1. Frage:
    Gefragt am: 24.11.2010, 19:29 von Gast
    Schreckt es einen Mann ab, wenn "verwitwet" im Profil steht?
    Ich bin eine recht junge Witwe. Seit 3 Jahren. Interessenten sind schon da, aber keiner anwortet...und das liegt glaube ich, nicht an den restlichen Angaben..Ausserdem bin ich absolut tageslichttauglich, also schon attraktiv. Welche Erfahrungen haben andere Witwen oder Witwer? DANKE für eure Antworten.
    Antworten:
  2. 24.11.2010 20:11
    Das Thema haben wir hier regelmäßig:

    http://www.elitepartner.de/forum/frau-43-verwitwet-schreckt-dies-bei-maennern-erst-mal-ab.html

    http://www.elitepartner.de/forum/soll-man-in-seinem-profil-verwitwet-schreiben.html

    http://www.elitepartner.de/forum/ich-bin-eine-junge-witwe-schreibe-regelmaessig-herren-an-erhalte-bis-dato-nur-absagen.html

    http://www.elitepartner.de/forum/warum-wird-man-als-junge-gutaussehende-witwe-von-der-gesellschaft-ausgeschlossen.html

    Schau einfach auch mal bei 'mehr Themen' (hier rechts) unter dem Begriff 'Witwe, verwitwet" nach. Da findest du noch viel mehr Beispiele. Ich glaube nicht, dass die Antworten heute viel anders ausfallen.

    Viel Glück und viel Erfolg bei der Partnersuche.

  3. #2 Gast
    24.11.2010 20:13
    Da es mir grundsätzlich um den Gesamteindruck eines Menschen geht, also Vordergründig um die Seele um den individuellen Geist und um den Körper, schreckt es mich kein bißchen ab, was so allgemein die gesellschaftliche Einstellung/Meinung und die allgemeine Erfahrung betreffen wenn "verwitwet" im Profil steht! Von pauschalen Aussagen halte ich sowieso nicht viel. m

  4. #3 Gast
    24.11.2010 20:54
    Es gibt eine Menge Menschen, für die das Thema 'Tod' tabu ist und die sich deshalb fern halten.

    Dann gibt es Menschen, die dem Vorurteil unterliegen, dass ein verwitweter Mensch ihn immer mit dem verstorbenen Partner vergleichen würde, bzw. nocht wirklich frei sind - das ist natürlich Quatsch. Verwitwete haben genauso wenig/viel Altlasten wie Menschen, die 'normale' Trennungen/Scheidungen hinter sich haben.
    Oft haben verwitwete Menschen ihren Verlust (genügend Zeit vorausgesetzt, wie bei jeder Trennung) vollständiger verarbeitet, da der Partner ihnen nicht zufällig über den Weg laufen kann, mit einem neuen Partner/Kindern.

    Mir als verwitwete Frauen sind Männer, wie die o.g. begegnet aber auch solche, die sich von dem 'verwitwet' in keinster Weise abschrecken ließen. Den Partner für's Leben zu finden ist wohl für keinen Menschen einfach - ich empfinde es für mich als (junge) Witwe nicht als viel schwerer.

  5. #4 Gast
    24.11.2010 20:55
    Die Angabe "verwitwet" schreckt mich grundsätzlich nicht ab. Vielleicht wäre es nicht schlecht, wenn Du in Dein Profil schreibst, wie lange Du verwitwet bist und evtl. andeutest, dass Du auch wirklich bereit bist für einen neuen Partner (schon klar, sonst wärst Du nicht bei EP angemeldet, ich würde es aber trotzdem ansprechen. Wir Männer sind halt manchmal schwer von Begriff). Das mag zwar alles etwas pietätlos klingen, aber ich denke, es hilft uns Männern, die Situation einzuschätzen.

    m38

  6. 24.11.2010 23:48
    Ich sehe es ähnlich wie #4.
    .
    Der Umstand, verwitwet zu sein,schreckt nicht ab. Wer damit wenig Erfahrung hat, ist sicherlich verunsichert, was ich auch verstehen kann.
    .
    Es ist sicher weniger eine Frage von "schwer von Begriff", sondern daß man die Situation nicht immer so einzuschätzen vermag, da man auch keine Narben aufreißen möchte.

