Thema: Wie viele Kinder?
- Frage:
Wie viele Kinder?Ich (w/34) bin verheiratet wir haben ein Kind (2). Jetzt ist es so, dass ich mit meiner momentanen Situation vollkommen zufrieden bin. Ich arbeite wieder 30 Stunden in der Woche, mache nebenbei etwas im Haushalt (mein Mann hilft, dazu haben wir einmal wöchentlich eine Putzfrau), ich habe wieder mehr Zeit für mein Hobby (ich habe ein Pferd), es kommt eine Babysitterin usw. Natürlich ist das alles mit Kind stressiger aber machbar da wir uns gegenseitig unterstützen und die Arbeit aufteilen.
Mein Mann möchte in naher Zukunft gerne ein zweites Kind - ich aber eigentlich nicht. Erstens weil ich mir dann wieder eine Auszeit im Job nehmen müsste (und es war wirklich harte Arbeit, eine annähernd gleiche Position wie vorher einnehmen zu können) und ich auch Angst habe, dass mein "Karriere- Kinder-Konzept"eben mit 2en nicht mehr so hinhaut...
Natürlich denke auch ich manchmal drüber nach, ein zweites Kind zu bekommen. Und sollte es einfach "so" passieren, dann wäre es auch kein Thema. Mein Mann versteht mich da leider nicht wirklich (auch wenn er sich Mühe gibt). Allerdings ändert sich für ihn auch nicht so viel...
Es ist jetzt nicht so, dass dieses Thema ein ewiger Streitpunkt bei uns ist oder die Beziehung gefährdet. Mich interessiert vielmehr, wie andere Paare solche Probleme lösen oder gelöst haben..Antworten: -
Ich kann Deine Gründe sehr gut nachvollziehen. Ein weiteres Kind müssen beide wollen, sonst sollte man es lieber lassen. Dafür sollte Dein Mann auch Verständnis haben, zumal die Argumente ja nun wirklich stichhaltig sind.
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In genau dieser Phase hatte ich den gleichen Gedanken wie du. Mit 23 Jahren Abstand bedauere ich es und auch meine Tochter hätte lieber Geschwister gehabt, statt als Einzelkind aufzuwachsen.
Auch wenn der Gedanke an eine weitere Schwangerschaft und Babyphase der Horror ist. Es wird leichter, das habe ich bei allen erlebt. Man ist erfahrener, muß sich weniger erarbeiten, allein das kostet schon eine Menge Energie weniger. Nach ein, zwei Jahren ist so ein Kinder-Doppelpack, das nicht weit auseinanderliegt, sehr pflegeleicht, weil es nicht ständig von den Eltern bepaßt werden will. Ob eines oder zwei, für das Karriere-Kinder-Konzept macht das nicht so viel aus. Wenn du in 6 oder 7 Jahren noch einmal aus dem Job fällst, wird es problematischer.
Ich rate dir unbedingt zu, vor allem, wenn es dein Mann auch will.
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Im Gegensatz zur Vorposterin rate ich dir dringend davon ab. Allein schon aus den Gründen weshalb sie dir vorschlägt ein weiteres Kind zu bekommen, sie projiziert ihre eigene Reue auf dich, so etwas kann nie ein vernünftiger Ratschlag sein.
Du hast selbst schon geschrieben wieso du momentan eigentlich nicht unbedingt ein Kind bekommen möchtest und das sind vernünftige Gründe.
Der Umgang mit dem Thema ist eigentlich auch denkbar einfach: du verhütest ganz normal weiter und wenn dein Mann das Thema wieder anspricht und du deine Meinung nicht geändert hast sagst du ihm einfach das du nicht willst und das hat er dann selbstverständlich ohne wenn und aber zu akzeptieren.
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naja man kann entweder ein kind haben oder nicht und beide haben das gleiche recht zu sagen "ich will eines" oder "ich will keines"
aber es gibt doch die verschiedensten möglichkeiten:
1) eine münze werfen
2) Euer Kind fragen wenn es alt genug ist dafür: "Willst noch ein Geschwisterchen" ?
