1. Frage:
    Gefragt am: 01.06.2010, 21:43 von Gast
    Wie nach "Altlasten" oder generellem Beziehungswillen fragen...?
    Wenn man selbst schon einige Male solche unerfreulichen und schmerzhaften Prozesse durchgemacht hat (siehe anderer Beitrag hier: er kann plötzlich nach 5 Monaten Beziehung nicht mehr wegen der Ex von vor 2 Jahren... oder meine Story: er kann sich aus beruflichen Gründen doch nicht auf eine Beziehung einlassen)... wie kann man das in Zukunft genauer "abklären"? Oder kann man das nicht?Wenn man fragt: bist Du ohne Altlasten,offen+frei für eine Beziehung? Die Antwort kann "ja" sein-und es kommt dann doch wieder die Überraschung.Sollte man so was fragen? Ist es verschreckend direkt? Man bekommt ja schon den Eindruck, dass Beziehung-Starten eine suuper heikle Angelegenheit ist, man ja nix Falsches sagen darf, sonst ist der andere gleich weg. Männer wie Frauen dürfen nicht zu schnell sein - der andere könnte sich erdrückt fühlen (v.a. Männer?) und man sollte auch ja keine Schwächen zeigen (v.a. Männer nicht?!)... wie also geht man vor?
    Antworten:
  2. #1 Gast
    01.06.2010 21:57
    Keiner wird dir antworten, daß ihn seine Altlasten an einer neuen Beziehung ändern - denn eigentlich will er/sie ja durch die neue Beziehung die Altlasten vergessen -was nicht geht.
    Ich glaube nicht, daß man das zu 100 % sicher abklären kann, lasse mich aber gerne eines besseren belehren.

    w/48

  3. 01.06.2010 22:26
    Nein, du kannst niemanden direkt fragen, ob er seine Altlasten beseitigt hat. Diejenigen, die sie nicht verarbeitet haben, werden lügen, weil sie natürlich wissen, was ihnen blüht, wenn sie ehrlich antworten. Die anderen fühlen sich respektlos behandelt, weil ihnen durch die direkte Frage Misstrauen und damit eine sehr negative Stimmung entgegenschlägt. Also die direkte Frage nach Altlasten bringt gar nichts. Darüber hinaus wird der Begriff Altlasten so vielfältig verwendet, dass man gar nicht so richtig sachlich drauf antworten könnte, selbst wenn man wollte.

    Es gibt auch gar keinen Grund, so eine Frage zu stellen. Lass dir einfach mehr Zeit beim Kennenlernen eines Kontakts und nutze die Zeit, um seine Mentalität, seine Einstellung zu wichtigen Themen des Lebens und beziehungsrelevanten Inhalten kennenzulernen. Du fährst viel besser, wenn du auf Kleinigkeiten im Verhalten achtest. Bei Kleinigkeiten verraten sich viele Menschen oft, weil sie auf diese nicht so sehr achten.

  4. #3
    01.06.2010 22:47
    Ach, schon wieder jemand der sich so manches hier zu sehr zu Herzen nimmt.... Etwas mehr Gelassenheit täte gut.

    Mach Dir doch keine Gedanken ob Du jemanden mit einer solchen Frage verschreckst, Gerade wenn man schon ein wenig älter ist und so seine Erfahrungen gemacht hat finde ich diese Frage nicht nur legitim sondern geradezu zwingend. Natürlich nicht bei ersten Date, aber wenns dann tatsächlich was werden könnte ist es fair und verletzungsfreier das zu klären. Die erste Frage wäre zum Beispiel wie lange die letzte Beziehung dauerte und wie lange man sich Zeit genommen hat das Ende aufzuarbeiten. Dazu noch klären wieso es aus war und man kann schon einiges daraus schliessen. Also wenn jemand 20 Jahre verheiratet war, sich gestern getrennt hat und wegen Untreue verlassen wurde ist sicherlich noch kein guter Kanditat für eine neue Beziehung....

    Nachdem meine langjährige Beziehung vor allem an Sprachlosigkeit (Ihrerseits, eigentlich unweiblich) zugrunde gegangen war hab ich mir geschworen mich nie wieder mit kryptischen Andeutungen, Zeichen lesen und ähnlichen Missinterpretierbarem Mist abspeisen zu lassen. Und seltsam, es funktioniert ganz wunderbar. Auch die Frau ist ganz entzückt ohne Angst was falsches sagen zu können zu kommunizieren.

