- Frage:
Sind Beziehungen mit getrennten Wohnsitzen stabiler?Eine meiner besten Freundinnen ist nun schon 2 Jahre mit ihrem Freund zusammen (beide Ende 40). Sie haben nach wie vor getrennte Wohnsitze in derselben Stadt und denken nicht daran, einmal zusammenzuziehen. Es wäre viel spannender, wenn man einmal bei ihm übernachtet, das andere mal kommt er dann zu ihr. Und wenn der Partner schlecht drauf ist, kann man ihm gleich ganz aus dem Weg gehen. Das Konfliktpotenzial ist viel geringer und man genießt wirklich die schönen Stunden miteinander. Wie seht ihr das? Könnt ihr euch auch eine solche Beziehungsform auf Dauer vorstellen, auch oder gerade wenn ihr wie meine Freunde nicht weit voneinander entfernt wohnt?Antworten: -
nein, kann ich nicht.
ich genieße es, wenn es neben mir atmet und wenn es Konflikte gibt, möchte ich sie gelöst haben, bevor ich zu Bett gehe und nicht am nächsten Morgen wieder damit aufwachen müssen.
Fernbeziehung ist eine Baustelle, das wäre für mich vorstellbar,
Zwei getrennte Wohnungen auf Dauer ganz nahe beieinander, nicht.
w,50
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@1
Es geht hier nicht um eine Fernbeziehung sondern um getrenntes Wohnen innerhalb einer Stadt.
Für mich (w 56) wäre das das Ideal. Wie die FS schon schreibt, es gibt weniger Konflikte. Nicht, weil man Konflikte nicht lösen muss, sondern weil sie erst gar nicht entstehen.
Ich kenne einige dieser Beziehungen und sie laufen prima. Eine Bekannte wohnt in der selben Straße wie ihr Freund. Sie hat eine 2-Zi-ETW, er wohnt zur Miete. Keine der Wohnungen wäre auf Dauer groß genug, SIE will ihre eigene Wohnung nicht aufgeben und vermieten oder verkaufen. Also treffen sie sich 2-3 x pro Woche, auch zum Übernachten. Manchmal auch eine ganze Woche lang, aber dann geht doch jeder wieder nach Hause. Beide sagen, es läuft super. Der "Gastgeber" kümmert sich um Essen usw., der "Gast" wird bedient. Das nächste mal ist man in der anderen Wohnung und so ist alles ausgeglichen. Bei einer gemeinsamen Wohnung ist doch wieder die Frau diejenige, die den Haushalt führt, eben die altgewohnte Rollenverteilung.
w 55
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Das getrennte Wohnen innerhalb einer Stadt wäre auch für mich das Ideal !
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Mir geht es ebenso, die in #2 beschriebene Lösung mit getrennten Wohnungen fände ich auch in einer dauerhaften Beziehung ideal!
Und zwar genau aus dem dort benannten Grund, dass es sich bei gemeinsamer Wohnung abzeichnet, dass an Frau wieder ein Grossteil der Hausarbeit hängenbleibt. Die meisten Männer Ü40 ticken leider noch so antiquuiert, insbesondere, wenn sie aus Ehen kommen, in denen sie diese "Arbeitsteilung" gewohnt waren.
Ich möchte und brauche auch einen "Rückzugsort", an dem ich ohne Partner in Ruhe den Beschäftigungen nachgehen kann, die ich alleine machen will. In dem ich meinen Kram so herumliegen lassen kann, wie ich es will. Ein "eigenes Zimmer" in einer gemeinsamen Wohnung würde mir nicht reichen, selbst wenn ich mich dorthin zurückziehe, hätte ich immer das Gefühl, ich sperre den Partner aus und verletzte ihn vielleicht damit.
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Jeder wie ers mag. Aber dass getrennte Wohnungen eine Partnerschaft stabiler machen kann ich nicht sehen. Macht allerhöchstens eine labile Beziehung etwas Dauerhafter weil man sich einer Meinungsverschiednenheit nicht stellen muss sondern ja einfach heimfahren kann.