Aber wenn du es nicht packst sei es im Kopf oder sonst ... im Grunde sollte mann dann doch auf die weibliche intuition hören, nur gibts da gründe genug es nicht zu tun
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Das ist schwierig. Und Du hast Recht - für die Männer ändert sich kaum etwas. Sie können ihrem Beruf weiter nachgehen, können weiter aufsteigen während für Frauen die berufliche Weiterentwicklung stagniert. Selbst die Mütter, die nach dem Mutterschutz sofort wieder arbeiten gehen, haben teilweise erhebliche Probleme. Man denke z.b. nur mal an eine Rechtsanwältin, die insgesamt 14 Wochen nicht für ihre Mandanten zu erreichen ist. Oft sind die Mandanten danach einfach weg, abgefischt von anderen. Bleibt man sogar 1-3 Jahre zu Hause, dürfte klar sein, dass sich die Probleme des Wiedereinstiegs und der finanziellen Verluste extrem erhöhen.
Liebe FS, natürlich solllst Du nur dann ein 2. Kind bekommen wenn DU das wirklich willst. Alles andere wird zu großen Problemen führen. Ein Kind sollte von beiden Elternteilen gleichermaßen gewollt werden. Falls Du nach einer Auszeit nach dem 2. Kind wirklich massive Probleme bekommen solltest (was ja wirklich sein kann), so würdest Du das vielleicht Deinem Partner anlasten.
Das, was # 2 schreibt, stimmt aber natürlich auch. Beim 2. Kind bist Du ja schon ein "alter Hase". Wenn ich z.B. daran denke, wie ich vor knapp 8 Monaten die ersten Windeln gewechselt habe, wie vorsichtig, besorgt und langsam. Heute gehts zack, zack. Man macht sich nicht mehr über alles Sorgen, ist entspannter. Jeder, der 2 oder mehr Kinder hat, sagt, dass alles beim 2. sehr viel einfacher ist. Nicht zu verachten sind auch Dinge wie: Geschwisterkinder erziehen sich untereinander schon sehr viel, die Sozialisation, die andere Kinder oft erst im Kindergarten / in der Schule erfahren, haben Geschwisterkinder von Anfang an. Sie lernen wichtige Dinge fürs Leben wie: die Liebe der Eltern ist nicht begrenzt, sie reicht für alle. Aber die tatsächliche Zuwendungszeit, die Aufmerksamkeit, auch die finanziellen Mittel, Räumlichkeiten usw. müssen geteilt werden. Eine lehrreiche Sache - wie ich finde. Denn in der heutigen Zeit gibt es mehr und mehr Kinder, die erst in der Schule auf die harte Tour lernen müssen, dass sich der ganze Planet nicht nur nach ihnen richtet. Das habe ich schon öfteren von älteren Lehrern gehört, die sagen, dass es dieses Phänomen früher, wo Einzelkinder die Ausnahme waren, in dieser ausgeprägten Form nicht gab.
Ich finde es auch für Kinder toll wenn sie mit ihresgleichen in einer Familie aufwachsen und nicht immer nur mit Erwachsenen zu Hause sind. Mit einem Geschwister kann man auch schon mal eine Front gegen die Eltern bilden. Man hat - wenn man altersmäßig nicht zu weit auseinanderliegt - immer einen Spielpartner, Gesprächspartner. Gerade in späteren Jahren sind Geschwister oft so was wie sehr gute Freunde.
Zuletzt möchte ich Dir empfehlen, Dich in Babyforen umzusehen. Dort werden solche Themen öfter diskutiert und ich glaube, dass Berichte von Müttern (und Vätern), die 2 oder mehr Kinder haben, Dir weiter helfen könnten.
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Wir leben ja nun im 21sten Jahrhundert und reden stets über Gleichberechtigung.
Wenn ihr denn ein zweites Kind bekommt, so wirst natürlich trotzdem du es bekommen müssen, auch wenn dein Mann es sich anscheinend deutlich mehr wünscht.
Das Kinderkriegen läßt sich aus biologischen Gründen eben doch nicht "fair" auf beide Partner verteilen. :-)
Der Erziehungsurlaub schon.
Hast du deinem Mann schon einmal vorgeschlagen, wenn ein weiteres Kind denn so sehr sein Wunsch ist, dass ER diesmal ein Jahr zuhause bleibt und sich um das Kind (bzw. dann beide) kümmert, während du deinen Job weiter ausübst sobald der Mutterschaftsurlaub vorbei ist?
