- Frage:
Überlebensfähig nur noch mit Medikamenten. Haben wir eine Zukunft?Es war Liebe auf den ersten Blick. Beim vierten Date gestand er (48) mir (53w), dass er vor fünf Jahren eine Krebsoperation hatte und sich seitdem nur noch mit Medikamenten (mit entsprechenden Nebenwirkungen!) "über Wasser" halten kann, damit die Organbeeinträchtigung ausgeglichen wird. Metastasen sind nicht vorhanden. Natürlich war ich zunächst geschockt, Tatsache ist aber, dass wir uns extrem gut verstehen und uns daher eine gemeinsame Zukunft vorstellen können. Mein Bauchgefühl sagt J A, der Verstand eher nein... Können oder sollen wir unserer Zukunft dennoch eine Chance geben?Antworten: -
JA. Auf jeden Fall.
Auch, wenn Sie zunächst geschockt sind. Krankheiten passen nicht in das Bild vom Glück.
Aber, wenn Sie sich beide gut verstehen, sich verliebt haben, es irgendwann richtig tiefe Liebe wird, was ist ein besseres Medikament gegen alles?
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Ihr seid doch keine 18 mehr, wo man glaubt, man wäre unsterblich. Jeder von uns hat in einem gewissen Alter (ich mit 37) schon eine schwere Krankheit oder einen Unfall hinter sich - ihr wollt sicherlich auch keine Kinder mehr oder sonst etwas. Sondern einfach das Leben leben, genießen und lachen! Dann tut es - vor allem, die OP ist ja schon länger her. Hätte er nun Bluthochdruck, müsste er auch Medikamente nehmen - wer weiß von uns schon, ob er morgen vielleicht krank wird und plötzlich umfällt.
Genießt es, so lange es sich gut anfühlt - viel Spaß dabei!
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PS. Ich bin die ehemalige Nr.1
Ich kannte mal jemanden, der mich schwer beeindruckt hat. Menschlich gesehen, er war weltgewandt, offen für alles, unternehmungslustig, für mich und für andere ein 100%iger toller Mensch. Sicherlich auch mit Fehlern.
Er hatte Bauchspeicheldrüsenkrebs. Operiert, Bestrahlung, Medikamente, er ist zuckerkrank, muss sich spritzen.
Aber ich kenne kaum einen Menschen, der so viel Leben ausstrahlt und auch Freude am Leben hat.
Er ist beruflich sehr erfolgreich, reist gerne, ist manchmal ein kleiner Junge, machmal zu nachdenklich. Facettenreich ohne Ende.
Und er hat eine Frau kennengelernt. Die ihn liebt, auch wenn er mal unterzuckert ist. Er muss oft zur Nachsorge, hat sicherlich immer wieder Angst. Aber er lebt mit seiner Krankheit und ich glaube, er ist glücklicher, als manch anderer.
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Ob ihr eine Zukunft haben werdet hängt auch von dir ab!
Wenn du ihn "liebst" gib ihm eine Chance.
Vielleicht werdet ihr zusammen noch ein paar gute Monate oder Jahre verleben. Wer weiss das schon. Wenn diese Zeit emotional in die Tiefe geht, wird sie dein Leben unersetzlich bereichern.
Für Liebe ist Krankheit kein Ausschlußkriterium - im Gegenteil, sie kann heilende Kräfte mobilisieren.
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Liebe Fragenstellerin,
ich stimme meinen Vorgängern im Forum zu - nur einen Punkt gibt es vielleicht zu bedenken: Falls die Grunderkrankung des Herren seine Lebenserwartung beträchtlich einschränkt, solltest Du Dir darüber im klaren sein, dass es nach einigen wundervollen Jahren zu einer Trennung durch Tod des Partners kommen kann. Wenn Dir das nichts ausmacht, dann genießt Eure wundervolle Zeit, denn Liebe obsiegt alle Gebrechen, kann aber die Biologie einer bösartigen Erkrankung nur wenig beeinflussen. Trotzdem - genieße die Zeit mit ihm.
Mit freundlichen Grüßen - Niko m(25) 7E22AC77
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agathachristie
Unbedingt eine Chance geben und das Leben geniessen, wir sterben alle einmal... Ich empfehle folgende Lektüre: Krebszellen mögen keine Himbeeren und das Kochbuch dazu, Richard Beliveau und Denis Gingras, sehr wissenschaftlich, interessant und hiflreich, viel innere Arbeit und QI Gong helfen auch. LG
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Liebe Fragestellerin! Du musst wissen, ob Du mit seinem frühen Tod leben könntest und darüber wegkämest. Manche sind da tapfer, andere leiden über viele Jahre. Gerade bei Bauchspeicheldrüsenkrebs sind die 10-Jahres-Überlebensraten sehr niedrig.
