1. Frage:
    Gefragt am: 04.03.2010, 20:59 von Gast
    Neue Liebe bei Burnout-Syndrom?
    Ich habe einen tollen Kerl kennen gelernt. Wir sind beide auf einer Wellenlänge, haben viele Gemeinsamkeiten/Interessen, denselben Humor und gleiche Ansichten. 3 Monate lang, haben wir viel unternommen, viel gelacht, Spaß gehabt und auch sexuell hat alles gepasst. Wir haben außerdem Zukunftspläne geschmiedet, z.B. einen Wochenend-Trip, er wollte mich seiner Familie vorstellen etc. Doch auf einmal fing er an sich zurück zu ziehen, hat unsere Dates ständig verschoben und abgesagt, ist manchmal tagelang nicht ans Telefon. Als ich ihn daraufhin zur Rede stellte, gestand er mir, er leide unter einem Burnout-Syndrom. Er möchte gerne einige Zeit Ruhe haben, alleine sein und sein Leben neu ordnen. Ich würde ihm gerne helfen, weiß aber nicht wie. Er empfindet meine Versuche eher als Belästigung und meint aufgrund des Burnouts wäre er nicht imstande tiefe Gefühle oder eine Beziehung zu entwickeln... Wie soll ich mich verhalten? Ich mag ihn wirklich und möchte die Beziehung vertiefen!
    Antworten:
  2. 04.03.2010 21:18
    Als Laie möchte ich hier keine direkten Ratschläge geben.

    Ich würde Dir empfehlen, Deinen Arzt/Deine Ärztin um Rat zu fragen. Schildere die Situation und frage ob er/sie etwas zum Umgang mit Menschen die unter dieser Krankheit leiden sagen kann.

    Und/Oder frage bei entsprechenden Organisationen/Institutionen (Selbsthilfegruppen o.ä.) ob oder wie man als Partner eines Betroffenen helfen kann.

  3. #2 Gast
    04.03.2010 21:24
    siri
    alleine eine beziehung vertiefen zu wollen, ist nicht möglich. sorry!

    Er weiß, daß er dir wichtig ist?
    Ich denke, daß wenn überhaupt noch etwas hilft, dann ist es der totale rückzug. entweder fehlst du ihm dann und er beendet seinen burn-out recht schnell, oder du schaust dich besser nach einem anderen um.

    bedrängen ist auf alle fälle die schlechteste aller lösungen.

  4. #3 Gast
    04.03.2010 21:27
    Na ja, ich halte von diesem Burn-out -Syndrom gar nichts. Es ist eher ein Lass-mich-in-Ruhe-Syndrom. Vor seinem Burn-out hatte er ja Interesse an dir und alles hat,deiner Meinung nach,gepasst. Ich denke,so brutal es klingen mag, dass er kein Interesse mehr hat.Ich habe auch durch EP einen kennen gelernt, der angeblich unter diesem Syndrom litt, dazu noch einen kranken Hund hatte...Ich glaube allerdings,dass dieserTyp völlig gestört war und Angst vor Nähe hatte. Ich wünsche dir alles Liebe und versuche nicht ihn 'zu viel' zu verstehen. D.w/57

  5. #4 Gast
    04.03.2010 21:28
    Ein Arzt wird dir da auch nicht weiterhelfen können, da solltest du besser einen Psychologen fragen.. Hat er das selbst gesagt, dass er darunter leidet oder wurde das diagnostiziert? Wenn ja, dann sollte er auch in Behandlung sein. Dann könntest du einmal mitgehen und ihr könntet zusammen überlegen, wie es weitergehen soll. Viel Erfolg!

  6. #5 Gast
    04.03.2010 21:32
    Das klingt sehr nach einer Ausflucht. Geh ganz in Deckung, schiele nicht mal hin. Wenn er Sehnsucht bekommt - gut. Wenn er weiter burn out hat, dann war's das. Nur nicht dranbleiben, nachfragen etc, der Schuss geht glatt nach hinten los.
    Ich denke viele kennen das auch von sich selbst, mit welchen Erklärungen man sich zurückzieht, wenn man das Gefühl hat, es wird zu eng.