    Wir machen uns offenbar alle zuviel Gedaneken was wäre wenn... anstatt offen zu leben. Das ist unglaublich entspannt.

  5. #4 Gast
    01.06.2010 23:29
    Ich denke fragen bringt gar nichts...habe diese Erfahrung auch schon mehrmals gemacht, anfangs war ER Feuer und Flamme und verliebt, dann kam das Aus (meist nach wenigen Wochen) wegen noch nicht verarbeiterter Ex-Beziehung. Dabei hatten wir vorher darüber gesprochen.
    Ich für meinen Teil habe daraus gelernt, mir einfach länger Zeit zu lassen, bevor ich jemandem vertraue und bei mir zu viele Gefühle entstehen lasse. Gut Ding will eben Weile haben.

  6. #5 Gast
    02.06.2010 01:09
    Wie mehr Misstrauen und Verkrampfung schon am Anfang umso mehr Mißerfolg! m

  7. #6 Gast
    02.06.2010 08:25
    Prinzipiell finde ich den Vorschlag von Kalle richtig und ich mache es auch so. Leider ist aber auch hier die Wahrheitsliebe der Männer (bei Frauen kann ich es nicht beurteilen) nicht unbedingt gegeben.

    Ein Ex-Freund hatte mir beim Kennenlernen gesagt, seine letzte Beziehung habe 2 Jahre gedauert und sei vor 9 Monaten vorüber gewesen. Durch Zufall habe ich nach der Trennung von ihm seine sehr nette Ex-Freundin kennengelernt und es stellte sich heraus, daß die Trennung gerade 4 Wochen her war, als ich ihn kennenlernte.
    Als ich unsere Beziehung nach knapp 3 Jahren beendete, hatte er eine Woche später schon wieder eine Kontaktanzeige in der Zeitung, obwohl wir noch 2 Monate zusammen wohnten und in dieser Zeit schon wieder eine neue Freundin. Er war ein Mensch, der einfach nicht alleine sein konnte, er bekam da tatsächlich Angstzustände.
    Allerdings hatten "Altlasten" aus seiner Ex-Beziehung unsere Partnerschaft allenfalls in den ersten Wochen und eine eher geringe Rolle gespielt.

    Ich würde einen Partner, der noch an seiner letzten Beziehung "zu knabbern" hat auch nicht gleich ausschliessen. Eine lange Ehe oder Beziehung, wenn möglich noch mit Kindern, verarbeitet man nicht in der vorgegebenen Zeit x, insbesondere, wenn man wegen gemeinsamer Kinder noch Kontakt zum ex-Partner hat. Wenn für mich klar ist, daß der neue Partner sich definitiv getrennt hat und kein Zurück mehr will, bin ich durchaus bereit, mit ihm auch über seine letzte Beziehung zu sprechen und ihm vielleicht zu helfen, über noch nicht verarbeitete Verletzungen oder Unklarheiten hinwegzukommen.
    Natürlich darf das kein Dauerthema in der neuen Beziehung werden, aber Partner sind doch dazu da, sich zu unterstützen und zu helfen.

    Wenn es um die Ex-Beziehung geht, scheinen "Altlasten" -was auch immer damit gemeint ist- für die meisten ein NoGo zu sein. Hätte der Partner noch mit Altlasten aus z.B. früheren beruflichen Problemen, zu tun, würde man das wohl nicht so eng sehen. Es fällt mir auch in anderen Diskussionen hier auf, daß der/die Ex für viele ein rotes Tuch ist und als immense Bedrohung gesehen wird. Viele möchten den/die Ex völlig aus der neuen Beziehung ausklammern und erwarten, daß der neue Partner seine Vergangenheit in dieser Hinsicht komplett "aufgearbeitet" hat (was auch immer das heißen mag!) und sozusagen eine völlig weiße emotionale Karte über die letzten Jahre vorlegt.
    Das finde ich nicht richtig, denn die Vergangenheit (ob Ex, Beruf, Familie ect.) prägen doch jeden Menschen, er hat sich daran entwickelt und verändert, wurde dadurch so, wie ich ihn jetzt vorfinde. Das kann ich doch nicht alles auf <delete> stellen, im Gegenteil, ich möchte gerne viel über diese Entwicklung wissen und warum mein Partner so wurde, wie er ist. Dann weiß ich auch viel besser, wie er mit bestimmten Situationen umgeht, wo seine Verletzlichkeiten evtl. herrühren und kann mich viel besser einfühlen.

