- Frage:
Partnersuche mit DepressionenHat jemand der aktuell und wohl auch in Zukunft wegen einer Depression in ambulanter Behandlung ist überhaupt eine Chance bei der Partnersuche?Antworten: -
Generell ist Partnersuche mit Krankheiten und Behinderungen erschwert. Ausgerechnet Depressionen widersprechen einem freudigen Verlieben ja doch ziemlich. Ich finde, Du kannst das eigentlich niemandem zumuten.
Mein Rat: Bekomme erste Deine Depressionen wieder in den Griff und begib Dich dann auf Partnersuche.
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Bei mir hätte dieser Mann keine Chance. Er sollte sich zuerst behandeln lassen und die Depressionen los werden, dann erst Partnersuche. Man will doch keine Partnerschaft mit Problemen beginnen. Dann bleibe ich lieber Single als jeden Tag den Ärger. Niemand verdient es, auf Kosten anderer unglücklich zu werden!!!
Natürlich könnte es sein, dass du jemanden findest, dadurch Freude am Leben bekommst und diese los wirst. Doch Depressionen dürfen nicht an andere abgeladen werden, dafür kannst du dich bei Sport ausleben oder dich behandeln lassen....dafür muss man sich nicht schämen oder niemanden darüber erzählen wenn es unangehm ist.
w40
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@1
Es soll Leute geben, die ein Lebenlang mit Depressionen und anderen Dingen zu kämpfen haben. Wollen wir die alle vom Partnermakrt wegrationalisieren, damit nur noch "gesunde" zur Verfügung stehen?
Alte und schwache bitte auch gleich und dicke sowieso, die sollen erstmal wieder jung, kräftig und schlank werden.
@FS
Je nach Typ und schwere der Depression wird die Resonanz und Toleranz unterschiedlich sein.
Die Frage ist eher, ob Du grad wirklich mit Dir selbst klar kommst und im reinen bist. Brauchst Du nicht erstmal alle Kraft für Dich? Dann noch ne Partnerin?
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Ich denke nicht, dass man die Frage pauschal beantworten kann. Allgemein denke ich, dass man sich jemanden suchen sollte, der mit psychischen Krankheiten schon einmal in Kontakt gekommen ist oder sich darüber informiert hat.
Dann weiß ich auch nicht - was aber in die Beantwortung der Frage natürlich mit hinein spielen würde, ob du (denke man, es geht ja um die selbst, FS) aktuell Depressionen hast, wie ausgeprägt sie sind und wie du mit ihnen umgehen kannst. In einer akut (schwer) depressiven Phase einen Partner zu suchen ist wohl unheimlich schwer, wird ja aber häufig auch nicht gemacht (hab ich zumindest bei vielen nicht so erlebt).
Hast du aber rezidivierende Depressionen und bist in Behandlung, um weiteren Schüben vorzubeugen, sehe ich grundsätzlich weniger Probleme, die bleibende Frage wäre dennoch, wie du selbst damit umgehst.
Heißt: inwieweit nimmst du die Depressionen als Manko wahr, und inwieweit sind sie für dich vergleichbar mit z.B. einer Diabeteserkrankung oder einer anderen körperlichen Erkrankung, bei der gewisse Dinge beachtet werden müssen, um sie nicht aufkeimen zu lassen?
Heißt aber auch: Wie sieht es aus mit Therapie, Medikamenten etc., wie ist deine EInstellung dazu usw.?
Wovon ich dir nur abraten kann: Partnersuche bedeutet nicht (auch schon gesehen!), dass jemand dir das "Leid der Welt" von der Schultern nimmt. Das kann auch verdammt daneben gehen und ich würde allein schon aus Selbstschutzgründen dir nicht empfehlen, in einer akut schwer depressiven Phase einen Partner zu suchen!
w25
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Ich hatte vor ca. 8 Jahren eine relativ schwere Depression die Gott sei Dank hinter mir liegt (m, 53) - dafür gab es .zig Gründe. In dieser Zeit habe ich nicht mal ernsthaft daran gedacht, mir eine neue Partnerin zu suchen und ev. ihr meine Probleme vielleicht noch umzuhängen (vielleicht auch unbewusst).
