- Frage:
ungelebt oder ungeklärt - hinderliche Altlasten für zukünftige Liebe?Fall a. - ungelebt: Eine Liebe kann trotz heftigen gegenseitig vorhandenen Gefühlen nicht gelebt werden, weil einer verheiratet ist und seine Ehe aus rationalen Gründen nicht aufgeben möchte. (Wird gleich am Anfang so geklärt, es "läuft" also gar nicht erst etwas.) Kann der Single-Teil jemals wieder ganz offen sein für jemand Neues oder steht diese ungelebte, unausprobierte Liebe einer neuen Liebe immer im Weg? Fall b. - ungeklärt: Man wird auf unfaire Art abgewiesen oder verlassen (z.B. mittels Kontaktabbruch) und bekommt keine wirkliche Erklärung über Gründe usw., auch nicht auf Nachfrage hin. Kann man als "Abservierter" (so) eine Liebe jemals richtig abschließen/verarbeiten, wenn keine klärenden Gespräche geführt werden? Freue mich über Erfahrungsberichte. Vielen Dank.Antworten: -
Ja, beides habe ich erlebt, wie sicher viele von uns, und ich konnte es trotzdem verarbeiten und bin wieder frei geworden für eine neue Liebe.
Allerdings habe ich Zeit gebraucht - und professionelle Hilfe. Allein hätte ich es nicht geschafft.
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Viele Partnerschaften enden irgendwann und müssen verarbeitet werden. Dazu gelten die entscheidenden Punkte:
* totaler Kontaktabbruch (inkl. Erinnerungsstücke)
* Erledigung der formalen, finanziellen, organisatorischen Aspekte
* viel Ablenkung durch Freundeskreis, neue Hobbys oder Beruf
Fall a ist in diesem Sinne ein ganz normaler Fall. Einfach aufarbeiten und fertig. Fall a unterscheidet sich nicht wesentlich von der Mehrzahl der Trennungen, wenn einer noch liebt.
Fall b ist mir unklar. Abgewiesen werden, also einen Korb bekommen, ist doch Alltag und sollte einfach verarbeitet werden können. Einseitige Verliebtheit kommt halt vor und das gar nicht selten. Oft gibt es gar keienn wirklichen Grund für Ablehnung, sondern der andere empfindet einfach nicht dasselbe wie wir oder ist eben doch vergeben oder innerlich nicht frei. Damit soltle jeder erwachsene Mensch einfach so umgehen können.
Klärende Gespräche sind mit das Unnötigste überhaupt -- sie sind oft von Lügen, Schonen, Verletzen gekennzeichnet, sie reißen neue Wunde auf, verhindern das Heilen und nützen rein gar nichts.
Ein Trennungsgespräch sollte kurz ein paar verständliche, nachvollziehbare Gründe nennen, aber in Wahrheit machen sie es selten einfacher. Trennung ist Trennung. Das Zerreden von Trennungen und angebliche "klärende Gespräche" sind der größte Selbstbetrug.
Mein Rat: Aufarbeiten muss jeder selbst, mit sich selbst, vielleicht mit Freunden und Familie. Ablenkung und Kontaktabbruch sind das A und O.
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Bei Fall a besteht die Gefahr der Idealisierung, weil die Liebe den Alltag nie erlebt. Das führt zu einer Erhöhung des Partners, dem dann keiner mehr das Wasser reichen kann. Insofern wird es sehr schwer, einen anderen Partner zuzulassen. Mit aufarbeiten und fertig ist es da nicht getan. Sowas kann einen das Leben lang verfolgen. Umso schlimmer, wenn man denjenigen noch weiter sieht, z.B. im Berufsleben. Man weiß ja um seine Gefühle - auch das erschwert die Situation ungemein und ist fast nicht zu ertragen.
Fall b halte ich für leichter zu verarbeiten. Da kann es helfen, sich auf sich selbst zu besinnen und keine Beeinträchtigung des Selbstwertgefühls zuzulassen. Was der Andere entschieden hat, kann mit seinen eigenen Problemen zu tun haben, und wir sind "zufällig" Betroffene. Auch ohne klärendes Worte kann man darüber hinwegkommen, erst recht, wenn ein neuer Partner ins Leben tritt.
w57
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Das sind so Fragen, auf die es keine allgemein gültigen Antworten geben kann, so quasi als Rezept.
