1. Frage:
    Gefragt am: 29.04.2009, 10:54 von Gast
    Selbstbefriedigung verursacht emotionalen Schmerz - warum?
    Hallo ihr Lieben! Wenn ich längere Zeit in keiner Beziehung bin und mich meine Bedürfnisse überwältigen und mich selbst befriedige (in nenne es viel lieber "selbst liebe"), muss ich gleich nach dem Höhepunkt heulen - es tut mir emotional schrecklich weh. Kann mir jemand von euch erklären, warum? Und vorallem, was kann ich tun, denn ich habe mittlerweile schon Angst vor diesem Schmerz und schiebe meine Bedürfnisse, so lange es irgendwie geht hinaus - das ist ja wohl auch nicht gesund. Vielen Dank für eure Hilfe!
    Antworten:
  2. 29.04.2009 11:40
    Ich glaube, dass ist eine rein psychologische Angelegenheit und eigentlich sehr untypisch. Ohne Dich und Deinen Fall genauer zu kennen, kann man daher leider nur raten!

    1 Vielleicht verbindest Du Masturbation mit Versagen, weil du keinen Partner hast?
    2 Vielleicht hat man Dich so erzogen, dass Masturbation böse ist?
    3 Vielleicht masturbierst Du überhaupt erst, wenn die Anspannung zu groß ist?
    4 Vielleicht suchst Du Dir psychologisch ungeeignete Situationen zum Mastubieren?
    5 Vielleicht hast Du nicht die richtigen Phantasien beim Masturbieren?

    zu 2: Ich masturbiere seit Teenagerzeiten regelmäßig und habe das auch als erlaubt, gesund, natürlich vermittelt bekommen. Für mich ist es einfach erregend, entspannend und schön. Es sind keinerlei schlechte Gefühle damit verbunden, sondern nur positive.

    zu 5: Zumindest für mich ist die Phantasie beim Masturbieren das Entscheidende -- man kann sich vorstellen, was immer man will, aber alleine dadurch werde ich schon erregt und feucht, und genau diese Phantasien lebe ich dann auch mit manueller Stimulation aus. Das ist wunderschön. Wenn ich mal nur so körperlich zu masturbieren versuche, klappt es kaum und wenn, bringt es kaum Spaß. Ich könnte mir daher vorstellen, dass Du zu lange wartest, zu viel Druck und Erwartung aufbaust, dann masturbierst aus der Not heraus, beschränkt auf das Körperliche, den Orgasmus mehr erzwingst als kommen läßt -- völlig falscher Ansatz aus meiner Sicht. Träume einfach von sexuell erregenden Situationen, lasse Dir Zeit, beschreibe Dir die Situationen im Geiste genau, streichle Dich passend dazu und lasse Deine Phantasie alles dirigieren, dann klappt es auch mit dem Masturbieren ohne Reue. Und warte bloß nicht zu lange, sondern nur bis Du wirklich das Verlangen spürst, nicht die Not.

  3. #2 Gast
    29.04.2009 11:46
    Heulen nach einem Orgasmus gibt es auch manchmal, wenn man mit einem Partner schläft. Das ist für den Partner natürlich erstmal ein Schock, weil er denkt, er hat etwas falsch gemacht.
    Die innere Anspannung - warum auch immer, Probleme im Job / Familie / etc. fällt dann erst recht ab. So habe ich es erlebt und vielleicht ist das auch eine Erklärung.

  4. #3 Gast
    29.04.2009 11:59
    Liebe Fragenstellerin,

    ich kenne das Heulen nach der Selbstbefriedigung aus einer traurigen Phase meines Lebens. Ich meinte meinen Seelenverwandten getroffen zu haben, was offenbar jedoch nicht auf Gegenseitigkeit beruhte, er wollte nur Freundschaft. Ich habe bevor ich ihn kennenlernt schon mehr oder weniger regelmäßig masturbiert aber erst nach seiner Zurückweisung fing ich an nach dem Höhepunkt zu weinen.
    Die Trauerperiode war ziemlich lang sodass ich mich irgendwann selbst zwingen musste, wieder nach vorn zu schauen und mir zu verbieten, um ihn zu weinen, er wars ja nicht wert. Ich kann die gar nicht genau sagen, wielang die Heulphase anhielt, auf jeden Fall kann ich mich heut wieder hingebungsvoll und ohne Schmerzen selber lieben :-)

    Hast du vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht? Wenn ja, setz dich mit ihnen auseinander, werd dir ihrer bewusst aber versink nicht im Selbstmitleid.

    Alles Gute.