  7. #6 Gast
    04.03.2010 21:40
    Oh weih, was die Männer sich alles einfallen lassen...sehr kreativ...
    Ich hatte einen, der hatte erst nur einen Sohn, dann viel Arbeit, dann körperliche Beschwerden...und auf klare Ansprache kamen immer wieder verzweifelte Blicke und keine Antwort auf meine Belange....
    Bis dann das Telefon stumm blieb und ich wieder um eine Erfahrung reicher war..und ein Leid mehr auf der Seele...
    Sei doch mal ganz bei Dir...dreh es doch mal um...
    Partner beziehen sich doch mit ein, wenn es Krankheiten, Schwierigkeiten, Probleme und anderes gibt- dazu hat man doch einen vermeintlichen Partner- oder nicht??
    Würdest Du Dich rar machen, ihn nicht mit einbeziehen wollen??
    Paß gut auf Dich auf, Dein Herz braucht nicht noch mehr Verletzungen...
    Alles Liebe für Dich..

  8. #7 Gast
    04.03.2010 21:40
    FS, das tut mir echt leid für dich. Aber das ist wiedermal so einer, der eine Ausrede vorschiebt. Hätte er wirklich ein echtes Burnout-Syndrom, würde er Dich eher miteinbeziehen bei der Heilung als Dich abzuwimmeln. Er hat einfach kein Interesse an einer Beziehung. Das sind Menschen, die einen an der Klatsche haben, sorry. Meist auch schon jahrzehntelang in Therapie.

    Übrigens: das Gefühl, das alles so gut passt bei Euch erreichen solche Leute durch "vertrauensbildende Massnahmen": nehmen dich mit an den Arbeitsplatz etc., lassen dich Telefonate mit Kollegen oder auch der Ex-Frau/Freundin mithören, jammern rum, dass sie ihr Kind sooo gern öfter sehen möchten, aaaaber die böse Ex-Frau - und das, obwohl sie doch so tolle Väter sind... Das alles gehört dazu, ein gutes Bild von sich abzugeben vor der neuen Gespielin. Und wenn sie nicht mehr mögen, es zu eng wird, weil man in einer Beziehung ja auch Pflichten hat, nicht nur Rechte... dann kommen die Ausreden, dann wirst Du am ausgestreckten Arm zappeln gelassen...

    Und die Ausreden nach 2, 3 Monaten sind immer dieselben: Burnout und Stress, noch in der Findungsphase, Singel-Beziehungsmodus nicht umstellen können weil so lange Singel etcetcetc... Und bei Getrennten ist immer die Noch-Frau die Böse oder die Ex-Freundin, die Theater gemacht hat, bei manchen Geschiedenen ist es dann die Ex-Frau uswuswusw...

    Glaub ihm meinetwegen alles, aber stell nachher nicht noch eine Frage hier im Forum. Von der Sorte gibt es hier schon genug - die wollten es erst alle nicht glauben, aber das böse Erwachen kam so sicher wie das Amen in der Kirche.

  9. #8 Gast
    04.03.2010 21:40
    Ich (w/47) kann deine Gefühle nachvollziehen.

    Ich war zwei Jahre mit einem Mann zusammen. Es schien auch alles zu stimmen. Nach der Phase der ersten Verliebtheit (und das ist nunmal nach ca. 3 Monaten) holten ihn die Realität und seine Probleme wieder ein - und seine Depression (sicherlich auch gepaart mit Burnout).

    Ich habe versucht, ihm zu helfen wo es nur ging. Manchmal hat er es angenommen, aber oft hat er sich auch zurückgezogen. Immer hat er vorgegeben bzw. begrenzt, wieviel Kontakt möglich ist. Wir hatten uns dann auf einen Abend in der Woche "Zeit für uns" geeinigt. Und manchmal an seinen kinderfreien Wochenenden ein paar Stunden. Mehr ging von seiner Seite nicht.

    Zwei Jahre ging das so: immer wieder Unterstützung, Nachsicht, Entgegenkommen von meiner Seite und immer wieder (und immer mehr) Rückzug von seiner Seite.
    Ich habe gelitten wie ein Hund und er hat mich immer mehr emotional am langen Arm verhungern lassen.
    Am Ende habe ich die Beziehung beendet, weil ICH nicht mehr konnte - emotionaler Burnout !

    Rückblickend rate ich dir, dich zurückzunehmen, ihm nicht zu viel zu helfen (Lies mal das Buch: "Bitte nicht helfen ! Es ist auch so schon schwer genug").
    Er muss seine Probleme selbst lösen, damit er vor dir sein Gesicht wahren kann. Und er muss das Gefühl haben, dass er genügt. Dann kann er auch wieder auf dich zukommen.
    Wenn du das kannst, dann könnte das ein Weg sein.
    Wenn du das nicht aushältst, dann frage dich, ob du das wirklich willst. Denn du wirst immer mehr wollen, als er zu Geben imstande ist. Zumindest war es bei mir so.