Das hängt doch ganz entscheidend von der eigenen Persönichkeit ab. Wie gehe ich mit Schwierigkeiten um? Ist mir schon früh beigebracht worden, Probleme zu lösen oder bin ich schon immer weg gelaufen?
In beiden Fällen kann die Lösung nur bei einem selbst liegen. Schwer ist es immer. Und wenn man es nicht alleine schafft, muss man einfach ehrlich genug zu sich selbst sein und sich dann auch professionelle Hilfe holen. Nur wer nach Lösungen sucht, kann auch welche finden.
Hier hat Frederika vollkommen Recht - auf jeden Fall muss man jegliche Art von Kontakt abbrechen/vermeiden. Alles andere ist/wäre Selbstbetrug und führt zu keinem Ende.
Etwas Neues kann man auch immer erst dann beginnen, wenn das Alte abgeschlossen ist. Erwachsene sollten das wissen, weil das schon Kinder lernen sollten.
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Für mich ist das klärende Gespräch nach einer Trennung das A und O. Wenn ich es wünsche und er kommt dem nach, fühle ich mich noch geachtet, respektiert und wertgeschätzt, das macht es mir wesentlich leichter abzuschließen. Wünsche ich ein Gespräch und er entzieht sich dem, empfinde ich das als zusätzliche Verletzung und mangelnde Wertschätzung. Ich bin der Meinung, derjenige, der sich trennt, sollte dem Verlassenen Gelegeneheit geben, so abzuschließne wie dieser es braucht.
Selbst im Berufsleben gibt es Kündigungs-und Trennungsgespräche, um den Abschluß zu erleichtern, warum sollte dies ausgerechnet im Zwischenmenschlichen überflüssig sein? Verstehe ich überhaupt nicht wie man so graveirnede und m.E. herzlose Meinung haben kann!
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@5
Es wäre schön, wenn dies alle machen, wie du das schreibst. Doch das Problem ist, dass einige in der schwierigen Situation nicht darüber sprechen und den Partner sehen möchten/können.
Jeder verarbeitet eine Situation anders und das muss man akzeptieren. Man kann nachfragen, ob der andere bereit ist, darüber zu sprechen aber wenn er/sie das nicht möchte, dann muss man das stehen lassen. Auch möchte diejenige Person die Partnerin/Partner nicht verletzen mit detaillierten Aussagen, weshalb es nicht geklappt hat. Vielleicht ist man so auch weniger verletzt statt noch verärgerter??
w40
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Ich habe Fall a) erlebt und reagiert wie in Antwort
#3 beschrieben. Da ich gerade selbst ziemlich belastet war, hat die Trauerphase fast ein halbes Jahr gedauert, obwohl wir gar keine richtige Beziehung angefangen hatten.
Fall b): Wenn man sich in Fall a) reingesteigert und Gefühle aufgebaut hat, fällt es schwer, nach einer Absage loszulassen. Wenn man den anderen wenigstens als A... betrachten kann oder versteht, dass es bei ihm halt einfach nicht gefunkt hat, kann man ihn leichter vergessen. Mir würde eine Begründung schon helfen, weil ich selbst zum Grübeln neige, woran es denn gelegen haben könnte und was ich falsch gemacht habe, dass der andere mich nicht mag, während ich so stark verliebt war.
Nicht rational - aber so sind halt Emotionen....
w
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zu #5
Ich denke genauso, aber viele Menschen sind dazu aus emotinaler Unreife nicht fähig.
Ich habe bin noch nie von Männern, von denen ich mich getrennt habe, gefragt worden, weshalb und warum, oder das sie um mich gekämpft hätte oder so, nichts. Haben es hingenommen, waren wütend, aber mehr auch nicht.
Ich hätte mit den Männern gern darüber gesprochen, aber von denen war kein Interesse da. Hätte ja auch sein können, dass ich die Schuld des Scheiterns bei mir suche und es den Männern hatte auch so sagen können.
