1. Frage:
    Gefragt am: 11.11.2008, 16:33 von
    Wird man als Single irgendwann neurotisch und ist dann möglicherweise nicht mehr Beziehungsfähig?
    Antworten:
  2. #1 Gast
    14.11.2008 18:09
    neurotisch ist vielleicht ein wenig übertrieben, abe ich glaube schon , daß es mit zunehmendem Alter immer schwerer wird. Aber nichts unversucht lassen.

  3. #2 Gast
    30.11.2008 23:34
    ich denke, es entwickeln sich egoismen, die man eher nicht hat, wenn man lange eine partnerschaft hatte. ich hatte nach langer ehe und halbjähriger pause einen langjährigen single kennengelernt, der seine einsamkeit gepflegt hatte, wie er es ohne mich auch schon tat ( sonntag früh alleine im cafe frühstücken, allein ins kino, allein auf lesungen)....immer wenn ich ihn fragte ob er zum essen bleibt, ging er lieber, denn zu viel gesellschaft hatte er nicht mehr ertragen (später erfuhr ich, dass er statt dessen ins restaurant ging). auf meine kinder konnte und wollte er sich auch nicht einstellen, mit der begründung, sie können ihn ja eh nicht leiden. schließlich machte er schluss da ihm einfiel dass er gerne eine eigene familie gründen möchte, da er das bei gesehen hat wie toll das ist.....er ist seit dem er mit mir schluss machte wieder single....

  4. #3 Gast
    07.12.2008 20:52
    Moin Strawberry,

    an mir beobachte ich zumindest, daß man je länger ich Single bin, die Sache mehr und mehr zu schätzen weiß und ich mir überlege, ob die Kompromisse, die man in einer Beziehung machen muß, wirklich die Sache wert sind.

    Schöne Grüße

    Hudsonhawk

  5. #4
    12.12.2008 11:31
    Hi Strawberry,

    also das glaube ich eigentlich nicht! Wenn man zu lange allein ist, verändert man sich wahrscheinlich schon. Im schlimmsten Fall entsteht dadursch auch eine Neurose.
    Aber man muss doch nicht zwangsläufig allein sein, wenn man Single ist. Schließlich gibt es ja auch noch andere Formen von zwischenmenschlicher Beziehung

  6. #5 Gast
    06.01.2009 22:54
    Ja,ich denke auch, dass man sich mit der Einsamkeit verändert. Und wer nicht als Single glücklich und zufrieden ist (das wird ja auf einer Partnervermittlungsseite hoffentlich niemand sein), der leidet schon etwas um Weihnachten und zu anderen Feiertagen, an denen man typischerweise viele (glückliche) Paare sieht. Aber wenn man sich ändert, dann wohl eher dahingehend, dass man an Selbstvertrauen verliert und damit frustriert wird.

    "Beziehungsfähig" ist auch so ein Modewort, finde ich. Ein Mensch ist ein soziales "Tier". Wer also nicht von der Gesellschaft ausgestoßen ist und einen Freundeskreis hat, der sollte auch in einer Beziehung leben können; die "Regeln" sind ja in etwa die gleichen: Treuebruch ist Verrat. Lüge ist Betrug, Egoismus schadet dem Miteinander und wer klammert, vergrault auch seine Freunde.

    Natürlich ist das Leben zu zweit anderes als allein. Aber man sollte das schon mit sich selbst klären, ob man lieber allein ist und sich mit niemandem absprechen muss, oder ob man lieber im Team spielt. Hat beides seine Vor- und Nachteile. Nur eben aus beidem die Vorzüge geht nicht...

  7. #6
    19.03.2009 22:42
    Nein ich finde nicht, dass man als langjähriger Single Neurosen entwickelt.

    Wichtig ist, dass man sich ein soziales Netz aufbaut. Somit ist man meistens in guter und interessanter Gesellschaft. Auch wenn man seelisch ausgeglichen ist heisst dies nicht, dass nicht hin und wieder die Sehnsucht nach einem Partner da ist.

    Langjährige Single Frauen mit Kindern haben meistens das Problem einen potenziellen Partner im aufgebauten sozialen Netz zu finden, da dieses, Kinder bedingt, meistens aus Paaren bevölkert wird. Und somit vergeht die Zeit; …. nicht unbedingt uninteressant.

    Wenn die Kinder Erwachsen sind, wünschte man sich das Netzt hätte auch ein paar Singles bereit. Daher habe ich mich auch hier angemeldet in der Hoffnung einen Partner zu finden mit dem ich meine neu gewonnene Freiheit teilen könnte.

    Aber Neurosen oder Frust habe ich trotz langem Single Dasein ganz bestimmt nicht.

    Ich habe festgestellt, dass auch die Suche nach einem Partner im virtuellen Netz auch nicht einfacher ist.