    Wünsche dir alles Gute !!

  10. #9 Gast
    04.03.2010 21:42
    Liebe Fragestellerin

    Das ist eine schwierige Situation. Ich kann es ihm nachfühlen, habe selber Depressionen und wenn die akut sind, ist man einfach nicht in der Lage, normal Kontakt zu halten. Man zieht sich ganz in sich selber zurück.

    Anrufe habe ich dann auch nicht mehr entgegen genommen. Es ist dann einfach so, das man nichts mehr zu sagen hat und was der andere erzählt, erreicht einen nicht - kann man im Moment nicht in die Realität einbinden. Was ihn vielleicht erreicht, sind Briefe.

    Darin schreibst Du, wie es Dir mit der Situation geht, wie oben. Erwarte aber erstmal keine Antwort, kann sein, das er nicht in der Lage ist. Schreib' ihm einfach jede Woche einen Brief, erzähl ihm, was Du so machst, ruf' ihm in Erinnerung, was ihr beiden zusammen schönes erlebt habt.

    Es wäre gut, wenn er sich so schnell wie möglich in Behandlung begibt!

    Ansonsten finde ich die Tipps von #1 auch gut.

    Erstmal alles gute für Dich, die kleine Kaktee

  11. #10 Gast
    04.03.2010 21:44
    zu Nr 3:
    Ich hatte mal ein Burn-Out-Syndom in der Anfangsphase - und wenn ich ehrlich bin, ist eine Beziehung nicht möglich. Es geht nicht darum, was einzelne Menschen "davon halten" - es ist eine medizinisch feststellbare Erkrankung, die behandelt werden muss.
    Es kommt doch auch keiner auf die Idee zu sagen "Der Mensch hat eine Grippe? Pah... davon halte ich nichts...".
    Wie unmenschlich kann man denn sein, so ignorant durchs Leben zu gehen und zu sagen "diese Erkrankung ist ok" - "die andere Erkrankung ist nix".

    Zur FS: Es ist eine echte Erkrankung. Die fehlt jede Energie für alles. Teilweise kannst Du nicht einmal aufstehen. Die einfachsten Dinge gelingen Dir nicht mehr. Du fühlst Dich wie nach einer Gehirnwäsche und bist so schwer, als ob du hunderte Jahre alt wärst.
    Wie soll so eine Beziehung entstehen können? Das geht nicht.

    Lass ihn in Ruhe und lebe Dein eigenes Leben. Wenn er will, kann er sich ja bei Dir melden.
    Wenn er zu lange Zeit braucht, dann bist Du solange frei.
    Es ist nicht absehbar, wie lange sowas dauert, daher kann ich Dir wirklich nur raten - lass ihn gehen. Du kannst nur verlieren, wenn Du ihn "jetzt" nervst.

    Viel Erfolg.

    w/31

  12. #11 Gast
    04.03.2010 21:47
    Ich hatte das Thema auch vor einer Woche - er hat sich einfach für vier Tage ausgeklinkt (vorher hatten wir seit drei Monaten jeden Tag zumindest miteinander telefoniert), war aus diversen Gründen völlig am Ende. Hat nicht auf meine Anrufe reagiert, meine Nachrichten ignoriert und ich dachte, das wars dann wohl. Habe hier http://www.das-burnout-syndrom.de/?page=fuer_angehoerige&sub=1 viel gelesen (hier gibt es übrigens zu diesem Thema auch ein gutes Forum, wenn Du das durch hast, dann kannst Du selbst entscheiden, ob Du damit wirklich leben möchtest), viel nachgedacht, ihm einen sehr langen Brief geschrieben (und nicht abgeschickt)... Nach vier Tagen abends rief er an - hat sich entschuldigt für die "Auszeit" und sich bedankt, dass ich geduldig geblieben bin ... Seitdem reden wir wieder täglich, er hat sich mehr geöffnet und ich denke, die "Ruhephase" hat dazu geführt, dass er eine Entscheidung (für mich) getroffen hat. Ohne diese Zeit wäre die Entscheidung vielleicht anders ausgefallen. So schwer es fällt - gib ihm den Raum und die Zeit, seine Entscheidung für sich zu fällen. Nicht, um Spielchen zu spielen (so ala rar-machen), sondern weil es im Moment nicht in Deiner Hand liegt, er muß diese Entscheidung für sich allein treffen, nur dann hat Eure Beziehung eine Chance. Burn out sollte übrigens keine Ausrede sein für rücksichtsloses Verhalten, da ist es an Dir, Grenzen zu ziehen ... Damit machen es sich einige viel zu einfach ... w33

