut, der damit beginnt: "So, als erstes machen wir mal das Folgende...." ist genauso ungeeignet wie ein Friseur, der dir seinen Stil aufdrängt) und schau, dass du jemanden findest, der dich in dem unterstützt, wie DU bist und was zu dir passt, so dass dein "neues Outfit" zu dener Persönlichekeit passt (wie in einem guten Bekleidungsgeschäft, wo du das bekommst, das dir entspricht und deinen Charakter stilvoll unterstreicht und dein Selbstbewusstsein hebt). Vielleicht blöde Beispiele. Therapeutische Hilfe ist eine Dienstelsitung wie andere. Nutze sie, wenn du sie, so wie jetzt, brauchst!

    4. Das Buch "Mit Buddha die Trennung meistern" kenne ich auch und finde es ebenfalls empfehlenswert. Eine HörCD wird gleich mitgeliefert und gibt dir konstruktive Anstöße in die richtige Richtung (zur Verarbeitung).

    5. Sorge gut für dich! Beachte auf die Ausgewogenheit deiner Grundbedürfnisse (ausreichend essen, trinken, schlafen, Bewegung, alleinesein und in Gesellschaft sein)!!!

    6. Lass dich rechtsberaten. Wissen ist Macht. Wenn du Informationen hast, kannst du dich entscheiden und wirst handlungsfähig, weil du die div. Alternativen kennst. Geh zu Experten, nicht nur zu Freunden oder in dieses Forum. Du musst g e n a u wissen und nicht nur irgendwie und ungefähr. Lass dir helfen und tu dein Bestes!

    ALLES GUTE!

    w,57

  14. #13 Gast
    20.08.2010 19:44
    Wie schön, dass es so viel echte Anteilnahme und gute Wünsche für dich gibt. Und sie alle haben Recht, das stecken ganz viele Wahrheiten drin, du kannst sie der Reihe nach annehmen und dich an die Umsetzung machen. Du wirst sehen, es wird wieder, ganz viele haben das schon durchgemacht und sind wieder glücklich geworden. Die Kraft steckt in dir selbst, du musst sie nur raus holen, pack es an - und kümmere dich vor allem darum, eine Regelung für dich und deine Tochter zu kriegen - mit Rechtsbeistand, finde ich auf jeden Fall wichtig, wie andere auch schon sagten. Dann hast du Gewissheit und kannst die Sache systematisch durchziehen. w48

  15. #14 Gast
    21.08.2010 20:27
    Sorry, jeder hat seine Probleme mit sich zu tragen.
    Keiner ist wohl rundherum zufrieden und alle sind happy.
    Aber bei der Partnersuche kommen unbewältigte "Sorgen" sicherlich nicht gut an.
    Wer will schon ein Date mit einem Menschen, der den ganzen Abend herumjammert.
    Ich finde man sollte sich eher beim Freundeskreis "ausheulen", sofern man wirkliche Freunde hat, sollte jeder haben, denn diese stehen auch in schlechten Zeiten einem bei und sind nicht nur
    auf der Sommer-Grillparty zu Gast.
    Partnersuche und Depressionen funktioniert erstmal garnicht - meine Meinung zumindest.

  16. #15 Gast
    21.08.2010 22:07
    Du hast doch deine Tochter alle 2 Wochen bei Dir , bau mit ihr eine innige Beziehung sie hilft dir die Trennung hinweg zu kommen, mein Ex Freund hat sehr gute Beziehung zu seiner Tochter , sie bringt ihn immer zu lachen . Also LACHEN ist eine gute Therapie gegen Depression.
    Sonst wünsche Dir viel Kraft und bitte denk immer dran alle Sachen hat zwei seiten ,positiv und negativ.

  17. #16 Gast
    23.08.2010 12:11
    Deine Frau wird irgendwelche Gründe gehabt haben, um Dich zu verlassen. Niemand verläßt grundlos die Beziehung/Ehe. Dein Leiden kann ich gut verstehen, ABER Du hast an der Trennung genauso wie sie einen Anteil und deshalb verzweifle nicht, schau hin, wie eure beziehung war und sei deiner Tochter ein guter Vater! Deiner Tochter hilfst Du überhaupt nicht, wenn Du Dich nun so dermaßen gehen läßt und nur noch als Opfer rumläufst, was glaubst Du wie das Deine Tochter belasten wird? Willst Du das ???? Das ist nicht richtig und einfach nur egoistisch und Du hast Verantwortung für die Tochter, sie kann ja schließlich nichts dafür, dass ihre Eltern sich getrennt haben. ALSO sei ein erwachsener Mann, stell Dich der Situation und wenn Du Deine Tochter wirlich so liebst wie Du hier schreibst, dann reiß Dich am Riemen - FÜR SIE und sei stark für SIE und esse und richte Dein Leben neu ein. Es wird nichts besser, wenn Du Dich weiter so gehen läßt, im Gegenteil! Am besten such Dir noch einen Therapeuten, Familientherapie (system. Therapie) kann ich absolut empfehlen, wird aber nicht von KK übernommen, musst selbst zahlen. Also, klemm die Ar...backen zusammen und sei stark. VIEL GLÜCK !!!

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