Geschrieben am 26.07.10 um 13:51 Uhr

Millionen Menschen leiden unter extremer Schüchternheit, auch Soziale Phobie genannt. Die Angst vor der negativen Bewertung der Mitmenschen kann erfolgreich jegliche Flirts im Alltag verhindern.
Meine Tochter (11 Monate alt) hat ein grundsätzlich heiteres Gemüt. Sie ist "gut drauf", wie man sagt, und kommuniziert viel. Was mir als Vater und Psychologe auffällt: sie zeigt das komplette nonverbale Flirthalten. Komplett! Dies liegt daran, dass es angeboren ist. Wenn sie sich freut, lächelt sie authentisch, legt den Kopf schräg, lacht usw. - sehr ergreifend!
Ich gehe mal davon aus, dass sie die erwähnten Verhaltensweisen auch später noch zeigen wird, etwa, wenn es darum geht, offen auf Mitmenschen zuzugehen. Oder wenn "die Kleine" mal flirten will. Daher ist es auch so wichtig, die jungen Erdenbürger in Sachen Kommunikation positiv zu stärken.
Wie kommen nun die oben erwähnten Sozialphobiker - immerhin einige Millionen - zustande? Babys sind doch in der Regel und erwiesenermaßen weltoffen, kommunikativ, von "Kopf bis Fuß" auf Interaktion angelegt (abgesehen von angeborenen Unterschieden in Hinsicht auf das Temperament, die aber nicht ausreichen, um dem Thema Flirt später den "Hahn zuzudrehen").
Wer von Sozialer Phobie betroffen ist, kann einmal ernsthaft Biografiearbeit betreiben. Mangelhaftes Feedback seitens des elterlichen Umfelds beziehungsweise sonstige negativen Kommunikationsmuster, die über Jahre hinweg praktiziert werden, können über kurz oder lang der Flirtbereitschaft den Garaus machen.
Natürlich können auch negative Erlebnisse im Pubertätsalter denselben Effekt erzielen. Durch Selbstreflexion kommt man vielleicht an ein paar Ursachen ran.
Egal, wie die Dinge liegen, es kommt darauf an, dass man aktiv wird, rein flirttechnisch betrachtet. Eine Meinung wie "Ich kann nicht flirten" resultiert "nur" aus verschiedenen Erfahrungen, die zu einer Art Wahrnehmungsmuster "kondensiert" wurden. Dass die Betreffenden selbst mit diesem Muster zukünftige Begegnungen "anreichern", merken sie gewöhnlich nicht. Der Wahlspruch wird so zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung.
Lange Rede, kurzer Sinn: Flirten kann jeder! Man muss nur mal wieder back to the roots , zurück zu den Wurzeln gehen. Üben Sie den Small Talk, am besten schon morgens beim Bäcker. Fragen Sie in einer Diskothek nächstes Wochenende zehn Personen des anderen Geschlechts nach der Uhrzeit. Stellen Sie eine Liste mit den zehn größten sozialen Ängsten auf. Bewältigen Sie Schritt für Schritt Ihre Furcht. Sie werden schnell merken, dass die Dinge gar nicht mal so im Argen liegen, wie Sie glaubten.
Nutzen Sie auch die vielen Kommunikationskanäle, die existieren, um neue Kontakte zu knüpfen. Denken Sie immer daran: Der Flirt sorgt für die Ausschüttung von Glückshormonen. Das heißt, Flirten macht glücklich.
Äußere Kritiker - Flirtbremsen lösen 2
Geschrieben am 22.07.10 um 16:44 Uhr

Jeder kennt den unvermeidlichen, aber machtvollen Spruch, den schon unsere Eltern dann und wann losließen: "Was sollen denn da die Leute denken!" Ein solcher "Aufschrei" kann jegliche Flirtkompetenz im Keim ersticken.
Wir Menschen sind außenorientiert, manche mehr, manche weniger. Viele sorgen sich darum, was ihre Familie, Arbeitskollegen, Nachbarn usw. von ihnen denken. Meistens hoffen wir, dass wir im Allgemeinen von "den" anderen positiv wahrgenommen werden. Der gegenteilige Fall wäre für viele ein Grund für Depression.
Woher kommt dieses Streben? Nun, man kann davon ausgehen, dass es sowohl (a) evolutionäre als auch (b) sozialisationstheoretische Ursachen hat. Zunächst einige Worte zur "Anlage". Wahrscheinlich haben unsere Vorfahren eher überlebt, wenn sie "von sich aus" ein eher pro-soziales Verhalten zeigten. Diese Präferenz wurde wohl selektiert und ist daher bis heute präsent. Denn: Wäre es von "Natur aus" egal, was die Mitmenschen von uns halten, würden wir Probleme haben, den Alltag zu überstehen. Auf der anderen Seite (b) werden wir auch recht früh von unserem sozialen Umfeld in die Außenorientierung "geführt". Für manche Erzieher ist es entsprechend das Wichtigste, dass der eigene Nachwuchs nicht negativ aus dem Rahmen fällt.
Übertreiben es die Bezugspersonen in dieser Hinsicht, kann daraus später eine übertriebene Angst vor der Meinung der Mitmenschen entstehen. Und die hemmt unter anderem auch die Fähigkeit, "einfach so"mit anderen in Kontakt zu treten, sprich: Zu flirten. Die Wahrheit liegt natürlich, wie bei vielen anderen Dingen auch, mal wieder in der Mitte. Das heißt, eine "Mir ist alles egal"-Einstellung ist genauso kontraproduktiv wie ein "Mach es alles recht und ecke nie an"-Lebensstil. Balancieren Sie Ihre Außenorientierung bei Bedarf aus, besonders, wenn es um das Thema Flirt geht. Befragen Sie auch Ihr Umfeld, Sie bekommen möglicherweise ein wichtiges, aufschlussreiches Feedback.
Auf der anderen Seite sollte man sich auch bewusst machen, dass es unmöglich ist, keinen Korb zu bekommen. Jeder bekomme im Laufe seiner Flirt-Karriere welche. Und? Ich habe auch schon unzählige bekommen. Die "Gesamtquote" muss stimmen, mehr nicht. Man kann es eben nicht allen immer recht machen. Und das ist auch gut so. Eine übertriebene Außenwirkung darf man ruhig ablegen. Man wäre nicht der Mensch, der man ist. Stets würde man sein Auftreten an den Gesprächspartner vorauseilend anpassen. Man wäre ein Chamäleon. Und nach meiner Erfahrung sind Chamäleons auf Dauer langweilig.
Der innere Kritiker - Flirtbremsen lösen 1
Geschrieben am 19.07.10 um 15:28 Uhr

Es gibt viele Ursachen, die dafür verantwortlich sind, warum selbst attraktive Frauen oder Männer sich nicht trauen, "einfach so" jemanden anzusprechen. Eigentlich unfassbar. Eine Ursache ist der sogenannte "innere Kritiker". Man kann ihn überwinden.
Fragt man Singles, ob sie generell offen auf andere Menschen zugehen und mit ihnen zwanglos flirten können, so bekommt man verschiedene Antworten. Klar. Aber es wird auch ein Trend augenscheinlich, je mehr Probanden an so einer Studie teilnehmen. (Ich habe selbst mal eine durchgeführt, sehr aufschlussreich.)
Es offenbart sich nämlich schnell ein "innerer Kritiker", der die ansonsten so wunderbar offensichtliche Kommunikationsfreudigkeit im Keim erstickt, quasi von "innen heraus". Der innere Kritiker offenbart sich sowohl emotional, und zwar als unangenehmes Gefühl, als auch gedanklich (kognitiv). Letzteren Aspekt kennt man. Bevor man dazu kommt, jemanden in Reichweite anzusprechen, "spricht es" aus einem selbst. Genauer gesagt, man führt Selbstgespräche. Teilnehmer sind meistens: Der innere Kritiker und der "gesunde Menschenverstand". Beide führen ein Zwiegespräch, und der innere Kritiker malt stets ein Worst case-Szenario ("Lass es, Du kriegst einen Korb", oder: "Der Andere findet Dich bestimmt total doof", oder: "Du wirst gleich stottern, also lass es!")
Woher kommt diese negative Selbsteinschätzung? Nun, mit dem inneren Kritiker sind wir nicht auf die Welt gekommen. Der innere Kritiker war irgendwann einmal - meistens in unserer Kindheit oder Jugend - ein äußerer Kritiker.
Fakt ist, dass wir unsere Bezugspersonen (vor allem deren Meinungen über uns) im Laufe unserer Entwicklung psychisch verinnerlichen. Die Ansichten unserer Eltern, Lehrer, Verwandtschaft usw. "brennen" sich in unser Gehirn - und sie werden, ganz wichtig(!), zu unseren eigenen. Natürlich gilt das nicht für alle Meinungen, aber für manche.
Was kann man da machen? Zunächst einmal ist es wichtig, sich in entscheidenden Flirt-Situation klarzumachen: "Du kannst was! Du hast schon etwas im Leben erreicht. Du bist kein Loser!"
Ein anderer Tipp stammt aus der Lehre des "Inneren Teams" (Friedemann Schulz von Thun). Ordnen Sie demnach dem inneren Kritiker eine bestimmte Person zu, das macht ihn (an)greifbarer. Rufen Sie ein "Meeting" ein, bevor Sie einen Small Talk anstreben. Dann kommen eventuell folgende Persönlichkeiten zu Wort: "Frau Schüchtern", "Herr Pessimist", "Tante Unattraktiv" usw. Lassen Sie jedes Teammitglied im Geiste zu Wort kommen. Denken Sie daran: Sie haben auch eine weitere innere Stimme: Die des Moderators(!) Und der kann die anderen Mitglieder durchschauen, ihre Herkunft erkennen. Das nimmt denen die innerpsychische Kraft.
Kommen Sie sich selbst durch "Meetings" selbst auf die Schliche und vereinbaren Sie einen Kompromiss: "So, heute spreche ich wenigstens drei Menschen des anderen Geschlechts an, dann ist Sense. Okay?"
Und: Riskieren Sie was! Es ist immer noch besser, eine schlechte Erfahrung beim Flirten zu machen als gar keine! Außerdem ist es unmöglich, immer einen Korb zu bekommen. Gesetz der Wahrscheinlichkeit.
Darf man sich beim ersten Flirt verlieben?
Geschrieben am 16.07.10 um 14:37 Uhr

Ja, die "Liebe auf den ersten Blick" hat Tradition. Sie ist eine heikle Sache. Schließlich ist so manche feste Beziehung durch einen einzigen Fremdflirt beendet worden. Darf man sich beim ersten Flirt "verknallen"?
Gelegenheit macht bekanntlich Liebe, genauer gesagt, macht schnell einen Flirt. Es gilt natürlich zu unterscheiden. Singles dürften für dieses Thema offener sein als Liierte, schließlich sind erstere ja meistens ohnehin auf der Suche (aber auch letztere sind nicht davor gefeit). Und alleine die Motivation, Miss bzw. Mr. Right zu finden, sorgt für eine gewisse "Anfälligkeit".
Sich beim ersten Flirt zu "verknallen", das birgt gewisse Risiken. Wohl oder übel leidet darunter nämlich nichts anderes als die objektive Urteilsfähigkeit. Liebe macht bekanntlich blind. So gesehen ist eine gewisse Zurückhaltung angesagt. Aber wer hält sich schon daran?
Es gibt Singles, die "verknallen" sich alle zwei, drei Monate neu. Sie flirten aus Zufall mit einer neuen Bekanntschaft - und sind plötzlich hin und weg. Wolke 7 ist dann angesagt. Schauen wir uns doch im Folgenden drei verschiedene Flirtarten an, die das entsprechende "Potenzial" mitbringen:
1. Büroflirt. Nachweislich finden sich die meisten Pärchen am Arbeitsplatz. Die potenziellen Partner verbringen viel Zeit miteinander, man kann über Arbeitsthemen persönlichen Kontakt auf der Beziehungsebene herstellen (durch die Blume). Aber auch die Fremdflirt- und Seitensprungquote dürften überdurchschnittlich stark im Büro ausgeprägt sein. Man sollte immer bedenken, dass man den Anderen abseits des Alltags kennenlernt. Wie er (oder sie) "wirklich" ist, das kann ich nicht wissen.
2. Urlaubsflirt. Schwerwiegender liegen die Dinge im Urlaub. In diesem Umfeld sind die meisten Singles und (auch) Partner ohnehin in Flirtlaune. Alleine schon die Sonne sorgt dafür, dass der Glücksbotenstoff Serotonin ausgeschüttet wird. In einer solchen Stimmung ergibt sich so manche Liebelei von selbst. Man sollte sie daher nicht überbewerten.
3. Zufallsflirt. Es passiert sehr oft, dass Singles etwa auf dem Weg zur Arbeit, beim Shoppen oder "Clubbing" am Wochenende jemanden sehen, der ihnen ?das Herz öffnet?. Bereits diese Tatsache führt zum unvermeidlichen "Kopfkino". Das heißt, der Betreffende stellt sich vor, wie der andere "ist". Vorurteile und Wunschvorstellungen spielen hier eine große Rolle. Besser ist es daher, mit dem Anderen in persönlichen Kontakt zu treten. Dann kann man seine Annahmen konkret überprüfen. Nicht aus Zufall sagte schon Sokrates: "Sprich, damit ich Dich sehe!"
Fazit: Die "Liebe auf den ersten Blick" kann viele Menschen ereilen. Doch es ist sicherlich ratsam, dem anderen bewusst auf den Zahn zu fühlen. Dann kann man sich von seinen Hirngespinsten verabschieden - und vielleicht findet man (erst dann) eine gemeinsame Basis, auf der man aufbauen kann.
Flirten nach einer verkorksten Beziehung - geht das überhaupt?
Geschrieben am 12.07.10 um 12:44 Uhr

"Nie wieder Partnerschaft!", resümieren manche Menschen, die gerade einen Rosenkrieg inklusive Trennung hinter sich haben. Doch wie lange darf die sinnvolle Trauer- und flirtfreie-Phase dauern? Manche übertreiben es!
Endet eine Beziehung, so zieht dies meistens eine Trauerphase nach sich, und das ist auch wichtig für die psychische Genesung. Natürlich geht es im Durchschnitt denjenigen Frauen und Männer besser, die vorher aktiv den "Gleiswechsel" professionell gestaltet haben, das heißt, zuversichtlich "zweigleisig" gefahren sind, Wochen und/oder Monate. Unmoralisch bzw. menschlich, wie es ist: Diese Fälle sind nicht selten.
Hat man entsprechende Erfahrungen (als Opfer) gemacht, so kehrt sich die anfängliche Überraschung ("Was!? Du machst Schluss!") häufig schnell in Rachegelüste und Hass um. Frauen sollen diesbezüglich "einfallsreicher" als Männer sein, habe ich mal gehört.
Wie sieht es dann aus? Meistens so: Nach dem "Schlussstrich" geht dann erst einmal "nix" in Sachen Flirt. Man hat die Nase gestrichen voll vom anderen Geschlecht und orientiert sich erst mal hin zu den besten Freunden.
Unter Umständen dauert diese Phase sehr lange an. Die genaue Zeitspanne hängt auch mit der Persönlichkeitsstruktur des Betreffenden zusammen. Als Faustformel kann gelten: Drei Monate der Trauer und "Entsagung" sind okay. Aber länger muss man nicht dem Pessimismus und Selbstzweifel frönen. Wieso auch? Will man dem anderen den Gefallen tun? Wohl kaum! Schließlich geht das Leben weiter.
Doch dummerweise - man muss es schon so sagen - nimmt man in die Zukunft einzelne Aspekte der Vergangenheit mit, sprich "Niederschläge" aus der Ex-Beziehung. Ein Beispiel: Nehmen wir mal an, Sie treffen kurze Zeit später in einer Cocktail-Bar eine Person, die Ihnen sehr gut gefällt. Ein kleiner Augen-Flirt findet statt. Und dann spricht der andere sie an - mit Namen. Und jetzt stellen Sie sich vor, Ihr Gesprächspartner hat denselben Namen wie Ihr Ex! Schwups, schon kann alles vorbei sein.
Eine Steigerung stellt die jahrelange Präsenz des Erscheinungsbilds des Ex und dessen Auswirkung dar. Und bitte noch einmal: Phantasie anschalten, liebe Leserin, lieber Leser, bitte!
Sie tanzen auf einer "After-Ex-Party" in einer Diskothek. Ihnen tippt jemand auf die Schulter. Sie drehen sich um, und Sie trifft der Schlag: "Bist Du das etwa?!", sagen Sie dem anderen ins Gesicht. Und dann merken Sie: Nee, der da sieht nur in etwa so aus wie der Ex.
Tja, jede Beziehung, die in die Binsen geht, hinterlässt einen Widerhall in Ihrer Psyche. Darum sollte man wissen, genauer gesagt, man sollte die Aktivierung des Widerhalls bei zukünftigen Flirts bemerken und infrage stellen. Denn der aktuelle Gesprächspartner kann nichts dafür, dass er so aussieht, wie er aussieht.
Deswegen: Bleiben Sie offen, selbstkritisch und flirtinteressiert, liebe Leserin, lieber Leser!
Flirteinstieg mit und ohne Fangfragen
Geschrieben am 06.07.10 um 14:15 Uhr

Viele Menschen trauen sich nicht, andere Singles anzusprechen. Mittels sogenannter Fangfragen wird dieser Schritt erleichtert.
"Was soll ich nur als Erstes sagen?", fragen sich viele Singles, die mit andere ins Gespräch kommen wollen. Tatsächlich stellt der erste Flirteröffnungssatz eine große Hürde dar. Grund: Angst! Die Furcht vor einem Korb steht immer mit im Raum. Ich kann ja nicht wissen, wie das Gegenüber auf meinen Kontaktversucht reagiert. Prinzipiell kommen folgende Methoden gut an:
1. Methode der Alternativfrage. Platzieren Sie in den ersten Satz stets eine Alternative, die für den anderen die Möglichkeit darstellt, "auszusteigen". Beispiel (an der Theke): "Hast Du Lust einen Cocktail mit mir zu trinken oder wartest Du auf jemanden?"
2. Die "Geradeheraus-Methode". Beispiel: "Hi, ich bin Marcus, wie heißt Du?"
3. Einen Satz in den Raum stellen und abwarten. Beispiel: "Hm, welcher Wein schmeckt wohl gut?" (dabei die Getränke-Regale studieren).
Mithilfe dieser Vorgehensweisen wird die Gefahr eines Korbs minimiert. Der andere kann auf meine Gesprächseröffnung eingehen, aber er muss nicht.
Eine weitere Ansprech-Art stellten die sogenannten Fangfragen dar. Sie haben schon eher einen verbindlicheren Charakter, weil sie den anderen quasi zu einer Reaktion provozieren. Auf der anderen Seite sind Fanfragen in der Regel "harmlos".
Eine Fangfrage, die von den sogenannten Pick-up-Artists (= selbsternannte Frauen-Abschlepp-Könige) empfohlen wird, lautet: "Wer, glaubst Du, lügt mehr: Frauen oder Männer?" Nun, für meinen Geschmack etwas fahl und oberflächlich. Weibliche Gesprächspartner mit Stil werden auf so eine Eröffnung im Durchschnitt weniger positiv reagieren.
Eine gute Idee stammt von dem Flirt-Fachmann Peter Hollinger. Er empfiehlt, stets ein Kreuzworträtsel oder einen Lottoschein bei sich zu führen. Im Falle des Kreuzworträtsels ist folgender Satz möglich: "Ich suche ein Wort mit vier Buchstaben, es geht um die Hauptstadt von Norwegen." Liegt ein Lottoschein vor Ihnen, bietet sich dieser Spruch an: "Komm, nenn mir mal sechs Zahlen, ich will zur Abwechslung mal gewinnen. Ich geb? Dir auch was ab!"
Natürlich gibt es nicht die eine Ansprechmethode, die immer zum Ziel führt. Doch es schadet sicher nicht, einige Interventionen auszuprobieren. Meistens ist es ja so, dass bereits beim ersten Blickwechsel Sympathie, Desinteresse oder Antipathie entsteht. Wenn Sie daraufhin eine positive Mimik und Gestik seitens Ihres Flirts in spe beobachten können, so ist der Inhalt des ersten Satzes schon fast egal. Hauptsache, man sagt irgendwas.
Aber Vorsicht: Purer Blödsinn, der aus dem gesellschaftlichen Rahmen fällt oder zu direkt ist, ist damit natürlich nicht gemeint!
Kann man den anderen beim ersten Flirt durchschauen?
Geschrieben am 02.07.10 um 11:42 Uhr

Beim ersten Flirt geht den Beteiligten viel durch den Kopf: Sie schätzen einander ein, interpretieren Meinungen und unterstellen einander Charakterzüge. Aber, funktioniert das überhaupt wirklich?
Wohl dem, der Menschenkenntnis besitzt: Der Betreffende weiß, dass der erste Eindruck viel über den anderen aussagen kann - aber nicht zwangsläufig muss. Ebenfalls ist ihm bewusst: Der Charakter des Gesprächspartners kann sich in einer ersten Konversation offenbaren - aber er muss es nicht. Tatsächlich ist das "Durchschauen", wenn man es so beschreiben will, eine knifflige Sache. Denn zum einen trüben verschiedene Wahrnehmungsverzerrungen und Vorurteile den "Psychoblick", zum anderen lässt sich der Andere nicht gerne in die Karten schauen; Das heißt, unter Umständen will er sich gar nicht durchschauen lassen. (Übrigens, eine ganz schlechte Idee ist es, dem Flirtpartner beim ersten Smalltalk zu erzählen, man würde sich gut mit den psychologischen Grundlagen des Flirts auskennen. Ich spreche das aus eigener Erfahrung.) Nun denn, auf was kann man achten? Es ist sinnvoll, diejenigen Meinungen und Ansichten des Gesprächspartners zu registrieren, die sich auf die wichtigsten Lebensbereiche beziehen ? Beruf, Partnerschaft, Freizeit. Unter Umständen kann man grundlegende Charakterzüge daraus ableiten. Natürlich sollte man bei diesem Unternehmen sehr behutsam vorgehen und sich ermahnen: "Bleib weiterhin offen ? steck den anderen nicht gleich in Schubladen!" Das heißt, vielleicht erzählt Ihnen Ihr Gegenüber, er sei Freiberufler, Extremurlauber und "Single aus Leidenschaft". Bei so einer Kombination liegt eventuell ein extrovertierter Charakter vor, der viel Wert auf Freiheit legt. Darauf kann man sich dann einstellen ? Auf der anderen Seite wird etwa eine konservative, ?bodenständige? Gesinnung durch folgende Botschaften vermittelt: Banker/Finanzbeamter/Steuerberater, eigenes Haus usw. Natürlich lässt sich ein Mensch (in seiner ganzen Komplexität) in der Regel nicht in ein vorgefertigtes Analyse-System einordnen. Doch es kommt vor, dass wesentliche Charakterzüge sich mithilfe eines wachsamen Blicks beim ersten Gespräch herausfinden lassen. Auf der anderen Seite sollte man sich auch nicht allzu sehr auf dieses Thema versteifen. Gerade beim Flirt geht es ja um das "kleine Glück für den Augenblick". Zu viel Gedankenmacherei ist da fehl am Platz.
Geschrieben am 28.06.10 um 12:27 Uhr

Das Grillen ist ein archaischer Akt, in dem viel evolutionäres Potenzial steckt. Wahrscheinlich stehen in der Regel daher Männer am Grill. Und außerdem ist der Grill ein Flirtmagnet.
In diesem Sommer habe ich mir vorgenommen, meine letztjährigen Grilltätigkeiten zu übertreffen. Das wird nicht einfach sein, aber ich werde mich der Herausforderung stellen. So manche Grillparty fand auf unserer Terrasse statt - und viele werden noch folgen, vor allem, wenn unsere Jungs in Südafrika auch weiterhin am "Sommermärchen 2010" basteln.
Nun, das Grillen ist nicht nur Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens im Sommer; man kann mit dieser Tätigkeit auch das Thema Flirt verknüpfen. In den Flirtkursen, die ich vor Jahren abgehalten habe, habe ich stets den Kursteilnehmern empfohlen: "Geht auf Grillpartys, veranstaltet welche - und vor allem: Stellt Euch hinter den Grill!" (Ich erinnere mich noch: Einer meiner Teilnehmer hatte anscheinend sehr gute Erfahrungen mit der Brutzelei gemacht und erwiderte: "Ja, guter Tipp. Ich habe schon so manche Frau ins Bett gegrillt!")
Wer hinter dem Grill eine gute Figur macht, der kommuniziert durch seine Machenschaften schon mal prinzipiell (unterschwllig): "Ich kann andere essenstechnisch gut versorgen." Die dazugehörenden Reize "Feuer", "Glut", "zischendes Fleisch" usw. ergeben für die eine oder andere weibliche Beobachterin sicherlich ein reizendes Gesamtbild. (Versetzen Sie sich mal gedanklich in die Steinzeit!)
Ich kann daher jedem männlichen Leser empfehlen: Wenn sich die Gelegenheit ergibt und Sie können in die Rolle des Chef-Grillers schlüpfen, nutzen Sie sie. Einige Vorteile ergeben sich dann in Hinsicht auf den Flirt: (a) Jeder Gast muss Sie gewöhnlich aufsuchen und einen Small Talk starten ("Na, was kannst Du empfehlen?"), (b) leicht lässt sich ein Flirt inszenieren ("Wieso grillen eigentlich Männer so gerne?"), und außerdem (c) kommunizieren Sie einige Dinge, etwa potenzielle Versorger-Eigenschaften, die auf das weibliche Geschlecht positiv wirken.
Nun noch einige Tipps für Einsteiger und Profis, die dazu dienen, Zeit freizuschaufeln. Schließlich sollen Sie sich ja auf den Flirt konzentrieren können: Verwenden Sie auf jeden Fall flüssigen Grillanzünder, der ist unkompliziert, die Sache funktioniert. Ein Mix aus Holzkohle und Briketts sorgt für anhaltende Hitze. Mariniertes Fleisch klebt nicht am Rost fest, naturbelassenes eher (und das nervt!). Kammsteaks können Sie durchbraten, Geflügel müssen Sie unbedingt durchbraten! Rindfleisch (Roastbeef und Filet) schmeckt eklatant gut, wenn es medium vom Grill genommen wird.
Bei vielen Frauen kommen eingelegte Gemüsespieße gut an, ebenso auch gegrillter Schafskäse. Achten Sie darauf, dass die ganze Geschichte nicht anbrennt - ein Flirtkiller. Wenn Ihnen ein weiblicher Gast extrem gut gefällt, können Sie folgenden Satz ausprobieren: "Sei so nett, bring mir demnächst was zu trinken - bin hier noch ein bisschen beansprucht." Vielleicht bringt sie ja für sich auch einen Drink mit. Gutes Zeichen! Und schon ist er da, der Small Talk.
Ready to flirt - wie man den Tag beginnen sollte
Geschrieben am 25.06.10 um 09:39 Uhr

Viele Flirts werden durch eine schlechte Stimmung bereits im Keim erstickt. Wer morgens schon mit dem "falschen Fuß" aufsteht, der hat schlechte Karten. Es gibt Methoden, wie man flirttechnisch in die Puschen kommt.
Es gibt Tage, da läuft so gut wie alles schief. Das beginnt schon beim Frühstück. Vielleicht fällt beim Öffnen des Kühlschranks eine Flasche auf den Boden und zerspringt. Beim Ausparken später schrammt man am Baum des Nachbarn vorbei. Schon zwei solche Pannen sorgen für eine "Alles Mist"-Einstellung, die vermiest einem den ganzen Tag. Flirtstimmung? Bestimmt nicht!
Gegen solche Tage kann man sich wappnen. Am besten dadurch, indem man entsprechend präventiv vorgeht und für einige Glücksmomente sorgt. Im Folgenden möchte ich Ihnen einige Interventionen empfehlen, die meistens eine erhöhte Flirtbereitschaft zur Folge haben:
1. Eine Möglichkeit, sich wie Münchhausen am Schopfe selbst aus depressiven Verstimmungen zu ziehen, ist (nicht erschrecken) - Sport. Zugegeben: Nicht jeder kann sich morgens früh zum Joggen aufraffen. Doch der positive Effekt ist immens. Beim Laufen oder Radfahren werden nach 20 bis 30 Minuten Serotonin und verschiedene Endorphine ausgeschüttet. Diese Botenstoffe sorgen dafür, dass die ersten Stunden im Büro angenehmer empfunden werden als sonst. Auch der Weg zum Büro, der eventuell durch so manchen Stau bislang schon zu einem Stressor wurde, verläuft harmonischer.
2. Stellen Sie sich nach dem Aufstehen direkt vor den Spiegel. Lächeln Sie! Ja, lächeln Sie sich selbst an. Klingt komisch, bringt aber viel. Ihre Spiegelneuronen werden "feuern", das freundliche Gesicht, das mit Ihnen lächelt, steckt sie positiv an. Ein guter Start in den Tag!
3. Stichwort Kaffee. So mancher denkt, hierbei handelt es sich um einen Gute-Laune-Macher. Dem ist so, aber nur unter bestimmten Voraussetzungen. Wenn Sie nämlich gewohnt sind, jeden Morgen vier Tassen in sich reinzukippen, fühlen Sie sich schlecht, sobald Sie der Gewohnheit nicht mehr nachkommen. Dosieren Sie daher Ihren Kaffee-Konsum. Öfter mal eine Pause machen, dann wirkt der erste Kaffee nach Tagen umso stärker.
4. Natürlich ist es auch wichtig, was sie zum Frühstück zu sich nehmen. Manche genehmigen sich drei Tassen Kaffee - und fertig. Eine sehr schlechte Idee. Sie brauchen auf jeden Fall einige Nahrungsmittel, die Ihnen die nötige Power für den Tag geben. Verzichten Sie auf zu viel Fett. Besser ist: Obst, Quark - und nicht vergessen: Genug trinken!
5. Um den Tag gut beginnen zu können, muss man auch ausgeschlafen sein. Im Mittel reichen acht Stunden. Manche schlafen mit dem Fernseher ein und wachen mit ihm wieder auf. Ebenfalls nachteilig in Hinsicht auf die Alltagsbewältigung. Wenn Sie Probleme mit dem Einschlafen haben, treiben Sie abends Sport. Das befreit den Geist und gibt dem Körper die Möglichkeit, den Stress mal abzubauen.
Bedenken Sie: Eine gute Flirtbasis beruht auf einem ausgeglichenen, heiteren Gemüt. Es ergibt sich nicht von selbst, jeder hat bekanntlich sein Päckchen zu tragen. Bei Bedarf muss man nachhelfen.
Geschrieben am 21.06.10 um 10:56 Uhr

Kinderliebe Männer stehen beim weiblichen Geschlecht bekanntlich hoch im Kurs. Betreffende "Väter in spe" scheinen genau den Partnersuchbildern von Frauen zu entsprechen.
Letzten Freitag hatte meine Frau noch eine zündende Idee: "Komm, lass uns bei Ikea noch einen Hochsitz für die Kleine kaufen." Gesagt, getan. In Mannheim-Sandhofen angekommen, kümmerte ich mich um unser 11 Monate altes Kind, während sich meine Frau im Besucher-Strom verlor.
An diesem Tag wurde mir wieder schlagartig bewusst: Die meisten Frauen haben sowohl ein Faible für Babys als auch für Männer, die sich akkurat um neue Erdenbürger kümmern können. Wieso mir das bewusst wurde, fragen Sie sich?
Ich wurde innerhalb einer Stunde von acht(!) Frauen angesprochen, auf die unterschiedlichsten Arten; aus vorbeifahrenden Autos wurden wir auch oft vorteilhaft angeguckt. Eine "Traumquote", lieber männlicher Leser, oder? - und ich legte es gar nicht aufs Flirten an, sondern konzentrierte mich ausschließlich auf meine Tochter; und mein Ehering war auch noch dort, wo er hingehört. Gut.
Gemein war allen Kontaktaufnahmen, dass sie durchweg authentisch-freundlich ausfielen. Eine Blondine, etwa Mitte 20, meinte im vorbeigehen: "Ja, wenn man etwas weggenommen bekommt, will man das auch wiederhaben." (Ich friemelte meiner Tochter gerade gegen ihren Willen einen mittelgroßen Stein aus dem Mund; Sie wissen ja: Orale Phase und so.) Zweimal hieß es: "Ach wie süß!", ein anderes Mal: "Die ist aber mutig!" (während die Kleine über das Dach unseres Autos krabbelte). Ganz leicht hätte ich die eine oder andere Dame in einen Small Talk verwickeln können. Kein Problem. Zentrales Thema wäre gewesen (ja, was wohl): Die Kleine.
Tja, worauf will ich hinaus? Wenn Männer Anzeichen offenbaren, dass sie gut mit Kindern können, so sprechen sie dadurch viele Frauen auf der emotionalen Ebene an. Das hat natürlich evolutionäre Ursachen. Auf einer unterschwelligen Ebene kommt eine Single-Frau leicht zu dem Schluss: "Dieser engagierte Mann könnte auch andere Kinder, möglicherweise unsere, umsorgen." Die Kindthematik ist vielen Frauen immens wichtig. Dies erklärt auch, wieso allein erziehende Mütter bereits zu Beginn einer neuen Bekanntschaft "testen", etwa im Rahmen eines Treffens, ob der "Neue" gut mit dem eigenen Nachwuchs zurande kommt. So manche neue "Liebe2 wurde schon im Keim erstickt, weil "er" sich dahingehend blöd angestellt hat.
Fazit: Single-Männer sind gut damit beraten, wenn sie für das Thema Kind offen sind. Völlig fehl am Platz sind solche Sprüche beim ersten Small Talk: "Ach, ich kann diese Blagen nicht ausstehen!", "Ich finde, dass die Frau sich um Kinder kümmern sollte", "Nee, ich will partout keine Kinder, Babys schreien doch immer." Dies dürfte gleichzeitig das Ende des Flirts sein. Besser kommen andere Feststellungen an. Hat die Gesprächspartnerin zum Beispiel selbst Kinder, so reichen gewöhnlich schon einige Fragen zum Nachwuchs, um "Beziehungskredit" aufzubauen. An diesem Phänomen sieht man mal wieder, welche archaischen Potenziale in Frauen- und Männergehirnen nach wie vor am Werke sind.
WM 2010 - Flirten beim Public Viewing
Geschrieben am 18.06.10 um 12:23 Uhr

Die WM versetzt Millionen Menschen in eine euphorische Stimmung, sie ist somit geradezu ein Gute-Laune-Magnet. Gerade beim obligatorischen Public Viewing lässt es sich gut flirten.
Na, liebe Leserin, lieber Leser - schon das große Deutschland-Fan-Paket bestellt? Einige von Ihnen bestimmt.
Sie haben sicher auch noch die Bilder des "Sommermärchens 2006" vor Augen, als Millionen Menschen die Spiele der Nationalmannschaft enthusiastisch verfolgten und mitfieberten. Public Viewing wurde damals riesengroß geschrieben.
So auch dieser Tage. In allen Klein- und Großstädten (sowieso) sind an zentralen Plätzen große Leinwände aufgebaut, vor denen sich zahllose Fußballbegeisterte versammeln. Aber die Fans schauen auch in Gaststätten die WM-Spiele. Gute Laune ist dabei immer mit im Gepäck.
Und da bekanntlich bei (fast) jeder Sport-Massenveranstaltung die Glückshormone beim Anpfiff ebenfalls mit "am Start" sind, so ist auch das Phänomen Flirt nicht weit. Die Rahmenbedingungen für einen netten Small Talk sind geradezu ideal, sowohl in Gaststätten als auch bei Open Air-Veranstaltungen.
Da Gemeinsamkeiten in der Regel verbinden, das heißt, schon mal tendenziell einen zusagenden Eindruck begünstigen, darf man sich Outfit-technisch an die Gepflogenheiten anpassen. Keine Angst, Sie müssen nicht aussehen wie Poldi oder Schweini. Aber einige Accesoires stehen Ihnen sicher gut zu Gesicht; vielleicht ein Deutschlandtrikot.
Schon vor Spielbeginn können Sie Ausschau nach einem netten Flirt halten. Bestellen Sie an der entsprechenden Adresse einfach ein paar Drinks, packen Sie diese auf ein Tablett und drehen Sie eine kleine Runde. Sticht Ihnen jemand ins Auge, verlieren Sie keine Zeit. Steuern Sie einfach die Gruppe an, in der er (oder sie) steht. (Bekanntermaßen sind Fußballfans gruppentechnisch organisiert.)
Ein Eröffnungssatz wie "So, lasst uns mal auf das Spiel anstoßen" oder "Ihr seht ein bisschen durstig aus, das darf nicht sein" wird seine Wirkung meistens nicht verfehlen. Er passt ja ins Ambiente. Und schon hat man eine Basis geschaffen, auf der man aufbauen kann. Während Sie mit den anderen anstoßen, dürfen Sie bei derjenigen Person, die Sie optisch anspricht, ein bisschen länger den Blickkontakt halten. Und: lächeln nicht vergessen.
Es spielt nach meiner Erfahrung übrigens keine Rolle, ob der von Ihnen angesprochene Vertreter des anderen Geschlechts Fan von Ihrer Mannschaft oder der des Gegners ist (zumindest vor dem Spiel). Im letzteren Fall ist eine Intensivierung des Flirts leichter möglich, da man sich gegenseitig ein bissen necken kann. Sie wissen ja, was sich - in unserem Zusammenhang - mag, neckt sich auch.
In Hinsicht auf die geschlechtsspezifischen Eigenarten, die oft zu beobachten sind, ist zu empfehlen: Nicht während des Spiels und Flirts andauernd fachsimpeln (wenn Sie ein Mann sind); nicht permanent fragen, wieso der Schiedsrichter gerade jetzt gepfiffen hat (wenn Sie eine Frau sind) - beziehungsweise: Keine existenziellen Fußballfragen stellen, etwa: "Was ist denn eigentlich Abseits?" Genießen Sie lieber die Emotionen...
Menschenkenntnis durch das Flirten fördern
Geschrieben am 16.06.10 um 09:29 Uhr

"Ein unreflektiertes Leben ist nichts wert", sagte der alte Sokrates einmal. Sicherlich ist der Mitmensch bei einer solchen Reflexion mit eingeschlossen. Nun ist bekanntlich der Flirt der kürzeste Weg zum anderen.
Lebenserfahrung ist durch fast nichts zu ersetzen. Hierzu gehört auch die sogenannte Menschenkenntnis. Nun stellt der eine oder andere Hobby- und Fachpsychologie neben den allgemeinen Irrationalitäten im "alltäglichen Wahnsinn" auch fest, dass sich die meisten Charaktere für gute und erfahrene Menschenkenner halten. Diese "Tatsache" wird mehr oder weniger vehement vertreten, bei Bedarf.
Dem ist natürlich nicht so. Gerade die Personenwahrnehmung ist ein so komplexer Vorgang - und er wird von Betreffenden gar nicht als solcher reflektiert. Auf der anderen Seite kommen wir oft zu bestimmten Schlussfolgerungen - "Der ist aber arrogant" oder "Die ist aber süß!" - die eigentlich nur etwas mit unserer innerpsychischen Struktur oder unserer Stimmung zu tun haben. Auch das ist uns in der Regel nicht bewusst.
Wer also seine Menschenkenntnis wirklich fördern will, muss jeden Tag aufs Neue einige Homo sapiens in Reichweite studieren. Man muss offen, sein, darf sich nicht zu schnell festlegen. Das ist erwiesenermaßen nicht einfach. Grund: Unser Gehirn läuft im Alltag auf Autopilot. Das heißt, aus ökonomischen Gründen spart unser Denkapparat mittels einer "niedrigen Drehzahl" Stoffwechselenergie.
Dies zieht große Nachteile in Hinsicht auf den Umgang mit unseren Mitmenschen nach sich. Es braucht uns "nur" jemand an einen Fiesling (emotional) zu erinnern ("Das Gehirn vergisst nichts!"), der uns im Kindergarten eine Ladung Sand im Gesicht verteilt hat. Schon spüren wir - "große Menschenkenner", die wir sind -, dass dieser Typ da vor uns irgendwie unsympathisch ist. "Irgendwas stimmt nicht mit ihm!" Quatsch...
Alleine schon die emotionale Einschätzung, die nur auf iner einzigen negativen Erfahrung beruht und - noch wichtiger - unbewusst (!) abläuft, zieht eine negative rationale Einschätzung nach sich.
Entsprechende Vorurteile, die jeder hat, lassen sich in der Regel nur durch zahlreiche persönliche Gespräche (emotional) abbauen. Daraus folgt: Suchen Sie immer wieder Kontakt zu Ihren Mitmenschen, flirten Sie. Wichtig: Reden Sie auch mit Menschen, die Sie auf den ersten Blick nicht so mögen. Vielleicht beruht Ihr erster Eindruck nämlich nur aus einer vorauseilenden negativen Erwartungshaltung, die mit Ihrer Biografie zu tun hat.
Auf der anderen Seite folgt hieraus: Wenn Sie mal einen Korb bekommen, nehmen Sie ihn nicht unbedingt persönlich. Wer das tut, sorgt dafür, dass sein Selbstwertgefühl mehr oder weniger erschüttert wird. In solchen Fällen bringt es mehr, die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, dass man den Anderen an eine Person aus seiner Vergangenheit erinnert hat, die ihm übel mitgespielt hat.
Ich spreche von einzelnen Körben. Wenn Ihnen neun von zehn Menschen, die sie ansprechen, eine Abfuhr geben, dann liegen die Dinge letztlich doch bei Ihnen. Dann sollten Sie sich wirklich fragen: Was kann ich ändern? Und ändern kann man immer etwas. Denn der innere Schweinehund sitzt im Gehirn.
Schönheit ist auch nur ein Wort
Geschrieben am 09.06.10 um 15:29 Uhr