  7. 25.11.2010 00:07
    Nachteile von Witwen und Witwern als Kandidaten der Partnersuche (alles geschlechtsneutral gültig in beiden Richtungen):

    1) Die verstorbenen Partner wurden zum Zeitpunkt ihres Todes geliebt und oft überdauert diese Liebe den Tod. Eine Witwe ist daher oft innerlich nicht wirklich getrennt vom verstorbenen Partner, sondern hat ihn immer noch in ihrem Herzen. Oftmals ist der neue Partner daher nur Ersatzpartner oder auf Platz 2 im Herzen einer Witwe. Für einen neuen Partner ist es oft schmerzhaft und destruktiv zu wissen, dass er nicht der einzige Partner ist, der geliebt wird und für den Platz im Herzen ist. Einen solchen geistigen Nebenbuhler ertragen nur sehr wenige.

    2) Erweiternd zu Punkt 1 wird der verstorbene Partner zudem oft verklärt und je länger er tot ist, desto besser war er in jeder Hinsicht. Es ist nun einmal so, wie auf fast allen Gebieten: Gute Erinnerungen intensivieren sich, schlechter Erinnerungen verblassen mit der Zeit.

    3) Viele Witwer errichten der verstorbenen Frau sogar eine Art Altar. Es werden Bilder weiterhin offen ausgestellt, Erinnerungsstücke, Dekoration, Inventar, Schmuck und andere Besitzgüter der verstorbenen Partnerin aufbewahrt, präsentiert und gehuldigt. Der verstorbene Partner ist eben kein Expartner, sondern für viele noch Partner, nur eben tot. Mit Bildern und anderen Erinnerungsstücken des verstorbenen Partners ruiniert man aber jede neue Partnerschaft im Ansatz. Kein neuer Partner wird Bilder oder Erinnerungsstücke akzeptieren oder zumindest ohne eigenes Leid wahrnehmen.

    4) Viele Witwen haben auch noch Kontakt zu Familie des verstorbenen Partners. Dies ist einerseits natürlich verständlich, andereerseits blockiert es nahezu vollständig den Aufbau einer neuen Partnerschaft. Kaum ein neuer Partner möchte absurd anmutenden Kontakt zur Familie des verstorbenen Partners haben. Es widerspricht sich einfach emotional und partnerschaftlich, dass es noch einen anderen Partner mit Familie und Anhang gibt. Auch hier gilt wieder: Der verstorbene Partner ist eben kein Expartner.

    5) Auch Friedhofsgänge oder Todestage und die damit verbundenen praktischen und emotionalen Folgen behindern die neue Partnerschaft. Es sind einfach Belastungen, die bei normal freien Kandidaten nicht auftreten.

    Tipps: Witwen sollten erst dann eine neue Partnerschaft suchen, wenn sie den Tod des Partners innerlich wirklich verarbeitet haben und bereit sind für einen Neuanfang. Sie sollten akzeptieren, dass ein Neuanfang eben auch immer das Ende einer vorigen Epoche ist und dazu gehört zum Beispiel, Bilder und Erinnerungsstücke nicht mehr in der Wohnung offen auszustellen, sich bezüglich Mobiliar und Dekoration eine eigene, von der Partnerschaft abweichende Individualität zu schaffen, innerlich den verstorbenen Partner nicht zu verklären, sondern offen und bereit für eine neue Liebe, eine neue Familie zu sein und den Kontakt zur Familie des Verstorbenen zu minimieren.

    Witwen müssen sowohl innerlich als auch nach außen zeigen: "Ich bin Single im wahrsten Sinne des Wortes. Mein Herz hat einen großen Platz zu vergeben, und zwar Platz Nummer 1, ohne Einschränkungen."

  8. #7
    25.11.2010 01:45
    Ja, wenns denn so einfach wäre.

    Ich habe es auch als unwichtig erachtet und bin sehr sehr froh dass ich mich davon nicht habe abschrecken lassen. Meine Liebste ist seit über 10 mJahren verwittwet und ich bin die erste (und hoffentlich letzte) ernsthafte Beziehung danach. Es gab zwar einige Versuche aber diese sind eben daran gescheitert dass Sie noch nicht wirklich bereit dazu war.

    Aber:
    Dass der verstorbene immer einen Platz in Ihrem Herzen haben wird ist gut, ich wollte es nicht anders haben. Ich würde es aber nicht akzeptieren wenn ich hinter Ihm zurückstehen müsste, wenn die Wohnung voll von Erinnerungen an Ihn wäre, wenn ich das Gefühl hätte nicht die klare Nr.1 zu sein.
    Und es ist nicht immer ganz einfach weil eben auch immer noch ab und zu Verlustängste aufkommen- mit diesen umzugehen kostet auch ein wenig Kraft- von beiden.

