1. Frage:
    Gefragt am: 23.09.2010, 12:07 von Gast
    Mein Freund hat mich verlassen...
    ... und das mit der Begründung, er fühle sich bei mir einfach nicht als Mann, hätte seine Rolle nicht gefunden und das Ganze käme ihm vor wie das Zusammenleben mit einem Kumpel, nur eben mit Sex. Ich hatte (und habe) ihn sehr gern, ist ein echt feiner Kerl, zwar eher konservativ aber sehr charmant und in gewisserweise ein Romantiker. Nun frage ich mich ob ich ihm vielleicht ein anderes Gefühl hätte vermitteln müssen. Wann fühlt sich denn ein Mann als Mann und welche Rolle meint er? Haben wir nicht beide einfach die gleiche Rolle in der Partnerschaft und jeder spielt darin sich selbst so gut er kann?
    Antworten:
  2. 23.09.2010 12:24
    Tja, ich glaube, dass das ein großes Problem unser heutigen, politisch-korrekt und feministisch überfrachteten Zeit ist.

    Für mich ist ganz klar: Die Biologie hat zwei Geschlechter hervorgebracht, damit sie sich ergänzen. Die Geschlechter sind verschieden, haben unterschiedliche Talente, Schwerpunkte und Fähigkeiten und Rollenverhalten (ach, dieses böse Wort! :-) ist eigentlich normal, gesund und natürlich.

    Wenn man Rollenverhalten, also geschlechtsspezifishces Verhalten, versucht auszuklammern, bleibt oft wenig übrig, was eine Partnerschaft gewinnbringend und erfüllend sein lässt. Frauen müssen weiblich sein, Männer männlich. Auch in einer Partnerschaft.

    Daher meine Antwort auf Deine Frage: Nein, zwei Partner können und sollten gar nicht die gleiche Rolle in einer Partnerschaft haben. Ganz im Gegenteil, einer sollte Mann, einer Frau sein. Die beiden sollten sich ergänzen, zusammen eben mehr sein als die Summe ihrer Teile. Das ist Synergie, und so ist es gedacht!

    Du bist wahrscheinlich für eine Frau relativ männlich und kumpelhaft. Das kommt bei Männern sehr oft nicht gut an. Sie wollen natürlicherweise Mann sein und sehnen sich nach einer Frau, die gerne Frau ist.

  3. 23.09.2010 12:41
    Ich gebe Frederika nun wirklich nicht oft unumwunden Recht. Aber hier muss ich das Tun.. sie hat recht.. und das ganze Feministinnengequatsche mit Männlein und Weiblein sind gleich ist falschverstandener "Gerechtigkeitssinn", sie sind gleichwertig, aber niemals gleich.. Eine der populären Irrungen und Wirrungen des sogenanten "Gendermainstreaming"..

  4. #3 Gast
    23.09.2010 12:49
    @1: Wie ist man denn als "Frau, die gerne Frau ist"? Woran würdest Du das festmachen? Was macht im Gegenzug eine Frau "relativ männlich"?

    Nein, ich glaube nicht, dass Du ihm ein anderes Gefühl hättest vermitteln müssen, liebe FS! Er hat konservative Ansichten und anscheinend ein eher klassisches Rollenverständnis und Du eben nicht. Ihr seid verschieden und keiner von Euch sollte sich für eine Partnerschaft zu sehr verbiegen müssen. Es passt einfach nicht und gut. Deine Ansichten sind nicht verkehrter als seine und umgekehrt.

  5. #4 Gast
    23.09.2010 13:09
    Ich denke auch nicht, daß Du Dich falsch verhalten hast. Stimme #3 zu. Wie lange wart Ihr denn zusammen? Viele Männer kommen mit "starken" Frauen nicht zurecht. Willst Du Dich deshalb ändern und ihm immer etwas vorspielen? Dann bist Du doch nicht authentisch. Ich mache mir auch manchmal diese Vorwürfe, weiß aber, daß ich mein Verhalten nicht ändern kann und werde. Weil ICH dann nicht glücklich bin.

    Im Tierreich gibt es übrigens Matriarchate, wie z. B. bei den Hyänen. Wer sagt uns denn, daß nur, weil es bei den Menschen wohl immer so war, daß dies die richtige Form ist. Man sieht es ja, gibt es starke Frauen werden sie oft unterdrückt und kleingehalten mit dem Ergebnis, daß man sich fragt, ob man nicht doch lieber die schwache, auf den Mann angewiesene Frau sein möchte, nur um nicht allein zu sein. Oder wenigstens so tut.
    Wahrscheinlich kommt jetzt so ein Einwand: Wenn es hätte (Matriarchat) sein sollen, hätte sich das schon durchgesetzt. Frauen geben aber eben lieber kleinbei.