    Aber ich weiß, daß ich mit dieser Auffassung eher alleine dastehe. Bin halt ein empathischer Mensch und Ärztin ;-))

    w/48

  8. 02.06.2010 08:39
    Wer schon darüber nachdenkt, ob eine Beziehung ja oder nein, und über die "Altlasten" nachdenkt, der dreht sowieso auf dem rationalen Modus.
    Leute, ihr solltet mehr eure rechte Gehirnhälfte aktivieren! Dann klappts auch mit der Liebe und ihr schwingt auf einem anderen Level, dem Gefühls-Level.

  9. #8 Gast
    02.06.2010 09:27
    Aus Erfahrung als Frau (46) kann ich nur die Empfehlung geben, taktisch klug nach dem Umgang mit negativen Altlasten zu fragen, zu beobachten, zu hinterfragen etc. In den vorhergehenden Beiträge sind ja schon einige gute andere Ideen dazu geschrieben worden.

    Wenn das ein Mann/Frau nicht abkann und unreif reagiert, sind schlechte Bedingungen gegeben, damit sich eine gute Beziehung entwickeln kann.

    Ich finde es sehr schade, dass es vielen Menschen nicht bewußt ist, dass sie erst ihre negativen Altlasten abgearbeitet haben müssen, wirklich im Kopf und Herzen von der alten Beziehung frei sein müssen, eh sie eine neue Beziehung eingehen können. Da keine Eigenreflexion da ist, werden die nicht verarbeiteten negativen Altlasten weiterhin in der folgenden oder in DEN folgenden Beziehungen immer wieder negative Auswirkungen haben. Davon lesen wir ja hier genug bei EP.

  10. 02.06.2010 11:09
    Liebe Fragestellerin!

    1. Nein, man kann eigentlich nicht direkt nach Altlasten fragen, schon gar nicht mit diesem Ausdruck. Wer antwortet darauf ehrlich? Wer weiß genau, was damit gemeint ist? Ich stimme hier der Erklärung von ThomasHH in #2 vollkommen zu.

    2. Selbstverständlich kann man aber die Altlastenlage schrittweise, vorsichtig, unauffällig, unverkrampft und nebenbei ermitteln, indem man über mehrere Termine verteilt, folgende Fragen klärt und bewertet. Am besten wenn man sowieso gerade über solche Themen plaudert, am besten also bei Tagesausflügen, bei denen sich immer Gelegenheiten zu längeren Unterhaltungen, auch über die Vergangenheit ergeben. Die Fragen sollten natürlich nicht so platt wie hier gestellt werden, sondern im geeigneten Kontext eines passenden Gespräches sinngemäß geklärt werden!

    + Seit wann bist Du Single? Seit wann wohnst Du wieder alleine?
    + Triffst Du ab und zu noch Expartner?
    + Sind alle Dinge zwischen Dir und dem Ex abschließend geklärt?

    + Möchtest Du langfristig gesehen gerne mit Deinem Partner fest zusammenwohnen oder getrennte Wohnungen haben? Miete, Hausbau, Eigentum?
    + Möchtest Du eine Familie gründen? Möchtest Du Kinder?

    + Verhältnis zu Nähe/Distanz
    + gemeinsamer Freundeskreis?
    + gemeinsame Hobbys probieren, viel gemeinsam unternehmen, sich oft sehen?

    Man sollte vorallem auch auf die Gefühlsregungen und Zwischentöne des Gegenübers achten, nicht nur auf die wörtlichen Antworten. Lies zwischen den Zeilen, hake später nach, wenn erforderlich.

    Letztlich sollte es völlig natürlich, aufrichtig und authentisch sein, sich miteinander darüber zu unterhalten, welche Vorstellungen man von Gemeinsamkeit, Zukunftswünschen und Miteinander hat. Das ist kein Ausfragen, sondern gesundes Interesse an der Person des anderen und Grundlage, um zu entscheiden, ob man zusammenpasst.

  11. #10 Gast
    02.06.2010 12:58
    zu #6

    Richtig ist, dass Frau nicht gleich auf "delete" drücke sollte, aber man muss hier m.E. die Altlasten differenziert betrachten. Es gibt positive Altlasten, wie Kinder, eine gute berufliche Ausbildung, die auch nach der Trennung von der EX, für ein halbwegs gutes Auskommen sorgt etc.