  5. #4 Gast
    29.04.2009 12:33
    Maya
    Liebe Fragestellerin (ich denke zumindest dass du w bist):
    Auch ich kenne dieses Heulen nach der Masturbation - während einer langjährigen Fernbeziehung, wo ich einfach emotional ausgehungert war und mich nach der Berührung meines abwesenden Partners sehnte. Erst als ich die endgültige Trennung abgeschlossen hatte, konnte ich auch die Selbstliebe - finde ich schön, wie du das nennst - wieder genießen. Vielleicht bist du in einer Trauerphase, wie Antwort Nr. 3 schon schreibt oder aber du findest deine Antwort in den Fragen von Frederika - in diesem Fall würde ich dir empfehlen eine psychol. Beratung zu machen.
    Alles Gute und Kopf hoch, das Leben kann so schön sein.

  6. #5 Gast
    29.04.2009 21:44
    Ich masturbiere nie. Lass es doch bleiben, wenn es dir nicht gut tut. Es ist nichts Verbotenes oder Böses, das ist klar. Aber es nicht so notwendig und verbreitet, wie man meint. Daher sind viele verunsichert, wenn es damit nicht klappt. Wer nur Sex mit einem Partner hat und somit auch sexuelle Befriedigung ist total normal. Und Phasen ohne Partner haben viele.
    Wenn Du eine Frau bist, kann ich schon gar nicht verstehen, welche Bedürfnisse dich "überwältigen"? Klingt mir eher nach Sehnsucht nach einem Partner. Den kann dir aber deine Hand nicht ersetzen.

    Elke

  7. #6 Gast
    29.04.2009 21:49
    Ich verstehe auch nicht,w as du mit überwältigenden Bedürfnissen meinst? Gibt es wirklich keinen Mann in deinem Leben? Also du tust mir leid, wenn du auf regelmäßige Selbstbefriedigung angewiesen bist. Müsste dich nun genauer kennen, um zu beurteilen, warum du so leidest. Aber das Weinen klingt nicht gut.
    Wie @5 sagt, lass es bleiben. Muss ja nicht sein.

  8. #7 Gast
    06.05.2009 18:12
    @5+6: "Lass es bleiben. Muss ja nicht sein"
    Also so einen Komentar kann man sich hier echt sparen, finde ich!!! Hilft der Fragestellerin null weiter und kann nur von jemand kommen, der von der Materie keine Ahnung hat!!!
    Die Psyche läßt sich nun mal nicht mit dem Verstand steuern, es einfach sein zu lassen, ist daher purer nonsense. Wäre es so einfach, würde die Fragestellerin sowieso wissen warum sie weint und hätte es daher schon längst sein lassen!!!

    Liebe Fragestellerin:
    Es kann vorkommen, dass es tatsächlich (bei beiden Geschlechtern möglich) zu einer "postkoitalen Traurigkeit" kommt! Dies ist häufig ein Ausdruck von versteckten Depressionen, sexueller Frustation, schwelender Partnerkonflikte oder vielleich in deinem Fall ein langer, nicht erfüllter Partnerwunsch!

    Alles Liebe!

  9. 06.05.2009 22:46
    @7: Ich habe von der "Materie" auch keine Ahnung, schließe mich aber der Meinung von Elke an (Nr. 4). Selbstbefriedigung ist nichts Besonderes, es ist keine Neigung oder ähnliches. Eine Frau, die länger keinen Partner hat, ihre Bedürfnisse aber deshalb nahezu krampfhaft "hinausschiebt", kommt mir entweder leicht hysterisch oder eigenartig vor. Und voller Inbrunst wird hier drauf eingegangen und auf die Schulter geklopft. Anstatt zu sagen, hej, Mädel, such Dir einen Mann, dann sind Deine anscheinend übernatürlichen Bedürfnisse auch befriedigt.

    Bei manchen von Euch Frauen kommt man sich fast schon unweiblich vor, wenn man nicht mitzieht. Wenn ich längere Zeit (ein paar Monate) keine Sex hatte, kann sich höchstens der nächste Mann freuen... und glaub mir, so gehts fast allen. Schließlich lebe ich ja nicht am Mond! Hier bekomme ich Sachen zu lesen, die mich weinen lassen! Also echt, schaltet wieder mal einen Gang runter.

  10. #9 Gast
    07.05.2009 00:28
    Catherine

    Denkst Du an einen Bestimmten dabei- eine reale Person? Kann es sein, dass Du das alles lieber mit ihm tun würdest und Dich nach der Entspannung dann der Frust der Realität überrollt? Ich kenne das so- bei mir hilft dann nur ein anderes Phantasiebild als Anregung :-) und eben nicht das meiner "großen vergangenen Liebe mit dem besten Sex meines Lebens".

  11. #10 Gast
    18.05.2009 22:57
    @ 5, 6, 9: Keine Selbstliebe?

