- Frage:
No Gos beim Kennenlernen an Gesprächsthemen?ZB sollte eine Frau vielleicht nicht zuviel über ihre super erfolgreiche Arbeit sprechen oder ihm, wenn sie was von seinem Arbeitsgebiet versteht, schlaue Fragen stellen...? Uns sollte man überhaupt so viele Fragen stellen als Frau - oder gerade das, damit er erzählen kann und man als Frau eher zuhört? Ich finde das alles eigentlich plemplem... und denke, wenn man die gleiche "Chemie" hat, überlegt man sich so was nicht, sondern man redet und redet einfach und ein Wort gibt das andere und man hat ne tolle Zeit zusammen. Aber vielleicht gibt es sie doch, die Fettnäpfchen und No Gos, mit denen man etwas, das eigentlich eine gute Chance hätte, von einem auf den anderen Moment "verderben" kann? Das ist eine schreckliche Vorstellung... also?Antworten: -
Vorab: Denke IMMER daran, es muss PASSEN. Du sollst Dich nicht verstellen und verbiegen, keine Rolle spielen, sondern Du selbst sein. Authentizität und Aufrichtigkeit sind elementar, denn Du suchst doch einen komptatiblen, harmonierenden Partner. Du willst doch gar keinen unpassenden Mann in die Falle locken, sondern bei einem Date herausbekommen, OB der Mann ein passender Partner für eine harmonische Partnerschaft sein könnte.
Jetzt konkret: Jeder sollte natürlich auch von seinem Beruf und Arbeitsgebiet erzählen. Der Beruf ist eine wichtige Komponente, immerhin verbringen wir die meiste wache Zeit mit Kollegen und Beruf. Aber die Grenze liegt dort, wo Prahlerei oder Angeben beginnt. Das solltest Du vermeiden. gerade als Frau realistisch, nicht übertrieben darstellen, nicht die Karriere in den Vordergrund rücken, sondern die Tätigkeiten, interessante Erlebnisse, wie es wirklich abgeht bei Euch im Job.
Du fragst, ob Du Fragen stellen sollst. Natürlich ja! Es soll ein Dialog sein. Natürlich stellt man Fragen, wenn einen etwas interessiert und natürlich darf man auch zeigen, wenn man etwas von der Materie versteht. Aber auch hier pass auf, dass Du die Grenze zu Angeberei nicht überschreitest! Du sollst ihn nicht bloßstellen und nicht angeben! Das ist kein Kreuzverhör und keine Disputation. Er muss sein Fach nicht verteidigen, Du keine nachhakenden Fragen stellen. Ihr sollt PLAUDERN, Euch gegenseitig KENNENLERNEN und viel übereinander ERFAHREN. Du sollst Dich aber nicht mit ihm messen, sein Wissen hinterfragen oder gar in Frage stellen.
Du hast es eigentlich selbst schon richtig erkannt: Wenn die Chemie stimmt, die Wellenlänge harmoniert, dann vergeht so ein Abend wie im Fluge! Das ist für mich der eigentliche Maßstab. Wenn die Zeit vergeht, ein Thema das nächste ergibt, man sich soviel zu sagen hat, man gerne miteinander plaudert und noch so viel anderes fragen oder erzählen wollte, dann ist es ideal. Bei den wirklich passenden Kandidaten ergibt sich fast alles von alleine.
Fettnäpfchen sind natürlich bei jedem Menschen anders. Das kann man vorher nicht wissen... der eine hat einen Vater, der Alkoholiker ist, der andere eine Mutter mit Vorstrafe, seine geliebte Schwester hat abgetrieben, der Bruder ist behindert... man kann überall ungeahnt ins Fettnäpchen treten. Aber auch damit muss man umgehen können. Es geht um Chemie, Wellenlänge und Sympathie, aber nicht um Fettnäpfchen im engeren Sinne. Man kann nicht alle interessanten und wichtigen Themen vermeiden, nur um auf keinen Fall ein Fettnäpfchen zu erwischen. Das Risiko muss man einfach eingehen und Tacheles reden, wirklich von sich und den eigenen Ansichten, Wertvorstellungen und Meinungen etwas preisgeben und ehrlich, offen und direkt sein.
