1. Frage:
    Gefragt am: 07.08.2010, 10:46 von Gast
    Umgangsrecht auf Kosten der Privatsphäre?
    Ich habe mich von meinem Mann getrennt, weil er mich betrogen hat. Er ist ausgezogen, die Kinder leben bei mir in unserem gemeinsamen Haus. Bisher hat er sie jedes zweite WE und im Urlaub gehabt. Jetzt will er sie täglich sehen, früh wecken und in die Schule fahren. Grundsätzlich ist es mir und den Kindern recht, dass er sich um sie kümmert. Nur findet das ganze in meiner Wohnung statt. Er hat noch Schlüssel und findet es normal, dass er sich in meiner Wohnung um sie kümmert. Ich habe auf meine Privatsphäre hingewiesen und ihm mitgeteilt, dass mir das nicht recht ist. Er interpretiert, dass ich ihm den Umgang mit seinen Kindern verwehre. Jetzt möchte er, dass die Kinder bei ihm leben und ich Umgangsrecht habe. Hat er ohne meine Einwilligung das Recht, die Kinder zu bekommen? Die Kinder sind 10 und 12 und haben geäußert, dass sie hier in unserem Haus und bei mir leben möchten und ihren Vater besuchen und nicht bei ihm leben wollen.
    Antworten:
  2. #1 Gast
    07.08.2010 15:14
    Wie ist eure Gesprächsbasis? Sofern ein vernünftiges Gespräch noch möglich ist, würde ich versuchen ihm mit Verständnis entgegen zu kommen, aber doch klar zu stellen, dass er die Schlüssel abgegeben muss und sich im Haus nur nach Absprache mit dir aufhalten kann.

    Grundsätzlich finde ich es gut und verständlich, dass er die Kinder in die Schule bringen will, sodass er täglich Kontakt zu ihnen hat. Aber ihr könnt euch ja darauf einigen, dass er um eine bestimmte Zeit kommt, die Kinder fertig sind und gleich rauslaufen, damit er erst gar nicht ins Haus muss. Wenn er abends etwas mit ihnen unternehmen möchte, soll das genauso sein - er holt sie von Schule, Hort oder auch Haus ab, verbringt woanders Zeit mit ihnen und bringt sie wieder zurück. Versuche ihm unemotional zu erklären, dass du dich beobachtet und kontrolliert fühlst, wenn er sich ständig im Haus aufhält und dass er es umgekehrt ja sicher auch seltsam finden würde, wenn du dich in seiner Wohnung aufhalten würdest.

    Wenn es gar nicht funktioniert musst du auch in Erwägung ziehen das Haus aufzugeben (vielleicht ist ja auch das gemeinsame Haus das Problem - vielleicht will er das nicht aufgeben bzw. sieht es immer als SEIN Haus, in dem er sich aufhalten kann, wann immer er will) und mit den Kindern in eine Wohnung oder ein anderes Haus umzuziehen.

  3. #2 Gast
    07.08.2010 15:15
    Das Problem entsteht doch nur dadurch, daß Ihr Euere Lösung gefunden habt, die er jetzt ändern will, ohne daß Euch klar ist, wie die üblichen rechtlichen Regelungen hier wären. Hier solltet Ihr Euch mal bei einem Fachanwalt für Familienrecht informieren, Such dir am besten den fiesesten am Ort (dann kann er zu diesem RA später nicht mehr gehen) mach einen Erstberatungstermin (200 € sollte der maximal kosten, kannst ja fragen) und nimm so viel Unterlagen wie es geht (Verdienstnachweise, Ehevertrag etc. mit).

    Umgang mit den Kindern bedeutet Umgang mit Dir - bestimmt versucht er Dich wieder zu bekommen. Er hat Dich belogen und tut es jetzt wieder in dem er versucht, öfters zu den Kleinen - und zu Dir - zu kommen. Wenn er Dich wieder will, soll er es sagen. Frag ihn doch einfach. Wenn er sagt "Ja ich will Dich wieder" sagst einfach "Tja Dein Problem."