Ob Attraktivität im Auge des Betrachters liegt oder ob es allgemeine Schönheitskriterien gibt - das ist eine Streitfrage mit langer Tradition.
Tja, letztens mal wieder durchs TV-Programm gezappt und viele sexuelle Schlüsselreize gesehen. Sex sells, wie jeder weiß. Wahrscheinlich wird am meisten auf den Musiksendern mit weiblichen und männlichen Reizen "gearbeitet".
Natürlich gibt es Personen, Frauen wie Männer, die von der Mehrheit als "attraktiv" eingeschätzt werden. Anziehend wirkt (bei beiden Geschlechtern) alles, was sich mit Jugendlichkeit und Gesundheit in Verbindung bringen lässt. Also etwa eine weitgehend "gesunde" Haut, volles Haar, symmetrische Gesichtszüge und ein ebensolcher Körper. Über alle Kulturen hinweg werden die genannten Eigenschaften mit Schönheit in Verbindung gebracht. Hier liegt natürlich die evolutionstheoretische Einsicht nahe, dass wir aufgrund von überlebens- und fortpflanzungstechnischen Gründen auf junge und gesunde Geschlechtspartner aus sind. Mit ihnen können wir entsprechend aller Wahrscheinlichkeit nach gesunde Kinder zeugen.
Nun herrscht aber auch allgemein der Irrglaube vor, dass man möglichst viele Attraktivitätsmerkmale aufweisen müsse, um entsprechend "die Herzen im Voraus zu gewinnen", wie Arthur Schopenhauer, selbst ein großer Menschenkenner, einmal sagte. Offenkundig sind die Schönheitsfanatiker unter uns nicht die glücklichsten Menschen, da sie sich viel zu sehr mit ihrer Außenwirkung beschäftigen, häufig abhängig von der Bewunderung ihrer Mitmenschen sind und leicht(er) depressiv werden, wenn der "Zahn der Zeit" sichtbar wird. Auf der anderen Seite, und das ist der Witz daran, müssen Frauen und Männer gar nicht so aussehen wie die Hochglanzgesichter in den Medien, um attraktiv zu wirken.
Ein, zwei der oben genannten "Fitness-Indikatoren" reichen schon aus. Wer dazu noch selbstsicher rüberkommt, weist schon Ansätze von Charisma auf; und das ist bekanntlich anziehender als so manche reizende "Hülle".
Ach ja, und Schönheit liegt aber doch (auch) im Auge des Betrachters. Darauf wurde noch gar nicht hingewiesen. Vor allem die ersten Lebensjahre, in denen unser Gehirn das soziale Umfeld quasi wie ein Schwamm aufsaugt, prägen unser Empfinden von Schönheit. Wir verinnerlichen etwa die Bezugspersonen, und zwar mitsamt ihrer äußeren Merkmale. Daher kommt es, dass uns später hinaus bestimmte Personen an die Primärpersonen von früher erinnern (unbewusst) - und entsprechend bestimmte Emotionen auslösen. Daraus folgt, dass uns auch Menschen reizen, die zwar keine Modelmaße haben, aber deren Erscheinungsbild anscheinend einen Bezug zu unserer Biografie hat.
Fazit: Wir sollten uns nicht allzu viele Gedanken um Schönheit und Attraktivität machen. Manchmal haben wir es nämlich gar nicht in der Hand, wie wir auf andere wirken.
Flirten mit und ohne Eisprung - ein Unterschied
Geschrieben am 04.06.10 um 12:53 Uhr

Die Macht der Hormone: Mal findet "Frau" bodenständige Single-Männer attraktiv, dann wieder vergebene Machos. Ambivalent, aber "typisch". Der Grund hierfür scheint laut diverser Studien ganz einfach: Der Eisprung. Wie das sein kann erfahren Sie hier.
Während meiner Studienzeit stieß ich infolge wissenschaftlicher Lektüre zum Thema Partnerschaft auf das Phänomen "Kuckuckskinder". Schätzungen geben an, dass circa fünf bis zehn Kinder von hundert Neugeborenen (weltweit gesehen) auf "das Konto" von außerpartnerschaftlichen Affären oder One-Night-Stands zurückgehen.
Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass Frauen nur drei Tage pro Monatszyklus überhaupt "fruchtbar" sind, nämlich zwischen dem 12- und dem 14. Tag. Der Einfluss des Eisprungs auf die weibliche Partnerwahl wurde bereits in vielen Experimenten untersucht. Ein sehr populäres Forschungsprojekt fand beispielsweise in den 1990er Jahren in Schottland statt: Weibliche Probanden sollten am Computer frei nach Wahl ein "attraktives Männergesicht" künstlich generieren, Parallel dazu wurden die Teilnehmerinnen zu einigen persönlichen Dingen befragt, unter anderem auch zu ihrem Monatszyklus.
Sie erahnen es schon? Diejenigen Frauen, die zum Zeitpunkt der Studie die "fruchtbaren Tage" erlebten, konstruierten vorwiegend Testosteron-Gesichter vom Feinsten, das heißt: Macho-Gesichter. Die "anderen" Teilnehmerinnen verliehen ihren "Männern" auch weibliche Züge. Diese "Traummänner" entsprachen nicht dem Stereotyp des Machos. Was kann man daraus schließen? Frauen in den fruchtbaren Tagen haben eher ein Faible für tendenziell oberflächliche Männer, die die Eigenschaften von "gesunden Befruchtern" haben (Testosteron steht in Zusammenhang mit biologischer Gesundheit, welche in Hinsicht auf den Nachwuchs gefragt ist.).
In anderen Experimenten, etwa inszeniert von Karl Grammer (bekannter Humanethologe), kam heraus, dass Frauen in den fruchtbaren Tagen im Durchschnitt viel mehr Haut in der Öffentlichkeit zeigen, eher die Signalfarbe "rot" im Make-up und im Outfit, verwenden und: Viel flirtfreudiger sind. Natürlich laufen die erwähnten Mechanismen in der Regel unbewusst ablaufen. Das heißt, die meisten Single-Frauen zwischen dem 12- und 14. Tag (also kurz vor dem Eisprung) fokussieren eher intuitiv die "Macho-Typen".
Liebe weibliche Leserin: Denken Sie in diesem Zusammenhang einmal über Ihr praktiziertes Flirtverhalten nach. Ergeben sich bei Ihnen die obligatorischen Aha-Erlebnisse? Lieber männlicher Leser: Bitte denken Sie jetzt nicht gleich beim Anblick einer aufreizend gekleideten Dame, die viel rot trägt und offensichtlich gerne flirtet: "Cool - die ist gerade in den fruchtbaren Tagen. Da probiere ich mal mein Glück!" Es kann dafür auch ganz andere Gründe geben...
Geschrieben am 31.05.10 um 15:07 Uhr

Es heißt: Was sich liebt, das neckt sich. Denkt man hierbei an den Flirt, so stellt man fest: Da ist manchmal was dran. Manchmal auch nicht. Ein Drahtseilakt.
Als Lehrer lerne ich immer mal wieder mal Schüler im Unterricht kennen, die eine eigentümliche Logik verfolgen, um mit mir in Kontakt zu kommen. Sie kommen nicht auf die "freundliche Tour", sondern auf die "nervige". Manche stressen mich zum Beispiel so lange, bis ich sie rauswerfe. Beim nachfolgenden Gespräch, in dem ich den Betreffenden zur Rede stelle, merke ich oft, dass das Gespräch das eigentliche Ziel der Störungen war! Nun: Was mir im Unterricht passiert, passiert auch Singles auf dem Partnermarkt. Tatsächlich ergibt sich ein Kontakt manchmal geradezu unter negativen Vorzeichen - und dahinter steckt dann nichts anderes als Sympathie, die anfangs noch im Verborgenen lag. Wahnsinn, oder?
Mir erzählte mal jemand im Flirtkurs, dass er auf einer Uniparty in einem Wohnheim vor einigen Jahren war. Er gönnte sich ein paar Biere und unterhielt sich mit einem Kumpel in der Ecke des Raums. In der anderen Ecke saß eine Studentin, die ihm quer durch den Raum immer mal wieder auf den Zahn fühlte, aber augenscheinlich negativ. Genauer gesagt, sie setzte ein paar Nadelstiche, eben "dumme Sprüche", etwa: "Aha, der Herr trinkt schon sein fünftes Pils!"
Nun, am Ende des Abends saßen die beiden auf einem Sofa und unterhielten sich angeregt. Und dann endete die Angelegenheit mit einem One Night-Stand.
Wie ist das möglich? Tja, manchmal zeigen Singles nach außen hin Emotionen, die genau im Gegensatz zu den eigentlichen Gefühlen stehen, die im Inneren vorliegen. Dieses Phänomen wird auch im Rahmen der Psychoanalyse "Verkehrung ins Gegenteil" genannt.
Im Umkehrschluss heißt das: Ein bisschen Antipathie, vielleicht in Form eines "kleinen Korbs", kann geradezu auf versteckte Sympathie hindeuten. Aber (und das Folgende sollten vor allem männliche Leser berücksichtigen): Ein "Nein" heißt in den meisten Fällen: Nein! Ich meine hier Kommunikationsmuster, die, sagen wir, ein bisschen provokant-liebevoll rüberkommen. Wenn ich jemand sozusagen etwas auf die umgangssprachliche Schippe nehme, so schwingt häufig sicherlich auch mal Sympathie mit.
Singles auf der Suche sollten daher nicht vorschnell die Flinte ins Korn werfen, sollten sie mal eine Antwort präsentiert bekommen, die nicht ins Raster "normale Reaktion" passt. Eventuell ist auch mal ein süffisanter, humorvoller Spruch eine Gesprächsaufforderung.
Und mal ehrlich: Gerade die Unwissenheit, die zu Beginn des Flirts in der Regel auf beiden Seiten vorherrscht, macht die Geschichte ja auch so spannend, oder?
"Cheese!" - Über das echte und falsche Lächeln beim Flirt
Geschrieben am 26.05.10 um 09:12 Uhr

Ein Sprichwort lautet sinngemäß: "Ein Lächeln ist der beste Weg, einander die Zähne zu zeigen." Nun, es ist zu ergänzen: Es muss auch "echt" sein.
Was mir beim Zappen immer wieder auffällt: Interviews mit Politikern. Die müssen bekanntlich oft gute Miene zum bösen Spiel machen. Manchen gelingt das ganz gut, anderen nicht; bei letzterer Personengruppe schimmert gewissermaßen die nachteilige Stimmung durch.
Noch unterhaltsamer in Hinsicht auf das Thema Körpersprache sind Politiker, die auf Plakaten Wahlkampf machen. Bei dieser Gelegenheit wird oft gelächelt. Und wieder gilt: Manche kommen authentisch rüber, andere nicht.
Da auch in Hinsicht auf unser Thema - Flirt - das Lächeln sehr relevant ist, weil es gegenseitige Sympathie kommuniziert, können wir uns hier die sinnvolle Frage stellen: Wann ist ein Lächeln authentisch, wann nicht? Oder: Woran merkt man, dass ein Lächeln inszeniert, also unecht ist? Zweifellos wichtige Fragen! Denn: Anhand des Lächelns kann man sein Gegenüber schon in gewisser Hinsicht "durchschauen"?
Es gilt folgende Faustformel: Je mehr Sympathie der Gesprächspartner mir gegenüber empfindet, desto authentischer das Lächeln! Und: Je mehr Schauspielerei, desto unechter der Gesichtsausdruck. Klar.
Also, Butter bei die Fische: Wenn mich jemand anflirtet, das heißt, zu einem Gespräch auffordern will, so kommt ein entscheidender Faktor zum Vorschein: Seine (ihre) Augen lachen gewissermaßen mit. Das heißt, man sieht im Augenbereich des Gegenübers die sogenannten "Krähenfüßchen". Außerdem wirkt das Gesicht dabei unverkrampft.
Hieraus folgt: Man könnte daran arbeiten, authentisch zu lächeln. Dies klingt zwar auf den ersten Blick leicht, aber das ist es nicht. Die oben erwähnten Krähenfüßchen zeigen sich nämlich nur dann, wenn "das Herz aus einem spricht". Wer sich zu einem ehrlichen Lächeln zwingen will, tut dies gewissermaßen mit der Großhirnrinde ("Lächle jetzt!") - und das wirkt gezwungen (und somit unecht). Das funktioniert nicht!
Eine kleine Empfehlung meinerseits: Wenn Sie möglichst viele Menschen mit einem authentischen Lächeln begeistern wollen, bringen Sie sich in die richtige Stimmung. Hierzu eignen sich verschiedene Imaginationsübungen. Sie stimulieren das limbische System (die emotionalen Hirnareale). Stellen Sie sich biografische Situationen vor, die einhergingen mit starken positiven Gefühlen und Emotionen. Schauspieler praktizieren ähnliche Methoden.
Und noch eine kleine Bemerkung zum Schluss: Auszunehmen hiervon ist das sogenannte Verlegenheitslächeln. Hierbei werden selbstverständlich keine "Krähenfüßchen" gezeigt. Dennoch kann es Interesse signalisieren.
Softie oder Macho - wer wird siegen?
Geschrieben am 20.05.10 um 09:55 Uhr

Schaut man sich die Kriterien der weiblichen Partnerwahl an, so wird schnell klar, dass es scheinbar zwei grundverschiedene Männer-Typen gibt, von denen sich "Frau" angezogen fühlt: den Softie und den Macho.
Vor einer Woche ergab sich im Unterricht (ich bin Lehrer) eine Diskussion über "Männer". Eine Klasse in der ich Ethik unterrichte warf die Frage auf, ob Frauen eher auf "Softies" oder auf "Machos" stehen. Hierzu muss bemerkt werden, dass an unserer Schule ein extremer Überschuss an weiblichen Jugendlichen vorherrscht. Nachdem ausführlich darüber diskutiert wurde, dass "Männer viel komplizierter als Frauen sind", ging es auch schon ans Eingemachte: "Eigentlich müsste es Männer geben, die zugleich Softie und Macho sind. Aber dieser Männertyp existiert nun mal nicht."
Diese beiden Männerbeschreibungen, die diese Schülerin in die Diskussion einbrachte, sind tatsächlich in Hinsicht auf die weibliche Partnerwahl relevant: Untersuchungen haben ergeben, dass viele Frauen während ihres Eisprungs eher die Macho-Typen in Augenschein nehmen. Außerhalb dieses mehrtägigen Zeitraums sind eher die "Kumpel-Karriere-Hausbautauglich-Typen" interessant. Dieses Phänomen wurde meistens evolutionstheoretisch interpretiert: Geht es dem weiblichen Geschlecht um gesunden Nachwuchs, neigt es dazu, sich eher mit "Testosteronis" zu vereinen. Grund: Je mehr "typisch maskuline" Charakteristiken Männer im Erscheinungsbild aufweisen (markantes Gesicht, guter Körperbau, über 1,85 groß), desto höher ist nachweislich ihr Testosteron-Spiegel (Testosteron ist ein Sexualhormon). Bekanntermaßen erleben solche Männer auch mehr One-Night-Stands als "Normalos" oder, nennen wir sie "Softies". Machos sind allerdings auch dafür bekannt, dass sie nicht die Kriterien eines treuen Langzeitpartners in sich vereinen. Hier kommt nun wieder der Softie ins Spiel: Auf ihn kann "Frau" sich verlassen, er bleibt bei ihr und investiert somit seine Ressourcen in sie.
Diese evolutionstheoretische Argumentation wurde verständlicherweise stark kritisiert, da sie das weibliche Geschlecht auf ein reines Instinktverhalten reduziert. Auf der anderen Seite könnte "etwas dran" sein, besonders auf das Thema "Seitensprung" bezogen. Nachweislich wird für einen Seitensprung auf den Männertyp Macho zurückgegriffen. "Frau" weiß anscheinend, dass in diesem Fall der Sex unverbindlich ist und in Hinsicht auf etwaige Nachkommen "gewinnbringend" sein kann. Letztere Motivation ist selbstredend vor allem unbewusst verortet. Es dürfte allerdings wenige Frauen geben, die ihre Partnersuchbilder bewusst erkennen.
Was lernt "Mann" also hieraus? Zeigen Sie in der Partnerschaft (und schon beim Flirt) verschiedene Seiten von sich. "Pendeln" Sie zwischen Softie und Macho. So schlägt man eventuell zwei Fliegen mit einer Klappe!
"Allzeit bereit" - Männer beim Flirten
Geschrieben am 17.05.10 um 10:55 Uhr

"Gehen wir zu Dir oder zu mir?" - Viele Männer fallen beim Kennenlernen gerne mal mit der Tür ins Haus. Das wissen Frauen - und sind davon in der Regel wenig beeindruckt.
Liebe Leserin, lieber Leser - waren Sie mal auf einer Uniparty? Ich kann Ihnen sagen: Der gute Beobachter kann an einem solchen Abend die ganze Palette der Psychologie des Flirts unter die Lupe nehmen.
Dabei wird schnell klar: "Eindeutiger" werden die - im nüchternen Zustand weitgehend verdeckten - Flirt-Absichten, je näher das Ende der Party rückt. Enthemmt vom Alkohol werden eindeutige Angebote von männlichen Singles an so gut wie jede Studentin in Reichweite formuliert. Das Ganze kann sehr eindeutig werden. Ich habe schon Unifeten erlebt, da mussten irgendwann die weiblichen Gäste einen wahren Spießrutenlauf absolvieren. Aber nicht nur Unipartys sind für diese Art von männlichem Verhalten prädestiniert.
Es ist offenkundig, dass das männliche Geschlecht im Allgemeinen beim Flirt eher sexuelle Anspielungen macht als das weibliche. Das hat mit Sicherheit gesellschaftliche Gründe, die uralt sind (Sie wissen ja: Männer, die viele Frauen abschleppen, werden weniger sozial sanktioniert als diejenigen Damen, die einen hohen Männerverschleiß haben.) Auf der anderen Seite stehen auch evolutionäre Ursachen bei diesem Geschlechtsunterschied im Raum. Männer müssen entsprechend wenig in das Unternehmen "Fortpflanzung" investieren, nämlich nur einige Minuten oder gar nur ein paar Sekunden (soll es geben). Die Sexualpartnerin muss sich im "schlechtesten" Fall neun Monate und länger mit den Folgen des kurzen Vergnügens auseinandersetzen. Daher müssen Frauen wählerischer sein als Männer. Das nur am Rande.
Doch wie dem auch sei: Viele männliche Singles sind dem Irrtum verfallen, dass sie einen "maskulinen" und imposanten Eindruck auf ihre Gesprächspartnerin machen, wenn sie markante Abschlepp-Sprüche ablassen. Mal unter uns, liebe männlichen Leser: Frauen, die mit den Herren der Schöpfung flirten, wissen - in den meisten Fällen - sehr wohl, was in ihrem Gesprächspartner vor sich geht und welche Motivation sie in manchen Fällen verfolgen.
Sagen wir mal so: Es ist für den weiblichen Flirt nicht sehr spannend und reizvoll, wenn sie nach 15 Minuten hört: "Baby, Du siehst so heiß aus - gehen wir zu mir oder zu Dir?" Im Gegenteil: Gerade wenn "Mann" den Spieß rumdreht und sich ein bisschen unnahbar gibt - dann hat plötzlich nicht er, sondern seine Gesprächspartnerin etwas zu verlieren. Und das bedeutet: Sie muss nun ein Ziel erreichen, ja sogar darum kämpfen.
Ein bisschen Zurückhaltung, gepaart mit einem Schuss Unnahbarkeit und einer Dynamik zwischen Nähe und Distanz - dies sind Variablen, die interessant für den anderen sind. Warum? Weil es genau dem Verhalten von vielen Singlefrauen auf dem Partnermarkt entspricht. Und dies ist nicht aus Zufall auch für das männliche Geschlecht interessant (siehe oben). Denn für beide Geschlechter gilt: Wer eine Langzeitbeziehung sucht, wird von offensichtlichen sexuellen Nuancen beim ersten Flirt abgeschreckt.
In Hinsicht auf ein kurzfristiges Abenteuer sieht die Sache natürlich anders aus.
Sympathie? Antipathie? Der Zucktest schafft Klarheit
Geschrieben am 11.05.10 um 17:34 Uhr

Wer konkret herausfinden möchte, wie er emotional auf Gesprächspartner wirkt, dem steht eine effiziente Methode offen: Der Zucktest.
"Ich berühre einen Mann, mit dem ich flirte, nie aus Zufall, sondern immer ganz bewusst." Diesen Satz sagte eine Teilnehmerin in einem meiner Flirtkurse, die ich vor Jahren als Student angeboten habe. Die 26-jährige attraktive Frau überraschte damit die anwesenden Singles, denen dieses Thema gar nicht so bewusst war.
Eine Berührung während eines anregenden Gesprächs kann, wenn sie zum ersten Mal passiert, auf jeden Fall sehr elektrisierend wirken. Legt der andere etwa kurz die Hand auf den Unterarm, so bedeutet dies nicht selten eine höhere "Flirtstufe" - sprich: mehr Intimität. Es kommt selbstverständlich auf einige Kriterien an und natürlich kann man (vor allem: Mann) so eine Aktion auch missverstehen.
Am Ende der oben angesprochenen Flirtkurssituation kamen wir alle zu der Erkenntnis: Ein entsprechender "Zucktest" könnte bei einem Flirt bewusst durchgeführt werden, um "abzuchecken", ob der andere von meiner Person angetan ist oder nicht. Denn es besteht kein Zweifel daran: Herrscht etwa Antipathie vor, würde der Gesprächspartner bei einer inszenierten Berührung in jedem Fall mehr oder weniger "zurück-zucken". Schließlich geht niemand mit mir auf Tuchfühlung, anders gesagt, lässt sich berühren, wenn er mich nicht leiden kann.
Noch am selben Tag veranstalteten die Kursteilnehmer einen "Zucktest-Abend". Sie trafen sich später in einem Landauer Biergarten und probierten die neue Strategie aus. Eine Woche später reflektierten wir die Erfahrungen. Einige waren sehr aufschlussreich, und es ließen sich verschiedene Schlussfolgerungen aufstellen, die beim Flirten sehr hilfreich sein können. Hier nun einige Tipps für alle diejenigen, die sich für das Thema Zucktest interessieren:
1. Streuen Sie beim nächsten Flirt, der Ihnen am Herzen liegt, eine Berührung ein. Am besten wirkt sie "unspektakulär". Eine entsprechende Situation ergibt sich etwa dann, wenn Sie Ihrem Flirt in den Mantel helfen, ein Getränk reichen oder ähnliches.
2. In einem emotionalen Moment kann man leicht den Unterarm des Gesprächspartners anfassen. Vielleicht erzählen Sie gerade über eine witzige Situation, etwa: "Und dann ist mir doch wirklich der Cocktail aus der Hand gefallen ..." - und schwupp: Mal kurz eine Berührung eingestreut. Und dann wieder weg.
3. Ähnlich passend ist folgende Situation: Sie möchten Ihrem Flirt etwas zeigen, das, sagen wir mal, mehr als zehn Meter entfernt ist. Da kann man sich doch sicherlich mal rüber zum Gesprächspartner beugen, die eine Hand kurz auf seinen Rücken legen und mit der anderen auf das gemeinte Objekt zeigen, oder?
Nun, egal, für welche Methode Sie sich entscheiden - Sie dürfen vor allem eins nicht vergessen: Nehmen Sie unbedingt mit möglichst vielen Sinnen die Reaktion Ihres Gesprächspartners wahr. Ist ihm der kurze Körperkontakt angenehm? Oder zuckt er zurück? Diese Fragen dürfen im Eifer des Gefechts nicht vergessen werden. Die Art der Reaktion verrät die innerpsychischen Prozesse des Anderen.
Geschrieben am 07.05.10 um 10:33 Uhr

Die Schwimmbadsaison ist eröffnet. Zwischen kreischenden Kindern, Wasserbomben und dem Besuch der unvermeidlichen Pommes-Bude passt immer noch ein Flirt.
Ja, kaum kommt die Sonne raus, zieht es die Massen nach draußen, ins Freie. Ein beliebter Treffpunkt: Das Freibad. Dies ist zwar nicht jedermanns Sache, aber ich will hier mal eine Lanze brechen.
Man trifft auf gut gelaunte Menschen, mit denen man leicht ins Gespräch kommt. Grund: Sonnenlicht führt nachweislich zur Erhöhung des Serotonin-Spiegels. Dieser Botenstoff kann es in Hinsicht auf seine Wirkung locker mit einem Antidepressivum aufnehmen. So, alleine diese Grundvoraussetzung sorgt im Allgemeinen für eine gute Flirtgrundlage. Ein weiterer positiver Nebeneffekt ergibt sich in Hinsicht auf das Thema Schönheitsideale. Im Schwimmbad sieht man mal wieder, wie realitätsfern die Attraktivitätsdarstellungen in den Medien sind. Leicht wird man wieder auf den Boden der Tatsachen geholt und kann etwa seine eigenen Partnersuchbilder "nach unten" hin korrigieren.
Nun, zunächst einmal ist eine optimale Platzierung im Schwimmbad angesagt. Am besten schlägt man sein Lager dort auf, wo man (a) möglichst viele Mitmenschen in Augenschein nehmen kann und (b) von vielen potenziellen Flirtpartnern gesehen wird. Ein heikles Thema ist: Bademode. Sie verrät, wie oben schon angedeutet, ziemlich viel von meinen Körperproportionen. Damit kommt nicht jeder klar. Komisch eigentlich. Wer diesbezüglich Hemmungen hat, ins Schwimmbad zu gehen, darf sich bewusst machen: Ein Besuch kommt einer Konfrontationsübung gleich - und lohnt sich deshalb. Gut, zurück zum Thema. Sie haben also an einem vorteilhaften Platz Ihr Lager aufgeschlagen. Nach einem Moment der Gewöhnung an die Umgebung können Sie schon mal Ihre Small Talk-Kompetenz offenbaren (sollte ein interessanter Mensch in der Nähe sitzen oder liegen). Gesprächsaufhänger bieten naturgemäß die Rahmenbedingungen, die im Freibad vorliegen. Wie wäre es mit folgenden Anregungen:
- "Hi, ich wollte mir gerade ein Eis holen. Soll ich Dir eins mitbringen?"
- "Habt Ihr noch ein bisschen Sonnencreme übrig? Hab meine vergessen."
- "Sorry - wisst Ihr, wie lange heute das Schwimmbad offen ist?"
Auf solche oberflächlichen Interventionen kann der andere eingehen. Leicht ergibt sich eine lockere Unterhaltung, die möglicherweise in dem Satz endet: "Ach, ich komm mal mit meinem Handtuch rüber zu Dir."
Verzichten würde ich auf solche Versuche (sind zu direkt):
- "Hi, na, soll ich Dich später mit Sonnencreme eincremen?"
- "Du hast aber eine tolle Figur!"
- "Na, gehen wir später noch ein Eis essen?"
Flirten mit dem eigenen Partner
Geschrieben am 03.05.10 um 11:23 Uhr

Die Liebe muss bekanntlich gehegt und gepflegt werden. Ein probates Mittel hierzu ist der Flirt. Das wissen die meisten - aber vernachlässigt wird er trotzdem.
Jeder, der mal verliebt war (oder es gerade ist), weiß, dass die erste Phase der Beziehung der "absolute Kick" ist. Das Gehirn schüttet so gut wie alles an Glückshormonen aus, die es auf Lager hat. Man schwebt bekanntermaßen auf Wolke Sieben.
Die Dopamin-Dusche ist vor allem für das himmlische Erleben verantwortlich - aber das Ganze geht vorüber. Das ist nun mal so und muss auch so sein. Stellen Sie sich mal vor, man wäre zwei, drei Jahre völlig high vor Liebesglück. Vieles würde vernachlässigt werden.
Also, der Dopamin-Spiegel sinkt mit der Zeit, dafür steigt aber der Oxytocin-Anteil im Gehirn. Oxytocin ist auch bekannt als das Liebeshormon. Es wird mit dem Erleben von Vertrauen und tiefer Bindung in Zusammenhang gebracht. Gerade Mütter wissen, wovon ich hier spreche, schließlich gehört die Mutter-Kind-Bindung (in der Regel) zum stärksten emotionalen Band zwischen Menschen. Oxytocin ist dabei mit im Spiel.
Jedenfalls kommt es aufgrund der skizzierten hirntypischen Entwicklung beim Verlieben irgendwann zu einem Zustand, den ebenfalls die meisten Paare kennen: Man ist sich vertraut, alles klar, aber es fehlt irgendwie der "Kick des Anfangs". Manche Partner sorgen für eine erneute Ausschüttung des Glücksbotenstoffs, indem sie (wieder) eigenen Hobbys nachgehen, sich selbst verwirklichen oder - fremdgehen. Letzteres bringt zwar auf den ersten Blick auch den Kick schlechthin, ist aber irgendwie einseitig, egoistisch, oder? Auf der anderen Seite bringt man eventuell gleich die komplette Beziehung "um die Ecke".
Bleiben wir realistisch: Es muss beiden Partnern klar sein, dass das "hormonelle Spitzenniveau" zu Beginn der Beziehung nie wieder erreicht werden kann. Aber es ist möglich, gemeinsam ein paar ordentliche "Dopamin-Sprünge" zu machen. Vor allem durch neuartige und aufregende Unternehmungen ist dies möglich. Hierzu einige Anregungen für Paare:
1. An jedem Wochenende mindestens eine Sache gemeinsam tun, die man noch nie vorher gemacht hat.
2. Dem anderen (unverhofft) eine kleine Aufmerksamkeit schenken.
3. Zusammen sinnliche Erfahrungen machen.
4. Sich am Ort des ersten Dates verabreden und das damalige (Flirt-)Geschehen von A bis Z nachspielen.
5. Einen Vertrag abschließen. Darin steht: Abwechselnd überraschen sich die Partner alle zwei Monate mit einer Angelegenheit, die dem anderen erfahrungsgemäß viel Spaß bringt.
Fazit: Ein permanent hoher Dopamin-Spiegel ist in der Liebe nicht möglich. Aber es ist durchaus hilfreich, gemeinsam ein paar Dopamin-Ausreißer nach oben zu provozieren. Die Betonung liegt auf: Gemeinsam!
Geschrieben am 30.04.10 um 15:53 Uhr

Wie jeder weiß, beginnt im Frühling auch die Zeit der Hochzeitsfeiern. Auf dem unvermeidlichen Polterabend vorher geht es erfahrungsgemäß hoch her, auch flirttechnisch.
Ich habe schon einige Polterabende erlebt und mitgekriegt: Letztes Wochenende waren wir wegen demselben Anlass bei der Cousine meiner Frau. Auch an meinen eigenen kann ich mich noch sehr gut erinnern (zumindest bis circa 0:30 Uhr).
Ich kann aufgrund meiner Erfahrungen nur allen Singles empfehlen, an einer solchen "Geschirr-zerdepper"-Veranstaltung teilzunehmen - wann immer es sich einrichten lässt. Die einzige Ausnahme: Man ist in die zukünftige Braut oder den Bräutigam (noch) unglücklich verliebt...
Aber abgesehen von solchen emotionalen Sackgassen haben diese Veranstaltungen viele Vorteile im Gepäck. Die Rahmenbedingungen für Flirtliebhaberinnen und Flirtliebhaber sind optimal: (a) Die Gesellschaft ist kollektiv gut drauf, (b) man sieht viele nette Outfits ("man" macht sich in der Regel hübsch zurecht), und gewöhnlich trifft man auch lose Bekannte und Verwandte dritten und vierten Grades, die in Hinsicht auf das Thema Flirt interessiert und vor allem interessant sind.
Also, Butter bei die Fische. Nehmen wir mal an, ich wäre noch Single. Was ist zu tun? Ich würde mich - selbstverständlich - ordentlich in Schale werfen und bereits beim Sektempfang die Augen offen halten. Denn man - wie in einigen Artikeln hier im Flirtblog schon beschrieben - bereits innerhalb von wenigen Sekunden häufig anhand der Mimik eines unbekannten Menschen ablesen kann, welche emotionalen Prozesse in ihm ablaufen, sobald er meine Person während des ersten Blickkontakts interpretiert. Hat man an einer anderen Person Interesse, betrachtet man sie überdurchschnittlich oft. Außerdem kommt es zu geschlechtsspezifischen Flirtsignalen. Darauf würde ich also achten. In dieser ersten Phase gilt es, möglichst viele "positive Erstreaktionen" zu registrieren. Abraten würde ich von der sofortigen "Offensive". Sie ist dem Anlass nicht angemessen.
So, weiter im Text. Ich würde dann bei einigen "unvermeidlichen" Spielen, die mehr oder weniger mit dem Paar zu tun haben, mitmischen und mich entsprechend als eher extrovertierten Typen darstellen. Bereits beim Tassen-an-die-Wand-pfeffern kann dies praktiziert werden (vorher noch einen witzigen Spruch - und dann: Gib ihm). - Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen bewerten Frauen auf dem Partnermarkt Männer mit tendenziell extrovertiertem Wesen im Durchschnitt positiver.
Spätestens beim Abendessen und beim anschließenden Tanzen würde ich die verbale Phase starten und versuchen, den einen oder anderen Smalltalk anzuregen. Als "Gesprächsaufhänger" dienen - welch Überraschung - folgende Eingangsfragen: "Na, woher kennst Du das Paar?", "Hallo, schon mal den Rotwein probiert? Ist der in Ordnung?", "Hi, kleines Tänzchen gefällig - oder wartest Du auf jemanden?" (Methode der Alternativfrage).
Liebe Leserin, lieber Leser: Machen Sie sich keine Gedanken um Körbe. Die sind bei so einem Anlass generell eher unwahrscheinlich. Genießen Sie den Flirt auf dem Polterabend. Vielleicht wird ja irgendwann mehr aus dem Small Talk.
Geschrieben am 27.04.10 um 12:00 Uhr

Manchmal lernen Singles interessante Menschen im nächsten Supermarkt kennen. Tatsächlich ergibt sich zwischen den Regalen leicht ein netter Flirt. Was kann man beachten?
Haushaltseinkäufe sind zugegebenermaßen nicht so mein Ding. Ich bin meistens zu gestresst - und dann geht's mir an den Kassen stets zu langsam. Nun gut, in einer solchen Stimmung kann sich gar keine nette zwischenmenschliche Begegnung entwickeln. Aber das habe ich auch gar nicht im Sinn. Schließlich will ich ja nur einkaufen.
Sollten hingegen Sie dem Supermarkt-Flirt grundsätzlich nicht abgeneigt sein, dann bietet sich zunächst einmal die Herstellung einer positiven inneren Haltung an. Die Kunst liegt ja gerade darin, im "alltäglichen Wahnsinn" einen kühlen Kopf zu bewahren. Wer sich entsprechend bewusst Zeit für den Einkauf nimmt, der hat auch mehr Ressourcen für die Beobachtung seiner Mitmenschen. Und das ist schon mal eine gute Grundlage in Hinsicht auf das Unternehmen "Flirt im Supermarkt". Es gilt das Motto: Ein Einkaufswagen sagt mehr als tausend Worte. Leicht erkennt man, lapidar gesagt, für wie viele Personen der Andere einkauft. Kennen Sie den Inhalt eines typischen (männlichen) Single-Einkaufswagens? Er sieht meistens so aus: Tiefkühlpizza, Toilettenpapier, Bier, "Fertig-Salat".
Jedenfalls dient der Einkaufswagen immer auch als Aufhänger für Small Talk: "Oh, sieht nach einem Single-Haushalt aus!" Durch die Blume wird dadurch gleichzeitig kommuniziert: "Mich interessiert, ob Du noch auf dem Partnermarkt bist." (Natürlich schadet es nicht, wenn es vor dem verbalen Kontakt zu einem positiven nonverbalen kommt, etwa Blickwechsel.)
Eine andere Idee: Man kann auch den einen oder anderen Einkaufsartikel, den der Andere gerade in Händen hält, als Aufhänger nehmen: "Hm, die Sahne hier eignet sich fantastisch für eine Pfeffersauce." Kommt der Flirt in spe zu einer positiven Einschätzung Ihrer Person und "passt es gerade", so kann sich leicht ein lockeres Gespräch über Pfeffersaucen o.ä. ergeben.
Andererseits kann man auch das Gegenüber fragen, ob es weiß, wo dieser oder jener Artikel platziert ist. Natürlich sollte ein Gegenstand genannt werden, der aller Wahrscheinlichkeit nach in unmittelbarer Nähe aufzufinden ist. Funktioniert der Versuch, steht wieder ein Small Talk im Raum, der eventuell zu mehr führt.
Letztlich will ich noch auf das leidige Thema "Warten an der Kasse" zu sprechen kommen. Das ist der Wahnsinn, oder? Auch in dieser Hinsicht lohnt Gelassenheit. Wer leicht auf 180 ist, weil es nicht vorangeht, kann - und das ist gesünder - lieber die Zeit nutzen und sich ein paar schöne Gedanken machen. Über den nächsten Urlaub oder so. Steht vor oder hinter Ihnen ein Mensch, mit dem Sie gerne ins Gespräch kommen würden, kann schon eine saloppe oder humorvolle Bemerkung zur Situation ausreichen, um das Ziel zu verwirklichen, etwa: "Bleiben Sie lieber nicht in dieser Reihe - dort wo ich stehe, dauert es meistens am längsten." Es kommt auf die Situation und Ihre Stimmung an - danach richtet sich der erste Satz. Ein gewisses Maß an Flexibilität ist gefragt.
Fazit: Der Supermarkt ist potenziell eine Flirtbörse. Einem Single bieten sich viele Möglichkeiten. Man muss nur aufmerksam sein.
Geschrieben am 23.04.10 um 09:22 Uhr

Tausende Menschen genießen den beginnenden Sommer in Parks. Bei guter Laune und Urlaubsatmosphäre lässt es sich gut flirten.
Letztens am Wochenende waren wir Damms im Wormser "Wäldchen". Ein sehr großes und beschauliches Areal. Viel Gras, viele Spielplätze - und vor allem: Viele Menschen. Bei sommerlichen Temperaturen treten sich die Anwesenden fasst auf die Füße, so viel ist da unten am Rhein los.
Aber auch in anderen Städten kommt es zu diesem Phänomen. Es ist unglaublich, wie viele Menschen es bei Sonnenschein nach draußen zieht. Was machen die sonst?
Auffällig ist vor allem aber auch die gute Laune, die offensichtlich so gut wie jedem ins Gesicht geschrieben steht. Darauf lässt sich doch aufbauen!
Der erste Schritt für Sonnenanbeter, die neue Leute kennenlernen wollen, ist natürlich eine möglichst viel versprechende Platzierung im Park. Es bietet sich an, zunächst ein bisschen in Bewegung zu bleiben und Ausschau nach (gleichgeschlechtlichen) Paaren oder Gruppen zu halten, die einen kontaktfreudigen Ersteindruck machen. Dann einfach ein paar Meter weiter das "Basislager" aufschlagen. Die Basis sollte andererseits auch möglichst zentral liegen und nicht abseits des Geschehens.
Ist das Grillen erlaubt - soll es noch geben -, so bietet sich für beide Geschlechter die Praxis dieser Beschäftigung an. Die Grillerei ist nämlich erfahrungsgemäß ein super Flirt-Aufhänger. Leicht kann man die Nachbargruppe ansprechen:
- "Wollt Ihr auch was?"
- "Habt Ihr noch Grillanzünder übrig?"
- "Könnt Ihr uns mal helfen?" o.ä.
Schnell kommt man zusammen. (Natürlich klappt die Geschichte auch bei Getränken oder Speisen o.ä.)
Da offenes Feuer bzw. glühende Kohlen etwas durchaus Archaisches, Evolutionäres an sich haben, ergibt sich meistens schnell eine vertraute Atmosphäre. Auf dieser kann man aufbauen, das heißt, es kommt gewöhnlich schnell zu netten Gesprächen abseits des Alltagswahnsinns.
Wer es mit dem Grillen oder dem Basislager-Aufschlagen nicht so hat, aber trotzdem flirten will, bleibt eben ein bisschen in Bewegung und sucht die Location nach potenziellen Flirts ab.
Fazit: Nutzen Sie die kommenden Sonnentage für den Flirt im Park!
Beim Flirt zählt der erste Eindruck - und auch wieder nicht
Geschrieben am 16.04.10 um 09:54 Uhr

Bei den meisten Flirts kommt es bei den Beteiligten zu einem typischen Phänomen: Dem Kopfkino! Dann wird der Andere auf Teufel komm raus analysiert. Macht das Sinn?
Beim letzten Männerabend ging es in illustrer Runde um das Thema "Sich beim Verlieben (viel) zu viele Gedanken machen". Alle üblichen Verdächtigen - einschließlich meiner Person - kamen zu dem Schluss: Es gibt kaum eine andere Situation im Leben, in der man so viele Kopf-Kinofilme ablaufen lässt, wie wenn man auf Wolke Sieben schwebt. Gut, vielleicht noch im Falle eines großen Lottogewinns. Aber wann passiert das schon?
Beim Verlieben geht also in unserem Gehirn "die Luzie ab". Daran sind natürlich vor allem die Glückshormone "schuld", die den Ausnahmezustand provozieren. Dass der glückselige Zustand nicht von Dauer ist, ist natürlich nichts Neues. Und das ist auch von Mutter Natur gar nicht gewollt. Würden wir ständig auf Wolke Sieben schweben - wir wären nicht mehr in der Lage, unseren Alltag zu bewältigen. Wir würden keinen Pflichten mehr nachkommen. Es geht ja dann nur noch um "die Liebe". Kurz gesagt: Die Menschheit wäre in skizziertem Fall schon längst ausgestorben.
Der bekannte Philosoph Richard David Precht sagte einmal in einem Interview sinngemäß: Beim Verlieben werden bestimmte Hirnareale gar nicht mehr genutzt, sie verlieren an Funktionskraft - weshalb der Mensch bei permanenter Verliebtheit nach spätestens ein paar Jahren völlig verblöden würde.
Egal, ich will auf etwas anderes hinaus: In wenig stärkerer Ausprägung werden auch Kopf-Kinofilme beim Flirten produziert. Das kennt jeder. Dem Anderen werden innerhalb kurzer Zeit bestimmte Charaktereigenschaften zugeordnet, andere spricht man ihm ab. Viele Menschen "machen" sich ein spezielles Bild vom Flirtpartner. Dass dieses gar nicht unbedingt zutreffen muss, liegt in der Natur der Sache. Der Volksmund spricht von der "rosaroten Brille", die die Wahrnehmung eintrübt, die Sozialpsychologie, unromantisch, wie sie ist, konkret von Wahrnehmungsverzerrungen.
Kurz gesagt: Vieles, was sich in unserem Kopf beim Flirt abspielt, ist Mumpitz. Aber auch gleichzeitig reizvoll. Ein Dilemma, an dem vor allem Vorurteile beteiligt sind. Da nun jeder Mensch Vorurteile hat, die beim Flirten aktiviert werden - sie gehören zur Funktionsweise unseres Gehirns - lohnt es sich, professionell mit ihnen umzugehen.
Grundsätzlich gilt also: Sollte man mit jemand auf Tuchfühlung gehen, darf man sich schon in Sachen Vorurteile selbst bremsen. Denn meistens basieren Voreingenommenheiten lediglich auf eigenen Erfahrungen. Dieser Sachverhalt wird häufig nicht gesehen. Stattdessen sprechen Betreffende von "Menschenkenntnis" - und meinen damit nur die Verallgemeinerungen ihrer Erlebnisse.
Tatsache ist: Es dauert seine Zeit, meistens Jahre, bis man einen Mitmenschen auch nur ansatzweise versteht.
Warum sind distanziert wirkende Singles so reizvoll?
Geschrieben am 13.04.10 um 12:06 Uhr