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Vieleicht ist es auch wichtig zu lernen den Partner zu verstehen,weil einige handeln unbewußt getragen von Ängsten oder falschen Schuldgefühlen aus Angst zu verlieren, oder reagieren auf manipulationen der Umwelt und kommen aus diesem Teufelskreis leider nicht heraus, weil sich irgentwelche Neider-Eifersüchtler- zufinden bei Expartner oder Kinder oder Eltern oder Freunde sich zunehmend auf Emotionaler Ebene mit verbaler Erpressung sich einmischen wenn einer kein gutes Selbstwertgefühl hat. Davon können Erwachsene beider Geschlechter befallen sein. Ich beobachte es immer wieder das viele lieber ein Leben lang Opfer sein wollen, und holen sich darüber die Aufwerksamkeit, wissen aber nicht das sie am Ende dabeidraufgehen. Einige können auch nicht Loslassen und legen sich damit selbst an die Kette. Ich finde jeder hat das Recht frei für sich zu bestimmen, wenn es Zeit ist zugehen um sich selbst den Darfschein dafür zu geben ein glückliches Leben zuführen unabhängig von Meinungen von Kindern Exen Eltern und Freunden, die meistens immer alles besser wissen, aber nicht Loslassen wollen und nicht verstehen wollen wie es einem selber geht. Ich finde dieses Handeln aus nicht Loslassen wollen ein sehr egoistisches Verhalten gegenüber dem der gerne andere Wege gehen möchte, und das sollte man diesem Menschen dann auch gönnen, weil jeder möchte gerne Glücklich sein, und darauf hat doch jeder Mensch ein gutes Recht für das man ihn Frei geben sollte.
Das ist meine Meinung als Mann mit 55 jungen Lentzen.
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Stimmt ja, was ihr hier grösstenteils schreibt.
Aber: Wie soll man 1) an sich selber "arbeiten", 2) Verständnis für den anderen haben und 3) loslassen, wenn es keine Antworten auf offene Fragen gibt?
In dem Fall "hilft" man sich mit Spekulationen die nicht selten in Hass münden:
Hilft Hass beim Loslassen? Was die Person angeht ja - was das Thema an sich angeht nein.
Man redet sich ein, dass der andere ein schlechter Mensch ist - aber weiß man es wirklich?
Das meine ich mit offenen Fragen. Mir ist es immer und auf alle Fälle lieber, eine ehrliche Begründung zu bekommen (in Fall b). Damit kann ich gut umgehen. Fall a kommt bei mir gar nicht in Frage (ausser es wäre so ein unglücklich gelagerter kombinierter Fall wie in 7 beschrieben).
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zu w57 : alles das was du schreibst triffst zu. Ich bin erst 21 und erlebe fall A gerade...
die idealisierung ist das schlimmste daran, denn da es nur eine affäre ist, erlebt man den altag nicht zusammen. alles kommt einem schöner vor als es ist. Ich schaffe es nicht von ihm wegzukommen und fühle im inneren, dass ihm in meinen augen niemand das wasser reichen kann. ich weiß nicht, ob ich es ohne professionelle hilfe schaffen kann..
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fall a: ja man kann offen sein und nein, es beeinträchtigt nicht.
fall b: ja man kann, aber es dauert länger als fall a. danke dafür ;-)
@11: hast du sie (die männer die so sind) erstmal durchschaut, idealisierst du ihn auch nicht mehr ;-)
denk immer daran, wer hier wirklich vor dir sitzt - dann musst du so etwas nicht mehr ernst nehmen.
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zu#10
Mir hat es geholfen, mit einer prof. Fachkraft über meine Fragen zu sprechen, wenn mir die Gegenseite keine Antwort geben wollte oder konnte.
Weiterhin habe ich viele Bücher zu diesem Thema gelesen, mich über viele Menschentypen informiert und warum sie so und so ticken. Oft habe ich dann dabei festgestellt, dass die Schuld der Trennung nicht bei mir lag, sondern die Umstände nicht gepasst haben, oder der Mann wirklich! Beziehungsunfähig ist und deswegen sich mir gegenüber so respektlos verhalten hat.
Auch das Forum gibt mir immer wieder neue Informationen, die für mich hilfreich sind.
