1. Frage:
    Gefragt am: 23.07.2010, 15:30 von Gast
    Soll man in seinem Profil "verwitwet" schreiben?
    Ich habe als Mann erfahren, dass Frauen dann zum Anschreiben Hemmungen haben. Ich will doch bloß leben und habe keine Krankheit. Ich hatte meine Frau wirklich aufrichtig und sehr geliebt - aber ich bin unter den Lebenden. Meine Frau hätte es so gewollt, wie ich nun verfahre. Wie denkt ihr Frauen darüber? Ist es besser, dass ich einfach "ledig" angebe. Das stimmt ja jetzt genauso.
    Antworten:
  2. 23.07.2010 15:42
    Lieber Fragesteller,
    mit einer wahrheitsgetreuen Aussage wirst Du genau die Frauen kennenlernen, die mit Deinem Familienstand verwitwet auch leben könnten- und das ist doch Dein Wunsch für die Zukunft.
    Viel Glück für Dich

  3. #2 Gast
    23.07.2010 15:43
    Ledig ist, wer nicht verheiratet war.

    Richte Dich doch in Deiner Angabe danach, wie DU es für richtig hältst.
    Für mich wäre aber eine Frau, die mich erst anzuschreiben wagt, wenn ich nicht verwitwet sondern ledig bin, ohnehin nicht die Richtige.

  4. #3 Gast
    23.07.2010 15:54
    Natürlich musst du verwitwet angeben! Ledig ist nur, wer nie verheiratet war!
    Oder willst du mit einer Lüge beginnen?
    Klar, Witwer sind nicht jederfraus Sache. Aber - wahrhaftig zu sein währt am längsten!

  5. 23.07.2010 15:55
    Statt das eigentliche Problem durch Schummeln zu umgehen, löse lieber das Problem. Mach dir Gedanken darüber, warum die Frauen wohl Hemmungen haben, dich als Verwitweten anzuschreiben. Das ist wahrscheinlich deswegen der Fall, weil sie befürchten, dass du diese Altlast (gemeint ist damit nicht deine verstorbene Frau, sondern deine negativen Gefühle um ihren Tod) noch nicht überwunden hast.

    Die richtige Maßnahme wäre, in deinem Profil klarzumachen, dass du über ihren Tod wirklich hinweg bist. Das heißt: Kein Schwelgen in Erinnerungen im Profil und keine Schmerzäußerungen wegen ihres Todes.

    Nebenbei frage ich mich übrigens, warum es für dich als Mann so wichtig ist, dass Frauen dich anschreiben. Als Mann bist du insbesondere aufgefordert, das selbst zu machen.

  6. #5
    23.07.2010 15:56
    Hallo FS,

    nein schreibe Du verwitwet.Das käme früher oder später doch heraus. Mich persönlich würde das nicht hemmen. Jetzt wo ich mir darüber Gedanken mache wie ich es empfinde, fällt mir eine Bekannte ein.

    Sie hat auch einen Witwer kennengelernt, da wars leider so, sie musste im Prinzip mit der verstorbenen Frau leben. Verstorben ist etwas anderes wie freiwillig gehen (bei Scheidung oder Trennung) Der Status ist dann fast schon heilig. Und da kann es sein, dass Frauen zögern, die Konkurrenz der Verstorbenen ist oft zu gross.

    Ich glaube letztlich kommt es auf Dich an. Wie Du das händelst und ob Du in der Lage bist einen angemessenen Platz nach Deiner Frau einzuräumen.
    Bleib bei der Wahrheit.

    Alles Liebe und Gute

    Jeder hat letztlich schon Ehe oder Beziehung hinter sich.

  7. #6 Gast
    23.07.2010 16:09
    kurze Frage: Wie alt bist du? - ich denke, auch das ist ein wesentlicher Faktor - und auch, hast du noch minderjährige Kinder (zu versorgen) oder nicht. Auf jeden Fall würde ich verwitwet reinschreiben, alles andere ist Vortäuschung falscher Tatsache. Ledig heißt auch oft, nicht wirklich beziehungsfähig (ab einem gewissen Alter - oder wählerisch, oder nie getraut usw. ) Du hingegen, hast ein langjährige Ehe gemeistert. - Das sind alles wesentliche Aspekte.

