1. Frage:
    Gefragt am: 14.11.2010, 17:50 von Gast
    "Wer etwas will, suchte Wege. Wer etwas nicht will, sucht Gründe."
    Trifft das auch das Beziehungsverhalten von Männern und Frauen zu? Was sind eure Erfahrungen?
    Antworten:
  2. 14.11.2010 18:23
    Ja klar, das ist das normale Verhalten von Menschen und daher auch beim Beziehungsverhalten gültig.

    Allerdings würde ich das nicht als Kritik interpretieren: Schließlich soll man eine Partnerschaft aus ganzen Herzen und auch mit ganzem Kopf wollen und befürworten. Wenn das nicht der Fall ist, ist es doch richtig, keine Beziehung einzugehen. Eine Partnerschaft setzt einfach sehr viel Harmonie und Kompatibilität voraus.

  3. #2 Gast
    14.11.2010 18:27
    Ja, das würde ich unterschreiben.
    Es geht so weit, dass Frau von weit entfernt wohnenden Männern angeschrieben wird, die sich im Verlauf doch überlegen, dass die Entfernung zu gross ist. Kein Kompromiss darf gedacht werden, auch eine (Fern)Beziehung für die Zeit, die ein Stellenwechsel (der Frau) benötigt ist von Seiten des Mannes undenkbar, ...
    Und mir scheint, dass meine Flexibilität eher nicht wahrgenommen bzw. als Anspruchslosigkeit oder Wahllosigkeit interpretiert wird.
    Genau hierin liegt der Grund, weshalb ich nicht mehr über EP suche - obwohl ich die Idee gut fand, so Männer kennenlernen zu können, die mir im Alltag nicht begegnen würden. Den Passenden werde ich hier wohl eher nicht finden und hoffe auf nun den Zufall im Alltag.

  4. #3 Gast
    14.11.2010 18:42
    Wer will schon entscheiden ob Gründe gesucht werden (als Vorwand) oder ob tatsächlich entscheidende Gründe vorliegen. Mit einer solchen Aussage wäre ich aus diesem Grund eher vorsichtig. Das sind doch ganz persönliche Sichtweisen.

    Besser erscheint mir die Betrachtung, wenn ein Mensch nichts an einer Situation ändern möchte, ist ihm die Veränderung einfach zu "teuer". Er hat sich dann für einen anderen Weg oder den gleichen Weg weiter zu gehen entschieden. Und diese Entscheidung steht jedem Menschen ganz persönlich zu.

    Für mich ist die Aussage "Wer etwas nicht will, sucht Wege........................" eher eine Phrase die versucht den anderen für sein Verhalten zu verurteilen.

  5. #4 Gast
    14.11.2010 19:29
    an #3:

    "hat" Gründe ist etwas anderes als: "sucht" Gründe.

    Keiner verwehrt jemandem seine persönliche Entscheidung oder das Recht darauf.
    Der Satz sagt lediglich etwas aus über eine Verhaltens- und Erklärensweise aus. Oder nicht?

    Es heitßt nicht "Wer etwas nicht will, sucht Wege..." das hast du falsch gelesen. Oder habe ich dich falsch verstanden.

    Kein Urteil in: "Wer etwas will, suchte Wege. Wer etwas nicht will, sucht Gründe." Eher Tatsache? Ich finde schon.

    Ich bemerke, wer etwas will, tut, was er/sie kann, um das Unmögliche möglich zu machen.
    Wer etwas n i c h t will (und darin liegt weder Urteil noch Vorwurf), wird Gründe finden, weshalb etwas unmöglich ist - und wird es nicht versuchen, möglich zu machen.
    Insofern gebe ich diesem Satz recht.

  6. 14.11.2010 19:53
    Ich überlege immer noch, wie solche Aussagen/Floskeln (?) hilfreich in einer Beziehung (in der Rubrik wurde ja gepostet) sein sollen?

    Wahrscheinlich fehlt mir da ein Gen. Mit solchen 'Bausätzen' um wichtige Themen herum zu tanzen, kann doch nicht hilfreich sein. Das ist eher was für eine pseudo-psychologische Diskussion in netter Runde mit Freunden. Eine von diesen, die fast immer ohne neue Erkenntnisse enden, nett war und die Zeit ging vorbei. Mehr nicht!

    In einer Beziehung brauche ich jemand, mit dem ich wirklich reden kann, jemand, der klar zum Ausdruck bringen kann, was er meint. Selbstverständlich gilt das dann auch für mich. Fragen, die man beantworten kann und nicht erst zerpflücken muss!