Viele Frauen geben sich beim Flirten ein bisschen unnahbar. Das kann anziehend wirken. Auch die Männerwelt könnte in diesem Sinn mal aktiv werden.
Letztens war ich hier in Worms mal wieder "auf der Piste". Es war ein Samstag, sagenhaftes Wetter, und ein laues Frühlingslüftchen sorgte für ein frühsommerliches Ambiente.
Ich saß irgendwann in einem italienischen Lokal und gönnte mir eine Pizza Diavolo, die ich mit Lambrusco runterspülte. Am Nachbartisch vergnügte sich ein Pärchen. Beide waren circa in meinem Alter, gepflegt, optisch nett anzuschauen - und der Anlass ihrer Zusammenkunft war anscheinend ein Date.
Die beiden redeten nicht übermäßig laut, trotzdem bekam ich so gut wie alles mit. Jedenfalls versuchte der männliche Part, mit allen nur erdenklichen Mitteln einen guten Eindruck auf die Dame zu machen. Er erzählte, ein bisschen überzogen, über seinen Beruf (irgendwas Managermäßiges) und machte ihr nebenbei ein paar Komplimente. Interessant wie auch "typisch" fielen ihre Reaktionen aus. Sie spielte das obligatorische "Nähe-und-Distanz-Spiel" - und das sehr professionell.
Tatsächlich praktizieren viele Frauen beim Kennenlernen, genauer gesagt, bei den ersten Dates dieses Kommunikationsmuster: Auf der einen Seite werden, gut dosiert, Interesse und Sympathie signalisiert, auf der anderen tritt "frau" auch mal auf die Bremse, wenn "er" "ihr" (zu schnell?) zu nahe kommt. Man kann davon ausgehen, dass Frauen auf diese Weise das Flirtgeschehen gewissermaßen steuern.
Als ich noch Flirtkurse angeboten habe, wurde dieses Verhalten immer mal wieder auf den Tisch gebracht. Die männlichen Teilnehmer fragten die weiblichen konkret: "Wieso spielt Ihr Frauen oft das Nähe-und-Distanz-Spiel?" Die meistens Antworten klangen dann in etwa so: "Ach, ich will es dem Mann nicht so einfach machen", oder: "Ich spiele manchmal gerne die Unnahbare, sonst wäre es doch langweilig!" Hm. Interessant.
Tatsächlich ist es doch so, dass wir besonders diejenigen Singles anziehend finden, die nicht so leicht zu erobern sind. Ohne "Wettbewerbscharakter" fehlt doch jedem echten Flirt das Besondere, oder?
Und gerade diese, dafür notwendige Dynamik zwischen Nähe und Distanz macht für viele den Reiz des Flirts aus. Das Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern - das Spiel wird eher von Frauen inszeniert - dürfte evolutionäre Ursachen haben. Das weibliche Geschlecht muss im Allgemeinen in Sachen Partnerwahl kritischer vorgehen. Die Single-Frau hat mehr davon, wenn sie den Charakter des Anderen erforscht (gerade durch das Nähe-und-Distanz-Spiel). Das Unternehmen erfordert zwar mehr Zeit, aber dadurch können Voraussagen darüber getroffen werden, wie sich der Andere nach der - unromantisch gesagt - ersten sexuellen Zusammenkunft verhält. Bleibt er - oder versucht er es gleich bei der Nächsten?
Übrigens: Wie die Geschichte in der italienischen Gaststätte letztlich ausging, kann ich nicht sagen. Ich verließ die beiden, als er gerade eine Flasche Sekt orderte. Männer...
Beim Flirten kommt es auf die Location an
Geschrieben am 09.04.10 um 14:13 Uhr

Kaum zu glauben, aber wahr: Alleine die Location kann darüber entscheiden, wie man von seinen Mitmenschen wahrgenommen wird. Und es gilt, je "aufregender" die Umgebung, desto stärker und bleibender der Ersteindruck!
Vor einigen Tagen wurde in einer Wissenschaftssendung ein klassisches sozialpsychologisches Experiment nachgestellt: Das sogenannte "Brücken-Experiment". Das Experiment wurde erstmals vor 40 Jahren von den Forschern Dutton und Aron durchgeführt und brachte das Ergebnis, dass körperliche Erregung zu Wahrnehmungsfehlern führt.
Und so sah das Experiment aus: Eine attraktive Mitarbeiterin befragte männliche Versuchspersonen und gab ihnen anschließend ihre Telefonnummer - für "eventuelle Fragen", versteht sich.
Die Versuchspersonen wurden dabei in zwei Testgruppen eingeteilt, die an unterschiedlichen Orten angesprochen wurden. Die eine Befragung fand am Ende einer Brücke statt, die sowohl eine Touristenattraktion, als auch im wahrsten Sinne des Wortes "atemberaubend" ist: Sie hat einen Abgrund unter sich, macht nicht den stabilsten Eindruck und schaukelt aufgrund der Witterung hin und her. Die Mitarbeiterin traf also stets auf Männer, die offensichtlich froh waren, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben.
Die zweite Testgruppe hatte es da offensichtlich leichter. Sie überquerte eine im Vergleich eher "langweilige" Brücke: Stabil, drei Meter hoch, unspektakulär. Beide Testgruppen bearbeiteten denselben Fragebogen, wurden von derselben Mitarbeiterin mit stets demselben Auftreten kontaktiert und bekamen am Ende der Befragung ihre Telefonnummer.
Es offenbarte sich ein großer Unterschied zwischen beiden Gruppen: 50 Prozent der Männer, denen nach der Überquerung der Touristenattraktion die Beine schlotterten, riefen die attraktive Dame an. Von der Gruppe die es mit der unspektakulären Brücke zu tun hatte, waren es allerdings nur 12 Prozent.
Das Fazit: körperliche Erregung führt im Durchschnitt zu einer bestimmten (hier positiven) Einschätzung des Gegenübers, die im "normalen" Alltag nicht stattfindet. Wer also gern flirtet und bei seinen Mitmenschen einen bleibenden Eindruck hinterlassen möchte, der sucht am besten Orte auf, wo sich, lapidar gesagt, positiver Stress entwickelt. Das kann überall dort sein, wo Sport betrieben oder "Neues" erlebt wird; kurz: Wo große emotionale Ausbrüche passieren. Das heißt aber auch, dass man sich anscheinend leichter im Urlaub "verliebt", weil die veränderte Umwelt schon für eine gewisse "Aufregung" sorgt. Dahinter steckt also oft lediglich der hier beschriebene Wahrnehmungsfehler. Also: Vorsicht beim Thema Urlaubsliebe!
Was will uns der Künstler damit sagen? Flirten auf einer Vernissage
Geschrieben am 07.04.10 um 08:57 Uhr

Wer sich für Kunst interessiert, schöpft sicher viele kleine und große Glücksmomente aus ihr. Eine Vernissage ist deswegen für viele Künstler ein echtes Happening.
Letztens bin ich bei einer Vernissage gewesen. Altstadt. Die Künstlerin hatte offenbar ein Faible für Afrika. Auf ihren selbst gemalten Bildern fing sie unter anderem sinnliche Momentaufnahmen von Massai-Frauen ein. Auch Landschaftsbilder waren ausgestellt. Für diese Vernissage wurde eine Art alternative Kneipe ausgewählt. Diese war letztlich gut gefüllt. Ein ansprechendes Gesamtpaket kann ich nur sagen (der Sekt war auch nicht übel).
Mit dieser Art von Kunst kann ich als Laie durchaus etwas anfangen. Als ein Besucher unter vielen nahm ich die Situation selbstverständlich auch als Flirtblog-Schreiberling wahr und machte mir so meine Gedanken...
Vernissagen eignen sich, so mein erster Eindruck, hervorragend dazu, um neue Leute kennenzulernen oder um sich einfach "nur" mal nett zu unterhalten. Die Rahmenbedingungen für einen kleinen Flirt sind geradezu ideal. Das fängt schon beim Begrüßungssekt an: Mit einem Sektglas "bewaffnet" kann man durch die Räumlichkeiten flanieren. Sobald ein Flirt in Sicht ist, bietet sich - nach einem ersten positiven Blickwechsel - ein humorvolles "Prost" an. Leicht ergibt sich etwa über die ausgestellten Kunstobjekte ein Smalltalk.
Aber auch alle Sekt-Abstinenzler können auf einer solchen Veranstaltung schnell einen Flirt erleben. Es reicht erfahrungsgemäß auch aus, sich neben einen reizenden Menschen zu stellen, der vielleicht gerade ein Gemälde bewundert - und in Richtung Kunstobjekt verschiedene Kommentare abzugeben. Die Inhalte der Kommentare richten sich natürlich nach den Rahmenbedingungen. Ein Spruch wie "Was will uns der Künstler damit sagen?" ist nicht unbedingt zu empfehlen. Gerade bei kleinen Vernissagen kommt es vor, dass viele Besucher den Künstler persönlich kennen. Tja, und mit so einem Einstieg verbaut man sich eventuell gleich alles.
Besser: "Interessant!" beziehungsweise: "Ansprechend!" Auf Fachsimpelei würde ich nicht unbedingt setzen, da ich nicht wissen kann, ob mein Flirt in spe entsprechend vorgebildet ist bzw. großen Wert darauf legt.
So gesehen sind Vernissagen in vielerlei Hinsicht eine Bereicherung, sowohl in Bezug auf die ausgestellte Kunst selbst als auch menschlich.
Geschrieben am 01.04.10 um 18:17 Uhr

Den kalendarischen Frühlingsanfang haben wir schon hinter uns und auch der echte Frühling klopft schon an die Tür. Im Gepäck: die Strandbars. Und mit ihnen die Flirt- Saison 2010!
Bald weht wieder ein Hauch von Sonnenmilch und Urlaubsstimmung durch deutsche Städte; die Bürgerinnen und Bürger in unserem Lande strömen wieder in die Strandbars. Auch hier in Worms gibt es eine, dort unten am Rhein, und natürlich werde auch ich ein bisschen Urlaubsluft schnuppern...
Und wie im Urlaub ist es in den Strandbars am schönsten, wenn man es auf einen anregenden Flirt anlegt. Denn hier wie dort sind die Rahmenbedingungen quasi wie gemacht für spontane Gespräche mit schönen Unbekannten (okay, man trifft auch viele Bekannte, auf die man vielleicht lieber verzichten möchte; aber auf die kommt es hier jetzt gar nicht an).
Zunächst zur "Raumgestaltung" - ein echtes Plus. Sie allein wirkt sich sofort positiv auf die (Flirt-)Stimmung aus: weißer Sand, ein paar Palmen, eventuell Strandkörbe, chillige Musik, Wasser, kühles Bier o.Ä. Diese Kombination von Reizen und Lieblichkeiten erinnert, ja genau, an - Urlaub. Und mit diesen Reizen verbinden wir in der Regel angenehme Erfahrungen und Erinnerungen. Und diese Kombination bringt uns unmittelbar und ganz automatisch in the right mood.
Und in einer guten Stimmung flirtet es sich quasi von selbst. Schon deshalb kann man jedem, der gerne flirtet, den Besuch einer Strandbar nur empfehlen.
Im städtischen Strandparadies angekommen, ist vor allem eines von Nutzen: Aufmerksamkeit! Einfach mal den Blick durchs weite Rund schweifen lassen. Sie wissen ja: Bereits ein kurzer Blickkontakt, auf den ein kleines Lächeln folgt, signalisiert grundsätzliches Interesse. Es kommt darauf an, erste entsprechende Situationen bewusst zu registrieren und im Hinterkopf zu behalten. In der Regel ergeben sich mit den Betreffenden später, etwa an der Theke, leicht(er) lockere Gespräche über dies und das.
Außerdem ist es sinnvoll, sich optimal zu platzieren: am besten mittendrin! Mit gutem Blick auf alle Anwesenden. Als zweite Flirt-Maßnahme bietet sich nämlich die Registrierung von geschlechtsspezifischen Flirtsignalen an und dafür muss man die Augen offenhalten und alles und jeden im Blick haben. Wir wissen und müssen uns in Erinnerung rufen: Männer und Frauen legen verschiedene Verhaltensweisen and den Tag, wenn sie jemanden interessant finden.
Auch den ersten Kontakt erleichtert die Strandbar ungemein: Einfach - falls Sie alleine unterwegs sind - zwei Cocktails an der Theke bestellen und den Menschen, der Ihnen gefällt, aufsuchen und ansprechen: "Hi, ich hab hier einen Cocktail zu viel - hast Du Lust, den zu trinken - oder wartest Du auf jemanden?" Ein Flirt ergibt sich in einer Strandbar schnell und unkompliziert. Also: Nutzen Sie die Location!
"Wie heißt Ihre Tochter denn?" - Flirten auf dem Spielplatz
Geschrieben am 30.03.10 um 10:46 Uhr

Alleinerziehende trifft man oft auf dem Spielplatz an. Und schnell kommen die Erwachsenen ins Gespräch. Frage: Ist der Spielplatz eine Flirt-Location?
Letztens habe ich mal wieder einen guten Film gesehen. Ein Drama. In dem Film Little children treffen Kate Winslet und Patrick Wilson sich das erste Mal auf einem Kinderspielplatz. Zwei Menschen, die sich in ihrer Beziehung nicht wohl fühlen. Sie sind mit ihrem Leben insgesamt unzufrieden. Es ist eine Fassade. Die Kehrseite des American way of life. Kommt gut in dem Film raus. Jedenfalls, finden sich beide auf Anhieb attraktiv. Das Interesse ist beidseitig vorhanden. Was nun?
"Zugute" kommt der Situation auf dem Spielplatz, dass beide sehr schnell ein Thema finden, über das sie reden können: Die Kinder. Es folgen mehrere mehr oder weniger "zufällige" Treffen auf dem Spielplatz, und die beiden beginnen eine Affäre...
Tja, ein Spielplatz kann unter bestimmten Voraussetzungen zu einer echten Partnerbörse avancieren. Vielleicht gehören Sie zur genannten Klientel. In dem Fall werden Sie wissen, dass sich so mancher Smalltalk wie von selbst ergibt bzw. ergeben hat. Und meistens ist der "Aufhänger" der Nachwuchs, stimmt's?
Eine ähnliche Sachlage hatten wir schon beim Thema "Hundeflirt" kennen gelernt. Wenn Sie mit einem Hund durch die Innenstadt - bei gutem Wetter - laufen, sorgt alleine schon der Vierbeiner für eine gewisse Aufmerksamkeit. Und will man dann mit Ihnen verbal in Kontakt treten, so spricht man dann in der Regel einen Kommentar über den Hund aus.
Okay, so weit so gut. Auf was will ich hinaus? Falls Sie auf dem Spielplatz flirten wollen, so bietet sich eine ähnliche Vorgehensweise an. Da die Bindung zwischen Erwachsenen und Kindern das stärkste "emotionale Band" zwischen Menschen sein kann - die meisten Mütter werden dem zustimmen - darf man vor allem eins nicht tun: Mit einem doppeldeutigen beziehungsweise sogar sarkastisch klingenden Satz über den Nachwuchs des Anderen starten. Ich kann nämlich nie wissen, wie so ein "Testballon" ankommt. Also, verzichten sollte man etwa auf: "Oh, Ihr Sohn scheint ja schon ein echter Macho zu sein - interessant, wie er gerade meiner Tochter Sand im Gesicht verteilt!"
Besser klingen solche"Starter":
- "Ihr Sohn ist Ihnen ja wie aus dem Gesicht geschnitten."
- "Oh, Ihre Tochter kann ja schon laufen. Vor zwei Wochen war das noch anders, oder?"
- "Sagen Sie mal, wo haben Sie denn das Sandkastenspielzeug gekauft, sieht nützlich aus."
- "Oh, Sie haben genau dasselbe Kinderwagen-Modell wie wir. Sind Sie damit zufrieden?"
Und dann wird es spannend (falls Ihr Gegenüber sich auf einen Small Talk einlässt): Dann geht es um die Frage: Ist der (oder die) andere Single, unglücklich bzw. glücklich gebunden usw.
Viel Spaß beim Ausprobieren!
Im Wagen vor mir fährt ein junges Mädchen...
Geschrieben am 26.03.10 um 12:38 Uhr

Kaum schaut mal die Sonne vorbei, wird das Cabrio startklar gemacht - und ein typisches Frühlingshobby beginnt: Der Autoflirt.
Sie kennen bestimmt den Schlager mit der Zeile "Im Wagen vor mir fährt ein junges Mädchen". Darin wird ziemlich unterhaltsam ein (einseitiger) Flirt beschrieben. "Er" fährt, geblendet von ihrer Erscheinung, "ihr" hinterher und macht sich so seine lieben Gedanken. Und sie? Fühlt sich bedrängt und denkt daran, die Polizei einzuschalten. Tja, so kann?s gehen.
Auch im normalen Leben abseits solcher Schlager kommt es auf Deutschlands Straßen zu interessanten Begegnungen. Das "Menschliche" menschelt eben auch im Straßenverkehr.
Interessanterweise gibt es im Internet sogar schon Seiten, wo man Nachrichten für diejenigen Personen hinterlassen kann (Aufhänger: Kennzeichen), die einem irgendwo an der Ampel oder sonst wo ins Auge gestochen sind. Andere, meistens Männer, sind da schon offensiver. Sie fahren dem "Objekt der Begierde" schon mal hinterher und versuchen, auf alle möglichen Arten Aufmerksamkeit zu erregen. Ich habe in diesem Zusammenhang sogar schon mal den Begriff "Ausbremsen" gehört. Doch! Soll es geben.
Aber offensive Vorgehensweisen sind beim Flirt nicht nur im Straßenverkehr eher weniger von Erfolg gekrönt. Doch wie kommt man mit dem anderen in näheren Kontakt, gerade wenn doch meistens die Zeit begrenzt ist?
Zunächst sollte man, mein Tipp, sicher sein, dass grundlegendes Interesse an der Ausstrahlung (aus Sicht von beiden) vorliegt. Das Auge isst nicht nur mit, es "bestimmt" meistens, was für den Betreffenden lohnenswert ist. Anhand der Mimik, die im ersten Moment des Blickkontakts offenbart wird, lässt sich schnell ablesen, ob das Gegenüber von meiner Optik angetan ist oder nicht. Denn diese erste Reaktion wird erfahrungsgemäß von den meisten Menschen nicht kontrolliert - sie wissen gar nicht, was sich da in ihrem Gesicht abzeichnet.
Nun, kommt es zu einigen freundlichen Gesichtsausdrücken, dann kann man verschiedene Ideen ins Auge fassen, etwa folgende:
1. Den (vorbereiteten) beschrifteten Karton mit der Handynummer an die Scheibe drücken und lächeln.
2. (An der Ampel stehend) Sagen Sie (lächelnd): "Hi. Na, kriegen wir das mit der Verabredung noch hin, bevor es grün wird?"
3. Wenn ein Smalltalk möglich ist, kann man es versuchen mit: "Hi, hast Du Lust, mit mir einen Kaffee da vorne zu trinken ? oder bist Du schon verabredet."
Natürlich sollte man nicht zu viel erwarten. Bei schönem Wetter wollen viele Menschen auch einfach nur ihrer guten Laune Ausdruck verleihen. So völlig ohne Hintergedanken. Der Flirt gehört dann dazu.
Über Glücksmomente und ungenutzte (Flirt-)Chancen
Geschrieben am 22.03.10 um 15:35 Uhr

Der Flirt gehört zu den kleinen Glücksmomenten im Alltag. Leider vergessen wir das oft und lassen viele Chancen ungenutzt an uns vorüberziehen. So als ob wir ewig Zeit hätten. Haben wir aber nicht.
Vor einigen Tagen las ich mal wieder was richtig Skurriles - aus dem wahren Leben gegriffen. Und das schreibt bekanntlich die besten (nicht immer schönsten) Geschichten. Da war ein Jogger - gerade in seiner gleichnamigen Beschäftigung vertieft. Trabte über ein freies Feld. Er hatte Kopfhörer auf und hörte laut Musik. Wahrscheinlich zu laut. So konnte er nicht hören, was von hinten kam, nämlich ein Flugzeug(!) im ungeplanten Sinkflug. Der Pilot hatte technische und optische Probleme. Tja, und wie es der Zufall so will, wurde der Jogger von dem Flieger erfasst und - getötet... Von einem abstürzenden Flugzeug getötet...
Solche fast schon unglaublichen Fälle kommen (weltweit betrachtet) öfter vor, als man vielleicht denkt. Vor ein paar Monaten konnte man Ähnliches der Tagespresse entnehmen. Ein Selbstmörder sprang in einer Großstadt aus dem 20. Stock in die Tiefe - und erschlug dabei einen Fußgänger, der wahrscheinlich gerade an den nächsten Einkauf oder so dachte. Wie hoch (oder gering) ist die Wahrscheinlichkeit, dass so etwas passiert?
Auf was will ich hinaus? Dass der Tod, unerfreulich und unvermeidlich, wie er ist, gehört halt doch zum Leben dazu. Auch wenn er in unserer Kultur tabuisiert ist. Lediglich in Grenzsituationen (Unfall, Krankheit oder Ähnliches) wird uns unsere begrenzte Lebenszeit bewusst. Ansonsten eher nicht. Aber das hat wahrscheinlich evolutionäre Gründe. Man stelle sich mal eine entsprechend schwermütige, weil jederzeit todes-bewusste Menschheit vor, und die Individuen würden jeden Tag ihrer Depression ob ihrer Endlichkeit frönen. Fortpflanzung und Überleben wären quasi passé. Daher wahrscheinlich unsere vorauseilende Tendenz, den Tod im Alltag "auszublenden".
Doch es geht auch anders. Es hat sogar was für sich, ja, es kann "glücklich" machen, wenn man sich öfter mal seine "ablaufende Lebensuhr" bewusst macht. Wilhelm Schmid, der bekannte Philosoph, spricht vom sogenannten Glück der Fülle. Es besteht aus der bewussten Wahrnehmung der positiven und negativen Seiten des Daseins. Beides ist relativ und endlich. Jeder schöne Moment geht naturgemäß vorbei, jeder schlechte aber auch. Das Leben ist ein Auf und Ab.
Das Glück der Fülle besteht nun darin, dass man beide Seiten im Hinterkopf behält. Eine Auffassung à la Das-Leben-ist-sowohl-schön-als-auch-grausam kommt uns dann und wann schon in den Sinn. Nur viel zu selten. Wäre es anders, würden die vielen kleinen Alltagsnichtigkeiten, die uns nerven, plötzlich selbst nichtig werden. Wir wären gelassener und offener, und zwar offener für die kleinen Glücksmomente.
Der Flirt gehört zu diesen Momenten, und daher lässt sich leicht die Formel aufstellen: Je philosophischer die Lebenseinstellung, desto gelassener und glücklicher ist man. Hieraus folgt außerdem: Nehmen Sie sich selbst und Ihr Leben nicht zu ernst, fokussieren Sie die vermeintlich kleinen Dinge im Alltag.
"Und hier hätte ich noch ein anderes Produkt!" - Flirten im Verkauf
Geschrieben am 19.03.10 um 12:04 Uhr

Der Kunde ist bekanntlich König. Wer sich auf die Bedürfnisse und die Körpersprache des Kunden einlässt, hat mehr Erfolg im Verkauf.
Als ich noch studierte, musste ich mir meine Brötchen durch allerhand Jobs nebenbei verdienen. Neben wahrhaft grausamen Betätigungen, übte ich auch einige Engagements aus, die immerhin ein Mindestmaß an Spaß mit sich brachten.
Unter anderem arbeitete ich in Elektro-Märkten. Ich unterstützte als Promoter den Verkauf von Spielkonsolen, DVD-Playern, Druckern und Fernsehern. Recht schnell merkte ich, dass Verkaufspsychologie sehr nützlich sein kann. Bekanntlich kann man durch aufmerksame Beobachtung der Körpersprache mehr über Kunden herausfinden, als man glaubt.
Da wäre zunächst einmal das Blickverhalten. Ein Blick sagt mehr als tausend Worte, sagt man. Natürlich geht es manchem Kunden ausschließlich um das Produkt. Und doch mischen sich immer wieder "Menschlichkeiten" in das Verkaufsgespräch ein. Der Grund liegt darin, dass Emotionen immer eine Rolle spielen. Unter anderem das sogenannte limbische System bewertet alle Reize, die wahrgenommen werden - und zwar emotional. Das Innerpsychische bildet sich automatisch im Gesichtsausdruck des Betreffenden ab. Daher kommt es häufiger vor, dass sich so manche Flirtsignale ergeben. Das fängt, wie gesagt, beim Blick an. Herrscht zum Beispiel Sympathie zwischen Kunden und Verkäufer vor, werden sich die beiden häufiger in die Augen schauen - und dies nicht als unangenehm empfinden. Darauf kann man zum Beispiel schon einmal achten. Eine andere Geschichte ist die mit der Körpersprache. Will das Gegenüber keinerlei "Gefühlsduselei" eingehen, neigt es wahrscheinlich zu einer eher zurückhaltenden Körpersprache (mit wenig Ausdruck und Regung). In diesem Fall bietet sich für den Verkäufer an, sich an die präsentierte Körpersprache des Kunden anzupassen. Er bleibt entsprechend auf Abstand, konzentriert sich auf eine detailreiche Beschreibung des Produkts usw. Fertig. Keine Chance zum Flirt!
Auf der anderen Seite gerät man immer mal wieder an Kunden, die ziemlich extrovertiert sind. Auch in diesem Fall bringt Anpassung sehr viel. Spiegelt man nämlich die Körpersprache des anderen "häppchenweise", trägt dies zum Aufbau von Sympathie bei. Studien haben ergeben, dass wir Menschen, die unser Verhalten spiegeln, schnell sympathisch finden. Natürlich klappt dies nicht immer, aber versuchen kann man's ja mal.
Fazit: Achten Sie auf die Körpersprache des Kunden und streuen Sie einige Spiegelungen ein. Vielleicht bietet sich auch das eine oder andere Flirtsignal an. Egal, wie Sie es anstellen: Werden auf Seiten des Kunden Glückshormone ausgeschüttet, ist er eher geneigt, das Produkt zu kaufen.
Geschrieben am 15.03.10 um 15:44 Uhr

Ein Besuch im Zoo zeigt nicht nur, wie viel wir mit unseren zwei- und vierbeinigen Brüdern und Schwestern gemein haben. Mit anderen Homo sapiens kann sich leicht eine lockere Kommunikation ergeben.
Letztens waren meine Frau und ich plus Kleinkind im Wormser Zoo. Nun, das Wetter war schön, die Tiere hatten ebenfalls beste Laune - da konnte nichts schiefgehen.
Ich finde: Von manchen Tieren können wir uns alle noch eine Scheibe abschneiden. Das sage ich jetzt nicht als bekennender Fleischesser, sondern mehr als Psychologe. Nehmen wir zum Beispiel die Erdmännchen. Haben Sie sich mal das muntere Treiben in einer Erdmännchengruppe angeschaut? Da ist einer für eine gewisse Zeit der "Chef", sitzt auf dem höchsten Punkt des Anwesens und gibt bei Gefahr an alle ein Warnzeichen. Sehr pro-sozial, oder? Die anderen sind währenddessen völlig im Hier und Jetzt, völlig gelassen, und lassen sich die Sonne aufs Dach scheinen. Das gibt's bei Menschen höchstens einmal dann, wenn der Chef im Büro mal aus dem Haus ist. Tja, die Erdmännchen sind anscheinend schlauer als wir.
Egal, jedenfalls habe ich auch viele gut gelaunte Homo sapiens gesehen. Dies bringt uns zu unserem Leitthema: Dem Flirt. Da es bekanntlich auch in anderen Städten interessante Zoos gibt, möchte ich Ihnen einige Anregungen geben, wie sie mit anderen Homo sapiens leicht in Kontakt treten können - sollten sie ein starkes Interesse verspüren, das in diese Richtung geht:
1. Im Zoo-Café: Kaufen Sie zwei Tassen Kaffee, nähern Sie sich dem interessanten Menschen "ganz harmlos" und sagen Sie: "Na, hast Du Lust auf einen Kaffee - oder wartest Du auf jemanden?" Platzieren Sie immer ein "Oder" in Ihre Frage. Davor steht Ihre Absicht, dahinter wird die "Fluchtoption" für den Anderen formuliert. Dadurch machen Sie es Ihrem Flirt in spe leichter, (a) auf Ihr Angebot einzusteigen beziehungsweise (b) es abzulehnen. Im letzteren Fall muss dann niemand sein Gesicht verlieren.
2. Vielleicht sticht Ihnen ja auch jemand vor dem Orang-Utan-Gehege ins Auge. Dann kann man die gerade erlebte Situation ausnutzen. Vielleicht können Sie einen Spruch wie den folgenden anbringen: "Ja, die Großen Menschenaffen haben fast dieselbe DNS wie wir. Und wir sind auf der anderen Seite des Zauns. Schon komisch, oder?"
Im Zoo gelten an und für sich dieselben Kriterien wie in den meistens anderen Flirt-Locations. Sie können die Umgebung als "Aufhänger" ausnutzen oder ganz neutrale Gesprächsangebote unterbreiten. Und falls es mit dem Flirt nicht so klappt, dann kann man sich auf die Tiere konzentrieren. Faszinierend genug. Umso skandalöser ist es, wie Homo sapiens mit seinen Brüdern und Schwestern umgeht...
"Wow, ein toller Typ!" - Der Flirt und das Schubladendenken
Geschrieben am 12.03.10 um 12:01 Uhr

Jeder Mensch hat Vorurteile. Beim Flirten sind Voreingenommenheiten ein zweischneidiges Schwert.
Komischerweise ecken Menschen, die selbstbewusst meinen, sie hätten Vorurteile, bei anderen an. Klar: Es ist nicht politisch korrekt, Vorurteile zu haben. Deswegen gibt es auch wahrscheinlich so wenige, die ihre politische "Unkorrektheit" zugeben. Doppelmoral eben.
Nun, wir alle haben Vorurteile, und zwar nicht wenige. Auch sehr niederträchtige. Das ist sozusagen ganz natürlich. Es gehört zur Arbeitsweise unseres Gehirns, dass es Reize, die über unsere Sinne weitergeleitet werden, sortiert, ihnen eine Ordnung verleiht, Struktur gibt. Dient der Orientierung in einer komplizierten Welt, deren Reize sekundlich millionenfach auf das Individuum einwirken.
Die Folge ist eine permanente vorauseilende (konstruktivistische) Einschätzung der Umwelt, besonders der sozialen. Dieser Mechanismus ist aller Wahrscheinlichkeit nach evolutionären Ursprungs. Eigentlich ist er sinnvoll. Ein Beispiel: Wenn Sie einmal eine schlechte Erfahrung gemacht haben, merkt sich unser Gehirn alle Einzelheiten, die bei diesem Vorfall, etwa ein Autounfall, relevant waren. Kommen Sie nun erneut in eine ähnliche Situation, schlussfolgert Ihr Gehirn innerhalb von Sekundenbruchteilen: "Achtung! Gefährlich!" Mittels der Ausschüttung von Stresshormonen möchte Ihr Gehirn Sie vor weiterem Schaden bewahren.
Nun entwickeln sich Vorurteile aber nicht nur durch nachteilige Erlebnisse, sondern auch durch die Prägung der sozialen Umwelt oder durch unbewusste Konflikte (Neid, Eifersucht usw.).
Und nun der Brückenschlag zu unserem Hauptthema: Der erste Eindruck beim Flirt. Auch beim ersten Eindruck spielen Vorurteile eine große Rolle, und somit auch Ihre(!) bisherigen Erfahrungen, frühkindliche Prägungen, aber auch möglicherweise Ihre innerpsychische ambivalente Motivationen.
Hieraus folgt: Verlassen Sie sich lieber nicht auf den ersten Eindruck. Vielleicht verwechselt Ihr Gehirn den aktuellen Gesprächspartner mit einer Person von früher, mit der Sie "nur" gute Erfahrungen gemacht haben. Infolgedessen würde die aktuelle Flirtsituation lediglich unter dem Einfluss Ihrer früheren Erfahrungen stehen. Das heißt im Klartext: Sie würden den Gesprächspartner viel positiver wahrnehmen, als er eigentlich ist. Ein Wahrnehmungsfehler par excellence.
Achtung, denn: Aus dem ersten Eindruck wird erfahrungsgemäß schnell eine "rosarote Brille". Und dann ist alles zu spät, da bekanntermaßen Verliebtheit blind macht. Fazit: Lieber präventiv vorgehen, das heißt, emotional und gedanklich zurückhalten und den anderen möglichst objektiv kennen lernen. Alleine das ist schon schwer genug.
Warum uns Gegensätze anziehen - und was man dagegen tun kann
Geschrieben am 08.03.10 um 12:27 Uhr

Gleich und gleich gesellt sich gern? - Von wegen: Gegensätze ziehen sich an. Aber nur manchmal...
Jaja, die Spieleabende. Da trifft man sich zum Zeitvertreib - und bekommt unvermeidlich wieder einen Einblick in die irrationalen Phänomene der Partnerwahl. So geschehen vor einigen Tagen. Eine gute Freundin offenbarte sich - in Rotweinlaune -, als ich mir gerade einen Dornfelder einschenkte.
"Sag' mal, Marcus, ist das normal, wenn man in einer glücklichen Beziehung lebt - aber sich total manchmal was total anderes wünscht?" "Nun ja", sagte ich, "das ist manchmal so."
Aller Wahrscheinlichkeit nach meinte sie mit "man" nur sich selbst. Aber egal. Der springende Punkt, den sie ansprach, betrifft viele Menschen in einer Partnerschaft. Viele Studien zur Partnerwahl weisen nach, dass sich insbesondere Personen suchen und finden, die in Hinsicht auf Charakter, Einstellungen und Lebensziele Parallelen aufweisen. Das heißt, im Allgemeinen herrscht das Prinzip "Gleich und gleich gesellt sich gern" vor. Ansonsten wäre die holde Zweisamkeit auch ein heikles, ja unsicheres Unternehmen. Würde dieses Phänomen an der Tagesordnung stehen, hätten Partnerschaften im Durchschnitt nur eine geringe Haltbarkeit. Und die Kinder wahrscheinlich auch. - Aller Wahrscheinlichkeit ist aus diesen Gründen die Suche nach "Gleichklang" ein evolutionäres Bedürfnis. Man kann von der Faustformel ausgehen: Je gleicher die Partner in Hinsicht auf Charakter, Einstellung und Lebensziele, desto langfristiger die Zweierbeziehung.
Nun hat die Sache aber, zumindest für manche, einen gewaltigen Haken. Sie kommen mehr oder weniger schnell zu dem Schluss: Je sicherer die Geschichte, desto unspektakulärer und langweiliger. Ein Dilemma. Denn schwuppdiwupp: Plötzlich wird gerade das interessant und anziehend, was in Hinsicht auf Charakter, Einstellung und Lebensziele genau das Gegenteil ist. Wie kommt das? Schwierige Frage. Viele Antworten. An dieser Stelle nur eine: Zum einen kann eine extreme Sehnsucht nach Personen, die total anders sind, dann entstehen, wenn man selbst zu einseitig eingestellt ist beziehungsweise war. Denn: Versteife ich mich zu sehr auf Sicherheit, Struktur und Vorausplanung, kann irgendwann der Wunsch entstehen (und sich aufstauen), ins andere Extrem auszubrechen. Wir alle kennen solche Fälle. Da "flippt" einer, von dem man das "nie" gedacht hätte, völlig aus, bricht alle Zelte ab, verlässt Haus, Kind und Hof, um irgendwo anders mit irgendwem anderes eine völlig neue Existenz aufzubauen. Und nach drei Monaten ist auch diese Sache wieder vorbei... Wie ein geprügelter Hund kehrt der Betreffende wieder heim, er könne sich das gar nicht erklären... ("Gähn")
Das hätte man sich sparen können - wenn man vorher authentischer gewesen und infolgedessen mehr seine charakterlichen Schattenseiten ausgelebt hätte. Daher sagte ich meiner Bekannten: "Nutze die Sehnsucht nach der Andersartigkeit dazu, gemeinsam mit Deinem Partner anders zu werden." Mal abwarten, was passiert. Ich halte Sie auf dem Laufenden.
"Zwei Kugeln Erdbeer" - Flirten in der Eisdiele
Geschrieben am 05.03.10 um 11:50 Uhr

In überfüllten Eisdielen kommt meistens Stress auf. Das muss nicht sein. Nutzen Sie die Zeit in der Warteschlange lieber.
Am letzten Wochenende hatten wir hier in Worms richtig schönes Wetter. Das musste natürlich ausgenutzt werden. Also: Ab in die Stadt, um die nächste Eisdiele anzusteuern. Diese Idee hatten noch andere...
Ich mach's kurz: Es ging zu wie in einem Taubenschlag. Als ich so eingequetscht an der Theke stand, kam mir die Idee zu diesem Artikel hier.
Denn: Auch (oder besser: Vor allem) in einer Eisdiele lässt es sich gut flirten. Auf der grundsätzlich guten Stimmung, die jetzt im Frühling oft vorkommt, lässt sich aufbauen. Gut, man kann noch unterscheiden zwischen den beiden "Locations" Theke und Innen- bzw. Außenbereich. Um einige Tipps soll es im Folgenden gehen. Zunächst einige Worte zur Theke.
Nehmen wir an, Sie stehen in der Warteschlange. Neben Ihnen ein attraktiver Vertreter des anderen Geschlechts. Was nun? Es liegt nahe, die gerade erlebte Situation als Aufhänger zu nehmen. Noch eine kleine Bemerkung zum allgemeinen Prozedere: Im Laufe mehrerer Studienprojekte, die ich durchgeführt habe, haben sich unter anderem zwei sinnvolle Ansprech-Methoden herauskristallisiert: 1. Kommentar zur Situation; 2. Alternativfrage (siehe unten).
Wer - an einer Theke stehend - mit seinem Nachbarn, den er nicht kennt, in Kontakt treten will, kann es entsprechend versuchen mit (1.): "Hm, nehme ich heute Schoko oder Vanille?" So einen harmlosen Satz kann man etwa in sich hinein murmeln, während man die Eissorten studiert. Der Nachbar sollte ihn aber noch hören können. Leicht kann er, wenn er Sie sympathisch findet und ebenfalls an Kontakt interessiert ist, auf Ihre Frage eingehen - und schon ist die Grundlage für einen Small-Talk gelegt.
Etwas offensiver, weil eindeutiger ist diese Variante (2.): "Hi, bringst Du mir zwei Kugeln Vanille mit oder bist Du schon für jemanden im Einsatz?" So ein Satz kommuniziert gleichzeitig ein schon eher verbindliches Angebot. Die Gefahr eines Korbes steigt also an. Vorteilhaft an einer entsprechenden Alternativfrage (vor "oder" steht die Absicht, danach wird die "Fluchtmöglichkeit" kommuniziert) ist, dass der andere leicht aus der Geschichte aussteigen kann, wenn er (oder sie) nicht zum Flirten aufgelegt ist.
In Hinsicht auf den Flirt im Innen- beziehungsweise Außenbereich der Eisdiele ist denkbar (1.): "Ach, endlich kommt die Sonne mal raus" oder Ähnliches; auf der anderen Seite (2.) kann man es versuchen mit: "Hi, kann ich Dich auf ein Eis einladen oder wartest Du auf jemanden?"
Viel Spaß beim Ausprobieren...
Ein Blick sagt mehr als 1000 Worte
Geschrieben am 02.03.10 um 12:21 Uhr

Viele Singles fragen sich, wie sie am besten mit anderen ins Gespräch kommen. Doch tatsächlich ist das Gespräch nebensächlich - auf den ersten Blickwechsel kommt es an!
Wenn ich mal - sehr selten der Fall - durch das TV-Programm zappe, bleibe ich vor allem bei Dokumentationen hängen. ? Auch bei "Flirtexperten", die Singles Tipps zur Steigerung der Flirtkompetenz geben. Im Frühling werden erfahrungsgemäß wieder vermehrt bekannte und unbekannte Flirtexperten zu Wort kommen. Alle Jahre wieder... Ich finde es immer wieder erstaunlich, dass die meisten "Experten" den Schwerpunkt ihrer Empfehlungen auf das erste Gespräch, genauer gesagt, auf den Smalltalk legen. Warum erstaunlich? Bis dahin hat sich schon längst entschieden, ob es sich um einen echten Flirt oder nur um ein belangloses Gespräch handelt.
Ein kleiner Exkurs in die Hirnforschung bringt Klarheit. Es ist schon länger bekannt, dass unser Gehirn aus verschiedenen Arealen besteht, die unterschiedliche Aufgaben haben.
In Hinsicht auf den ersten Eindruck ist das sogenannte limbische System relevant. Dieses Areal wird vor allem mit emotionalen Prozessen in Verbindung gebracht. Interessant ist, dass das limbische System alle Eindrücke, die unsere Sinne ans Gehirn weiterleiten, bewertet. Permanent geht es, etwas salopp gesagt, um die Frage: "Ist das jetzt gut oder schlecht für mich?"
Und jetzt der Brückenschlag zum Thema Ansprechen. Kommt das emotionale Areal eines Singles zu dem Schluss: "Diese Person finde ich unsympathisch" (aus welchen Gründen auch immer), dann ist die Sache, das heißt der Flirt, eigentlich schon vorbei. Innerhalb von Sekundenbruchteilen entscheidet das limbische System übrigens über Wohl und Wehe.
Nun wäre es ja sehr sinnvoll, wenn man das emotionale Geschehen in anderen Singles irgendwie in Erfahrung bringen könnte. Ich verrate Ihnen was: Man kann!
Die emotionalen Prozesse bilden sich nämlich (unbewusst) im Gesicht ab, ob man will oder nicht. Das heißt, anhand der Interpretation der Mimik, die beim ersten Blickkontakt stattfindet, lässt sich erkennen: Kommt mein Gegenüber zu einer positiven, neutralen oder negativen Einschätzung meines Erscheinungsbildes.
Ich gebe Ihnen daher folgenden Tipp: Wenn Sie das nächste Mal auf einen Flirt aus sind, dann achten Sie bewusst auf den Gesichtsausdruck Ihres Gegenübers. Ein Blick sagt mehr als 1000 Worte.
Der Flirt und die Frühlingsgefühle
Geschrieben am 26.02.10 um 09:08 Uhr