    Warum seit Ihr auseinander ? Wegen Dir ? Wegen ihm ? Richtig auseinander seit Ihr nicht und das ist der Grund wegen dem er versuchen wird, Dich wieder zu bekommen und Dich weich zu kochen für die anstehende - auch gerichtliche - Auseinandersetzung und die Kinder sollen auch gleich nicht mehr loyal zur Mutter sein.

    Also ab zum RA und sei vor allem stark und konsequent.

  4. #3 Gast
    07.08.2010 18:04
    Danke für eure Antworten! Zu 2) Er will mich defintiv nicht wieder. Er will mit seiner Geliebten ein Kind! Ihm liegt nichts mehr an mir, ich bin Luft für ihn. Er will seine Kinder und seine Ruhe. Deswegen soll ich ja ausziehen.

    Seine Fremdgeherei bereut er auch nicht, denn er ist ja mit ihr zusammen und glücklich. Das einzige, was ihn an ungehinderter Freude hindert bin ich mit meinen Rechten als Mutter.

    Er will die Kinder früh versorgen und da sie bei mir leben, kann er das nur in meiner Wohnung. Wenn ich ihm das im Hinblick auf meine Privatsphäre untersage, betrachtet er das als Kriegserklärung und Vorenthaltung der Kinder.
    Meine Interessen und Rechte interessieren ihn nicht.

  5. #4 Gast
    07.08.2010 18:13
    Bin Nr. 2. Aha. Er versucht es geschickt dich zu manipulieren und einen Keil zwischen Dich und die Kinder zu treiben. Geh wirklich mal zum RA und dann unterbindest mal seinen Umgang mit den Kindern weitestgehend und beschränkst ihn auf das gesetzlich notwendige maß.

    Er muß erst begreifen daß er Dich nicht wie Luft behandeln kann - und es spüren.

  6. #5
    07.08.2010 18:55
    Ich habe auch fast den Verdacht wie'1 dass es hier um das Haus bzw. Benutzerrecht dessen geht.

    Warum er die Kinder wecken will in die Schule fahren ist zwar nett spricht für ihn, aber mir nicht verständlich.

    Du bist Luft? auweia geh mal lieber zu einem Rechtsanwalt. Also meine Kinder, mein Haus und der einzige Störfaktor bist Du? Und Dir macht er jetzt das Leben madig.
    Such Dir Hilfe und zwar bald.
    Rechtsanspruch wahrnehmen zur Not auch ein Gespräch beim Jugendamt.

  7. #6 Gast
    07.08.2010 19:08
    Liebe FS. Ich finde es gut daß er um die Kindern sich kümmert . Ich versehe gut daß du rachsüchtig bist weil er dich verlassen hat,aber das hilft es niemanden mehr.,geschweige den Kindern Die brauchen doch seine Vaterfigur noch.
    Ich würde den Schlüssel wechseln und immer telefonische Voranmeldung bitten . Nutze die Zeit ohne Kindern such doch einen anderen Mann tut dir bestimmt auch gut.

  8. #7 Gast
    07.08.2010 23:09
    Ich finde es ziemlich erschreckend, dass dem Mann hier von den meisten automatisch unlautere Motive unterstellt werden ! Ist doch toll, wenn er sich weiter um die Kinder kümmert. Der tägliche Kontakt ist für die Kinder doch perfekt, um die Trennung (relativ) unbeschadet überstehen.
    Natürlich ist es dir, liebe FS, nicht zuzumuten, dass er noch einen eigenen Schlüssel hat, aber die Lösung von #1, dass du die Kinder fertig machst und er sie dann zur Schule bringt und dass er sie auch für andere Unternehmungen bei dir abholt und dann woanders etwas mit ihnen unternimmt, ist doch wirklich super!

    Denk wirklich unbedingt an die Kinder und lass dich nicht von Tipps wie denen von # 2 dazu verleiten, deinen Kindern ihren Vater zu entziehen- Verletztsein hin oder her, du bist nicht nur Ex-Partnerin deines Mannes, sondern auch Mutter eurer Kinder, und an diese musst du jetzt auch denken.


    W, 29

  9. 07.08.2010 23:43
    Bei der Scheidung muss doch eine rechtsverbindliche Besuchsregelung ausgesprochen worden sein, an die sich beide Geschiedenen halten müssen. Da kann doch dein Ex jetzt nicht ankommen und dir seine geänderte Besuchsregelung aufdrücken.