    Es wird sich jemand finden, der Dich so mag, wie Du bist. Die Frage ist nur, ob Du ihn erkennst. Ich hab es offensichtlich bisher noch nicht geschafft.

    w, 39 (mit mehreren Beziehungen, darunter auch drei längere)

  6. #5 Gast
    23.09.2010 13:16
    Ich muss mal wieder Frederika widersprechen.
    Für mich wäre die ideale Frau ein Mensch mit dem ich alles machen kann was ich gerne mache, auch Fussball spielen, Trampolin springen und wandern (nicht spazieren gehen).
    Also ein guter Kumpel mit dem ich auch noch Sex habe.
    Und ich hatte mal so eine - es war eine richtig schöne Zeit.
    Wir leben mittlerweile im 21. Jahrhundert und da müssen die Rollenklischee unserer Eltern und Großeltern nicht mehr weitergestrickt werden.
    Männer und Frauen sind sich viel ähnlicher als viele hier meinen. Der ganze Kram mit Männer vom Mars und Frauen von der Venus ist doch nur ein grosser Medienrummel.
    Zu dir FS: Auch wenn es schwer ist, sei froh, dass ihr getrenntseit, langfristig hätte er dich sicher in eine klassische Frauenrolle gedrängt.
    m47

  7. #6 Gast
    23.09.2010 13:35
    Es passiert ja nicht oft, aber hier hat mir Frederika mal total aus der Seele gesprochen. Ich bin seit 41 Jahren sehr glücklich verheiratet. Ich war und bin immer gerne Frau und dieses ganze Emanzengequatsche geht mir auf die Nerven. Ich habe selbst studiert, gearbeitet, Karriere gemacht, Kinder großgezogen, Hobbies gepflegt (Pferdezucht und -sport) und trotzdem habe ich meinem Mann in wichtigen Dingen gerne das "Sagen" überlassen - wohl weil ich auch wusste, dass er zu jeder Zeit auch meine Bedürfnisse berücksichtigt und seine Entscheidungen waren immer gut und richtig. Wir haben uns immer und zu jeder Zeit aufeinander verlassen können, das ist wichtig, nicht dass man als "starke Frau" die Hosen anhat und den Mann zum Ja-Sager und Weichei degradiert.

  8. #7 Gast
    23.09.2010 13:39
    @ 4:

    Wollen "starke Frauen" weibliche Männer? - Ich weigere mich, Frauen attraktiv zu finden, die sich täglich anschicken, die besseren Männer zu sein.

  9. #8 Gast
    23.09.2010 14:34
    Frauen, die rational, verlässlich, absprachefähig und kompetent sind, wollen ebensolche Partner. EP hat da einen entscheidenden Strickfehler und ordnet selbständigen Frauen anlehnungsbedürftige Weicheier zu- das kann nicht gut gehen.

    Nee, Leute, starke Frau bedeutet immer noch Frau- und Männer mit Power wissen oft absolut zu schätzen, dass eine gleichwertige, sie ergänzende Partnerin eine enorme Unterstützung bedeutet. Natürlich gibt es manchmal auch Auseinandersetzungen, aber die bringen auch voran und zusammen kann man sehr viel erreichen.

    Liebe FS, verbieg Dich nicht für einen "konservativen Romantiker"- es wird Männer wie z.B. #5 geben, die Dich absolut zu schätzen wissen.

  10. 23.09.2010 14:41
    Wer behauptet denn das im Matriarchat die Frauen nicht Frauen sein konnten? Es gab ausreichend Epochen die matriarchalisch geprägt waren , grade in diesen Breitengraden.. Trotzdem wäre keine Frau auf die Idee gekommen die Arbeit des Mannes zu machen und andersherum. Und ich kann auch mit einer nicht burschikosen Frau trampolin springen, oder mit einer ultra niedlichen Fussball spielen.. oder Fahrrad fahren oder oder oder.. es geht hier nicht um die Aktionen die eine Frau burschikos werden lassen sondern um die Einstellungen oder Abgrenzungen im Charakterlichen.