  8. #7 Gast
    23.07.2010 16:18
    Für mich käme ein Witwer nicht (mehr) in die nähere Auswahl. Ich würde dir allerdings empfehlen bei der Wahrheit zu bleiben. Die kommt früher oder später ans Licht - und dann - wer einmal lügt dem glaubt man nicht! Zu Recht!

  9. #8 Gast
    23.07.2010 16:34
    Bei einem Witwer hat Frau wenigstens die Gewähr, dass keine blöde oder geldgeile oder eifersüchtige Ex mehr auftaucht und ihn zurück haben will, ihn abzockt oder sonst wie psychisch schädigt. So schlimm ist also der Gedanke nicht. Schlimm wird es nur, wenn ER eine Ersatzmama für seine Kinder sucht - das würde und habe ich mir dann auch überlegt, denn diesen Schuh wollte ich mir nicht anziehen.

  10. #9 Gast
    23.07.2010 16:38
    Ich sehe das genauso wie es in den meisten Beiträgen hier geäussert wurde:

    Bleib unbedingt bei der Wahrheit. Vorspiegelung falscher Tatsachen ist kein guter Beginn für eine Beziehung. Ich würde unterstellen, dass jemand, der schon von Anfang an schwindelt, es generell mit der Wahrheit nicht so genau nimmt und dann auch später schwindelt.

    Eine Frau, die keinen Witwer als Partner will, würdest du dann vor den Kopf stoßen, wenn du ihr die Wahrheit "gestehst".

    Ich selbst bin seit einem halben Jahr sehr glücklich mit einem Witwer liiert, und mir ist ein Witwer allemal lieber als ein Mann der nie verheiratet war oder geschieden ist.

    w53

  11. #10 Gast
    23.07.2010 17:02
    Ich finde auch, dass Du Witwer angeben solltest.

    Während meiner aktiv suchenden Zeit hatte ich auch 2 Kontakte mit Witwern. Einer hatte seiner verstorbenen Frau einen Hausaltar mit großem Foto, brennender Kerze und immer frischen Blume im Wohnzimmer errichtet, hat mir aber "angeboten", dass er es möglicherweise ändern könne, wenn wir näher in Kontakt blieben......

    Der andere Witwer hat mir einen ganzen Abend lang von seiner verstorbenen Frau vorgeschwärmt, welch tüchtiges Wesen sie doch war, obwohl sie keinen akademischen Abschluss hatte, wie er. Was sie nebenbei alles noch so gemacht hat und wie fröhlich und freundlich sie immer war usw.

    Wie auch immer. Beide Kontakte haben sich nach dem ersten Treffen erledigt. Es lag allerdings nicht ur an dem Vorgenannten. Wir hätten auch so nicht zueinander gepasst. Ich halte es dennoch für sehr schwer, immer gegen den Schatten einer "glorifizierten" Person ankämpfen zu müssen. Ich glaube, das hätte ich auf Dauer nicht gekonnt/ gewollt.

    Dennoch wirst Du eine geeignete Partnerin finden. VVielleicht ist sie ja auch verwitwet und ihr habt eine ähnliche Vorgeschichte. Ich wünsche Dir viel Glück.

  12. 23.07.2010 17:10
    Lieber Fragesteller! Du MUSST unbedingt "Witwer" angeben, denn die WAHRHEIT ist am wichtigsten. Sonst kann es Dir passieren, dass alles perfekt passt und die Frau im Moment des Ertappens der Lüge auf der Stelle geht -- zuu Recht!

    Sollte ich einen Kandidaten oder Partner bei einer so frappierenden, lebenslaufentscheidenden Lüge erwischen, wäre meine Toleranz genau Null.

  13. #12 Gast
    23.07.2010 17:37
    Wahrheit hin, Wahrheit her....