Der wahre fromme ist derjenige der der Versuchung widersteht, nicht der der Ihr ausweicht.
Es gibt sicher ein paar gute Argumente für getrennte Wohnungen, die meisten haben aber dann doch eher damit zu tun dass man der Beziehung nicht so recht traut. Man kann sich zurückziehen wenns stressig wird, man baut gar nicht erst ein Wir auf, muss also auch nix trennen im Trennungsfall etc. Auch das Argument von 2/4 kann ich echt nicht nachvollziehen. In einer stabilen guten Beziehung gibts natürlich eine Sinnvolle Aufgabenteilung die die Aufgaben auch vernünftig auf beide verteilt. Und das funktioniert in moderneren Beziehungen auch meist Problemlos.
Ach ja, bei einer gemeinsamen Wohnung hab ich dann nur noch die halbe Arbeit, ich muss ja nur noch eine in Schuss und sauberhalten, nicht zweie. Und die Zeit (und auch das Geld) investiere ich doch lieber in ein Wir und nicht in ein Du und Ich.
Gruss, Kalle (Fernbeziehung, deshalb zwei Whg, aber das garantiert nicht auf Dauer)
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@5-Kalle:
Nein, es geht nicht darum, dass man einer Beziehung nicht traut.
Getrennte Wohnungen bedeutet , für mich jedenfalls , nur die Möglichkeit ganz entspannt manchmal auch mal nur das tun zu können, wozu ich gerade Lust habe.
Ich finde euch Männer sehr phaszinierend, aber auch sehr anstrengend.
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Glaube auch, dass zwei getrennte Wohnungen langfristig nicht förderlich sind. Eine Beziehung wächst auch damit, sich mit "Reibungspunkten" auseinander zu setzen und miteinander und aneinander zu wachsen. Nicht immer nur "schönes Wetter" zu haben...
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@2, 4: auch wenn die Frau zuhause kocht, wenn man auswärts essen geht, ist er es, der sie einlädt
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@#6
Ansonsten bin ich meistens Deiner Meinung (Du manchmal auch meiner :-)),
hier muß ich Kalle aber kräftig zustimmen.
Vielleicht können wir (Kalle und ich) das auch gar nicht so beurteilen?
Er lebt in einer Fernbeziehung und mein Mann ist während der Woche auch häufig nicht zuhause.
Wir leben trotzdem zusammen, sicher bleibt auch mehr Hausarbeit an mir hängen.
Dafür hat er den anstrengenderen Job, der allerdings auch mehr Geld einbringt.
Aber wir sind auch nicht pingelig und ziehen eine gemütliche, vielleicht mal unaufgeräumte Wohnung einer Designer-Ausstellungshalle vor.
Ich kann "meine Sachen" machen, er "seine". Das war noch nie ein Thema.
Also, ein Geben und ein Nehmen.
w45
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Getrennt oder zusammen? Es ist sehr individuell. Ich bin für ZUSAMMEN!
Seit 5 Jahren führen wir (beide Anfang 50) eine Beziehung ohne gemeinsame Wohnung. Er hat ein Haus und kann nicht in die Stadt ziehen. Ich kann hauptsächlich wegen meiner Arbeit nicht zu ihm ziehen. Wir beide leiden darunter. Ich vermisse ihn in der Woche, wenn ich in eine leere Wohnung komme, er sagt mir, dass so eine Beziehung hat er auch sich nie gewünscht. Wir haben beide viele Freiheiten, aber keine Sicherheit, dass wir noch lange dieses getrenntes leben aushalten. Man fühlt sich nicht angekommen.
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Da ich keine 20 mehr bin und mittlerweile mitbekommen habe, dass die "große Liebe" offensichtlich doch häufiger mal nicht für die Ewigkeit hält, Umzüge Kraft und Geld kosten, kommen für mich nur noch 2 getrennte Wohnungen in die Tüte.
Wenn ich mitbekomme, wieviele Menschen nach der Familienphase wieder raus sind aus ihren tollen Immobilien, wieder alleine in Mietwohnungen ankommen und mir versichern, Haus und Ehe hätten sie nicht glücklich gemacht - ich staune...