    Wir meinen aber sicherlich die negativen Altlasten, die einen Mann und auch Frau daran hindern kann, dass die nächste Beziehung sich gut entwickeln kann. Negative Altlasten wären m.E. auch, dass der Mann/die Frau aus eigenen Fehlern nicht gelernt hat und nicht überlegt hat, welch Anteil Mann/Frau selber an der Trennung der ehem. Beziehung hat.

    Ich habe in der letzten Zeit einige Männer kennengelernt, wo sich dann psychische Probleme, gesundheitliche und auch finanzielle Probleme heraus stellten. Diese negativen Altlasten sind für mich ein wirkliches NOGO.

    Ich habe keinen einzigen Mann in der letzten Zeit kennengelernt, der glücklich und zufrieden, mit halbwegs normalen Einkommen und mit entspannten Verhältniss zur Ex und zu den Kindern, ist.

    Man sagt doch immer, dass was du bist, zieht die Leute an, die genauso sind wie du, oder so ähnlich. Bei mir funktioniert das anscheinend leider nicht.

    Für Frauen kann ich das Buch empfehlen: Der gebrauchte Prinz von Susanne .... (ist im Internet leicht zu finden).

  12. #11 Gast
    02.06.2010 14:47
    @7: hier FS: und was, wenn man genau das immer tut: NICHT rational sein, sich "hingeben" (ich meine auch in Sachen Vertrauen, Sich Einlassen, Sich Öffnen)... ohne Zweifel einfach daran glauben. Und "padauz", man (bei mir: frau) föllt damit auf die Nase. Wenn das so zwei, drei Mal passiert, denkt man sich: besser mal rationaler werden! Besser mal genauer hinschauen und erst einmal abklären, mit wem man es da zu tun hat. Gefällt mir selbst nicht - und bin ich eigentlich auch nicht, müsste mich wohl dazu zwingen... und vielleicht geht es gar nicht, und ich bin eben so eine "100%ige"... daher ja auch die Frage, ob man doch besser bestimmte Dinge erfragt (und es vielleicht blauäugig und naiv ist, sich in ein Verlieben reinzustürzen OHNE diese "Voruntersuchungen")

    @Frederika: seufz - es klingt immer so wunderbar "einfach", wie Du die Dinge beschreibst... aber es kann so unendlich schwierig sein, diese idealen Theorien so zu leben... trotzdem gut, diese klar strukturierten Ansichten von Dir zu lesen... scheint so über alle Zweifel und Unsicherheiten erhaben, beneidenswert :-)...

  13. #12 Gast
    03.06.2010 09:15
    zu #11

    Wir dürfen nicht vergessen, dass Frederica erst Mitte 30 ist und sie vielleicht nicht diese oder noch nicht diese negativen Erfahrungen gemacht hat, die du und ich mit Mitte vierzig leider machen mussten. Vielleicht wird sie in 10 Jahren ganz anders denken und anders schreiben, wenn sie mehr Lebensjahre hinter sich hat.

  14. #13 Gast
    03.06.2010 12:27
    zu #6

    Als Ärztin müsstest du eigentlich wissen, dass Altlasten auch die Altlasten aus der Kindheit sein können. Wenn dein Ex Probleme damit hatte, alleine zu sein und Angstzustände deswegen bekam, dann hat er ne Menge an negativen Kind-Altlasten, was für mich auch ein NOGO wäre.

    Diesem Mann hätte sicherlich psychologische Hilfe gut getan. Aber ein Mensch der psychologische Hilfe bedarf, ist m.E. für den Single-Markt nicht gut geeignet, da er auch über keine oder sehr wenige partnerschaftlichen Eigenschaften verfügt, die jeder Mensch haben müsste, bevor man eine Beziehung zum anderen Geschlecht eingehen sollte.

    Es geht hier nicht um eine komplette weiße emotionale Karte, aber viele Probleme in einer Partnerschaft haben ihre wahren Ursachen in der Kindheit und wenn diese Gesetzmäßigkeit nicht erkannt wird und verarbeitet wird (evtl. durch eine Psychotherapie) oder durch Lesen vieler guter Bücher, die es zu diesem Thema gibt, erkennt man nicht die negativen Muster, sie werden nicht geheilt und es kann immer wieder zu Schüben im "Krankheitsverlauf" führen, um mal jetzt medizinisch zu sprechen :-).

    Ich würde bei einem Mann auch genau hinhören und nachfragen, wenn er von beruflichen Problemen erzählt. Es kann dafür die unterschiedlichsten Ursachen geben, die aber auch auf seinen Charakter und seine Art, mit Problemen umzugehen, schliessen KANN.