Und... je schneller man kapiert, dass es auf manche Fragen halt keine Antworten gibt, dass man manche Dinge nicht klären kann, weil es nichts bringt und unnötige Energie frisst, die man für positive Dinge besser bräuchte, desto einfacher hat man es im Leben. Finde ich jedenfalls.
Aber es hat Jahre an Lebenserfahrung gebraucht, bis ich an diesen Punkt gekommen bin.
W 47
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ich (w) habe beide Fälle erlebt: In Fall A ist es nie zu einer Beziehung gekommen, ich war damals mit 18 zu schüchtern, um auf seine Versuche einzugehen - er interpretierte dies natürlich als Desinteresse. Ich habe den verpassten Gelegenheiten jahrelang nachgetrauert, denn ich war total verliebt in ihn. Aber es hat mich nicht in meinem Weiterleben eingeschränkt, ich fand einen anderen Partner. Der Schwarm hatte jahrelang einen Platz in meinem Herzen, aber nicht mehr. Irgendwann habe ich ihn bei einem Klassentreffen wiedergesehen und fand ihn nur noch langweilig. Die Gefahr des Idealisierens und "Was wäre, wenn" ist groß.
Fall B1: Wir waren 13 Jahre zusammen, dann trennte er sich, er hatte sich seit über einem Jahr in eine Studentin von ihm verliebt. Ich sollte innerhalb von 2 Wochen die gemeinsame Wohnung räumen, er ging mir aus dem Weg, weder mails noch Handy wurden beantwortet, es war ihm auch egal, dass ich ihn mit seiner Neuen sehen musste.
Da es in der Beziehung schon lange kriselte, hatte ich zwar an meinem neuen Leben zu knabbern, aber ihn vermisste ich nicht - der Betrug und die Art, wie kalt er mich behandelte, setzten mir allerdings zu. Nach einem halben Jahr war ich offen für Neues. Mittlerweile haben wir sporadisch Kontakt, was damals in ihm vorgegangen ist, habe ich trotz Bitten nie erfahren. Mittlerweile ist es mir herzlich egal. Er ist charakterlich eben nicht zu mehr in der Lage, und ich bin froh, ihn los zu sein. Die Sache mit der Studentin hielt nach der Trennung 2 Wochen...
Fall B2: Wir waren nur ein halbes Jahr zusammen, und für mich war er die große Liebe. Alles passte. Auch aus seiner Sicht, so sagte er immer wieder, er wollte, dass wir schnell zusammenziehen. Soweit kam es nicht mehr. Dann bekam ich nach einem nichtigen Streit eine mail mit dem Aus, die einzige Begründung "Er fühlt sich nicht wohl".
Ich habe nicht einmal gemerkt, dass er mich so schrecklich fand, dass ich ihm nicht einmal einen Abgang von Angesicht zu Angesicht wert war. Geschweige denn, vorher ein Gespräch, was ihm fehlt.
Das ist jetzt lange her, aber ich kann nicht abschliessen. Auch mit Abstand sehe ich nicht, was nicht gepasst haben könnte. Wie man von heute auf morgen jemanden für sich auslöschen kann. Ich verstehe nicht, wie man jemanden, für den man nur einen Funken Sympathie hat, so eiskalt behandeln kann. Und habe das Vertrauen verloren.
Bei jeder neuen Bekanntschaft ist es, als wenn Untertitel mitlaufen würden: "Ich mag Dich" ("glaub es nur") "Ich ruf Dich an ("und morgen kenne ich Dich nicht mehr") etc.
Nach Monaten der Trauer versuche ich, das Leben weitergehen zu lassen. Aber Männer lassen mich seitdem völlig kalt.
Möglich, dass es irgendwann nicht mehr so präsent ist. Leider habe ich noch nie jemanden getroffen, bei dem alles so passte, ich mich so wohl gefühlt habe.
Da nützen auch hilfreiche Tipps von wegen "Der Ex hatte Dich nicht verdient" herzlich wenig. Ich frage mich mittlerweile, was an mir nicht stimmt....irgendeinen vernünftigen Grund muss es doch geben.
Es ist tröstlich, hier zu lesen, dass es vielen anderen auch so geht.
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1. Date: Bester Treffpunkt