  11. #10 Gast
    23.09.2010 14:47
    @5: Wenn nur mehr Männer Deine Meinung hätten, wäre das Leben für mich manchmal unkomplizierter:-). Ich stimme Dir voll zu und bin angenehm überrascht, dass es noch Männer gibt deren Ego eine "starke" Frau verträgt. Trotz meinem weiblichen Aussehen bekomme ich auch oft zu hören, nicht weiblich genug zu sein, nur weil ich meine Meinung klar äußere, erfolgreich bin und gerne den "Kick" im Leben suche um Langeweile zu vermeiden.
    Die meisten Männer brauchen ein Frauchen, dass ihnen den Rücken freihält, eher ängstlich ist und sich hie und da ziert:-).
    Komischerweise sind heutzutage immer mehr Männer in meinem Alter erzkonservativ in dieser Hinsicht, sodass ich die Zielgruppe 40+ weitaus attraktiver finde. Das sind meistens Männer, die wissen was sie wollen, keine Trophäe brauchen sondern eine Frau auf Augenhöhe ohne Kleinmädchen-Allüren.
    In diesem Sinne, lg (w/27)

  12. #11 Gast
    23.09.2010 14:55
    #6Gebe dir ganz Recht,die heutige Weiblichkeit mit ihrer Emanzipation---zieht sich Ja Sager und Weicheier-die sie dann am Ende doch sooo auch wieder nicht haben wollen.So wie du es sagst,nur so funktionierts langfristig und kein Mann möchte eine Frau unterdrücken---in Liebe zueinander stehen,heißt auch Fehlentscheidungen des Anderen mittragen,überwinden----und nicht nur die sonnigen Tage genießen und in trüben-die Flucht anzutreten!

    FS du sagst es ja selbst---du hattest ihn gern----aber zur Partnerschaft gehört Liebe----ansonsten bleibts bei Freundschaft-mit oder ohne Sex.

    m48

  13. #12 Gast
    23.09.2010 15:29
    #7: Was verstehst Du denn darunter, daß Frauen die besseren Männer sind? Ich bin schon weiblich, habe aber meine eigene Meinung, widerspreche Männern wie Frauen, denke nicht, daß ich bestimmte Sachen nicht kann, bloß weil ich eine Frau bin. Hab dann auch oft zu hören bekommen, ich will aber eine Frau, die hinter mir steht, egal, was ich von mir gebe. Wer hat uns denn in diese Rollenklischees gedrängt? Woher will man wissen, daß es ursprünglich auch so gedacht war?

    Ich finde verweichlichte Männer genauso unattraktiv, wie weinerliche, naive Frauen. Also will damit sagen, daß jedes Wesen, was sich als "armes Hascherl" darstellt, für mich unattraktiv ist.

    #5: Hast mir aus der Seele gesprochen, auch in finde es schön, wenn man mit dem Menschen, mit dem man so intim ist, auch alle anderen Aspekte des Miteinanders teilen kann. Hab auch viele Sachen mit meinem Ex-Freund geteilt, Musik, Hobbys (Klettern), haben über alles geredet. Und wir haben uns bis zum Zeitpunkt der plötzlichen Trennung seinerseits auch "sexuell" gut verstanden. Es war einfach nur schön.

  14. #13 Gast
    23.09.2010 16:50
    It's a man's World- soll heißen im laufe der Jahre ist man dazu übergegangen männliche Eigenschaften als stark und weibliche Eigenschaften als schwach zu bezeichnen, das hat sich sogar in der Sprache festgesetzt (zb: herrlich, dämlich). Nun eifern die Frauen dieser angblichen Stärke nach und wollen die Schwäche hinter sich lassen und merken dabei nicht, dass sie damit auch ein Stück Weiblichkeit zurücklassen. Die angeblich so starken Frauen scheinen mir da die größten Feinde der Weiblichkeit zu sein. Männer sehen und unterstützen tw zwar die Veränderung der Frau- ihr Selbstbild, ihr Bild von ihrer eigenen Männlichkeit hat sich jedoch kaum geändert und so hat mandann das Problem, dass sich Männer ihrer Rolle beraubt fühlen, sich sinnlos vorkommen- kann ich als Frau sehr gut verstehen. Ich weiß, das ist nun extrem: aber ich fände es furchtbar wenn es plötzlich möglich wäre, dass Männer Kinder gebähren, ich würde mich bedroht fühlen wenn mir diese ureigene weibliche Fähigkeit und auch Macht plötzlich streitig gemacht werden würde. Männer wie Frauen haben ihre Schwächen und Stärken undauch wenn es selbstverständlich jedem selbst überlassen ist empfinde ich mein Leben als wesentlich harmonischer wenn ich mich auf meine weiblichen Stärken verlasse und sie lebe und meinem Partner seine Männlichkeit leben lasse. Dass man sch als Frau im "klasssichen Rollenbild" als unnütz und schwach fühlt liegt viel mehr am eigenen, vermännlichten Werteempfinden und Frauen sind da wesentlich härter im Urteil als Männer. Es heißt ja nicht, dass man nicht arbeiten soll und dem Mann jede Befehlskraft übergibt, sondern nur, dass man seine Weiblichkeit nicht verteufeln soll sondern nutzen.
    Wieso darf ich als Frau nicht Kurven zeigen wenn es ums Berufliche geht? Männer ziehen ja auch Anzüge an in denen ihre Schultern breiter sind und somsit mehr körperliche Stärke ausgestrahlt wird, Chefs sitzen auf höheren Stühlen um ihre Machtposition zu zeigen und das Gegenüber zum Nachgeben zu bewegen. Männliche Beeinflussung im Berufsleben ist vollkommen normal, fällt nicht mal mehr auf- aber weibliche ist unfair und billig.