    Also für mich ist ganz klar, was zu tun ist:

    1. Dem Kerl den Schlüssel wegnehmen! Ich würde ohnehin meinem Ex-Partner keinen Schlüssel zu meiner Wohnung geben. In welcher Welt leben wir eigentlich!?

    2. Schloss auswechseln

    3. Ihm mitteilen, dass zur gerichtlich vereinbarten Besuchsregelung zurückgekehrt wird. Keine Diskussion darüber zulassen, einfach verkünden. Im konkreten Einzelfall kann man ja von der Regelung absehen, vor allem wenn es im Sinne der Kinder ist.

  10. #9 Gast
    08.08.2010 10:08
    Wie Euer Umgangsszenario rechtlich aussieht weiss ich natürlich nicht. Auf jeden Fall hast Du Anspruch und Bedarf nach Privatsphäre, sonst hat er weiterhin den Finger auf allem.

    Es dürfte kein Problem sein durchzusetzen dass er keinen Schlüssel mehr hat bzw. keinen Zutritt ausser zu bestimmten Zeiten um seine Kinder zu holen.

    M(52)

  11. #10 Gast
    08.08.2010 10:19
    Hier nochmals #1: Offensichtlich kann er gar nicht damit leben und umgehen die Kinder nicht mehr regelmäßig um sich zu haben. Das ist ja grundsätzlich lobenswert, weil es zeigt wie wichtig ihm die Kinder sind. Wenn du ihm das tägliche Aufwecken verbietest (was völlig nachvollziehbar ist) und er nur mehr auf stur schaltet, wird das auf Dauer eure Gesprächsbasis sehr belasten.

    Kompromisslösung: Ihr teilt euch das Sorgerecht für die Kinder tatsächlich ganz und gar, sprich: Die Kinder sind zB Mo, Di, Mi bei dir, Do, Fr bei ihm und die Wochenenden abwechselnd bei dir und bei ihm. Klingt kompliziert, ist es wahrscheinlich auch, aber ich kenne einige Fälle, wo das tatsächlich ganz gut funktioniert. Kinder sind oft viel flexibler und unkomplizierter als man denkt und gewöhnen sich sehr schnell an neue Situationen. Du hättest den Vorteil "Frieden" mit deinem Ex zu haben und fix zu wissen an welchen Tagen du kinderfrei bist - auch das ist etwas, das man positiv sehen kann: Du hast dann fixe Tage, an denen du ins Fitnesscenter gehen kannst, sonstigen Hobbies nachgehst, Freunde triffst, Dates hast - und das alles, während du deine Kinder gut versorgt weißt. Natürlich wirst du sie vermissen, aber da musst du schon ehrlich und fair genug sein zu wissen, dass er die Kinder noch viel mehr vermisst, wenn er sie nur jedes 2. Wochenende sehen darf und sonst gar nicht. Das Leben ist nicht perfekt, und auch wenn er sich wirklich nicht richtig verhält, musst du wohl die Vernünftige sein und einen Kompromissvorschlag machen. Ansonsten läuft es vielleicht wirklich auf einen schmutzigen Sorgerechtsstreit hinaus, und damit ist ja sicher niemandem geholfen.

  12. #11 Gast
    08.08.2010 10:48
    nochmals #1+10: ergänzend noch dazu: Wenn du mit ihm auf keinen grünen Zweig kommst, versuch ihn wenigstens dazu zu bewegen einen Scheidungsmediator einzuschalten. Kommt billiger als ein Anwalt und fährt nicht schwere Geschütze auf, die dann tatsächlich zum Krieg führen, sondern versucht eine faire und für alle tragbare Lösung zu finden. Ein Anwalt ist immer auf einer Seite, der Mediator ist neutral - allein das sollte schon eher zu einer harmonischeren Lösung führen, die bei Sorgerechtsstreitigkeiten immer vorzuziehen sind. Was nützt es einem vor Gericht Recht bekommen zu haben, wenn man im Alltag dann täglich Kleinkrieg, Streit und Hass hat? Nö ...

