1. Frage:
    Gefragt am: 28.08.2010, 14:24 von Gast
    Müssen denn so viele Partnerschaften scheitern?
    Mir tut das regelrecht in der Seele weh, wenn ich hier mitlese, wie viele, ursprünglich so hoffnungsvoll eingegangenen Partnerschaften, dann, spätestens, wenn die Kinder flügge werden, doch auseinandergehen und die Trennung nicht selten für einen der beiden im Desaster endet. Muss dass denn so sein? Und wie kann ich vermeiden, dass ich der am Boden zerstörte Part bin?
    Antworten:
  2. #1 Gast
    28.08.2010 15:06
    Im Leben gibt es nun mal keine Sicherheit. Das muss man akzeptieren. Man hat nur die Wahl, sich trotzdem einzulassen oder es halt bleiben zu lassen.

    Dennoch würde ich z.B. empfehlen, dass man, gerade als Frau, bei einer Heirat nicht alles aufgibt, weiterhin berufstätig ist etc., um sich im Fall eines Scheiterns der Ehe selbst versorgen zu können und nicht auf Hartz 4 angewiesen zu sein.

    Deinen Schlusssatz finde ich etwas unglücklich ausgedrückt, hört sich so an: Hauptsache, ich komme heil raus, wenn nur der andere am Boden zerstört ist, dann ist ja nicht so schlimm.

  3. #2 Gast
    28.08.2010 15:55
    Du kannst dich nicht dagegen schützen, dass du nicht am Boden zerstört bist bei einer Trennung, wenn für dich die Beziehung stimmt, aber für den Partner nicht mehr. Es ist sehr selten, dass man gemeinsam zum Schluss kommt, dass man sich auseinander gelebt hat und sich beide gleichzeitig trennen möchten.

    Es hat aber auch keinen Sinn, sich bereits im Voraus mit den schlimmst möglichen Konsequenzen zu belasten! So lange keine Anzeichen für eine Trennung da sind, solltest du dir darüber keine Gedanken machen und das Leben geniessen. Je lebendiger und aktiver eine Beziehung ist, desto weniger besteht die Gefahr, dass man sich trennt. Aber eine Garantie hat man nie, Gefühle sind nicht steuerbar.

    Ob so viele Beziehungen auseinander gehen müssen? Wahrscheinlich nicht. Sicher trennt man sich heutzutage relativ schnell und ist nicht bereit, nochmals Zeit und Energie in die Partnerschaft zu stecken. Man erhofft sich mit einem neuen Partner wieder mehr Aufregung und Spannung. Aber ist es besser, einfach nur zusammen zu bleiben, weil man sich aneinander gewöhnt hat und nicht alleine sein will? Sind diejenigen Partnerschaften so erstrebenswert, in denen beide Partner sich gegenseitig dauernd kritisieren und nicht mehr respektieren? Früher, als Scheidungen noch ein Makel waren, sind viele nur aus wirtschaftlichen und sozialen Gründen zusammen geblieben, hatten sich längst auseinander gelebt und jeder ist entweder seinen eigenen Weg gegangen oder einer hat den anderen unterdrückt. Beziehungen waren auch früher oft nicht viel besser, aber es gab keinen Ausweg. Wahrscheinlich sollten wir uns von der Vorstellung verabschieden, dass es nur den/die Eine(n) gibt und mit dem Trauschein hat man diesen Pakt dann besiegelt. Wenn es funktioniert und ein Paar ein Leben lang glücklich ist zusammen - super. Wenn nicht, dann finde ich es besser, dass wir heute die Möglichkeit zur Trennung haben. Und auch die Möglichkeit, mit einem neuen Partner glücklich zu werden - im Gegensatz zu früher, wo dies verwehrt war, wenn man bereits verheiratet war.

  4. #3 Gast
    28.08.2010 16:38
    WARNUNG!!
    An alle Männer: niemals heiraten!!!!! NIEMALS!!! Nichtmal mit Ehevertrag.

    Das ganze Prozedere ist es nicht wert - wenn die Frau in weiss heiraten will, dann geht auf ein Kostümfest.