Der Frühling steht vor der Tür. Alle Flirtliebhaber können schon mal an den Start gehen. Die Flirtsaison geht los.
Ihnen ist sicherlich schon aufgefallen, dass Sonnenschein und die Flirtbereitschaft doch sehr stark korrelieren. Sobald die Sonne am Firmament erstrahlt, strömen wahre Menschenmassen ins Freie. Wo kommen die nur alle her?, wundert man sich.
Betreffende sind gut gelaunt und knüpfen quasi von selbst und wie selbstverständlich Kontakte zu ihren Mitmenschen. Der Frühling wird wohl diejenige Jahreszeit sein, in der am meisten geflirtet wird. Es gilt ja, eine lange Durstrecke (Winter) zu beenden.
Bekanntlich ist Sonnenlicht ein wahrer Stimmungsmacher. Grund: Der Gehirnstoffwechsel wird positiv beeinflusst. Und wer bei schönem Wetter den einen oder anderen Flirt erlebt, verstärkt die ohnehin schon zusagende Gemütslage. Eine nette Unterhaltung etwa mit einem interessanten Menschen führt zur Ausschüttung des Glücksbotenstoffes Dopamin. Und: Dopamin wird auch dann ausgeschüttet, wenn man sich "nur" ins Café setzt und Menschen beobachtet, die attraktiv aussehen. Alleine diese Beschäftigung gehört daher schon zu den kleinen Glücksmomenten.
Hieraus folgt: Der Frühling hat offensichtlich viel Glückspotenzial. Das kann man ausnutzen. Hierzu einige Anregungen für sonnige Tage:
1. Machen Sie mal wieder eine Fahrradtour! Man ist an der frischen Luft, bewegt sich und nimmt die Umwelt wieder mehr wahr. Einen Abstecher in den Biergarten im Anschluss kann ich auch nur empfehlen.
2. Auch der Besuch einer Strandbar lohnt sich. Ein Gefühl von Urlaub entsteht leicht in diesem Ambiente. Ganz automatisch kommt man daher in den Flow.
3. Ein Spaziergang durch die Altstadt ist bei Sonnenschein doppelt so schön. Alleine schon der Anblick von fröhlichen Gesichtern wirkt ansteckend.
Fazit: Überwinden Sie sich mal wieder und gehen sie die nächsten schönen Tage (sie kommen bestimmt) bewusst an! Manchmal will uns unser innerer Schweinehund von solchen Vorhaben abhalten. Sagen Sie ihm den Kampf an!
"Ich kann halt nicht flirten" - wenn man sich selbst im Weg steht
Geschrieben am 22.02.10 um 12:26 Uhr

Es gibt viele Singles, die sich als Flirtmuffel bezeichnen. Woher kommt das - und wie kann man sich selbst therapieren?
Mütter und Väter wissen: Schon Babys flirten. Und zwar recht professionell. Als angeboren gilt das sogenannte "soziale Lächeln". Es dient dem Säugling dazu, mit seinen Mitmenschen in positiven Kontakt zu treten. Ein Hinweis auf einen evolutionären Hintergrund.
Wer also sagt, er könne nicht flirten, müsste richtigerweise feststellen: Ich konnte es mal, und irgendwann habe ich es irgendwie verlernt.
Hierzu ein kleiner Ausflug in die Hirnforschung. In den ersten Lebensjahren entwickelt sich das Gehirn langsam "von unten nach oben". Das heißt, zunächst werden die niederen Hirnareale ausgeprägt. Sie sind für die emotionalen Prozesse verantwortlich. Die höheren Areale, die imstande sind, gedankliche (kognitive) Operationen auszuführen, entstehen erst später. Bis zu diesem Zeitpunkt (etwa 4.-6. Lebensjahr) hat das emotionale Gehirn die sozialen Beziehungen, denen man ausgeliefert war, bereits völlig aufgesaugt - es wurde entsprechend geprägt. So kommt es zu bestimmten Erwartungshaltungen in sozialen Situationen.
Durch häufiges negatives Feedback von Seiten der Umwelt kann sich auf emotionaler Ebene, lapidar gesagt, eine Flirtbremse bilden. In zukünftigen Situationen, in denen man mit anderen in Kontakt treten will, kommt das emotionale Gehirn dann vorauseilend zu einer negativen Einschätzung der Lage. Leicht entsteht eine Tendenz zur Vermeidung. Weil nun eine solche Flirtbremse in einer Zeit entsteht, in der die höheren Hirnareale noch nicht vorhanden sind, kann es sein, dass der Betreffende später einmal nicht bewusst an die Ursachen seiner Flirtbremse herankommt. Er hält sich vielleicht demgegenüber für einen Flirtmuffel.
Zu entsprechenden "Umbaumaßnahmen" im Gehirn kommt es noch einmal, und zwar in der Pubertät. Flirtbremsen können auch in dieser Phase entstehen. Wie auch immer die Ursachen von Flirtbremsen aussehen - es kommt letztlich darauf an, sie zu lösen. Ansonsten verzichtet man auf eine wahrhaft beglückende Sache. Als besonders effizient bei der Überwindung von Ängsten haben sich die sogenannten Konfrontationsübungen herausgestellt. Der Betreffende begibt sich dabei in eine Situation, die Angst auslöst, und verbleibt in ihr so lange, bis sich die Anspannung legt. Man kann dabei schrittweise vorgehen.
In Hinsicht auf das Flirten heißt das:
1. Ab jetzt jeden Samstag eine passende Location aufsuchen.
2. An einem bestimmten Abend fünf Personen des anderen Geschlechts nach der Uhrzeit fragen.
3. Irgendwann fünf Personen des anderen Geschlechts zu einem Small Talk motivieren. usw.
Fazit: Jeder kann flirten - das Potenzial ist angeboren. Wer seine Flirtbremsen überwindet, wird automatisch glücklicher. Rückschläge gibt es meistens, aber die sind nicht von Belang.
"Fang mich auf!" - Flirten beim Schlittschuhlaufen
Geschrieben am 19.02.10 um 09:30 Uhr

Die kalte Jahreszeit hat auch ihr Gutes. Wenn sich viele Menschen zum Schlittschuhlaufen verabreden, ergeben sich auch viele Gelegenheiten zum Flirt.
In so gut wie allen Großstädten können die Bürgerinnen und Bürger derzeit auf ein besonderes Entertainment-Angebot zurückgreifen: Schlittschuhbahnen. Auch hier in Worms ist derzeit (noch) eine aufgebaut, die ordentlich frequentiert wird.
Ich gebe zu, ich selbst habe es nicht so mit dem Schlittschuhfahren. Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich beim letzten Versuch vor zwei Jahren mehr blaue Flecke als erfolgreich gefahrene Runden gezählt habe. Grobmotoriker halt.
Trotzdem ist mir aufgefallen, wie viel Spaß es den meisten macht, sich ein bisschen die Zeit auf einer Schlittschuhbahn zu vertreiben.
Wo viele Menschen aufeinandertreffen, da wird erfahrungsgemäß auch geflirtet. In diesem besonderen Ambiente ergeben sich einige spezifische Tipps, die Sie einmal ausprobieren können.
Ich denke, es ist grundsätzlich sinnvoll, mindestens zu zweit unterwegs zu sein. Denn erfahrungsgemäß trifft man selten auf Personen, die sich alleine auf einer Schlittschuhbahn vergnügen.
Hier also die Anregungen:
1. Besorgen Sie sich zwei Tassen Glühwein am Getränkeausschank neben der Bahn, platzieren Sie sich danach optimal im weiten Rund. Sollte ein attraktiver Vertreter des anderen Geschlechts (langsam) an Ihnen vorbeifahren, können Sie locker eröffnen: "Na, magst Du einen Schluck zum Aufwärmen?" Sollte Ihr Gegenüber zu einer positiven Einschätzung der Situation gelangen (passiert innerhalb von Sekundenbruchteilen), steigen die Chancen auf einen Small Talk.
2. Stellen Sie sich bewusst ein bisschen "doof" an beim Fahren, und zwar dann, wenn der Mensch, den Sie gerne kontaktieren wollen, in Sichtweite kommt. Eventuell steigt er in die Situation ein, indem er Ihnen ein paar Tipps gibt. Über das Thema Schlittschuhlaufen kommt man wiederum leicht in einen Small Talk.
3. Fahren Sie zunächst ein paar Runden. Passen Sie den Flirt in spe ab, indem Sie - hoppla - etwas fallen lassen, das vor seine Kufen schlittert (wenn es geht, keinen Gegenstand, über den er voraussichtlich drüber fällt). Erfahrungsgemäß wird er ihn aufheben - dann kann der Small Talk gestartet werden.
4. Nun eine unspektakuläre Empfehlung. Gleiten Sie neben die interessante Person und sagen Sie: "Hi, ich bin [Vornamen einfügen], wie heißt Du?"
5. (Und jetzt ein Tipp für die ganz Extrovertierten) Fahren Sie auf die Person, die Sie im Auge haben, zu, etwas unkontrolliert, und sagen Sie dabei humorvoll: "Fang mich auf!"
Flirtkompetenz steigern - Menschen beobachten
Geschrieben am 15.02.10 um 15:42 Uhr

Wieso in die Ferne schweifen, denn das Gute ist so nah. Wer in Sachen Flirt noch dazulernen will, muss nur eins tun: Aufmerksam sein!
Haben Sie sich mal einen ganzen Mittag in ein Café gesetzt und Menschen beobachtet? Ich schon, und zwar mehr als einmal. Sehr aufschlussreich.
Interessanterweise wird dem Beobachter an so einem Mittag das gesamte Spektrum an menschlicher Körpersprache geboten, das es gibt. Hier ein freundliches Lächeln, eine nette Geste, dort die "kalte Schulter", Blickvermeidung usw.
Diese Beschäftigung kann ich jedem nur empfehlen. Es sinnvoll, sich in so einem Fall voll auf die Beobachtung zu konzentrieren. Hierbei hilft etwa, sich in irgendeine Ecke zu setzen und sich via Kopfhörer klassische Musik zu gönnen. Dann kann man sich voll und ganz auf die Umgebung konzentrieren, irgendwas Entspannendes eben. Damit die anderen nichts von Ihrer "Studie" mitbekommen, können Sie auch pro forma in ein Buch oder in eine Tageszeitung linsen, aber auch einen Laptop aufklappen.
Was soll mit dieser Übung erreicht werden? Nun, nichts anderes als die Förderung der eigenen Flirtkompetenz. Leicht entsteht durch eine konzentrierte Beobachtung über einen längeren Zeitraum hinweg auch mehr Achtsamkeit in Hinsicht auf die eigene Mimik und Gestik.
Denn erfahrungsgemäß ist es so, dass man auch Personen sieht, die es in Sachen Körpersprache "drauf haben". Wir alle kennen entsprechende charismatische Frauen und Männer: Sie haben eine tolle Ausstrahlung und unterstützen ihre Außenwirkung durch eine selbstsichere, offene und gleichzeitig einladende Körpersprache.
In Hinsicht auf unser Hauptthema (Flirt) ist es wichtig, die sogenannten geschlechtsspezifischen Flirtsignale zu registrieren und auch zukünftig, bei eigenen Konversationen, mittels Achtsamkeit zu bemerken beziehungsweise bewusst einzustreuen.
Viele flirtbereite Frauen (a) streichen sich häufig mit einer Hand durchs Haar, (b) lächeln öfter, (c) blicken dem anderen in die Augen und (d) legen dabei den Kopf schräg. Zahlreiche flirtwillige Männer andererseits (a) mustern Frauen, die ihnen gefallen, sehr genau, (b) lächeln und schauen offensichtlicher "hin", (c) außerdem setzen sie sich eher durch ausladende Gesten in Szene (etwa "Brust raus - Bauch rein").
Fazit: Beobachten Sie öfter mal wieder das Flirtverhalten Ihrer Mitmenschen, um ihre eigene Flirtkompetenz aufzufrischen.
"Ich hab eine zu große Nase!" - gestörte Selbstwahrnehmung?
Geschrieben am 12.02.10 um 12:26 Uhr

Ein echter innerpsychischer Flirtkiller zeigt sich darin, wenn man sich zu viele Gedanken um sein Äußeres macht. Woher kommt diese Flirtbremse? Und was kann man dagegen tun?
Sicher: Wir alle haben so unsere körperlichen kleinen und großen Macken. Zumindest aus unserer Wahrnehmung. Der eine findet sich zu klein, die andere zu groß. Daneben geraten auch besonders diejenigen Auffälligkeiten in den Fokus des Betreffenden, die von den anderen besonders gut wahrgenommen werden können. Mit anderen Worten: Besonders das Gesicht ist relevant.
Was wir an uns selbst als störend, unattraktiv usw. empfinden, geht überwiegend auf frühkindliche Sozialisationserfahrungen zurück. Besonders die Erfahrungen mit dem sozialen Umfeld (auch außerhalb der Kernfamilie) prägen unsere Selbstwahrnehmung. Ich litt zum Beispiel unglaublich unter meiner Brille (Modell "Panzerglas"). Bereits im Kindergarten und anschließend in der Grund- und weiterführenden Schule konnte ich schnell erfahren, wie einfallsreich meine lieben Mitmenschen doch sind, wenn es darum geht, andere niederzumachen, zu mobben usw.
Infolge dieser "Lehrjahre" entwickelte ich schnell die Auffassung, ich sei irgendwie nicht in Ordnung. Tatsächlich war es ja nur so: Ich verinnerlichte psychisch das negative Brillen-Feedback und machte es unbewusst zu einem Teil meines Selbstkonzepts. (Im Nachhinein bin ich den Betreffenden mehr als dankbar, wahrscheinlich hätte sich aufgrund von anderen Umständen nicht das Interesse an Psychologie entwickelt.) Egal. Worauf ich hinaus will: Viele, die sehr mit ihrer Außenwirkung beschäftigt sind, haben ähnliche Erfahrungen wie ich gemacht. Diese Erfahrungen haben sich neuronal im Gehirn eingebrannt - und sind deswegen immer latent aktivierbar. Wahrscheinlich sind deshalb viele Menschen so "dünnhäutig" bei Kritik.
Wichtig ist, dass man sich bewusst macht: Die Mitmenschen empfinden nicht unbedingt dieselben Gefühle, die ich empfinde, wenn ich mich im Spiegel anschaue und eine zu große Nase oder Ähnliches sehe. Denn in Hinsicht auf Schönheitsideale geht nicht alles auf das Konto der "medialen Gehirnwäsche".
Denn: In den ersten Lebensjahren verinnerlichen wir innerpsychisch Menschen, mit denen wir positive Erfahrungen machen, die uns so annehmen, wie wir sind. Auch deren äußeren Merkmale verinnerlichen wir. Treffen wir später einmal auf Personen, die uns (mehr oder weniger unbewusst) an die Primärpersonen erinnern, dann bringen wir ihnen auch automatisch positive Gefühle entgegen.
Das Gesagte gilt nun nicht nur für uns, sondern auch für unsere Mitmenschen. Und daher ist Schönheit viel mehr als nur mediale Prägung. Sie ist aufgrund der frühkindlichen Einflüsse mehr oder weniger relativ.
Das sollten alle Leser berücksichtigen, die mit sich selbst nicht zufrieden sind.
"Haste mal ne Waschmarke?" - Flirten im Waschsalon
Geschrieben am 08.02.10 um 11:35 Uhr

Zwischen vibrierenden Waschmaschinen und ungemütlichem Neonlicht lässt es sich auch ganz gut flirten.
Letztens sah ich eine Dokumentation über eine Britin, Mitte 30, die ihrem Single-Dasein abschwören wollte. Ein Kamerateam verfolgte die attraktive Blondine bei ihren Bemühungen. So gut wie alle Wege, den richtigen Partner endlich zu finden, wurden ausgeschöpft, traditionelle wie innovative.
Irgendwann konnte man mit verfolgen, wie die junge Dame ein Blinddate via Chat plante - in einem Waschsalon. In der nächsten Einstellung saß sie dann in einem solchen, auf einer Waschmaschine. Ihr Date sagte allerdings doch kurzfristig ab. Aber die Idee gab mir zu denken.
Nun, auch in einem Waschsalon lässt es sich gut flirten. Die Rahmenbedingungen erfüllen die besten Voraussetzungen. Da wäre zunächst einmal (1.) die Tatsache relevant, dass aller Wahrscheinlichkeit nach viele Singles einen Waschsalon frequentieren. Auf der anderen Seite (2.) dürfen die zeitlichen Rahmenbedingungen beachtet werden. Ein Waschgang braucht seine Zeit. Und der oder die Betreffende ist für diesen Zeitraum möglicherweise "frei" für einen Flirt.
Und schließlich (3.) ist auch nicht von der Hand zu weisen, dass es sehr viele Gesprächsanlässe gibt, auf die man zurückgreifen kann.
Verschiedene Methoden drängen sich geradezu auf, um einen Smalltalk in Gang zu bringen. Der Klassiker ist natürlich der Satz: "Hast Du noch ein bisschen Weichspüler für mich übrig?" Während man ihn - oder eine andere Idee - ausspricht, sollte man die Mimik des Anderen im Auge behalten. Bekanntlich kommuniziert sie das gerade ablaufende emotionale Innenleben des Betreffenden. Bei einer positiven Reaktion kann ein zweiter Satz "zur Festigung der Ausgangslage" angebracht werden, etwa: "Mit welchem Programm fährst Du denn am besten?" Letztlich ist Inhalt gar nicht mal so relevant, es geht nur darum, dass die Kommunikation in Gang kommt.
Fazit: Es ergibt sich schnell ein Flirt in einem Waschsalon. Aber man sollte sich nicht gleich in einen Flirt hineinsteigern. Man kann nämlich nie wissen, in welcher Lebenssituation der andere ist. Aber andererseits: Auch das macht den Flirt ja so anregend und spannend, oder?
Geschrieben am 05.02.10 um 14:27 Uhr

Beim Skifahren werden Glückshormone ausgeschüttet. Beim Flirten auch. Die beiden Tätigkeiten lassen sich also ganz gut miteinander verbinden. Was ein Glück, dass Wintersport gerade man wieder in ist. Alle Jahre wieder überfluten die Massen die Skigebiete rund um die Alpen, unter ihnen auch viele Singles.
Ich gehöre leider nicht zu den skibegeisterten Massen. Als ich vor 20 Jahren mit Skiern einen kleinen Hügel hinunterfuhr und mir beim Bremsen zwei Bänder im linken Fuß riss, sagte ich mir: "In diesem Leben nie wieder!" Obwohl probieren sich lohnen würde: Denn bekanntlich sind Menschen in guter Stimmung auch meistens zu einem Flirt motiviert. Wer zu den professionellen oder zu den hobbymäßigen Ski-Sportlern gehört, der weiß, wie schnell man mit anderen ins Gespräch kommt. Beim Ski- oder Snowboardfahren kommt man schnell in einen geistigen Zustand, den Psychologen Flow nennen. Dieser Zustand kann süchtig machen. Dabei geht man in einer Tätigkeit geradezu auf. Sie darf nicht zu leicht, aber auch nicht zu anspruchsvoll sein. Wahrscheinlich gibt es deshalb Pisten mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden.
Gelegenheiten zum Flirten gibt es an einem Skitag viele: Da wäre zunächst einmal das Thema Gondel-Flirt relevant. Die Zeit, die es braucht, bis man überhaupt auf dem Berg ist, ist schon mal ein potenzielles Plus. Ausnutzen kann man auch die Tatsache, dass man für eine gewisse Zeit mit den Anwesenden eine informelle Gruppe bildet (vorher aussteigen ist nicht). Verknüpfen kann man den ersten Spruch ganz einfach mit den Naheliegenden: Mit der üblicherweise wunderschönen Aussicht. Man muss noch nicht mal denjenigen, den man kennenlernen will, direkt ansprechen. Einfach mal nach draußen schauen, den Blick schweifen lassen und feststellen: "Wow, ist das toll!" Auf dieses Statement kann der Andere leicht eingehen, indem er etwas Ähnliches vom Stapel lässt. Ein vertiefender Satz wie "Warst Du schon öfter in diesem Skigebiet?" ist dann nicht mehr fern. Und so kommt man schnell in einen Smalltalk.
Auch die Skipiste offenbart viele Flirtmöglichkeiten. Um sich zunächst einmal in die richtige Stimmung zu bringen, kann man ein bisschen dem Ski-Sport frönen, schließlich ist man ja auch deshalb hier. So kommt man dann schnell in den oben bereits erwähnten Flow. Vielleicht hat man dann im Lift, der einen nach der Abfahrt wieder nach oben befördert, dass Glück, neben einem reizenden Menschen zu sitzen. Diesen kann man, wenn er will, schnell in einen Smalltalk verwickeln, indem man auf Einzelheiten der gerade erlebten Situation eingeht. Und vielleicht ergibt sich dann sogar eine Verabredung zum Après-Ski.
Geschrieben am 01.02.10 um 15:23 Uhr

Abseits der Piste finden Singles und sonstige Flirt-Interessenten viele Locations vor, in denen schnell anregende Kontakte geknüpft werden können. Wie geht man dabei am besten vor?
Es dürfte nur wenige Ski-Touristen geben, die nicht die ortsüblichen Vergnügungsangebote, auch Après-Ski genannt, wahrnehmen. Bekanntlich findet man so gut wie in jedem Wintersport-Ort die unvermeidlichen Ski-Hütten, Schirmbars, Diskotheken und andere Partylocations.
Ein interessantes Phänomen. Es gibt viele Rituale. Gefeiert wird gewöhnlich in voller Ski-Klamotten-Montur (die meisten Skihasen kommen ja direkt von der Piste). Meistens werden typische Getränke beim Après-Ski konsumiert, und zwar in rauen Mengen. Sehr beliebt ist zum Beispiel der Jagertee. (Den habe ich auch mal probiert - na ja - schmeckt wahrscheinlich nur in einer Hütte.) Kleine Schnäpse sind auch sehr beliebt (Williams-Birne, Wodka-Feige usw.).
Daneben gibt es auch eine eigene Après-Ski-Musikkultur. Die typischen Songs eignen sich zum Mitsingen und Abfeiern. Jedes Jahr erscheinen zahlreiche neue Sampler mit entsprechenden Hits.
Klar, das Ganze klingt irgendwie nach "Ballermann 6" - es fehlen nur der Strand und sommerliche Temperaturen. Nicht jedermanns Sache.
Wer zu den Après-Ski-Liebhabern gehört, der weiß natürlich, dass das Thema Flirt hierbei auch eine große Rolle spielt. Schnell kommt man mit anderen ins Gespräch - was natürlich des Öfteren einfach auch nur an den alkoholischen Getränken liegt. Klar.
Nun, welche speziellen Vorgehensweisen bieten sich an, um einen attraktiven Menschen für sich zu begeistern? Zunächst ist natürlich gute Laune gefragt, Humor auch, sowie eine gewisse Oberflächlichkeit.
Hier zwei kurzgefasste Tipps zum Ausprobieren:
1. Bestellen Sie an der Theke eine Runde Bier und steuern Sie mit dem Tablett diejenige Gruppe an, in der sich auch die Person befindet, die Sie kennenlernen wollen. Diese dürfen Sie dann direkt ansprechen: "Hallo, ich hab hier was für Euch. Damit Ihr nicht verdurstet. Ich heiße übrigens [hier den Vornamen einfügen]." Ich würde deshalb zum Bier raten, da dieses Getränk erfahrungsgemäß nicht so schnell in sich reingekippt wird wie ein kleines Schnäpschen. Es bleibt also mehr Zeit zum Flirt.
2. Um ganz allgemein ein bisschen Aufmerksamkeit zu erregen, bietet sich an, einen Karaoke-Titel zu singen. Keine Angst: Es ist völlig egal, ob Sie singen können oder nicht. Wichtig ist: Sie werden mal kurz von allen Anwesenden wahrgenommen. Vielleicht ist der eine oder andere interessante Mensch dabei, den Sie rein optisch begeistern. Das wäre schon die halbe Miete. Während Sie den Titel trällern (keine Ballade!), ist es sinnvoll, auf ein positives körpersprachliches Feedback zu achten. Das zeichnet sich erfreulicherweise bereits intuitiv in der Mimik des anderen ab. Wer Sie immer mal wieder anlächelt, zeigt Flirtbereitschaft. Wer Sie immer mal wieder auslacht, vielleicht wegen Ihrer mangelhaften Sing-Kompetenz - nicht. Aber das ist auch egal, man kann nicht jedem gefallen.
Fazit: Man sollte natürlich nicht zu viel erwarten. Beim Après-Ski geht es vor allem um Party.
Die Fastnacht bietet massenweise Flirtmöglichkeiten
Geschrieben am 29.01.10 um 14:22 Uhr

Im munteren Treiben lässt es sich leicht flirten. Im folgenden Beitrag sind einige Tipps ausgeführt.
Vor ein paar Jahren besuchte ich mit meiner jetzigen Frau die Mainzer Straßen-Fastnacht (die man bekanntlich unter keinen Umständen als "Karneval" bezeichnen darf, sonst wird man geteert und gefedert und aus der Stadt gejagt). So um die 100.000 andere hatten dieselbe Idee wie wir. Wahnsinn. Schon die Zugfahrt von Worms nach Mainz hatte es in sich. Egal, gehört halt dazu.
Natürlich wird vor allem bei so einer Veranstaltung geflirtet, was das Zeug hält. Ich nehme an, dass das für die meisten Kostümierten auch dazugehört. Gleich aus dem Kopf schlagen sollte man sich gut ausgedachte Sprüche - bei der Straßen-Fastnacht ist Einfachheit gefragt. Ein weiterer Vorteil einer solchen Veranstaltung ist außerdem, dass man auf viele, viele, viele potenzielle Flirter trifft.
Es schadet nicht, wenn man mit einer ganzen Gruppe unterwegs ist. Tatsächlich sind die meisten Narren in dieser Sozialform anzutreffen. Oder aber sie sind zu zweit unterwegs, gleichgeschlechtlich, versteht sich. Wer ein Freund der Straßen-Fastnacht ist, darf in Hinsicht auf das Thema Flirt aus dem Vollen schöpfen. Man darf natürlich nicht gleich erwarten, dass an so einem Tag das Single-Dasein endet. Man trifft ja auf viele Menschen, die "einfach so" mal wieder flirten wollen. Ich rate dazu, mit möglichst vielen Personen zu kommunizieren. Denn, wie gesagt, das gehört einfach dazu.
Im Folgenden möchte ich Ihnen einige Tipps geben. Ich habe die Interventionen selbst alle ausprobiert, und sie waren meistens erfolgreich.
Folgende Vorgehensweisen können Sie mal ausprobieren:
1. Mit zwei Gläsern Sekt die Runde machen, bei einer attraktiven Person stehen bleiben und sie mit einem Satz kontaktieren wie: "Hallo, hier probier' mal. Den habe ich selbst gekeltert." Danach ist Smalltalk angesagt.
2. Mit einer Flasche Sekt die Runde machen, bei einem Menschen halt machen, der einem ins Auge sticht. Dann sagen Sie: "Willst Du 'nen Schluck?" Innerhalb von Sekundenbruchteilen erkennen Sie, ob Sie gut ankommen oder nicht.
3. Man kann auch Dinge verbalisieren, die sich aus der aktuellen Situation ergeben. Stehen Sie etwa direkt an der Absperrung, an der der Karnevalszug vorbeikommt, können Sie die Nachbarin ansprechen mit: "Hallo, weißt Du, wo man hier in der Nähe noch was zu trinken kriegt?", oder: "Weißt Du, wo danach noch eine Party steigt?" o.ä.
Fazit: Nutzen Sie das verheißungsvolle Ambiente zum Flirt. Die Narrenzeit ist und bleibt die flirtreichste Zeit des Jahres!
Karneval: Was Kostüme über die Flirtbereitschaft aussagen
Geschrieben am 25.01.10 um 11:11 Uhr

Wer sich als Engel, Teufel, Krankenschwester oder Polizist verkleidet, verfolgt manchmal eine ganz bestimmte Absicht?
Tja, wir erleben wieder volle Kanne die närrische Zeit. Auch hier in Worms bekommt man viel davon mit. So gut wie jedes Wochenende findet irgendwo eine Kappensitzung statt.
Das muntere Treiben hat eine lange Tradition. In den Hochburgen Köln, Mainz und Düsseldorf geht die Post so richtig ab. Ich habe mal gehört, dass in diesen Regionen sogar manche Paare das Thema Seitensprung gar nicht mal so eng sehen - während der Narrenzeit wohlgemerkt.
Wie auch immer, ich habe mich auch oft faschingstechnisch engagiert und auf zahlreichen Veranstaltungen mitgewirkt, besonders als Single. Hochinteressant! Aus rein wissenschaftlicher Sicht (klar!) habe ich sehr viel gelernt.
Also, es drängt sich ja für viele Singles und Flirtwillige in spe schon die Frage auf: Lässt sich die Flirtbereitschaft des Anderen anhand seines ausgewählten Kostüms erkennen? Nach meinen Recherchen lautet die Antwort: Tendenziell ja!
Überlegen Sie mal: Wer sich etwa als Buchhalter verkleidet (soll es geben), löst gewiss andere Vorurteile in den Köpfen der andersgeschlechtlichen Narren aus als jemand, der das Outfit eines Polizisten wählt. Tendenziell kann man im Hinterkopf behalten, dass bestimmte Verkleidungen mit einer bestimmten Intention ausgewählt werden. Natürlich muss dem Betreffenden diese Intention gar nicht bewusst sein.
Beispiel: So manche, eher konservative Natur lässt es zwischen November und Februar aus intrinsischer Motivation so richtig krachen. Da liegt es doch nahe, diese Motivation auch mithilfe der Verkleidung zu kommunizieren. Der Betreffende wird höchstwahrscheinlich ein Outfit wählen, das vom Umfeld "passend" interpretiert wird. Das Teufelskostüm bietet sich in so einem Fall an: Man kehrt durch dieses Outfit wahrscheinlich seine Schattenseite hervor - mit allem, was dazugehört. Eine stark ausgeprägte Flirtbereitschaft ist dann nicht weit entfernt.
Weitere Kostüme, die im Durchschnitt mit Flirtbereitschaft (und mehr?) in Verbindung gebracht werden, sind: Fitnesstrainer, Krankenschwester, Barkeeper, Domina, Hostess, Stewardess, Security-Mitarbeiter.
Wenn Sie selbst ein Vertreter der Spezies der Narren sind, achten Sie mal auf solche Kostüme - und testen Sie ihre Flirtkompetenz.
Warum Humor beim Flirt (fast) immer gut ankommt
Geschrieben am 22.01.10 um 10:01 Uhr

Comedy ist in. Allerhand Künstler sind im TV und auf den Bühnen Deutschlands zu sehen. Wer Humor hat, erlebt zweifellos auch mehr Flirts.
Ein Ehepaar sitzt beim Italiener zu fortgeschrittener Stunde. Als beide zum x-ten Mal anstoßen wollen, passiert dem Herrn ein Missgeschick. Er verschüttet das halbe Weinglas. Das Meiste landet auf seiner Hose. "Verdammt, Helga, ich seh aus wie ein SCHWEIN!" Helga: "Ja, das stimmt, und jetzt hast Du Dir auch noch Deine Hose mit Rotwein versaut!" Also, ich weiß nicht, wie es Ihnen dabei geht, lieber Leserin, lieber Leser, aber ich kann über so einen Witz herzhaft lachen. Aber das liegt natürlich nur an meiner Persönlichkeitsstruktur.
Humor sagt viel über eine Person aus. Humorvolle Menschen werden im Allgemeinen eher mit positiven Eigenschaften in Verbindung gebracht. Oft verbirgt sich hinter einer humorvollen Lebenseinstellung ein starkes Selbstbewusstsein. Der Spaßvogel gibt sich nicht mit den kleinen und großen Unstimmigkeiten des Daseins ab, er nimmt es weniger ernst als die meisten seiner Mitmenschen. Humor hilft sicherlich dabei, die Existenz zu ertragen. Interessanterweise scheint Humor angeboren zu sein. Auch Babys schmunzeln und lachen - wenn das Umfeld ihnen Gründe dafür liefert.
Humor ist gewöhnlich auch beim Flirt hilfreich. Zumindest kommt er bei den meisten gut an. Die Menschen unter uns, die hingegen extrem ihre Gefühlswelt verdrängen, aus welchen Gründen auch immer, können weniger mit ihm anfangen. Sie sind dann verwundert.
Im Folgenden möchte ich Ihnen einige Anregungen geben, wie Sie mehr Humor in ihr Leben lassen:
1. Achten Sie bewusst in den nächsten Tagen darauf, was genau Sie amüsiert bzw. zum Lachen bringt. Hier können Sie ansetzen, das heißt bewusst ihren charakteristischen Humor verwirklichen.
2. Gezielt witzige Filme anschauen.
3. Lachen Sie ausgiebig über Ihre eigenen Schrullen und Macken! Lassen Sie auch Ihre Liebsten daran teilhaben.
4. Umgeben Sie sich mit Menschen, die Ihren Humor haben.
5. Erzählen Sie jeden Tag mindestens einen Witz!
6. Seien Sie mal wieder "ganz Kind". Holen Sie die Eisenbahn mal wieder vom Dachboden und "spielen" Sie.
Wenn Sie an Ihrem Humor entsprechend arbeiten, können Sie auch in der einen oder anderen Flirtsituation dem Gespräch eine positive Note verleihen. Und das sorgt dafür, dass der Andere Sie auch positiv einschätzt.
Geschrieben am 18.01.10 um 09:22 Uhr

Tja, wer kennt das nicht: Man sitzt morgens im Abteil und blättert in der Tageszeitung. Mal kurz nach oben geschaut: Hoppla! Wer sitzt uns denn da gegenüber?
In solchen Situationen geht uns viel durch den Kopf. Bilder werden ausgemalt - wie man mit der Person ins Gespräch kommt. Natürlich ist man sich sympathisch, letztlich werden sogar die Telefonnummern getauscht usw.
Und dann: Bumm! Ist man dann wieder mit seinen Sinnen im Hier und Jetzt und es fällt auf einmal auf: Oh, sie (er) ist weg. Wahrscheinlich an der letzten Haltestelle ausgestiegen. Dumm gelaufen. Das nächste Mal wird's bestimmt anders laufen. Oder auch nicht...
Wer in der S-Bahn gezielt ein bisschen flirten will, sollte in solchen Situationen vor allem eins tun: Schnell handeln. Ich kann nämlich nie wissen, wann der Andere aussteigen muss; und dann wird es sehr schwierig. Hinterher rennen? - Kommt nicht gut.
So, zunächst einige Worte zu den Vorteilen, die diese Location mit sich bringt:
1. Man steht oder sitzt dem Objekt des Interesses gegenüber (oder neben ihm).
2. Für eine gewisse Zeit ist potenziell eine gewisse Zweisamkeit garantiert, es sei denn, ein Konkurrent spricht den Flirt in spe vor mir an - oder ein Handy klingelt.
3. Die Umgebung liefert zahlreiche Anlässe, ein belangloses Gespräch zu beginnen.
Um das Gegenüber zu einem Smalltalk zu animieren, bieten sich verschiedene Vorgehensweisen an. Diese hängen zum Teil auch von Ihren Beobachtungen ab. Vielleicht liest das Gegenüber dieselbe Tageszeitung wie Sie. Dann könnte man in Anlehnung seiner eigenen Interessen sagen: "Entschuldigung, haben Sie schon den Artikel über Politiker X gelesen? Das ist doch der Hammer, oder?" Hat Ihr Gegenüber Interesse an einer Unterhaltung, wird es positiv und ausführlich auf so eine Frage reagieren.
Quasi alles, was die Gruppe in der S-Bahn als Ganzes betrifft, ist potenziell Gegenstand von Gesprächseinstiegen. Hat die Bahn Verspätung, können Sie (gut hörbar) in sich hinein murmeln: "Verdammt, ich komm zu spät ins Büro!" Wieder derselbe Fall: Ist der Flirt in spe gewillt, mit Ihnen zu reden, wird er auf das "Angebot durch die Blume" eingehen.
Noch zwei weitere Tipps zum Testen:
1. Zücken Sie einen Lottoschein und füllen Sie ihn zur Hälfte aus. Dann heben Sie den Kopf. Schauen Sie die Nachbarin/den Nachbarn an und sagen Sie: "Hey, wie wär?s: Du nennst mir noch ein paar Zahlen und wir teilen den Jackpot!"
2. Kramen Sie ein bisschen in Ihrem Mantel herum, zücken Sie dann Ihren Kuli. Und dann - huch! - aus Versehen entwischt er aus ihrer Hand und fällt direkt vor die Füße Ihres Nachbarn. Der wird sich wahrscheinlich bücken und ihn aufheben. Ihre potenzielle Reaktion: "Danke! Jetzt kann ich mein Tagebuch weiterschreiben. Vielleicht etwas über die Deutsche Bahn." Vielleicht springt er auf dieses Gesprächsangebot auf.
Fazit: Nicht zu viele Gedanken in der S-Bahn verschwenden. Lieber schnell handeln. Dann wissen Sie auch gleich, woran Sie sind. Und dann erspart man sich unter Umständen das Erbauen von Luftschlössern.
"Käffchen gefällig?" - Flirt im Café
Geschrieben am 15.01.10 um 14:31 Uhr

In der kalten Jahreszeit hält man sich gerne dort auf, wo es warm und gemütlich ist. Wenn dann noch heiße Getränke angeboten werden: Perfekt. Genau deswegen kann man in der kalten Jahreszeit viele Singles in Cafés antreffen. Diesen erfreulichen Trend können Flirtliebhaber natürlich gekonnt ausnutzen.
Als ich noch studierte, saß ich oft in einem bestimmten Landauer Café. Dort trank ich dann zu viele koffeinhaltige Getränke und tippte dabei haufenweise Texte in meinen Laptop. Manches davon war sogar brauchbar. Auf dem Tisch, an dem ich meistens saß, lagen lauter Bücher und vollgeschriebene Zettel herum.
Interessanterweise wurde ich gerade deswegen oft angesprochen. Sinngemäß hieß es: "Du hast aber viele Bücher dabei!", "Was schreibst Du denn da?", oder: "Kannst Du bei den ganzen Nebengeräuschen hier überhaupt arbeiten?" (Auf die letzte Frage hätte ich am liebsten geantwortet: "Ja, die Nebengeräusche sind nicht das Problem, sondern eher die Personen, die mich ansprechen und dadurch vom Schreiben abhalten!" Aber meistens war ich auch froh, dass mir jemand manchmal die unvermeidlichen "Mir-fällt-gerade-nix-ein-Leerphasen" versüßte.)
Jedenfalls, schon alleine aus diesem Phänomen lassen sich einige Tipps für Singles und Liierte ableiten, die gerne in Cafés flirten. Gerade in den kalten Jahreszeiten drängeln sich ja allerorts viele Menschen durch die Cafés. Nun steht aber jeder Flirtliebhaber, egal wo er ist, vor dem bekannten Problem: Wie komme ich mit anderen Menschen ins Gespräch?
Zunächst gilt (wie auch in anderen Locations): Platzieren Sie sich dort, wo reger Verkehr herrscht. In der Ecke am Tisch sitzen ist keine gute Idee. Von dort aus kann man zwar optimal Menschen beobachten, aber das war es auch dann schon. Wählen Sie lieber einen zentralen Platz. Sobald sich dann ein attraktiver Mensch in Richtung Toilette an Ihnen vorbeiquetscht, können Sie (mit heiterer Miene) einen lapidaren, humorvollen Spruch ausprobieren, etwa: "Wenn Du zurückkommst, steht hier ein Kaffee für Dich!", oder "Soll ich Dir Geleitschutz geben?" Wenn Ihr Gegenüber zu einer positiven Einschätzung kommt, ergibt sich wahrscheinlich ein förderliches Feedback. Daran kann man dann wieder anknüpfen.
Noch einige weitere Tipps ähnlicher Struktur in Kurzform:
1. Zücken Sie einen Lottoschein, machen Sie ein paar Kreuze und fragen Sie Ihr Gegenüber: "Komm?, gib? mir mal ein paar Zahlen, ich will den Jackpot!"
2. Während Sie Ihr Tagebuch vollschreiben, können Sie den Kopf heben und den Anderen kontaktieren mit: "Entschuldige, hast Du noch einen Kuli für mich übrig?"
3. Wer gerne liest, kann das auch im Café tun. Ein Buch, das gerade sehr populär ist, kann das Gegenüber zu einer Gesprächseröffnung motivieren.
4. Falls Sie Raucher sind: Behalten Sie den Raucherbereich vor dem Café im Auge. Sollte ein interessanter Mensch rausgehen, nehmen Sie die Gelegenheit wahr und machen Sie eine Pause.
5. Am Ringfinger gut sichtbar einen Ring mit dem Aufdruck "SINGLE" tragen. Das kann einem interessierten Menschen den Gesprächseinstieg erleichtern.
In diesem Sinne: Viel Erfolg beim Flirt im Café!
"Darf ich bitten?" - Flirten im Tanzkurs
Geschrieben am 11.01.10 um 12:35 Uhr