  13. #12 Gast
    04.03.2010 21:56
    Mein früherer Lebensgefährte und eine Arbeitskollegin hatten ein echtes Burnout. damit ist nicht zu spaßen, so etwas muss behandelt werden. In beiden Fällen war ein mehrwöchiger Klinikaufenthalt nötig. In dieser Zeit war es wichtig, sich zeitweise von fast allen sozialen Kontakten zurück zu ziehen, also weder Telefonate noch Besuche.
    Wenn es also ein echter Burn out ist, dann sollte er zum Arzt/Neurologen. Dann kannst du einfach auf die Genesung warten. Wenn er aber nicht zum Arzt geht, es evtl. "nicht so schlimm" ist, dann kannst du ihn wohl abhaken, dann war es nur ein "hab genug von dir, lass mir meine Ruhe"

  14. #13 Gast
    04.03.2010 22:06
    Was soll das schon wieder wie #6 auf uns Männer rumhakt ...

    [Mod: Persönliche Beleidigung gegen #6 entfernt.]

    sie sagt...oh weih, was die Männer sich alles einfallen lassen...sehr kreativ...was machen denn die Frauen??? Die sind doch kein Haar besser, eher noch schlimmer!!!

  15. #14 Gast
    04.03.2010 22:09
    @#6
    Ich denke, so pauschal kann man das nicht sagen, dieses Partner beziehen sich doch mit ein.
    Bestimmt Krankheiten äußern sich nur durch Rückzug.
    Ein früherer Freund von mir hatte manisch-depressive Phasen, das kam von einem auf den anderen Tag. Gestern noch hellerbest, fast schon euphorisch, gut gelaunt, heute ein jammendes "Etwas".
    Er konnte dann auch niemanden um sich haben.
    Waren die Phasen wieder vorbei, war ich auch wieder die geliebte Partnerin.
    Ich konnte u. wollte damit aber nicht leben, zumal keiner vorher wußte, wann es wieder soweit war.

  16. #15 Gast
    04.03.2010 22:16
    Wow, wieviel Verständnis und Toleranz hier herrscht. Ihr kennt diesen Mann nicht und könnt in keinster Weise sagen, was wirklich los ist. Diese Vermutungen halte ich fur Unsinn. Wenn er wirklich unter einem Burnout-Syndrom leidet, was nicht unwahrscheinlich ist, da sich hier die Elite aufhält und sich diese ja sehr gern überarbeitet, dann sollte man auch ein bisschen Verständnis zeigen können. Ihn gleich in den Wind zu schießen, weil er keinen Plan von Stressverarbeitung hat, halte ich für völlig sinnlos. Diejenigen, die frustriert sind, weil sie sich von anderen Männern angelogen fühlten, sollten sich mal mit solchen Vermutungen ein wenig zurückhalten. Ich würde vorschlagen, du fragst ihn konkret, ob es sich dabei um eine Ausrede handelt. (w)

  17. #16 Gast
    04.03.2010 22:26
    Das Verhalten Deines Freundes ist für Burnout ganz typisch. Zuerst wird alles gegeben, bis man feststellt, dass dies doch nicht "die Erfüllung" ist. Gesucht wird nach etwas anderem - dies zu geben, dazu ist kein Partner imstande.

  18. #17 Gast
    04.03.2010 22:29
    als psychologe werde ich sagen,dass erste hilfe bei burnout sind freundschaft und liebe,die leute ,die gute soziale kontakte pflegen,leiden sehr sehr selten an burn-out syndrom

  19. #18 Gast
    04.03.2010 23:05
    Ich halte das, was er schildert für absolut möglich, da es mir selber ähnlich geht. Leide auch unter
    Erschöpfungszuständen, habe aber seit einem guten halben Jahr eine Fernbeziehung zu einem
    Mann, den ich damit nicht belasten will. Vielleicht auch weil ich Angst habe, dass er sich dann
    zurückzieht. Aber hin und wieder habe ich auch schon mal erwogen die Beziehung zubeenden,
    weil ich mich oft kräftemäßig überfordert fühle ( jemand, der das nicht kennt, kann das nicht beurteilen, deshalb haltet Euch mit vorschnellen Urteilen zurück) Die Ungewissheit, wo sich die Beziehung hinentwickeln wird und ob sie aufgrund der Entfernung Perspektive hat, kommt für mich noch erschwerend hinzu.
    Also: Verlass Dich auf Dein Gefühl.
    Sag ihm, genau wie es ist: Nämlich, dass er Dir viel bedeutet und dass Du ihm gerne ein wenig Zeit einräumst " Ordnung" zu machen, wenn er genauso empfindet. Dass Du ihn aber bittest ehrlich zu sein, wenn sein Wunsch nach Zeit nur vorgeschoben ist.
    Wenn Du es ihm in aller Ruhe sagst, wird er sicher nicht ausweichen können.
    Wenn er rumdruckst, mußt Du ihn gehen lassen.

