- Frage:
Was soll ich davon halten? Was machen?Habe durch Zufall und als Patientenbegleiter eine herrlich "normale", einfühlsame und geduldige Ärztin kennengelernt. Mitte, Ende 30, ein bis zwei Kinder, Familienstand unbekannt. Im Umgang mit mir irgendwie "erfreut-befangen". Ich ihr in einem unbeobachteten Moment neulich einen Schoko-Osterhasen auf die Tastatur gezaubert. Sie mich (hätte sich auch einfach beim nächsten Besuch bedanken können) noch auf dem Parkplatz abgefangen, sich ganz schnell und erfreut bedankt - und ganz schnell weg... Wenn ich nach irgendwelchen Laborwerten etc. frage, werde ich von Helferinnen bedient. - Was auf mich, denn sie könnte es unter irgendeinem Vorwand leicht anders handhaben oder auch mal kurz zwischendurch Verlauf abfragen, dann wieder fein abgrenzend-distanziert wirkt. Werd ich nicht schlau draus. Was soll ich davon halten? Was (unverfänglich) tun? M, 43Antworten: -
Sie WILL sich abgrenzen und distanzieren, weil sie dich nicht in ein "Abhängikeitsverhältnis Arzt-Patient" auf emotionaler Ebene rennen lassen möchte.
Das merkt sie sehr wohl, dass Du sie gut findest.
Aber genau DAS möchte sie eben NICHT.
Deshalb verhält sie sich so.
w,42
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Du bist der deutschen Sprache mächtig, also frei einfach, lad sie auf einen Kaffee ein und du siehst, was passiert. Wir alle können nicht in die Glaskugel schauen und die Zukunft voraussagen.
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Wenn sie sich "fein abgrenzend-distanziert" Dir gegenüber verhält, gibst Du Dir die Antwort doch schon selbst. Sie hat Kind/er und scheint gebunden zu sein, also solltest Du den Abstand unbedingt wahren und Dich im Umgang mit ihr wieder in eine neutrale Position begeben.
Obwohl man gebunden ist, kann es doch trotzdem immer wieder mal knistern wie bei Euch. Deshalb gibt man aber nicht gleich (oder sollte es sich sehr wohl überlegen) sein altes, vertrautes Leben auf, schon gar nicht, wenn Kinder da sind.
Mein Rat: stell Deine Flirtversuche und damit verbundene Hoffnungen auf mehr ein. Ich weiß, kein Rat, den Du gern liest. Aber als Außenstehende stellt sich mir die von Dir so geschilderte Situation halt dar.
By the way: wie man dazu kommt, einer Ärztin während ihres Dienstes Schoko-Hasen auf die Tastatur zu 'zaubern', kann ich grad nicht so ganz nachvollziehen......
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@1
Der FS ist nicht Patient, sondern Patientenbegleiter. Das sind völlig unterschiedliche Situationen.
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@4 es kommt aber unterm strich aufs selbe raus - s. 3.
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..also ich finde das mit dem Schokohasen originell.. und warum sollte man das nicht tun, ist doch spontan und witzig....
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Dass sie den Osterhasen nicht ignoriert hat, ist ein gutes Zeichen. Allerdings heißt es nicht zwangsläufig, dass sie auch frei ist. Wenn es möglich ist, verwickle sie in ein zwangloses Gespräch, in dem Du - ganz nebenbei - ihren Mann erwähnst (Würde Ihrem Mann das auch gefallen?/Kommt Ihr Mann auch mit?/Waren Sie mit Ihrem Mann schon mal dort?/Was würde Ihr Mann dazu sagen? Oder so.) An ihrer Reaktion merkst Du schnell, was Sache ist. Will sie nichts von Dir, wird sie ungezwungen von ihm erzählen. Will sie nur ein Abenteuer, wird sie verlegen und lenkt ab. Sagt sie ganz offen, dass sie keinen Mann hat, heißt das zumindest, dass Du Chancen haben könntest. Dass sie sich am Arbeitsplatz keine Blöße gibt, ist normal. Die Autorität ist schnell verspielt, wenn frau sich von/vor Kollegen und Mitarbeitern anbaggern lässt.
Wegen eines eventuellen sozialen Gefälles solltest Du Dir aber keine Gedanken machen. Eine Frau mit Herzensbildung wird Dich nicht nach Deinem Einkommen/Beruf bewerten, sondern sich fragen, ob Du zu ihr und ihren Kindern passt. Dann brauchst Du nur noch den Mut, sie unter vier Augen zu einem Kaffee einzuladen, wenn Du genaueres wissen willst.
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FS:
O.k., es scheint also eine gewisse, beidseitig sympathische Wertschätzung der Persönlichkeiten zu diagnostizieren zu sein? ;-)
Was mich irritiert, dass ist ihre Ambivalenz: Einerseits ganz offensichtlich zugewandt-verunsichert (sonst wäre ich doch gar nicht auf die Idee gekommen!), andererseits passiv-unkonkret.
WICHTIG: Ihr meint also schon, ICH habe mich klar genug "geäußert" und genug "gezeigt"/"vorgewagt"?
Der Bälle (Hasen ;-) ) genug zugeworfen?