Du könntest dann z.B. auch wieder Vollzeit arbeiten, er bekäme Elterngeld.
Der finanzielle Verlust dadurch, daß er nur noch Elterngeld bekommt wäre dann dadurch ausgeglichen, dass du wieder Vollzeit arbeitest, außerdem bräuchte es wohl keine Putzfrau mehr, wenn einer die ganze Woche über zuhause bleibt.
Nach einem Jahr gäbe es dann ja auch die Möglichkeit die Kinder zeitweise (Zeiten, wo Kindergartenbetreuung unmöglich ist und beide Partner arbeiten müssen) durch eine Tagesmutter betreuen zu lassen.
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Ich möchte mich #6 anschließen. Dein Mann könnte die Elternzeit nehmen und zu Hause bleiben. Ich glaube, es kann nur hilfreich für eine Beziehung sein, wenn beide einmal die Rolle des Hauptverdieners, und die des Familienbetreuers erlebt haben
Widersprechen möchte ich meinen Vorgängern, die sagen beim zweiten Kind sei alles leichter. Das kann keiner vorhersehen, und das ist auch gut so..
w, 3 fast erwachsene Kinder
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Ob und wieviel Kinder man gemeinsam haben möchte bespricht man doch vorher (erste Kennenlernphase). Frauen mit 1-Kindwunsch hätte ich in der Kennenlernphase verlassen, da es einfach nicht passen würde (mein Wunsch >3). Durch das konkrete Ansprechen der Wünsche habe ich genau so ein Frau gefunden, welche ich gesucht habe.
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Mich macht es schon etwas wütend, dass Dein Mann ein 2. Kind will, die damit verbundenen Opfer aber Dir überlassen bleiben sollen. Welche Aufgaben hat er angeboten zu übernehmen fürs 2. Kind bzw. welche Aufgaben hat er übernommen beim 1. Kind?
Oder liegt es eher an Dir, dass Du Dich für Haushalt und Kinder allein zuständig siehst? Mir fällt auf, dass Du schreibst, dass er "im Haushalt hilft". Was impliziert, dass es eigentlich Deine Aufgabe sei für den Haushalt zu sorgen, nicht Eure. Sollte in einer gleichberechtigen Partnerschaft eigentlich nicht so sein.
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Wir waren in einer ähnlichen Situation, nur dass ich das 2. (oder dann ruhig auch das 3.) Kind gewollt habe, mein Mann aber nicht. Bei ihm hätte sich nichts geändert, ich hätte es bekommen und aufziehen müssen. Ich weiß bis heute nicht, warum mein Mann sich so gesträubt hat. Ich glaube manchmal, er war eifersüchtig.
Ich habe wahnsinnig darunter gelitten und schlussendlich habe ich mich dann auch von meinem Mann getrennt. Ich habe zwar trotzdem kein 2. Kind, aber ich konnte damit einfach nicht mehr leben.
Heute habe ich mit meinem Ex noch guten Kontakt und er sagt heute selbst oft, dass es wohl für unser Kind besser gewesen wäre, noch ein Geschwisterkind zu haben.
Ich sehe es auch bei Bekannten. Der Aufwand für das 2. Kind ist lang nicht mehr so groß wie für das erste Kind. Beim Abstand von 2-4 Jahren spielen die Kinder sehr schön miteinander (trotz gelegentlicher Streiterei). Die Mutter muss nicht ständig das Kind bespaßen, sie kann diese freie Zeit nutzen um die Mehrarbeit für das 2. Kind zu erledigen.
Es geht wirklich nur um die Mehrkosten und die zusätzliche Babypause, die man einlegen muss. Mehr ist es nicht.
Auch nach einer weiteren Babypause kann man beruflich wieder einsteigen - vor allem, wenn sich auch der Mann zu einer Teilbetreuung bereit erklärt.
Mein Sohn ist heute 18 und er sagt selbst, dass er sehr gerne ein Geschwisterkind gehabt hätte und wie schön es für seine Freunde ist, die Geschwister haben. Er will mal ganz sicher 2-3 Kinder.