  20. #19 Gast
    04.03.2010 23:17
    1. Arbeitet er oder arbeitet er nicht ?

    2. Jedenfalls ist das beste gegen einen Burn Out, wenn er mal sagen wir 4 Wochen auf einem anderen Kontinent ist, oder sagen wir gleich 2 wochen Südamerika, 2 Wochen Südafrika, 2 Wochen Australien ...

    daheimsitzen und rumjammern bringt nichts, er braucht den Tritt in den Allerwertesten.

    7E2176FE - m

  21. #20 Gast
    04.03.2010 23:42
    Wow. Vielen Dank an euch alle für eure zahlreichen Antworten. Ich glaube allerdings nicht, dass es sich nur um ein "Das-Wars-Jetzt" von seiner Seite handelt. Ich habe ihm ganz deutlich geagt, dass wenn dies der Fall sein sollte, er mir dies mitteilen könnte und ich "ein großes Mädchen" bin, das auch mal einen Rückschlag verkraften kann und nicht gleich in Tränen ausbricht, nur weil eben doch keine richtige Beziehung daraus wird... und falls es nur der Sex war, habe ich ihm auch dafür eine Lösung angeboten ;-)

    Es tut mir leid, für alle, die diese schlimmen Erfahrungen machen mussten, aber ich glaube ihm das wirklich! Und in allen Portalen, die Burnout behandeln ist immer wieder die Rede davon, dass genau diese Leute ihren Partner, Freunde und Familie vernachlässigen. Ihnen fällt der Alltag schwer, #10 erklärt das ganz gut...

    Aber wie hilft man jemandem, der einen nicht an sich heran lässt. Wir waren z.B. letzte Woche verabredet, es war sein Vorschlag. Ich riet ihm, er solle sich noch weiter bei seinen Eltern ausruhen und wir sehen uns erst in ein paar Tagen....Daraufhin antwortete er würde gerne noch 1 bis 2 Wochen dort bleiben, wüsste aber nicht, ob das jobtechnisch geht... Als ich ihn dann abends nochmal anrief und fragte ob er das geklärt hatte, und er noch weiter bei seinen Eltern bleibt, da hat er mich ganz seltsam abgewimmelt. Und ich dachte, hm, da stimmt was nicht, der ist garantiert zuhause und hat die nächste Tussi in der Kiste liegen...

    Ich bin zu ihm nach hause gefahren und tatsächlich war er da... allerdings ohne Tussi und irgendwie total erschöpft, ich war natürlich stinksauer, dass er mich angelogen hat, von wegen er bleibt noch bei seinen Eltern... Ich habe ihn angeschrien und wenn er wirklich gewollt hätte, dann hätte er das wirklich beenden können. Stattdessen hat er mich in die Wohnung gebeten und mich um mehr Zeit gebeten, er will nicht, dass ich auf ihn warte, aber im Moment ist ihm einfach alles zuviel und er muss sehen, wie er das mit seinem Job neu geregelt bekommt... Naja, ich bin dann gleich wieder gefahren und habe gesagt, dass ich nicht weiß, ob ich ihn je wieder sehen will...

    Aber ich will ihn und will irgendetwas tun, aber nicht das Falsche...

  22. #21 Gast
    05.03.2010 07:49
    Dann renn in Dein Unglück. Frage nicht hier, wenn Du keine Antwort hören willst, die Dir nicht gefällt. Tut mir leid, aber einer muss es ja mal so deutlich aussprechen.

  23. #22 Gast
    05.03.2010 09:03
    #20 bzw. FS?
    Wenn ich das so lese, dann läuft es mir etwas kalt den Rücken runter! Er hat dir kommuniziert, dass es momentan in einer schwierigen Lage ist. Er hat Burn-Out, evt. eine Depression d.h. Rückzug, Entscheidungsschwierigkeiten, schweres Herz, Frutration, etc. Er ist offensichtlich "angeschlagen".

    Du setzt ihn aber ständig unter Druck, willst ihm "helfen", schreist ihn an, vermutest eine Tussi im Bett, "ich will ihn", stellst ihm nach, etc.