Hat vielleicht alles so seine Zeit im Leben?
In jungen Jahren würde ich vermutlich wieder blauäugig drauflos lieben und von einer gemeinsamen Butze und Zukunft träumen.
Mit Mitte 40 verlasse ich mich jetzt lieber auf mich selbst.
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2 getrennte Wohnungen kann ein gutes Model für die "Golden Generation" sein. Wenn beide ein eigenes Leben gelebt haben, beide versorgt sind, und nun als Ü50-Paar nur noch die schönen Seiten einer Beziehung genießen möchten - ja dann sind 2 Wohnungen geradezu ideal.
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genau #12 - das ist eine hervorragende Lebensform, wenn
1. Frau keinen Versorger sucht
2. Mann keine Putzfrau sucht
3. Kinderplanung und Hausbau bereits abgeschlossen sind
4. das Leben gemeinsam genossen werden soll
Wir leben genau dieses Modell - und es ist wunderbar. Es erhält die Sehnsucht und die Eigenständigkeit, ohne jedoch Nähe, Einfühlungsvermögen und Zusammengehörigkeit zu vernachlässigen. Wir geben viel mehr aufeinander Acht und hören Zwischentöne, die im Alltag leider oft viel zu schnell untergehen. Wir geben dem anderen und uns selbst mit dieser Beziehung viel mehr, weil wir die Qualitätszeit genießen. Und wir arbeiten ständig an unserer Beziehung, weil sie uns wichtig ist. Denn beide wissen, ein Ehering oder ein gemeinsames Türschild ist kein Siegel auf Lebenszeit und keine Garantie, auf ewig glücklich und zusammen zu sein. Sondern leider oftmals eine Möglichkeit, sich gehen zu lassen und den anderen zu beschuldigen, für Dinge verantwortlich zu sein, die man eigentlich selbst bewältigen müsste. Doch zu einer solchen Beziehung gehört persönliche Reife und Respekt im Umgang miteinander.
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@ 13, und 6
In einer stabilen Beziehung kann ich das auch in einer gemeinsamen Wohnung. Es heisst ja nicht dass man jede Sekunde aufeinandergluckt. Das geht ja in modernen Berufen "mit Niveau" ja eh nicht da ja mittlerweile auch in der Fachkräfte -Ebene recht viele Geschäftsreisen anstehen. Und wenn Sie mal wieder zu anstrengend wird geh ich halt ´ne Runde laufen und hab danach den Kopf frei um das Problem gemeinsam anzugehen.
@ 11/12/13
eben, Ihr traut dem ganzen nicht. Ist auch Euer gutes Recht und für Euch dann auch eine gute Lösung. Aber wohl eben doch weil die Beziehung vielleicht doch nicht ganz so stabil ist. Und das war ja die Ausgangsfrage. Und da sehe ich es einfach nicht dass eine Bez. mit getrennetn Whgs. stabiler sein sollte sondern eher dasbewusst eingegangene Wir, ohne Netz und doppelten Boden. In unserem Alter ist gerade dies ein ungeheurer Vertrauensbeweis in eine gemeinsame Zukunft.
@9,
Auch wenn ich eine (recht junge) Fernbeziehung führe kenne ich doch die Freuden und Nöte des Zusammenlebens ,hatte ja schon eine langjährige Beziehung. Diese ist u.a. daran gescheitert dass ich zu oft beruflich unterwegs war und Sie damit nicht umgehen konnte.
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@14: Wenn ich mir unsere derzeitige Beziehung und die Beziehung anderer, die noch nicht, wie wir über 3 Jahre zusammen sind, anschaue, dann muss ich sagen, ist unsere stabiler, weil mit viel mehr Wertschätzung, Vertrauen und Gemeinsamkeiten geprägt, als viele andere. Ich gehe, unter unter 1-4 genannten Voraussetzungen davon aus, dass eine solche Beziehung langfristg auf jeden Fall stabiler ist, als Beziehungen, in denen meistens sofort der Alltag einzieht. Unsere gemeinsame Zukunft sieht hervorragend aus - muss es deshalb ein gemeinsames Türschild sein? Oder sogar nochmals heiraten? - nein!!!