Ich persönlich würde mich wohl nicht auf eine Beziehung einlassen, wenn ich noch wie Du im Stadium "verstehen uns extrem gut" wäre und noch nicht im Stadium "Hals-über-Kopf verliebt". Solange Du Dich da noch emotional heil rauswinden kannst, tue es.
Wenn Du bleibst, sei Dir im Klaren, dass Du höchstwahrscheinlich einen Mann in den Tod begleiten wirst, ihn beim Sterben zuschauen und mit ihm leiden wirst. Das sagt sich einfacher, als es in der Praxis ist und kann einen ein Leben lang verfolgen. Wenn man es vermeiden kann, sollte man das vermeiden. Wenn es die Familie oder den geliebten Partner betrifft, kann man es nicht vermieden und dann ist es schlimm genug.
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Jetzt haben sich alle für den Kranken stark gemacht - und da kommt die kluge Frederika und macht alles kaputt!
Böse Frederika!
;-)
Ob Du am Ende also auf Deinen Bauch (resp. Herz) hörst oder Deinen Verstand - diese Entscheidung kann Dir tatsächlich niemand abnehmen, auch hier nicht.
Aber der ist eh' zu jung für Dich. Was willst Du denn mit so'nem Jüngling?
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Manticore/ m47 / 7E296043
(kein Premium-Mitglied - kann Nachrichten weder lesen noch beantworten. Sorry.)
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Lieber Manticore! Willkommen im Forum! Eine Menge schöner Beiträge!
Ja, ich war mal wieder der Party-Pooper. Aber ich rede Tacheles. Ich bin mir sicher, dass viele sich in der Realität nicht darauf einlassen würden und es nur nicht wagen zu sagen. Politisch-korrektes Gerede ist leicht, aber so zu leben, sehr schwer. Ich habe meine Großmutter an Krebs siechend eingehen sehen und war am Tage Ihres Todes da. Kein schönes Erlebnis. Sicher würde ich das auch für meinen Partner machen, wenn es ein Partner ist, den ich innig liebe und mit dem mich viel Vergangenheit verbindet. Aber sich freiwillig und bewusst ohne Not und Schicksal darauf einlassen? Nie und nimmer. Das kann man einfach guten Gewissens niemandem raten. Wer noch mit dem Kopf denken kann und noch nicht mit dem Herz verfallen ist, der sollte sich von solchem Kummer fernhalten.
Hier suchen doch alle einen Partner für Verliebtheit, Aktivität, Sexualität, Zukunft -- um nicht alleine alt zu werden, um jemanden an der Seite zu haben, auf den man sich verlassen kann.
Mit einem todkranken eine Partnerschaft einzugehen, bedeutet eher das Gegenteil: Man wird doch alleine alt werden, wird im Alter wieder alleine dastehen und noch schwerer jemanden finden, wird einen grausamen Tod miterleben und einige Jahre seines Lebens mit Leiden und Kummer befrachten.
Wenn Schicksal das ergibt, es das hart genug. Wenn man die Wahl hat, sagt man dazu nein.
Wie gesagt: Ich hasse politische Korrektheit und ich erlaube mir, Tacheles zu reden. Das tut manchem weh, aber die Wahrheit ist immer noch am hilfreichsten.
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Hallo Frederika,
wenn ich es recht verstanden habe hat der Bekannte der Fragestellerin keinen Bauchspeicheldrüsenkrebs, sondern der Bekannte von #1 / #3. Deshalb kann seine Lebenserwartung im Einzelfall schon etwas besser aussehen (genaueres dazu können wahrscheinlich nur seine Behandler sagen, wenn überhaupt). Natürlich hatte er dennoch eine anscheinend schwere Krebserkrankung und das Thema "Lebenserwartung" ist nicht vollständig entkräftet - wie man damit umgeht ist sicher immer individuell.
Eva (38)
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Wenn jeder so dächte wie Frederika, könnte ich mir gleich die Kugel geben. Habe Krebs rezidiv mit der Juni09-Prognose, noch 14 Tage zu leben. Als ich mich endlich von meinem Mann trennte bzw. er sich von mir, bin ich auf verblüffende Weise "gesundet" und lebe immer noch und immer besser. Die Metastasen verhalten sich auf einmal ganz lieb und ruhig, und bis auf die Nebenwirkungen der Tabletten (Gelenke) geht es mir super. Ich ignoriere den Krebs, lebe genau wie alle anderen Menschen meines Alters mit allen Genüssen usw. und baue mir gerade ein neues Leben auf. Zu dem soll eines Tages auch wieder ein Mann gehören.