Wer Tanzkurse besucht, tut viel für seine psychische und physische Gesundheit. Daneben lernt er auch leicht neue Leute kennen, und zwar innerhalb und außerhalb des Kurses.
In vielen Großstädten werden Tanzkurse extra für Singles angeboten. Und die sind in vielerlei Hinsicht lohnenswert.
Zunächst einmal liegt es auf der Hand: Man kommt mit vielen Gleichgesinnten in Kontakt. Da die Veranstalter meistens darauf achten, dass das zahlenmäßige Verhältnis zwischen den Geschlechtern weitestgehend ausgeglichen ist, findet jeder "Deckel" sein "Töpfchen". Anhand der ersten Versuche sieht man auch gleich, ob die "Körper-Chemie" stimmt.
In den ersten Veranstaltungen wird außerdem darauf Wert gelegt, dass ein häufiger Partnerwechsel stattfindet. Dies verhindert die "Gefahr", in die Fänge eines Tanzpartners zu geraten, der im Gegensatz zu Ihnen sehr viel Interesse hat ("Gähn").
Häufig finden Single-Tanzkurse an einem Freitag- oder Samstagabend statt. Leicht kann das Geschehen danach in eine Cocktailbar verlegt werden, wo man die (erwünschten) Kontakte entsprechend vertiefen kann. Dies erhöht den Spaßfaktor. Spätestens nach den ersten Abenden finden sich infolgedessen die ersten "festen Pärchen".
Auf der anderen Seite tun diejenigen, die ihre Hüften schwingen lassen, auch viel für ihre physische Gesundheit. Tanzen lockert die Muskeln beziehungsweise stärkt sie. Man wird gelenkiger, verbrennt Kalorien (besonders beim Jive - ich spreche da aus Erfahrung). Alles in allem sind Tanzkurse für Singles eine lohnenswerte Sache. Wer vorwiegend professionell in die Thematik einsteigen will, besucht am besten erst einmal alleine(!) einen Anfängerkurs. Hier werden die Grundlagen des Welttanzprogramms vermittelt: Langsamer Walzer, Cha-Cha-Cha, Jive, Foxtrott usw. Mit einer gewissen Selbstsicherheit kann man dann das Unternehmen "Single-Tanzkurs" angehen. Aber das ist wohl nur etwas für Menschen, die nichts riskieren beziehungsweise dem Perfektionismus frönen wollen.
Ich empfehle daher allen Nicht-Tänzern den gemeinsamen Sprung ins kalte Wasser, sprich: Gleich mit dem Single-Tanzkurs zu beginnen. Dies sorgt für eine gewisse Unbefangenheit und Natürlichkeit. Diese beiden Eigenschaften sind immens wichtig, wenn man andere Menschen für sich begeistern will.
"Schon wieder so einer!" - Wie man seinem Beuteschema auf die Schliche kommt
Geschrieben am 08.01.10 um 10:54 Uhr

Neues Jahr, neues Glück? Nun ja. Am Silvesterabend fassen zahlreiche Singles den Vorsatz, endlich den richtigen Partner zu finden. Aber, wie jeder weiß, ist dieser nicht so einfach umzusetzen. Und wenn es dann klappt, erleben viele - mal wieder - die alte Leier. Und natürlich ist daran der Andere schuld.
Viele Beziehungen scheitern im Nachhinein, weil die Partner sich zum Beispiel beim Kennenlernen zu sehr idealisierten. Manche machen sich gar nicht die Mühe, die sogenannte rosarote Brille auch nur einmal abzusetzen. Das böse Erwachen kommt dann erst später, aber dafür mit Macht.
Auf der anderen Seite gibt es auch Singles, die geraten anscheinend immer wieder an dieselben "schwierigen" Charaktere. Und nicht nur das: Stets scheitern sie trotz wechselnder Partner an dem einem bestimmten leidigen Thema. Manche ziehen wie magisch Menschen an, weibliche wie männliche, die sie (a) irgendwann hintergehen, (b) generell enttäuschen, (c) langweilen, (d) zu sehr einengen und so weiter.
Tatsächlich ist manchmal eine dieser Angelegenheiten geradezu das zentrale Thema in der Beziehung. Tagaus, tagein geht es nur darum. Kommt es dann zur Trennung, schwört sich der Betroffene, dass er "nie wieder" auf einen solchen Menschen "hereinfallen" wird.
Natürlich wird die Schuld an dem letztlich verkorksten Beziehungsversuch dem Anderen und seinen Eigenheiten in die Schuhe geschoben. Das ist ein allgemeines menschliches Phänomen, das sich in vielen Lebensbereichen zeigt. Es ist sozusagen das Hauptproblem im Zwischenmenschlichen. Tja.
Nun wissen Paartherapeuten aller Schulrichtungen, dass an Beziehungsproblemen beide Partner maßgeblich beteiligt sind. Und vielleicht kann man aus diesem Befund eine Parallele zur Partnerwahl ziehen. Dies würde bedeuten: Singles, die immer wieder an den Falschen geraten, dürfen sich einmal die Frage stellen: Suche ich aus den vielen Solisten auf dem Partnermarkt vielleicht unbewusst immer wieder diejenigen heraus, die für eine bestimmte Problematik vorwiegend infrage kommen? Hinweise auf eine solche Motivation findet man zum Beispiel in vergangenen Beziehungen: Verliefen diese stets ähnlich?
Wenn die letzte Frage bejaht wird, darf man sich bewusst machen: Eventuell werden zukünftige Beziehungen wieder genauso (unbefriedigend) verlaufen. "Schuld" wäre dann aber nicht mehr schon wieder nur der Andere, sondern auch derjenige, der auswählt.
Wer von dem hier besprochenen Thema betroffen ist und in Zukunft etwas ändern will, kommt höchstwahrscheinlich um das Thema Selbsterforschung nicht herum. Denn auch eine "schlechte Partnerwahl" macht einen gewissen Sinn. Welcher das genau ist, gilt es herauszufinden. Wer betroffen, aber beratungsresistent ist, fühlt sich wahrscheinlich auch weiterhin wie Bill Murray in dem Film "Und täglich grüßt das Murmeltier". Nur ohne Happy End.
"Ich war schon dreimal verheiratet!" - Ehrlichkeit beim Flirt
Geschrieben am 05.01.10 um 15:58 Uhr

"Am Anfang warst Du ganz anders" - diesen Satz werfen sich manche Partner beim Streiten abwechselnd an den Kopf. Doch warum ist man als Single nicht einfach authentisch?
So manche Frau muss beim Flirten sicherlich innerlich schmunzeln. Schließlich ist es kein Geheimnis, dass viele Vertreter des männlichen Geschlechts sehr dick auftragen, um sich in Szene setzen. Der Humanbiologe Karl Grammer hat den Hang zur Selbstdarstellung einmal mit einem Waschmaschinen-Programm verglichen, das stets nach einem gleichen Muster abläuft. Er gab ihm den Titel "Ich bin der Tollste".
Es ist wohl kein Geheimnis, dass es viele Singles beim Flirten mit der Wahrheit nicht so genau nehmen, wenn sie sich selbst beschreiben. Das ist verständlich. Man will ja auf den anderen einen guten Ersteindruck machen. Aber ab wann wird es problematisch? Selbst bei den wichtigen Fragen wird viel beschönigt. Nehmen wir zum Beispiel solche Bereiche: "Was machst Du sonst so?", "Welchen Beruf übst Du aus?", oder: "Wo siehst Du Dich in fünf Jahren?"
Die Selbstdarstellung an sich ist in gewisser Weise schon ein Drahtseilakt. So mancher Single neigt zu Extremen. Entweder ist er zu ehrlich ("Ich trinke am Wochenende mindestens eine Kiste Rotwein") oder zu "perfekt" (à la: "Ich bin ausschließlich edel und sittlich!").
Ich neige zu folgender These: Je mehr ich beschönige bzw. verschleiere oder verschweige, desto mehr Nachteile ergeben sich im Nachhinein; falls eine Partnerschaft aus dem Flirt entsteht. Denn der Gesprächspartner schätzt mich ja vom ersten Moment an ein. Und je nachdem, was ich von mir preisgebe. All das fließt in den ersten Eindruck ein.
Gefällt dem anderen, was er hört, wird das von mir natürlich registriert, bewusst und unbewusst. Infolgedessen komme ich weiterhin dem Bild oder Ideal von mir nach, das wir beide konstruiert haben.
Das Problem: Ich bin trotz der - Entschuldigung - "temporären Charakterverzerrung" nach wie vor der Mensch mit meinen Ecken und Kanten, der ich eben bin. Und diese kommen irgendwann wieder an die Oberfläche. Spätestens im ganz normalen Partnerschaftsalltag. Dies kann zu Irritationen aufseiten des anderen führen, der dann schnell zu dem Schluss kommt: "Früher warst Du nicht so!" Nun, eigentlich liegt er mit dieser Einschätzung gar nicht so daneben. Die Frage ist: Wer ist an der Charakterverzerrung in der Kennenlernphase schuld? Wahrscheinlich beide. Derjenige, der sich verbiegt, aber auch die Gegenseite, die diesen Prozess positiv verstärkt.
Eine gewisse Offenheit schadet daher nicht. Ich rate zur sogenannten selektiven Authentizität. Das heißt, man kann gewisse Persönlichkeitseigenschaften und wichtige Anliegen "häppchenweise" in die Unterhaltungen einstreuen und dann darauf achten, wie der Andere auf diese "Testballons" reagiert. Hierfür muss man natürlich wissen, was einem selbst wichtig ist.
"Hi, Baby, ich bin noch zu haben!" - Darf man auf plumpe Anmachen fies reagieren?
Geschrieben am 21.12.09 um 11:00 Uhr

Viele Männer sind laut verschiedenen Studien schlechte Leser der weiblichen Körpersprache. Und so kennt wohl jede Frau das "Ich-rede-dich-tot-obwohl-Du-kein-Interesse-hast"-Phänomen. Es dürfte daher einige Single-Damen geben, die in der Erlebnisgastronomie schon negative Erfahrungen gemacht haben.
Ich meine folgende Situation: "Sie" steht (oder sitzt) ohne Hintergedanken an der Theke, und plötzlich wird sie angesprochen - und dann trotz offensichtlicher abweisender Mimik und Gestik vom Gegenüber totgequasselt. "Er" hat anscheinend eine völlig andere Wahrnehmung der Dinge. Wie kann so etwas passieren?
Wie erwähnt, verstehen einige Herren der Schöpfung selbst eindeutige Signale der Abneigung nicht. Anscheinend nützt es da auch nicht, eine härtere Gangart zu praktizieren: Blick senken (oder weggucken), "kalte" Schulter zeigen, nicht zuhören und so weiter. An so einer unliebsamen Entwicklung könnte natürlich aufseiten des männlichen Parts ein narzisstischer Charakterzug beteiligt sein. So nach dem Motto: "Ich bin so besonders, mir kann keine Frau widerstehen". Auf der anderen Seite gehen entsprechende Männer häufig einem speziellen Wahrnehmungsfehler auf den Leim, der schon von Sigmund Freud ausführlich beschrieben wurde: Der Projektion. Den Mechanismus kennen Sie sicher: Man unterstellt einem Mitmenschen ein bestimmtes Motiv oder Bedürfnis, das man selbst hat - und handelt entsprechend. Im vorliegenden Fall wird die eigene Sympathie auf das Gegenüber projiziert. Es kann dann aus Sicht des Betreffenden gar nicht sein, dass die Gegenseite nicht flirten will, geschweige denn, dass sie keine Sympathie hegt. Klar.
Wie auch immer die innerpsychischen Dinge bei offensiven, aber scheinbar blinden Flirtern liegen - der weibliche Part steht bei einer derart einseitigen Kommunikation vor der spannenden Frage: "Sag? ich jetzt was Direktes - oder nicht?"
Ich kenne Frauen, die geraten gar nicht erst in die Zulaber-Falle. Schon beim geringsten Anschein von Einbahnstraßenkommunikation reagieren sie sehr selbstbewusst und bestimmt. Andere Damen knallen dem Gegenüber auch mal richtig einen vor den Latz. Die Reaktionen hängen natürlich stark von der gerade erlebten Stimmung, der Situation insgesamt sowie von der Persönlichkeitsstruktur ab.
Wie sieht es bei Ihnen aus, liebe Leserin? Es heißt ja: Wie es in den Wald hineinruft, so schallt es wieder hinaus. Das würde bedeuten, dass die Abwehr in etwa so ausfällt, wie der Grad der Direktheit der Anmache.
"Komm her, geh weg!" - Bindungsforschung und irrationales Flirtverhalten
Geschrieben am 18.12.09 um 08:53 Uhr

Jeder Flirt verläuft anders. Manche Menschen lassen beim Small Talk zu viel, andere zu wenig Nähe zu, manche flüchten aus heiterem Himmel - ohne ersichtlichen Anlass. Sind das Spuren der Kindheit?
Wer gerne flirtet, der weiß aus Erfahrung: Frau beziehungsweise Herr Unbekannt reagiert auf verbale Kontaktaufnahmen nicht immer so, wie man es erwartet. Selbst wenn der erste Spruch "sitzt", sich ein nettes Gespräch entwickelt ? dann heißt das noch gar nichts. Was nach dem ersten Flirt kommt, ist weitgehend unplanbar. Denn es gibt eine nicht bekannte Größe in der Flirt-Gleichung: Der Andere.
Mir selbst erging es schon so (und Ihnen sicher auch): So mancher Flirt, verheißungsvoll, wie er vielleicht war, entpuppte sich im Nachhinein als Strohfeuer. Man hat sich gut unterhalten, sogar ein Date fürs nächste Wochenende ausgemacht. Und was passiert? Nichts! Aus den Augen, aus dem Sinn.
Ein solcher Reinfall kann viele Gründe haben; vielleicht pflegt der andere ja einen sogenannten unsicher-vermeidenden Bindungsstil...
Bindungsstile wurden schon vor Jahrzehnten untersucht. John Bowlby ist der Begründer der Bindungsforschung. Mittlerweile geht man von vier verschiedenen Bindungsstilen aus, die sich bereits im Kindesalter zeigen und relativ konstant im ganzen Leben bestehen bleiben. Entsprechend sind manche Menschen aufgrund entsprechender sozialer Erfahrungen...
...sicher gebunden (sie können "normale" Beziehungen ohne große Schwankungen führen),
...unsicher-vermeidend gebunden (sie haben eine hohe rationale Intelligenz und streben Kontrolle in der Partnerschaft an),
...unsicher-ambivalent gebunden (sie zeigen widersprüchliche Verhaltensweisen und legen sich nur selten auf jemanden wirklich fest),
...desorganisiert gebunden (Betreffende zeigen das "Komm her - geh' weg"-Verhalten, das heißt, sie klammern sich zu schnell an jemanden und stoßen ihn kurz darauf wieder weg - Fortsetzung folgt).
Dummerweise ist den meisten Menschen nicht bewusst, welchen Beziehungsstil sie offenbaren. Denn er prägt sich, wie oben schon gesagt, schon in den ersten beiden Lebensjahren aus. In dieser Zeitspanne wird vorwiegend unser emotionales Gehirn, wissenschaftlich gesagt: Die limbische Ebene, geprägt. Später kommt erst die kortikale Ebene hinzu, sprich das "logische Denken". (Daher fehlt auch darüber hinaus die Einsicht in die Ursachen des eigenen Bindungsstils.)
Man kommt "im Nachhinein" nicht mehr bewusst an die ersten Lebensjahre heran - es fehlten damals ja die Hirnareale, die für das bewusste Erinnern (explizites Gedächtnis) zuständig sind. Noch tragischer: Bindungsunsichere Menschen neigen zu einem speziellen Wahrnehmungsfehler: Zur sogenannten externalen Kausalitätsattribuierung.
- Sie sehen ihr Dilemma ausschließlich als von außen verursacht und nicht als "mitverschuldet" an: "Die Männer, die ich kennenlerne, sind alle so komisch!" Dabei wird aber vorauseilend oft ein bestimmtes Erwartungsmuster dem anderen unbewusst mitgeteilt. Und das Unheil nimmt seinen Lauf...
Nun denn. Hieraus ergeben sich zwei Anregungen:
1. Wenn Sie Abfuhren (Körbe) bekommen, dann kann das auch mal daran liegen, dass Sie einfach nicht ins (Bindungs-)Beuteschema des anderen passen. Das "Problem", wenn Sie so wollen, liegt dann gar nicht bei Ihnen, sondern in seinen irrationalen Partnersuchbildern.
2. Achten Sie, wenn Sie jemanden neu kennenlernen, vor allem darauf, wie sich der andere in der Anfangszeit verhält. Seien Sie aufmerksam in Bezug auf Anzeichen des sicheren Bindungsstils ("normale" Verhaltensweisen), des unsicher-vermeidenden (redet viel, tut aber nichts), des unsicher-ambivalenten (windet sich immer aus Absprachen heraus) und des desorganisierten (extreme Nähe wechselt sich mit extremer Entfernung ab).
Geschrieben am 14.12.09 um 11:51 Uhr

"Ich habe kein Problem mit Alkohol, nur ohne" - Dass Alkohol vor allem in westlichen Gesellschaften populär ist und fest zum Kulturgut gehört, weiß jeder. Auch in den meisten Flirt-Locations gehört eher Sekt als Selters zum Ambiente. Beim Thema Alkohol und Flirt gehen die Meinungen auseinander.
Jedes Land hat sein Nationalgetränk, und Gelegenheiten zum "Feiern" mit Bier, Wein, Sekt und Co. gibt es jede Menge: Geburtstag, Partys, Dorffest, Stadtfest, Aufstieg und (vor allem) Abstieg des Lieblingsfußballvereins und so weiter. Nun liegt es in der Natur der Sache, dass sich für (fast) jeden, der auf Partnersuche ist (oder einfach nur gerne flirtet), die Frage stellt: Wie gehe ich mit Alkohol um? Bleibe ich völlig abstinent? Genehmige ich mir ein, zwei Absacker am Wochenende, oder fröne ich komplett dem Hedonismus, die ganze Woche über.
Sie zweifeln vielleicht an der Sinnhaftigkeit dieser Fragen. Hm. Aber es gilt zu bedenken: Meistens probieren Flirter und Singles über das Thema Blubbergetränke an das Objekt des Interesses heranzukommen. Es geht schließlich häufig ums Einladen auf ein (alkoholisches?) Getränk, das wissen Sie selbst. Wie oft habe ich im Zuge meiner Flirtforschungsprojekte den Satz (in vielerlei Variationen) ausgesprochen: "Na, trinkst Du einen Cocktail mir mit - oder wartest Du auf jemanden?" Antwort: Sehr oft. Jedenfalls habe ich es nie probiert mit: "Na, Lust auf ein stilles Wasser?" Was meinen Sie? Kann man die Angelegenheit gut lösen? Ist sie überhaupt relevant? Lösen sich die Fragen nicht vielmehr von selbst auf?
Nun, klar ist jedenfalls, dass sich Menschen in Bezug auf den Promillepegel beim Flirten stark unterscheiden. Nicht wenige Flirtkursteilnehmerinnen und -teilnehmer, mit denen ich zusammenarbeitete, bevorzugten das sogenannte "Vorglühen". Das heißt, man trinkt zunächst zwei, drei Sektchen mit der besten Freundin / dem besten Freund, bevor man gemeinsam die "Piste" unsicher macht. "Das hemmt die Ängste, macht lockerer" ? so der Tenor. Rein neurowissenschaftlich gesehen ist da was dran. Alkohol wirkt unter anderem hemmend auf diejenigen Hirnareale, die für moralische Aspekte des Selbst verantwortlich sind. Sigmund Freud sagte einmal richtigerweise, dass das Über-Ich in Alkohol löslich sei.
Hieraus ergeben sich wichtige Anregungen. Wer sich gerne ein- oder zweimal pro Woche ein paar Bier hinter die Binde kippt, der sollte sich zumindest zurückhalten, wenn er einen anderen Menschen für sich begeistern will. Gerade wenn der Andere ernste Absichten hat, wird er unter anderem auch den Alkoholkonsum im Auge behalten. Denn wer will sich schon auf jemanden einlassen, der offensichtlich zu Risikoverhaltensweisen tendiert; maßloser, permanenter Alkoholkonsum würde eventuell (a) die Partnerschaft, (b) den Betreffenden selbst, (c) den Nachwuchs bedrohen.
Man darf ruhig von folgender Faustformel ausgehen: Je mehr jemand beim ersten Date runterkippt, desto weniger wird er spontan für eine langfristige Partnerwahl infrage kommen. Denn der Gesprächspartner wird wohl eher zu einer negativen Einschätzung kommen. Bringt absolute Abstinenz die Lösung?
Ich weiß nicht recht. Vor etwa sieben Jahren bekam ich von einer Grundschulpädagogin eine SMS. Es war ein Samstagmorgen, und ich stand etwas lustlos in einem Media Markt, wo ich den Spielkonsolenverkauf in der Computerabteilung ankurbeln sollte. Die Grundschulpädagogik lernte ich eine Woche zuvor auf einer Uni-Party kennen. Jedenfalls schrieb sie: "Hallo, Lust auf eine Flasche Rotwein und einen gemütlichen Abend?" Dieselbe Frau habe ich vor drei Jahren geheiratet?
Was wäre wohl passiert, wenn ich krampfhaft-überzeugter Rotweinverächter gewesen und Alkoholkonsum komplett als Charakterschwäche abgetan hätte?
Tipps für die Körpersprache beim Flirten
Geschrieben am 09.12.09 um 15:03 Uhr

"Der Körper ist der Handschuh der Seele", sagte einmal Samy Molcho, der populäre Kenner der nonverbalen Kommunikation. Tatsächlich kommt der Erfolg im zwischenmenschlichen Alltag mit einer vorteilhaften Körpersprache.
In den Österreichischen Nachrichten habe ich ein interessantes Interview mit dem Kommunikationstrainer Stefan Verra gefunden. Der 35jährige Osttiroler hat übrigens auch ein lesenswertes Buch zum Thema geschrieben; es heißt: "Die Körpersprache im Verkauf: Überzeugend wirken - mitreißend kommunizieren". Hierin beschreibt er unter anderem die Macht des ersten Eindrucks und welche Rolle die Kleidung dabei spielt. Außerdem werden grundlegende Hand- und Fußbewegungen thematisiert, die beispielsweise während eines Gesprächs für Sympathie, Desinteresse oder Antipathie stehen. Nun zum Interview. Natürlich weiß Verra, dass selbst Menschen, die sich mit dem Thema ein bisschen befassen, im Allgemeinen immer noch zu wenig auf die eigene Körpersprache und die der anderen achten. Daher gibt er einige grundlegende Tipps, die man im Hinterkopf behalten kann. Ich gebe sie mal sinngemäß wieder.
Tipps für die Körpersprache
1. Authentisch lächeln, dabei den Mund leicht öffnen. Dies stößt fast immer auf ein erfreuliches Echo. Natürlich kann man sich mit entsprechenden positiven Gedanken in die richtige Stimmung bringen - und die strahlt dann durch die Mimik nach außen.
2. Zeigen Sie Ihrem Gesprächspartner Ihre Handflächen, das ist ein Zeichen für Zuwendung.
3. Verzichten Sie bewusst auf einen ernsten Blick, der wird nämlich intuitiv als Machtsignal verstanden. Er signalisiert: "Was willst denn Du?"
4. Halten Sie nicht zu lange Blickkontakt beim Small Talk! Wenden Sie den Blick auch mal ab, fixieren Sie kurz einen Gegenstand. Dann kann der andere Sie ein bisschen genauer mustern, ohne dass es peinlich rüberkommt.
5. Arbeiten Sie an einer stimmigen, kongruenten Kommunikation. Wenn sich das Ausgesprochene mit der Körpersprache weitgehend überschneidet, wirken Sie authentischer.
Es versteht sich von selbst, dass die angebotenen Tipps nicht "einfach so" umgesetzt werden können, schließlich kommuniziert der Körper meistens unbewusst. Aber bekanntlich macht Übung den Meister.
Damms Knigge: Die Top 10 der absoluten Flirtkiller
Geschrieben am 08.12.09 um 11:21 Uhr

Man liest ja viel über Flirttipps. Auch viel Schlechtes. Nun, dieses Mal geht es im Flirtblog um Flirtkiller - die sollte man sich bei der Partnersuche unbedingt verkneifen, es sei denn, man ist masochistisch veranlagt.
Vor einiger Zeit sah ich zum ersten Mal "Kesslers Knigge". Cool. Der Schauspieler Michael Kessler ("Switch") nimmt sich leidige Alltagssituation vor, die jeder kennt, und er spielt frontal zehn Fettnäpfchen durch, um die man lieber einen Bogen machen sollte. Saukomisch. Er hat viele Rollen drauf. Einmal imitiert er einen zynischen Lehrer im Klassenraum voller Schüler ("Ich muss euch leider mitteilen: Ihr seid alle saudumm"), ein anderes Mal mimt er den scheinbar verantwortungsvollen Vater, der einen Elternabend besucht ("Mein Sohn hat drei Sechsen; kein Wunder, Sie haben ihm ja auch das Koksen verboten"). Besonders witzig fand ich das Arrangement "Zehn Dinge, auf die man beim Flirten verzichten sollte". Da baggert er etwa ganz lässig eine Blondine in einer überfüllten Bar an: "Na, biste öfter hier?" Der Spruch war nicht das witzige Element, sondern die Tatsache, dass er währenddessen an zwei Kinderwagen rumfummelt und seine Kleine auf seinem Arm beruhigte. Dann wieder dieselbe Situation; er: "Hi, ich beobachte Dich seit drei Minuten" (sie lächelt, Pause). Er wieder: "Eigentlich beobachte ich Dich seit drei Jahren." Schauen Sie mal rein, liebe Leserin, lieber Leser. Wenn Sie auf brachialen und derben Humor stehen, kommen Sie voll auf Ihre Kosten. Und nun möchte ich Ihnen meine eigene Reihenfolge potenzieller Flirtkiller anbieten:
1. Lassen Sie das Thema Ex-Partner außen vor; verzichten Sie auf: "Hallo, Du erinnerst mich irgendwie an meine Ex-Freundin."
2. Bitte nicht zu cool wirken. Zum Beispiel nicht so: "Hallo, ich habe meine Telefonnummer vergessen, gib mir mal Deine", oder: "Hi, weiß Du was: Der Himmel vermisst einen Engel!"
3. Wer zu später Stunde (hoffentlich) merkt, dass er zu tief ins Glas geschaut hat, verzichtet am besten aufs Anbaggern.
4. Folgende Themen sollten ebenfalls tabu sein: Psychische (und körperliche) Krankheiten aller Art, Nahtod-Erfahrungen, Esoterik, Politik, der Arbeitsalltag.
5. Ebenfalls ein Abtörner schlechthin: Zu offensichtlich auf Körperpartien starren, die einem besonders ins Auge stechen.
6. Alle paar Minuten aufs Handy gucken (oder noch unpassender: Kurzmitteilungen schreiben).
7. Die Körperhygiene außer acht lassen.
8. Zu viel von sich selbst erzählen.
9. Zu offensichtlich den anderen ausquetschen wollen.
10. Schlechte Laune durch Zynismus verbreiten.
Sie wissen ja selbst, dass der Flirt Spaß machen soll. Wir sollten uns beim Small Talk auf die positiven Dinge des Lebens konzentrieren.
"Wollen wir uns mal zum Laufen treffen?" - Sport ist kein Mord
Geschrieben am 04.12.09 um 09:50 Uhr

Jogging ist eine sinnvolle Beschäftigung - auch in der kalten Jahreszeit. Außerdem kann man soziale Kontakte knüpfen.
Wir alle kennen den inneren Schweinehund. Er zeigt sich bei vielen Alltagsfragen, denen wir alle ausgeliefert sind, etwa: "Pizza oder Salat?", "Sekt oder Selters?", "Mallorca oder Balkonien?", "Party oder Arbeiten?", "Rump- oder Hüftsteak?"
Zugegeben, die letzte Frage stellt sich Ihnen wahrscheinlich nicht oft, sondern nur mir...Egal. Was ich Ihnen mit diesen paar Fragen bewusst machen wollte, ist die Tatsache, dass wir oft hin und her gerissen sind. Innere Ambivalenz gehört zu unserer Natur. Unser innerer Schweinehund trifft oft die letztliche Entscheidung, und wir folgen ihm.
Ein beliebtes "Spielfeld" des inneren Schweinehunds ist das Thema Sport. Ich selbst laufe regelmäßig (alleine), so vier- bis fünfmal in der Woche, je zehn Kilometer. Das reicht mir.
Auf meiner Strecke begegne ich ziemlich oft auch Lauf-Gruppen. Ach ja, wenn wir schon dabei sind: Ich habe noch nie zwei Frauen joggen gesehen, die sich währenddessen nicht über dieses und jenes unterhielten. Woher nehmen die nur die Puste?
Aber jetzt bin ich vom eigentlichen Thema abgekommen. Ich wollte Ihnen ja die Vorteile des Laufens aufzählen, damit Sie vielleicht die Tätigkeit auch mal ausprobieren bzw. sich öfter gegen den Widerstand des inneren Schweinehunds behaupten können. Wer regelmäßig joggen geht, kann von einigen positiven Effekten profitieren.
Diese will ich Ihnen im Folgenden beschreiben:
1. Joggen stärkt die Herz-Kreislauf-Funktionen.
2. Glückshormone werden nach circa 20 Minuten ausgeschüttet (Stichwort: Runners high).
3. Wer regelmäßig laufen geht, tut einiges für seine Figur.
4. Nach dem Sport schmeckt jede Mahlzeit mindestens doppelt so gut (der Körper fordert seine investierte Energie zurück und reagiert entsprechend "erfreut").
5. Jogging macht gelassener, weil es für eine stringente Emotionsregulation sorgt. Sozialphobiker etwa, die bei jedem Flirt in Sicht diverse Angstsymptome erleben, sind nach einer Sporteinheit naturgemäß gelassener. Der Körper hat gar nicht mehr die Ressourcen, extreme Angstsymptome zu provozieren.
6. Jogging verbindet. Sich einem Lauftreff anschließen - eine gute Idee für diejenigen, die soziale Kontakte knüpfen und ihrem inneren Schweinehund gleichzeitig ein Schnippchen schlagen wollen. Die innerpsychische Bremse wird durch den Gruppendruck effizient gelöst.
So, jetzt muss ich leider aufhören, ich gehe joggen...
Geschrieben am 30.11.09 um 12:07 Uhr

Man glaubt es kaum: Jetzt gibt es sogar schon an Universitäten Flirtkurse! Der bekannte Flirtexperte Phillip von Senftleben gab an der Uni Potsdam sein Debüt. Beim Studiengang Informatik handelt es sich um ein "Männerfach", wie jeder weiß.
An der Uni Potsdam beispielsweise sind lediglich fünf Prozent der eingeschriebenen Informatiker weiblich. Solche eine Konstellation schreit förmlich nach Klischees.
Aber das wird nicht der einzige Grund gewesen sein, wieso sich Phillip von Senftleben, ein berühmter Radio-Flirter und Buchautor, vor kurzem ans Rednerpult stellte, um der Hörerschaft das Thema Flirten schmackhaft zu machen (Stern.de, 14.01.2009). Natürlich weiß der 42jährige Hamburger, dass sich bestimmte Kommunikationsformen, die man im Allgemeinen als Flirtphänomene definiert, auch im Geschäftsleben gut einsetzen lassen. Einfach gesagt: Wer Sympathie erregen kann, wird leichter eigene Interessen durchsetzen. Von Senftleben empfiehlt in seinen Kursen, aber auch in seinem Buch die so genannte "irritierende Bemerkung". Bezug nehmend auf seine Zuhörer in Potsdam gibt er den Tipp, eine attraktive Person zur Mittagszeit (!) mit "Guten Morgen" zu begrüßen. Die Angesprochene würde eine Gegenfrage stellen, auf die man antworten könnte: "Ich bin Informatiker, ich habe die ganze Nacht gearbeitet." Nun, die Idee ist nicht schlecht, immerhin vermittelt man dadurch humorvoll eine Information, an die die Gesprächspartnerin wieder anknüpfen kann.
Aber er hat noch weitere Tipps für den Small Talk auf Lager. Ich fasse sie kurz zusammen:
1. Humor zeigen. - Aber es gilt: Nicht übertreiben mit dem Lachen. Hierbei benötigt man Fingerspitzengefühl.
2. Die Stimme professionell einsetzen. - Sprechen Sie mir ruhiger und sanfter Stimme. Eine reizvolle Stimme ist nach dem Flirtexperten ein Indiz für gutes Erbgut und somit attraktiv.
3. Provokation. - Im Small Talk darf man ruhig ein bisschen provokant sein. Freche Kommentare können hinreißend wirken.
4. Höflich sein. - Männer sollten gegenüber ihrer Gesprächspartnerin aufmerksam sein und ihr zum Beispiel in den Mantel helfen. Höflichkeitsgesten sollten aber nicht zwanghaft praktiziert werden.
Ich finde, von Senftleben hat einige gute Ideen auf Lager, die im Alltag den einen oder anderen Small Talk ermöglichen sollten.
Frauen sind beim Flirt wie offene Bücher, Männer nicht
Geschrieben am 23.11.09 um 09:27 Uhr

Kein Geheimnis: Frauen werfen Männern vor, dass sie undurchschaubar seien - und umgekehrt. Doch anscheinend ist das ein Irrtum, glaubt man einer neuen Studie.
Die Macht des so genannten ersten Eindrucks ist bekanntlich groß. Wir Homo sapiens laufen nämlich mit einem Gehirn durch die Gegend, das aus ökonomischen Gründen die Mitmenschen blitzschnell, aber sehr plump in Schubladen einsortiert; lapidar gesagt. Im Alltag ziehen wir - um bei diesem Bild zu bleiben - eine Schublade auf und pressen den anderen hinein. Selten lassen wir ihn da wieder hinaus. Das hat Auswirkungen auf den zwischenmenschlichen Umgang. Beim Schubladendenken handelt es sich um ein typisch menschliches Phänomen. Und Vorurteile spielen hierbei auch eine große Rolle, aber das ist ein anderes Thema. Wenn wir jemanden auf dem Partnermarkt kennenlernen, interpretieren wir - unbewusst - sein Erscheinungsbild, indem wir bestimmte Eigenschaften damit in Verbindung setzen. Daher sind "die Blondinen" für viele "doof"; "die Banker" kapitalistisch und so weiter. Manchmal liegen wir mit unseren Einschätzungen richtig, viel öfter aber verfehlen wir den anderen. Nun stellt sich doch von selbst die Frage: Sind Frauen oder eher Männer gut zu durchschauen? Hierzu wurde vor kurzem eine Studie in Schottland durchgeführt, und zwar unter anderem von Rob Jenkins, Universität Glasgow (siehe Märkische Allgemeine vom 26.02.2009). Mehr als 1.000 Leser des bekannten Magazins New Scientist wurden gebeten, Passfotos zu schicken und einen Selbsteinschätzungs-Fragebogen auszufüllen. Wichtig waren die Kategorien "glücklich", "humorvoll", "religiös" und "vertrauenswürdig". Danach wurden die Fotos von sehr glücklichen, humorvollen, religiösen und vertrauenswürdigen Personen (aus deren Wahrnehmung) am PC bearbeitet. Genauer gesagt: die unvermeidlich ähnlich aussehenden Glücks-Gesichter und so weiter wurden vermischt, sodass aus vielen Fotos eben ein typisches Glücks-Antlitz und so weiter gezaubert wurde. So, danach sollten Versuchspersonen (6.500!) die verschiedenen Mienen in Hinsicht auf die vier erwähnten Kategorien beurteilen. Interessanterweise erkannten 70 Prozent der Probanden das "Glücks-Gesicht", ähnlich viele fanden auch das "religiöse" und "vertrauenswürdige Gesicht". Nur das "Humor-Gesicht" fiel sozusagen hinten runter. Ein weiteres sehr interessantes Fazit: Männer-Gesichter sind für Frauen weniger gut zu durchschauen. Dies bezieht sich, genauer gesagt, auf die Charaktereigenschaften der Männer. - Trotz dieses Phänomens interpretiert natürlich nach wie vor jeder das Erscheinungsbild des anderen, gerade beim Flirt. Was folgt hieraus? Zunächst einmal ist es ratsam, sich nicht auf den ersten Eindruck zu verlassen, der führt meistens in die Irre. Grund: Unsere Interpretationen sind nicht objektiver Art, sondern stets durch Erfahrungen mit Personen aus unserer Vergangenheit beeinflusst. Einfach gesagt, manchmal kann man jemanden nicht leiden, weil er einen an jemanden anders von früher erinnert, mit dem man negative Erlebnisse teilen musste. Man sollte lieber so lange wie möglich bewusst (!) neutral eingestellt bleiben. Dass machen übrigens professionelle Therapeuten auch so. Betreffende wissen, wie ungenau die Persönlichkeitseinschätzung vonstatten läuft.
"Lust auf einen Drink?" - Flirten in der Erlebnisgastronomie
Geschrieben am 16.11.09 um 11:14 Uhr

Wer als Single ein bisschen über Körpersprache und Flirtrituale Bescheid weiß, kann sich viele überflüssige Unterhaltungen ersparen. Auf der anderen Seite steigt die Flirt-Wahrscheinlichkeit an.
Letztens, anlässlich meines obligatorischen Männerabends (jeden Donnerstag), saßen ein paar Freunde und ich in Worms in der "Krone". Die Café-Bar liegt direkt in der Stadt, und man kann sich dort leckere Cocktails gönnen, dabei noch gute Musik hören und Leute beobachten.
Da wir drei auch Psychologie-technisch unterwegs sind, analysierten wir ein bisschen unser Umfeld. (Das klappt nach 23 Uhr besonders gut, da der Laden dann aus allen Nähten platzt.) Uns fiel schnell ein Typ am Tresen auf, der sich anscheinend viel Mühe gab, Frauen kennenzulernen. Sein Erfolg war bescheiden. Erst fiel er bei seiner Tresennachbarin durch ("kalte Schulter"), dann biss er bei einer Blondine auf der Tanzfläche auf Granit (sie zeigte die gleiche Reaktion).
Nun, solche Reinfälle müssen nicht sein. Denn eigentlich kann man schnell und vor allem vorab (!) in Erfahrung bringen, ob sich ein verbaler Kontakt überhaupt lohnt.
Wir dürfen dabei ruhig auf unser evolutionäres Erbe vertrauen, es birgt viele Potenziale. Das Innenleben unseres Mitmenschen anhand seiner Mimik schnell ablesen können - diese Kompetenz, die die meisten von uns naturgemäß inne haben, ist nicht aus Zufall im Laufe der Evolution selektiert worden. So wurde schon im Urzeit-Alltag die existenziell wichtige Frage "Freund oder Feind?" beantwortet.
In Bezug auf unser Thema heißt das: Sympathie bzw. Interesse lässt sich sehr schnell erkennen. Innerhalb von Sekundenbruchteilen entscheidet das Gehirn unseres potenziellen Flirts darüber, wie es uns emotional bewertet. Und diese Bewertung zeichnet sich im Gesicht unseres Gegenübers ab. Im Klartext: Sympathie, Desinteresse oder Antipathie entsteht lange vor dem eigentlichen verbalen Kontakt. Auf der anderen Seite heißt das auch: Verbale Flirtversuche kann man sich grundsätzlich sparen, sollte sich beim Anderen nicht wenigstens ein netter Gesichtsausdruck abzeichnen.
Hier eine kleine Zusammenstellung von Ratschlägen in Bezug auf das Thema "Flirten in der Erlebnisgastronomie":
1. Bereits beim Betreten der Location einmal langsam in die Runde gucken. Registrieren Sie schon jetzt positive Reaktionen. Wenn man Sie interessant findet, schaut der Andere einige Momente länger hin als üblich (und der Blick fixiert Sie immer mal wieder).
2. Platzieren Sie sich am Tresen beziehungsweise dort, wo sich das Ansprechen quasi von selbst ergeben kann.
3.Kommt dann eine zufällige Begegnung mit einem anscheinend interessierten Menschen (siehe Punkt 1) zustande - vielleicht tritt er (oder sie) neben Sie, um beim Barkeeper etwas zu bestellen -, dann bieten Sie lapidar ein Gespräch an, etwa so: "Hallo, ich empfehle Dir einen Caipi - schmeckt super hier", oder: "Hallo, ich will heute mal den Grauburgunder probieren - machst Du mit?" Auf diese Angebote kann der Andere leicht eingehen; beste Voraussetzung für einen lockeren Small Talk.
"Was kostet das?" - Flirten auf dem Flohmarkt
Geschrieben am 13.11.09 um 11:33 Uhr