    Nicht heiraten - egal, wie sehr sie bettelt. Das ist die grösste, gesetzlich legitimierte Lebenslüge und Illusion, die es je gegeben hat! Lebt Euer Leben und geniesst es!!!

    FINGER WEG VON DER EHE!!!

    Es gibt sicherlich Frauen, auf die das nicht zutrifft, aber man glaubt gar nicht, welche Chrakterzüge sich einem offenbaren, wenn erstmal die Scheidung läuft. Das kann schockierend sein und man fragt sich, was man an dieser Person eigentlich geliebt hat. Schlimmer noch: man bereut zutiefst, damals so dumm gewesen zu sein. Wirklich schlimm.

    Das Paar kann auch ohne Trauschein zusammenleben - ist wesentlich besser, weil sich beide Mühe geben müssen, dass der Partner bleibt. Die Kinderzugehörigkeit ist ja jetzt endlich besser geregelt.

  5. #4 Gast
    28.08.2010 17:19
    Ja, ich fürchte, die Konsequenz aus #1 KANN nur #3 sein. (#2 wäre der Weg des Verdrängens des Risikos)

    Ich hatte es fast vergessen. Nach den ersten, noch vergleichsweise glimpflichen Pleiten war für mich aber schon mit Ende 20 klar, heiraten geht einfach nicht. Als Mann eine Scheidung mit (geliebten) Kindern?

    Nein danke.

    Ganz einfacher Schutz: Bescheiden leben und Armut vorgeben, dann "verlieben" sich die Frauen auch nicht so leicht in einen. ;-))

    M 45

  6. #5 Gast
    28.08.2010 21:00
    [Mod. = Signatur gelöscht]

    Ich war 21 Jahre verheiratet, habe um meine Liebe gekämpft um dann festzustellen, ich liebte diese Idee Familie und Kinder und glaubte meinen Mann zu lieben. Wir heirateten. Nach dem Verliebtsein merkten wir das wir verschiedene Ziele und Träume im Leben hatten.

    Er fühlte sich wohl und ich passte mich an und litt weil er so wenig von dem mochte was mir etwas bedeutete. Auch Gespräche brachten nur kurze Änderungen, weil ja wieder einer nicht so sein konnte wie er war. Die Kinder haben uns so lange zusammengehalten. Als sie aus dem Haus waren trennte ich mich. Es war schwer für uns beide aber der richtige Weg.

    Nach einiger Zeit lernte ich einen Mann kennen der das liebte was ich auch liebte und wir konten es überhaupt nicht fassen dass es zwischen uns die ganz große Liebe wurde. Mit Herz und Verstand. Ich genieße es jeden Tag meinen Seelenverwandten gefunden zu haben und bin unheimlich dankbar dass mir das passiert ist.

    Mein Exmann und ich sind Freunde geblieben weil wir uns nicht gegenseitig die Schuld gegeben haben, es hat einfach nicht gepasst. Ich war unglücklich und er auch. Jeder sollte so bleiben können wie er ist und auch so geachtet werden. Als wir uns verliebten wussten wir das alles noch nicht. Jeder sollte aber die Chance im Leben haben so geliebt zu werden wie er ist.

    Warum also nicht zugeben sich geirrt zu haben und sich nicht nur das ganze Leben einander aufzuopfern. Wem nützt das? Es hilft auch nicht der oder dem Betrogenen wenn der Partner dann doch nur aus Pflichtgefühl bleibt. Jede Trennung ist auch eine Chance. Nutzt sie!

  7. #6 Gast
    29.08.2010 09:41
    @4 hi m45 - ich pflichte dir voll und ganz bei und muss zugeben, dass ich sehr oft ziemlich entsetzt bin, weil mir Männer gleich Haus und Hof anbieten und mit ihrem Reichtum hausieren gehen.
    Da stand ich noch nie drauf, mich interessieren eher Männer mit Charakter, die es nicht nötig haben mit ihrem Geld zu prahlen, die einfach nur als Mensch geliebt werden wollen, weil sie es wert sind.

    Liebe FS, meine 18jährige Ehe ist auch gescheitert. Es hat eigentlich von Anfang an nicht gepasst. Wegen der Kinder habe ich halt durchgehalten. Jetzt bin ich Single, genieße es und hoffe, einen Partner zu finden, der meine vielseitigen Interessen mit mir teilen kann, der mich so liebt, wie ich bin und es versteht, mir auch meine Freiräume zu lassen.