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Hier die FS
Erstmal danke für die zahlreichen Antworten, ich versuche mal auf ein paar Dinge einzugehen.
Das mit der Elternzeit ist natürlich eine Option, allerdings muss ich sagen, dass ich bei dem ersten Kind nicht in der Lage gewesen wäre, gleich nach dem Mutterschutz wieder arbeiten zu gehen...
Wenn ich selbst so lese, was ich geschrieben habe, ist mein Problem wohl nicht, dass es nicht gehen würde, sondern, dass ich die momentane Situation eben so genieße. Dass sich eben alles so langsam wieder einpendelt. Mein Mann übernimmt zu Hause übrigens in etwa dieselbe Verantwortung wie ich, sprich Haushalt, Kochen. Daran liegt es nicht.
Zu #8 möchte ich noch etwas sagen: Bespricht du wirklich schon in der Kennenlernphase, wie viele Kinder du möchtest und schließt gegebenenfalls den Partner/in aus?? Dass ich abkläre, ob man überhapt Kinder möchte - klar. Aber wie viele? Wusste ich doch damals selbst noch gar nicht...(ich habe meinen Mann vor 9 Jahren kennengelernt).
Ich werde mit meinem Mann nochmal ganz in Ruhe sprechen und ihm klarmachen, dass ich momentan überhaupt keinen Wunsch nach einem zweiten Kind verspüre.
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@FS
Denkst Du wenn Du jetzt keine Lust auf ein weiteres Kind hast, dass sich das in Zukunft ändert? Dein Kind wird älter und selbstständiger werden und damit wird natürlich auch für Dich wieder etliches einfacher, Du kannst wieder mehr an Dich denken und Dein Leben genießen. Nur umso länger Du wartest umso mehr Freiheiten musst Du aufgeben, um mit einem weiteren Kind wieder quasi bei Null anzufangen. Ich kenne das von einigen Paaren in meinem Bekanntenkreis. Das erste Kind war 2-3 Jahre und eigentlich war ein 2. geplant, aber die Eltern wollten erst wieder ihr eigenes Leben genießen. Letztendlich blieben das dann alles Einzelkinder, weil man sich irgendwann so bequem eingerichtet hatte, dass der eigene Egoismus überwog.
Ich glaube wenn man wirklich mehrere Kinder haben will, ist es besser sie schnell hintereinander zu bekommen und den Kinderwunsch dann komplett abzuschließen.
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FS an #8:
Habe ich irgendwo behauptet, dass ich davon ausgehe, dass sich das in der Zukunft ändert? Nein. Nur werde ich bestimmt kein 2. Kind bekommen, nur damit mein "armes" Einzelkind nicht alleine bleibt und ich schnell mit dem Kinderkriegen durch bin..Entschuldigung, aber alleine bei Erwähnung des Wortes egoistisch im Bezug auf Kinderkriegen reagiere ich allergisch....
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leute, jetzt tut mal nicht so, als wenn das zweite kind, das seligmachende ist!
2 kinder werden sich auch gern mal zoffen - gerade wenn langeweile angesagt ist...und das ist bei kindern oft der fall - stichwort ferien;-)
nicht umsonst sagt man: ein kind ist kein kind...
ich habe selbst den unterschied erlebt. 2 kinder im haushalt und wenn eines nicht da war, war das andere kind, wie ausgewechselt.
es war viel mehr ruhe in der bude!
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@ # 14
Aber natürlich streiten sich Geschwisterkinder. Manche oft, manche nur selten. Aber was ist daran schlimm? Auch mit seinen Eltern, seinem Partner, vielleicht sogar mit Freunden, mit Kollegen streitet man - mal mehr, mal weniger oft, mal mehr, mal weniger heftig. Streit an sich ist nichts Schlimmes, sondern gehört zum einen zum Leben als notwendiges Übel dazu, zum anderen kann auch Konstruktives beim Streit herauskommen.
