1. Frage:
    Gefragt am: 24.04.2011, 21:32 von Gast
    Umgang mit Bindungsängsten?
    Wir sind dabei uns näher kennenzulernen, doch durchweg scheint er eine feste Beziehung als Last zu sehen. Ich muss dazu sagen, dass er in der Vergangenheit wenig Erfahrung mit Frauen/ festen Beziehungen gemacht hat und eben selten Frauen an sich herangelassen hat. Zumindest solche, mit denen es was festes hätte werden können. Ist es als Frau möglich einem Mann, die Angst vor emotionaler Nähe zu nehmen? Kann ich mich da überhaupt sinnvoll verhalten? Oder soll ich das mit ihm einfach vergessen? Ich find ihn einfach toll und er zeigt ebenso viel Interesse, ich weiß aber nicht, ob das alles einen Sinn hat. Für hilfreiche Tipps wäre ich euch sehr dankbar. w
    Antworten:
  2. #1 Gast
    24.04.2011 22:48
    Antworten gibt unter Anderem das Buch: "Jein!" von Stefanie Stahl.
    Sehr empfehlenswert!

  3. #2 Gast
    24.04.2011 23:00
    Ich sehe das ähnlich wie im Job. Ich frage nach Referenzen. Ein möglicher Partner ohne langjährige Beziehungserfahrung wäre mir suspekt. Ich frage auch nach den Gründen für eine Trennung. Eine dritte Frage bezieht sich auf das Thema wie das Verhältnis zu den Expartnern heute ausschaut. Ist es entspannt und nach einigem Abstand vielleicht sogar freundschaftlich (wenn die Beziehung länger war).

  4. #3 Gast
    24.04.2011 23:05
    @2 - wie meinst Du die Aussage: "wie das Verhältnis zu den Expartnern heute ausschaut."

    Normalerweise pflegt man keinen Kontakt mit dem Expartner, wenn keine Kinder vorhanden sind oder wie darf ich das verstehen?

    w

  5. 24.04.2011 23:05
    Ich empfehle dringend, ganz offen und frei miteinander zu sprechen, denn das ist für eine erfolgreiche und erfüllende Partnerschaft ohnehin notwendig. Lass ihn erzählen, wie er gerne eine Beziehung führen würde, was er ersehnt, was eher nicht. Kriege heraus, ob er prinzipiell auch mal Kinder will, auch mal zusammenwohnen will oder ob er das grundsätzlich ablehnt.

    Sprecht einfach Klartext und zieht dann die entsprechenden Konsequenzen. Wenn er nicht will, dann will er nicht und das müsstest Du dann auch akzeptieren und Dich neu orientieren.

    Verplempere nicht Lebensjahre mit einen Kerl, der gar keine echte, erfüllende Partnerschaft wünscht.

  6. #5 Gast
    24.04.2011 23:09
    Liebe FS,

    die Antwort ist bitter: Nein, es hat leider keinen Sinn! Einen bindungsängstlichen Mann wird eine Frau nicht ändern können! Er muss sein Problem psychotherapeutisch aufarbeiten. Wenn er das nicht tut, wird er jeder potentiellen mit seiner Angst vor Nähe und seinem daraus folgendem distanzierten Verhalten, erneut weh tun. Am ehesten kommt noch eine Frau damit klar, die selbst starke Bindungsangst hat und deshalb selbst sehr auf Distanz geht.

    Ich weiß, wovon ich rede! Bin mehrfach an bindungsängstliche Männer geraten! No way!
    Das Buch "Jein" ist tatsächlich sehr empfehlenswert, aber auch ein entsprechendes Forum zum Thema (google) bringt viele Informationen.