    Habe einen sehr zwiespältigen Eindruck von dir erhalten. Geht es um IHN oder mehr um DICH? Empathie deinerseits? Was er zZ bestimmt nicht braucht, ist jemand der ihm "auf der Pelle sitzt" und irgendwie unter Druck setzt.

    Schau mal auf: www.depression.uzh.ch Hilfreiche Informationen der Universitätsklinik ZH betreffend BO, Depressionen, Verlauf, Angehörige, etc.

  24. #23 Gast
    05.03.2010 09:21
    Warum fährst du zu ihm hin, um ihn zu kontrollieren? Das finde ich unerhört. Ich wäre stinksauer auf dich gewesen. Unglaublich.
    Übrigens kannst du ihm nicht helfen, sondern nur ein Fachmann. Das ist nicht deine Baustelle, sondern seine. Du kannst ihn vielleicht unterstützen, aber da würde ich auch den Fachmann fragen, inwieweit. Bei der Gelegenheit kannst du dann auch gleich mal über dein Selbstbewusstsein und Eifersucht reden...

  25. #24 Gast
    05.03.2010 09:38
    Liebe Fragestellerin,
    ausgehend davon, dass er die Wahrheit sagt und die zuvor genannten Thesen von wegen Ausrede usw nicht stimmen, möchte dir mit meiner Erfahrung was über das Burn-out sagen, wie ich es erlebt habe. Vor ein paar Jahren ist privat und beruflich einfach zuviel zusammen gekommen und ich war einfach ausgebrannt. Ohne Medikamente und mit viel Ruhe habe ich das nach drei Monaten bewältigt und war danach wieder voll berufsfähig, habe dann eine steile Karriere hingelegt und mittlerweile bin ich auch wieder offen für Partnerschaften.
    Nur während dieser Phase habe ich Menschen, die mir sehr wichtig waren angelogen, aus Scham und aus dem einfachen Grund dass ich das niemanden zumuten wollte. Wer gibt schon gerne zu, dass er nicht mehr funktioniert? Nur zwei Menschen habe ich mich anvertraut. In dieser Zeit habe ich auch einen Mann kennen gelernt, auch er hätte mir geholfen, nur wollte ich das nicht. Ich wollte nicht, dass er mich so kennen lernt. Ich wollte, dass er die "starke" und humorvolle Frau sieht und nicht das Häufchen Elend.
    Ein burn-out kann er nur alleine für sich ausmachen, dh er sucht sich die Leute, denen er sich anvertrauen will (Therapeut, Familie oä). Dass er dich angelogen hat war wahrscheinlich aus Scham. Offensichtlich hat er dich sehr gern und möchte dich nicht als Therapeutin benutzen. Was du machen kannst ist, ihm die Zeit geben und ihm auch das Gefühl geben, dass er die Zeit hat (sofern er dir so wichtig ist natürlich) und ihn auf keinen Fall unter Druck setzen. Ihm anbieten, er könne sich jederzeit melden. Du kannst ja weiterhin jede Woche anrufen und fragen wie es ihm geht. Nur nicht danach fragen, was er alles in die Wege geleitet hat, das baut in dieser Phase wieder Druck auf. Und ausgebrannte Menschen sind aufgrund von zu viel Druck (emotional, beruflich) in dieser Situation.
    Wenn du noch eine helfende Hand reichen möchtest, kannst du ja nach Burn-out Zentren und oder Spezialisten in seiner Nähe suchen und eine Geschichte erfinden á la: Meine Kollegin hatte das auch und hat sich in eine Therapie beim Spezialisten xy begeben, sie ist jetzt wie ein neuer Mensch.
    Es ist KEINE leichte Situation, du bist NICHT verpflichtet ihm zu helfen, lass dich bitte auch nicht mit hineinziehen, weil das für DICH nicht gesund ist. Du kennst ihn noch nicht so lange, deshalb ist das als Anfang eventuell nicht so ein toller Beziehungsstart.
    Hoffe sehr, ich konnte dir ein paar Anregungen vermitteln. Schau auf dich, unterstütze ihn (wenn du das willst) oder beende die Geschichte sauber, wenn du dich da nicht einlassen willst.
    Viel Kraft und Liebe von w/31J

  26. #25 Gast
    05.03.2010 09:49
    Ich kenne Burn-out, und Arbeit ist nicht immer die beste Medizin! Man lenkt sich zwar damit ab, "funktioniert" vielleicht noch, aber nur auf einem bestimmten hochgepeitschten Level, und im Privatleben ist völlig die Luft raus - man fühlt sich wie abgestorben, könnte vor Erschöpfung "grundlos" in Tränen ausbrechen, kann sich selbst nicht aushalten und hat keinen Boden unter den Füßen. Menschen hält man dann nicht aus, denn so freundlich sie sind, sie haben auch irgendeinen "Ratschlag" oder eine Erwartungshaltung parat.