Flirts können sich überall dort ergeben, wo Menschen aufeinandertreffen. Wieso nicht mal auf dem Flohmarkt einen Flirt starten? Man muss nur die besonderen Rahmenbedingungen zu nutzen wissen.
Manchmal flaniere ich mit Frau und Kind über den Wormser Flohmarkt. Meine selektive Aufmerksamkeit fokussiert dann ausschließlich solche Umweltreize: Klein, viereckig, aufklappbar, aus Plastik (kurz: CD); hoch im Kurs steht auch Folgendes: Klein, bunt, eckig (klar: Bücher). Egal.
Jedenfalls, auf Flohmärkten wird naturgemäß kommuniziert, was das Zeug hält, das wissen Sie selbst. Natürlich geht es meistens um die ausgestellten Artikel. Und hier kommt das Thema Flirt ins Spiel! Denn leicht kann sich aus einem Gespräch über den Verkaufspreis einer CD, einem Buch, ein lockerer Small Talk entwickeln, und zwar sowohl mit der Verkäuferin als auch mit einer Kaufinteressentin, die gerade neben Ihnen steht.
Hierzu ein kleiner Ausflug in die Neurowissenschaften. Bei jeder Alltagskommunikation, so sachlich, wie sie vielleicht scheint, sind immer auch Gefühle beteiligt. Ursache hierfür sind unsere emotionalen Hirnareale, die zu jedem Eindruck aus der Außenwelt "ihren Senf dazugeben". Daher ist es auch kein Zufall - ein kleines Beispiel meinerseits - dass ich mich bei ?sachlichen? Umweltreizen wie "Bon Jovi-Live-CD" oder "Arthur Schopenhauer-Buch" sofort (gefühlsmäßig) freue. Danke, limbisches System.
Also, hieraus folgt, dass ich anhand der Mimik des Anderen sofort erkenne, ob sich sein emotionales Gehirn über meine Gesprächseröffnung "freut" oder nicht. Emotionale Eindrücke zeichnen sich ja innerhalb von Sekundenbruchteilen in seinem Gesicht ab.
Nun in die Praxis. Es schadet meiner Meinung nach nicht, die Flirt-Konzentration auf den Small Talk mit potenziellen Käufern zu richten. Die Verkäufer richten ihre Aufmerksamkeit wahrscheinlich vorwiegend auf den Absatz ihrer ausgestellten Objekte. Die können wir also getrost vergessen. Nun, wie kommt man am besten mit anderen ins Gespräch? Ich sehe zwei Ansatzpunkte: 1. Man schaut, für welche Artikel sich der Flirt in spe am Stand interessiert - vielleicht weiß man etwas über sie - und konstruiert einen themenspezifischen Spruch, etwa so: "Ein gutes Buch! Ziemlich spannend! Hast Du auch die anderen Bücher vom Autor gelesen?", "Ah, das Bon Jovi-Live-Konzert von 1986 - gute Aufnahme, kann ich Dir nur empfehlen."
Der Aufhänger für die Gesprächseröffnung kann also derjenige Artikel sein, für den sich der Andere offensichtlich interessiert. Wenn Sie sich überwinden, was ich unbedingt empfehle, kann das beim Anderen zu verschiedenen Reaktionen führen: 1. Er unterhält sich mit Ihnen sehr sachlich über den Artikel (gut); 2. Er antwortet kurz und knapp und dreht sich weg (= Flirt-Ende); 3. Er plaudert mit Ihnen; das Gespräch wird flankiert von positiver Mimik seinerseits (sehr gut).
Passiert Letzteres, können Sie nach einigen Minuten "einen Gang höher schalten" und vielleicht den Vorschlag machen, irgendwo gemeinsam einen Kaffee zu trinken. Wenn nicht, dann nicht. Die "Schlagzahl" macht?s übrigens. Je öfter Sie andere kontaktieren, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Angelegenheit vertieft wird. Ich drücke es mal in Anlehnung an Paul Watzlawick aus: Es ist unmöglich, immer einen Korb zu bekommen!
Den Flirtpartner gefühlsmäßig anstecken
Geschrieben am 09.11.09 um 11:58 Uhr

Ist es möglich, Mitmenschen positiv zu beeinflussen? Diese Frage stellen sich viele. Nicht nur Singles auf Partnersuche, auch Psychologen aller Couleur. Die Antwort lautet: Jein.
"Damit Liebe entsteht, muss nicht viel Zeit vergehen", sagte einmal der große Menschenkenner Arthur Schopenhauer (1788-1860). Recht hat er. Sprechen wir im Folgenden aber lieber erstmal nur von Sympathie.
Nun wissen wir natürlich alle - gut vielleicht manche auch nur grob - was passiert, wenn zwei Singles sich spontan füreinander begeistern. Man sieht ihnen irgendwie an, dass "es" funkt, nicht wahr? Beide lächeln (authentisch), wirken ein bisschen schüchtern, aber irgendwie vertraut. Auch die Körpersprache spricht Bände. Männer wie Frauen zeigen typische Gesten, die Auskunft über die positive Stimmung geben.Sympathie spielt neben anderen Gefühlen natürlich - ebenfalls kein Geheimnis - im ganz alltäglichen Wahnsinn immer eine Rolle. Wenn sich Menschen begegnen und kommunizieren, dann empfinden sie auch etwas, eben Sympathie, Antipathie oder Gleichgültigkeit.
Dass wir fühlende Lebewesen sind, sogar vorrangig, ist spätestens seit den neurowissenschaftlichen Erkenntnissen der 80er Jahre kein Geheimnis mehr. Alle Sinnesreize, die sekündlich auf uns "einprasseln", werden von den emotionalen Hirnstrukturen permanent gefühlsmäßig bewertet, unbewusst. Vor allem die Aktivität der sogenannten Amygdala kann sehr folgenreich sein; bereits beim ersten Blickkontakt zwischen zwei Singles kann sie positive beziehungsweise negative Gefühlswallungen anregen. Ganz wichtig ist die Tatsache, dass die emotionale Einschätzung, wie erwähnt, (a) ohne Aktivität der Großhirnrinde abläuft (also unbewusst ist) und (b) vor allem von der eigenen Biografie abhängt (Situationen, bei denen einmal starke Gefühle beteiligt waren, werden im emotionalen Gehirn gespeichert, von wo aus sie uns beeinflussen.)
Aus dem Gesagten lassen sich vier Flirttipps ableiten:
1. Lächeln Sie unbedingt, wenn Sie mit jemandem in Kontakt treten wollen. Denn so sorgt man möglicherweise dafür, dass die Amygdala ihres Flirtpartners in spe vorauseilend zu einer positiven Einschätzung gelangt. In einem solchen Fall kommt der Betreffende - beziehungsweise seine Großhirnrinde - ebenfalls zu einem zusagenden Ersteindruck.
2. Bei einer Abfuhr darf man inneren Abstand herstellen. Denn vielleicht aktivieren Sie beim Anderen nur deswegen nachteilige Empfindungen, weil Sie ihn - wieder meist unbewusst - an jemanden erinnern, mit dem er (oder sie) keine guten Erfahrungen gemacht hat. Klar ist aber auch: Jede Form der Ablehnung verletzt uns mehr oder weniger, genauer gesagt, sorgt für ein Minderwertigkeitsgefühl, das wir alle noch mit uns aus der Kindheit herumtragen (die Amygdala vergisst nämlich nie).
3. Spiegeln Sie ansatzweise die Körpersprache des Anderen. Studien haben ergeben, dass sich dadurch manchmal Sympathie geradezu erzwingen lässt. Dabei aber nicht übertreiben!
4. Lächeln Sie während des Small Talk Ihren Gesprächspartner immer wieder mal an. Bei grundlegender Sympathie kann man dadurch noch ein bisschen "Öl ins Feuer gießen".
"Steht mir das Hemd?" - Flirten in der Boutique
Geschrieben am 06.11.09 um 10:14 Uhr

"Kleider machen Leute", sagt der Volksmund. "Und beim Kleiderkauf ergeben sich viele Flirt-Möglichkeiten", sagt die Flirtforschung.
So gut wie jedes Mal, wenn ich mir wieder eine neue Jeans oder ein neues Hemd kaufe, kommt mir die Frage in den Sinn: Wieso wird das Thema "Boutique-Flirt" in Flirtratgebern beziehungsweise in den TV-Medien nicht aufgegriffen.
Gerade letztens, als ich wieder durch die Wormser Einkaufsmeile flanierte, wurde mir bewusst: Hunderte Menschen kommunizieren - über Kleidungsstücke. Das hat Potenzial!
In Modehäusern, Stores und Boutiquen finden wir tatsächlich optimale Flirt-Bedingungen vor. Dass es in solchen locations sogar von selbst um ein potenziell flirtrelevantes Thema geht, nämlich um die Gestaltung des Erscheinungsbildes, kommt den Flirtinteressenten vorauseilend zugute. Nun ergeben sich zwei Möglichkeiten: Als Kunde kann ich, ganz unvoreingenommen betrachtet, eventuell (a) mit der Verkäuferin beziehungsweise mit dem Verkäufer flirten; Small Talk ist aber auch (b) mit anderen Kunden möglich.
Bleiben wir zunächst beim ersten Fall. Verschiedene Vorgehensweisen bieten sich an. Hier mal ein ungeordneter Input für Sie, liebe Leserin, lieber Leser. Ich kann zum Beispiel, bepackt mit einigen Kleidungsstücken, die Verkäuferin, die vielleicht gerade zwischen zwei Regalen Artikel auffüllt, ansprechen mit: "Hallo, wo sind denn die Umkleidekabinen?" Auf die Antwort "Da hinten links" kann man so reagieren: "Ah, danke. Wenn ich das da [auf die Kleidungsstücke verweisen] angezogen habe, komme ich vielleicht noch mal vorbei, ich bräuchte den Rat einer Fachfrau." Mit dieser Methode schlagen Sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: 1. Sie haben einen ersten Kontakt geknüpft und sehen schon anhand der intuitiven Körpersprache der Verkäuferin, welche emotionalen Prozesse in ihr ablaufen (= Feedback zu Ihrem Erscheinungsbild); 2. Sie haben ein Kompliment verteilt ("Fachfrau"), was eventuell dazu führt, dass Flirtbereitschaft entsteht.
Natürlich sollte man dem Flirt mit der Verkäuferin/dem Verkäufer nicht allzu viel Bedeutung beimessen. Sehen Sie ihn lieber als "kleines Glück im Alltag". Ihr Gegenüber muss ja berufsrollenbedingt dem Kunden gegenüber positiv eingestellt sein, denn Letzter ist ja "König".
Sicherlich interessanter ist die Angelegenheit "Flirt mit anderen Kunden". Nun zur Tat! Bleibt Ihr Blick beim Shoppen bei einem attraktiven Vertreter des anderen Geschlechts hängen, dann kann man gezielt die Rahmenbedingungen des Kaufhauses, Stores, der Boutique usw. auszunutzen: 1. Sie können dem Anderen eine Frage zu Ihren potenziellen Kleidungsstücken stellen; oder aber (2.) Sie verteilen ein unverfängliches Kompliment. In der ersten Situation - habe ich selbst schon ausprobiert - stellt man sich bewusst im Umkleidebereich vor einen Spiegel, guckt kritisch - und aus heiterem Himmel fragt man den Anderen: "Was meinst Du? Zu eng? Zu weit?" Dabei sollte man so agieren, als sei die Frage ganz selbstverständlich.
Gewöhnlich antwortet der Andere dann (wie selbstverständlich). Und dabei gilt es, die Mimik und Gestik zu beachten. Geht er (oder sie) auf das Gesprächsangebot ein, kann man leicht weitere Themen einstreuen: "Wo gibt's denn noch so ähnliche Jeans wie hier?", "Warst Du mal in Mannheim einkaufen?" usw. Vielleicht lässt die Situation auch eine Einladung zu einem Cappuccino im Café um die Ecke zu.
Nun zur zweiten Möglichkeit: Dem Anderen ein Kompliment schenken. Das darf nicht aufdringlich wirken, sondern sollte ebenso unspektakulär praktiziert werden. Ort des Geschehens: Wieder der Umkleidebereich. Anwesende: Sie in neuer Montur, Ihr Flirt in spe posiert gerade vor dem Spiegel. Und zack: "Ja, sieht gut aus, sitzt gut!" Und jetzt dürfen Sie auch ein bisschen vor dem Spiegel Ihre Kleidung zurechtzupfen (und abwarten). Vielleicht kommt es zu einer positiven Retourkutsche, dann kann es weitergehen (siehe oben). Wenn nicht, dann nicht.
Fazit: Probieren Sie den Boutique-Flirt ruhig mal aus. Ist was anderes.
Attraktivität ist manchmal ein Fluch - und trotzdem jagen wir ihr hinterher
Geschrieben am 02.11.09 um 10:52 Uhr

"Schönheit ist ein offener Empfehlungsbrief, der die Herzen im Voraus gewinnt", sagt der Philosoph Arthur Schopenhauer. "Aber auch die Schönen verdienen Mitleid", meint der Arzt und Kabarettist Eckart von Hirschhausen.
In der Zeitschrift emotion (11/2009) las ich vor kurzem die Kolumne von Eckart von Hirschhausen. Der Autor ist sehr populär, Sie kennen ihn sicher, liebe Leserin, lieber Leser. Sein aktuelles Buch "Glück kommt selten allein", schon einige Zeit auf dem Markt, erreicht noch immer rekordverdächtige Absatzzahlen. Ich habe es gelesen, nebenbei erwähnt, und ich kann es sehr empfehlen. Kurzweilig geschrieben, wissenschaftlich fundiert (hauptsächlich geht es um Positive Psychologie), mit vielen praktischen Tipps angereichert. - Aber zurück zur Kolumne.
Sie hat den Titel "Der Fluch der Schönheit", und der Autor sieht Schönheit als zweischneidiges Schwert. Zu Recht, wie wir gleich sehen werden. Ich möchte einige seiner Thesen herausgreifen und kommentieren.
Hirschhausen meint: Schönheit - so reizvoll, wie sie ist - vergeht, wie man so schön (?) sagt. Zunächst eine lapidar klingende Feststellung. Doch das ist ein wichtiger Aspekt, den sicherlich viele Menschen auf der Partnersuche nicht vollends bedenken. Betreffende, und das sind nicht wenige, jagen stets denjenigen Singles hinterher, die absolute "Hingucker" sind, weil sie eine perfekte Hülle offenbaren. Die "Hingucker" werden zudem vom Beobachter auch noch idealisiert, was viele sozialpsychologische Experimente belegen. Man gießt also selbst noch vorauseilend Öl ins Feuer. Dies führt wohl oder übel zu einer hochgradigen Verzerrung der Wahrnehmung, sprich des Anderen. Er (oder sie) wird nicht innerlich erschlossen, nur äußerlich. Das kann in die Irre führen.
Aber auch wenn man es fertig bekommt, einen wirklich anziehenden Partner für sich zu begeistern, ist das noch lange keine Garantie für eine funktionierende Zweierbeziehung. (Das ist eigentlich auch eine Binsenweisheit.) Ich habe viel über Partnerschaften gelesen, in denen der Eine sich äußerlich sehr stark vom Anderen unterscheidet. Zwei Phänomene fallen mir hierzu ein: 1. Derjenige, der äußerlich gesehen weniger zu bieten hat, neigt eher zur Eifersucht. - 2. Manche Partner mit reizender Hülle neigen zu Seitensprüngen. Hier scheint es sich um ein sich ergänzendes Dilemma zu handeln.
Ein anderer Aspekt, so Hirschhausen, der nachdenklich stimmen muss: Viele extrem hübsche Partner jenseits der 40 sind laut Studien mit ihrer Ehe und dem Selbstbild signifikant unzufriedener als durchschnittlich aussehende Liierte (wie er an diese Daten kommt, sagt er nicht, egal). Hirschhausen ergänzt: "Germany?s next Topmodels sind folglich Deutschlands übernächste Depressive."
An letzterer Aussage ist sicher "was dran". Wer sein Leben lang Anerkennung, Aufmerksamkeit und Bewunderung überwiegend für seine Hülle einheimste, der fällt möglicherweise in ein emotionales Loch, wenn die Resonanz vonseiten der Umwelt nach und nach schwindet. Es fehlt etwas Fundamentales! Sind dann nur wenige Ressourcen vorhanden, die zur Persönlichkeitsentwicklung genutzt werden könnten, färbt sich das ganze Leben schwarz. Denn alles war von der Bewunderung durch andere abhängig. Fazit: Beide Geschlechter sollten sich nicht zu sehr darauf versteifen, unbedingt einen möglichst attraktiven Partner erobern zu wollen. Das Ganze kann irgendwann zu einer Retourkutsche werden.
Das Innere bleibt, das Äußere verändert sich naturgemäß.
Flirtkompetenz: Ein naturgegebenes Geschenk?
Geschrieben am 30.10.09 um 09:26 Uhr

Die Evolution hat uns mit einer breiten Emotions-Palette ausgestattet, die uns zu "ganzen" Menschen macht. Auch die Flirtkompetenz hat sie uns mitgegeben. Doch wieso versiegt das Potenzial manchmal?
Immens viele Impulse, Leidenschaften und Verhaltensweisen, die jeder nur allzu gut kennt, sind angeboren. Auch die Potenziale Angst, Eifersucht, Scham, Freude und Wut. Wir müssen uns ein Leben lang mit diesen Menschlichkeiten bewusst und vor allem alltäglich auseinandersetzen. Denn Sie wissen ja, liebe Leserin, lieber Leser: Zu wenig Eifersucht und Co. ist in Bezug auf die Lebensführung genauso kontraproduktiv wie das Zuviel davon.
Die Bedeutung der angeborenen Strukturen des Homo sapiens wird mir in der letzten Zeit immer wieder vor Augen geführt. Denn ich sehe meine mittlerweile zehn Wochen alte Tochter jeden Tag heranwachsen und gedeihen. Hochinteressant (und emotional bewegend). Aus väterlicher und auch aus wissenschaftlicher Perspektive ist vor allem die Baby-Kommunikation interessant.
Sehr positiv finde ich, dass die Kleine viel lächelt, sich häufig ihres Daseins freut (und ein eher ruhiges Temperament hat, was sich besonders in Sachen Schlafgewohnheiten positiv auswirkt). Ihr spielerisches Lächeln ist natürlich angeboren und soll dazu dienen, das soziale Umfeld positiv zu stimmen; auch soll dadurch die Mutter-Kind-Verständigung auf ein stabiles Fundament gestellt werden. Ich lächele natürlich oft zurück. Zum einen intuitiv, zum anderen auch mal bewusst, um das Wachstum der Spiegelneurone (Grundlage des Mitfühlens) anzuregen.
Nun, gerade die ersten beiden Lebensjahre sind immens wichtig für das spätere Leben, insbesondere in Bezug auf die Fähigkeit, mit den Mitmenschen positiv in Kontakt zu treten. Es entwickeln sich in dieser Phase bereits auf der affektiven Ebene neuronale Muster, auch Schemata genannt, die bis zum Tod des Betreffenden bestehen bleiben. "Das emotionale Gehirn vergisst nie" - so lautet die neurowissenschaftliche Erkenntnis schlechthin.
Im Jugend- und Erwachsenenalter - und das ist eine bedeutende Sache - färbt das emotionale Gehirn, das weitgehend unbewusst waltet und schaltet, die Selbst- und Fremdwahrnehmung im zwischenmenschlichen Alltag ein - und zwar sekündlich; auch das Flirtverhalten ist davon betroffen. Sympathie und Antipathie spielen daher immer eine große Rolle, auch wenn sich etwa zwei Menschen am Arbeitsplatz "nur" über ein Sachproblem unterhalten.
Wie kommt es, dass viele Menschen das intuitive Flirtverhalten (Mimik und Gestik) anscheinend verlernen? Klar, das angeborene Temperament darf nicht vernachlässigt werden. Die "Anlage" kann der Entwicklung eine völlig individuelle Note verleihen. Ein sehr introvertiertes Baby etwa provoziert ein anderes Elternverhalten als ein extrovertiertes. Manche haben da einfach Glück beziehungsweise sind etwas benachteiligt.
Doch wie dem auch sei: Wenn in den ersten Lebensjahren viele negative (oder "unspektakuläre") Beziehungserfahrungen im emotionalen Gehirn abgespeichert werden, führt dies häufig dazu, dass die Flirtbereitschaft, die eigentlich naturgegeben ist, versiegt.
Hieraus folgt, dass man sich selbst eventuell ein bisschen auf die Sprünge helfen muss, gerade wenn man meint, man könne nicht gut flirten. Diese "logische Erkenntnis" ist ja lediglich nur eine völlig persönliche(!) Interpretation der ersten Lebensjahre im Nachhinein. Zudem wird so eine Meinung vor allem durch unbewusst wirkende emotionale Hirnareale herbeigeführt.
Fazit: Jeder kann flirten, nur nutzen manche ihr Potenzial nicht mehr. Entweder weil es nicht gefördert wurde, oder aber weil Betreffende durch negative soziale Erfahrungen die Lust am zwischenmenschlichen Kontakt verloren haben.
Selbst wenn jemand viele nachteilige Konditionierungen erfahren hat, heißt das nicht, dass er auf Gedeih und Verderb seinem Schicksal als Flirtmuffel ausgeliefert ist. Das emotionale Gehirn "vergisst zwar nie", kann aber durch zahlreiche positive Flirts erfolgversprechend geprägt werden. Hierfür müssten Flirtmuffel aber erst mal zugeben: Es sind nicht (nur) "die Anderen", die für den Misserfolg verantwortlich sind, sondern auch meine früh ausgeprägte negative Erwartungshaltung; sie wirkt als sich selbst erfüllende Prophezeiung im Alltag. Wenn ich sie (= mich selbst) nicht ändere, bleibt alles beim Alten und ich bin in meiner Anti-Flirt-Lebensfalle gefangen.
Sich gut riechen können - Warum Männer viel Sport treiben sollten
Geschrieben am 26.10.09 um 12:32 Uhr

Die Bedeutung des eigenen Körpergeruchs wird im Allgemeinen doch sehr unterschätzt. Ich weiß es möglicherweise, ich habe sehr viele Flirtratgeber gelesen. Selten wird das Thema "Geruch und Partnerwahl" aufgegriffen.
Tatsächlich spielt die Nase beim Kennenlernen eine große Rolle, wenn auch unbewusst. Kurz gesagt: Wir riechen ganz genau, wenn unser Gegenüber "gute Gene" hat. Wie Sie wissen, liebe Leserin, lieber Leser, ist "biologische Gesundheit" ein wichtiges Kriterium bei der Partnerwahl. Denn immerhin steht meistens die Frage im Raum: Kann ich mit diesem Menschen gesunde Kinder in die Welt setzen? Daher sollte man zumindest auf die Zielgruppe den Eindruck machen können, dass man ein selbstsicherer Stammhalter sein könnte.
Jedenfalls, vor kurzem ist ein interessantes Buch erschienen, das von der Geruchsexpertin Rachel Herz verfasst wurde. Es heißt "Weil ich dich riechen kann. Der fünfte Sinn und sein Geheimnis".
Hier zeigt die amerikanische Psychologin, wie wichtig der Geruchssinn letztlich doch ist. Sie legt viel Wert auf die Erkenntnis (wie oben schon erwähnt), dass Frauen ihren Gesprächspartner durchschauen, genauer gesagt, "durchriechen" können. Besonders gerne aktiv werden die circa zehn Millionen Riechzellen dann, wenn der andere einen völlig anderen Genpool hat als die Dame. Wählt die Betreffende einen solchen Mann, dann steigt die Möglichkeit, dass der Nachwuchs besonders immunstark wird.
Ein sehr interessante Geschichte ist folgende: Wenn eine Frau glücklich gebunden ist, und zwar mit einem (für sie) gut riechenden Mann, kann sie andere potenzielle Lebensgefährten unter den weniger gut riechenden Männern auf dem Partnermarkt nicht mehr auswählen. Lapidar gesagt: Die Nase macht bei zufriedenen Frauen dicht. Der Grund: Dadurch bleibt sie dem aktuellen Gatten eher treu.
Nebenbei erwähnt, bestimmte Kleidungsstücke, die von Männern getragen werden, stehen nicht umsonst bei betreffenden Partnerinnen hoch im Kurs. Bei sage und schreibe 67 Prozent der liierten Frauen kommt es vor, dass sie am T-Shirt ihres Liebsten schnüffeln, wenn er mal wieder auf Geschäftsreise ist. (Auch mein Kater Ben, sechs Jahre alt, schläft auf meiner Seite des Ehebettes, falls ich mal nicht anwesend; anscheinend kann er mich gut riechen.)
Was lernen wir? Wenn Sie nun an ihrer biologischen Gesundheit arbeiten, lieber männlicher Leser, riechen Sie automatisch attraktiv. Hierzu muss der Testosteronspiegel hochgefahren werden. (Testosteron ist ein Sexualhormon.)
Und das funktioniert ganz gut durch folgende Anregungen (lediglich zwei Beschäftigungen aus der Liste dürften ausreichen):
1. Machen Sie zweimal pro Woche Kampfsport
2. Gehen Sie joggen
3.Ernähren Sie sich ausgewogen - Vitamine nicht vergessen!
4. Achten Sie auf einen erholsamen Schlaf (zu wenig Bettruhe senkt den Testosteronspiegel)
5. Vermeiden Sie wenn möglich Stress - der bremst die Testosteronproduktion.
6. Alkohol in Maßen genießen, das heißt, nicht aus Maßkrügen trinken.
Warum ein Korb manchmal unvermeidlich ist
Geschrieben am 23.10.09 um 11:52 Uhr

Abfuhren (Körbe) tun den meisten Menschen in der Seele weh. Doch selbst die Alpha-Weibchen und -männchen bleiben davon nicht verschont. Grund: Die Ursache für Sympathie liegt oft im Auge des Betrachters und hat nichts mit Ihnen als Person zu tun.
Ach ja, liebe Leserin, lieber Leser, der Autor des Flirtblogs war auch mal "jung". Das heißt Student. Mit 35 muss man kleine Brötchen backen. Aber das Studium ist auch schon fast zehn Jahre her. Verdammt!
Im Rahmen meiner "wissenschaftlichen Recherchen" zum Thema Flirt habe ich natürlich zahlreiche verbale und körpersprachliche Kontaktaufnahmen ausprobiert, und zwar in Hörsälen, Seminaren, auf Uni- und Wohnheimpartys, in Instituten, öffentlichen Verkehrsmitteln, Kneipen. Es gab viel zu tun in Landau - bei einem Frauenanteil von mehr als 70 Prozent kein Wunder.
Nun, ich bin zu dem Schluss gekommen: Es gibt keine einzige Kommunikationsmethode, die immer(!) zum Erfolg führt, sprich zum Small Talk. Manchmal war ich offensiv, frech und mit Einschränkungen auch provozierend, ironisch; manchmal versuchte ich es mit schüchternem, sehr vorsichtigem Auftreten. Das lag zum einen an meiner aktuellen Stimmung, klar, zum anderen an testspezifischen Gründen.
Ich weiß nicht mehr, wie viele Körbe ich bekommen habe - aber es waren sehr viele. Einmal eröffnete ich einer attraktiven Psychologie-Studentin: "Hi, ich habe Dich von da hinten gesehen." (im Sinne des schüchternen Auftretens) Antwort: "Und wieso gehst Du dann nicht wieder dahin zurück?"
Warum gibt es keine 100prozentige Flirtmethode? Klarer Fall: Weil der Flirt zwischen zwei Personen stattfindet. Alleine diese Tatsache macht die Geschichte kompliziert. Denn der Andere ist zunächst mal "ein fremder Kontinent" - um es mit Sigmund Freud zu sagen. Sicher, es gibt so etwas wie Flirtsignale, die vor dem verbalen Austausch meistens gesendet werden. Trotzdem gibt es keine Garantie.
Ich mach's kurz: Ein gewisser Prozentsatz an Flirtversuchen muss(!) scheitern. Und das liegt nicht an Ihnen, sondern an der gerade aktivierten Wahrnehmung des Flirtpartners in spe. Wichtig: Der erste Eindruck ist nicht vollständig von meinem Auftreten, Erscheinungsbild und meiner Körpersprache abhängig, sondern auch davon, welche (unbewussten) Erwartungen der Andere an mein Auftreten, Erscheinungsbild und meine Körpersprache innerhalb von Sekundenbruchteilen (unbewusst) konstruiert.
Hierzu einige Erkenntnisse des sogenannten Konstruktivismus: Die Welt, oder besser die Mitmenschen, die wir wahrnehmen, sind nicht nur schlichte Abbilder der Realität, sondern immer auch zeitgleich Konstruktionen unserer vorauseilenden Eigeninterpretationen. Der Volksmund weiß das eigentlich: Für den einen ist das Glas halb leer, für den Anderen halb voll.
Hieraus ergeben sich einige Tipps für den Fall, dass Sie eine Abfuhr bekommen:
1. Inneren Abstand herstellen. - Vielleicht erinnern Sie den Anderen unbewusst an eine Person aus seiner Biografie, die er nicht leiden kann. Er findet Sie dann lediglich "voll unsympathisch", weil Ihr Erscheinungsbild sein nachteilig konditioniertes emotionales Gehirn zum "feuern" bringt. Also: Cool bleiben. Abhaken!
2. Dem Anderen verzeihen. - Vielleicht hat die andere Person früher viele nachteilige Erlebnisse mit den engsten Bezugspersonen erfahren. Eine mögliche Folge hiervon: Ihr Gegenüber erwartet nunmehr a priori nicht viel Positives von Gesprächseröffnungen, die von Unbekannten ausgehen. Wieder nicht Ihre Schuld! Das ist sein Problem!
3. Objektivität bewahren. - Wenn Sie zu viele Körbe kassieren, sagen wir, bei jeder zweiten Gesprächseröffnung, dann trifft das bis hierhin Gesagte vielleicht nicht vollständig zu. Dann liegt es eventuell wirklich an Ihrem Auftreten, Erscheinungsbild, Ihrer Körpersprache. Dann darf man an seiner Außenwirkung arbeiten.
Flirtrituale - und was es mit ihnen auf sich hat
Geschrieben am 19.10.09 um 09:46 Uhr

Verschiedene Länder, verschiedene (Flirt-)Sitten. Im westlichen Kulturkreis scheinen die meisten Damen schwer erreichbar zu sein - so zumindest der erste Eindruck.
Gibt sich die Mehrheit des weiblichen Geschlechts beim Flirten und nach dem ersten Date mehr oder weniger bewusst "ein bisschen" arrogant und abweisend, um das männliche Interesse zu testen? Ist das gar ein Ritual, genauer gesagt, ein Flirtritual?
Schaut man sich die große Resonanz beispielsweise von Filmen wie Sex and the City, Bridget Jones und Co. an, könnte man schon auf die Idee kommen. Vielen Menschen scheint das "vorsichtige", ja teilweise abweisende Flirtverhalten - wenn es um den "Traummann" geht - vonseiten des weiblichen Parts sehr bekannt vorzukommen. "Frau" kann darüber auch sehr schmunzeln - so zumindest meine Erfahrung aus Gesprächen. Entsprechend heißt es: "Ja, Marcus, als Frau kann ich doch nicht gleich zugeben, dass ich ihn toll finde oder sogar mag!" oder: "Der Typ soll erst mal zeigen, dass er es ernst meint und bei der Stange bleibt!" Soso.
Was dazu passt: Letztens verfolgte ich eine Sendung auf Pro 7, die entsprechende Rituale thematisierte. In Ratgeber-Manier wurden den weiblichen Zuschauern "typische" Verhaltensweisen beim Flirten empfohlen. Ich fasse Sie im Folgenden sinngemäß zusammen:
1. Sich beim Flirten ein bisschen unnahbar geben. Grund: Dies entspräche einem Test à la: Bleibt das Interesse des Mannes weiterhin bestehen? Wenn ja, kann es "weitergehen".
2. Niemals nach dem zufälligen oder geplanten Date den Anderen anrufen - er soll das tun. Grund: Siehe Punkt eins.
3. Wenn er denn nun anruft, soll "Frau" sich wiederum ein bisschen winden - und dann erst mal wieder eine Abfuhr erteilen, ihn zum Beispiel ein paar Tage hängen lassen beziehungsweise vertrösten.
In diese Richtung gingen die Tipps. Puh. Was ist davon zu halten? Gut, zunächst gibt es tatsächlich eine wissenschaftliche Erklärung für die (anscheinend) populäre "weibliche Zurückhaltung". Sie erahnen es schon, liebe Leserin, lieber Leser: Die Evolutionäre Psychologie ist gemeint. Sie offenbart: Tatsächlich ist Zurückhaltung in Sachen Partnerwahl ein Phänomen, das sich durch die meisten Bereiche der Tierwelt zieht. Die meisten männlichen Vier- und auch Zweibeiner buhlen um die Gunst der weiblichen Vertreter, nicht umgekehrt, und zwar in Form von Ritualen. Manche veranstalten Tänze, andere bauen der Angebeteten ein Nest.
Die Einsicht liegt nahe, dass das weibliche Geschlecht bei der (ernst gemeinten) Partnerwahl vorsichtig sein muss. Schließlich geht es darum, ein "Männchen" zu finden, das nach dem Fortpflanzungsakt nicht sogleich wieder von dannen zieht, sondern bei der Stange bleibt. Das heißt, "Frau" muss sich auf ihren Partner langfristig verlassen können. Nun zu uns Menschen. Lassen sich die Erkenntnisse übertragen? Ja, wahrscheinlich schon. Daher muss "Mann" sich im Allgemeinen schon auf eine längere Anfangsphase gefasst machen. Das kann im Hinterkopf behalten werden. Dies scheint ritualspezifisch aufseiten des weiblichen Geschlechts angeboren zu sein.
Aber sicher hat es auch biografische Gründe, wenn etwa eine Frau Ihre Flirtpartner immer am sprichwörtlichen ausgestreckten Arm verhungern lässt. Stichwort: Angst vor Nähe.
Schönheitsideale: Warum sie in den Medien verankert sind
Geschrieben am 16.10.09 um 10:47 Uhr

Glaubt man einer neuen Studie eines Attraktivitätsforschers, trägt die mediale Schönheits-Gehirnwäsche erste Früchte: Wir wollen anscheinend das Perfekte. Aber das gibt es gar nicht.
Die Untersuchung wurde von Martin Gründl durchgeführt; er lehrt und forscht an der Universität Regensburg.
Zunächst wurden Probanden dazu animiert, beliebige Frauengesichter auf Fotos zu beurteilen. Diejenigen Mienen, die es bis in die höchsten Bewertungsregionen schafften, sortierte er aus. Diese Auswahl war letztlich die Grundlage seiner ganz persönlichen Manipulation. Aus den Top-Gesichtern errechnete der Wissenschaftler ein "Top-Durchschnittsgesicht". Am Ende hatte er sogar eine ganze Auswahl an entsprechenden digitalen Erscheinungsbildern.
Nun ging es erstmal in die entscheidende Phase. Er legte die geschummelten Antlitze mitsamt "normalen" erneut verschiedenen Testpersonen vor. Das Ergebnis: Seine eigenen Kreationen wurden am attraktivsten eingestuft.
In einem anderen Projekt, dem sogenannten Kindchenschema-Experiment, wurde es richtig peinlich - für uns Normalos. Demnach finden die meisten Menschen, Frauen wie Männer, diejenigen Damen attraktiv, die ein Gesicht mit Formen und Proportionen einer 14-Jährigen haben. Sie wissen schon: Makellose Haut, exorbitante Augen, großer Kopf. Wir kennen solche computerverbesserte Antlitze aus dem TV, etwa wenn für irgendwelche Beauty-Artikel geworben wird. Wir sehen quasi ein Kunstprodukt, und wir sind dennoch begeistert.
Richtig bedenklich wird es, wenn wir an (weibliche) Teenager denken, die mit solchen medialen Hirngespinsten groß werden. "Mami, ich will genauso aussehen wie die da!" Eltern sind gut damit beraten, wenn Sie mit Ihrem Nachwuchs über den Mumpitz reden. Eine andere Frage ergibt sich: Wenn man selbst im Internet ein Profil beziehungsweise eine Homepage erstellt, soll man das eigene Porträt-Foto digital bearbeiten? Ein paar Fältchen wegretuschieren? Hier ein Mitesser wegschnippeln, dort einen anderen. Hm. Da fällt mir gerade ein: Ich hab das auch gemacht. Asche auf mein Haupt!
Nun denn, hieraus folgt, zumindest meiner Meinung nach, dass man Medien vor allem sehr kritisch und bewusst konsumieren sollte. Und das Wichtigste: Achtsamkeit in Bezug auf die eigenen Ansprüche an das Äußere des potenziellen Partners sollte bestehen. Man darf einfach nicht zu viel erwarten. Wie sagte meine Oma doch immer richtigerweise: "Schönheit vergeht, der Grips im Kopf bleibt!"
Wenn es ums Ganze geht, sind Frauen wählerischer als Männer
Geschrieben am 12.10.09 um 09:29 Uhr

"Mann" hat es schwerer, dass andere Geschlecht zu einem One-Night-Stand zu animieren. Aber das haben wir ja schon immer gewusst...
Im August habe ich im Internet eine interessante Studie zum Sexualverhalten der Geschlechter gefunden. Sie ist auf den Online-Seiten des Wissenschaftsmagazins Human Nature zu finden (12.08.2009).
Demnach haben zahlreiche Männer ein ungleich stärkeres Verlangen nach One-Night-Stands als viele Frauen. Auch in Sachen Anspruch gibt es anscheinend einen Unterschied: Das "starke Geschlecht" legt weniger Wert auf Äußerlichkeiten. Anders liegen die Dinge bei den Damen: Der Fremde muss schon sehr attraktiv sein.
Herausgefunden wurde dieser Zusammenhang durch eine Befragung an 860 Studenten (Italiener, Deutsche und US-Amerikaner); 427 waren männlich, 433 weiblich. Die Probanden sollten sich jeweils vorstellen, sie würden von einer Person des anderen Geschlechts in einen Small Talk verwickelt. Diese Person wurde beschrieben als "wenig attraktiv" bzw. "mäßig attraktiv" bzw. "außergewöhnlich attraktiv". Nun sollten die Testpersonen drei verschieden Möglichkeiten in Betracht ziehen, wie die Situation weitergehen könnte: (a) Ich würde Frau X/Herrn X erneut daten; (b) mit ihr/mit ihm nach Hause gehen, (c) mit ihr/mit ihm Sex haben.
Sie können es sich schon denken, wie die Sache letztlich ausgegangen ist. Bei den männlichen Probanden sah das Ergebnis so aus: Die drei Attraktivitätskategorien spielten so gut wie keine Rolle. Die meisten befragten Damen, die einen One-Night-Stand in Betracht zogen, konnten sich dies nur mit einem "außergewöhnlich attraktiven" Verehrer vorstellen.
Es gab neben den geschlechtsspezifischen auch kulturelle Unterschiede. Deutsche sind laut der Studie sehr wählerisch, und, nebenbei erwähnt, wählerischer als US-Amerikaner. Von den drei Gruppen waren die Italiener diejenigen, die die kleinsten Ansprüche an das Aussehen der Anderen hatten.
Fazit: Frauen sind wählerischer als Männer; Letztere neigen mehr zum Spontansex. Zur Erklärung des zweiten Befunds greifen viele Wissenschaftler übrigens auf die Ausführungen der Evolutionären Psychologie zurück. Demnach müssen Frauen von Natur aus anspruchsvoller sein, da hauptsächlich sie die "potenziellen Kosten" eines One-Night-Stands tragen: Sprich neun Monate lang ein Kind austragen müssen. Klar, heutzutage gibt es die "Pille", aber selbst das unkomplizierte Verhütungsmittel scheint den allgemeinen Geschlechtsunterschied, der sicherlich zeitlos ist, nicht zu beeinflussen. Ob das eine tragfähige Theorie für Sie ist, liebe Leserin, lieber Leser, müssen Sie für sich selbst entscheiden. Ich denke, da ist "was dran". Natürlich kommt es immer auch auf den sozialisierten Charakter einer Person an. Der Mensch wird ja nicht nur von seinen angeborenen Potenzialen "gesteuert".
Flirttipps vom Erfgolgsautor Phillip von Senftleben
Geschrieben am 09.10.09 um 15:04 Uhr

Erfolgsautor Phillip von Senftleben schickt zwei neue Bücher ins Rennen: "Der Flirter" und "Die Flirterin". Der bekannte Radio-Flirter richtet sich nun an Frauen und Männer. Bis dato kannten wir ihn ja nur als "Frauenversteher" aus Funk und Fernsehen.
Seiner Meinung nach könne man immer und überall flirten. Unabhängig von Raum und Zeit. Der Erfolg ist lediglich abhängig von der Aussendung positiver Signale. Ebenso wichtig: Eine vorteilhafte Eigenwahrnehmung.
Beim Flirten gehe es vor allem um den Spaß an der Eroberung. Wer zu übertrieben baggere, manövriert sich von selbst ins Abseits: "Die wichtigste Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Flirt ist Authentizität. Komplimente sollten nicht wie einstudiert über die Lippen kommen, sondern aus dem Herzen. Dann merkt das Gegenüber auch die ernsten Absichten, die dahinter stehen", so von Senftleben. Dumm nur, wenn hinderliche Gedanken und andere "kognitive Horrorszenarien" für inneren Zwiespalt und damit für Nicht-Authentizität sorgen.
Hier nun je drei Tipps für Frauen und Männer aus den beiden neuen Büchern. Ladies first...
Flirttipps für Frauen
1. Oberflächliche Anmache ist okay! Laut von Senftleben reicht die so genannte "Standardanmache" völlig aus. Fragen Sie entsprechend nach Orten, Stiften, Busverbindungen - nach was auch immer. Hauptsache, die Grundlage für einen Small Talk wird gelegt.
2. Es gibt nichts Gutes, außer Frau tut es. Läuft ein interessanter Mann an Ihnen vorbei, fackeln Sie nicht lange. Nutzen Sie Alltagssituationen! Einfach auf die Schulter tippen und den Typen anstrahlen. "Stefan? Oh, sorry, hab Dich verwechselt." Streuen Sie daraufhin Humor ein, dann kann sich ein Flirt ergeben.
3. Frau darf sich erobern lassen. Männer wollen den Wettbewerb (vor allem, wenn es ums Flirten geht). Fällt "die Festung" zu schnell, hat das negative Auswirkungen auf die Beurteilung des weiblichen Parts (klarer Fall). Das bedeutet, sie darf wieder ein bisschen Abstand herstellen, wenn er zu stürmisch vorgeht.
Flirttipps für die Herren der Schöpfung
1. Nicht zu viel Flirtbereitschaft zeigen. Sie müssen nicht in jeder Hinsicht der Hans Dampf in allen Gassen sein. Die meisten Frauen finden es nicht so super, wenn sie denken, ihr Gegenüber würde dem Motto "Es ist unmöglich, mit allen Frauen dieser Welt zu flirten, aber das ist noch lange kein Grund, es nicht zu versuchen" frönen (ich spreche da aus Erfahrung).
2. Nicht die Ex-Freundinnen niedermachen! Absolut unangebrachtes Thema beim ersten Flirt: Die Ex. Wenn sich Ihre Gesprächspartnerin nämlich einigermaßen mit Zweierbeziehungen auskennt, weiß sie: An Ehekonflikten sind immer beide Protagonisten beteiligt. Im Klartext: Wer permanent die Macken der Verflossenen aufzählt, sagt eigentlich überwiegend nur etwas über seine eigene Unfähigkeit aus, Andersartigkeiten zu tolerieren.
3. Komplimente sind sexy. Direkte und unverblümte Nettigkeiten kommen generell gut an, etwa: "Du hast ein nettes Lächeln!" Aber auch in Sachen Komplimente gilt: nicht übertreiben.
Flirten Sie - dann kommen Sie in den Flow
Geschrieben am 05.10.09 um 11:27 Uhr