    Wenn du noch nicht all zu verliebt bist, lass es lieber sein! Solch eine Beziehung bringt dir nur Kummer!

    w42

  7. #6 Gast
    24.04.2011 23:14
    FS, ich kann Dir auch raten, es sein zu lassen. Du wirst dauerhaft nicht die Kraft aufbringen, ihm "helfen" zu wollen. Wenn anfangs schon solche Schwierigkeiten auftreten, wirst Du durchweg Probleme und Schmerzen in dieser "Beziehung" erfahren. Mit Geduld und Zuwendung wirst Du es leider nicht schaffen können und mach bitte sein Problem nicht zu Deinem.

    w/39

  8. #7 Gast
    24.04.2011 23:21
    Das wäre doch jammerschade, deswegen aufzugeben.

    Wenn er eine feste Beziehung als Last ansieht, dann hat dies vielleicht zwei Gründe:

    1. er befürchtet, irgendwelche Erwartungshaltungen nicht erfüllen zu können (solche, die Du evtl. an ihn stellen würdest und solche, von denen er selbst meint, sie erfüllen zu müssen)
    2. vielleicht befürchtet er, sich festlegen zu müssen und scheut evtl. auch die Verantwortlichkeit, die mit einer festen Beziehung einhergeht.

    Beides zusammen: ich vermute, daß er sich unter Druck setzt oder gesetzt fühlt. Und wenn er sich bisher nicht auf feste Beziehungen eingelassen hat, dann hat das auch seine Gründe.

    Was kannst Du tun:
    Signalisiere ihm, daß Du es ernst meinst und daß Du keinen Druck aufbaust. Sage ihm, daß Dir Vertrauen und gegenseitiges Verständnis wichtig sind für eine Beziehung (das ist mir jedenfalls wichtig). Irgendwann kannst Du vielleicht auch direkt fragen, warum er eine feste Beziehung als Last anzusehen scheint.

    Also alles in allem eine Frage der (auch tieferen und v.a. offenen) Kommunikation, die richtigen Worte zum richtigen Zeitpunkt, und laßt Euch beiden dafür die notwendige Zeit.

    Nicht aufgeben!

    m

  9. #8 Gast
    24.04.2011 23:31
    Hier Fs:
    Vielen Dank für eure Beiträge.
    Wisst ihr, das Komische ist, dass er an mir wirklich aufrichtiges Interesse hat, sich selbst aber völlig im Wege steht. Wahrscheinlich werde ich mit ihm tatsächlich ein offenes Gespräch führen.

    Kennt ihr denn gar keine Fälle, in denen der Mann seine Bindungsangst in der (anbahnenden) Beziehung ablegen konnte?

    @ 5 "Am ehesten kommt noch eine Frau damit klar, die selbst starke Bindungsangst hat und deshalb selbst sehr auf Distanz geht." Das verstehe ich irgendwie nicht, die werden sich doch wegen ihrer Distanzhaltung erst gar nicht näher kommen können. Oder wie meinst du das genau? Kannst du das konkretisieren?

  10. 24.04.2011 23:43
    @#8: Also, ich habe mich vorhin etwas zurückgehalten, aber will jetzt doch noch einmal deutlicher werden:

    BindungsANGST ist ein eher seltener, krankhafter Zustand -- er wird nur laienmäßig verdammt schnell Personen unterstellt, die aus unterschiedlichsten GRÜNDEN keine Beziehung wünschen.

    Das Krankheitsbild "Angst vor einer Beziehung" im eigentlichen Sinne ist sehr selten und erfordert echte Therapien mit zweifelhafter Erfolgschance. Ich würde mit solchen Begriffen eher nicht ummich werfen -- Ängste sind viel seltener, als man denkt, und schon gar nicht laienpsychologisch aus wenigen Beziehungen oder Vermeidung von festen Beziehungen zu diagnostizieren.

    Viel häufiger ist, dass Männer sich austoben oder ihre Freiheit gefährdet sehen, ihre Unabhängigkeit lieben oder keine Lust haben, allzu viele Kompromisse zu schließen, keinen Bock auf Haushaltsführung, Endgültigkeit oder Abhängigkeit haben oder sich einfach nicht wirklich verliebt haben oder denken, dass es wohl doch nicht die richtige ist.

    Fast alle diese Männer werden schlagartig geheilt, sobald sie sich wirklich stark verlieben, zweitens sobald sie eine gewisse innere Reife erreichen und ihr Leben in größeren Perspektiven als nur wenige Jahre im voraus betrachten.