    Ich habe mich bei dieser Frage dabei erwischt, dass ich tatsächlich auch schon bei verwitwet gezuckt habe und deswegen nicht von mir aus eine Anfrage gemacht hätte.

    Meine Aussage hier, ist auch einfach nur ehrlich! Also die pure Wahrheit!

    Und es haben nicht alle hier so ein klares, geregeltes und immer und ewig straightes Denken, es sind ein paar reale Frauen dabei, die eben auch mal (falsch?) menschlich denken. ich bin mir aber total sicher, dass ich spätestens nach der ersten Korrespondenz, die mir Sympathie vermittelt, dieses Zucken nicht mehr hätte!!!

    Tja, nun entscheide Du lieber FS, welche Sorte Frauen Du bevorzugst - Du mußt mit ihr leben wollen :-)

  14. #13 Gast
    23.07.2010 18:04
    Meine Partnerin ist "unschuldig" zur Witwe geworden, weil sich ihr Mann (Spielsucht) das Leben genommen hat (3 Kinder sind zu Waisen geworden). Sie hat in ihrem Profil VERWITWET angegeben und das fand ich ganz einfach toll.

    m, 53

  15. #14 Gast
    23.07.2010 18:24
    Ich empfinde es nicht als Lüge, wenn ein Witwer sich als "ledig" darstellt. Jeder hat in der Vergangenheit tief geliebt, egal ob es mit dem Tod oder mit einer Trennung endete.

    Ich wolte auch nicht mit einem "Witwer" zusammen sein sondern mit einem Mann, der seine Vergangenheit "aufgearbeitet" hat (natürlich wird die verstorbene Frau auch weiterhin eine Bedeutung in seinem Leben haben) und offen für eine neue Beziehung ist.

    Kölnerin (37)

  16. #15 Gast
    23.07.2010 18:27
    Auf die Idee, dass "Witwer" ein Hinderungsgrund, einen Mann anzuschreiben sein könnte, wäre ich nie gekommen!

    Es ist richtig, ich zögere bei "ledig", denn ab einem bestimmten Alter (etwa 45+) sollte ein Mann schon mindestens eine längere Beziehungserfahrung gemacht haben. Ein Witwer dagegen, gerade auch wenn er bekennt, seine Frau sehr geliebt zu haben, ist für mich ein Mann wie jeder, der geschieden oder getrennt schreibt. Also interessant - und liebesfähig!

    Ich hatte mal eine zweijährige Beziehung mit einem Witwer, dessen Frau erst 6 Monate vorher gestorben war. Sie waren glücklich verheiratet, er hatte ihren Tod nicht leicht genommen. Aber er war dem Leben zugewandt, genau wie Du, lieber FS, sah er sich "unter den Lebenden". Unsere Beziehung profitierte von seinen Erfahrungen, er hatte begriffen, dass alles "endlich" sein kann und verhielt sich entsprechend. Am Ende scheiterte unsere Liebe an anderen Dingen.

  17. #16 Gast
    23.07.2010 18:41
    Dass du als Witwer so eine derartige Frage formulierst würde mich schon stutzig machen! Schließlich weiß jeder erwachsene Mensch ab einem gewissen Alter, dass "ledig" etwas anderes bedeutet!
    Gibst du bei deiner Steuererklärung auch "ledig" an?

    Ich gehe mal davon aus, wenn jemand nicht einmal seinen Familienstand korrekt angeben mag, dann stecken dahinter doch ganz trifftige Probleme! Du solltest dich somit fragen, was dein eigentliches Problem ist!

    Ich würde einen Mann der bereits zu Beginn schummelt sofort aussortieren!

  18. 23.07.2010 18:59
    @ #17:

    Deine Antwort schließt doch Unterstellungen ein, die der Formulierung des FS auf keinen Fall zu entnehmen sind.

    Der FS ist Witwer und unsicher, möchte bei der Partnersuche nichts falsch machen, hat keine Erfahrung mit der Online-Suche. Das ist doch wohl klar erkennbar.