    Man kann jetzt leicht sagen, ist halt ein Ex wie andere auch. Das ist es nicht weil kein Prozess des Entliebens stattgefunden hat. Also dauert das freiwerden für eine neue Beziehung deutlich länger.

    Liebe FS: Bitte tu Dir selbst einen grossen Gefallen, prüfe Dich ganz genau ob Du schon wirklich bereit dazu bist ohne Vergleiche, ohne wenn und aber einen neuen Partner zu lieben. Ist in Deinem Herzen wirklich schon genug Platz für eine neue Liebe ohne dass er dort erdrückt wird?
    Drei Jahre sind da meistens nicht genug. Vielleicht solltest Du Dir da mehr Zeit lassen.

  9. #8 Gast
    25.11.2010 06:48
    Versuche doch in der Partnersuche Deine Opferrolle zu vergessen.
    Ja, Du bist Witwe, das ist traurig. Aber dafür kann Deine neue Beziehung nichts.
    Verheimlichen solst Du das auf keinen Fall, jedoch nicht in den Mittelpunkt stellen.
    Männer können einfacher mit einem Bösen EX leben, als mit einem Traummann der verstorben ist.

  10. #9 Gast
    25.11.2010 10:56
    Ich denke es spielt keine Rolle.

    Zumindest nicht für die Männer (Menschen) welche über ein gutes Maß an Selbstbewußtsein verfügen. Und aus dieser Position Deine Vergangenheit akzeptieren können.

    Menschen welche Ex-Partner, verstorbene Partner, Kinder aus früheren Beziehungen ausschließen wollen, haben nur Angst SELBST nicht zu genügen.

    Diese Menschen verfügen über sehr wenig Selbstbewußtsein und sind daher für jede Partnerschaft sowieso ein Risiko. Diese Menschen sind wenig erwachsen und können keine
    erwachsene Beziehung führen.

    Im Gegenteile wird der selbstbewußte Partner Dir ein ganz neues Lebensgefühl vermitteln können. Und er wird Deine Vorgeschichte mit ALLEM gelassen akzeptieren können. Genau das ist nämlich die Basis welche etwas NEUES entstehen lässt und nicht versucht krampfhaft Vergangenes zu verdrängen!!

    Wahre Liebe ist geprägt von Toleranz, Eigenliebe zu sich selbst, Selbstbewußtsein, Gelassenheit, Akzeptanz des Anderen!

    Alles andere sind kindliche Tauschgeschäfte.

    Also, der Richtige wird es so nehmen können wie es ist und Dich lieben für das was und wer Du bist.

    Wie heißt es so schön: Die Äußerlichkeiten sind manchmal eine Eintrittskarte, ob es eine Dauerkarte wird hängt von anderen Dingen ab.

  11. 25.11.2010 11:46
    @#9: Die Probleme sind mannigfaltig und haben nichts mit Selbstbewusstsein zu tun, sondern überiwgend damit, wie weit die Witwe ihre Vergangenheit aufgearbeitet hat.

    Wer die probleme einfach wegdiskutieren will, hilft absolut niemandem, weder der Witwe noch eventuellen zukünftigen Partnern. Man muss Problemen und Herausforderungen in die Augen schauen, nicht aber sie leugnen.

  12. #11 Gast
    25.11.2010 13:15
    <MOD: Hier darf jeder seine Meinung schreiben. Gehässigkeiten gelöscht.>

  13. #12 Gast
    25.11.2010 14:25
    Hier die #9 @ 10
    Ich denke diese Zusammenhänge kann man mit etwas Lebens- und Beziehungserfahrung
    gut erkennen. Darüber hinaus könnte ich mir gut vorstellen, dass es sich diese Zusammenhänge durch die Psychologie durchaus bestätigen lassen.

    Wer sich ständig vor dem Ex/Kind (vielleicht sogar als Altlasten bezeichnet) oder einem verstorbenen Partner fürchtet verfügt über ein mangelndes Selbstbewußtsein und hegt Konkurzendenken.

    Er stellt sich nicht der Herausforderung.
    Es ist fraglich ob diese Menschen lieben können.
    Oft erscheinen diese Zeitgenossen eher als Bedürftige die ihr eigenes Leben nicht zu meistern verstehen und sich die Erfüllung der unerfüllten Wünsche bei ihrem Partner suchen.
    Da hat man natürlich Angst das man nicht genug bekommt, wenn ein EX/Kind ein verstorbener
    Partner in irgendeiner Form präsent ist.