Mein Rat daher, behandeln lassen und erst wenn man den Kopf wieder frei hat auf Partnersuche gehen.
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Eine Frau mit psychischen Problemen ist ein No Go mangels Stabilität. Liebe ist Charaktersache und dazu gehört nunmal ein stabiler Charakter. Ist er instabil, so ist es die Liebe auch. m30
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an nr. 6 . und wenn die Depression chronisch ist und mit mangelnder Belastbarkeit zusammenhängt?
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@#7: Du DARFST ja einen Partner suchen, wenn Du möchtest. Wir empfehlen es bloß nicht, weil es erstens nicht sonderlich aussichtsreich ist und zweitens unfair dem neuen Partner gegenüber, der eigentlich ein recht auf unbeschwerte Verliebtheit, Glück und Zukunft hat.
Wenn man nur will, kann man alle Depressionen in den Griff kriegen. Suche Dir einen guten Therapeuten, der die Ursachen mit Dir zusammen aufarbeitet und durch eine gute medikamentöse Therapie unterstützt. Suche Dir neue Interessen und Hobbys, über im Freundeskreis wieder glückliche, heitere Sozialkontakte zu führen.
Trainiere ebenso Deine Belastbarkeit. Wie stellst Du Dir denn vor, eine Partnerschaft zu führen, die nicht belastet? Streit und Probleme gibt es immer mal. Es wäre gar nicht fair, ohne Belastbarkeit eine neue Partnerschaft anzustreben und den neuen Partner ins offene Messer der Aussichtslosigkeit oder Glückslosigkeit laufen zu lassen. Belastbarkeit kann bei geigneter Therapie auch wiederhergestellt werden.
Mein Rat: Therapie ist wichtiger als Partnerschaft.
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Nochmal #4...
@#6: Hier wird leider zu pauschalisierend gedacht oder vielleicht spielen Erfahrungswerte eine Rolle - ich weiß es nicht. Jedenfalls bedeutet eine psychische Erkrankung nicht, dass ein Charakter "instabil" ist (was auch immer das genau bedeuten soll, für mich klingt es nach "Fähnchen im Wind"). Psychisch erkrankte Menschen sind ebenso in der Lage zu lieben, wie psychisch "gesunde" Menschen - auch, ebenso "stabil" und überdauernd zu lieben.
@#7: wenn die Depression mit mangelnder Belastbarkeit zusammenhängt würde ich im Übrigen empfehlen, die Belastungen runterzuschrauben. Eine "chronische" Depression, die es meines Erachtens in der tatsächlichen Reinform gar nicht gibt (entweder depressive Rezidiven oder Dysthymie, also "Depressivität", nicht zu verwechseln mit Depressionen) die durch Belastung hervorgerufen wird - da frag ich mich, ob der Mensch durch gute Psychotherapie, Medikamentengabe und entsprechenden Lebensstil nicht gegenwirken kann oder will.
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An Nr. 8 . Bin zwar in Behandlung. Aber eine Therapie? Kennt Ihr die Wartezeiten für gesetzlich versicherte? Bei uns in der Region gibt es frühestens in 9 Monaten wieder Terminmöglichkeiten....
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Meine letzte Beziehung war mit einem depressiven Partner und das wünsche ich niemanden. Ich habe ihn so sehr geliebt und konnte das alles nicht mit ansehen - bis es mich am Ende selbst mitheruntergezogen hat!
Ich würde mich meinen Vorrednern anschließen, versuche erst, mit dir selbst ins Reine zu kommen.
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wie wir alle wissen, geht es nicht um die schwerpunktsetzung der lebensziele des fs, sondern er fragt nach den chancen, eine nette frau zu finden.
klar, hast du chancen. erstens gibt es frauen mit den gleichen erfahrungen, die deine situation kennen. zweitens: why not?
lass dich nicht ermutigen! wie du sicher weisst, haben sich auf gemischten psychiatrischen stationen von krankenhäusern schon oft paare gefunden. ich habe einige zeit in der psychiatrie gearbeitet, ich weiss, wovon ich spreche!
und depression ist nicht gleich depression, wie du weisst. wenn es dir sehr schlecht geht, wirst du auch nicht offen für eine beziehung sein.
mach das! ich bin sicher, dein therapeut unterstützt dich dabei - so manche unterstützung brauchen wir alle in diesem haifischbecken..
w45
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zu 8 an Frederica - Du sprichst von "Wir empfehlen es bloss nicht" - für wen sprichst Du da, wer ist denn dieses Wir?
