1. Frage:
    Gefragt am: 24.02.2009, 15:14 von Gast
    Wieviel Zeit braucht man, eine Ehescheidung zu verarbeiten?
    Antworten:
  2. #1 Gast
    24.02.2009 16:01
    Ich glaube nicht dass so eine Frage pauschal beantwortbar ist. Aber es wird sicher bei niemandem von einem Tag auf den anderen vorbei sein. Soviel ist sicher!

  3. #2 Gast
    25.02.2009 12:17
    Tja, eine sehr schwer zu beantwortende Frage. Die Statistik sagt, daß nach 4 Jahren mehr als 75 % der Getrennten darüber hinweg sind. Doch das ist nur eine statistische Größe. Tatsächlich ist die Zeit wohl individuell. Ich bin seit 4 Jahren getrennt von meiner Ex, die es geschafft hat mir die Kinder zu entfremden und mich materiell fast in die Insolvenz zu treiben. Von Ihr bin ich geheilt, das ist lange verarbeitet, doch für die Zukunft sehe ich hauptsächlich Frauen, die das wertvollste, das ihnen die Natur mitgegeben hat verschleudert haben - die soziale Kompetenz. Heute scheinen mir Frauen nur noch nach materieller Sicherheit und die möglichst schön verpackt zu suchen. Sie wollen in eine Verbindung nichts persönliches mehr investieren und möchten nur noch konsumieren. Je jünger die Frau, umso ausgeprägter diese Tendenz!
    Da ist halt die Frage, ob Mann sich so etwas antuen möchte. Manchmal ist single sein doch die bessere Alternative.

    Frauen gibt's wie Sand am Meer, doch gute, partnerschaftsfähige Frauen, glaube ich, sind sehr, sehr rar gesät.

  4. #3 Gast
    25.02.2009 22:16
    Kann mich meinem Vorredner nur anschließen, bin nach meiner Scheidung vor vier Jahren und ähnlicher Erfahrung nach ewiger Hirmarterei zum selben Ergebnis gekommen.....

  5. #4 Gast
    28.02.2009 00:47
    Bin jetzt drei Jahre getrennt bzw. geschieden. Und träume immer noch von ihr. Allerdings immer weniger ;-). Kann auch die Erfahrung, das Frauen nichts investieren wollen, nicht bestätigen. Das Frauen attraktive Männer suchen, scheint mir absolut normal zu sein. Wir suchen doch auch immer Barbie, oder?

  6. #5 Gast
    05.03.2009 20:10
    Meistens kommen die Sprüche, dass Frauen nur nach materieller Sicherheit und quasi einem Sponsor suchen von Männern, die Frauen suchen, die zehn Jahre jünger sind als sie selbst, die x-mal attraktiver sind, als sie selbst und zu dem Männlein aufblicken "mein großer Held". Und da seid ihr überrascht? Was sonst sollen die von euch wollen?
    Vielleicht mal auf gleichem Niveau suchen meine Herren?

  7. #6 Gast
    06.03.2009 10:09
    Um wieder der "Alte" zu sein habe ich drei Jahre gebraucht. Davon zwei Jahre um zu akzepieren, dass ein weitermachen kein Sinn mehr macht und ein Jahr nach der Trennung um mich neu zu finden. Ich habe in meinem Bekanntenkreis bemerkt, dass die die immerwieder zurückschauen sich ewig nicht lösen können. Mein Problem war im wesendlichen die Beziehung zu meiner Tochter - da arbeite ich drei Jahre nach der Trennung immer noch daran.
    Anmerkung zu meine Vorredner: Auch ich bin von einer Frau enttäuscht worden. Aber ich habe nur ein Leben, welches mir zu schade ist um ewig sauer zu sein. Ich geniese nun viel mehr die schönen Momente - dafür danke ich meine Ex.

  8. #7 Gast
    07.03.2009 11:27
    38 Jahre lang war ich mit ein und dem selben Mann zusammen, bis er mich gegen eine 10 Jahre Jüngere austauschte. Das war vor 3 Jahren und mir ist inzwischen klar geworden, dass ich nicht ewig darauf warten kann, dieses Trauma jemals wirklich zu verarbeiten. Die Trauer über den Verlust meines Partners habe ich jetzt als Teil meines Gefühlslebens akzeptiert und bin heute in der Lage, zuversichtlich eine neue Partnerschaft einzugehen.
    Jetzt bin ich schon ein halbes Jahr mit dem besten und liebsten aller "Elitepartner" zusammen und die Schmetterlinge im Bauch flattern bei jedem Treffen heftiger.
    (Nur Mut, liebe Frauen, auch wir 50-Plus- Damen sind von der Männerwelt nicht abgeschrieben!)