    Da die wahren Ursachen der "Erkrankung" nicht erkannt werden, kann der Patient auch nicht geheilt werden.

    Und es gibt sehr viele psychische Erkrankungen, die auch eine Diagnose-Nummer haben, wo viele Menschen, meiner Erfahrung nach, niemals drauf kommen würde, dass das und das Verhalten eines Menschen, was man nicht versteht oder nicht nachvollziehen kann, eigentlich schon ein Anzeichen einer gewissen psychischen Problematik ist.

    Ich würde dein Verhalten, bei allem Respekt, nicht so sehr als sehr emphatisch, sondern eher als kleines "Hilfssyndrom" bezeichnen und ich glaube auch nicht, dass du mit deiner Einstellung so alleine bist.

    Das ausgerechnet Ärzte noch emphatischer sein sollen, wage ich zu bezweifeln. Bei mir ist eine chronische Krankheit nur durch meine persönliche Recherche im Internet (was eigentlich selbst für einen Laien sehr einfach und schnell zu finden war) entdeckt worden. Die Ärtze wollten erstmal abwarten..., konnten sich nichts erklären, wollte mich schon aus ihrer Praxis "verabschieden"...., aber als ich dann mit dem Ergebnis aus einer anderen Praxis kam, da sind sie auf einmal hellwach geworden, weil sie wohl merkten, was sie verbockt haben.

  15. 04.06.2010 09:33
    @11 FS
    Wenn du ein sehr starker Gefühlsmensch wärest, dann würdest du vieles fühlen, ohne dass du fragen müsstest. Ahnungen und "gute Gefühle zu etwas" oder "ein schlechtes Gefühl zu etwas" würde dein Leben führen.

    So wie es für mich klingt, bist du möglicherweise nicht rational, aber auch nicht stark emotional.
    Also pass auf. Wenn du mal wissen willst, was der oder jener von dir hält, wie er zu dir steht usw, dann gehe mal in Ruhe in dich. Tue etwas belangloses, z.B. Blumen giessen, Alltagsarbeiten die aber entspannend für den Geist sind, und gehe in dich, fühle in dich hinein. Dein Unterbewusstsein weiss es schon längst, nimm mit ihm Kontakt auf.
    Dass was ich dir hiermit gesagt habe, ist nur unter starker Aktivierung der rechten Gehirnhälfte möglich. Du kannst es mal versuchen. Ich weiss zwar nicht, ob es dir gelingen wird, oder es mir gelingt weil ich eine Linkhänderin (=Rechtshirnerin) bin, aber ich wünsche dir auf jeden Fall mal deine ersten Erfolge in der Richtung.
    Es ist jedenfalls nicht entscheidend haargenau zu wissen, was die Altlasten sind (=Ratio), entscheidend ist das Gefühl, du FÜHLST ob es der richtige Partner ist, oder nicht. Wenn es der Richtige ist, spielt die Vergangenheit eh keine Rolle, selbst wenn er herum getollt sei vor lauter Verlegenheit.
    Ich bin auch so ziemlich herum getollt, und dennoch jetzt treu, weil ich es will weil ich liebe, und nicht weil ich muss.
    Wenn es der Richtige ist, erkennst du ihn auf jeden Fall auch bei weitgehend inaktiver rechter Hirnhälfte daran, das seine Hobbys/Ansichten/Lebensrhytmus/Interessen sich mit deinen fast vollständig decken.

  16. 04.06.2010 09:42
    @13
    Dass ein Mensch nur liebenswert ist oder eine Partnerschaft verdient hat, wenn er gesund ist, ist absolute Kaufhausmentaliät, oberflächlich, rational und jenseits der Gefühlswelt.

    Ich bin der Meinung, wenn ein Mensch seinen passenden Partner gefunden hat, dass dieser auch mit gewissen Mängeln geliebt werden kann.
    MEIN Partner hat auch Altlasten, dh. er hat auch in einer bestimmten Hinsicht eine psychische Blockade. In der Partnerschaft ist das freilich zu merken. Er ist aber ein so liebenswerter Mensch, und zugleich auch sehr stabil, kämpferisch, dass das gar kein Thema ist. Die Liebe ist es, die es mir ermöglicht ihn so zu nehmen und von ihm nicht etwas abzuverlangen was er nicht kann. Rücksicht nehmen, Geduld haben, sich helfen, dass heisst lieben, und zwar gegenseitig/beidseitig. Und wie er mir schon geholfen hat, ganz praktisch, als ich in einer Situation war, da ist er zu mir gestanden wie kein anderer, so treu, so lieb, so stark!