  13. #12 Gast
    08.08.2010 11:30
    Hallo Fs. Ich weiß wie du dich fühlst. Mein Ex hat es anfangs ebenso versucht. Er hat immernoch die Finger auf allem und verfügt über dich, um seine Machtpositon (ich zahle, also meins) nicht zu verlieren. Auch als getrennt lebender hat er sich an gewisse Regeln zu halten und tut es nicht. Er erwartet eine Größe von dir, die er selbst nicht hat!!!
    Mein Ex kam auch täglich, einen Grund dafür fand er immer. Man fühlt sich als lästiges Inventar, überwacht, eingeschränkt, ja geradezu diktiert. Man muß aufpassen, was man liegenlässt (z.B. Handy, wichtige Unterlagen usw.) Logisch gab es daher meist Krach, wenn er kam. Er spionierte sogar in meinem Handy, obwohl ER die Geliebte hatte. Jeder seiner Besuche tat seelisch furchtbar weh, da auch ich ihn noch sehr liebte und so auch die nötige Distanz zur Ablöse nicht gegeben war.
    Ich habe rigoros die Schlüssel ausgetauscht. Das reichte nicht, ist aber eine andere Geschichte.
    Denken wir mal etwas weiter. WENN du ihm den kleinen Finger reichst und auf seinen Wunsch eingehst, wette ich mit dir, dass der nächste (vielleicht jeden Abend gemeinsam Abendessen) nicht lange auf sich warten lässt!

    Es ist nunmal so, dass eine Trennung Konsequenzen mit sich zieht, dazu gehört eben auch, dass der ausgezogene NICHT mehr alle Vorzüge seines alten Familienlebens genießen kann.
    Wie schon andere Poster sagten, kann dir hier ein Familienanwalt wunderbar helfen. Notfalls mit einer einweiligen Verfügung.
    Es kann nicht angehen, dass er sich erst eine Geliebte sucht und auszieht, nun aber diese unmöglichen Forderungen stellt.
    Meinen eigenen Kindern hat diese Zeit übrigens gar nicht gut getan, denn die Sehnsucht nach dem Vater und die Hoffnung, er kommt zurück wurde mit jedem Besuch größer. Es heißt doch um sich wirklich einigermaßen zu entlieben, ist Kontaktabbruch (wenigstens inder Trauerzeit) das beste, um zur Ruhe zu kommen. WARUM darf das den Kindern nicht auch zugestanden werden, damit auch sie mit der neuen Situation klarkommen können??
    Mit 10 und 12 sind Kinder keine Babys mehr und wissen schon sehr genau, was ihnen gut tut und was nicht.

  14. #13
    08.08.2010 12:47
    Ich denke auch, dass er die Schlüssel nicht abgeben will, weil er das Haus eben noch als sein Haus betrachtet. Habt Ihr bereits eine langfristige Lösung gefunden, was mit dem Haus passieren soll? Werdet Ihr es verkaufen oder kaufst Du ihm die Hälfte ab, damit es danach komplett Dir gehört?

    Wenn es ihn nicht um die Eigentumsverhältnisse, sondern nur um die Kinder geht, so muss er einfach einsehen, dass das Haus nun mal (zumindest momentan) DEIN Lebensraum ist und DEINE Privatsphäre dort liegt. Dass die Kinder auch dort wohnen, spielt meiner Meinung nach gar keine Rolle. Es ist doch ziemlich klar, dass man nach einer Trennung wieder getrennte Lebensräume hat und die Privatsphäre privat ist und eben nicht wie vorher geteilt wird. Nur mal ein Beispiel: Du läufst nackt oder halbnackt aus dem Schlafzimmer ins Badezimmer. Das war vorher vielleicht normal und üblich und es ist vollkommen normal, dass ein Paar sich oft nackt sind. Aber es ist normal, dass man als Getrennte sich nicht mehr dauernd nackt oder halbnackt voreinander zeigt. Oder was wäre, wenn Du einen Mann über Nacht da hättest, der dann aus Deinem Schlafzimmer kommt und plötzlich ohne Vorankündigung vor Deinem Ex steht. Das könnte für beide recht peinlich werden. Und Deinen Ex-Mann geht es nichts an, ob Du einen fremden Mann in Dein Bett läßt. Genau solche Dinge bekommt er aber mit, wenn er in das Haus rein- und rauswandert, wie es ihm beliebt.