    Egal wie ein Mensch sein Vorleben aufgearbeitet hat, es lässt sich nicht ausradieren.
    Menschen werden durch ihr Leben geprägt. Von der ersten bis zur letzten Sekunde.
    Und jeder Mensch hinterlässt bei einem anderen Menschen Spuren!
    Mit diesen (Spuren) muss der neue Partner umgehen können und dazu gehört Selbstbewußtsein.

    Selbstbewußtsein und Selbstvertrauen machen unheimlich frei!
    Frei von engen Denkweisen und den EIGENEN Wahrheiten (die sind nämlich immer die Besten) die noch keinem wirklich geholfen haben.

  14. #13 Gast
    25.11.2010 14:36
    Ergänzung von #9 @10!

    Probleme?
    Probleme sind hausgemacht, bzw. macht man sich selbst!
    Nämlich so wie man über einen Sachverhalt denkt.
    Man nennt es auch selbsterfüllende Prophezeihungen.
    Das was du denkst bekommst du auch.

    Sind ganz einfach Zusammenhänge und kann man sehr leicht
    selbst prüfen.

  15. #14 Gast
    25.11.2010 14:39
    Das sehe ich genau wie @ 11, und ich habe "sachdienliche" Erfahrung. Mir ist der Beziehungsstatus nicht wichtig, es gibt Geschiedene die nicht abgeschlossen haben, es gibt Getrennte die abgeschlossen haben, Witwen werden nicht generell mit dem verstorbenen Partner zusammen in die Gruft eingemauert, weder im wörtlichen noch im übertragenen Sinn . Wünsch Dir gleichfalls alles Gute.

  16. #15 Gast
    25.11.2010 15:07
    # FS: liebe FS tue das wovon du denkst, dass es für dich passt und höre schon gar nicht auf äußere Reaktionen. Ich persönlich finde, dass die Trauerarbeit sehr wichtig ist und erst einmal damit abgeschlossen werden muss, bevor ein neuer Partner in dein Leben treten kann. Du allein entscheidest, wann der Zeitpunkt gekommen ist, wann du bereit bist eine neue Beziehung einzugehen. Jeder Mensch sehnt sich nach Nähe, Wärme und Geborgenheit. Falls du das Gefühl hast, dein Gegenüber blockt ab oder schreckt sich davor, ist er sowieso nicht der Richtige. Es liegt sicher nicht an dir, eher am Gegenüber. Nicht alle Menschen können mit solchen Situationen zurecht kommen und flüchten lieber bzw. lassen sich erst gar nicht darauf ein. Nur ein lebenserfahrener mit beiden Beinen im Leben stehender Mann wird dir auf Dauer an deiner Seite sein können.

    #9 + 10 Es hat sehr wohl mit Selbstbewusstsein und Stärke zu tun, mit einer verwitwteten Frau eine Beziehung einzugehen, denn das Gedankenkarussell der Männer, sie könnte den Tod des verstorbenen/verunglückten Mannes noch nicht verarbeitet haben, ist vordergründig. Dabei spielt natürlich auch viel Angst mit, an 2. Stelle zu stehen, wenn noch Kinder da sind, sowieso.

  17. #16 Gast
    25.11.2010 16:09
    Ich bin Witwe 49 Jahre alt.
    Ich kann aus erfahrung nur sagen, kluge Männer lassen sich dadurch nicht abschrecken. Sie gehen zu recht davon aus, dass die Witwe den Verlust überwunden hat. Die Witwen haben Beziehungserfahrung und wissen wie sie eine Beziehung aufrecht erhalten. Einen Menschen zu lieben der schon länger tot ist, geht nicht. Das ist dann leider Krankhaft und kommt bei jungen Witwen oder Witwern seltener vor. Alte
    Menschen die keine neuen Perspektiven mehr sehen, wollen auch in der Erinnerung verbleiben.
    Totenkult ist nicht mehr so üblich. Auch wenn in Beitrag #6 anderes behauptet wird. Zum Glück sind das nur Behauptungen ohne Grunglage und ich vermute auch Wunschdenken der Person.
    Ich habe wegen meinem Status keine negative Erfahrung gemacht und auch meine Kinder sind für eine neue Beziehung kein Hinderniss, die meisten Männer empfinden Kinder nicht als Belastung ( Vorraussetzung Du kannst selber dafür sorgen)
    Lass Dich nicht abschrecken.
    Viel Glück