    Wenn ich so manche Beiträge hier durchlese, wundert mich nicht mehr, dass die Leute single sind oder nur Pleiten erleben. Klar, manchmal wiegesagt hat mensch auch den falschen Partner an der Seite gehabt, ich erkenne aber in sehr vielen Beiträgen eine eisige Kälte, puren Kapitalismus, Ratio und Rücksichtslosigkeit. So wird das jedenfalls nichts.

  17. #16 Gast
    04.06.2010 10:17
    Bin @#6 an #13:

    Sorry, aber ich kann Dir nicht recht folgen und warum so aggressiv? Problem mit Ärztinnen? Ich denke, Du hast mein Posting nur oberflächlich gelesen und ziehst falsche Schlüsse.

    Wenn mir jemand VOR einer Beziehung erzählt, er Angst vor dem Alleinsein bzw. "ohne Beziehung sein" hat, dann macht mich das ziemlich skeptisch. Ich habe aber erst NACH dieser Beziehung davon erfahren, auch daß er erst so kurz getrennt war. Seine Ängste fielen mir in dieser längeren Beziehung nicht auf (er war absolut kein Klammer-Typ) und machten auch keine Probleme.

    Deine Pauschalaussage, jemand, der wegen irgendwas psychologischer Hilfe bedarf, sei "für den Single-Markt nicht gut geeignet" und habe "keine oder sehr wenige partnerschaftlichen Eigenschaften" finde ich menschenverachtend und undifferenziert.

    #13 schreibt: "Das ausgerechnet Ärzte noch emphatischer sein sollen, wage ich zu bezweifeln."

    Das wage ich auch zu bezweifeln, wer hat das denn behauptet? Ich habe schlicht gesagt, daß ich MICH für empathisch halte und meinen Beruf hinzugefügt, um damit zum Ausdruck zu bringen, daß ich mit meiner medizinischen Sichtweise noch nicht vollständig verarbeitete Erlebnisse der Vergangenheit nicht gleich als Ausdruck einer Geisteskrankheit oder absolutes NoGo sehe, wie wohl einige hier im Forum.

    Wenn Du dann noch in völliger Unlogik mangelndes medizinisches Fachwissen an mangelnder Empathie festmachst, weil bei Dir eine Krankheit, die Du Deiner Meinung nach hast, nicht sofort gefunden wurde, dann kann ich Dir wirklich nicht mehr folgen...

    Man muß doch bei den "Altlasten" ein bißchen differenzieren, das wird mir hier im Forum oft zu pauschal gehandhabt. Wenn jemand auch nach 3 Jahren etwas traurig ist, daß sein Traum einer glücklichen Familie geplatzt ist und er seine Kinder nicht mehr sieht, dann ist das für mich noch völlig verständlich und bedeutet weder, daß er sich die Ex-Frau zurückwünscht, noch daß er beziehungsunfähig ist. Mich würde da eher ein Mann beunruhigen, der dazu "nach mir die Sinflut, dann gründe ich eben eine neue Familie!" sagt.
    Meine Sichtweise hat nichts mit einem "kleinen Hilfssyndrom" zu tun, sondern mit einer offeneren und weniger pauschal verurteilenden Schubladen-Sichtweise.

  18. #17 Gast
    04.06.2010 13:08
    zu # 16

    Ich bin die, die leider in letzter Zeit sehr schlechte Erfahrungen mit Ärtzen, aufgrund mangelnder Empathie derer, hatte, so das meine Erkrankung nur erkannt wurde, weil ich mich nicht damit abfinden wollte, dass es doch einen Grund geben muss, warum meine Blutwerte nicht in Ordnung sind. Das dazu.

    Du pauschalisierst meine Aussagen. Ich habe nur geschrieben, dass m.E., also meiner Meinung nach, Menschen, die psychische Probleme habe, die sich negativ auf eine Beziehung auswirken könnten, als zukünftige Partner für MICH nicht in Frage kommen würden. Ich, persönlich, denke, dass solche Menschen leider wenig gute Bedingungen mitbringen, um eine Beziehung, die sich psychisch gesund entwickeln soll, eingehen zu können. Damit verachte ich keine Menschen, die psychische Probleme haben, sondern lege nur für mich persönlich fest, dass ich solch einen Mann nicht als Partner möchte.