    Wie alt seid Ihr beide denn? Wieviele Freundinnen hatte er? Hat er jemals zusammengewohnt? Wielange hat seine längste Beziehung gedauert?

  11. #10 Gast
    24.04.2011 23:49
    Kann mich @9 nur anschließen - selten sind Menschen vollständig beziehungsunfähig, dies sagt man gerne, wenn man mit dieser Person keine feste Partnerschaft eingehen will, weil einfach nicht genügend Gefühle vorhanden sind. Es gibt einfach Personen, die lieber gerne alleine durchs Leben ziehen, aber nicht zwangsläufig bindungsunfähig sind.

    Ob Du um ihn kämpfen sollst, hängt stark von Deiner Leidensfähigkeit ab. Ich vermute stark, dass Du diesen Kampf nicht gewinnen wirst, wenn er keine starken Verliebtheitsgefühle für Dich hat, kannst Du machen was Du willst, er wird keine Beziehung mit Dir eingehen oder geht es Dir nur ums "haben wollen"?

    w/39

  12. #11 Gast
    25.04.2011 00:22
    Hier die #5:
    Das Typische bei Bindungsängstlern ist ja gerade, dass sie AM ANFANG einer Beziehung die geringsten Probleme haben. Es ist ganz typisch, dass sie sich besonders aufrichtig und intensiv für dich interessieren. Am Anfang ist naturgemäß noch alles relativ offen, man ist sich noch fremd, all zu große Nähe oder konkrete Zukunftspläne sind noch nicht wirklich ein Thema. Solange fühlen sie sich noch nicht bedroht.
    Zu deiner Nachfrage: Genau so ist es, wenn zwei Bindungsängstler sich gegenseitig kennenlernen: Anfangs ist noch alles gut, weil noch "natürliche" Distanz da ist. Klar, kann man sich da erst mal näherkommen! Typisch für Bindungsängstler sind übrigens auch Fernbeziehungen. Zwei Bindungsängstler werden möglicherweise ein Leben lang in einer Fernbeziehung leben und glücklich damit sein. Wenn einer von beiden kein Bindungsängstler ist, wird er irgendwann zusammenziehen wollen, und dann gibt es ein Problem.

    Ich hatte mit "meinen Bindungsängstlern" übrigens immer sehr intensive, schöne Anbahnungsphasen. Sobald ich mich richtig in ihn verliebt hatte, die Beziehung also verbindlicher gestalten wollte (z.B. an mehreren Tagen pro Woche treffen, so wie man es eben als Verliebte tut) - ging bei ihm jeweils die Jalousie runter und er ging erstmal auf Distanz, was immer mit den ersten verletzenden Aktionen verbunden war.
    Da Bindungsängstler selbst sehr unter ihrer Störung leiden (sie haben eigentlich ganz große Sehnsucht nach Nähe, können sie aber nicht zulassen), können sie sich ganz schlecht (endgültig) trennen, was paradox erscheint. Wenn die Distanz wieder groß genug ist, weil ich mich von ihm abgewendet hatte, suchte er immer wieder den Kontakt zu mir.
    Meinen Bindungsängstlern war ihr Problem übrigens ziemlich bewusst und wir konnten uns sehr tiefgehend darüber unterhalten. Trotzdem half es nichts!

    Nochmal meine Warnung: Diese Männer sind in der Regel besonders sympathisch und interessiert (ich bin bis heute mit zweien befreundet), aber Bindungsängstlichkeit ist quasi eine richtige psychische Störung! Da ist mit Tricks und Tipps und gutem Zureden nichts zu helfen!
    Man übernimmt sich, wenn man als Frau glaubt, man könne seine Bindungsangst heilen!

    w42

  13. #12 Gast
    25.04.2011 00:56
    Ja, Beziehungs-/Bindungsangst ist ein krankhafter Zustand.