Es gibt keine absoluten No-Go's beim ersten Date, denn wer weiß, wohin die Plauderei einen führt? Selbst über sexuelle Dinge könnte man sprechen, wenn es sich ganz natürlich, entspannt, neutral ergeben würde -- immerhin ist die ganze Welt sexualisiert. Aber ich rate doch strikt davon ab, ausgerechnet PERSÖNLICHE Vorlieben, Wünsche, Tabus sexueller Art zu diskutieren. Wenn man Sexthemen erst einmal ausklammert, macht man gewiss nichts falsch. Gerade Männer sollten damit nicht anfangen, aber auch Frauen vorsichtig sein.
Für mich persönlich so eine Art Tabu sind auch Erzählungen über Expartner und Trennungen. Das hat nichts bei einem Date verloren. Solche Details, und davon auch nur die wichtigen, kann man auch später noch tauschen, aber auf keinen Fall beim ersten Date.
Außerdem rate ist strikt ab von allem ab, was in Richtung JAMMERN und WEHKLAGEN geht. Bloß nicht! Keine Finanzsorgen, keine Krankheiten, keine Zukunftssorgen, keine Familienprobleme. Sagt Euch immer: Das ist ein Fremder! Würdet Ihr das irgendeinem x-beliebigen Kollegen erzählen? Wohl kaum!
Die Themen beim ersten Date sollten interessant, stimulierend, unterhaltsam und informativ sein.
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Small talk dient zum Aufbau des Dialoges. Abklopfen, worauf der andere "anspringt", auf den Dialog einsteigt. Es gibt tatsächlich Menschen, die sich zwar für viele Themen interessieren, dies aber nicht zum Ausdruck bringen und erst mit einem speziellen Thema "aus der Reserve" gelockt werden können. Oftmals ist das der Beruf, da er ein essentielles Thema im Leben darstellt.
Schön, wenn der Gesprächspartner davon erzählt - ein Zeichen dafür, dass ihm sein Beruf Spaß macht (dann ist er auch zufrieden).
Fettnäpfchen: Kann man nicht wissen, wenn der andere nichts preisgibt. Also muß derjenige, der nichts preisgibt und sich unangenehm berührt fühlt, tolerant sein... oder etwas mehr von sich preisgeben, damit man weiß, wo die "Fettnäpfchen" lauern ;-)
NoGos gibt es eigentlich nicht, solange man die ersten Dates mit einer Person hat und "nett plaudert". Später kann man dann schon mal persönlichere Dinge hinterfragen und auch persönlichere Dinge von sich selber preisgeben - muss man m. E. sogar!
Schließlich will man sich ja kennenlernen...;-)
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Krankheitsgeschichten, Tratsch über Promis, oder abfälliges über andere Menschen mag ich nicht beim kennenlernen, später auch nicht!
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Ich sag Emotion statt Information. Kann als Frau nur von Männen sprechen, die stundenlang und langweilig von sich reden, was für ein toller Hecht sie sind, welchen Superjob sie haben, nach dem Motto der einstigen Sparkassen-Werbung: mein Haus, mein Hund, mein Auto, mein - was weiß ich noch alles - furchtbar!
Interessant finde ich einen Mann der erstmal meine Person ergründen möchte, was magst Du, was liebst Du, was liest Du, magst Du Tiere, welche? Hast Du einen Traum, den Du noch verwirklichen willst? Schön, das wir uns treffen konnten- eben diese Kleinigkeiten.
Wenn man sich nach und nach kennenlernt kommen sowieso Beruf und Soziales noch zum tragen. Ein Mann, den ich interessiere und das eindeutig, der interessiert mich ebenso.
Aber ein Mann, der sich nur interessant machen will mit Status, Arroganz und Selbstdarstellung hat nicht die geringste Chance - egal wie er optisch herüberkommt. Leider sind viele Männer so, deshalb bin ich wohl noch Single.
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Wie wahr, #4, wie wahr. Und erst die tollen, die nur über ihren Job erzählen und sonst keine eigenen Themen aufbringen. Ganz schön anstrengend. Langfristig würde so etwas nur zu Kommunikationsproblemen führen. Warum muß die Frau eigentlich einem solchen Mann die von dir angeregten Fragen stellen? Und er fragt nichts...? Das kann doch kein ernsthaftes Interesse sein...
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