Und, Depressionen können in ihrer Ausprägung sehr unterschiedlich sein - vorübergehend oder länger anhaltend - leichter oder in starke Not bringend - tiefenpsychologische Therapien helfen erfolgreich!
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@#10 (FS?) von #9/#4:
Dann lass dich doch in Wartelisten eintragen - nachdem du deine Probesitzungen gemacht hast, nicht dass du bei "unpassenden" Therapeuten auf der Liste stehst! Oftmals gibt es dann schon ein wenig früher einen Platz!
Solange du noch nicht in THerapie bist kannst du dich zur Not auch an seelsorgerische Einrichtungen wenden, falls du religiös bist ODER ganz formal an den sozialpsychiatrischen Dienst deiner Stadt.
Versteh mich nicht falsch. Es IST machbar, und es IST machbar, jemanden zu finden, der einen liebt und den man selbst liebt - wenn man tatsächlich etwas an der eigenen Situation ändern will!
(Du schriebst du seist in Behandlung, ich nehme an, dass es sich dabei um rein medikamentöse Therapie handelt, wenn du nicht in Psychotherapie bist.
Ich würde dir aus Erfahrung empfehlen, für 6-8 Wochen (meistens so angelegt) eine psychotherapeutische Klinik oder eine Kurklinik mit psychotherapeutischer Ausrichtung aufzusuchen, dein behandelnder Psychiater hat hier möglicherweise ebenso Adressen wie deine Krankenkasse und wenn nicht, hilft das www weiter. So eine stationäre Therapie hilft oft, Prozesse in Gang zu setzen.)
Ich wünsche dir, dass du dein Lebensglück bald und dauerhaft wiederfindest.
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Richtig, nicht jede Depression ist wie die andere. Ich, w, war selbst viele Jahre depressiv, aber in der Partnerschaft genauso zuverlässig, liebevoll und belastbar wie andere auch und keineswegs ein Trauerkloß, sondern ich habe mich selbstverständlich zurück genommen mit meinen dunklen Seiten und u.a. gerade auch Frohsinn und Heiterkeit eingebracht. Ich war sehr dankbar für meinen Felsen in der Brandung, der mir Halt im Leben gegeben hat, und er hat es genossen, dieser Felsen für mich sein zu können - aber das war keineswegs alles, was unsere Beziehung ausgemacht hat.
Als es ihm schlecht ging, war dann ich sein Halt. Gerade viele Depressive wachsen in einer Partnerschaft über sich selbst hinaus und haben sehr viel zu geben. Und, wie gesagt, es sind keineswegs alles trübe Tassen, wie man hier z.T. unterstellt, sondern genießen das Leben und die Liebe und stehen auch beruflich ihren Mann/ihre Frau. Also bitte keine Verallgemeinerungen.
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<MOD: Sticheleien entfernt.>
@#8: Die Empfehlung, der Depressive möge sich neue Interessen und Hobbys suchen und im Freundeskreis üben, wieder "glückliche, heitere Sozialkontakte" zu führen, dürfte bei einem Depressiven ins Leere gehen, da er durch die krankheitstypische Antriebsschwäche dazu gar nicht in der Lage ist. Die vorrangige Therapie der endogenen Depression ist medikamentös und nicht psychotherapeutisch. Lediglich bei reaktiven Depressionen, die als Folge eines äusseren Anlasses, eines bestimmbaren Ereignisses (z.B. Trauerfall) auftreten, ist eine Psychotherapie angezeigt.
Da der/die FS sich nicht genauer zum Ursprung der Erkrankung äussert, sollte man mit Therapieempfehlungen zurückhaltend sein.
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@#13: Mit "Wir" war gemeint: #1, #2, #5, #6,... und bestimmt auch viele, viele andere... so schwer zu verstehen war das nicht.