    Grundsätzlich ist der Freund/ die Freundin nicht der/die Therapeut(in). Man kann dem Mann, der Frau nicht die Angst vor Nähe nehmen. Nur der-/diejenige selber kann sie sich nehmen bzw. lernen damit umzugehen.

    Ein Mensch mit Bindungsängsten hatte in der Vergangenheit möglicherweise (viele) problembehaftete Beziehungen und/oder eine schwierige Kindheit. Es drückt sich bei jedem Menschen die Bindungsangst anders aus. Manche können längere Zeit aufgrund der Ängste alleine bleiben und manche sind nie alleine, weil sie dies nicht können und eher öfter in (kurzfristigen) Beziehungen anzutreffen. Letzteres ist bei Bindungsängstlichen eher wahrscheinlich. Es fehlt solchen Menschen an Urvertrauen und verfügen über wenig Selbstwertgefühl und eingeschränkte Empathie. Deshalb brauchen sie u.a. auch einen Menschen an ihrer Seite.

    Für den Freund/die Freundin eines solchen Menschen mit Bindungsängsten wird der Beginn und Aufrechterhaltung dieser Beziehung eher schwierig. Je nach Schwere der Ängste könnten auf den neuen "Partner" große Probleme zukommen. Bindungsängste, Probleme im Distanzverhalten sind für diejenigen selber normal, aber für den neuen Partner sind solche Verhaltensweisen schwer erklärbar, verständlich. Und dennoch kann der neue Freund bei dem neuen ängstlichen Partner zudem möglicherweise auf großer Hindernisse stoßen, auf die der eigenen. Dieses Verhalten lässt auf leichte Probleme mit sich selber schließen, auf eine Art von Abhängigkeitsverhalten und 'Leidensfähigkeit'. In einer Beziehung/Partnerschaft sollte nicht nur Bindungsängstliche seine Probleme aufarbeiten, wenn sie es schon nicht alleine tun können, und versuchen lernen mit ihnen umzugehen, sondern auch der Freund/ die Freundin sollte sich mit sich selber auseinandersetzen. Beides ist wichtig, ansonsten wird es schwerlich längerfristig funktionieren.

    Ein Partner eines Beziehungs(ver)ängstigen braucht sehr viel Kraft, Liebe, Vertrauen u.v.m. Ein Mensch mit Bindungsängsten sollte sich mit sich selber auseinandersetzen und nicht andere Menschen für emotionalen Halt o.ä. missbrauchen. Aber wer stellt sich schön gerne seinen Ängsten und lernt mit ihnen umzugehen? Wenige, denn es sind oft tiefe, eingefahrene Muster die schwer zu durchbrechen sind. Dies gilt auch, wenn möglicherweise auch zum geringeren Teil, für den Partner.

    @11
    Schön beschrieben.

    35,m

  14. #13 Gast
    25.04.2011 03:14
    Ich bin #12.

    "sie haben eigentlich ganz große Sehnsucht nach Nähe, können sie aber nicht zulassen"

    Ja. Je mehr sie diesen Menschen mögen, desto mehr wird er zurückgewiesen. Je mehr der Partner seine/ihre Nähe suchen will, und wie die Dame unter #11 richtig schrieb "die Beziehung also verbindlicher gestalten wollte", desto bedrohter fühlt man sich und desto verletzter agiert man. Bindungsängstler sind in gewisser Art extrem und suchen in gewisser Weise ähnliche Extreme. Entweder das deckungsgleiche Extrem oder das gegensätzliche Extrem. Ob sie diese finden, ist eine andere Frage. (Nur) 2 Typen können, jeweils in unterschiedlicher Weise, mit solchen Menschen umgehen. Menschen mit Bindungsängsten haben eigene Verhaltensweisen entwickelt, die sie überleben lassen. Sie können mit auftretenden Problemen oft - oberflächlich - besser umgehen als es der Partner tut. Z.B. ziehen sie sich bei Konflikten zurück und melden sich tagelang nicht. Das ist zermürbend für den Freund, die Freundin. Z.B. können sie eine On-Off Beziehung führen und kommen erst nach einer kurzen Unterbrechung wieder zurück. Etc., etc. Überdies treten Bindungsängste oftmals nicht alleine auf, sondern gemeinsam mit anderen Ängsten, mit anderen Mustern. Möglicherweise verwechseln beziehungs-/bindungsängstliche Menschen auch körperliche (sexuelle) Nähe mit seelischem Wohlbefinden.