    Solche Sätze wie in der Titelfrage, sind doch einfach nur Thesen, die in den Raum gestellt werden. Da diskutiert man erst einmal, was sie bedeuten bzw. wie sie gemeint sind (so wie hier!), ohne zum Kern dessen zu kommen, warum diese Aussage gemacht wurde.

    Tut mir leid, ich kann das nicht als besonders zielführende Kommunikation erkennen. Kann ja aber auch sein, dass mir nur noch niemand gesagt hat, dass ich nicht intelligent genug bin, diese Art von Fragen zu verstehen.

  7. #6 Gast
    14.11.2010 20:15
    hier die #3 @ #4

    Habe schon richtig gelesen, aber leider falsch zitiert.

    Ich denke es ist manchmal sehr schwierig von außen zu entscheiden ob:
    "hat Gründe" oder "sucht Gründe"
    Da es sich hier doch um eine ganz persönliche Auffassung von zwei Menschen handelt.
    Aus diesem Grund wäre ich mit einer Pauschalisierung gerade in Beziehungen vorsichtig.

    Die Aussagekraft und Wirkung von "hat Gründe" und "sucht Gründe" ist aber ganz unterschiedlich.

    Hat Gründe:
    Ich möchte aber ich kann aus diesem Grund nicht.
    Kompromiss erforderlich/ möglich?
    Das Wege suchen muss auf BEIDEN Seiten erfolgen.


    Sucht Gründe:
    Ich möchte NICHT und suche eine Entschuldigung/Rechtfertigung (Grund) für mein Verhalten.
    In diesem Fall wird für mich die Verantwortung für das eigene Verhalten weggeschoben.
    Hier hilft dann auch kein Kompromiss.
    Man wird keinen Weg finden.

    Also ich finde es ist manchmal schwierig zu entscheiden ob der Andere
    "hat" oder "sucht". Aus diesem Grund wäre ich erst mit einer Generalisierung
    vorsichtig. Eindeutig erkennen kann man es wohl im Verlaufe der Zeit.

  8. #7 Gast
    21.11.2010 11:10
    Dieser Spruch ist auf allen Ebenen zwischenmenschlicher Beziehung anzutreffen!

    Leicht daran zu erkennen, dass dieser Satz im Passiv steht.

  9. #8 Gast
    21.11.2010 13:27
    Die #8 ergänzt:

    Ausgesprochen hat dies ein Mann im Jahr 2005, ein Unternehmer. Ein Spediteur, namens Harald Kostial.

    Dieses Zitat ist bereits Teil von Manager- und Verkaufsschulungen! Was er damit zum Ausdruck bringen wollte, kann man ohne Weiteres googlen.

  10. #9 Gast
    21.11.2010 22:59
    ... da werden schlicht verschiedene Ebenen vermischt. Solcher simplifizierte Murks kommt gerade im Manger- und Verkäufertrainung immer wieder gut an ... ;-)) und damit lässt sich gelegentlich sogar viel Geld verdienen ...
    Also:
    1. Für eine Entscheidung gibt es immer Gründe, manchmal auch unbewußte. Und zwar unabhängig davon in welche Richtung die Entscheidung geht.
    2. Wenn jemand eine Entscheidung getroffen hat, wird er Wege zur Umsetzung suchen.
    3. Einer dieser Wege kann sein, Strategien für den Umgang mit Hindernissen bei Umsetzung der Entscheidung zu finden.
    4. Ein anderer Weg kann sein, präzise zu erläutern, weshalb ein Projekt nicht weiter verfolgt wird, d.h. die Gründe für eine Entscheidung werden erklärt.
    Eigentlich ganz einfach ...

  11. 21.11.2010 23:07
    @#10: Ja, das ist eine sehr gute Analyse und Zusammenfassung. So ist es. Der Spruch ist einfach ein platter Psychospruch, der eingängig klingt, aber in Wahrheit diffamieren soll statt Klartext zu reden.

    Jeder trifft Entscheidungen. Negative muss man dabei öfter begründen als positive. Wege suchen muss man so oder so.

    Wer eine Partnerschaft aus nachvollziehbaren Gründen ablehnt, der kann absolut im Recht sein und muss sich durch dien Titelspruch nicht diffamieren lassen. Es geht nicht darum, eine wenig erfüllende Partnerschaft durch "Wege suchen" gangbar zu machen, sondern darum, eine erfüllende Partnerschaft zu finden, die es wirklich wert ist.

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