    Meine Einstellung gleich als menschenverachtend und undifferenziert hinzustellen, finde ich etwas fraglich. Gerade du als Ärztin müsstes über differenziertes Denken verfügen und damit auch wissen, dass es viele Betrachtungsweisen geben kann und keiner sagen kann, welche falsch und richtig ist und schon gar nicht bewertet werden darf/kann.

    Wenn du mir jetzt geschrieben hättest, dass du meine Ansicht dazu nicht nachvollziehen könntest, wäre das für mich in Ordnung, aber mir gleich Menschenverachtung zu unterstellen ist wahrhaftig sehr übertrieben.

    Du Liebe, ich habe diese Krankheit nicht meiner Meinung nach, sondern laut Diagnose eines anderen Arztes und nach einigen speziellen Untersuchungen. Überlege dir bitte WIE du WAS schreibst.

    Ich habe dir deswegen was zu "Emphathie und Ärztin" geschrieben, weil deine Zeilen aus deinem ersten Beitrag zu diesem Thema so bei mir ankamen, als ob du deine Emphatie so sehr betonst und dazu noch den Begriff Ärtzin verwendest. Für mich gibt es da keinen Zusammenhang und habe dies mit meiner Geschichte begründet. Sicherlich gibt es auch Ärzte, die emphatisch sind.

    Aber weißt du, es ist halt so, es kommt bei anderen Menschen nicht immer alles so an, wie man meint es ausgedrückt zu haben.

    Absolut recht gebe ich dir, dass man bei den negativen Altlasten sehr differenzieren muss.

    Ich finde es traurig, dass Menschen, andere Sichtweisen, die deren eigenen widersprechen, gleich negativ bewerten und ihnen den Stempel der Pauschalisierung und des Schubladen-Sichtweise aufdrücken. Das ist eine negative Bewertung vom Denken anderer Menschen, die nicht für sich spricht.

  19. #18 Gast
    07.06.2010 12:29
    Ich finde das mit der "Menschenverachtung", wie die Ärztin das betitelt auch übertrieben.

    Ist man Menschen verachtend, wenn man keine Vegetarierer, Fast-Food-Esser, dicke Menschen, dünne Menschen, große oder kleine Menschen, rotharrige, blonde, dunkelhaarige, Ausländer oder wer weiß was noch alles, nicht als Partner haben möchte?

    Kann die Gedanken der Ärztin, Beitrag #6, in dieser Hinsicht in keinem Fall zustimmen, im Gegenteil sie wirken sehr befremdlich auch mich.

  20. #19 Gast
    07.06.2010 13:24
    @#17 und #18 (von der Ärztin):

    Nein, man ist nicht menschenverachtend, wenn man GANZ PERSÖNLICH bestimmte Eigenschaften an Menschen, wie in #18 beispielhaft aufgezählt, FÜR SICH als Partner nicht haben will. Man nimmt sich damit gegebenenfalls die Chance, daß der Traummann, der sonst 99% aller Wünsche erfüllen würde, wegen seiner Haarfarbe nicht kennengelernt wird, zumindest in einer "Wegklick-Partnerbörse".

    Was ich ablehne und als menschenverachtend empfinde, ist also nicht die individuelle Vorliebe oder der Geschmack des Einzelnen, sondern bei der Posterin der #13 und #17 daß sie mit ihrer pauschalierende Feststellung

    >>>Aber ein Mensch der psychologische Hilfe bedarf, ist m.E. für den Single-Markt nicht gut geeignet, da er auch über keine oder sehr wenige partnerschaftlichen Eigenschaften verfügt, die jeder Mensch haben müsste, bevor man eine Beziehung zum anderen Geschlecht eingehen sollte. <<<<

    ein als ALLGEMEINGÜLTIG Urteil fällen will, daß Menschen mit (wie auch immer gearteten!!!) psychischen Erkrankungen nicht beziehungsfähig seien. Sie hat mitnichten -wie in #17 behauptet- diese Aussage auf ihre eigene Partnerwahl bezogen. Und dagegen verwehre ich mich, denn das ist mir zu hart an der Grenze, ab der bestimmte Menschen als "unwerter" eingestuft wurden!

    Setz man in den oben von mir zitierten Absatz mal statt "ein Mensch, der psychologischer Hilfe bedarf" die Beispiele wie Vegetarier, rothaariger Mensch ect. ein, dann wi´rd schnell klar, was ich meine.