    Und er fragt hier, wie er es richtig machen soll. Darauf sollten wir alle antworten und ihm keine Probleme oder vorsätzliche Schummeleien unterstellen.

    Für mich ist ein Witwer auf jeden Fall erst einmal grundsätzlich als beziehungsfähig einzuordnen. Ob dann die Frau zu ihm paßt, dass wird sich heraus stellen.

    Lieber FS, du kannst ruhig auch mutiger sein und selbst die Damen anschreiben. Hier fahren die 'Züge' auch in beide Richtungen!

    Nur Mut und viel Glück.

  19. #18 Gast
    23.07.2010 20:27
    @18 Das ist ja das Bedenkliche: bei solchen Fakten darüber nachzudenken, unsicher zu sein, ob man vielleicht doch besser lügen sollte! Auf so eine Idee kann man ja nur kommen, wenn man als Witwer entsprechende negative Erfahrungen mit seinem Familienstand gesammelt hat!

  20. #19 Gast
    23.07.2010 20:56
    Danke an alle Ratgebenden

    Ja, ich hatte genau die negative Erfahrung gemacht. Danke erstmal für die lieb gemeinten Antworten. Ich habe sie alle gelesen und werde auch die nächsten lesen wollen.

    Mir ist jetzt klar, dass ich verwitwet wieder reinschreibe und habe wieder zurück geändert. Ich lasse mich nicht anschreiben - mich schreibt keine an .. ich schreibe von mir aus an. Und da hatte mir eine Frau geantwortet, dass sie wegen des Wortes "verwitwet" beinahe nicht zurück geschrieben hätte.

    Also sah ich mich als Aussatz, vor dem man Angst haben muss. Meine Frau ist erst 8 Wochen tot. Bestimmt jetzt wieder Anlass zur Diskussion - aber wir hatten uns schon zu Lebzeiten oft gesagt, was sein soll, wenn einer vorher gehen muss. Wir hatten keinen Grund dazu - wir hatten es einfach nur gemacht. Noch einmal, ich habe sie sehr geliebt ...und dass mit 20 Jahren bis jetzt.

    Grund vielleicht, weil wir den Tot oft genug fürchterlich erleben mussten und dann es nicht wieder falsch machen wollten.

    Ja, so ist es nun mal .. ich habe mich innerhalb 8 Wochen radikal geändert ... es bleibt mir ja auch nichts anderes übrig, wenn man nicht zu Grunde gehen will.

    Ich werde meiner zukünftigen Partnerin den Vergleich ersparen .. ich suche das Gegenteil von meiner Frau, um erst gar nicht in den Vergleich zu kommen.

    So, war jetzt eine lange Antwort auf vieles ... aber ich war beeindruckt, wie viel hier geschrieben haben.

    Dafür noch mal danke .. auch wenn es manchmal recht negativ rüber kam .. aber das war mir schon klar, dass ich mit meiner Frage mir nicht nur Freunde mache.

    liebe Grüße an alle
    der Witwer (so mag ich mich trotzdem ungern bezeichnen - aber gut ... bin ich ja nun mal)

  21. 23.07.2010 21:10
    @#20: Deine verstorbene Frau ist erst seit 8 Wochen tot und du suchst hier schon wieder nach einer neuen Partnerin?

    Unfassbar!

  22. 23.07.2010 21:16
    Ich sehe das allerdings auch ganz so, wie ThomasHH! 8 Wochen! Da hatte ich ja noch nicht einmal realisiert, dass mein Mann wirklich tot war!

    Schon eine ganz besondere Art von Liebe muss das bei euch gewesen sein.

    Bin entsetzt!

  23. #22 Gast
    23.07.2010 21:19
    Es erstaunt mich immer wieder, wie Männer eine "Liebe" im Turbotempo emotional entsorgen können..................
    Mein Vater hatte 3 Monate nach dem Tod meiner Mutter und fast 40 Jahre verheiratet, schon wieder eine Neue! Das hab` ich ihm nie verziehen, auch dann nicht als die Dame es nur 6 Monate mit ihm aushielt.