  18. #17 Gast
    26.11.2010 01:16
    Hier ist FS: Vielen lieben Dank für die vielen Antworten....sie haben mir alle sehr geholfen!
    Ich denke, dass jeder auf seine eigene Art und Weise mit der Trauer umgeht. Vielen Dank an #4 - Ja, das stimmt, ich sollte im Profil angeben, wie lange ich Witwe bin. Vielen Dank auch an #7 und #15, einige Zeilen haben mich zum Nachdenken bewegt.
    Ich bin bereit für eine neue Beziehung und mein Mann hat seinen Platz in meinem Herzen, für immer. Was nicht heisst, dass nicht genügend Platz mehr ist für einen weiteren Menschen und zwar einer, der lebt, den ich lieben und mit dem ich glücklich sein kann...Und natürlich soll er dann die "Nummer 1" sein...Ich lebe ja! Ich habe großes "Glück", denn mein Mann hat mit mir vor seinem Tod mehrmals über "mein Leben danach" gesprochen. Eines war ihm sehr wichtig: dass ich nicht alleine bleibe und mein neues Glück finde...Heute bin ich ihm für diese Gespräche sehr dankbar. Und ja, man liebt einen Menschen über den Tod hinaus und dies ist nicht "krankhaft"...es ist eine tiefe Verbundenheit, die nichts mehr mit tiefer Trauer zu tun hat, sondern uns ohne Schmerz an ein Leben mit dem Liebsten zurückblicken lässt, mit einem besonderen Glücksgefühl, einen Teil meines Lebens mit seinem geteilt zu haben... Ich bin sehr gespannt, was die Zukunft bringt und wer weiss...vielleicht finde ich ja bei EP mein Glück! Nochmals vielen Dank!

  19. #18 Gast
    26.11.2010 11:04
    im Gegenteil
    Witwer sucht Witwe oder Witwe sucht Witwer
    Das passt besser als alle andere Kombinationen mit Geschiedenen oder ledigen !
    M , verw.!

  20. #19 Gast
    27.11.2010 11:37
    Ob eine vorausgegangene Partnerschaft "bearbeitet" wurde, ist völlig unabhängig davon, ob es sich um eine "normale" Trennung handelt oder um den Tod eines Partners.

    Menschen, deren Partner verstorben ist und die vor allem auch die Chance hatten, mit dem Verstorbenen noch über das weitere (auch Beziehungs-) Leben des Überleben zu sprechen, haben aber eine sehr viel bewußtere Voraussetzung für eine neue Partnerschaft als jemand, der aus einer "normalen" Trennung kommt. Denn Tod ist endgültig und Neuanfang wird hier auch tatsächlich Neuanfang sein. Möglicherweise sogar mit der Chance verbunden, ganz bewusst Beziehungs- und Lebensaspekte zu realisieren, die zuvor nicht möglich waren oder lange im Hintergrund standen. Neuanfang kann damit durchaus auch Neuanfang nicht nur unter veränderten, sondern tatsächlich ganz anderen Vorzeichen sein.

    Allerdings tun sich Menschen, die Tod noch nie bewusst erlebt haben, oft sehr schwer damit, nachzuvollziehen, was das bedeutet und welche sehr persönlichen und sehr intensiven Erfahrungen sich damit verbinden. Das macht oft Angst und verunsichert, ist jedenfalls meine Erfahrung. In jedem Fall gilt aber das oben bereits Gesagte: Menschen, die Ex-Partner, verstorbene Partner oder Kinder aus früheren Beziehungen rigide ausblenden möchten, haben Probleme mit ihrem Selbstbewußsein und sind generell unsichere Beziehungskandidaten, da sie Angst haben, nicht zu genügen.

    M, Mitte 50, verwitwet (nicht formal, da nie verheirat) nach 25 Jahren Partnerschaft

  21. #20 Gast
    27.11.2010 11:45
    Stimme dem Beitrag #20 vollumfänglich zu. Perfekt ausgedrückt.

    Dazu weiß ich aus eigener Erfahrung, dass man als Geschiedene mit einem Witwer sehr glücklich sein kann. Witwer waren mir als Partner immer viel lieber als geschiedene oder ledige Männer.

    w54

  22. #21 Gast
    25.01.2011 11:03
    Auch ich muss mich nun mit diesem Thema auseinander setzen.

    Mein Mann ist ganz plötzlich verstorben, aber wir hatten noch eine schöne Zeit nach dem 1.Infarkt und das ist für mich eine große Beruhigung.
    Für uns stand auch immer fest, darüber wurde gesprochen, dass der Überlebende nicht allein bleiben sollte. Denn die Kinder leben ihr eigenes Leben und haben auch ein Recht darauf.
    Die Mutter muss nicht immer im Schlepp mit ziehen.

Ähnliche Themen