    In so einer Situation kann man sich zwar analysieren, aber nicht einfach "umschalten". Jedenfalls ist eine Beziehung dann nicht möglich. Rückzug und Entspannung, etwas körperliche Bewegun und Einfach-nicht-gefordert-werden sind die beste Medizin. Liebevolle Zuwendung natürlich auch - wenn einem das jemand bedingungslos und geduldig schenken kann, ohne auf ein baldiges "Ergebnis" zu hoffen. Aber es geht in erster Linie darum, zu sich selbst zu kommen, sich wieder zu spüren und mit sich zufrieden zu sein. Dann erst wird man auch wieder beziehungsfähig.

    Lügen sollte es aber nicht geben - da bin ich auch total allergisch. Es darf alles sein, niemand kann schließlich Gefühle erzwingen, aber nur Aufrichtigkeit erhält das Vertrauen.

    Mein Gefühl sagt mir: wenn Du's aushältst, hab Geduld und sei einfach "da", wenn er dich braucht, aber drängle nicht. Und wenn Du's nicht mehr aushältst, zieh dich ruhig selbst zurück.

  27. #26 Gast
    05.03.2010 10:07
    Ich bin entsetzt: Du rätst ihm zur Ruhe, rufst an und hackst nach, ob er gehorcht hat-er nimmt sich die Ruhe, wenn auch anders als du gedacht hast-du fährst hin, siehst das er erschöpft ist und schreist ihn an und tust dann bzw. vorher auf grosses, verständnisvolles Mädchen?????
    Sorry, mit oder ohne burnout-das der Mann dich abschiesst, ist ja mehr als verständlich.
    Warum meinen hier viele, dass man sich rechtfertigen muss? Ich sage auch manchmal, dass ich meine Ruhe brauche und fertig. Wie ich dies dann mache, ist doch meines. Wenn auch nur einer auf die Idee käme, mir hinterzufahren, wäre es das gewesen. Vorallem, wenn dann noch Eifersucht ins Spiel kommt!
    Das hat nichts mit Burnoout zu tun, sondern mit Verstand!
    Du hast alles falsch gemacht!

  28. #27 Gast
    05.03.2010 11:38
    Zwang hilft definitiv nie - nicht bei "normalen" Beziehungen, aber ganz besonders nicht bei jemandem, der nahe an einem Burn-Out vorbeischrammt oder sogar ein richtiges hat.
    Hier hilft RUHE, Unterstützung (wenn zugelassen) und ärztliche/therapeutische Hilfe und Anleitung von erfahrenen Spezialisten.

  29. 05.03.2010 16:22
    Manche hier scheinen den Burnout für einen Vorwand zu halten. Kann sein, kann aber auch sein, dass es nicht so ist.

    Wer generell von einem "Lass-mich-in-Ruhe-Syndrom" und "würde er Dich eher miteinbeziehen bei der Heilung als Dich abzuwimmeln" spricht, hat keine Ahnung, wovon er spricht. #10 bringt das auch richtig auf den Punkt. Es ist bekannt, dass sich Betroffene zurückziehen, nicht nur von Partnern! (Wenn er sich von seinem gesamten Umfeld zurückzieht ist dies ein klares, echtes Symptom!) Mir scheint, dass viele hier Angst vor so einer Situation haben, in der Du offenbar steckst, und dann sofort verurteilen ("einen an der Klatsche haben"), ist sowieso sehr häufig in diesem Forum. Mitunter haben genau diese Forumsmitglieder auch irgendwann einen "an der Klatsche" (stecken in der Krise), weil sie die Realität einfach nicht korrekt wahrnehmen und deswegen immer wieder vor die Wand laufen.

    Wenn es nur ein Vorwand sein sollte, hat er offenbar ein Problem, solche üblen Vorwände wählen zu müssen, anstatt ehrlich zu sein, d.h. er hat auf jeden Fall ein Problem, gleichgültig, ob es ein Burnout ist oder nicht.

    Wir haben hier definitiv zu wenig Einsicht, als das wir das beurteilen könnten. Das kannst nur Du. Ich kenne eine ähnliche Situation und habe mich schlau gemacht und es war keinesfalls ein dummer Vorwand.