  9. #8 Gast
    09.03.2009 12:01
    Denke auch, dass das nicht pauschal beantwortet werden kann.
    Wurde vor knapp 8 monaten von meiner Frau nach über 12 jahren Ehe verlassen, wegen eines nebenbuhlers. (natürlich auch wegen mir!)
    Denke es hängt auch davon ab, wie die Trennung verlaufen ist. (Kompromisse oder Schlammschlacht). Kann nur sagen, dass Wut in der Magengegend etwas in der Trauerphase hilft.
    Hab die letzten Jahre durchschnittlich 100 h /Woche gearbeitet, für eine gute Lebensqualität gesorgt und nun meine Quittung bekommen. Als ich dann erkannt habe, dass meine Kinder fast schon Onkel zu mir sagen, habe ich die Notbremse gezogen. Leider zu spät! Nun zeichnet sich ab, dass finanzielle Forderungen seitens meiner Ex im Raum stehen, die jenseits jeglicher Vorstellungskraft sind.
    Meine Ex hat mir jedoch gezeigt, dass es möglich ist 2 Menschen gleichzeitig zu lieben. Und so gehe ich ohne jegliche Vorurteile und unvoreingenommen, aber mit neuen Erfahrungswerten auf Partnersuche. Auch wenn ich noch an meiner Ex hänge. Ob ich beziehungsfähig bin, wird sich dann herausstellen; auch wenn das ein wenig unfair dem Anderen gegenüber klingt.

  10. #9 Gast
    09.03.2009 22:28
    Natürlich verarbeitet es jeder anders, aber Trauerarbeit läuft nuneinmal in Phasen ab und daran kann man auch nichts ändern. Ich habe mir das Traurigsein lange Zeit nicht erlaubt, da es zu viel Kraft gekostet hat und ich dachte mit Wut und Zorn besser zurecht zu kommen. Damit hab ich den Prozess unendlich in die Länge gezogen und blieb innerlich immer an meinen Mann gebunden. Ich gab ihn nicht frei und war selbst auch unfrei. Irgendwann hab ich mir Hilfe gesucht und hab lernen müssen, dass ich meinen Exmann verzeihen muß. Es hat wieder lange gedauert bis ich begriff, dass ich ihm nicht um seinetwillen sondern ummeinetwillen vergeben muß. Das hat alles 5 Jahre gedauert. Heute ist die Trennung sieben jahre her und ich fühl mich frei. Ich denke ohne Groll an ihn, wünsche ihm alles Gute- es ist einfach gut- und den Kindern geht es viel besser so. Außerdem gibt es einige Entwicklungsmeilensteine die ich nur allein schaffen konnte. Und jetzt kann der neue Mann auch kommen und die Beziehung würde dann auch nicht unter den "Altlasten" leiden...

  11. #10 Gast
    10.03.2009 22:55
    Kann nur jeder selber wissen. Dauert ja, je nachdem, wie sehr man verbandelt war, auch unterschiedlich lang. Wenn ich sagen kann: mit ihr nicht mehr, aber es waren auch gute Jahre dabei, ist es ok.
    Sich wieder zu binden, ist natürlich nicht allzu einfach, weill Weiblein und Männlein mit ihren Erfahrungen rumlaufen und niemand neu verletzt werden will.

  12. #11 Gast
    10.03.2009 23:09
    Ich wünschte ich könnte bereits so locker über das alles schreiben :-(

  13. #12 Gast
    13.03.2009 16:21
    Kopf hoch, es kommen auch wieder die besseren Zeiten- ganz bestimmt. Wer nie traurig war, kann das glüclkichsein nicht schätzen. Übrigens, es ist nicht die Zeit die die Wunden heilen lässt. Alles Gute

  14. #13 Gast
    16.03.2009 21:59
    @8 wünsche Dir, dass deine Ex nicht alles durchsetzen will und wird. Und dass die Harmonie bleibt. Allein, mir fehlt bei diesem Typ Frau - nebenbei der Spaß mit dem Lover und du schuftest für die Familie und für IHREN Lebensunterhalt - der Glaube an moralische Wertvorstellungen. Am Ende geht es nur noch ums Geld, und wo sie noch mehr her bekommen kann - nämlich von Dir.