Gerade bei Krebs vollbringt die Seele wahre Wunder, und an die glaube ich nicht nur, sondern ich beziehe sie in meine Perspektiven mit ein. Mein Mann war schlecht für meine Seele und meinen Körper, das Alleinsein tut mir gut, aber noch besser wird es mir erst gehen, wenn ich wieder in Zweisamkeit lebe.
Derjenige, den ich noch finden werde, kann morgen einen Schlaganfall bekommen und auf mich angewiesen sein oder einen Herzinfarkt oder eben auch Krebs oder einen Unfall haben. Gesund ist man nur so lange bis es einen trifft. Das kann schneller gehen als viele meinen.
Ich gehe nicht mit meiner Krankheit hausieren, aber wenn ich mir sicher bin, daß der Mann zu mir paßt und wir uns wirklich mögen, dann sage ich ihm das, und ich gehe davon aus, daß wir trotzdem zusammen bleiben werden. Diesen Optimismus lasse ich mir nicht nehmen.
Ich habe selbst einen Mann in den Tod begleitet. Natürlich ist das eine riesige Belastung, aber ich möchte diese Zeit nicht missen und bin heute dankbar dafür, das für ihn getan zu haben. Ich weiß, es sollte so sein, daß ich es war, die ihm beistehen sollte. Da glaube ich einfach mal ans Schicksal. Zufälle gibt es nicht, und manchmal bekommen wir eben Aufgaben gestellt, die wir lösen sollen. Ich kann mir durchaus vorstellen bzw. habe es sogar im Gefühl, daß nicht der neue Partner MICH in den Tod begleiten wird, sondern wieder ich IHN. Dafür fühle ich mich in jeder Beziehung stark genug.
w., 59
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Es gibt auch kerngesunde Männer, die mit Mitte 50 einfach umfallen. ;)
Das ist dem Vater meiner besten Freundin passiert und meinem Onkel.
Beides sehr attraktive und erfolgreiche Männer ohne bemerkenswerte Vorerkrankungen.
Das zum Thema Lebenserwartung.
w/31
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Ich finde so ein taktieren wie Frederika es anspricht wirklich sehr herzlos. Wenn ich jemanden mag und mein Herz schon bei ihm ist, würde ich ihn bestimmt nicht aus Vernunftgründen verlassen, weil er möglicherweise viel früher sterben könnte, als ich.
Und das wissen wir in diesem Fall auch gar nicht, denn der Mann hat ja aktuell keinen Krebs mehr, sondern Nachwirkungen davon. Außerdem stimmt es doch, dass eine gesunde Seele und ein glückliches Leben sich auch sehr günstig auf den Körper auswirken kann.
Es kann jeden Tag mit jedem etwas passieren. Es kann auch der Mann in den ich morgen unsterblich verliebe, nach einem Jahr Beziehung die Diagnose Krebs ohne Heilungschancen bekommen. Da würde ich doch auch nicht auf dem Absatz kehrt machen.
w,54
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@#13 Ich habe nicht taktiert. Lasse bitte diese Wortverdreherei. Ich habe ausdrücklich unterschieden zwischen noch keine Beziehung und Partnerschaft. Ich habe niemals von verlassen gesprochen, sondern nur gesagt, dass man bei der Partnersuche und in der Kennenlernphase durchaus aus solchen Gründen Nein sagen kann. Wir alle suchen unser Glück, nicht aber Probleme. Nur weil man sich mit jemandem gut versteht, muss man ihn nicht trotz aller Widrigkeiten zum Partner machen.
Ich bleibe dabei: Herz, Bauch und Kopf verwenden bei der Partnerwahl. Jeder hat nur ein Leben.
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Liebe Fragestellerin
Wie schön für euch, Liebe auf den ersten Blick. Da ist euch ja was nicht alltägliches passiert. Und Dein Partner ist auch nicht alltäglich. Ich finde es ganz toll von ihm, Dich ins Vertrauen zu ziehen, und Dir die Möglichkeit zu geben, Dich zu entscheiden. Das ist ihm ganz bestimmt nicht leicht gefallen. Hut ab.
Jetzt stehst Du vor einer wichtigen Entscheidung. Auf Deinen Bauch kannst Du Dich verlassen, der ist immer ehrlich. Was man vom Kopf nun absolut nicht sagen kann. Der ist immer am werten und am selektieren, dafür ist er ja da. Aber Du alles mögliche gefiltert wird, kann man sich nicht unbedingt auf ihn verlassen.