    Burnout hängt eng zusammen mit Depressionen. Dahinter stecken oftmals Zwickmühlen/innere Konflikte widerstrebender Bedürfnisse. Das kann lang und schwer werden. Beherrsche Deine Emotionen, sie sind mitunter falsch/nicht angebracht/Zeichen mangelnden Verständnisses, versuche ihn wirklich zu verstehen! Genau diese falschen VOR-Urteile wie Tussi etc. sind es, die falsche Phantasien sind. Dies ist mitunter richtig bei einem "Gesunden", aber das ist er evtl. nicht.

    Du kannst Dich einlassen, aber Du kannst Dich damit auch selbst schwer belasten bis zur Gesundheitsschädigung. Wenn Du Dich einlässt, ist es sehr wichtig, dass Du vorsichtig bist, sei wachsam mit Dir selbst, siehe #8! Keinesfalls kannst Du eine Beziehung erzwingen, das sollte klar sein. Der andere hat Probleme. Die können mehr oder weniger komplex sein und gelöst werden oder nicht. Falls eine Lösung "möglich" ist, kann er sie allein oder nur mit Hilfe lösen. Du kannst Unterstützung anbieten aber nicht erzwingen. Unterstützung funktioniert nur, wenn der andere sich wirklich öffnet. Auch das kannst Du nicht erzwingen. Er muss seine Probleme selbst verstehen und selbst anpacken, sonst wird es bestimmt nichts.

  30. #29 Gast
    05.03.2010 19:02
    @28: >>Es ist bekannt, dass sich Betroffene zurückziehen, nicht nur von Partnern! (Wenn er sich von seinem gesamten Umfeld zurückzieht ist dies ein klares, echtes Symptom!)<<

    Und was, wenn er sich nur vom Partner zurückzieht? DAS sollte die Fragestellerin mal beobachten, wenn das so ein Indiz ist.

    Als ich vor 4 Jahren ein Burnout diagnostiziert bekommen habe, habe ich mich auch von ALLEM zurückgezogen - Arbeit gekündigt, Beziehung beendet. DAS hatte ich Dir noch nicht erzählt, #28...

    Seit ich selbständig bin, geht es mir wieder gut. Trotzdem durfte ich kürzlich die Bekanntschaft mit einer ausgewachsenen Depression machen - also weiß ich auch hier, wovon ich spreche.

    Ich habe es aus eigener Kraft geschafft, mit einer vielleicht etwas planlosen, aber umso hilfreicherer Therapie für mich selber. Dazu gehört u. a. auch, mich fernzuhalten von Menschen, die mir nicht guttun und mich mit ständiger Theoretisiererei und Jammerei runterziehen. Sollte mir so etwas nochmal passieren (was ich für unwahrscheinlich halte), habe ich gelernt und werde sicherlich planvoller an die Aufarbeitung herangehen. Aber genauso eigenständig und unorthodox...

    Wenn ich in #7 so deutlich meine Meinung kund tat, hatte ich das Recht dazu wie jeder andere hier auch. Es ist für FS nur ein weiterer Aspekt, darüber nachzudenken, wie die spezielle Situation sein könnte... Was genau zutrifft, kann sowieso nur FS beurteilen - nicht wir. Weder ich, noch Du.

    Über Forumsmitglieder, die hier ihre eigenen Lösungsansätze vorschlagen( in der Hoffnung, dem FS neue gedankliche Aspekte zu liefern), solche Urteile wie:

    >>Mitunter haben genau diese Forumsmitglieder auch irgendwann einen "an der Klatsche" (stecken in der Krise), weil sie die Realität einfach nicht korrekt wahrnehmen und deswegen immer wieder vor die Wand laufen.<<

    abzugeben, halte ich für sehr fragwürdig... Wer viel weiß, gibt viel Preis... Das bestätigt mich wieder einmal, umso vorsichtiger mit www-Bekanntschaften zu sein. Vielleicht die Retourkutsche, dass ich keinen Kontakt mehr pflegen will...? Das spräche gegen jede noch so aufgesetzte Verständigkeit und vermeintlich hilfreichen Beratungswillen, der hier so gern zur Schau gestellt wird - meist von Nicht-Fachleuten und in Unkenntnis der speziellen Situation, die vom jeweiligen FS sowieso immer subjektiv gefärbt ist.

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  4. Neue Liebe, alte Fehler?
    Von Gast im Forum Single
    14.01.2010, 13:53
  5. Würdet ihr für die neue Liebe umziehen?
    Von Ulrike im Forum Beziehung
    31.05.2009, 10:22