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@15
Gratuliere, freut mich für Euch. Ich denke ich habe eine ebenso stabile Beziehung (auch wenns noch nicht derart lange läuft), wir leben auch noch mindestens die nächsten 2 Jahre getrennt, einfach weil alles andere viel zu schnell wäre.
Aber, ich verstehe nicht wieso diese tolle Beziehung daran gekoppelt ist zwei Wohnsitze zu unterhalten? All das kann ich doch auch mit einem gemeinsamen Türschild haben. Mit dem Bonus mehr Zeit und geld für die wesentlichen Dinge zur Verfügung zu haben weil ein gemeinsamer Haushalt eben nicht den doppelten Aufwand bedeutet.
Wertschätzung, Vertrauen und Gemeinsamkeiten haben doch nichts mit der Adresse zu tun, oder?
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Ich spreche für meine Generation 50plus, mit abgeschlossener Familienplanung (Kinder aus dem Haus) und langjährig eigenem Haus:
Auch wenn jeder sein eigenes Haus behält, heißt das doch nicht, dass man nicht den Alltag gemeinsam verbringt! Man kann eine oder zwei oder drei Wochen am Stück beim Partner sein und dann mal wieder allein bei sich zu Hause.
Es geht doch vor allem darum, dass keiner von beiden sein eigenes liebgewordenes Zuhause aufgeben muss, Möbel, Bilder...., wozu? Er behält sein Zuhause, ich behalte meines, und wir bewohnen beide gemeinsam jeweils unsere Häuser. Wenn die (erwachsenen) Kinder zu Besuch kommen, kommen sie in "ihr" Zuhause, verlieren ihr Elternhaus nicht. Das ist doch wunderbar. Ich sehe darin keinerlei Nachteil, nur Vorteile.
w53
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@16: wenn aber beide lange Ehen hinter sich haben, weiß auch jeder, dass es Dinge hinterm gemeinsamen Türschild gibt, die man nicht wirklich ausfechten möchte und dass man diesen langweiligen Alltag nicht wirklich leben möchte. Bei uns kommt hinzu, jeder sein eigenes Unternehmen mit vielen Geschäftsreisen und darüber hinaus auch noch minderjährige Kinder vorhanden sind - also alles Berührungspunkte, die einerseits Organisation (Infrastruktur von Nöten, insbesondere bei mir (w)) und auch in gestressten Situationen ebenso auch Streit vorprogrammiert ist, den wir beide nicht wollen und brauchen. Wir fühlen uns sehr wohl so, teilen unsere Sorgen und Nöte persönlich oder eben am Telefon und auch das Schöne. Derzeit brauchen wir keinen gemeinsamen Wohnsitz - vielleicht mal, wenn die Kids wirklich aus dem Haus sind aber das dauert noch - mal sehen! Gruß #15 + 13
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Getrennte Wohnungen bedeutet getrennter Alltag und getrenntes Leben -- eine viel schwächere, niedere Form der Partnerschaft. Jeder, der schonmal mit einem Partner zusammengezogen ist, weiß, wieviel näher, intimer, enger eine Partnerschaft dadurch wird und wieviel mnehr Kompromisse, Zusammenrücken, Einigungen nötig werden. Zusammenziehen hebt eine Partnerschaft auf ein neues Level.
Sicherlich können die älteren Teilnehmer hier argumentieren, dass sie genau jenes gar nicht mehr wollen, sondern eben nur eine Freizeit-, Spaß- und Fickbeziehung ohne echte Nähe und Geborgenheit, sondern mehr auf den Level eines Hobbys. Man trifft sich, wenn beide Lust aufeinander haben und sonst halt nicht. Man zelebriert falschverstandene Freiheit. Jeder wie er will. Aber Partnerschaft nenne ich das nicht, allerhöchstens Verhältnis.