    Gibt es das überhaupt noch? Warum das wunderbare Gefühl eines Orgasmus nicht auch erleben wollen, wenn kein Partner in Sicht ist? Jeder Orgasmus ist göttlch und gottgewollt - möchte das einmal so gesagt haben. Und ja, Masturbation ist eine wundervolle Form der Selbstliebe, die ich jedem/r von Herzen wünsche.

    Der nett gemeinte ratschlag, sich einfach schnell einen zu schnappen, will nicht immer von frau umgesetzt werden - zumindest, wenn es einem wenig gibt, diesen innigen Moment (der eigentlich die Krönung der Liebe ist) mit einem Unbekannten, erst kennen gelernt und eigentlich eh nicht besonders sympathisch, aber dafür einen tollen Körper - auszuleben. Sorry für die Überspitzung, aber oft läuft es ja so ab. Andere Alternativen sind der eigentlich viel zu nette alte Bekannte (den frau dann in einsamen Zeiten zu sich ruft) oder der Ex, was einem selbst nicht gut tut und ganz nebenbei in einem anderen Forum (EX) ziemlich zerrissen wurde.

    Ich habe auch bereits geweint nach manchen Orgasmen. Ich habe mir das so erklärt, dass es an inneren Problemen lag und die Emotionen darüber durch den O. ausgelöst wurden.

    Alles Gute!

  12. #11 Gast
    24.06.2009 10:40
    Auch ich heule oft nach einem Orgasmus, egal ob alleine oder mit einem Partner. Ich allerdings habe die Antwort in meiner extrem ausgeprägten Gefühlswelt gefunden - ich bin (seelisch wie körperlich) sehr sensibel. Das bedeute, dass der Orgasmus meist so intensiv bei mir ist, dass teilweise der Kreislauf komplett zusammenbricht und ich einer Ohnmacht nahe bin. Eine Flut an Emotionen (inklusive körpereigenen Drogen wie Glückshormone etc.), die ich innerhalb von wenigen Sekunden verarbeiten und irgendwie ableiten muss. Deshalb kommt das Heulen bei mir auch krampfartig (heftiges Schluchzen) und unmittelbar nach dem Höhepunkt - nicht immer, ich glaube das ist stark abhängig von der Intensität des Orgasmus. In meinen Augen ist dies keine psychische "Kurzeit-Störung", sondern einfach die Auswirkungen auf ein wunderschönes Gefühlsfeuerwerk, dass so nur die Menschen erleben können, die eben extrem empfindsam sind - und, zugegeben, wenn man es sich selbst macht, könnte vielleicht auch noch ein Hauch schmerzlicher Sehnsucht dahinter stecken. :-)

    Viele Grüße

    Nicole

  13. 24.07.2009 15:59
    Mir reicht die Selbstbefriedigung nicht wirklich aus, es ist eine reine Triebbefriedigung, man entspannt körperlich - ist wie progressive Muskelentspannung für den Intimbereich
    doch Wärme, Geborgenheit, Zärtlichkeit, ..., und fehlen, und über einen längeren Zeitraum stumpft man emotional ab. Das ist es, was mich und vielleicht auch Dich liebe Fragesteller(in),
    so traurig macht.

  14. #13 Gast
    24.07.2009 23:05
    Mich macht Masturbieren deshalb traurig, weil ich mich danach noch einsamer fühle als ich es ohnehin schon tue.

  15. #14 Gast
    09.11.2011 12:39
    ich kann #13 und Virgina Woolf verstehen. Es geht mir ähnlich in langen Phasen ohne Partner oder wie jetzt mit einem Partner, der nie Lust hat, und wenn wir Sex haben seltsam widersprüchlich ist zwischen dem was er sagt und dem was sein Körper sagt. Sex der im Normalfall locker leicht und ein Zeichen von Nähe ist- nee eigentlich sogar Nähe entstehen lässt- wird kompliziert und verkopft und Selbstbefriedigung in der Situation immer mehr zur Triebbefriedung und nicht mehr zur Selbst liebe. Und diese Sehnsucht wird dann nahe dem Orgasmus oder gar danach verstärkt, was zu Tränen führt. Ich hatte es nach langer Enthaltsamkeit vor kurzen sogar beim normalen Sex. Als er mich da endlich nach Monaten des nur kuscheln wieder mal im Intimbereich liebkoste, musste ich weinen. Einerseits waren es Tränen des Glücks und andererseits Tränen des Schmerzes über die vergangenen Monate.

  16. 11.11.2011 15:41
    Sagt man nicht. Tränen reinigen die Seele? Laß es doch einfach zu, daß du weinen mußt, ich finde das nicht schlimm.
    Ich persönlich würde mir manchmal wünschen, weinen zu können. Da ich jedoch immer funktionieren muß, ist mir das wohl nicht vergönnt!

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  4. 20.07.2010, 11:21
  5. wie komme ich über den schmerz weg??
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    09.10.2009, 16:47