Und es wäre - wenn - an ihr, mal einen rüberzuwerfen, statt immer "nur" erfreut-befangen-höflich zu reagieren - und ansonsten fein in der Reserve zu bleiben und nicht zu agieren? (Ich habe schließlich keinen Röntgenblick... ;-) )
Dann spare ich mir #7 nämlich lieber, erfreue mich an der beidseitigen Wertschätzung - und bringe mich lieber rechtzeitig in Sicherheit. ;-)
Ich hatte zwar schon gedacht, noch nen Cappucco zum Hasen oder ein nettes Event anzubieten, aber so aufs Glatteis hinaus und ohne jegliche Vorlage ist mir das dann doch zu heikel. Da bekomme ich Angst vor meiner Courage!
#3 Tja. Ich finde die Art, wie sie mit ihren Patienten umgeht, sehr beeindruckend. Ich wertschätze das. Ich habe wenige Ärzte so erlebt. Und sie staunt offensichtlich auch über meinen Umgang mit dem Patienten. Das zu tun, setzt jeweils gewisse Persönlichkeitsstrukturen (Liebesfähigkeit, Prioritäten, Entschlossenheit, Sicht des Lebens) voraus, die nach meiner Ansicht das Leben, das Miteinander sehr l(i)ebenswert machen.
Der Hase - mh - ich weiß jetzt gar nicht, ob er mehr Dank oder mehr Einladung ist? Ah, vermutlich Letzteres, aber es ist schon eine Mischung.
Und da sich die Gelegenheit einfach so ergab, ihn von ihr unentdeckt zu platzieren... ;-) "Musste" ich einfach machen. :-) Die überraschenden Hasen sind doch die schönsten! ;-)
So ist es auch mit der Ärztin:
Bei EP hätte ich sicher weitergeklickt: Beruf (Status), Kinder... (als Mann an 3. Stelle?)
Es ist die Persönlichkeit, soweit ich diese bisher und völlig unvorhergesehen erlebt habe, in die ich mich vergucken könnte. ;-) Da kann Mann doch nicht einfach so vorbeigehen, oder?
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Lieber Fragesteller
Dein Osterhase ist ja schon mal gut angekommen. Das Du bei der Erfragung von Laborwerten mit den Helferinnen zu tun hast, sehe ich wie #7 - da muss sie aufpassen. Wenn das immer die Helferinnen machen, kann sie's deshalb nicht anders machen.
Verliere einfach nicht die Geduld. Flirte einfach weiter. Frauen genießen es, umgarnt zu werden. Kennst Du denn ihr Auto? Mach' doch einfach irgendwann einen Zettel mit einer Einladung zum Kaffee dran, Unterschrift der Osterhase. Spätestens dann wirst Du gewahr, ob sich da was anbahnen könnte.
Wünsch' Dir noch viel Spaß mit Deiner Ärztin, die kleine Kaktee
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Sehe das wie 10. Sie fühlt sich allerhöchstens geschmeichelt wenn nicht gar peinlich berührt.
Deshalb das dezent zurückhaltende. Frauen können sich da manchmal nicht gut abgrenzen. Und wieso sollte sie auch? Macht ja Spaß, wenn man mit Ende 30 und zwei Kindern nochmal umworben wird.
Aber wenn du weiter baggerst, riskierst Du eine Breitseite.
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@#8: "Bei EP hätte ich sicher weitergeklickt [...]"
Damit willst du uns jetzt sagen, dass die Realität doch eigentlich ganz anders - besser - aussieht als die EP-Katalog-Welt?
Da bin ich aber ganz anderer Meinung. Nehmen wir an, deine Ärztin ist wirklich Single und grundsätzlich auf Partnersuche. Vielleicht hat sie sich genau deswegen vom Vater der Kinder getrennt, weil der eben nicht so empathisch ist, wie sie offenbar zu sein scheint. Der sieht seine Kinder aber sicherlich alle 2 Wochen am Wochenende. Wenn dich also ihre Art beeindruckt, dann wirst du dich in deinem Wesen sehr stark vom Vater der Kinder unterscheiden. Kannst du dir wirklich nicht vorstellen, dass das zu Konflikten bei der Erziehung der Kinder führen kann?
Ärzte sind fast alle Arbeitstiere, das wissen wir. Deine Ärztin hat nun auch noch 2 Kinder, um die sie sich kümmern muss. Wo bleibt da Zeit für dich? Dieses Problem hast du ja auch schon selbst angedeutet in #8.
Fazit: Die oft kritisierte "Katalog-Mentalität" in Online-Partnerbörsen ist nicht so schlecht, wie sie immer gemacht wird, wenn sie denn richtig angewendet wird. Wer fremde Kinder und bestimmte Berufsgruppen nicht als absolutes No-Go deklariert, ist bei solchen Kontakten wie bei deiner Ärztin gewarnt, welche Schwierigkeiten auf einen zukommen können - und zwar BEVOR man vor Verliebtheit nicht mehr klar denken kann. Dein Verstand ist schon etwas vernebelt und so schaust du an den potenziellen Problemen vorbei. Ich kritisiere dich dafür nicht, sondern ich ich möchte nur herausstellen, dass die ein NACHTEIL beim herkömmlichen Kennenlernen außerhalb von Online-Partnerbörsen ist.
Nichtsdestotrotz will ich auch noch was zu deinem konkreten Problem sagen. Ich würde das Ende der Behandlung abwarten und bei meinem letzten Erscheinen in ihrer Praxis wieder einen Osterhasen (oder was anderes) mitbringen und den nebst Zettel mit deiner Nummer irgendwie an ihrem Auto befestigen (plus Einladung auf einen Kaffee). Wenn sie sich dann nicht meldet, siehst du sie nicht wieder und es gibt keine Peinlichkeit.
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