@#8: Ich habe keinerlei Therapieempfehlung gegeben, aber Psychotherapie und Medikamente sind nun mal die beiden entscheidenden Punkte. Psychotherapie kann oft helfen, Wege und Mittel zu finden, auch wenn sie nicht primär direkt die Ursache therapieren. Hör einfach auf mit Deinen Sticheleien und fertig. Langsam reicht es.
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Ich würde dir empfehlen, dir eine Partnerin zu suchen, die dein Leiden kennt, weil sie es auch schon durchgemacht hat.
Manche Menschen haben die Veranlagung zur Depressivität. Das können diejenigen, die das nicht betrifft, nicht verstehen.
Wie #15 beschrieben hat, können depressive Menschen auch sehr liebevoll und zuverlässig sein.
Sie brauchen vor allem einen Partner, der sie versteht und zu ihnen hält, wenn sie wieder einmal eine Tiefphase durchmachen.
Ich wünsche dir viel Glück auf der Suche nach einer verständnisvollen Partnerin
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Ich denke, dass deine Chancen bei der Partnersuche abhängig sind von deiner momentanen Gefühlsverfassung. Wenn du gut drauf bist, hast du auch gute Chancen mit anderen in Kontakt zu treten oder angesprochen zu werden.
Wenn du dich schlecht fühlst, wirst du weniger attraktiv wirken.
Ein Problem sehe ich darin, dass du aufgrund deiner Erkrankung viell. eher Menschen anziehst die ebenfalls mit psychischen Problemen zu tun haben. Viell. neigst du auch zu Selbstzweifeln, so dass du in dieser Phase nicht gut auf dich aufpasst und evtl. sogar ausgenutzt oder schlecht behandelt wirst.
Da ich keine Fachfrau bin kann ich dir zu nichts wirklich raten, aber aus Erfahrung weiß ich, dass es wichtig ist auf sich selbst Acht zu geben. Wenn du wenig Selbstbewusstsein und Selbstzweifel hast, musst du an dir arbeiten, dass deine Beziehung auch Bestand haben kann.
Das Ziel ist nicht einen Partner zu finden, sondern ihn auch zu halten und gemeinsam glücklich zu sein.
w
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Echte, diagnostizierte Depression oder "nur" depressive Verstimmung (haben wir alle mal - spätestens nachdem wir hier lange genug die küchenpsychiologischen Ratschläge des Forums gelesen haben...)
Natürlich! Versuche unbedingt eine Partnersuche! Lass Dich nicht unterkriegen!
Bei diagnostizierter, echter Depression wird Dich Dein Arzt und Dein Therapeut gut mitunterstützen.
Bei "depressiver Verstimmung" werden Dir Licht und Luft und die nächsten Sonnenstrahlen helfen ;-) und vielleicht am Wochenende ein paar Stunden Ruhe mit Deiner Lieblingsbeschäftigung.
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Ich bin seit längerem in Behandlung, sowohl in psychotherapeutischer (in meinem Fall eine Psychologien) als auch in medizinischer (also bei einem Facharzt für Psychiatrie - ich benutze dieses schreckliche Wort hier mal ganz bewusst). Die Kombipackung aus medikamentöser und kognitiver Verhaltenstherapie hat mir sehr geholfen und hilft mir immer noch... bei einem Cocktail aus Depressionen, Essstörungen, Suizidalität, Automutilitation... ausgelöst durch jahrelange Ablehnung... kein Anschluss gefunden, kaum stabile soziale Kontakte... Und eine psychische Erkrankung führt dann wiederum dazu, dass man sich eher isoliert, ein Teufelskreis also.
Aber Menschen, mit denen man sich versteht, die auf einer ähnlichen Wellenlänge sind, kann man halt auch nicht aus dem Stein schlagen. Ich habe vor und während der Therapie immer wieder versucht, Anschluss zu finden, habe Veranstaltungen besucht, Feiern, Sport gemacht, usw. Meine Therapeutin fand das super, hat mich darin bestätigt, mich zu meinen immer neuen Ideen ermutigt, war oft ganz überrascht, was ich alles versuchte und wozu ich mich alles aufraffte... Aber leider bin ich erst sehr spät auf ein paar wenige Menschen in meiner Umgebung gestoßen, die zu mir passen... und da ist es immer schwierig nachträglich in so eine fest gefügte und zusammengewachsene Gruppe zu kommen... Man bleibt doch ein wenig fremd, weil man die Vergangenheit der andern nicht teilt, weil die Treffen nicht so häufig sind, wie in einer Clique, die erst zusammenwächst...