Du hast jetzt die Möglichkeit, eine außergewöhnliche Erfahrung zu machen. Keiner weiß, wie sich das mit der jetzt behandelten Krebsbehandlung weiter entwickelt. Keiner! Es ist einfach alles möglich.
- Man kann sein Leben nicht verlängern, nur vertiefen -
- Gorch Fock -
Du kannst mit diesem Menschen Tiefe erreichen. Das ist etwas sehr, sehr wertvolles. Es ist eine ganz andere Ebene als Fun und Spaß und bloß keine Probleme.
Es wäre schon ganz gut, wenn Dir bewußt würde, wieso Dein Kopf Nein sagt. Sind es die hier aufgeführten Befürchtungen? Die Frage ist, welche Bedeutung Du Deinem Kopf beimisst. Mir sind emotionale Gefühle sehr wichtig, ich würde mich also auf meinen Bauch verlassen. Der entscheidet jedenfalls unmittelbar und ohne Vorurteile.
Ich wünsche Dir, das Du für Dich Klarheit gewinnen kannst.
Die kleine Kaktee
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Hallo kleine Kaktee,
danke Dir! Das hast Du wunderbar geschrieben!
#11
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O ja, man kann diese schwierige Situation so sehen, wie es die meisten hier tun. - Und perfekt wäre es, wenn jeder kranke Mensch auf die hier anwesenden Forumteilnehmer treffen könnte.
Ich aber war in meiner aktiven Zeit mit dem gleichen Problem konfrontiert wie es bei der Fragestellerin der Fall ist. Fairerweise gestand mir der Herr schon vor dem ersten Treffen seinen schlechten Gesundheitszustand. Gerade erst hatte er eine schwere Krankheit bekämpft, und das scheinbar mit Erfolg. Die Folgen waren ein künstlicher Darmausgang, der jedoch schon bald wieder verschwinden würde. Ich bekam regelrecht Panik!
Einerseits ging mir die menschliche Seite sehr nahe, andererseits fühlte ich mich absolut nicht in der Lage, gleich zu Anfang einer Beziehung eine solche Bürde mit ihm gemeinsam durch zu stehen.
Schweren Herzens habe ich ihm das genau so gesagt, und er akzeptierte meine Entscheidung ohne Groll gegen mich.
Ja, es redet sich leicht so politisch korrekt, wenn man nicht selbst einer solchen Entscheidung ausgesetzt ist!
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@#17: Danke Angela, für diesen Beitrag. Ja, Du hast recht. Reden lässt es sich viel leichter als handeln. Das ist den meisten leider nicht bewusst. Immer mehr wird in Deutschland geheuchetl, immer kälter wird es trotzdem.
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@ 16
Ich danke Dir für Dein Feedback, das tut mir gut.
Auch ich habe, so wie Du, einen Menschen in den Tod begleitet. Es war meine Mutter. Sie hatte auch Krebs. Auch ich möchte diese Erfahrung auf keinen Fall missen. Es war auch irgendwie schön. Es war einfach richtig.
Das Du solche wunderbaren Erfahrungen machst, nachdem Du Dich von Deinem Mann getrennt hast, finde ich einfach nur toll. Ja, auch ich denke, es gibt so einiges zwischen Himmel und Erde, was einfach unglaublich ist. Nur weil es wissenschatlich nicht beweisbar ist, heißt es nicht, das es das nicht gibt! Die Wissenschaft beißt sich ja an so einigem die Zähne aus....
Für Dich alles, alles Liebe, auf das sich Deine Hoffnung auf einen Partner bewahrheitet - ich wünsche es Dir von Herzen.
Die kleine Kaktee
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@11
Genau. Einem geliebten Wesen diesen Beistand zu gewähren, gewähren zu dürfen, das ist doch ein ehrenvoller Dienst. Wenn auch kein leichter. DAS nenne ich liebevollen Beistand.
Wie lächerlich wirken dagegen Bemühungen um die rechte Schambehaarung, den perfekten Orgamus etc..
Frederikas Zeilen lassen mich frieren.
Als wenn Leben und Krankheit so planbar wären und es immer nur auf die eigenen Bedürfnisse ankäme.
Was ist einem liebenden Menschen wohl lieber:
Sich vom Partner zu Ende pflegen zu lassen und ihn allein zurückzulassen - oder umgekehrt?