Jeder weiß: Flirten gehört zu den kleinen Glücken des Daseins. Der sogenannte Flow auch. Was hat das eine mit dem anderen zu tun?
Bei einem meiner letzten Männerabende im Biergarten waren zwei Singles aus meinem "erweitertem Bekanntenkreis" dabei. Ich kenne sie nur vom Sehen. Die beiden machten insgesamt einen eher niedergeschlagenen Eindruck. Sie saßen da mit hängenden Schultern, wechselten nur wenige Worte und bestellten ein Bier nach dem anderen.
Die netten Damen Anfang 20 am Nachbartisch nahmen sie gar nicht war. Ich wette: Nur ein Small Talk mit dem anderen Geschlecht hätte die spontan Stimmung aufgehellt. Warum? Flirten macht glücklich - man kommt in den Flow. Was ist Flow?
Das Flowkonzept geht auf den Psychologen Mihaly Csikszentmihalyi (wird Tschikßentmiha:i ausgesprochen) zurück, der nach 20-jähriger Forschungsarbeit 1990 sein Grundlagenbuch Flow: Das Geheimnis des Glücks veröffentlichte.
Flow - das ist, ganz allgemein gesagt, ein seelischer Zustand, in dem das Erleben "schwerelos fließt". Man kann das Wort Flow auch übersetzen mit: Ruhiges Dahinströmen. Um gleich einem Irrtum vorzubeugen: Flow gibt es nicht umsonst. Ohne Engagement, Anstrengung und Konzentration geht flowmäßig gar nichts.
Wer ein Flow-Erlebnis hat, geht in einer Tätigkeit völlig auf. Sie wird um ihrer selbst willen ausgeführt. Dafür ist die eben erwähnte Konzentration unabdingbar. Der Betreffende richtet seine Aufmerksamkeit auf eine bestimmte Aufgabe und ist dabei hoch motiviert. Nach Fertigstellung des jeweiligen Projekts hat er ein Ziel erreicht, genauer gesagt, etwas zustande bekommen.
Das Drumherum spielt während des Flow-Zustands keine Rolle. Zeit und Raum verflüchtigen sich. Man wird sozusagen eins mit der Aufgabe. Alltagssorgen und -ängste sind nicht mehr existent. Die Aktivität darf weder unter- noch überfordernd sein. Wenn die Tätigkeit beendet ist, fühlt man sich zufrieden und glücklich, weil uns das Gehirn mit der Ausschüttung von Dopamin und bestimmten Opioiden (körpereigene "Drogen") belohnt. Es gilt die Faustformel: Wer häufig Flow-Erlebnisse hat, fördert seine Lebensqualität.
Was hat Flow nun mit dem Thema Flirt zu tun? Kurz gesagt: Sehr viel! Denn Flirten ist auch eine Aktivität, die sich selbst durch Glückshormone belohnt. Und weiter: Das Flirtgespräch, das Gegenüber - diese beiden Dinge dürfen nicht unter- oder überfordern. Auch Zeit und Raum spielen beim Flirten keine Rolle. Hieraus folgt: Sehen Sie den Flirt als eine Art "Aktivität" an, die Sie erwiesenermaßen glücklich macht. Diese Tatsache können Sie im Hinterkopf behalten, wenn Sie Zeiten erleben, in denen die Dinge nicht ganz rund laufen.
Flirten: Gemeinsamkeiten suchen und finden
Geschrieben am 28.09.09 um 11:11 Uhr

Damit Anziehung entsteht, muss nicht viel Zeit vergehen. Doch wie verwickelt man das "Objekt der Begierde" in ein Gespräch? Überwindung ist notwendig! Das ist für viele ein Problem.
In einem im April erschienenen Artikel haben sich einige Flirtexperten zum Thema "Kennenlernen" geäußert. Da wollen wir doch mal sehen, was man davon wirklich verwenden kann. Den Beitrag habe ich auf www.kwick.de gefunden. Bekannte Namen tauchten darin auf: Peter Hollinger (Flirt- und Kontaktschule), Matthias Erppele (Flirtschule Freiburg), Simone Janssen (Gesamtverband der Ehe- und Partnervermittlungen).
Die Trainer wissen: Die größte Hürde für Flirtinteressierte ist die Angst vor dem Ansprechen. Wir alle kennen das. Man sitzt irgendwo gedankenversunken: Im Café, in der U-Bahn, im Biergarten. Und plötzlich sehen wir jemanden, der uns auf den ersten Blick unglaublich gefällt. (Bereits dieser Moment sorgt für die Ausschüttung von Glücksbotenstoffen im Gehirn.) Wir wollen mehr! Tja, wäre da nicht die Angst vor der Abfuhr!
Peter Hollinger weiß, dass es in solchen Fällen kein Patentrezept gibt. Daher lässt er seine Flirtkursteilnehmer auch ausgiebig Rollenspiele praktizieren. Solche "Trockenübungen" erleichtern später die Überwindung in der Realität. Sein konkreter Tipp: Man sollte sich vor dem Ansprechen Gedanken darüber machen, ob man irgendwelche Gemeinsamkeiten hat. Die verbinden bekanntlich. Was können entsprechende Gemeinsamkeiten sein? Nun, zum Beispiel, dass man zusammen im Regen an einer Ampel warten muss. Eine ironische Phrase wie "Tolles Wetter, was?" kann einen Small Talk in Gang bringen. Vielleicht antwortet der andere: "Ja, aber ich bin gleich gerettet, es geht ins Fitnessstudio." Daran kann man wieder anknüpfen: "Wo denn? Ich suche ein gutes Studio."
Doch manche haben nicht Probleme mit dem ersten, sondern mit dem zweiten Satz, meint Erppele. Da ist wohl was dran. Aus diesem Grund sollte man sich mögliche Antworten auf Gesprächseröffnungen vorher zurechtlegen. Aber nicht mehr als drei! Ansonsten nimmt man ja dem Small Talk jegliche Dynamik, er würde dann "hölzern" klingen.
Von plumpen Macho-Sprüchen und speziellen Themen wie Religion, Tod und Krankheit halten die Experten sehr wenig. Recht haben sie, in diese Richtungen sollte es nicht gehen - die Glückshormone würden sich sofort verziehen.
Simone Janssen auf der anderen Seite sieht die Notwendigkeit darin, beim Flirten gut drauf zu sein. Eine positive Stimmung springt schnell über. Auch Humor käme gut an. Wer letztlich noch Interesse am anderen zeigt, schafft optimale Flirt-Voraussetzungen. Die eigenen Ecken und Kanten sollte man nicht gleich beim ersten Gespräch beichten. Aber Selbstironie darf auch nicht fehlen, sie macht menschlich.
So viel zu den Tipps.
Fazit: Kann man durchgehen lassen! Noch eine letzte Anmerkung: Wenn Sie, liebe Leserin, lieber Leser, einmal einen Flirtkurs besuchen wollen: Achten Sie auf die Höhe des Honorars! So mancher Flirtlehrer verlangt Unsummen.
Warum der Misserfolg beim Flirten manchmal hausgemacht ist
Geschrieben am 25.09.09 um 10:16 Uhr

Stoßen wir bei unseren Mitmenschen auf Ablehnung, trifft uns das gewöhnlich sehr. Bekommen Singles aber permanent Abfuhren, dann sagt das entgegen des gesunden Menschenverstandes gewöhnlich mehr über sie als über die Anderen aus.
Manche Singles sind wirklich nicht zu beneiden. Sie können anscheinend tun beziehungsweise lassen, was sie wollen - die meisten Flirtversuche scheitern, verbale wie auch körpersprachliche. Betroffene wundern sich in den meisten Fällen darüber, manchmal wird die Schuld auch "den Anderen" in die Schuhe geschoben. Aber das ist typisch menschlich, allzumenschlich. Denn: Läuft es gut im Leben, bringt man damit die eigenen Leistungen in Verbindung, geht hingegen etwas in die Binsen, schiebt man das gern seinen Mitmenschen in die Schuhe. Klar.
Im Fall von ständig mangelhafter Flirtkultur ist meistens der Betroffene an dem ganzen Dilemma mitbeteiligt, was er aber so nicht wahrnimmt.
Vor Kurzem habe ich ein Buch von dem US-amerikanischen Psychotherapeuten Jeffrey Young gelesen, das in unserem Rahmen sehr hilfreich ist. Es hat den Titel Schematherapie. Hier wird folgende Theorie vertreten: Denken, Fühlen und Verhaltensweisen werden von sogenannten Schemata geleitet. Ein Schema beinhaltet, vereinfacht gesagt, gedankliche und emotionale Vorstellungen über uns selbst, die Mitmenschen und die Welt. Interessant ist, dass Schemata sehr früh entstehen. Genau gesagt in den ersten Lebensjahren, und zwar in Auseinandersetzung mit den engsten Bezugspersonen. Werden kindliche Grundbedürfnisse durch Unwissenheit oder Vorsatz dauerhaft frustriert, entwickelt der Heranwachsende als Reaktion hierauf spezifische Lösungen (Schemata). (Auch elterliche Überverwöhnung kann zur Ausbildung von nachteiligen Schemata führen.)
Beispiel: Häufige (a) Nichtbeachtung (vonseiten der Eltern) oder (b) zu starke Aufmerksamkeit kann aufseiten des Kindes dazu führen, dass es folgende Vorstellungen ausbildet: "Ich muss auf Mitmenschen immer grandios wirken", "Ich bin der Star" oder: "Ich sollte stets Anerkennung bekommen." (Young nennt dieses Muster "Anspruchshaltung/Grandiosität".) So eine Selbstwahrnehmung hat dann natürlich Auswirkungen auf Beruf, Partnerwahl und den Lebensstil an sich.
Die Schemathematik ist eigentlich universell. Jeder Mensch hat bestimmte Schemata entwickelt. Manche beinhalten möglicherweise auch nachteilige Faktoren, die streng genommen wegen ihrer Entstehung und Aufrechterhaltung in der Kindheit nicht mehr up to date sind. Schemata werden nicht hinterfragt!
Hieraus folgt: Wenn jemand ausschließlich auf Ablehnung stößt, kann es lohnenswert sein, die eigene Biografie in Augenschein zu nehmen. Vielleicht drehen sich ja die letzten Lebensjahre tendenziell um das Thema Ablehnung. In solchen Fällen wiederholt man unbewusst eventuell lediglich Erfahrungen, die man (a) halt kennt, aber (b) nur durch einige wenige Bezugspersonen zustande kamen.
Wenn Betroffene merken sollten, dass sie im Hier und Jetzt lediglich kindliche Konstellationen reinszenieren, ergibt sich plötzlich Raum - und zwar Raum für Veränderung. Dann kann der Eigenanteil am jeweiligen Problem reduziert werden, was in unserem Rahmen dazu führt, dass ein Flirtversuch auch (wider Erwarten?) mal fruchtet.
Flirtsignale bewusst wahrnehmen
Geschrieben am 21.09.09 um 10:03 Uhr

Während eines Flirts läuft das Gros der Kommunikation auf einer unterschwelligen Ebene ab, nonverbal. Und natürlich ist eine positive Körpersprache das A und O.
Seit ich mich mit dem Thema Flirt und Co. beschäftige, weiß ich: Die Körpersprache darf hierbei niemals ausgeklammert werden. Wer sie bewusst einsetzt und achtsam die Bewegungen des anderen verfolgt, auch Mimik und Gestik, der trägt viel dazu bei, dass ein Flirt gelingt. Auf der anderen Seite merkt man recht schnell, ob das Gegenüber Sympathie, Desinteresse oder Antipathie verspürt. Klar, Körpersprache lügt nicht.
Letztens las ich auf den Online-Seiten von Fit for fun einen Artikel über den "Altmeister der Körpersprache" schlechthin: Samy Molcho. Es ging um sein neues Buch "Umarme mich, aber rühr mich nicht an".
Die Redakteurin traf Molcho in Hamburg und war sichtlich beeindruckt von seiner Fähigkeit, selbst die unscheinbarsten körpersprachlichen Phänomene wahrzunehmen und zu deuten. Gut, immerhin beschäftigt er sich sein Leben lang mit dem Thema und hat entsprechend zahlreiche Bücher verfasst.
Nicht immer unproblematisch finde ich seine Anmerkungen zu "ganz eindeutigen Signalen", etwa mit dem Finger auf andere zeigen ("Dominanzfinger"), oder die "kalte Schulter" ("Bedürfnis nach Rückzug"). Doch prinzipiell bringt es sehr viel, genau auf die Körpersprache des Anderen, in unserem Rahmen: auf die des Flirtpartners, zu achten. Körpersprache ist ehrlicher als das gesprochene Wort. Theoretisch reicht daher schon ein kurzer Augenkontakt aus, um die Flirtbereitschaft des noch unbekannten Fremden auszuloten. Schließt sich nämlich folgende Reaktion an, herrscht aller Wahrscheinlichkeit nach "Sympathie auf den ersten Blick" vor (= Grundvoraussetzung für einen Small Talk): Nach dem (kurzen) Blickkontakt schaut der Andere weg - und nach wenigen Sekunden wieder zu mir. Möglich ist auch, dass der Blickkontakt aufrechterhalten und dabei gelächelt wird. (Ein ehrliches Lächeln ist natürlich das Sympathiebekenntnis schlechthin.)
Zudem ist es sehr gewinnbringend, über die geschlechtsspezifischen Flirtsignale Bescheid zu wissen. Sie wurden in zahlreichen Forschungsprojekten thematisiert. Meistens handelt es sich dabei unter anderem um Verlegenheitsgesten, die in Kombination gezeigt werden. Ich fasse Sie hier mal kurz zusammen:
Wenn Frauen an Männern Interesse haben, offenbaren sie häufig diese körpersprachlichen Reaktionen: Kopf schräg legen, mit der Hand durch die Haare streichen, Kleidungsstücke zurechtzupfen, "sich hübsch machen", (unsichtbare) Flusen entfernen.
Nun zu den Reaktionen, die bei flirtwilligen Männern oft beobachtet werden: "Brust raus, Bauch rein", spontane Veränderungen der Sitz- oder Stehposition, Dominanzgebaren.
Denken Sie daran, die Reaktionen werden im Falle von Flirtbereitschaft in Kombination gezeigt (!).
Flirten mit Köpfchen - aber bitte ohne Über-Ich
Geschrieben am 18.09.09 um 11:09 Uhr

Der "innere Kritiker" kann uns so manchen Flirt versauen, sogar schon vorauseilend. Doch es gibt Wege, den Schweinehund auszutricksen, um passende Alltagssituationen auszunutzen.
Wer sich selbst besser verstehen will, kommt um den Begriff "Über-Ich" nicht herum. Und um Tiefenpsychologie im Allgemeinen sowieso nicht.
In der emotion (3/2009) finden wir eine gute Zusammenfassung und auch aktuelle Erkenntnisse zum Über-Ich. Kurz gesagt, handelt es sich dabei um eine innerpsychische Instanz, die unsere Normen und (moralischen) Wertvorstellungen beinhaltet.
Sigmund Freud ist bei seiner Arbeit Anfang des 20. Jahrhunderts erstmals auf das Über-Ich gestoßen. Bis vor wenigen Jahren galten seine Theorien aus Sicht von Akademiker-Psychologen als kalter Kaffee; sie haben auch das Über-Ich belächelt. Ein Irrtum.
Innovative Neurowissenschaftler wie Antonio Damasio oder Marc Solms haben durch Experimente das Über-Ich genauer lokalisiert: Es ist im Stirnhirn verortet (obwohl natürlich klar ist, dass nicht ein einziger Bereich im Gehirn für lediglich eine "Sache" zuständig ist). Beispielhaft wird von einer weiblichen Testperson berichtet, die aufgrund eines Autounfalls schwere Gehirnverletzungen davongetragen hat. Genauer gesagt, ihr Stirnhirn wurde beschädigt. Folge: Völlige Gewissenlosigkeit!
Lange Rede, kurzer Sinn, liebe Leserin, lieber Leser. Werden wir konkret: Jeder von uns hat ein Über-Ich, das vor allem aus verinnerlichten Vorschriften und gesellschaftlichen Verboten aller Art besteht. Maßgeblich bei der Über-Ich-Entwicklung sind natürlich die Eltern. Tun - oder denken - wir etwas, das unserem Über-Ich widerspricht, fühlen wir uns nicht wohl in unserer Haut. In solchen Fällen haben wir dann meistens Gewissensbisse.
Ein weiterer Haken - und jetzt kommen wir zur Sache: Manche haben so ihre Problemchen, "einfach so" jemanden anzusprechen, um etwa mit ihm zu flirten, weil "man das nicht macht"; natürlich nur aus der Perspektive des Betreffenden. Das Gewissen ist ja individuell. Betreffende haben schon den Impuls, den anderen kennenzulernen. Dieser Impuls ist angeboren, stammt also, psychoanalytisch gesprochen, aus dem "Es". Doch das Motiv wird zeitgleich(!) von einem rigiden Über-Ich bekämpft, und zwar gefühls- und gedankenmäßig.
Was tun? Betreffende sollten sich zunächst einmal bewusst machen, dass eventuell lediglich spießige Bezugspersonen für die eigene Schüchternheit verantwortlich sind. Das hilft schon mal beim Überwinden. Eine andere Idee: Überrumpeln Sie Ihr Über Ich, indem Sie in verheißungsvollen Situationen schnell handeln, also den Flirt in spe sofort ansprechen. Extreme Fälle dürfen auch - und dieser Tipp wird deren Über-Ich jetzt erzürnen - auch mal ein Gläschen "zischen", bevor sie die Stadt unsicher machen. Bekanntlich ist das Über-Ich in Alkohol löslich. Daher kommt übrigens auch der Spruch, dass Betrunkene vorwiegend die Wahrheit sagen; und auch Kinder (aber nur, wenn ihr Über-Ich noch nicht ausgereift ist).
Flirten außerhalb der Beziehung - Darf man? Muss man? Sollte man?
Geschrieben am 14.09.09 um 11:30 Uhr

Dass nicht nur Singles gerne flirten, sondern auch Menschen, die in einer festen Partnerschaft leben, ist kein Geheimnis. Doch was ist "normal" und wo ist überhaupt die Grenze?
Letztens besuchten meine Frau und ich die "Nibelungenfestspiele" in Worms. Sehr sehenswert dieses Jahr. Irgendwann nach der Vorstellung stützten wir uns auf einen Stehtisch im Gastronomiebereich und schlürften Spätburgunder. Alles war gut.
Am Nachbartisch wurde diskutiert. Zwei Frauen, zwei Männer mittleren Alters, wahrscheinlich ebenfalls Nibelungenfestspiel-Besucher, waren sehr engagiert bei der Sache. Allem Anschein nach ging es um das Thema "Sollte man in einer festen Beziehung mit anderen flirten oder nicht?".
Eine heikle Angelegenheit. Nun beschäftigen sich bekanntermaßen auch zahlreiche Beziehungsratgeberautoren mit der Frage; und jeder hat eine andere Weisheit hierzu auf Lager. Auch ich. Stets kam ich zu dem Schluss: Wer in einer festen Beziehung ist, sollte im Alltag schon das eine oder andere Techtelmechtel außerhalb der Partnerschaft bewusst erleben. Grund: Glückshormone werden ausgeschüttet. Anders gesagt, wer flirtet, der ist - für den Moment - glücklich. Man ist wie im Flow, Zeit und Raum verflüchtigen sich. Außerdem wird das Selbstwertgefühl gestärkt, und so weiter.
Doch das Thema ist doch komplexer, als man auf den ersten Blick hin annimmt. Würden Sie zum Beispiel jemandem empfehlen, mehr zu flirten, wenn Sie wüssten, dass er es mit der Treue nicht so genau nimmt? Auf der anderen Seite muss bedacht werden: Jeder setzt die Grenze zur sogenannten Untreue anders, nicht immer gilt das Motto "Appetit holen kann man sich, gegessen wird zuhause". Und weiter: Was rät man jemandem, der schon oft betrogen wurde? - "Flirten Sie mehr!"?
Allgemeingültige Tipps kann man hinsichtlich dieses Themas streng genommen nicht geben, es kommt immer auf den Einzelfall an, sprich auf das jeweilige Paar. Was sicherlich nicht schadet, sind klare Absprachen. Solche Fragen sollten zumindest mal angesprochen werden: "Ab wann beginnt bei Dir Untreue?", "Wie wichtig sind Dir Flirts mit anderen?", "Was sind Deine Flirtmotive?" und so weiter.
Auf diese Weise zapft man eine Bewusstseinsebene an, die gewöhnlich nicht verbalisiert wird - vielleicht weil man den Anderen nicht verletzen will. Aber man muss auch das Potenzial sehen. Nehmen wir an - rein hypothetisch -, ich wäre extrem eifersüchtig. Mir wäre sicher teilweise geholfen, wenn ich mehr über das Innenleben meines Partners wissen würde. Dann würden viele meiner irrationalen Denkmuster (etwa: "Du willst doch Sex mit anderen!") ad absurdum geführt. Und das ist bekanntlich die halbe Miete. Natürlich hat man nie letztendliche Gewissheit. Aber so ist das mit der Eifersucht...
Attraktive Männergesichter: Sexy oder ästhetisch?
Geschrieben am 11.09.09 um 11:44 Uhr

Dass Frauen dazu neigen, die Männerwelt längerfristig zu studieren, äußerlich gesehen, haben wir schon immer geahnt. Diese Eigenart wurde nun wissenschaftlich bestätigt.
Laut einer Studie, die von Wissenschaftlern von der Pennsylvania Universität durchgeführt wurde, nimmt die Frauenwelt Männergesichter auf zwei verschiedenen Ebenen wahr (siehe Pressetext Austria, 26.08.2009). Vereinfacht gesagt: Zum einen handelt es sich dabei um eine sexuelle, zum anderen um eine nicht-sexuelle Ebene. (Nebenbei erwähnt: Vor allem hervorstehende Wangenknochen gelten beim männlichen Geschlecht als Attraktivitätsmerkmal, siehe zum Beispiel Brad Pitt.)
Die Untersuchung wurde an 100 Studentinnen durchgeführt. Zunächst mussten 50 Testpersonen diverse abgelichtete Männer- und Frauengesichter in Bezug auf ihre Attraktivität beurteilen. Außerdem stand das Rätsel im Raum, welcher Mann am ehesten für ein Date infrage käme beziehungsweise als Arbeitskollege. Als Erstes ging es demnach um sexuelle Attraktivität, als Zweites "nur" um Ästhetik im Berufsalltag.
Danach folgte die zweite Runde. 50 andere weibliche Versuchspersonen sollten nun dieselben Fotos begutachten. Dieses Mal aber waren einige der abgelichteten Personen manipuliert. Die Fotos waren entsprechend in der Mitte durchgeschnitten, die obere Hälfte war deutlich gegen deren untere Hälfte verschoben, weshalb der obere Teil der jeweiligen Person in den Wahrnehmungsfokus gelangte. Auf diese Weise sollten eher sexuelle Merkmale in den Vordergrund gelangen und weniger die Gesamtästhetik des Gesichts. Die Probandinnen waren demnach gleichzeitig gezwungen, sich in Bezug auf die sexuelle und nicht-sexuelle Attraktivitätseinschätzung auf einzelne Merkmale zu beschränken.
Lange Rede, kurze Sinn: Die geteilten Bilder wurden meistens nach den Kriterien der sexuellen Attraktivität beurteilt. Hieraus folgt, dass Frauen Männergesichter auf zwei verschiedenen Ebenen wahrnehmen. Ob ein Männergesicht in sexueller Hinsicht attraktiv ist oder nicht - daran sind mindestens zwei Faktoren beteiligt. Einerseits gibt es angeborene Kennzeichen, andererseits - durch die Umwelt - sozialisierte. Einige Worte zu Ersterem. Ein kantiges Gesicht zum Beispiel weist gleichzeitig auf einen hohen Testosteron-Spiegel hin. Das Geschlechtshormon beeinflusst die Gesichtszüge, "macht" sie eckiger und ist auch am Sexualverhalten beteiligt.
Aber das heißt nicht, dass jetzt alle Nicht-Brad-Pitts den Kopf in den Sand stecken müssen. Es gibt ja auch, wie gesagt, Schönheitskriterien, die im Laufe der Biografie einer Frau entstehen. Somit wird Schönheit geradezu relativ. Gut, nicht?
Ahoi! - Single-Party auf dem Wasser
Geschrieben am 08.09.09 um 10:38 Uhr

Überall werden Single-Partys organisiert - sie sind sehr populär und werden gerne von der entsprechenden Klientel frequentiert. Jetzt geht es sogar ins Wasser...
Single-Partys gibt es bekanntlich in vielerlei Variationen. Meistens finden Sie in Diskotheken statt. Ich selbst habe auch das eine ums andere Mal verschiedene Locations an entsprechenden Abenden ausprobiert. Ja, sogar mit dem unvermeidlichen Namenschild auf der Brust.
Was mich damals am meisten ärgerte: Viele Damen, mit denen ich ins Gespräch kam, verrieten mir nach 10-20 Minuten Small Talk, dass sie einerseits einen festen Partner hatten, andererseits aber auch nicht den Spaß am Flirt missen wollten. Ob das heutzutage immer noch so ist? Aber, Moment: Vielleicht war dieser Satz auch eine Art Korb, was weiß ich.
Jedenfalls stieß ich vor einiger Zeit beim Recherchieren auf eine Internetseite, die mit folgendem Motto für eine Veranstaltung warb: "Auf dem See gibt es kein Entrinnen; nutze die Chance und lerne jemanden kennen" (siehe http://www.bodenseeschiffe.ch - 06.07.2009).
Singles können entsprechend eine Fahrt auf dem "Flirt Boat" mieten und eine "romantische Schifffahrt" erleben. Geboten wird außerdem: "SpeedFlirting" und gute Musik. Beim "SpeedFlirting", quasi eine andere Bezeichnung für "Speed Dating", kann man "in lockerer Atmosphäre in einer Stunde 7 Singles derselben Altersstufe kennen lernen", so der Werbetext.
Was ist davon zu halten? Zunächst einmal scheinen die Rahmenbedingungen zu stimmen. Außerdem ergeben sich spezielle Vorteile in Bezug auf das Ansprechen, weshalb man eigentlich auf das Speed Dating an Bord verzichten kann. Letztlich entscheidet es sich eh in den ersten paar Sekunden, ob wir jemandem auf den Zahn fühlen wollen oder nicht. Und bedenken Sie: Falls der erste Speed Dating-Partner gleich durchs Raster fällt, ziehen sich die verbleibenden Minuten wie Kaugummi; von den folgenden Konversationen einmal ganz zu schweigen.
Ohne Speed Dating erledigen sich die Dinge an Bord wie von selbst, davon können Sie getrost ausgehen. Leicht kann man auf der Tanzfläche (oder zwischen Kombüse und Reling) mit lapidar humorvollen Sätzen einen Small Talk in Gang bringen, etwa: "Hi, ich habe übrigens keinen Schwips, das ist der Seegang", "Hallo, eben habe ich dem Kapitän gesagt, er soll auf halbe Kraft gehen, damit hier unten die Drinks in den Gläsern bleiben", "Hi, weißt du, wie weit es bis zum Land ist? - Falls wir schwimmen müssen". Wer mit Ihnen flirten will, geht auf Ihre "Angebote" ein - und umgekehrt.
Der einzige Nachteil: Wenn alle potenziellen Flirtpartner in spe an Bord nicht für was Ernstes in Frage kommen, dann bleibt nicht viel mehr, als mit den Cocktails zu schäkern. Denn mal schnell von Bord gehen - das ist nicht drin.
Fazit: Wenn Sie Single sind, probieren Sie doch mal ein ähnliches Angebot aus. Das Leben ist kurz. Sie müssen gar nicht so sehr in die Ferne schweifen. In vielen Großstädten, die an Flüssen liegen, werden Single-Partys zu Wasser angeboten. Ach ja, und ich habe noch was gelernt. Buchen kann man auch: Ein Fondueschiff, Oktoberfestschiff, Krimischiff, Sylvesterschiff sowie einen Whiskey-und-Zigarren-Cruise. Interessant...
"Du auch hier?" Tipps für den Small Talk
Geschrieben am 04.09.09 um 08:44 Uhr

Jeder weiß: Kein Flirt kommt ohne angenehmen Small Talk aus. Doch was soll man sagen? Wie soll man eine Unterhaltung beginnen?
Im "Deutschlandradio" hörte ich ein interessantes Interview mit dem Autor Tilman Spengler. Er hatte viel zum Thema Small Talk zu sagen. Sein neues Buch heißt übrigens "Sind Sie öfter hier? - Von der Kunst, ein kluges Gespräch zu führen".
Zu Beginn des Interviews sagte er, dass man durchaus etwas mutiger vorgehen und zum Beispiel mal etwas Witziges zitieren kann, um jemanden in mehr als nur ein oberflächliches Gespräch zu verwickeln. Aber ein Flirtgarant ist auch diese Methode nicht. Vielleicht kennt der andere das Zitat nicht, oder aber der Urheber macht mit einem überheblichen Unterton den Eindruck eines Angebers. Dann gibt's einen Korb.
Von der Frage "Sind Sie öfter hier?", die sich im Allgemeinen höchster Beliebtheit erfreut, hält Spengler sehr wenig. Er findet sie zunächst einmal altbacken (in den 50ern war sie up to date). Sie würde außerdem über denjenigen, der sie stellt, lediglich aussagen, dass er (oder sie) noch nicht genau die Kunst der Konversation eingeübt hat. (Da hat er wohl Recht, die Frage ist wirklich sehr einfallslos. Was er aber übersieht: Wenn sich zwei Menschen gefallen, ist der Einstieg so gut wie irrelevant.)
Der absolute Reinfall ist seiner Meinung nach der Satz: "Na, wie geht's?" Er würde eine "fürchterliche Schachtel" aufmachen (Büchse der Pandora?), der die typisch deutsche Lust am Sich-Beklagen wecken würde.
Der Moderator konstruierte dann einige "Anmachsprüche", die der Autor als passend empfand.
Die besten Eröffnungstaktiken
1. "Zur neuen Musik habe ich ein eher gespanntes Verhältnis. Und Sie?" (in der Konzertpause von einem Schönberg-Streichquartett)
2. "Halten Sie Thomas Mann nicht auch für überschätzt?" (bei einer literarischen Veranstaltung)
3. "Also, ich freue mich ja immer, wenn Bayern München eins auf die Mütze kriegt." (in der Kneipe)
Spengler ist sich letztlich sicher: Der erste Satz ist gar nicht so entscheidend, eher der zweite. Das heißt, es kommt darauf an, was man aus der Gesprächsaufforderung macht. Ein guter Small Talk entwickelt sich stets weiter, und außerdem dreht er sich meistens um die "kleinen Dinge", die die gerade erlebte Situation hergibt.
Daraus folgt: Konstruieren Sie einen unverfänglichen Satz - angelehnt an das Hier und Jetzt - und versuchen Sie, leichtfüßig die Unterhaltung zu führen. Testen Sie Ihre Small Talk-Kompetenzen, von morgens bis abends. Es gibt im Alltag zahllose Möglichkeiten.
Outdoor-Events bieten viele Flirtmöglichkeiten
Geschrieben am 01.09.09 um 12:41 Uhr

Outdoor-Aktivitäten "bringen" den Kick. Aber nicht nur das: Mit etwas Glück kann man sich sogar von seinem ungeliebten Single-Dasein verabschieden.
Letztens stieß ich beim Internet-Surfen auf einen Dienstleister (PAS-TEAM GmbH), der Outdoor-Events für Singles veranstaltet. Die Betreiber haben zweifellos einen guten Riecher für die unbewussten Mechanismen bei der Partnerwahl von Frauen und Männern bewiesen. Dazu später mehr.
Natürlich kann man Outdoor-Events auch ausprobieren, wenn man nicht gerade einen neuen Lebensgefährten sucht. Wer sich nämlich durch so manche Extremsituation in der freien Natur quält, beschenkt sich mit der Ausschüttung von Glückshormonen. Dopamin und Co. sind immer mit "am Start", wenn man erfolgreich schwierige Situationen durchlebt, in denen starke Emotionen provoziert werden. Außerdem wird das Selbstwertgefühl gestärkt.
Doch zurück zum Thema Techtelmechtel in der freien Natur. Bei Outdoor-Events lernen die Kursteilnehmer viel über das Zwischenmenschliche, zum Beispiel, dass man sich gegenseitig helfen und gleichzeitig vertrauen muss, um das jeweilige Ziel (etwa sicheres Abseilen aus großer Höhe) zu erreichen. Diese Tatsache schweißt schon mal in der Startphase schnell zusammen, erschafft gewissermaßen den Kontakt auf der Beziehungsebene. Nicht ohne Grund schickt so mancher Therapeut daher ein zerstrittenes Zweiergespann mal übers Wochenende in den Hochseilgarten. Betreffende begegnen sich auf diese Weise wieder auf einer tieferen Ebene.
Outdoor-Events bieten - weil alle ein gemeinsames Anliegen haben - viele Flirtmöglichkeiten. Alleine schon die zahllosen Reize aus der Umgebung eignen sich dazu, einen Small Talk zu beginnen. Abraten würde ich von tiefer gehenden Unterhaltungen. Die Situation ist ja vergleichbar mit einem Urlaub: Man unternimmt etwas abseits des Alltags. Und mit der "Tretmühle" will man sich doch nicht gleich wieder auseinandersetzen müssen, oder?
Frauen und Männer können aufeinander auch mit ihren Überlebenskompetenzen einen guten Eindruck machen. Denn wer zeigt, dass er in der Natur überlebt, der offenbart gleichzeitig auch Bewältigungskompetenzen, die im "normalen Alltag" hilfreich sind. Das unvermeidliche Lagerfeuer unter dem Sternenhimmel darf ausgenutzt werden, um den Anderen besser kennenzulernen.
Aber Vorsicht: Jemanden abseits des "alltäglichen Wahnsinns" begeistern zu können, ist noch keine Garantie dafür, dass es auch im normalen Leben funktioniert!
Brille: "Oben ohne" kommt besser an
Geschrieben am 28.08.09 um 15:07 Uhr

Klarer Fall, eine Lesebrille lässt einen intellektuell aussehen. Kommt gut im Büro. Doch wer die Herzen im Voraus erobern oder einfach nur flirten will, steigt besser auf Kontaktlinsen um.
Schaut man sich heute die Filme aus den 80ern an, sorgen nicht nur üppige Frisuren oder die seltsamen Farbkombinationen für Verwunderung. Auch die Brillen-Mode drückte dem Zeitgeist ihren eigenen Stempel auf. Oder umgekehrt, je nachdem. Kennen Sie noch die tropfenförmigen Brillen? Puck die Stubenfliege war gar nichts dagegen.
Übrigens: Ich gebe meiner Brille, die ich damals hatte, die Hauptschuld dafür, dass mein Erfolg in der Frauenwelt sehr zu wünschen übrig ließ. Doch, ehrlich. Ich sage nur: Wenn in einer Schulklasse, in der ich gerade unterrichte, mal gar nichts geht, lasse ich meinen Führerschein von damals rumgehen. Dann geht die Luzie ab! Sie wissen ja: Lachen sorgt für die Ausschüttung von Glücksbotenstoffen. Zum Glück probierte ich Anfang 1997 irgendwann mal Kontaktlinsen aus. Dabei ist es geblieben... Was ich damals am eigenen Leib erfuhr, dass nämlich "oben ohne" im Allgemeinen (!) für mehr Attraktivität bei der Partnersuche sorgt, das wurde vor Kurzem in einer aktuellen Studie wieder einmal bestätigt.
In der Untersuchung, die in der "Welt am Sonntag" (19.04.2009) zitiert wurde, gaben circa 70 Prozent der befragten Singles an: Kontaktlinsenträger erregen mehr Interesse. (Die Studie wurde von dem Kontaktlinsenanbieter 4Care durchgeführt - das muss man natürlich berücksichtigen.)
Der bekannte Psychologe Ronald Henns (Uni Saarbrücken) erklärte das Phänomen folgendermaßen. Weil "biologische" Gesundheit bei der Partnerwahl generell hoch im Kurs steht, stehen auch eher Singles hoch im Kurs, die keine Brille tragen. Die ist nämlich manchmal ein Indikator für einen Augen-Defekt, etwa Hornhautverkrümmung. Und dieser Defekt kann sich weitervererben. (Ich hoffe nicht, meine Frau ist gerade schwanger.)
Also: Wer eine Brille trägt, die (a) nicht nur die komplette Augenpartie unscharf erscheinen lässt, sondern (b) darüber hinaus noch die komplette Kopfform verschandelt und (c) letztlich von anderen Schokoladenseiten im Gesicht ablenkt, der sollte mal über die Möglichkeit reflektieren, ob eine Rosskur sinnvoll ist. Da muss man sich manchmal regelrecht überwinden. Nur ein frappantes Beispiel: Obwohl mich meine Brille zum professionelle Frauenverschrecker mutieren ließ, hielt ich an ihr fest. Ich hatte sie im Alter von drei Jahren bekommen. Das prägt. Sie wissen ja, der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Ich weiß nicht, wie oft ich den Ratschlag hörte: "Man, probiere doch wenigstens einmal Kontaktlinsen!"
Aber denken Sie dran: Wir verschenken ohnehin schon sehr viele Potenziale, weil wir nicht die Ursachen unserer "inneren Schweinehunde" kennen - und die hindern uns an zahllosen Erfahrungen, die uns weiterbringen würden.
Warum sich Männer beim Flirten in Szene setzen
Geschrieben am 24.08.09 um 12:24 Uhr

Selbstdarstellende Flirtpartner sind nicht selten. Dabei kann "Frau" es ihnen noch nicht einmal vorwerfen. Schließlich liegt der Hang zum Auftrumpfen im Blut.
Viele weibliche Singles kennen das Phänomen, dass beim Small Talk der männliche Part meistens von seinen Besitztümern und Fähigkeiten spricht. Viele scheinen fortwährend zu vermitteln: "Sieh her - mein Haus, mein Wagen, meine Jacht" Dieses Thema hat natürlich viele Variationen auf Lager (und einen hohen Nerv-Faktor), wobei die Grundaussage meistens gleich bleibt. Sie lautet: "Ich könnte Dir ein verlässlicher Partner sein, weil ich ehrgeizig bin und großzügig investiere."
Im Spiegel (6/2009) wird über die Arbeit des US-amerikanischen Psychologen Geoffrey Miller berichtet, der sich unter anderem mit diesem Phänomen wissenschaftlich auseinandersetzt. Ich habe vor Monaten ein gutes Buch von ihm gelesen, es heißt: "Die sexuelle Evolution. Partnerwahl und die Entstehung des Geistes". Jedenfalls werden im genannten Artikel auch einige neuere Studien des Psychologen thematisiert; auf deren Befunde will ich kurz eingehen. Sie untermauern nämlich die evolutionspsychologischen Ausführungen, die wir hier im Flirtblog ja schon kennengelernt haben. Los geht's:
1. Männer sind spendabler, wenn sie mit Frauen flirten, die in der fruchtbaren Phase sind.
Auf diese Auffälligkeit stieß Miller bei einer Studie in sogenannten "Gentlemen's Clubs". In diesen Etablissements tanzen leicht bekleidete Damen für investitionsfreudige Männer. (Sie sehen, Psychologen arbeiten manchmal direkt an der Basis.) Miller fand heraus: Die "fruchtbaren" Tänzerinnen bekamen fast doppelt so viele Scheine (335 Dollar pro Schicht) als die anderen - man hatte die Gruppe über einen Zeitraum von 60 Tagen begleitet. Dabei blieb die Frage ungeklärt, wie Männer die Empfängnisbereitschaft wahrnahmen.
2. Je attraktiver die Gesprächspartnerin, desto mehr Wert legen Männer auf Luxusartikel.
Ein sicherlich auf den ersten Blick verstörender Befund, der aber seine Berechtigung hat. Wie kam diese Erkenntnis zustande? Der Psychologe zeigte männlichen Versuchspersonen am Rechner nacheinander Bilder von attraktiven Frauen. Daraufhin sollten sie sich ein Date mit der Betreffenden vorstellen. Außerdem, so das fiktive Bild, ständen dem männlichen Part 5000 Dollar zur freien Verfügung. Die Probanden sollten sich überlegen, wie viel des Betrags sie für Statussymbole oder andere Dinge ausgeben würden. Ergebnis: Im Vergleich zu den Männern, die gar keine Damen zu sehen bekamen, ließen sich die manipulierten Probanden eher zum Luxus hinreißen ? nur durch den weiblichen Reiz!
Fazit: Flirtwillige Frauen dürfen es ihren Small Talk-Partnern gerne auch mal nachsehen, wenn jene verstärkt zur Selbstdarstellung neigen; sie wollen halt Eindruck machen. Auf der anderen Seite - und das ist ein Tipp für das andere Geschlecht - sollte man es nicht so sehr übertreiben. Eigenlob stinkt bekanntlich auch.
Geschrieben am 21.08.09 um 12:18 Uhr