Also hab ich mich dazu entschieden, mich hier bei EP anzumelden. Und siehe da: Ich habe eine ganze Reihe Männer kennengelernt, für die ich attraktiv war, mit denen ich mich unterhalten konnte, mit denen ich mich getroffen und einen schöne Zeit verbracht hatte (je nach Distanz 2-6h). Das hat mir sehr gut getan. Und rückblickend bin ich sehr, sehr froh, dass ich mich trotz meiner psychischen Belastung hier angemeldet habe.
Nicht nur, dass ich tatsächlich hier meinen derzeitigen Freund gefunden habe... sondern auch weil mir diese positiven sozialen Kontakte bewiesen haben, dass es tatsächlich Menschen meiner Wellenlänge gibt - auch wenn die halt vor allem weiter weg wohnen, in meiner näheren Umgebung hab ich halt niemanden gefunden. Das hat mir auf dem Weg der Besserung sehr geholfen, genauso wie die Psychotherapie und die Medikamente. Alles zusammen hat hervorragend geholfen, die Therapie hat mich dazu ermutigt, auf die Suche zu gehen und die Suche hat die Therapieerfolge weitergetrieben.
Deshalb würde ich dir, liebe/r FS raten: Meld dich an und versuchs! Jedenfalls, wenn du parallel an deiner Depression arbeitest. Sonst besteht sicher die Gefahr, dass du die Kontakte überfordern würdest. Aber die Sehnsucht nach einem Partner, das Gefühl der totalen Einsamkeit, das Gefühlt zu niemandem zu passen - das alles kann sehr zu einer Depression beitragen und positive soziale Kontakte sind da Gold wert.
Was die Therapieplätze und Kliniken angeht...
1. Auf einen Therapieplatz muss man in der Tat sehr lange warten, wenn man nicht ganz viel Glück hat (übrigens auch wenn man privat versichert ist.... da wirds dann u.U. noch besonders lustig, wenn die Beihilfe sich gaaanz viel Zeit lässt, wenn es um die Genehmigung einer Therapie oder - noch schlimmer - eines Klinikaufenthaltes geht)
2. Sozialpsychiatrische und/oder seelsorgerische Einrichtungen sind immer nur eine "erste Hilfe", ein Einstieg, eine Orientierung, eine kurze Überbrückung. - Was die kirchlichen Einrichtungen angeht: Da kann man i.d.R. auch als Nicht-Gläubiger hin. Allerdings muss man da halt schauen, wer genau dann Gesprächspartner ist, ob der/die sich nur in religiösen "Formeln" bewegt oder darauf eingeht, dass dem Gegenüber damit nicht geholfen ist (und das gilt für die sehr viele Menschen, ob atheistisch oder christlich). Aber soweit geschult dürften die meisten dort inzwischen sein, wir leben nicht mehr in den 50er Jahren - zum Glück - auch wenn es überall Menschen gibt, die nicht von der Vergangenheit lassen wollen.
3. Klinikaufenthalte müssen erst mal genehmigt werden. Und das kann dauern. Außerdem ist ein Klinikaufenthalt nicht immer und bei jedem überhaupt angezeigt!
4. Letztlich muss jeder selbst an sich arbeiten, der Therapeut hilft, gibt Impulse, Rückmeldungen. Mein Verhalten, meine Einstellung zu mir, meinem Körper, meinem Leben kann aber nur ich allein ändern. Dabei helfen therapeutische Gespräche, Medikamente, Sport, positive soziale Kontakte ... - Wichtig ist, dass man erkennt, wann man sich zurückziehen muss um das Gegenüber nicht zu überfordern.