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@18 Hey, gute Lösung für Euch. EinSatz macht mich jedoch stutzig:
"wenn aber beide lange Ehen hinter sich haben, weiß auch jeder, dass es Dinge hinterm gemeinsamen Türschild gibt, die man nicht wirklich ausfechten möchte und dass man diesen langweiligen Alltag nicht wirklich leben möchte"
Ist es nicht das was eine stabile Beziehung aushält? Auch den Reiz ausmacht? Du willst das dann nicht ausfechten sondern gehst in dein Haus.... Und ob der Alltag langweilig wird oder nicht liegt nun wirklich an Euch. Ich hatte in meiner langjährigen Ehe vieles, aber niemals einen langweiligen Alltag.
@17
gilt dasselbe, ist eine Form der Beziehung. Für Dich vielleicht die richtige. Aber ist Sie deshalb stabiler als in einer gemeinsamen Whg.? Ich denke nicht. Ich wollt das gewohnte nicht aufgeben, Das Netz, die Rückfalloption. Ist das das Kennzeichen einer stabilen Beziehung?
Als erwachsenes Kind ist es mir übrigens völlig egal ob in das Haus meiner Kindheit komme wenn ich meine Eltern besuche. Irgendwann geht das wegen zunehmender Bwegungseinschränkungen sowieso nicht mehr.
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@20 Kalle von 17
Ich denke, du hast mich nicht richtig verstanden. Ob zwei getrennte oder eine gemeinsame Wohnung, darauf kommt es ABSOLUT nicht an, weil man trotzdem den Alltag gemeinsam verbringen kann! Diese, sorry, etwas engstirnige und kleingeistige Ansicht, getrennte Wohnung muss auch getrenntes Leben und getrennten Alltag bedeuten, ist doch völlig aus der Luft gegriffen und unreflektiert. Und mit der Stabilität der Beziehung hat das nicht im geringsten etwas zu tun.
Überleg doch mal, du hättest 30 Jahre lang Bilder, Kunstgegenstände, Designermöbel gesammelt, dir ein Traumhaus, 180 qm, geschaffen. Deine Partnerin das gleiche, aber 250 qm voll wunderbarer Möbel und Kunst. WARUM bitte sollte einer von beiden das ganz aufgeben, nur um zwangsweise beim anderen "unterzukriechen"? Man behält eben beides, neben einem Ferienhaus. Und bewohnt beides, bzw. alle drei Wohnsitze, gemeinsam und abwechselnd. Das hat nichts zu tun mit "Netz" oder "Rückkehroption". Auf jeden Fall aber damit, dass man sich im fortgeschrittenen Alter den Luxus leisten kann, beide Wohnungen zu behalten, während man mit Mitte zwanzig oder in der Kindererziehungsphase eben jeden Pfennig umdrehen und daher eher Kompromisse bezüglich des Wohnens machen muss.
Ich betone nochmal, wenn ich Mitte 20 wäre, in meinen Ikea-Studentenmöbeln auf 50 Quadratmetern leben würde, an Familiengründung dächte, wäre es selbstverständlich, mit dem Partner zusammenzuziehen, den alten Kram wegzuwerfen und gemeinsam Neues zu schaffen. Aber nicht im oben beschriebenen Fall der etablierten Mittfünfziger.
w53
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@19: wieso meinst du, dir das Recht herausnehmen zu dürfen, Menschen derart zu beleidigen - es sei eine niedere Beziehung - nur Fickbeziehung! usw.
Sorry, aber das ist unter der Gürtellinie. Es gibt Menschen, die ihre guten Gründe auch auch langjährige Eheerfahrungen gemacht haben und nun in dieser, sehr erfüllenden Partnerschaftsform leben. Andere bringen noch nicht mal das hin - egal in welchem Alter - also bitte etwas mehr Respekt vor anderen!