  24. #23 Gast
    23.07.2010 21:36
    Ja, unfassbar, dein Bekenntnis Fragesteller!

    Ich ziehe grundsätzlich einen großen Bogen um Witwer. Hatte einmal das zweifelhafte Vergnügen das andere Extrem eines Witwers kennenzulernen.
    Nach einem ersten Besuch bei ihm bat er mich, ihm beim Beziehen des Bettes zu helfen. Ich schlief, da es spät geworden war, in seinem Gästezimmer (kein Sex!). Dabei stellte ich fest, dass die Schränke noch mit den Klamotten seiner verstorbenen Frau gefüllt waren und das Badezimmer gut bestückt war mit ihren Crems und Kosmetika. Die Dame war allerdings bereits 4 Jahre tot!

    Ich hab` mich dann am nächsten Morgen Aufnimmerwiedersehen verabschiedet.

    Mir scheinen diese extremen Verhaltensweisen der Herren Witwer, sowohl in die eine als auch in die andere Richtung, äußerst ungeeignet zu sein, für eine verbindliche Beziehung.

  25. #24 Gast
    24.07.2010 10:37
    @23: Sorry, aber es geht dich schlichtweg nichts an, was dein Vater tut bzw. tat - genausowenig wie er wohl bei Dir in eine Partnerschaft hätte reinreden dürfen!

    Wir wissen die Umstände des Todes nicht - vielleicht war es absehbar (wg. Krankheit) und beide konnten in dieser Zeit voneinander Abschied nehmen. Warum sollte er dann nicht nach einer neuen Partnerin "Ausschau" halten". Ihr immer mit euren nichtverarbeiteten Altlasten. Wenn er sich frei fühlt, soll er suchen. Wird er fündig und es passt, gut für ihn und gut für sie.

    Dir, FS jedenfalls viel Glück!

  26. #25 Gast
    24.07.2010 12:09
    Lieber Fragesteller (ich bin auch die #10), ich will Dir gerne glauben, dass Du dem Leben zugewandt bist, allerdings erscheint es mir auch total verfrüht, dass Du Dich bereits jetzt wieder auf die Suche machst. Das signalisiert mir, dass Du Jemand bist, der nicht in der Lage ist, für sich alleine zu sorgen, der nicht kochen, putzen, waschen und bügeln kann und der somit eigentlich eine.........Haushälterin sucht. Das werden sich so viele Frauen nicht antun wollen. Spätestens, wenn Du sagst, dass Deine Frau erst seit 8 Wochen tot ist, werden mindestens 90% (wenn nicht sogar mehr) Deiner Kontakte sofort beendet sein.

    Mich wundert auch, dass Du nun "das Gegenteil von Deiner Frau suchst! Warum eigentlich. Der Mensch, den man sich an seiner Seite wünscht, soll doch bestimmte Wesenszüge oder optische Merkmale haben. Ich zähle mal mal -völlig willkürlich- auf: Schlagfertig, fröhlich, freundlich, kann gut kochen, mittelblond, grüne Augen, mittelgroß, großer Busen, liest gerne, verreist gerne, singt in einem Chor, spielt ein Instrument. Wie gesagt, völlig willkürlich aufgezählt und ohne Wertung. Jetzt suchst Du also das Gegenteil, damit sie sich nicht immer dem Vergleich mit Deiner Fau stellen muss.

    Bist Du sicher, dass Du sie dann (auch) lieben könntest oder ist es wirklich so egal, wie der Mensch ist, Hauptsache, Du bist versorgt? Das kann ich nicht wirklich glauben.

    Sei um Deiner künftigen Partnerin willen ehrlich zu Dir selbst. Selbst, wenn Du jemanden suchst, der sich einfach um Dich kümmert, weil Du nicht gut alleine zurecht kommst, wird es sicherlich eine Frau geben, die genau das sucht. Aber sei ehrlich und bleibe authentisch!