    Ob es einen Sinn macht, sich intensiver einzulassen, kann Dir keiner sagen. Einfach wird es jedenfalls nicht. Andererseits was ist schon einfach? Ich kann Dir leider keinen wirklich hilfreichen Tipp geben.

    35,m

  15. #14 Gast
    25.04.2011 08:59
    Liebe Fragestellerin, bitte sei so nett und erwähne doch noch kurz das Alter von Dir und diesem Mann, weil dies aus meiner Sicht durchaus eine Rolle spielt. Es ist ein Unterschied, ob Ihr Anfang 20 oder Anfang 50 seid.

    Prinzipiell kann man nur selten genau wissen, "ob das alles einen Sinn hat". Bist Du im Moment glücklich mit ihm?

    Wenn Du möchtest, sage uns doch noch, worin es sich äußert, dass er eine feste Beziehung durchweg als Last zu sehen scheint, da dies vermutlich, ebenso wie die Altersangabe, Einfluss darauf hat, wie sinnvoll die Antworten sind, die Du hier im Forum erhalten wirst.

    Alles Gute.

    w/49

  16. #15 Gast
    25.04.2011 09:39
    leider selbst unter bindungsangst. hier werden von hobby-psychologen pauschalisierende halbwahrheiten geschriebenen, nicht alles glauben, auch wenn es sich plausibel anhört.

    fest steht aber: man bleibt lebenslang patient. du musst deinem partner sehr viel freiheit lassen und dein eigenes leben weiterleben, nur so kann es dauerhaft was werden. vor allem muss von ihm veränderungswillen vorhanden sein, und der ist bei vielen bindungsängstlichen nicht sehr stark ausgeprägt. überlegs dir gut.

  17. #16 Gast
    25.04.2011 09:59
    Du bist nicht die Richtige für ihn. Deshalb ist er bindungsunfähig. Wenn er richtig verliebt wär, würde er gar nicht darüber nachdenken.

  18. #17 Gast
    25.04.2011 11:58
    Das glaube ich auch (wie #16). "Bindungsangst" wird viel zu häufig als "Schutzbehauptung" oder Entschuldigung verwendet, um sich eine Situation schönzureden.
    Wenn man(n) die Richtige trifft, ist diese ganze sog. "Bindungsangst" nämlich plötzlich weg.

  19. #18 Gast
    25.04.2011 12:26
    Sehe ich auch wie #17. Bei dem ganzen ist auch mal wieder zielführend, die Sinnfrage zu stellen. Wozu eine feste Bindung, was soll das bringen? Für eine Elternschaft ist es sicher sehr positiv. Auch für eine gemeinsame Firma. Aber wofür sonst? Ich konnte die Beobachtung machen, dass besonders enge Bindung immer von solchen Frauen angestrebt wurde, die an mein Bankkonto wollten. Meine jetzige langjährige Partnerin ist genauso vermögend wie ich, wir haben keine Kinder, und wir leben völlig frei. Haben mehrere Wohnungen, reisen miteinander oder alleine. Haben einen riesigen Freundeskreis, manche jeder für sich, viele gemeinsam usw. Ich stelle auch mal die Frage hier, was emotionale Nähe denn überhaupt ist? Mann und Frau sind verschieden! Ich halte emotionale Nähe zwischen Mann und Frau für eine Illusion. Ich bin einigen meiner männlichen Freunden emotional näher als meiner Freundin. Und sie genauso mit ihren Freundinnen. Liebe hat mit Emotionen nichts zu tun.

  20. #19 Gast
    25.04.2011 12:29
    @15
    Ich bin #12 und 13.