    Dass das Haus wohl auch noch ihm gehört, ist hier nicht relevant. Ein Vermieter ist auch der Eigentümer der Wohnung und rennt nicht in die Wohnung seines Vermieters wann es ihm paßt.

  15. 08.08.2010 19:36
    Du solltest sofort das Schloss auswechseln lassen gegen ein modernes mit Schlüsselkarte, so dass man keine Schlüssel kopieren kann. Natürlich darf der Ex niocht mehr in Deinere Wohnung herumlaufen. Wie sonst solltest Du mal wieder einen neuen Partner finden und auch der sich bei Dir wohlfühlen?

    Sofort handeln und sofortr wechseln lassen! Das ist es immer wert!

    Umgangsrechet ist fast immer 2-WE und fertig. Dein Ex hat kein Recht, sich da andere Regeln auszudenken. Punkt. Verkünde das klar und deutlich und fertig. Der Bursche will Dir wahrscheinlich die Kinder wegnehmen und hält diese Aktion für einen guten Anfang. Mach ihm einen Strich durch die Rechnung.

  16. #15 Gast
    08.08.2010 20:19
    Frederika, du übersiehst dabei aber schon, dass es auch seine Kinder sind. Natürlich ist es völlig unangemessen, dass er in ihrem Haus herumläuft, wie es ihm passt, auch jegliche Einmischung in ihr Leben ist völlig inakzeptabel, generell ist sein Verhalten sehr fragwürdig, aber dass ein Mann seine Probleme damit hat, seine Kinder nur alle 2 Wochen zu sehen und somit kaum an ihrem Leben teilzuhaben, kann ich schon gut verstehen. Umgekehrt würde ich auch nicht in dieser Situation sein wollen, nur Geld abdrücken zu müssen, aber zum Zoo- und Schwimmbad-Papi degradiert zu sein. (w, 35)

  17. #16 Gast
    08.08.2010 23:11
    Denkt denn irgendjemand auch mal an die Kinder? DIE haben doch auch ein Interesse, ihren Papa öfter als alle zwei Wochen zu sehen!

    Hier ist immer nur von den Interessen der FS die Rede!

    W 28

  18. #17 Gast
    10.08.2010 08:26
    Hallo, ich bin die FS

    ich bin immer noch sehr zwiegespalten: einerseits bin ich juristisch und auch moralisch im Recht, was meine Privatsphäre angeht. Ich könnte und darf ihn "aussperren". Nur sind es andererseits eben auch seine Kinder und die lieben ihn und wollen jeden Tag mit ihm Zeit verbringen. Er will sich um sie kümmern und weiterhin an ihrem Alltag teilhaben, was ich auch gut verstehen kann.

    Wenn es umgedreht wäre und ich ohne meine Kinder leben müsste, würde ich auch darum kämpfen, sie täglich sehen zu können.

    Ich will weder für mich noch für meine Kinder einen jahrelangen Kleinkrieg.

    Ich habe meinem Ex klargemacht, dass ich jederzeit das Recht habe, die Schlösser zu wechseln und ihn auflaufen lassen könnte, aber im Interesse der Kinder darauf verzichte. Wer Frieden will, sollte keinen Krieg führen und deshalb habe ich auf meine "Rache" verzichtet.

    Vielleicht ist das langfristig falsch und wird mir als Schwäche ausgelegt. Das ist es aber in meinen Augen nicht. Es wäre viel einfacher gewesen, zurückzuschlagen und ihm zu zeigen, dass er sich nicht rücksichtslos und unfair verhalten kann, ohne mit den Kosequenzen leben zu müssen. Es erfordert Stärke, trotzdem großzügig und fair zu bleiben. Ich hoffe, dass es sich im Interesse der Kinder auszahlt, gerecht und anständig zu bleiben statt schadenfroh und rachsüchtig.

