Thema: Partner will weniger Sex
- Frage:
Partner will weniger SexIch (w. 32) bin seit vier Monaten in einer festen Beziehung. Ich bin sehr verliebt in ihn, wir haben viele gemeinsame Interessen, unternehmen viel und haben auch schon über gemeinsame Zukunftspläne gesprochen. So weit so gut:-) Die ersten paar Wochen war unser Sex-Leben grandios, seit drei Wochen wird es merklich weniger, die letzten drei Male konnte/wollte er nicht. Er hat momentan eine sehr stressige Phase (ist gerade in den allerletzten Zügen seiner Doktorarbeit), trotzdem fühle ich mich zurückgesetzt, ungeliebt, kann das jemand nachvollziehen? Ich weiß, dass Druck etc. die Sache verschlimmert, meine letzte langjährige Beziehung ist allerdings genau an Problemen im Sex-Leben zerbrochen und ich habe Angst, dass mir das wieder passiert. Ich mache mir außerdem Sorgen, dass es ein Problem bei mir geben könnte, das kann doch kein Zufall sein?Antworten: -
Du sagst es doch selbst: Er hat Stress. Es wird nicht an Dir liegen, sondern an seinem Stress. Bleibe entspannt! Ganz offensichtlich wird ja die letzte Phase der Doktorarbeit recht schnell vorbeigehen und dann ist der Stress auch schlagartig weg!
Mein Rat: Frag ihn doch abends im Bett mal, ob er es Dir mit der Hand oder dem Mund machen würde. Einfach so für Deine Entspannung. Versuche ihm den Druck zu nehmen, aber selbst dabei nicht zu kurz zu kommen. Vielleicht kannst Du auch die Morgenlatte nutzen und ihn fragen, ob Du ihn mal reiten darfst? Versuche einfach, keine Erwartungen an ihn zu stellen, und Verständnis für die stressige Zeit aufzubringen.
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Vielen Dank für deine liebe Antwort! Ich versuche mir auch zu sagen, dass es am Stress liegt, irgendwie habe ich da aber leise Zweifel im Hinterkopf, woher die kommen weiß ich auch nicht. Ich vermutet, dass ich Sex und Liebe (zu) eng verbinde und in Sex irgendwie auch immer eine Bestätigung der Gefühle sehe, geht euch das auch so?
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Hallo Fs,
Du schreibst, es gab auch in der letzten Beziehung Sex-Probleme. Daher meine vorsichtige Frage: wie oft willst Du denn Sex, was wäre für Dich normal und befriedigend?
Ich frage nur, weil z.B. täglicher Sex am Anfang einer Beziehung recht normal ist, wenn die Hormone kochen, es dann aber meist in der Häufigkeit nachlässt. Vielleicht seid ihr in dieser "Nachlass-Phase"?
Wie ist es denn mit nichtsexueller Zärtlichkeit, ist da alles wie gehabt oder will er da auch weniger?
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Es ist schwer zu sagen, mit der "Nachlass-Phase" hast du sicher recht, ich finde allerdings, dass diese sehr schnell kommt (nach nur vier Monaten).
Ich finde nicht, dass "es" unbedingt jeden Tag passieren muss aber 2-3 mal pro Woche finde ich schon schön.
Ansonsten ist es sehr sehr zärtlich und zeigt mir häufig seine Gefühle, gerade hat er mir eine SMS geschrieben, sinngemäß: "Du bist das wundervollste und erotischte Mädchen der Welt für mich", das hat also nicht nachgelassen.
Meine letzte Beziehung ist letztlich daran zerbrochen dass ich mich zu oft zurückgewiesen gefühlt habe und daran irgendwie auch meine Gefühle kaputt gegangen sind. Jetzt habe ich irgendwie Panik, dass das wieder passiert...
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Wie du selbst schreibst - du hast Panik. Auch wenn es leichter klingt als es ist: Versuch dich zu entspannen. Er gibt dir doch genug Zeichen - diese SMS ist doch superüberdrübertoll! Er liebt und begehrt dich, aber er steht im Moment sehr unter Druck - lass ihn und setz ihn doch bitte keinesfalls noch weiter unter Druck! Genieße einfach, was ihr habt, was euch verbindet, lass ihn ein wenig los, und sobald er den Kopf wieder frei hat, wird er zu dir zurück finden. Übrigens finde ich es nicht ungewöhntlich, dass die erste "Austobphase" nach vier Monaten nachlässt oder vorbei ist.
Nimm das nicht persönlich, beziehe es nicht auf dich und versuche nicht an seinen Gefühlen und seinem Begehren zu zweifeln. Wenn das nach seiner Stressphase nicht besser wird, ist immer noch früh genug sich Gedanken zu machen.