Ich habe durch Streitereien mit meinen Geschwistern viel gelernt. Es ist z.B. ein Grund, warum ich meine, so gut wie überhaupt nicht zickig zu sein. Zickigkeit wäre mir sowas von schnell ausgetrieben worden.. Schön fand ich auch immer, dass wir uns nur selten untereinander entschuldigen "mußten". Natürlich haben wir es manchmal gemacht aber es war nicht wirklich notwendig. Man ist nach einem Streit in seinem Zimmer verschwunden und wenn man sich ne Stunde später traf, hat man halt über was anderes geredet oder vorsichtig miteinander rumgeflachst und es war klar, dass das heißen sollte: "Hey, war nicht so böse gemeint. Sorry." Aber all das eben ohne Worte. So etwas kenne ich sonst nur im Umgang mit meinen Eltern. Alle anderen Beziehungen sind anders geprägt.
Ich sehe es einfach so: Für ein Kind ist es schön wenn es nicht nur mit Erwachsenen zu Hause ist, sondern einen Spielgefährten, einen Gesprächspartner hat, jemanden, mit dem man sich gegen die Eltern (die einem ja viele Jahre intellektuell überlegen sind) auch mal verbünden kann, man kann füreinander eintreten und zusammen etwas erstreiten usw. In späteren Jahren sind die Geschwister dann teils beste Freunde. Dass man sich früher gestritten hat wie noch was, weil man sich nicht einigen konnte, wer nun spülen und wer abtrocknen muss, sehe ich nicht als Gegen-, sondern als Proargument an.
Ich will das nicht absolut pauschalieren, weil ich eben auch positive Beispiele für Einzelkinder kenne. Aber in meiner Kindheit und Jugend waren die Einzelkinder meist auffallend egoistisch und rechthaberisch. Mit den Jahren haben sie gelernt, diese Eigenschaften etwas zu kaschieren aber verschwunden sind sie nicht. Ich halte es einfach für nicht "gesund" wenn Vater und Mutter sich auf nur ein Kind fokussieren. Das tut meines Erachtens weder den Eltern noch dem Kind gut.
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@ FS
Ich denke, es ist richtig so, wie Du es vorhast. Ein 2. Kind will gut überlegt sein. Wenn Du jetzt glücklich bist, dann ist doch ok. Und es bleiben Dir ja auch noch ein paar Jahre. Das, was hier jemand schrieb, stimmt aber natürlich auch. Ist das 1. Kind ist mal aus dem Gröbsten raus, fällt es schwer, alles nochmal von vorne anzufangen, selbst, wenn man eigentlich noch ein 2. Kind wollte. Mit Egoismus hat das allerdings rein gar nichts zu tun. Ich glaube, man kann absolut niemandem, der auch nur ein Kind hat, Egoismus vorwerfen, denn auch ein Kind treibt einem Egoismus im Handumdrehen aus.
Dass beim 2. Kind alles entspannter verläuft, hatte ich ja auch in meiner Antwort gesagt. Andererseits hat auch # 7 Recht. Man kann es halt nicht voraussehen. Meine Tochter ist jetzt z.B. 8 Monate alt und extrem pflegeleicht. Ein 2. Kind kann eigentlich nur "arbeitsintensiver" werden. Aber das, was damit gemeint war, ist eben was anderes. Schon eine 2. Schwangerschaft wird man mit sehr viel weniger Aufregung und Nervosität angehen, denke ich. Gewisse grundlegende Dinge wie Baden, Füttern, Wickeln, Trösten, Ablenken, ein Kind zum Schlafen bringen, erkennen, wann die ersten Zähne kommen, ob man bei einem Hautausschlag sofort zum Kinderarzt muss und und und. In diesen ganzen Bereichen ist man doch schon erfahren und natürlich profitiert man beim 2. Kind davon ganz erheblich, da bin ich mir absolut sicher.
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@ FS
Wer seine eigenen Bedürfnisse voranstellt und durchsetzt handelt egoistisch. Und das tust Du im Moment einfach mal. Das ist dein gutes Recht, aber dann steh wenigstens dazu und sei Deinem Mann gegenüber so ehrlich, damit er sich nicht Jahre lang irgendwelche Hoffnungen macht.
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Hier nochmal die FS:
Mir geht es nicht darum, ob es für ein Einzelkind besser wäre, ein Geschwisterchen zu haben..Daran mache ich nicht fest, ob ich nochmal schwanger werde oder nicht. Mein Kind ist sozial gut verträglich, geht in die Krippe, Krabbelgruppe, spielt mit anderen Kind, ist überhaupt nicht verzogen und kann auch teilen (zumindest so wie jedes andere Kind auch). Dafür sorgen wir schon.