    Kurz und gut, ich habe auf Kosten meiner Privatsphäre auf mein Recht verzichtet. Er kümmert sich morgens um die Kinder. Dafür leben sie weiterhin unbehelligt bei mir und haben ihren Vater trotzdem.

    Was haltet ihr davon: Dummheit oder doch langfristig besser?

  19. #18 Gast
    11.08.2010 16:11
    Du verzichtest im Interesse der Kinder darauf, die Schlösser auszutauschen? Sehr merkwürdig! Wenn du ihn die Kinder nur aller 2 WE sehen lassen würdest, wäre das sicher zum Schaden eurer Kinder. Aber deinen Ex dazu zu zwingen, nur mit deiner Erlaubnis ins Haus zu kommen, schränkt den Umgang mit diesen doch nur marginal ein. Du wirst doch wohl nicht ernsthaft glauben, dass er den Kontakt zu den Kindern aufgibt, nur weil er nicht ohne zu klingeln zu ihnen kommt?

    Ich (m!) würde sofort die Schlösser auswechseln lassen.

  20. #19 Gast
    21.08.2010 21:36
    zu #17

    Sorry, absolute Dummheit. Du bist zu nett und er nutzt es aus. Du bist damit auch kein gutes Vorbild für die Kinder.

    Er kann gerne seine Kinder morgens an der Haustür abholen und zur Schule bringen.

    Du solltest lernen zu kämpfen und für deine Rechte einzustehen. Hol dir notfalls schnelle proffessionele Hilfe, dort wird man dir auch raten, dass es kein Problem wäre, wenn du die Schlösser austauschen läßt und der Kindesvater kann seine Kinder trotzdem regelmäßig sehen.

    Kann es sein, dass du in der Beziehung mit dem Kindesvater auch schon immer so nachgiebig warst? Du bist nicht mehr großzügig, du bist zu nachgiebig und das hat auch nichts mit Stärke etc. zu tun.

    Lass doch die Kinder für eine Weile zum KV mit seiner Geliebten ziehen? Die Pupertät steht doch bei deinen Kindern schon längst vor der Tür. Lass ihn sich eine Zeitlang um die Kinder rund um die Uhr kümmern, da bleibt wenig Zeit für die Geliebte und die wird sich "freuen". Was glaubst du, wie schnell du die Kinder wieder zurück hast und dann hast du auch Ruhe vor ihm.

    Hol dir Hilfe, lass dich beraten, aber so wie es derzeit läuft, tust du weder deiner Seele noch der Seele deiner Kinder gut, auch wenn du glaubst, dass du es tust. Du tust es aber nicht!

    w (46)

  21. #20 Gast
    08.09.2010 00:19
    Hier wird viel zu sehr schwarz - weiß gedacht!
    Mein Ex und ich haben kein Problem, dass er an "seinen" WE in unser Familienhaus zu den Kindern kommt, außerdem mindestens einen Abend in der Woche ein gemeinsames Abendessen, bei dem alle erzählen und planen können - er ist wegen Freundin in eine kleine Wohnung ausgezogen, ich habe mittlerweile einen neuen Lebenspartner und bin froh, jedes 2. WE dorthin fahren zu können, während er sich um die Kinder und Haustiere kümmert -
    d.h., unsere Kinder müssen nicht "wechseln", haben einen festen Wohn- und Bezugsort (Freunde, Sport etc.), , die Mutter ist meistens da, aber der Vater eben auch zu fest verabredeten Zeiten!
    Den Kindern geht es damit sehr gut, wir Eltern sind als Ex-Paar gefordert in unserer Toleranz - aber auch so kann es gehen!
    Es tut allen viel wohler, wenn sie großzügig sein können!

  22. #21 Gast
    08.09.2010 11:02
    @#20
    Ich kann dir nur zustimmen. Klasse Beitrag. Und auch die FS ist auf einem guten Weg.

    Ganz viele Forumsteilnehmer hier wurden offensichlich schon einmal seelisch ganz schlimm verletzt, sehen überall nur noch Gefahren, und haben kein Vertrauen mehr. Da wird dann ganz schnell der Rechtsanwalt empfohlen, gedroht und Krieg geführt - Kinderbedürfnisse werden zweitrangig - Hauptsache recht bleibt recht.

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