    Ich weiß nicht ob du dich anders verhalten hättest sollen, du sagst ja nicht wie du dich verhalten hast. aber es stellt sich die Frage ob du deinem Partner das Gefühl gegeben hast ihn als Mann zu brauchen, ob du ihm auch in etwas gut sein hast lassen oder ob du immer sehr darauf bedacht warst selbstständig zu sein und ihm keine chance mehr gelassen hast sich als Mann zu beweisen. Ich glaube Männer wollen nach wie vor für eine Frau sorgen- und ich mien nicht als Geldmaschine- sondern dafür sorgen, dass es dem Partner gut geht, man zeigen kann, dass man wertvoll ist und das Gefühl haben gebraucht zu werden. Genauso wie ich auch für meinen Partner sorgen möchte, ihm zeigen, dass er in mir eine verlässliche Partnerin gefunden hat auf die er sich verlassen kann. Doch dazu muss man ich ein Stück weit abhängig machen vom Partner, und das darf man ja heutzutage nicht mehr sagen. Bewahre Gott! Welche Botschaft man mit dieser Haltung aber ausstrahlt scheint man auszuklammern, nämlich: Ich vertraue dir nicht!. Dennoch kommt diese Botschaft an und das nagt unweigerlich an einer Beziehung. Selbstständigkeit ist so ein Märchen- wir alle machen sich jeden Tag von unzähligen Dingen abhängig, vertrauen darauf, dass unser Arbeitgeber uns auch wirklich bezahlt am ende des Monats, vertrauen darauf, dass die Bank das Geld rausrückt wenn man es gerade braucht, vertrauen darauf, dass der Supermarkt auch alles hat was man braucht, das auto fährt, das Flugzeug sicher ist, der Richter einem fair behandelt, der Parkwächter mein auto nicht klaut- aber wenn es um den Partner geht, dem Menschen dem mansich am meißten verbunden fühlt, dem man am meißten Vertrauen sollte- da will man plötzlich selbstständig sein? Wie sich jemand der weder im Stande ist eine Kartoffel anzubauen noch sic heine Hose zu nähen und wahrscheinlich nicht mal auswendig weiß welchen Tee man bei Husten und welchen bei Halsschmerzen trinken sollte, sich als selbstständig bezeichnen kann nur weil er unfähig ist auf seinen Partner zu vertrauen ist mir wahrlich schleierhaft.

  15. #14 Gast
    23.09.2010 16:51
    Burschikoses oder kumpelhaftes Verhalten sind nicht sexy. Und eine Frau die ihren Mann nicht "anmacht" kann ein Mann zuhause nicht brauchen.

    Frauen wirken immer dann sexy wenn sie sich ihrer Weiblichkeit bewusst sind, und ihre Weiblichkeit herausstellen und ausstrahlen. "Starke Frauen" können sexy sein. Auch Frauen in Männerberufen können sexy sein, ebenso wie Frauen die körperlich arbeiten. Dicke Frauen können ebenso sexy sein wie dünne, wie große, kleine, dunkelhaarige, oder farbige.

    Ich (m) habe zwar ein eindeutiges Beuteschema hin zu dunkelhaarig und schlank, glaube aber bei den meisten Frauen ihre eigene Schönheit erkennen zu können. In jedem Wesen wohnt ein Zauber inne. Es ist jammerschade wenn Frauen sich seiner nicht bewusst sind, oder wenn ihn verleugnen, oder verstecken.

    Eine Frau die sein möchte und handelt wie ein Mann verliert ihre Ausstrahlung als Frau.

  16. #15 Gast
    23.09.2010 17:25
    Liebe Frgestellerin,
    wir können nicht wissen, wir Ihr miteinander umgegangen seid, wie Du mit ihm umgegangen bist.

    Vielleicht liebt er Dich einfach nicht. Vielleicht hast auch Du ihm Deine Liebe nicht gezeigt, nixht spüren, keine Wärme und Geborgen fühlen lassen (Du hast ihn NUR gern?)Vielleicht hast auch Du ihn nicht spüren lassen, dass Du Dich bei ihm geborgen fühlst.
    Dann nimmt Romantiker Reiß-aus.
    Vielleicht hast Du ihn oder Dich oder Euch beide zu sehr unter Druck gesetzt, dass alles sofort perfekt funktionieren muss.