    "hier werden von hobby-psychologen pauschalisierende halbwahrheiten geschriebenen"

    Nein! Hier erhebt niemand den Anspruch, ein Experte zu sein. Dieses Forum lebt hier von den Beobachtungen und Erfahrungen vieler Menschen, Männer und Frauen. Natürlich braucht hier keiner zum jeweiligen Kommentar hinzufügen, dass es nur eine subjektive Einschätzung, Meinung, Beobachtung darstellt. Oder bist Du z.B. ein Experte für einen Partner eines beziehungsängstlichen Menschen? Es ist die Wahrheit eines jeden Einzelnen von uns und dennoch hat niemand die Wahrheit gepachtet oder die Weisheit mit dem Löffel gefressen. Auch Psychologen, Psychiater o.a. geben sich eher hier nicht zu erkennen, weil es, nach meinem pers. Dafürhalten, dem ethischen und professionellen Denken bzw. Verhalten widerspricht eine Fern- oder Diagnose anhand weniger Zeilen zu stellen. Und dennoch tun es auch manche von diesen Experten, auch wenn es nicht der üblichen Vorgehensweise entspricht. Davon lebt auch dieses Forum, weil es verschiedenste Meinungen zulässt. Meine beiden Beiträge entspringen meinen Beobachtungen in dieser Hinsicht und sind rein subjektiver Natur (und schreibe dies ausnahmsweise dazu). Dein zweiter Absatz spricht für und ehrt Dich.

  21. #20 Gast
    25.04.2011 13:48
    Hier #5 u. #11:

    "Wenn man(n) die Richtige trifft, ist diese ganze sog. "Bindungsangst" nämlich plötzlich weg."

    Genau das trifft eben bei richtigen Bindungsängstlern NICHT zu! Wer so etwas schreibt, zeigt, dass er genau KEINE Erfahrung mit echten Bindungsängstlern hat!

    Bindungsängstler glauben durchaus, den richtigen Partner getroffen zu haben, sind anfangs verliebt - und trotzdem können sie sich nicht richtig einlassen! Die Männer, die ich kenne, reden direkt davon, dass sie die Liebe ihres Lebens, oder weitere große Lieben, durch ihr zurückweisendes Verhalten immer wieder verjagt haben. Diese Männer haben zwar immer wieder Beziehungen (wegen ihrer sympathischen, kontaktfreudigen Art kommen sie leicht an Frauen ran), aber die Beziehung endet jeweils, wenn sie konkret in eine engere Phase eintreten soll (z.B. Zusammenziehen nach 2 Jahren). Und sie sagen nicht: Du bist nicht die richtige! Sie sagen: Du bist zwar die richtige, aber ich kann nicht!

    w42

  22. #21 Gast
    25.04.2011 14:07
    "Bindungsangst" was soll das sein? Eine neue Krankheit? Nur weil er keine Lust hat, sich in eine gesellschaftskonforme Beziehung pressen zu lassen. Männer mögen die Freiheit. Das sollten die Damen mal langsam wieder in Erwägung ziehen.

  23. #22 Gast
    25.04.2011 18:40
    Hier FS:

    Vielen Dank für eure Beiträge, die auf viel Erfahrung mit Bindungsängstlichen schließen!

    Wir sind Anfang dreißig! Er sagte mir, dass ich genau die Eigenschaften hätte, die er sich immer wünschte (das haben mir gemeinsame Freunde bereits auch herangetragen). Es ist so, dass wir uns seit Jahren recht oberflächlich kennen, wir aber erst jetzt uns näher kommen.
    Nach euren Beiträgen frage ich mich wirklich, ob er so zögerlich ist, weil er "zu wenig verliebt" ist. Was ich von dieser These "Wenn man(n) die Richtige trifft, ist diese ganze sog. "Bindungsangst" nämlich plötzlich weg." halten soll, weiß ich nicht, da scheiden sich ja die Geister....
    Ich vermute(!), dass er die Last einer Beziehung darin sieht, seine Freiheiten zu verlieren und nicht daran glaubt, dass er in der Beziehung respektiert wird, sondern von mir diktiert wird (ich bin sicher, dass diese Angst nicht wirklich was mit mir zu tun hat). Gleichzeitig wünscht er sich aber eine feste Beziehung. Ich selbst bin eine Frau, die auch gerne ihre Freiräume in Beziehungen wahrt, ich fürchte nur, dass es bei ihm viel extremer ist als bei mir. Vielleicht muss ich einfach mal abwarten und ihm ein wenig Zeit lassen. Wenn es dann nicht klappt, sag ich Aufwiedersehen.