Eher darum, ob ich vll übertreibe, wenn ich der Meinung bin, bei einem zweiten Kind muss ich wieder von ganz vorne anfagen, wie andere Frauen/Familien mehrere Kinder und Karriere und Hobbys unter einen Hut bringen usw. usw.
Das Wort egoistisch im Bezug aufs Kinderkriegen finde ich übrigens nicht angebracht. Auch dann nicht, wenn sich jemand gegen Kinder entscheidet.
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@ FS
Wenn Du die Frage eines zweiten Kindes vermehrt an der beruflichen Situation und an Vereinbarkeit von Familie und Beruf festmachst, dann ist das natürlich so pauschal nicht so ganz einfach zu beantworten.Kommt drauf an, was Du beruflich machst. Ist das, was Du beruflich machst, so gefragt, dass sich die Arbeitgeber überbieten müssen um passende Arbeitnehmer zu finden oder bist Du in einer Branche, die schon sehr überlaufen ist? Ersteres: dann sehe ich kein Problem bei einem vorübergehenden Ausfall bei einem zweiten Kind. Letzteres: Das wäre ein massives Problem nach einer längeren Zeit dann wieder einzusteigen, nachdem Du wahrscheinlich insgesamt noch nicht soo viel Berufserfahrung vor Deinem ersten Kind hattest, oder? Muss man sich in Deinem Beruf ständig weiterbilden, entwickelt sich die Branche rasend schnell?
Würdest Du Elternzeit nehmen können und wollen, wo Du jetzt angestellt bist - und wenn ja, wie lange? Ein paar Monate, ein halbes Jahr, ein ganzes, zwei? Wäre es möglich relativ bald nach der Geburt wieder einzusteigen, zumindest anfangs mit 10-20 Stunden oder so? Würdest Du selbst das wollen? Ist es für Dich eine quälende Vorstellung, Dein Kind schon bald nach der Geburt anderen zu übergeben oder ist das ok für Dich? Käme es für Deinen Mann in Frage, (auch) Elternzeit zu nehmen? Wenigstens 3 Monate oder ein halbes Jahr? Dann hättet Ihr die Last und die Zeit, in der Du "weg vom Fenster" wärest, doch schon mal sehr stark reduziert.
Aber durch Dein erstes Kind wirst Du wohl schon wissen, dass die meiste Arbeit mit einem Säugling / Baby doch meist bei den Frauen liegt. Ich kenne zumindest nur solche Fälle. Auch die Frage nach Hobbies und Freunden ist natürlich angebracht. Für 1 Kind findet man wohl eher einen Babysitter als für 2 Kinder. Natürlich wirst Du insgesamt auch weniger Zeit für Dein erstes Kind haben wenn Ihr noch eines bekommen würdet. Hobbies stehen meiner Meinung nach für ziemlich lange Zeit zumindest für ein Elternteil (meist die Mutter) auf der Liste der Dinge, die nur in sehr begrenztem Umfang möglich sind. Wie fühlst Du Dich bei dem Gedanken?
Aber Du sagst irgendwie gar nicht, ob DU ein zweites Kind denn wollen würdest. Deine Überlegungen auf rationaler Ebene wie schwieriger Wiedereinstieg, Karriereeinbuße sind total nachvollziehbar. Ich habe auch verstanden, dass es Dir so, wie es jetzt ist, gefällt. Ich weiß aber nicht, ob DU denn nun - wenn man die rationalen Erwägungen mal beiseite lässt - ein zweites Kind WILLST. Wenn Dir eine gute Fee all die Wünsche erfüllen würde, die Dir momentan Sorgen bereiten, würdest Du DANN ein zweites Kind wollen? Hast Du das Gefühl, dass Eure Familie so, wie sie jetzt ist, komplett ist oder stellst Du es Dir schön vor, mit 2 Kindern, also insgeamt zu viert zu leben?
Hast Du es mal in einem Babyforum versucht? Ich denke wirklich, dass Mütter von 2 Kindern Dir da am allerbesten Ratschläge geben könnten.