    Ich halte nichts davon, (immer) das Scheitern bei diesen Emanzipationsdiskussionen zu suchen, sondern einfach in dem individuellen Umgang als Paar. Es ist (zu) einfach, alles auf Feminismus und Emanzipation zu schieben. Da muss man nämlich sich sekbst nicht in Frage stellen.

    Sicher müssen die Vorstellungen über die Partnerschaft harmonieren, das muss man meist erst mal ausloten.

    Wenn Ihr Euch (oder nur Du Dich) darauf eingelassen habt ( hast), " EINE Rolle zu SPIELEN", dann kann das nichts werden. - SPIELEN ist einfach nur tödlich für eine Partnerschaft.

  17. #16 Gast
    23.09.2010 19:15
    von #7 @ #12:

    Ich will ganz sicher nicht, dass Frauen sich unterordnen oder keine eigene Meinung haben. Ich mag es auch überhaupt nicht, wenn eine Frau mir ständig nach dem Mund redet. Es stört mich durchaus nicht, wenn sie mir bspw. in Gegenwart anderer widerspricht. Damit komme ich gut klar, –*vorausgesetzt, sie billigt mir das Gleiche auch zu.

    Ich mag nur die Frauen nicht, die mit dem Messer zwischen den Zähnen täglich den Geschlechterkampf austragen und immerzu beweisen müssen, dass sie ihre Ellbogen mindestens so rabiat einsetzen können wie Männer. Dabei machen sie sich nämlich männliche Verhaltensmuster zu eigen. Der Feminismus hat viele Frauen gelehrt, dass es grundsätzlich verwerflich ist, die weibliche Karte zu ziehen, und dass sie allen Männern mit Argwohn begegnen müssen, die ihnen einen Gefallen tun wollen. Attraktive Frauen haben (und hatten schon immer) eine unglaubliche Macht über Männer. Frauen, die damit geschickt umgehen können, kann man Selbstbewusstsein sicher nicht absprechen.

    Es sind nicht nur die äußeren Reize, die Frauen anziehend machen. Frauen kommunizieren anders, Frauen haben mehr Sinn für die schönen Details im Leben, sie sind sozialer als Männer usw. Es gibt so Vieles, wofür Männer Frauen bewundern. Wenn Frauen sich das abtrainieren, dürfen sie sich nicht wundern, wenn Männer sie links liegen lassen.

  18. #17 Gast
    23.09.2010 19:45
    An #16 von #12: Das mag ich auch nicht, aber wir wissen ja nicht, wie die FS war.

    In allem was Du geschrieben hast, sind wir uns völlig einig. Ich bin nicht so, wie Du geschildert hast, trotzdem durfte ich mir das auch schon anhören. Daß ich zu kumpelhaft bin. Ich zu schlampig sei und nicht so gern koche wie die liebe Mama. Das meinte ich eigentlich. Also den Mann "bemuttern", das ist nicht mein DIng und das wurde mir, glaub ich, schon das ein oder andere Mal zum "Verhängnis". Ich suche aber kein Kind, sondern einen Mann. ;O)

  19. #18 Gast
    23.09.2010 20:34
    von #16 @ #17:

    Na ja, meinem Kumpel kann ich problemlos kurzfristig absagen, wenn ich am Samstag Abend doch was Besseres zu tun habe. Genauso kann er das umgekehrt auch, ohne dass ich ihm böse wäre. Ich glaube, ich wollte keine Freundin haben, die das mit sich machen ließe. Frauen müssen irgendwie immer ein bisschen die Aura einer Prinzessin haben. Wenn alles ganz unkompliziert ist, stimmt irgendwas nicht. Außerdem müssen Frauen im Bad länger brauchen und sich für Mode interessieren.

  20. #19 Gast
    23.09.2010 20:42
    Hier nochmal die Fragestellerin.