  8. #7 Gast
    15.07.2010 04:08
    Kurz gesagt: JA, kann sein.
    Anderersets, wenn Du immer in Bewegung bist und Dich weiterr entwickelst (ja, hörte sich für mich ebsno blöd an, als ich nach 2 Krebs-Op und pipapo mit/nach Chemo dann in (Früh-)Tente fiel......, aber es ist etwas dran.
    Wenn Du Dir jeden Tag sagst, dass Single-Leben Sch ... ist, hältst Du Deine Energie gefangen.
    (Ich bin kein Yogalehrer, kein Heilpraktiker etc., ich sage es nur von mir).
    Wenn Du Dir sagst, wie OK dein Leben ist, und zwar jeden Tag,und BEWUSST malneine Zeitlang, dann siehst Du etwas ganz Anderes.


    Liebe Grüße!

  9. #8
    15.07.2010 09:57
    offen gesagt wurde ich eher in meine Ehe neurotisch....
    seit ich alleine lebe geht es mir gut.

  10. #9 Gast
    15.07.2010 10:44
    Dass man "neurotisch" wird, glaube ich nicht, es sei denn, man war schon vorher neurotisch.
    Allerdings verlernt man leicht, sich auf andere einzustellen. Wenn man dann auch im Beruf keine Gelegenheit hat, seine sozialen Kompetenzen zu trainieren, wird es schwierig.
    Eine Partnerschaft und eine Freundschaft sind auf die Dauer nicht möglich ohne Rücksichtnahme und Kompromissbereitschaft.

    Um mal fies zu sein:
    Bei einigen meiner alleinstehenden Freundinnen habe ich das Gefühl, sie sollte sich besser an eine Agentur "rent a friend" wenden. Dann können sie dafür bezahlen, dass sich jemand völlig auf sie und ihre Befindichkeiten und Termine einstellt.

  11. #10 Gast
    15.07.2010 12:05
    As "neurotisch" würde ich das nicht bezeichnen, aber man entwickelt als langjähriger Single schon gewisse "Eigenheiten". Ich hatte schon in einem anderen Thread geschrieben, dass z.B. mein Liebster sich angewöhnt hatte, Selbstgespräche zu führen. Seine Tochter behauptet, sie habe gemerkt, dass ihr Vater in der letzten Phase seines Single-Daseins schon ein wenig "merkwürdig" geworden sei und sie ihm gesagt habe, dass eraufpassen müsse, dass er nicht pltzlich "zum komischen Kauz mutiere".

    Eine Freundin von mir machte alles nieder, was Paare in ihrer Zweisamkeit als besonders romantisch empfinden. Sie zog "Liebesbotschaften" ins Lächerliche, gute Manieren der männlichen Partner tat sie als "verstaubt und total antiquiert" ab, liebevolles Umarmen oder mal ein Küsschen in der Öffentlichkeit "ging gar nicht", kurzum: SIE WAR ZICKIG! Jetzt, da sie ebenfalls ihr Glück gefunden hat, sind alle diese Dinge aus ihrem Leben nicht mehr weg zu denken und wenn ihr Schatz heute den Weg zum Schlafzimmer mit Rosenblättern und brennenden Kerzen markiert, schmilzt sie förmlich hin.

    Und ja, es ist, wie die #9 schreibt: Insbesonder die "Mädels" haben dann so "ihre Befindlichkeiten" und leider ist niemand da, der es ihnen auch ehrlich sagen würde. Man will ja schließlich die Freundschaft nicht auf's Spiel setzen!

  12. #11 Gast
    07.07.2011 09:14
    Single-Frauen könnten schon mit der Zeit neurotischer werden.
    Viele Single-Frauen versuchen den Mangel an Intimität durch FReundschaften mit FRauen auszugleichen d.h. sehr intime Gespräche, viel Zeit miteinander verbringen. Oftmals sind diese Beziehungen Angst-Beziehungen d.h. man gluckt zusammen, weil man nicht allein sein möchte.
    Die fehlende Distanz erzeugt dann Aggressionen. Es dauert nicht lange und man geht sich dann auf die Nerven und schafft dann Distanz, indem man aufeinander herumhackt.
    Wenn mehrere solcher "Beziehungen" auseinander gegangen sind, zweifelt Frau schon an sich, was auch Einfluss auf ihren SElbstwert und ihr Selbstvertrauen hat.

  13. 07.07.2011 10:32
    Ha pah, auch Männer entwickeln "Befindlichkeiten".

    Bei meinem Bruder war es seine Maschine (seine Freundin lebt jetzt schon länger ganz gut damit, glücklicher Weise).

    Bei einem Bekannten waren es ständig wechselnde Tanzkurse mit ständig wechselnden Traumfrauen.

    Bei einem guten Freund ist es mürrischer Rückzug "wird mir Alles zu viel"- dabei genießt er es ohne Ende, wenn man ihn mal aus seinem Schneckenhaus herausgelockt hat.

    Bei einem tollen Date - zugegeben mehr aus Mitleid - war es eine völlig verquere Sammelerpassion, er war ständig auf tausend Flohmärkten.

    Na? Ich finde aber, dass auch die schrulligen Zeitgenossen viel Charme haben können. Ob ich das als Partner haben müsste... naja....

  14. #13 Gast
    08.07.2011 22:12
    Ich bin (w 35) und chronische Langzeitsinglefrau seit 15 Jahren. Egoistischer bin ich geworden. Neurotisch? Keine Ahnung. Habe die Hoffnung aber noch nicht aufgegeben, daß mein Singledasein irgendwann beendet wird.