  24. #23 Gast
    26.04.2011 06:24
    Klar,wenn Du ein paar Leben hast,bestimmt .Dann lass ihm Zeit .

    Dieses auf und ab macht Dich irgendwann kaputt . Wer nicht hören will,muß fühlen .

    Ich habe das durch,bin darüber sehr krank geworden,Krebs .

    Deshalb : Du hast nur ein Leben, überlege Dir gut , wieviel Zeit Du verschenkst .

  25. #24 Gast
    26.04.2011 09:09
    @23 Das ist erschreckend, wie sehr solches Verhalten meines potentiellen Partners Menschen kaputt machen könnte. Vielen Dank, dass du so offen warst! Du hast Recht. Ich merke langsam, dass der Weg zu ihm ein Weg in eine Sackgasse ist. Dieses ständige hin und hier nervt einfach. Ich gebe ihm oder uns noch genau einen Monat, habe ich entschieden. Das werde ich durchziehen. An Konsequenz hat es mir noch nie gemangelt.
    Dir alles Gute liebe 23.

  26. #25 Gast
    26.04.2011 11:28
    Vielen Dank. Stecke in der Chemo momentan . Auch die Psyche kann viel dazu beitragen ,
    dann man anfäälig für gewisse Krankheiten wird.

    Bei mir ist es eine Hirntumor . Sehr bezeichnend. Nätürlich bekommt nicht Jeder einen Hirntumor,
    der in unglücklichen Geschichten steckt . Aber es hat seinen Sinn, wenn eine Beziehung krank macht .

  27. #26 Gast
    26.04.2011 13:16
    beziehungsangst, beziehungsunfähig usw.
    was für schreckliche worte! klar, dass die beiziehung eines psychologen oder beziehungsberaters angeraten ist....
    schon mal dran gedacht, dass mann/frau eine beziehung im klassischen sinne einfach nicht will oder in seinem jetzigen lebensabschnitt noch nicht oder nicht mehr will! muss das gleich krank sein? ich finde es schon eher "krank" - um hier etwas zu polarisieren - wenn 40 - 50 jährige nach oft mehrfachen gescheiterten "klassischen" beziehungen wieder genau das gleiche suchen: kennenlernen, verlieben, zusammenziehen, alles teilen und möglichst schnell im alltagstrott landen.... wo ist denn hier die lernfähigkeit geblieben?
    also: wenn man/frau ein anderes beziehungsmodell wünscht als man/frau selbst, dann liegt diesbezüglich eine inkompatibilität vor, den anderen gleich als "krank" im sinne von beziehungsanst und -unfähigkeit abzustempeln ist m.E. selbstherrlich und zeugt von mangelnder geistiger flexibilität.
    und wenn diesbezüglich jemand wirklich krank ist - was vorkommt, aber eben selten - , dann ist es wohl naiv zu glauben, dass gerade ich derjenige bin, der die heilung bringt. damit sind die meisten auf die schnauze gefallen.
    in diesem sinne: nimm, was du bekommst, und wenn du das nicht willst, lass es bleiben.

  28. #27 Gast
    26.04.2011 17:03
    Jeder hat hier das Recht seinen Standpunkt vorzutragen, auch dein Standpunkt ist für mich nachvollziehbar. Dein Standpunkt wurde hier bereits vorgetragen.
    Ich finde es jedoch sehr unschön, WIE du deinen Standpunkt hier vorträgst: sehr sehr aggressiv!
    Außerdem misst du hier mit zweierlei Maß! Schade.
    FS

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