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Hinsichtlich deiner Karriere wirst du mindestens nochmal genauso viele Probleme bekommen wie du sie bei deinem ersten Kind bekommen hast, evtl. sogar mehr, das hängt vom Beruf ab.
Ansonsten wird die gesamte Menge die du an "Arbeit" in die Kinder stecken musst nur ein bisschen mehr als bei einem Kind sein.
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FS:
Wenn ich rein emotional denke, dann wäre es natürlich schon schön, nochmal schwanger zu sein. Also all die wunderschönen Momente nochmal zu erleben. ABER ich habe dennoch nicht das Gefühl, dass in unsrer Familie etwas fehlt.
Ich habe bereits in einem Baby/Kinderwunschforum gelesen und dort auch meine Situation geschildert. Ebenso versuche ich mich ein wenig an meinem Umfeld zu orientieren, in meiner Nachbarschaft/Freundeskreis gibt es ja auch Familien, die mittlerweile das zweite oder dritte Kind bekommen. Ich muss aber sagen, dass besonders die Mütter aus dem Babyforum aus meiner Sicht auf einem "anderen Planeten" leben. In deren Leben dreht sich alles um Kind/Haus/Mann. Ich habe beispielsweise von Müttern gelesen, die mit 3 Kindern noch arbeiten gehen. Bis ich festgestellt habe, dass es sich dabei um 5 Stunden an einem Samstag Vormittag handelt (in der Zeit ist dann der Mann zu Hause). Bitte nicht falsch verstehen, das ist überhaupt nicht abwertend gemeint, aber es ist ganz klar ein anderer Lebensentwurf. Und dann denke ich halt, dass mein Lebenswntwurf eben nur ein Kind vorgesehen hat.
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@ 21
Obwohl ich ja den Ratschlag aufgebracht hatte, Dich (auch) an ein Babyforum zu wenden, so verstehe ich gut, was Du meinst, mit dem "anderen Planeten".
Das Forum, das ich kenne, ist allein sprachlich mitunter sehr gewöhnungsbedürftig, ich konnte mir vorher gar nicht vorstellen, wie viele Rechtschreibfehler so manche Erwachsenen machen. Auch was manche Leute schildern, klingt echt merkwürdig. Letztens klagte eine Mutter ihr Leid über ihren Ehemann, den sie gebeten hatte, kurz auf den krabbelnden Säugling aufzupassen. Das Ende der Geschichte war, dass dem Kind ein Buch auf den Kopf gefallen war und der Mann rauchend auf dem Balkon stand..
Solche und ähnliche Dinge sind der Grund, warum ich mich viel lieber hier im EP-Forum aufhalte als in Babyforen, obwohl meine Welt natürlich momentan auch sehr um Babythemen kreist.
Das, was Du mit den schönen Vorstellungen bzgl. einer nochmaligen Schwangerschaft sagst, kann ich gut nachvollziehen. Mein Freund und ich planen z.B. in absehbarer Zeit ein 2. Kind, danach soll dann aber voraussichtlich Schluß sein. Mein Freund wäre wohl einem dritten Kind gegenüber auch nicht abgeneigt aber für mich reichts mit 2 Kindern. Und trotzdem kann ich mir schon jetzt vorstellen, dass ich die schönen Momente einer Schwangerschaft, diese ganz besondere Zeit später einmal vermissen werde wenn ich weiß, dass ich nun nie wieder im Leben schwanger sein werde. ;)
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Also "bis dann der Egoismus überwog"....
Naja,ich bin keine Mutterkuh,und wenn es nun mal so ist das man sich nach einem Kind doch so einrichtet und kein weiteres Kind mehr Platz hat-was bitte ist daran egoistisch.
Finde ich überhaupt nicht.
Und liebe Fs,jeder wird das hier anders sehen und dir Ratschläge erteilen.
Du schaust auf anderen Mütterseiten und wirst mit zig Meinungen und Informationen bedient und willst dir daraus ne Meinung bilden oder Überblick verschaffen.
Das wird dir nicht gelingen und Antworten findest du dort wie hier auch keine.
Denn diese findest du nur bei dir und deinem Mann.
Zumal du diese eigentlich schon kennst.
Vertraue deinem Gefühl.!!!
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