    Entspanne dich, mach´dir nicht so viele Gedanken und genieße einfach dein Leben.

    LG w(44)

  8. #7 Gast
    29.08.2010 12:08
    @ 5 und 6

    Ich bin entsetzt!

    Das halbe Leben in einer "irrtümlichen" Ehe "ausgehalten"?

    Und beim neuen Mann wird alles anders?

    Na, hoffentlich erweist sich das nicht wieder als Irrtum?


    Eben: Und so ein "Irrtum", der dann irgendwann seufzend abgelegt wird, möchte ich gar nicht erst sein.

    #4

  9. #8 Gast
    29.08.2010 18:29
    @4
    Es macht mich traurig wie Du denkst, wer hat Dich so sehr verletzt? Keiner von uns weiß was aus einer Beziehung mal wird. Als ich geheiratet habe glaubte ich, die Liebe gefunden zu haben, mein Mann auch. Es gibt keine Garantien. Das was Du machst ist Dich schützen zu wollen. Aber zu was für einen Preis. Um die Liebe zu finden, muss man sich auf den Partner voll und ganz einlassen können.
    Du lässt niemand an Dich heran und klopfst Dir hinterher auch noch auf die Schulter um zu sagen: "Ich wusste es:" Das einzigste was Du mit Deinem Verhalten erreichst ist dass Du jede Frau die Dich lieben wollte in die Flucht schlägst weil sie merkt mit einem Kühlschrank zusammen zu sein.
    Bedenke, eine dieser Frauen die in Deiner Nähe sind könnte "die Frau Deines Lebens" sein.

  10. #9 Gast
    29.08.2010 19:56
    @8

    Na, wer soll mich wohl verletzt haben? Menschen natürlich. Immer und immer wieder. Angefangen im Elternhaus.

    Oder - anders herum - vielleicht, nein, ganz sicher, bin ich einfach überdurchschnittlich sensibel? (und damit nicht gaaaanz so geeignet für das übliche Sodom und Gomorrah.. sozusagen das Schaf unter Wölfen... ;-) )

    Da MUSS man sich einfach stärker schützen.

    Ein Kühlschrank bin ich also ganz sicher nicht.

    "Voll und ganz einlassen"? Nee, ganz sicher nicht mehr. Jedenfalls nicht auf Menschen. Zu deutlich zeichnet sich mit jedem Tag meines Lebens mehr und mehr ab, dass die mir wiederfahrenen "Grausamkeiten" keine bedauerlichen Ausnahmefälle waren, sondern ganz einfach die menschliche Natur.

    Und was heißt "Frau meines Lebens"? - Wie wir doch vermutlich so gut wie alle wissen, ist das vielleicht ein schöner Traum, in der Realität sind es dann mit der Zeit doch eher FrauEN, also eine ganze Reihe von AbschnittspartnerInnen.

    Ich kann dir also sehr genau sagen, was aus den meisten Beziehungen wird: Früher oder später gehen sie in die Grütze. Und der/die stärker Liebende / Gutmütigere zahlt in der Regel drauf.

    No 4

  11. #10 Gast
    30.08.2010 00:15
    Liebe/r FS,

    ich teile Dein Entsetzen darüber, wie viele Partnerschaften in die Brüche gehen. Ich bin auch entsetzt, wie leichtfertig manchmal hier im Forum der Rat zur Trennung fällt. Und ich kann es überhaupt nicht nachvollziehen, wie unfair und gemein manche Trennungen und Scheidungen über die Bühne gehen.

    Oft möchte ich auch dazwischen rufen: Gebt nicht so schnell auf. Redet mehr miteinander. Hört zu. Öffnet Euch. Vertraut. Seid kompromissbereit. Habt mehr Geduld miteinander. Versucht, einander zu verstehen.

    Und wenn die Trennung dann doch unausweichlich erscheint, dann behandelt Euch bei aller Unsicherheit und Verletzung bitte noch mit Respekt und zieht einander nicht über den Tisch.