    Hätte die Posterin in #13 geschrieben "ICH PERSÖNLICH möchte keine Beziehung zu jemandem, der psychische Probleme hat, weil ICH glaube, daß er keine guten Voraussetzungen für eine Beziehung mitbringt" (wie sie es jetzt in #17 relativiert hat) hätte ich nichts gesagt.

    So wie es aber in #13 formuliert war, sehe ich es als pauschale und verächtliche Herabsetzung von Menschen mit psychischen Problemen. Und solche Probleme kann zeitlebens jeder Mensch einmal bekommen, ohne daß er deswegen beziehungsunfähig wäre.

  21. #20 Gast
    08.06.2010 09:06
    Ich bin die#13 und wenn meine Zeilen im Beitrag #13 richtig gelesen worden wäre, hätte man u.a. auch dort schon lesen können das ich geschrieben habe:

    ".... m.E. (auf deutsch meines Erachtens) nicht für den Single-Markt geeignet..."

    Das habe ich also schon im Beitrag #13 geschrieben und nicht erst im Beitrag #17 relativiert.

    Aber gerne kannst du, liebe Ärztin, für dich pauschalisierende Sätze, die keine sind, wenn du genau hinschauen und zwischen den Zeilen lesen würdest, als solche bezeichnen.

    Jetzt aber meine Zeilen nur als schlechte Formulierung hinzustellen, ist für mich eine Ausrede, nachdem du vielleicht selber gemerkt hast, dass du mit deiner Art der Formulierung weit über das Ziel hinaus geschossen hast. Verlange von Anderen nicht das, was du selber nicht hast.

    Dann müssten ja deine Ansicht nach, alle Beziehungsfachleute, Psychologen etc. unrecht haben, wenn diese auch der Ansicht sind, dass Menschen mit psychischen Defiziten für eine gesunde Beziehung mit zwei ähnlich stabilen Partnern, kein guten Vorraussetzungen mitbringen.

    Selbstverständlich steht es jeder Frau, jedem Mann frei, sich einen Menschen, der über solche Defizite verfügt, als Mann/Frau an seiner/ihrer Seite zu wählen. Ich würde mich dann aber schon fragen, warum und aus welchem Grund, ein "Gesunder" sich einen "Nicht-Gesunden" für eine Beziehung wählt. Eigentlich sagt man doch immer: "Gleich und gleich gesellt sich gern"?

    Ein Mann der seine Frau Krankenhausreif schlägt und die Frau ins Frauenhaus flüchtet, leider sicherlich auch unter psychischen Defiziten, aber es ist i.O., wenn die Frau wieder zu ihm zurück kehrt... Ein Mensch der Drogen, welcher Art auch immer nimmt, hat auch gewisse psychische Defizite, ansonsten würde der Mensch keine Drogen nehmen. Nehmen wir jetzt mal den Alkohol als Beispiel. Ein alkoholabhängier Mensch hat sicherlich in der Beziehung "keine" Probleme und schon gar nicht hat die Erkrankung negative Auswirkungen auf die Kinder, wenn vorhanden..... Verzeiht meine bissige Ironie!

    Usw. und so fort. Ich kann nur den Kopf schütteln, wie in meinen Augen, naiv an das Thema heran gegangen wird und geglaubt wird, dass Liebe die Problematik von psychischen Erkrankungen und Störungenen überdecken und sogar heilen kann? Schnell wird der andere Mann/Frau (als Partner kann ich beide nicht bezeichnen) der/die Co-Abhängige werden und das ist schon wieder ein Begriff aus der Psychologie, der leider nicht positiv besetzt ist.

    Recht gebe ich dir, dass jeder Mensch psychische Probleme in seinem Leben bekommen hat, die aber letztendlich, da kannst du es drehen wie du willst, negative Auswirkungen auf sein Beziehungsumfeld haben wird.

    Aber hier geht es ja darum, dass ich als Single-Frau keine Beziehung zu einem psychisch erkrankten Mann eingehen würde und nicht darum, was passieren würden, wenn ein Mensch innerhalb eine langen Beziehung dann psychisch erkrankt. Das kann man m.E. nicht miteinander vergleichen, weil es unterschiedliche Beziehungsebenen sind.

  22. #21 Gast
    18.06.2010 20:26
    Meine Güte - welch ein <MOD: Dieser Beitrag war nicht hilfreich im Sinne der Titelfrage. Bitte halten Sie sich an die Verhaltensrichtlinien!>

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