    Du - und auch deine zu diesem Zeitpunkt aktuelle Partnerin werden dann ziemlich viel durchmachen - wünsche dir das Beste sowie viel Kraft und gute Argumente!

  15. #14 Gast
    27.10.2009 18:45
    es ist wirklich nicht so einfach . meine Trennung liegt nun schon mehr als 7 Jahre zurück und ich kann immer noch nicht aufhören an ihn zu denken. Er hat sich so schnell eine andere Frau genommen und hat nichts mehr von den Kinder und mir wissen wollen. hin und wieder hat er mir mails geschickt, wo er mir sagte , dass er mich noch lieben würde. das war für mich noch schlimmer, denn ich liebte ihn noch.Ich habe mir aber gedacht , dass es Zeit wäre an mich zu denken und die Vergangenheit ruhen zu lassen . es ist nicht leicht. Aber ich werde jetzt versuchen es zu tun. ich hoffe dass es mir gelingt.Und dass ich bald wieder eine neue Liebe finden kann.

  16. #15 Gast
    27.10.2009 20:19
    siri
    mir geht es wieder gut, seit dem ich verstanden habe, daß Menschen sich im Laufe ihres Lebens verändern können (kann ich ja auch an mir selbst beobachten...).

    Mein Mann hat mich einmal sehr geliebt - und ich ihn, dann hat er sich verändert und sich in eine andere Frau verliebt. So, wie er heute ist, mag ich ihn eigentlich überhaupt nicht, diese Art Mann hat mich nie interessiert. Der, der er einmal gewesen ist, den gibt es nicht mehr.

    Wir hatten eine gute Zeit, aber die hätten wir jetzt nicht mehr miteinander, deshalb ist es gut, daß es vorbei ist.

  17. #16 Gast
    01.11.2009 22:38
    Ich wünschte, ich könnte auch schon so denken wie siri - mein Mann hat seit Juli 09 eine Affäre (die große Liebe, wie er es nennt). Nach vielen guten Gesprächen und dem Entschluß, dass wir es doch noch einmal miteinander probieren, gestand er mir jetzt, dass die Gefühle für die andere doch größer sind als die für mich - wir waren 25 Jahre verheiratet. Obwohl die letzten Jahre nicht sehr gut waren und ich schon lange wusste, dass unsere Ehe nur noch eine Farce war, leide ich jetzt doch sehr unter der Trennung.
    Er ist mittlerweile ausgezogen, und ich blieb allein im Haus zurück und muss nun versuchen, mein Leben neu zu regeln. Ich habe einen tollen Freundeskreis, die 100% hinter mir stehen und zu mir halten, aber wenn ich abends allein bin, kommen die Gefühle des Alleinseins und des Verlassen seins wieder hoch und ich hoffe immer noch, dass er wieder zu mir zurückkommt - auch wenn mir der Verstand sagt, dass ein Fortführen unserer Beziehung keinen Sinn hat.

  18. #17 Gast
    02.11.2009 09:28
    siri
    #16
    wenn du dich vor allem abends alleine fühlst, dann sorge dafür, daß du abends beschäftigt bist! VHS-Kurs, Fitness-Studio, Theater-Abo.

    Und ein wichtiger Tip - engagiere dich sozial. Egal, ob Krankenhaus, Altersheim, Tierschutz, Kinderschutz. Erstens braucht man in all diesen Bereichen dringend Menschen, die helfen, zweitens tut es dir wirklich gut, zu sehen, wie echtes Elend aussieht, drittens hast du weniger Zeit, dir Gedanken zu machen.

    Du lebst jetzt allein, zuerst ist das erschreckend, andererseits hast du jetzt die Möglichkeit dein Leben in eine für dich positive Richtung verändern. Wirf dein Herz voraus, der Rest kommt nach.
    Oder laß es, dann wirst du in 10 Jahren eine verbitterte alte Frau sein. Worauf du überhaupt nicht hoffen solltest ist, daß jemand (womöglich ein Mann) kommt und dich rettet. Das mußt du selbst machen!

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