@20: Wer lange Ehe gelebt hat, mit Höhen und Tiefen sowie Kindern groß ziehen, weiß was ich meine. Und oftmals zieht die Frau den Kürzeren - bei mir inkl. habe eigenes Unternehmen und dann auch noch Haus, Wäsche, für alle (inkl. Patchwork) etc. an der Backe. Nein danke - das genügt mir für mich und mein Kind. Auch möchte ich persönlich keine anderen Kinder mehr mit großziehen. Dies nur ein paar Bsp, die natürlich von Spöttern auch wieder negativ ausgelegt werden . Doch warum sollte ich mir Dinge antun, die ich genau weiß, dass ich sie nicht mehr haben möchte?! Wir sehen es doch zur Genüge bei anderen - das brauchen wir nicht! Das macht nämlich keinen Reiz aus, es reizt zu sehr die Gemüter - und die Liebe bleibt oftmals auf der Strecke. Auch darauf haben wir keine Lust mehr - dazu sind wir uns viel zu wichtig! Jeder der Ehe nochmals leben will, soll es tun - ich will es in dieser Form nicht mehr!
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@21/22
hey, ich wollte Euch nicht zu nahe treten. Natürlich gibt es gute Gründe für getrennte Whg., Eure sind durchaus eingängig und ich würde es möglicherweise genauso handhaben wenns denn möglich ist. Aber es ist doch auch klar dass eine solche Konstellation nun wirklich nicht der Normalfall sind.
Die Frage war jedoch ob solche Bezeihungen stabiler sind, und das sind Sie m.E. eben nicht. Das heisst nicht dass Eure Beziehungen instabil sind.
Auch wenn Fredericka das vielleicht etwas drastisch ausgedrückt hat, so ganz unrecht hat Sie damit nicht. Es ist natürlich unverbindlicher wenn man das gewohnte nicht aufgeben will.
Wir haben, bedingt durch die Fernbeziehung zwei Wohnungen. Deshalb ist unsere Beziehung nicht schlechter. Aber uns ist auch klar dass wenn es sich so weiterentwickelt irgendwann so sein wird dass einer oder beide Ihr liebgewordenes Wohneigentum (und Umfeld) verlassen wird um zusammenzuleben. Es wäre doch ein ziemlicher Irrsinn sich dann an demselben Ort zwei Wohnungen zu suchen, oder?
Leben ist nunmal Veränderung und das Wir ist uns allemal wichtiger als Steine.
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... 2 Jahre lang die große Liebe, dann hat er seine Wohnung gekündigt und ist in meine Nähe in eine eigene Wohnung gezogen ( 3min zu Fuß von mir weg).
Wir fanden es einfach genial, bis ... nun, bis wir voreinander davon liefen, bei jeder kleinsten Kleinigkeit in unsere eigene Wohnung zurück gingen, bis die gemeinsame Zeit immer weniger wurde, sie war plötzlich nicht mehr so wertvoll, weil wir sie ja jederzeit haben konnten.
Jeder von uns hat plötzlich mehr und mehr wieder seine eigene Macken gelebt, es war ja so einfach umzusetzen. Bei ihm lief z.B. ständig der Fernseher wegen diesen beschissenen Börsennachrichten, die natürlich immer nur schlechte Nachrichten hatten und er dann oft lautstark frustriert war.... Und da ich es bevorzuge, nicht ständig einen flimmernden Geräuschpegel zu haben, ... na ja, dann kamen z. B. auch noch die unterschiedlichen Essvorlieben wieder mehr durch. Er ist ein sehr schwieriger Esser, ich esse sehr spontan,sehr einfach und koche nicht besonders gern ... so kam eins zum anderen - wir haben uns auseinander gelebt. Nach insgesamt 4 Jahren dann die Trennung. Jetzt finde ich es gar nicht mehr lustig, dass er so nah wohnt, es tut immer noch weh - und er hat sich bereits 14 Tage nach unserer Trennung die nächste Dame geangelt. Ist jetzt schon 1 1/2 Jahre her, ich werde mich wohl für immer schwer tun wegen dieser Nähe, kann aber leider hier nicht weg ziehen und er will auch nicht mehr weg, weil er so viel Geld in diese Wohnung gesteckt hat. Schade, wo doch alles so schön begann. Mag jeder seine eigenen Schlüsse daraus ziehen und es besser machen.
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