  27. #26 Gast
    24.07.2010 14:51
    Ach, das war jetzt doch alles hart zu lesen. Gebe ich nun mal zu. Wer liest schon gerne, dass er ein A r s c h in den Augen anderer ist? Bei den Antworten teilweise gibt es leider kein anderes Wort.

    Vielleicht sage ich einfach mal etwas. Garantiert nicht um mich rein zu waschen in diesem Forum. Warum auch? Ich mache hier kein Verbrechen! Nur weil ich mein Leben mit jemanden Liebes teilen will? Weil ich mein Leben nicht wegwerfe? Keine Anstandszeit einhalten will.

    Also erst einmal:

    Wie sehr ich sie geliebt habe und immer noch liebe weiß nur ich - sorry.
    Wie sehr ich auch dabei leide, weiß auch nur ich (und ganz vertraute Menschen).
    Was ich alles in den letzten 8 Wochen gemacht habe und noch mache, um mich nicht zu verlieren, ahnt keiner hier. Aber es ist in dieser kurzen Zeit tatsächlich gelungen. Darüber bin ich soooo froh.

    Übrigens: ich kann perfekt bügeln (auch Oberhemden), kann gut kochen, Klos putzen, Wäsche waschen, den Haushalt organisieren und den großen Garten pflegen. Hatte ich auch zu Lebzeiten meiner Frau selbstverständlich gemacht.

    Ich gebe aber zu, dass ich mir in den nächsten Wochen eine bezahlte Hilfe einmal die Woche für drei Stunden kommen lassen werde. Leider muss ich eben nebenbei auch Geld verdienen.

    Meine Frau war nicht krank. Es war der Sekundentod - ein Herzinfarkt, der nicht zu verhindern war (es trifft leider auch sehr viele Frauen - und die Vorzeichen sind mehr als vage - kaum zu erkennen - liebe Frauen informiert euch bitte über das Internet über Herzinfarkt bei einer Frau: WIRKLICH WICHTIG!!!).

    Wir hatten nichts von geahnt - so durften wir bis zuletzt glücklich sein - und das waren wir insgesamt 29 Jahre. 4 Tage zuvor hatten wir über den Tod gesprochen und wie dann alles sein sollte. Sehr detailliert. Für viele Menschen unvorstellbar - für uns war das "normal" (und gut, dass wir es getan hatten). Meine Tochter (19) hatte gesagt: Papa, ich bin so froh, dass ich Glauben darf.

    Wir wissen, dass es ein Wiedersehen für uns geben wird. Und auch darauf freue ich mich schon jetzt. Egal, wie es sein wird.

    Meine Kinder (19; 22) wollen, dass ich schon jetzt wieder suche, obwohl auch sie ihre Mutter sehr geliebt haben. Das wurde von beiden klar gesagt. Also keine Gefahr für die Psyche meiner Kinder. Wir reden über alles offen und ehrlich.

    Auch die Mutter meiner Frau will es und hat es mir gesagt und auch meine liebe Schwägerin, die nun mehr davor Angst hat, dass wir uns verlieren. Was aber nicht geschehen wird - dafür sorge ich.

    Was war noch? Ach ja das Gegenteil von meiner Frau. Na gut, hier meinte ich es wohl doch anders - ich habe da noch mal überlegt. Ich meinte damit, dass es keinen Zwang gibt, den ähnlichen Menschen zu finden. Weil jeder Mensch auf seine Art liebenswert ist.

    Ich bin zwar momentan sensibler, als ich es vielleicht möchte. Aber sensible Männer müssen ja nicht schlecht sein. Ich habe noch einmal sehr hart gelernt, dass das Leben sehr wertvoll ist. Meine liebe Frau hat es mir sehr deutlich gemacht - und damit mir und meinen Kindern eine unglaubliche Stärke geschenkt.

    Ach, es gäbe ja noch so Einiges, was wahrscheinlich das pure Entsetzen hier auslösen würde :-D. Aber ich will da mal nicht mich und euch zu sehr belasten. Ich bin halt extrem und nicht angepasst - und trotzdem habe ich unglaublich viele herzensgute Menschen um mich. Die nicht nur in guten Zeiten zu uns stehen sondern gerade jetzt. Und das so intensiv und so von vielen und unterschiedlichen Seiten, dass ich schon von daher eine Verantwortung spüre, wieder da zu sein. Das ich wieder den Menschen das geben kann, was ich zuvor auch geben konnte.