    Und natürlich versuche ich das auch selber zu leben. Ich habe zwei Trennungen ohne Rosenkrieg hinter mir. Und ich hoffe inständig, dass meine jetzige Partnerschaft hält.

  12. #11 Gast
    30.08.2010 00:43
    Ja, #10, das stimmt. Klappt aber nur, wenn der verlassene Partner nicht schon vor der Trennung "respektlos" behandelt wurde. Sonst kochen die Emotionen hoch. M 45 muß sich hier nicht so in die Opferrolle spielen - wir wissen alle nicht, was genau passiert ist, weil keiner die andere Seite kennt. Der Arme. Sensible. Liebevolle. Treue.
    Übrigens, M 45, was hältst du davon, mal selbstkritisch zu reflektieren, warum du jetzt so verletzt bist? Vielleicht trägt ja auch ein offenes Vieraugengespräch mit deiner Ex zur Klärung bei. Wenn du nicht zuviele Fehler gemacht hast, wird sie dazu sicherlich bereit sein. Frauen lernen erfahrungsgemäß sehr schnell aus ihren Fehlern und sind gesprächsbereit. Es liegt also an dir allein. Es gibt ja hier auch einen anderen Thread: Ob Männer auch aus gescheiterten Beziehungen lernen...

  13. #12 Gast
    04.09.2010 21:00
    Ich war 22 jahre mit meinem Mann zusammen, wäre nie auf die Idee gekommen zu gehen...heute nach drei Jahren lebe ich erst..Das mein Mann damals fremdging war für mich grauenvoll, ich habe ein halbes Jahr gelitten, 10 Kilo abgenommen...
    Heute, 4 Jahre danach, getrennt und eine ganz andere positive Frau geworden...meine kompletten Bekannten, Freunde, Arzt sind überrascht was aus mir wirklich geworden ist...

    Ich fühle mich pudelwohl, ich lebe sehr bewusst und habe einen neuen Partner...wer hätte das gedacht...:-))
    Ansonsten kann ich nur 5 zustimmen....
    54 J

  14. #13 Gast
    26.10.2010 17:59
    Ich war 30Jahre mit meinem Mann zusammen,10 davon verheiratet!Jetzt lebt er seit 3Monaten bei seiner neuen Freundin und fühlt sich von vielem befreit!Ich liebe ihn immer noch und er ist schon mal fremd gegangen,doch ich würde alles dafür tun wenn er nur wieder zurück zu uns kommrn würde!Keiner versteht das ich ihn noch einmal"GEBRAUCHT"zurück nehmen würde;doch ich möchte meine große Liebe zurück!

  15. #14 Gast
    30.10.2010 15:35
    zu #13

    Ich kann dir nur sagen, dass ich keinen Mann als Neuen an meiner Seite aktzeptieren würde, der 30zig Jahre zuvor mit einer Frau zusammen und 10 Jahre mit ihr verheiratet war.

    So einen Mann würde ich auch nicht in meine Wohnung einziehen lassen. Ich würde Wert darauf legen, dass er sich erstmal nach so langer Zeit Ehe bzw. Beziehung ein eignes Leben aufbaut. Immer wieder unfassbar, dass es Frauen gibt, die so einen relativ warmen Wechsel mitmachen, was für mich ein Zeichen von emotionaler Unreife ist..

    Dir kann ich nur empfehlen, dir professionelle Hilfe zu suchen, um heraus zu finden, warum du so einen Mann wieder zurück nehmen würdest. Wo ist dein Stolz, deine Würde etc.? Hast du jemals Stolz und Würde gehabt?

    w (47)

  16. #15 Gast
    30.10.2010 16:02
    Es gibt Frauen, die Ihren Mann trotz alledem wieder zurück nehmen, nicht nur der Kinder wegen. Hierzu bedarf es allerdings eine gewisse reife sowie auch eine langjährige vertrautheit.

    Manchmal braucht es eine Menge Lebenserfahrung um endlich zu wissen was mann/frau eigentlich wirklich möchten, wie sie sich die zukunft vorgestellt haben, wie liebe sich wirklich anfühlt etc.. selbst wenn schon neue lebensgefährten ein stück des weges mit von der partie waren, d.h. noch lange nichts und kann sich nur positiv auf den neuanfang auswirken.

    w/48