Carpe diem. ;-)
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<MOD: Diffamierung anderer Beiträge entfernt.>
Nicht ausgeschlossen, dass wer auch immer tatsächlich weniger Lebenserwartung hat als der beschriebene 48jährige Krebspatient. Will sagen: Uns gehört nur das Heute.
Irrsinnig, auf zig Jahre im Voraus kalkulieren und taxieren zu wollen. Erstens kommt es anders, und zweitens als du denkst.
"Life happens while you are making buisy plans."
Genießt die Möglichkeiten, die euch das Leben heute offeriert. Seid dankbar.
Viel Glück.
-
Ja, liebe Fragestellerin JA, denn
er lebt, und Ihr LIEBT, genießt das
Die_Felsenfeste
7E28B53A
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@ 6 - agathachristie:
Du empfiehlst dieses Buch " Krebszellen..." und dazu das Kochbuch. Das Buch beschreibt , in welcher Weise bestimmte Nahrungsmittel , ganz bestimmte sekundäre Pflanzenstoffe, anticancerogen wirken, bestimmte Sorten Grüner Tee, Curcuma...Ich möchte hier keine Werbung machen, aber wer davon etwas hält und wem es schwer fällt diese Stoffe täglich ausreichend zu sich zu nehmen, dem empfehle ich ein realtiv neues Vitaminpräparat einer Firma O.....mit dem Namen O....i-care. Vergleiche die Liste aus dem Buch , was man täglich zu sich nehmen soll, mit der Zusammensetzung der Tagesdosis des Präparates: ist schon erstaunlich.
Mit lieben guten Wünschen an die FS
Beate
-
...
Liebe Frederika, danke für das nette Welcome. Zumal ich (vorerst) nur als Phantom hier herumgeistere: ich kann mich schließlich keiner neuen Beziehung zumuten, solange ich die alte nicht mal richtig verdaut habe. Aber irgendwann werde ich dann doch Premium-Mitglied und damit zur ernsten Gefahr für alle Jungfrauen. Bis dahin spam ich halt hier ein bißchen rum.
;-)
Zum Thema:
Wir kennen die Prognose des Kranken nicht, wissen nur, daß er Krebs hatte und nun unter permanentem Medikamenteneinfluß steht. Es ist also gut möglich, daß der Mann noch 20 Jahre lebt - das ist länger, als die meisten Beziehungen dauern. Und natürlich ist es nicht gesagt, daß elendiges Siechtum mit anschließendem Gnadentod bevorsteht, das die FSin begleiten muß.
So wie ich Frederika verstanden habe, warnt sie lediglich davor, sich sehenden Auges in Richtung eines möglichen Traumas zu bewegen, sondern die Notbremse zu ziehen, solange dafür emotional noch Zeit ist. Das Argument, das letztlich jeder - also auch ein jetzt Kerngesunder - einen Schicksalsschlag dieser Art erleiden kann, sticht natürlich nicht: Es ist schon ein Unterschied, ob ich die allgemeine Brandgefahr im Haus bewerte oder es bereits im Dachstuhl lodert.
Mir ist klar, daß ich und andere, die wir heute nur als Betrachtende und Urteilende hier stehen, schon morgen selbst Betroffene sein können. Und in den schwersten unserer Stunden alles sein wollen, aber nicht alleine. Schon deshalb, und natürlich auch aus Mitgefühl dem Kranken gegenüber, ist der erste Impuls, die FSin positiv zu bestärken. Aber genau diese Gefühle hatte die FSin defintiv selber und fragt vermutlich nur deshalb hier in einem Forum, weil die Teilnehmer eben weitestgehend objektiv und rational bewerten können.
Das und nichts anderes hat u.a. Frederika gemacht, und dafür sollte man ihr dankbar sein. Was mich (und möglicherweise auch sie selber) nicht daran hindert, zu hoffen, daß sich die FSin für ihre neue Bekanntschaft/Liebe entscheidet. Also auf ihr Herz hört. Was am Ende richtig ist, kann jetzt noch niemand wissen.
...
Manticore/ m47
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Wer kann schon ein gesunde und lange gemeinsame Zukunft garantieren? Ich habe auch mal gedacht, dass ich im Moment des Kennenlernens alles genau berechnen muss, ich sicher sein möchte, dass das für die Ewigkeit ist. Dieses Denken hat sicher auch vieles Schöne verhindert.
Mittlerweile denke ich ganz anders und lebe wesentlich mehr in der Gegenwart. Denn ... wer garantiert mir, dass bei dem (gesunden) Menschen, in den ich mich heute verliebe, nicht morgen eine schwer Krankheit diagnostiziert wird?
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