    Ich wollte hier keine Grundsatzdiskussion über Feminismus und Emanzipation lostreten. Mir ging es eher darum zu erfahren wann sich Männer als Männer fühlen in einer Beziehung.
    Ja ich bin ziemlich selbständig bei allem was ich tue und sicher auch in gewisser Weise auch dominant. Aber um das klarzustellen, er ist weder ein Weichei, noch reicht sein Ego nicht um es mit mir aufzunehmen. Er hat zwar eine ander Art zu diskutieren, ist sehr rational und hat mich mit meiner impulsiven Art, so manches mal als Rumpelstielzchen bezeichnet (aber sehr charmant, nicht böse oder abwertend), vor mir eingeknickt ist er aber nie.
    Und ja ich habe diesen Mann geliebt und ich kann, auch wenn einige mir das hier raten, nicht froh darüber sein, dass er weg ist. Ehrlich gesagt hoffe ich auf ein Rückkehr von ihm zu mir, aber dafür sinken die Chancen mit jedem verstrichen Tag und ich könnte nur noch heulen.
    Und er hat mich ja gemocht wie ich bin und er mag ich immer noch glaub ich. Er hat als er sich von mir getrennt hat weder mit Dreck geworfen, noch hat er mir wegen irgendwelche Vorwürfe gemacht, war absolut Gentelman. Er hat mir die Situation wie es schon im Titel steht beschrieben, gesagt er kann sich dieser Gefühle nicht erwehren und aus war es. War wie ein Schock, hatte sich auch nicht weiter angekündigt. Wer fast besser gewesen er hätte sich wie ein Ar... verhalten, da könnte ich einen Strich drunter machen, aber so ... .
    Mich irgendwie anpassen wollte er in den 1,5 Jahren die wir zusammen waren nicht, wenn ich ehrlich bin hab ich glaub ich wesentlich mehr an ihm rumgemeckert als er an mir. Was mir im nachhinein sehr Leid tut, auch wenn er es eigentlich immer mit Humor getragen hat. Deshalb glaube ich, war mir das in der Beziehung auch garnicht so bewusst und erst jetzt in der Aufarbeitung ist es auffällig. Vielleicht hab ich auch seine kleinen Gesten, war mir einiges zu spießig, nicht zu würdigen gewusst.
    Ich hab mit meinem Verhalten bei ihm nicht die Gefühle geweckt, die er als Mann braucht, er hat mich mit seinem Verhalten aber voll getroffen.Darum such ich Antworten, wie ich ihm dieses Gefühl hätte geben können.
    Auch wenn es zu spät ist, ich hätte ihn so gern zurück, und auch wenn er ein konservativer Romantiker ist, nochmal einen Mann finden der sich so bemüht ist doch fast unmöglich.

  21. #20 Gast
    24.09.2010 07:48
    Eigentlich ist der Wunschkatalog vieler Männer sehr einfach: Sie soll wissen, was sie will, selbständig sein und eigene Ziele verfolgen. Ausserdem Humor haben, warmherzig und sinnlich sein. Und diese Eigenschaften sollte eine Frau beibehalten und nicht nur in den ersten Monaten vorzeigen. Ein Mann fühlt sich ausserdem zu einer Frau hingezogen, der er etwas bedeutet, die hinter ihm und zu ihm steht. Er möchte eine harmonische Beziehung führen und kein dauernder Kleinkrieg. Ein Mann definiert sich durch seine Wirkung auf andere Menschen, also dadurch ob sein Handeln etwas bewirken kann, ob er eine positive Reaktion auslösen kann. Es tut ihm gut, wenn er weiss, dass er eine Frau glücklich machen kann; wenn er spürt, dass sich seine Partnerin freut, wenn er nach Hause kommt oder ihr Blumen mitbringt. Viele Männer drücken ihre Gefühle nicht durch Worte aus, Worte sind für sie weniger bedeutungsvoll als Taten. Ein Mann zeigt seine Zuneigung eher, indem er für seine Partnerin etwas Praktisches, Pragmatisches macht (Lampe aufhängen, PC repararieren, Blumenbeete umgraben usw.). Er will seiner Partnerin helfen, Dinge zum Laufen zu bringen. Ein Mann möchte einer Frau gefallen, indem er ihr ganz einfach in praktischen Dingen hilft. Das hat nichts damit zu tun, dass er diese Arbeiten seiner Partnerin nicht zutraut, aber das ist seine Art, ihr seine Zuneigung zu zeigen. Und wenn eine Frau dies erkennt und schätzt und ihm dies auch zeigt, dann fühlt sich ein Mann auch als Mann und Partner. Auch ein Mann will bewundert und geschätzt werden.

    Ein Mann wird sich aus einer Beziehung lösen, wenn eine Frau ihn ständig niedermacht, permanent etwas auszusetzen hat und ihn verändern will. Er will nicht verändert werden, er will so geliebt werden, wie er ist. Wenn eine Frau oft an ihrem Partner herumnörgelt, kann sie ihn regelrecht zum Wahnsinn treiben. Er wird dann glauben, er wäre zu nichts zu gebrauchen und könne seine Partner nicht glücklich machen, also wird er die Konsequenzen ziehen.

    Es ist natürlich schwierig zu beurteilen, was bei euch schief gelaufen ist, dass er dich "nur" noch als Kumpel wahrnimmt. Aber vielleicht helfen dir diese Punkte, nochmals zu reflektieren, was schief gelaufen sein könnte.