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Sag ihm doch was Du denkst und wie Du Dich fühlst das ist das erste. Aber ich selber habe auch stressige Examensphasen hinter mir und erst danach hab ich begriffen, daß ich in der Vorbereitungszeit nicht ich selber war sondern so auf das Examen fixiert war, daß ich nur noch im Bereich "Examen" lebte und dem alles unterordnete.
Wenn Du ihn unter Druck setzt schützt er den Bereich Examen und trennt sich von Dir, weil er keinen Druck gebrauchen kann.
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Liebe FS,
kann es sein, dass du dich sehr schnell zurückgewiesen fühlst? Mir geht es ähnlich, ich bin da sehr empfindlich. Ich versuche mir dann immer klar zu machen, dass ich da überreagiere, dass ich zu viel erwarte und zu empfindlich bin. Kopf gegen Bauch halt. Aber eine andere Möglichkeit habe ich noch nicht gefunden, damit umzugehen... Ich rede halt öfter mit mir selbst in so einer Phase und sag mir, dass ich mich jetzt mal zusammenreißen und nicht so anstellen soll ;-)
Ansonsten versuche ich mich abzulenken und mir vor Augen zu halten, welche positiven Rückmeldungen ich bekomme. Letztlich sinds bei mir, glaub ich, Selbstzweifel, die ich dann auf mein Gegenüber projeziere, so dass ich in seinem - eigentlich ganzt normalen Verhalten - Zurückweisung und Vernachlässigung sehe.
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Vielen Dank für die lieben Antworten! Ja, ich fühle mich zumindest was das angeht sehr schnell zurückgewiesen! Ich habe gestern abend noch mal mit ihm darüber geredet und er war sehr verständnisvoll, ich werde einfach mal abwarten was passiert!
Schönen Tag
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Mich verwundert, dass Du schreibst, dass Du denkst, es läge an dem Stress, aber "leise Zweifel im Hinterkopf" hast.. Ich möchte Dich nicht verunsichern, aber oft ist da was dran, wenn sich leise Zweifel einschleichen. Oft genug gucken Frauen zu lange über die Zweifel hinweg und sind hinterher ganz verwundert, dass sie es nicht gesehen haben.. Du solltest also trotz allen positiven Gefühlen wachsam sein. Ich finde 3 Wochen schon eine sehr lange Phase, gerade wenn man erst seit 4 Monaten zusammen ist und das trotz seiner Doktorarbeit.
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Wie geschrieben, deine Zweifel im Hinterkopf würden mich schon stutzig machen. Habe einen Bekannten der sich momentan bei seiner Freundin, mit der er erst seid 2 Monaten zusammen wohnt, nicht mehr wohl fühlt und das ihr gegenüber auf seine bald abzugebende Masterarbeit und totale Prüfungsangst schiebt. Tatsächlich hat er vor kurzem wieder eine auch sexuelle Beziehung zu seiner Ex angefangen. Für sie hat er immer noch sehr starke Gefühle, so das seine jetzige wohl bald alleine da steht. Ahnen tut sie das wohl auch nur im Hinterkopf..
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Ich kenne das Problem aus dem Gegenverkehr heraus. Ich habe meine Partnerin sozusagen zurechtstutzen müssen, sonst wären wir überhaupt nicht mehr aus der Kiste herausgekommen, und ich hätte meinen Freundeskreis, aber auch alles Andere vergessen können. Ich weiß ja nicht, wie vielzählig deine Lust auf ihn - oder einfach nur auf den Sex - ist. Wir sind jetzt bei rund 50-mal im Monat, das halte ich gerade noch für mit Begeisterung zu schaffen. Allerdings hängt mir auch keine Doktorarbeit nach. Nicht dass du verspätet auf den Trichter kommst: weniger wäre mehr gewesen . . .
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Das mit der Diss hört sich wenig überzeugend an.
Gerade wenn man voll unter Strom steht wegen der Papiermassen, ist es doch toll, den Krempel
wegzuschieben und nach Herzenslust zusammen zu vögeln.
Ich hatte damit nie ein Problem, die Liebe hat mir immer sehr geholfen!
Also irgendwas stimmt da nicht, und Du solltest Dich nicht abspeisen lassen.
m
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Was sind denn das zum größten Teil für naive, unerfahrene Antworten?? Das Problem ist nicht der Stress, das Problem für ihn bist du, er fährt auf dich nicht mehr ab!! So ist das! Da nützt auch kein Gespräch! m
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Wenn jemand Stress hat, kann das schonmal sein, dass nichts mehr geht.
Keinen Druck machen.
Anders sieht es aus, wenn dazu noch andere "Indizien" kommen, die Dich an Eurer Beziehung zweifeln lassen... meistens ist es dann auch so, wie es Dir Dein Gefühl sagt.
Warte ab und überstürze nichts.
Schlussendlich kann Dir hier keiner wirklich raten, weil hier keiner Eure Situation kennt.
Im Zweifel wirst Du abwarten/erleben müssen, ob Eure Beziehung weitergeht oder nicht.
Kopf hoch.
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