    So, ich werde jetzt dieses Forum verlassen und bedanke mich ehrlich an die, die einfach nur helfend antworten wollten (ohne Vorurteile - einfach so) . Besonders an 18 Angeline und 25 danke.

    lieben Gruß an alle
    der Witwer (51 Jahre; gehe aber locker für 40 durch - fremde Aussagen :-))

  28. #27 Gast
    24.07.2010 15:12
    Lieber Fragesteller, ich glaube wirklich, dass Du derzeit eine sehr dünne Haut hast. Das ist sicherlich auch berechtigt. Niemand, aber wirklich niemand in diesem Forum hat auch nur ansatzweise geschrieben, dass Du in deren Augen ein A r s c h bist, wie Du es formuliert hast. Es haben alle versucht, Dir zu erklären, WARUM Fauen so reagieren, wie sie ja auch bereits reagiert haben.

    Ich glaube, dass Dir alle hier wünschen, dass Du diesen schweren Schicksalsschlag, den Du erleben musstest, bald überwinden kannst, allerdings finde es viele befremdlich, dass Du schon so bald versuchst, eine neue Partnerin zu finden. Jeder, der selbst Ähnliches erlebt hat (sei es durch Tod oder Scheidung) weiß, dass der Mensch eine gewisse Zeit benötigt, um die Trauer zu verarbeiten. Und da erscheint vielen -auch mir- dass 8 Wochen eine viel zu kurze Zeit sind.

    Dennoch wünsche ich Dir viel Glück(bin #10 und #26)

  29. #28 Gast
    24.07.2010 15:29
    Ein verwitweter Mann würde mich nie und mimmer abschrecken, wozu auch.
    Ich finde es auch grotesk wie hier argumentiert wird, warum glauben die meisten ein Urteil abgeben zu können aufgrund von anfänglich wenigen Informationen. Es ist einfach UNGLAUBLICH was man hier teilweise vorgesetzt bekommt!!

    An den FS:
    Du und nur du kennst die Situation, es ist dein Recht einen neuen Partner zu suchen, deine Frau hätte es sicher auch so gewollt. Und du machst es mit dir aus wann der richtige Zeitpunkt ist. Es gibt auch keinen richtigen oder falschen Zeitpunkt!!
    Lass dich nicht von irgendwelchen weltfremden Meinungen aus der Ruhe bringen.

    Ich wünsche dir alles Glück!

    w (45)

  30. #29 Gast
    25.07.2010 17:00
    Lieber FS, ich (63 verwitwet) haben meinen jetzigen Mann ebenfalls nur 3 Monate nach dem Tod seiner Frau kennengelernt. Allerdings hatte sie Krebs und mein Mann hat sie 3 Jahre - betreut und gepflegt und er sehnte sich nach ihrem Tod so sehr nach Leben, nach Freude, nach Lachen - nach all den Jahren der Trauer und des Schmerzes.

    Mach Dir keine Sorgen, wer zu Dir passt, wird Dich auch verstehen. Wir haben die Verstorbene in unser Leben einbezogen. Wir gehen gemeinsam zum Friedhof und sprechen auch mit unseren Kindern (jeweils 1 Tochter) sehr viel über ihren verstorbenen Elternteil. Trotzdem sind wir -ohne schlechtes Gewissen und in dem Bewusstsein, dass die Verstorbenen es so für uns gewollt hätten - überglücklich, dass wir einander gefunden haben.

    Lass Dich nicht entmutigen, hier gibt es sehr viele Leute, die urteilen ohne zu verstehen und die ihre eigenen Unzulänglichkeiten und Frustrationen in Hasstiraden auf andere zu bewältigen versuchen. Ich wünsche Dir jedenfalls alles erdenklich Gute und viel Kraft.

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