  22. 24.09.2010 09:46
    Ich kann dieses ganze "böse-Emanzen"-Gequatsche nicht mehr hören. Die Emanzipation der Frau hat ausschließlich positive Seiten einer dringend notwendigen Korrektur gehabt.

    Ich sehe folgendes:

    - Männern kann man es nicht recht machen.
    Man darf weder dick noch dünn noch normal gebaut sein.
    Man darf keine Prinzessin sein und muß eine Prinzessin sein.
    Man muß sich selbst ernähren können und wenn frau unabhängig ist, turnt es ab.
    Man muß eine Bohrmaschine bedienen können und wenn man es tut, ist man weg vom Fenster.

    Ich komme aus dem Augenrollen nicht mehr raus.

    Du hast Dich - vielleicht mit einigen persönlichen Fehlern (z.B. zu viel kritisiert), einfach so verhalten wie du bist, ungekünstelt. Er ist damit nicht klargekommen.

    Ich halte ihn für ein gestörtes Weichei.
    Ach ja, und bevor ich es vergesse: mich nerven komplexbeladene Männer über alles.

  23. #22 Gast
    24.09.2010 09:55
    An die FS, hier noch mal die #4,#12 u #17:

    Bei mir war es ganz ähnlich wie bei Dir. Keiner von uns war dem anderen überlegen (in meinen Augen). Mir wäre es auch lieber gewesen, er hätte sich zum damaligen Zeitpunkt verhalten wie ein A...., dann hätte ich ihn "hassen" können und mir hätte "Sex and the City" ( ... ;O) über die schwerste Zeit hinweggeholfen. Im Nachhinein weiß ich aber, daß er sich noch schlimmer verhalten hat als die anderen. Denn er hat mir noch nicht mal gesagt, daß er ne Andere hat, sondern mich nur in dem Glauben gelassen, ich wäre an allem schuld. Das hat er natürlich nicht so explizit gesagt, aber ich hab es gedacht.

    Ich hab ihn auch nicht niedergemacht, permanent etwas auszusetzen gehabt oder wollte ihn verändern, wie #20 annimmt. Ich hab ihn bestätigt, trotzdem hat er leider immer gedacht, ich würde ihn für "doof" halten. Er hat mich auch selbst um Rat gefragt, ich hab ihn nicht aufgedrängt. Leider muß ich aber sagen, daß ich in den letzten drei Monaten vor der Trennung, doch zickig war. Wir waren aber 3 1/2 Jahre zusammen. Ihm wird die Bestätigung gefehlt haben, da muß ich #20 vielleicht recht geben. Es kann schon sein, daß er zum Schluß dachte, er wäre zu nichts zu gebrauchen, mir wäre die Beziehung sowieso egal und er kann mich nicht glücklich machen. Er war auch sehr erstaunt, daß ich so leide, weil er dachte, ich hätte keine Lust mehr gehabt.

    An #18: Ich hätte ein großes Problem damit, wenn man mir kurzfristig absagt und ick brauch Stunden im Bad ... ;O), mach mich gern schick. Also Du siehst, das eine schließt das andere nicht aus. Ich bin nicht burschikos und männlich, sondern suche einfach eine gleichberechtigte Partnerschaft.

  24. #23 Gast
    24.09.2010 19:49
    Zu @6 gebe dir zu 100% recht, genau das ist der richtige Weg die richtige Einstellung, du könntest mit großem Erfolg Frauen aufklären! Zu @ 7: Ja, das ist das große Problem heute, männliche Frauen wollen weibliche Männer...viele Frauen handeln wie Männer und verlieren dabei die eigene Weiblichkeit, das kann doch niemals gut gehen!!!

  25. #24 Gast
    24.09.2010 20:57
    Wenn Dein Ex in seiner Familie die traditionelle Rollenverteilung erfahren hat, dann braucht man als modern eingestellte Partnerin (mit oder ohne Modebewusstsein) viele Jahre Geduld und viel Toleranz, bis sich etwas ändert. Er muss erst einmal erkennen, dass es ihm eine Menge bringt und er sich auch weiterentwickelt, wenn er seinen familiären Dunstkreis mit seinen traditionellen Vorstellungen verlässt. Er findet es mit der Zeit möglicherweise auch gut, mit einer Frau zusammenzusein, die gerne Frau ist (sie macht sich gerne zurecht und genug selbstbewusst ist). Dann bleibt auch die gegenseitige Anziehung erhalten. Mir fällt häufig auf, dass gerade die traditionell eingestellten Männer gerne ausserpartnerschaftliche Abwechslung mit anderen Frauen suchen. Vielleicht haben sie auch Angst davor, dass eine selbstbewusste und gleichzeitig liebenswürdige Partnerin genauso wie sie selbst handeln würde. Das wird dann gerne mit Vermännlichung der Frauen abgetan.