Und zum Thema Belastbarkeit... - Ich werde aufgrund meiner Vergangenheit und meiner Anlage wohl nie so belastbar sein wie andere... Dafür bin ich aufmerksamer und gedanklich agiler, auch analytischer als viele anderen. Ich denke, dass ich denoch ein normales Leben inkl.- Beziehung führen können werde. Ich muss aber anders mit meinen kräften umgehen, damit haushalten. Muss früher stop sagen, wenn ich merke, dass ich an meine Grenzen komme. Das ist ein Ziel einer Therapie: Achtsamkeit auf sich selbst, auf die eigenen Grenzen. Das kann zugleich achtsamer für die Umwelt machen, für den Partner. Probleme kann man früher ansprechen, man hat gelernt, Probleme konstruktiv zu lösen, weiß, was man selbst aushalten kann und was nicht. Wichtig ist halt, denke ich, dass man mit offenen Karten spielt und Tacheles redet, wenn man sich auf einen Menschen einlässt und sich ein Mensch auf einen selbst einlässt.
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Eine Frau, Anfang 30, die seit 1 1/2 Jahren in Psychotherapie ist, hat(te) gute Chancen bei Männern. So auch bei mir, aber sie wollte mich nicht. Diese Frau hat(te) etwas was sehr viele Männer anzieht/angezogen hat, so auch mich. Ich könnte dies, die Therapie, als Grund vorschieben, weshalb ich froh gewesen bin, sie nicht bekommen zu haben, aber tue es nicht, denn ich hätte sie so angenommen wie sie ist. Irgendetwas in ihrer Tiefe hat mich berührt und konnte es nie genau einordnen. Ich spürte, dass sie sehr traurig, voller Angst und unruhig war. Natürlich hat mich auch ihr Aussehen fasziniert. Komisch, entgegen all meiner Grundsätze hätte ich sie gewollt. Prakt. Alle sagten "Sei froh.", aber ich bin es nicht. Es wird dauern, aber ich werde darüber hinwegkommen.
Schönen Abend.
(35,m)
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Ich selbst war selber mal richtig in einer Depri - Phase mit Selbstmordgedanken und meine, die Chancen daß es klappt sind gering, weil es an der ausgeglichenen Ausstrahlung fehlt.
Aber wenn Du unter dem single Dasein leidest ist es besser wenn Du was tust denn dann hast die Dinge in der Hand - suche also etwas, das ist besser, als sich treiben zu lassen, auch wenn die Chancen realistisch gesehen gering sind; den Traumprinzen, der Dich rausholt aus allem wirst eh nicht finden, das ist ein Traum, den man in Depri - Zeiten hat.
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Manche haben Angst davor und vermeiden es lieber, siehe #1 etc. Es erschwert sicherlich die Situation, aber es gibt auch minder schwere Fälle mit denen es funktionieren kann und die genau damit und vielleicht sogar nur damit besser fahren.
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Realistisch: ein Mädel mit Depressionen ist wesentlich leichter "vermittelbar" als ein entsprechendes männliches Äquivalent. und selbst diese ist eher "schwer an den Mann zu bringen"..
Ich war mal ne lange Zeit empfänglich für derartige Wesen.
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Um Himmels Willen, wieviel Schrott hier erzählt wird.
Was heisst "psychische Probleme"? Da gibts unzählige Abstufungen, genauso wie eine Warze noch kein Tumor ist.
Hier ein paar Beispiele:
Depressionen, innerhalb einer best. Lebensphase oder chronisch..
Zwangsstörungen, Angststörungen...
Anorexie, Bulimie...
Psychosen: Manisch-Depressiv, Schizophrenie
ausserdem Drogenpsychosen, Alkoholismus, Medikamentenabhängigkeit...
oder Borderliner-Störung..
Die Prognose ist sehr unterschiedlich und ausserdem kann man auch mit diversen "Störungen" gut leben...
Hören wir auf so zu tun, als gäbs das alles nicht.
Die gute Botschaft: Der Charakter eines Menschen ist vielleicht mindestens so wichtig.
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Ich bin eine Frau (51 j.), nach einem Lebenscrash vor ca. 7 Jahren seither auch chronisch depressiv und habe dennoch die Hoffnung, nach einer Scheidung wieder einen liebevollen und liebenswürdigen Partner zu finden. Melde dich einfach unter "Elisabeth1959". Mal sehen, was dann passiert...
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