  26. #25 Gast
    25.09.2010 14:15
    Hallo FS,
    ich habe nochmal deinen Beitrag 19 gelesen und da ist mir ein Gedanke gekommen:
    Ich glaube, du war ihn zu anstrengend. Als höflicher guterzogener hat er immer wieder mit dir diskutiert und in seiner höflichen Art mitgehalten, aber mit der Zeit ist ihm das wohl immer schwerer gefallen. Wahrscheinlich hat er deine Art am Anfang gemocht.
    Ich war mal eine Zeit mit einer Frau zusammen, die sehr politisch aktiv war und noch ist. Ständig durfte ich mit ihr über irgendein politischer Problem diskutieren. Das hat mir am Anfang richtig Spass gemacht, irgendwann wollte ich nicht mehr. Unsere Positionen lagen nicht weit auseinander, ich wollte sie auch nicht von meiner Position überzeugen. Ob sie mich letztendlich von Ihrer Position überzeugen wollte weiss ich bis heute nicht.
    Ich wollte irgendwann einfach nicht mehr diskutieren, ich fand, dass sie mir diese Diskussionen nur noch aufgedrängt hatte.
    Vielleicht war es bei dir ähnlich ? Denk mal drüber nach.

  27. 25.09.2010 19:01
    @21# es ist doch eigentlich total simpel, Mann möchte eine Frau, keine "Männin".. ^^

    Beispiel: wenn ein Mann und eine Frau zusammen Capoeira machen, dann vollführen sie zwar beide fast identisch die gleichen Bewegungen, die Ausführungen aber sind einmal männlich und einmal weiblich..
    Während der Mann einen Großteil seines Schwungs und aus dem Oberkörper und den Schultern nimmt,benutzt die Frau dafür mehr die Hüfte.. Würde jetzt der Mann die Hüfte und die Frau die Schultern nehmen, würde das unfreiwillig "seltsam" aussehen..
    ganz einfach.. =)

  28. 25.09.2010 22:04
    @26: Darf ich fragen, aufgrund welcher Aussagen der FS Du zu Deinem Vergleich kommst?

    Ich mag auch keine jammernden, faulen, selbstzerfressenen, egozentrischen oder mit Komplexen gegenüber Frauen behaftete Männer. Dabei habe ich das Gefühl, das genau diese Charaktereigenschaften immer häufiger werden...

  29. #28 Gast
    25.09.2010 22:24
    Wir wissen eigentlich nichts über die Beziehungsgestaltung der FS - doch schon wird wild über "männliches" und "weibliches" Rollenverhalten spekuliert. Mein Tipp an die FS: bleib authentisch und offen, verbiege Dich nicht - ansonsten verlierst Du an Sicherheit und Selbstbewusstsein, was Du brauchst, um Dich auf eine partnerschaftliche Beziehung einlassen zu können!

  30. #29 Gast
    30.09.2010 14:22
    ... wann fühlt sich ein Mann als Mann - wann eine Frau als Frau? Das ist wieder so eine dieser Diskussionen auf dem Alles-oder-Nichts-Niveau. Moderne Männer UND Frauen sollten idealerweise eine etwas größere Bandbreite von Rollenverhalten beherrschen als dies in früheren Generationen der Fall war. Jedes der traditionellen Rollenbilder ist doch reichlich überholt.

    BEIDE müssen dabei Elemente männlichen UND weiblichen Rollenverhaltens beherrschen und sich situativ entsprechend verhalten. Ein Mann verliert als fürsorglicher, verständnisvoller und kommunikativer Mensch nichts von seinen männlichen Qualitäten, er kann diese in anderen Situation ebenso nachdrücklich und überzeugend ausleben. Und eine Frau kann als Ingenieurin eine Männerdomäne besetzen und trotzdem sehr bewußt und nachdrücklich weiblich bleiben. Vielleicht nicht immer auf der Baustelle, aber es gibt ja meist auch noch ein Leben außerhalb derselben.

    ... und da wäre dann schon die Frage an die FSin: hat sie alle Hinweise, Randbemerkungen registriert? Wahrnehmen wollen? Um mal sehr einfach eine Männerperspektive zu verdeutlichen. Es ist bestimmt schön, einen weiblichen Kumpel beim Keller ausmisten zu haben. Aber ich möchte nicht unbedingt mit dem weiblichen Kumpel essen gehen, Da sollte es dann schon eine verführerische Frau sein. Und zwar keine, die sich dafür verkleidet, sondern eine, die beide Rollen beherrscht, die dann ganz und gar Frau ist und damit wohlfühlt. (Damit keine Zweifel aufkommen: das gilt situativ umgekehrt ganz genauso.)

    M55

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