Allerorten werden von "Experten" Veranstaltungen zur Steigerung der Flirtkompetenz angeboten. Doch was bringen solche Angebote wirklich?
Letztens googelte ich den Begriff Flirtkurs. Ergebnis: 18.700 Treffer (Stand: 13.08.2009). Tatsächlich existiert ein großes Angebot für Singles, die ihre Flirtkompetenz auf Vordermann bringen wollen. Man kann anscheinend aus dem Vollen schöpfen.
In meiner Studentenzeit habe ich auch Flirtkurse angepriesen. War ziemlich interessant. Die Veranstaltungen waren stets gut besucht, und zu meiner Überraschung war das Geschlechterverhältnis stets ausgeglichen. Da mir das Feedback sehr wichtig war, verteilte ich am Ende des Kurses Fragebögen.
Insgesamt waren die Teilnehmer mehr oder weniger zufrieden. Dies kann ein Hinweis darauf sein, dass ich die richtigen Inhalte thematisiert hatte.
Ob Flirtkurse schlussendlich effizient sind, steht auf einem anderen Blatt beziehungsweise auf gar keinem. Es gibt in Sachen Flirtforschung und -kurs keine einzige anerkannte Berufsbezeichnung, geschweige denn so etwas wie Qualitätssicherung (was schade ist, nebenbei erwähnt).
Daraus folgt: Man muss schon irgendwie an den richtigen Experten geraten, nicht? Die Angebote, für die im Internet geworben wird, weisen eine große Bandbreite auf. Seriöse Veranstaltungen findet man genauso wie unseriöse.
An was soll man sich orientieren? Ein Hinweis darauf, an der richtigen Adresse zu sein, ist aller Wahrscheinlichkeit nach der wissenschaftliche Hintergrund der Kursleiterin beziehungsweise des Kursleiters. Psychologen und Pädagogen haben, zumindest meiner Erfahrung nach, im Allgemeinen einen guten Ruf in diesem Metier.
Wichtig wäre meiner Meinung nach auch die Berücksichtigung verschiedener Wissenschaften, die sich mit dem Thema beschäftigen. Dummerweise wird oft nur eine einzige berücksichtigt, etwa das NLP. Doch eine Wissenschaft alleine macht noch keinen Flirtprofi. Der Flirt muss ganzheitlich betrachtet werden.
Werden wir konkret: Würde ich heute noch Kurse geben, müssten nach meiner Meinung folgende Inhalte berücksichtigt werden, damit das Angebot einigermaßen wissenschaftlich-integrativ fundiert ist:
Ergebnisse der Attraktivitätsforschung (was macht Männer attraktiv, was Frauen?); unbewusste Partnersuchbilder (Ergebnisse der Psychoanalyse und Evolutionären Psychologie); Selbstbild (Ergebnisse der Kognitiven Theorie); Phasen des Flirts (ausgewählte Studien der Sozialpsychologie); Selbstsabotage (tiefenpsychologische Ansätze); Ansprechen und Small Talk (Sozialpsychologie); Rollenspiele; Körpersprache (Ergebnisse humanbiologischer Experimente).
Sehen Sie, das Thema Flirt ist vergleichbar mit der Angelegenheit Psychotherapie. Beide Aufgaben können nur gelingen, wenn möglichst viele fundierte wissenschaftliche Perspektiven eingenommen werden, und zwar sowohl vom "Experten" als auch vom Ratsuchenden.
Diesem Anspruch komme ich (hoffentlich) auch hier im Flirtblog nach...
Per Telefonspeeddating zum passenden Partner?
Geschrieben am 17.08.09 um 12:29 Uhr

Eine neue Variante des Speeddating erscheint auf dem großen Markt der Partnervermittler: Das Telefonspeeddating.
Sie kennen sicher die Regeln des "einfachen" Speeddating: Sieben Frauen sitzen sieben Männern gegenüber; man kennt sich nicht und hat nun entsprechend einige Momente Zeit, dem Anderen auf den Zahn zu fühlen. Nach wenigen Minuten rückt die Männergruppe einen Stuhl weiter, und das Spiel geht wieder von vorne los. Wer sich sympathisch findet, kann dies auf einem Zettel vermerken, und letzten Endes werden dann die Telefonnummern ausgetauscht.
Speeddating gibt es bekanntlich in mehreren Variationen, und es offenbart verschiedene Vor-, aber auch Nachteile, auf die ich in einem anderen Artikel bereits eingegangen bin. Nun las ich vor Kurzem im Hamburger Abendblatt vom sogenannten "Telefonspeeddating". Dieses Angebot kommt vor allem den bequemen Singles entgegen. Man muss nämlich hierzu noch nicht einmal die eigenen vier Wände verlassen, geschweige denn sich optisch zurecht machen.
Werden wir konkret. Beim Telefonspeeddating muss man sich zunächst für eine Telefonsitzung registrieren lassen. Danach erhält man eine SMS mit einer Telefonnummer. Wird diese gewählt, erhält man "Zutritt" zu einer Session, an der mehrere Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus derselben Region beteiligt sind. Dann werden die weiblichen mit den männlichen Singles verkuppelt. Das heißt, man hat drei Minuten Zeit, einander kennenzulernen. Danach wird das Gespräch gekappt - und ein neuer Single wird zugeschaltet, und so weiter. Sind beide gewillt, den Erstkontakt zu intensivieren, können sie die Telefonnummern austauschen.
Nun, was ist von diesem Service zu halten? Unvoreingenommen betrachtet könnte man annehmen, dass das Telefonspeeddating eine pragmatische Sache sei. Zeit wird gespart, und man kann beim Telefonieren zeitgleich sogar noch anfallende Haushaltsarbeiten verrichten.
Ein gravierender Nachteil ist aber nicht von der Hand zu weisen, und der liegt darin: Telefonspeeddating reduziert den natürlichen Annäherungsprozess immens. Das heißt, ich kann nicht das Aussehen meines Gegenübers - wie beim herkömmlichen Speeddating - berücksichtigen. Und Sie wissen ja: die Optik ist in Bezug auf den Ersteindruck sehr wichtig. Des Weiteren fallen Mimik und Gestik komplett weg, die beiden Faktoren sind ja völlig ausgeblendet. Auf der anderen Seite bleiben nur die Stimme und das, was gesagt wird. Bei diesen Voraussetzungen ergibt sich Raum für Idealisierungen des Gesprächspartners. Und wenn sich dann beide "in der Realität" treffen, kann die Enttäuschung groß sein. Ein Lottospiel also.
Fazit: Wer effizient bei der Partnersuche vorgehen will, greift besser auf andere Methoden zurück.
Flirten gegen den Liebeskummer
Geschrieben am 14.08.09 um 11:55 Uhr

Wenn Beziehungen scheitern, darf und soll getrauert werden. Natürlich darf und soll geflirtet werden, auch wenn der innere (depressive) Schweinehund sein Veto einlegt.
Tja, liebe Leserin, lieber Leser, kürzlich hat es wieder im Freundeskreis gescheppert. Genauer gesagt, ein bekanntes Paar hat sich getrennt. Die beiden, Anfang 20, waren fünfeinhalb Jahre zusammen, haben Freud und Leid miteinander geteilt. Am Ende hieß es: "Wir haben uns auseinander gelebt." So.
Die Gründe, wieso Partner sich entfremden und schlussendlich getrennte Wege gehen, sind zahlreich. Und meistens sind sie auch viel tiefschichtiger, als die obligatorischen Pseudo-Erklärungsversuche der Beteiligten vermuten lassen. Mal ganz davon zu schweigen, dass - was ja menschlich, allzumenschlich ist - die meisten in solchen Fällen dazu neigen, den Anderen eher als verantwortlich an der Misere zu sehen.
Wenn es heißt "Wir haben uns in beidseitigem Einvernehmen geeinigt", dann impliziert das meistens wahrheitsgemäß: Einer der beiden leidet, und zwar mehr als der Andere.
Eine Trennung zieht stets eine ganze Palette an unliebsamen Gefühlen und Emotionen mit sich. Klar. Was kann man da tun?
Ich möchte Ihnen ein paar Anregungen geben:
1. Wird der gemeinsame Haushalt aufgelöst, suchen Sie lieber das Weite, wenn Ihr Partner sein Mobiliar abschlägt und die Koffer packt. Dieser Anblick schürt das Leiden, genauer gesagt, den Trennungsschmerz, der vor allem von unserem "inneren Kind" gespürt wird.
2. Vergeben Sie Ihrem sozialen Umfeld - es wird Ihnen gut gemeinte Ratschläge geben, die allesamt nichts bringen. "Die Zeit heilt alle Wunden" oder Ähnliches. Sie wissen schon. Umgeben Sie sich lieber mit Personen - falls es solche in Ihrem Umkreis gibt -, die imstande sind, Ihnen einfühlsam zuzuhören. Dadurch können Sie Ihre Beziehung noch mal Revue passieren lassen und sie "verarbeiten".
3. Trauern Sie! Kultivieren Sie ruhig Ihre depressive Verstimmung. Schmeißen Sie die Briefe und Geschenke des Ex-Partners weg; das befreit. (Ich spreche aus Erfahrung!) Schließen Sie sich drei Tage lang zu Hause ein, konsumieren Sie Herz-Schmerz-DVDs und bestellen Sie Fast Food. Aber nach dieser Zeit ist Schluss mit Unlustig!
4. Auf zu neuen Ufern! Wahrscheinlich müssen Sie sich überwinden. Es geht darum, wieder am öffentlichen Leben teilzunehmen. Das ist wichtig. Der Mensch ist nicht für die Isolation gemacht. Kontaktieren Sie auch Freunde und Bekannte, die nichts mit dem Ex zu tun haben. Dies dient der Ablenkung und dazu, einen Neuanfang zu starten. Gehen Sie shoppen, werfen Sie sich in Schale und betreten Sie erhobenen Hauptes wieder den Partnermarkt. Natürlich schadet es auch nicht, sich bei ElitePartner anzumelden...
Flirten für Anfänger - in sechs Schritten
Geschrieben am 10.08.09 um 12:41 Uhr

Manche Singles glauben, sie müssten nichts anderes tun als einfach nur warten. Eines Tages wird schon die Richtige / der Richtige kommen. Rein zufällig, versteht sich. Dummerweise warten solche Singles nicht selten ein Leben lang - und nichts passiert.
Aber kein Problem, selbst absolut Schüchterne lernen in sechs Schritten, wie es klappt mit dem Flirt.
Studien haben ergeben, dass Frauen, die in einer Bar an der Theke sitzen, nett gekleidet sind und einen offenherzigen Eindruck machen, sehr viel öfter pro Stunde angesprochen werden als passive Frauen, die lustlos in der Ecke stehen. Für Männer dürfte in etwa das Gleiche gelten, aber in diesem Fall kommt noch ein besonderes Handicap hinzu. In unserer Kultur, ja eigentlich weltweit, hat es sich eingebürgert, dass der Mann die Frau anspricht, nicht umgekehrt. Das bedeutet: Das "starke Geschlecht" hat noch schlechtere Karten, sollte sich der Betreffende nicht ins Partyleben stürzen. So, das hätten wir geklärt. Leider ergibt sich hier ein Problem. Die Frage, die sich viele stellen, lautet: Wie flirtet man? Oder: Läuft ein Flirt nach bestimmten Kriterien ab? Glücklicherweise haben zig Wissenschaftler eine Antwort auf letztere Frage gefunden. Ach übrigens, die Antwort lautet: Ja. Und so sieht das Ganze verkürzt aus (die folgende Liste stammt aus der Augsburger Allgemeine):
1. Ein Blick sagt mehr als 1.000 Worte. Es gilt die Faustformel: Je öfter sich ein Blickwechsel mit jemandem ergibt, desto mehr Sympathie scheint vorzuliegen. Bedenken Sie: Bereits innerhalb von 150 Millisekunden entscheidet unser Gehirn, ob wir jemanden anziehend, uninteressant oder abstoßend finden. (Genauer gesagt, die Zentren im limbischen System.) Daher ist der Blickwechsel ein wichtiges Indiz. Noch ein Tipp: Wenn man jemanden reizvoll findet, schaut man ihn an, dann kurz weg, dann fixiert man ihn wieder. Das Ganze geschieht unbewusst.
2. Manche ziehen sich stundenlang mit Blicken aus und gehen irgendwann getrennt nach Hause. Um eine solche im Nachhinein qualvolle Situation ("Ach, hätte ich doch nur...") zu vermeiden, sollten Sie den nächsten Schritt gehen. Er heißt: Entfernungsverkürzung. Das heißt, einer der beiden muss die Nähe zum anderen suchen. Wer in zehn Metern Entfernung zur Salzsäule erstarrt, darf sich nicht wundern, dass es nicht vorangeht. Am besten ist es, wenn Sie sich von der Seite annähern. Laufen Sie nicht frontal auf Ihren Flirt zu, das kann etwas zu tough rüberkommen.
3. Der nächste Schritt ist gewöhnlich Angst auslösend. Das Ansprechen steht auf dem Programm. Hier spielt die Furcht vor der Abweisung eine große Rolle. Diese Furcht muss einer der beiden überwinden. Man sollte sich bewusst machen: Es kann eigentlich nichts schiefgehen, weil man sich vorher via Körpersprache schon signalisiert hat, dass man sich gegenseitig attraktiv finden. Also, atmen Sie tief durch, und dann eröffnen Sie einen netten Small Talk. Ein "Hallo, ich bin..., wer bist du?" reicht schon aus. Ihr Flirtpartner wird sich ebenfalls darum bemühen, ein Gespräch in Gang zu bringen.
4. Suchen Sie Gemeinsamkeiten. Das verbindet. Aber nicht das Gespräch vorher im Geiste vorausplanen. Das nimmt der Unterhaltung ihre Natürlichkeit und Spontaneität. Während des Small Talks müssen Sie Ihre positiven Emotionen, für die natürlich Ihr Gesprächspartner verantwortlich ist, zeigen können. Hierzu gehört auch, dass man ein authentisches Lächeln verschenken kann. Wenn dies nicht der Fall ist, darf man im Alltag ruhig das Flirten üben. Hierzu gibt es viele Möglichkeiten.
5. Körpersprache einsetzen. Tipps für Frauen: Wenn Sie Ihrem Partner zu verstehen geben wollen, dass Sie Interesse haben, dann senden Sie typisch feminine Signale, etwa: Mit der Hand durch die Haare streichen, Kopf schräg legen, Schokoladenseiten zur Geltung bringen und so weiter. Tipps für Männer: Brust raus, Bauch rein; selbstsicher stehen, offene Mimik und Gestik zeigen, ausladende Gesten dürfen das, was sie sagen, unterstreichen.
6. Körpersprache des Gesprächspartners spiegeln. Studien haben ergeben, dass wir die Körpersprache von Mitmenschen, die wir mögen, nachahmen. Das heißt, wenn Sie aktiv Sympathie herstellen wollen, konzentrieren Sie sich auf's Spiegeln. Zum Beispiel so: Ihr Partner greift zum Glas und trinkt, sie tun es ihm gleich. Er sagt Ihnen etwas ins Ohr, Sie kommen ihm entgegen. Er lehnt sich zurück, sie ebenso. All das muss natürlich professionell und häppchenweise eingestreut werden. Übung macht den Meister.
Fazit: Es gibt keine perfekte Anleitung zum Flirten. Die jeweilige Situation, in der man sich befindet, erfordert vielleicht spezielle Abfolgen. Das heißt, Sie müssen eventuell eine Stufe auslassen, anders gesagt, überspringen.
"Music was my first love" - der Open Air-Flirt
Geschrieben am 07.08.09 um 15:46 Uhr

Egal ob Rock, Pop oder Classic - Livekonzerte unterhalten nicht nur die Massen, sie versetzen das Publikum in kollektive Verzückung. Da ist der nächste Flirt garantiert.
Liebe Leserin, lieber Leser: Hier in Worms läuft kulturell einiges. Nicht sehr viel im Vergleich zu Großstädten, zugegeben, aber doch - einiges. Im Sommer beispielsweise findet unter anderem das Jazz-Festival statt. Viele nationale internationale Musiker geben sich die Klinke in die Hand. Auch in diesem Jahr habe ich vor, mir einige Bands anzusehen. Das ganze Happening findet gewöhnlich in unmittelbarer Umgebung des alterwürdigen Doms statt. Nostalgie pur.
Aber auf was ich eigentlich hinauswill: Konzerte bieten viele Möglichkeiten, mit anderen Menschen auf lockere Art in Kontakt zu kommen. Abseits des Alltagswahnsinns ist es ein Leichtes, einen Small Talk anzuregen.
Natürlich sollte man diesbezüglich unter anderem auch fähig sein, die Beziehungsebene des anderen zu tangieren. Ohne Gefühlsregungen geht beim Flirten gar nichts. Meistens klappt der Einstieg, wenn man das Thema "Künstler des heutigen Abends" aufgreift. - "Na, glaubst du, der spielt heute Abend noch seinen Hit?" - "Ich liebe dieses Lied!" So bringt man möglicherweise "Saiten" im Gegenüber zum Klingen. Grund: Er (oder sie) verbindet positive Emotionen mit dem einen oder anderen Song. Und: Vielleicht hat man ja schon ähnliche Konzerte besucht...
Konkret gesagt: Über den "Aufhänger" Musik ist es möglich, mit anderen ins Gespräch zu kommen. Hier einige Tipps, die ich Ihnen infolge "wissenschaftlicher Recherche" ans Herz lege:
1. Sympathie entsteht sehr schnell, wie Sie wissen. Um herauszufinden, ob Sie auf den netten Menschen neben Ihnen anziehend wirken, müssen Sie nur kurz seine Aufmerksamkeit erregen. Das funktioniert - sehr konventionell - mit einer lapidaren Bemerkung. So ein Satz reicht schon: "Entschuldigung, wann spielt den die nächste Band?" Anhand seiner Mimik merken Sie, ob Ihre Außenwirkung auf ihn positiv wirkt. Falls ja, können weitere belanglose Fragen "nachgelegt" werden. Ihr Gegenüber wird sich ebenfalls "bemühen" - falls Sympathie vorliegt.
2. Nutzen Sie alle Situationen aus, in denen Sie gemeinsam mit anderen warten müssen, etwa in der Schlange vor dem Getränke-Ausschank. Sie können leicht jemanden ansprechen, mit Belanglosigkeiten. Vielleicht verabredet man sich ja auf einen Drink.
3. Seien Sie aufmerksam und taxieren Sie Ihre Umwelt. Bereits mit Blicken vermitteln uns Mitmenschen Sympathie. Nehmen Sie potenzielle Flirtpartner in der Menge wahr und starten Sie einen verbalen Kontaktversuch, wenn es sich ergibt (siehe Punkte 1 und 2).
Schmerzverzerrtes Gesicht: Sympathie-Test beim beim Flirten?
Geschrieben am 03.08.09 um 12:57 Uhr

Die biologische Grundlage des Mitgefühls/Mitleids sind die sogenannten Spiegelneuronen. Diese Nervenzellen im Gehirn simulieren in uns Gefühle, die eigentlich in unserem Kommunikationspartner vor sich gehen. Wer das weiß, hat Vorteile beim Flirten.
Fast wöchentlich erscheinen neue Artikel in wissenschaftlichen Magazinen, die sich mit der weit reichenden Rolle von Spiegelneuronen in unserem Alltag befassen (siehe zum Beispiel Informationsdienst Wissenschaft, 15.05.2009). Man kennt sie erst seit Anfang der 1990er-Jahre. Mehr aus Zufall stieß damals der Forscher Giacomo Rizzolatti, während eines Experiments mit Affen, auf die Existenz der Spiegelneuronen.
Kurz gesagt: Spiegelneuronen sind eine spezialisierte Art von Nervenzellen, die durch Verhaltensweisen von anderen(!) aktiviert werden. Nur ein Beispiel, das jeder kennt: Lächelt ein Baby seine Mutter an, tut sie intuitiv dasselbe; sie spiegelt automatisch das Verhalten ihres Kindes. Und nicht nur das: Sie spürt gewissermaßen seine Freude und lässt sich schließlich gefühlsmäßig anstecken.
Das heißt, alleine durch die Beobachtung von Mitmenschen werden wir in emotionale Resonanz gebracht. Natürlich müssen wir den anderen hierfür mögen. Sprechen wir zum Beispiel mit einer Nervensäge, feuert keine einzige Spiegelnervenzelle.
Spiegelneuronen lassen also aus dem "Ich" und "Du" ein "Wir" werden, poetisch gesagt. Wahrscheinlich haben alle Menschen die Grundvoraussetzung, im Kindesalter entsprechende Zellen infolge von stabilen, tendenziell glücklicheren Beziehungen auszubilden. Dass das nicht immer so läuft, wissen Sie selbst.
Es kommt nicht von ungefähr: Der alltägliche Wahnsinn, dem wir alle ausgeliefert sind, ist mehr von Stress, Egoismus und sonstigen Nickligkeiten bestimmt. Interessanterweise hemmt Stress die Spiegelnervenzellen-Aktivität. Stress macht also streng genommen unempathisch. Um das zu erfahren, müssen Sie nur mal einen Freund, der gerade auf 180 ist, von Ihrem Leid erzählen. Das klappt nicht!
Auf was ich aber eigentlich hinaus will: Jeder Kenner der Thematik kann Vorteile in Sachen Kommunikation mit anderen einheimsen.
Wer die Körpersprache von anderen spiegelt, provoziert öfter Sympathie
Es lohnt sich meistens, sich an die Körpersprache des Gesprächspartners anzupassen. Imitieren wir etwa zeitversetzt seine Gesten, sorgen wir häufig dafür, dass der andere uns sympathisch findet. Wenn sich Ihr Gesprächspartner zurücklehnt, das Bein über das andere schlägt und so weiter - imitieren Sie ihn (aber dabei nicht übertreiben).
Ein "Au!" ist die Probe aufs Exempel
Wenn Sie ganz auf Nummer sicher gehen wollen, stoßen Sie mal "aus Versehen" mit dem Knie an den Tisch. Oder - "Huch!" - Sie "verbrennen" sich am heißen Kaffee. Dann dürfen Sie nonverbal Ihren "Schmerz" kommunizieren.
Ja, klar, klingt übertrieben, irrational und kindisch, aber es entspricht bei genauerem Hinsehen einer gewissen Logik. Sympathie ist nämlich meistens an Empathie (Einfühlungsvermögen) geknüpft. Das heißt: Ihr Gesprächspartner wird Ihre (gespielte) Pein in sich ansatzweise spüren. Aber nur, wenn er sie mag. Ganz sicher ist diese Methode aber nicht. Sie wissen ja: Stress reduziert Einfühlungsvermögen; schlechte Stimmung auch.
Warum Männer beim Flirten gern mit der Tür ins Haus fallen
Geschrieben am 31.07.09 um 10:32 Uhr

Männer fallen beim Flirten gerne mit der Tür ins Haus - aber wehe, die Partnerin schäkert mit einem anderen Kerl.
Dass Männer im Allgemeinen aktiver und "direkter" als Frauen flirten, dürfte sich herumgesprochen haben. Vor kurzem wurde dieser populäre Geschlechterunterschied wieder mal bestätigt.
Nach einer Studie von BZ - News aus Berlin (23.06.2009), auf die ich kurz eingehen will, nimmt sich das maskuline Geschlecht ziemlich viel heraus. Noch zur Info: Unter die Lupe genommen wurden dieses Mal liierte Männer.
Also, circa 75 Prozent der Probanden "checken" nach eigenem Bekunden ausgiebig den Körper ihres Gegenübers. (Liebe weibliche Leser: Sie werden es wissen.) Das geschieht bekanntlich mehr oder weniger offensichtlich.
Selbstverständlich werden vorwiegend die sekundären Geschlechtsmerkmale taxiert, die meisten Männer machen da tatsächlich eher weniger ein Geheimnis daraus. Warum sage ich "selbstverständlich"? Wie Sie wissen, sind beim Flirt häufig unterschwellige Partnerwahlmechanismen aus archaischen Zeiten am Werk, auch wenn man fest gebunden ist. Es geht mal mehr, mal weniger um die Frage: "Könnte ich mit dir gesunden Nachwuchs zeugen?"
Ja, ich weiß, das klingt sehr unromantisch, ist aber hinreichend belegt. Wem diese Tatsache nicht gefällt, möchte ich zurufen: "Herzlich Willkommen in der Realität!"
Ob Frauen sich über das "Check-Programm" von Seiten der Männer im Klaren sind oder nicht, wäre übrigens eine spannende Frage, die eine Studie wert wäre.
Aber egal, bleiben wir beim Flirtverhalten in unserem Kontext. Ein weiterer Befund: Mehr als die Hälfte der Probanden toleriert es nicht, wenn die Liebste auf einen Männer-Hintern blickt. "Hey, wieso schaust du denn dem Typ da hinterher?", heißt es dann meistens.
Und schließlich kommt es noch extremer: Circa zwei Drittel der Probanden sind über einen Fremd-Flirt der Partnerin überhaupt nicht amused. Genauer gesagt, nur etwa 30 Prozent erlauben einen Flirt in fremden Gefilden. Auf der anderen Seite beanspruchen diese Freiheit 58 Prozent der Kerle.
Nun, ich finde es grundsätzlich nicht schlecht, wenn sich Paare wenigstens einmal über dieses Thema aussprechen. Gleichberechtigung ist sinnvoll, hängt jedoch von den Beteiligten ab.
So ganz nebenbei: Bei mir herrscht Gleichberechtigung. Mit anderen Worten: Fremdflirten ist erwünscht. Denn wer sich als Mann beziehungsweise Frau wahrhaftig fühlen will, kann sich das durch ein paar Glückshormone, die durch den Flirt in fremden Gefilden ausgeschüttet werden, ermöglichen.
Urlaubsflirt: Wenn gemeinsame Ferientage zur Belastungsprobe werden
Geschrieben am 27.07.09 um 11:54 Uhr

Sommerzeit heißt auch gleichzeitig: Ferienzeit. Doch der Urlaub zu zweit muss nicht zwangsläufig für Paare letztlich das sein, was er verspricht.
Meine Mutter pflegte früher zu sagen: "Wenn du wissen willst, ob deine Freundin zu dir passt, musst du ein paar Tage mit ihr verreisen." Oft habe ich abgewunken: "Ja, ja!" Als es dann aber mal soweit war, musste ich ihr jedes Mal im Nachhinein Recht geben. - Denn wenn Paare plötzlich sehr viel Zeit miteinander verbringen, ist das eine regelrechte Belastungsprobe. (Das können sich an dieser Stelle alle bewusst machen, die eine Fernbeziehung führen.)
Nun denn, da freut man sich monatelang auf den Jahresurlaub zu zweit, und was passiert: Man zickt sich gegenseitig an, verfällt in altbekannte Kommunikationsmuster, die die Zweisamkeit regelrecht sabotieren. Dabei sind solche Epochen eigentlich dafür gedacht, die Partner fester aneinander zu schmieden.
Aber nein: Es ergeben sich im Urlaub völlig neue Möglichkeiten, einander auf die Nerven zu gehen. Liegt man gemeinsam am Strand, reicht bereits ein "falscher Blick" von "ihm" (Stichwort: Strandschönheiten), und schon erhebt die Eifersucht ihre hässliche Fratze. Vielleicht kommt "ihr" auch die "tolle Idee", mal gemeinsam in die Stadt zum Shoppen zu fahren ("Gähn").
Es gibt natürlich präventive Maßnahmen, die Sie ergreifen können:
1. Sprechen Sie sich mit Ihrem Partner ab. Gehen Sie relevante Fragen durch: Was wird gemeinsam gemacht, was alleine? Welche Erwartungen an den Urlaub hast du, welche habe ich, usw.
2. Pflegen Sie auch im Urlaub gemeinsame Rituale, die sie im "normalen" Alltag praktizieren. Infrage kommt Folgendes: Frühstück, Spaziergang, Jogging, Abendessen.
3. Erleben Sie bewusst gemeinsam Aktivitäten, die Glückshormone im Gepäck haben: Bergsteigen, Jet-Ski-Fahren, Surfen usw. Unser Gehirn speichert dann nämlich folgenden Reiz-Reaktions-Mechanismus ab: Partner (Reiz) provoziert Glück (Reaktion). Alleine schon durch diese Intervention lässt sich die Zweisamkeit optimieren!
Fazit: Ferientage müssen nicht nur positive Auswirkungen auf die Partnerschaftsqualität haben. Gemeinsames Glück muss daher erarbeitet werden. Und denken Sie daran: Ein Urlaub zu zweit ist ein guter Test, der die Frage beantwortet: Steht die Partnerschaft unter einem guten Stern?
Ewig lockt der Flirt - und ewig bremst die Schüchternheit
Geschrieben am 24.07.09 um 12:47 Uhr

Mit einem Kloß im Hals und feuchten Händen lässt es sich nicht gut flirten. Schüchternheit ist eine effektive Flirtbremse.
Haben Sie sich mal die Frage gestellt, wie viele Flirtgelegenheiten hierzulande wohl pro Tag im Sande verlaufen, weil einer der beiden sich nicht traut, den anderen anzusprechen? Die Zahl dürfte immens groß sein. Sicher haben Sie selbst schon entsprechende Situationen mit unliebsamem Ausgang erlebt. So was verdrängt man gerne, nicht wahr?
Extreme Schüchternheit wird von Therapeuten auch als Soziale Phobie bezeichnet. (Vor einiger Zeit (23.06.2009) erschien in der Rheinpfalz wieder einmal ein Artikel zu diesem Thema.) Sozialphobiker sind davon überzeugt, vorauseilend negativ bei anderen anzukommen, vor allem, wenn es ums Kennenlernen geht. Sie meinen, ihre Nervosität mitsamt den körperlichen Erscheinungsformen wäre wie ein offenes Buch für die Umwelt. Daher bleibt man gewöhnlich unter sich - beziehungsweise eventuell langfristig Single. Die soziale Isolation zieht meistens leidvolle Symptome nach sich, etwa Depression oder Alkohol- oder Medikamentenabhängigkeit.
Was Betroffene meistens nicht merken: Durch den "Selbstschutz" gerät man in einen Teufelskreis: Je mehr Isolation, desto weniger soziale Kontakte. Und schon wird die eigene Wahrnehmung bestätigt, aber lediglich durch das (unbewusst) selbst provozierte Muster "sich selbst erfüllende Prophezeiung".
In dem Artikel wird der Angstexperte Borwin Bandelow zitiert. Seine Mut machende Überzeugung: Schüchternheit verliert sich im Alter von selbst, und zwar durch Lebenserfahrung. Wem das zu lange dauert, sollte gleich mit Konfrontationsübungen aufwarten. Sie entstammen der Verhaltenstherapie und sind sehr effizient. Der Wissenschaftler empfiehlt, nicht zu kneifen, sondern sich ins öffentliche Leben zu stürzen.
Tatsächlich kann man schrittweise seine sozialen Ängste abbauen, indem man sooft wie möglich den Small Talk mit Unbekannten sucht. Das kann man eigentlich den ganzen Tag machen: Morgens beim Bäcker, später in der Mittagspause, abends im Restaurant.
Übung macht den Meister. Ach ja: Wer ständig über sich und seine Außenwirkung nachdenkt, kann mal Entspannungsübungen ausprobieren, um ein realistisches Körpergefühl zu entwickeln. Tatsächlich kümmern sich die Mitmenschen ja gerade nicht um Betroffene. Meisten geht übertriebene Schüchternheit auch auf das Konto von negativen Erfahrungen mit Mitmenschen. Wer sich entsprechende Ursachen bewusst macht, wird sich schnell darüber klar, dass Angst vor bestimmten Menschen (Situationen) nur besteht, weil man das Ursprungserlebnis auf neue(!) Konstellationen überträgt.
Fazit: Man sollte nicht den Kopf hängen lassen! Wer sich selbst nicht helfen will (beziehungsweise kann), kann auch mal ein paar Gespräche mit Verhaltenstherapeuten führen. Aber bedenken Sie: Gerade diese Therapeuten arbeiten mit Konfrontationsmethoden - und das ist auch gut so; die sind nämlich bei Sozialer Phobie am wirkungsvollsten.
Geschrieben am 20.07.09 um 15:30 Uhr

Wer mit dem Wagen unterwegs ist und unverhofft warten muss, der ärgert sich meistens grün und blau. Nutzen Sie doch lieber die Möglichkeit zum Flirten.
Zu Beginn eines jeden Sommers passiert vor allem eins: Die Autobahnen verstopfen - wie auf Kommando. Zu Spitzenzeiten summieren sich die Staus auf mehrere hundert Kilometer. Betroffene können sich auf lange Wartezeiten einstellen.
Doch warum mit dem Schicksal hadern und sich stressen lassen? Laut einer Umfrage von auto.de, die auf Focus online zitiert wird (07.07.2009), tun zwei Drittel der Autofahrer im Straßenverkehr, ob an der Ampel oder im Stau, vor allem eins: Flirten! Sage und schreibe 68 Prozent haben schon einmal dem Techtelmechtel am Steuer gefrönt. Gezielt Ausschau nach einem Partner halten immerhin 18 Prozent der Autofahrerinnen und -fahrer. Ob das eine sinnvolle Kennenlern-Methode ist, sei einmal dahingestellt. Hier noch einige Befunde.
Mehr als die Hälfte der Befragten, 55 Prozent, zeigen das typische Flirtverhalten, wenn es darum geht, Kontaktbereitschaft zu vermitteln: Sie lächeln ihr Gegenüber an (Schritt 1). Die Minderheit (vier Prozent) vertraut auf ihr getuntes Vehikel, um Eindruck zu machen. Natürlich gibt es viele Wege, um Aufmerksamkeit zu erregen. Vier Prozent der Befragten betätigen die Hupe oder drehen die Mucke auf. Lediglich zwei Prozent der Autoflirter sind regelrecht leichtsinnig beziehungsweise sehr mutig: Sie überholen ein Fahrzeug und bremsen es aus. Das erscheint mir doch extrem leichtsinnig.
Folgenden Befund dürfen sich alle merken, die ernsthaft mit der Autoflirt-Methode den idealen Partner suchen und finden wollen: 87 Prozent der Flirterinnen und Flirter sind nicht an einem näheren Kontakt interessiert, sie flirten lediglich, um sich die Zeit zu vertreiben. Letzteres Ergebnis darf man berücksichtigen, wenn man wieder mal unfreiwillig im Auto warten muss. Viel mehr als ein lockerer Flirt ist meistens nicht drin: Ein netter Blickwechsel - und das wars. Man sollte nicht zu viel erwarten. Man stelle sich mal vor: Mittlerweile gibt es sogar im Internet verschiedene Dienstleister, die auf ihrer Homepage dem Surfer anbieten, eine Nachricht an ein "Kfz-Kennzeichen" zu hinterlassen. Man kann sich sogar dort registrieren lassen und bekommt dann einen Aufkleber geschickt, den man sich an seine Windschutzscheibe heften kann. Andere Flirter wissen dann, wo sie den Fahrer im Netz suchen können, sollten sie näheren Kontakt wünschen. Das geht auch berechenbarer, wie ich meine. Einfach ein Stück Karton hochhalten, auf dem die Handynummer notiert ist...
Flirttipp: Junggesellenabschied
Geschrieben am 17.07.09 um 11:25 Uhr

Singles aufgepasst! Wer seinen besten Kumpel (die beste Kumpeline) am Junggesellenabschied begleitet, kann sich vor allem auf eins freuen: Auf viele Möglichkeiten zum Flirten.
Vor Kurzem stand ich mit meinem Freund Steven (Name geändert) am Heidelberger Hauptbahnhof. Ich wartete auf die restlichen Teilnehmer seines Junggesellenabschieds. Und die kamen dann auch. Kollektive Vorfreude war angesagt. Insgesamt bestand die Gruppe aus 17 Männern, die alle einen ereignisreichen Abend eingeplant hatten. Und selbstredend habe ich - ausschließlich aus Flirtblog-Publikationsspezifischen Gründen - die vielen Flirt-Situationen, die sich dann ergaben, mitgemacht. Scherz beiseite, ich kann rückblickend sagen: Jeder, der gerne flirtet, muss so einen Abend "mitnehmen". Hierfür spricht vieles.
Schon alleine die Gruppe selbst zieht überall dort, wo sie hinkommt, Aufmerksamkeit auf sich, egal welchen Club, welche Kneipe man betritt. Das mag zum einen daran liegen, dass die Gruppe offensichtlich durch das gleiche Outfit auffällt und gute Laune verbreitet, andererseits weiß jedes unfreiwillige Publikum: Jetzt gibt es was zu sehen. Denn wie Sie selbst wissen, muss der Bräutigam in spe verschiedene Aufgaben ausführen, die auf den ersten Blick ziemlich peinlich sind. In unserem Fall durfte sich Steven als Verkäufer versuchen. Er konnte auf seinen (stets gefüllten) "Kampfgurt""zurückgreifen und infolgedessen kleine Schnäpse an die Frauenwelt verticken. Aber auch Süßigkeiten, Kondome (ein Muss) und sonstigen Kram hatten wir dabei. Zu guter Letzt musste er auf seinem T-Shirt mit der Aufschrift "Nie wieder Single" 20 Kussabdrücke vorweisen. Hierzu konnten schließlich nette Damen, die den Spaß mitmachten, überzeugt werden.
Nun, alles klappte vorzüglich - und bei allen Beteiligten sprudelten die Glückshormone. Schon ein kurzes Gespräch mit einer reizenden Person reicht hierzu bekanntlich aus. Fazit: Das war nicht mein letzter Junggesellenabschied (als Teilnehmer). Noch ein Tipp an alle, die so eine Veranstaltung als Haupt-Akt noch vor sich haben: Nicht am Anfang zu viele alkoholische Getränke konsumieren! Ich kannte mal eine Braut in spe, die an ihrem Junggesellinnenabschied unter anderem Brause-Bonbons in Penisform an den Mann bringen musste. (Ja, der "Kampfgurt" war auch dabei.) Jedenfalls war sie nach zwei Stunden schon fast jenseits von Gut und Böse, weil sie sich häufig dazu überreden ließ, einen Schnaps mitzutrinken. Sie torkelte irgendwann auf einen grau-melierten Herren zu, der in einem Klub alleine an einem Tisch saß; sie sagte: "Wolln Sie was kaufen? Hier, ich habe noch Schwänze zum Lutschen." Was sie nicht bemerkte: es handelte sich dabei um den Oberbürgermeister einer süddeutschen Großstadt. Er nahm es mit Humor.
Wenn Flirten zur Sucht wird - "Strohfeuer der Liebe"
Geschrieben am 13.07.09 um 12:34 Uhr

Flirten macht glücklich, die Steigerung, das Verliebtsein, ist bekanntlich Glück hoch 2. Manche Singles können anscheinend von beidem nicht genug davon bekommen.
Viele Menschen können niemals alleine sein, komme, was da wolle. Sie flirten in Durststrecken-Phasen auf Teufel komm raus mit jedem, der, man verzeihe mir die schnodderige Ausdrucksweise, bei drei noch nicht auf den Bäumen ist. Folge: Ruckzuck kann man jemanden für sich begeistern - und die Welt ist rosarot.
Die Sängerin Lilly Allen beispielsweise ist laut einer Meldung des Branchendienstes "FemaleFirst" entsprechend flirtsüchtig, genauer gesagt (nach eigenen Aussagen), sehr schnell verliebt - und dann enttäuscht. Beides, Flirten und Verlieben, hängt natürlich stark miteinander zusammen.
"Damit Liebe entsteht, muss nicht viel Zeit vergehen", bemerkte einmal ein großer Denker, dessen Name ich derzeit leider vergessen habe. Ich glaube, es war Arthur Schopenhauer. Egal. Er meinte mit "Liebe" wahrscheinlich eher "gegenseitige sexuelle/liebestolle Anziehung". Tatsächlich gibt es zahlreiche Singles, deren Naturell mit einem Strohfeuer vergleichbar ist: Sie entflammen sich schnell für jemanden, sind aber nach kurzer Zeit wieder "gelöscht"; dann wieder entflammt, und so weiter.
Tiefenpsychologisch (und somit unromantisch) kann man konstatieren:
1. Betreffende lassen sich in der frühen Phase einer Beziehung von ihrem inneren Kind völlig überrumpeln. Das heißt, der Verstand hat erst einmal gar nichts mehr zu melden. Auf der anderen Seite spielen meistens bestimmte Erwartungen an eine "romantische Liebe" eine große Rolle. Wir alle kennen sie, sie wird ja in Liebesfilmen à la Hollywood (und Bollywood) schnulzenmäßig breit getreten, dass es nur so schmalzt. Bereits Kinder entwickeln durch entsprechend weltfremde Medieninhalte die eben beschriebene Vorstellung einer "romantischen Partnerschaft".
2. "Strohfeuer"-Persönlichkeiten sind manchmal unbewusst an bestimmte frühkindliche Beziehungsstrukturen fixiert, die im Hier und Jetzt re-inszeniert werden. Dass dies auf Dauer schief geht, weil die Realität eine andere ist, versteht sich für den gesunden Menschenverstand von selbst. Bevor Betreffende aber "aufwachen", wiegen sie sich selbst durch eine neue Liebelei wieder in den Schlaf und träumen ihren Traum.
Ich bin auch mal an eine entsprechende Strohfeuer-Dame geraten. Was soll ich sagen: Es waren sehr schöne vier Wochen! Dann "verliebte" sie sich in einen Freund von mir. Danach wieder dasselbe Dilemma. Also, ich kann Ihnen nur sagen: Passen Sie auf, wenn Ihre neue Liebelei alles extrem positiv sieht, Ihre Person mit eingeschlossen. Und wenn auch noch Zukunftspläne geschmiedet werden (nach zwei Wochen Bekanntschaft!), dann rate ich Ihnen, den Verstand rechtzeitig wieder einzuschalten. Bevor es zu spät ist. Und das tut richtig weg!
"Ja, ich kann jede Frau rumkriegen!" - Ein Pick-up-Artist der besonderen Art
Geschrieben am 10.07.09 um 11:26 Uhr

Viele selbst ernannte Experten tummeln sich auf dem Spielplatz Namens Flirt. Aber Quantität spricht bekanntlich nicht für Qualität.
Letztens verfolgte ich auf Pro 7 eine Sendung, in der es um Pick-up-Artists und ihre Verführungskünste ging. Sie hieß "SAM". (Nur zur Info für alle Unwissenden: Pick-up-Artists sind - selbst ernannte - professionelle Frauenverführer, die meistens bestimmte NLP- und Hypnosetechniken beim Flirten verwenden.)
Berichtet wurde über eine Berliner Pick-up-Artist-Firma. Männliche Flirtinteressenten waren ihre Zielgruppe, und man warb mit solchen Werbeslogans: "Trainiere Seite an Seite mit den Meistern der Verführung" - "Lerne, wie man Frauen natürlich verführt!"
Der Beitrag lieferte einen recht realistischen Einblick in dieses lukrative Geschäft. Manche "Meister" verlangen pro Wochenendworkshop mehrere Hundert Euro. Den Berliner "Meister" konnte man übrigens für 550,- Euro buchen.
Jedenfalls, das Kamerateam begleitete einen 23-Jährigen, der sich in die Fittiche des "Meisters" begab, um die Kunst des Flirtens zu lernen. Optisch gesehen war es nicht gerade der Alpha-Mann schlechthin. Aber egal (siehe die oben erwähnten Werbeslogans).
Zunächst erklärte der "Meister" (Namen vergessen), wieso er Männer mehr als Frauen schätzte: "Frauen reden zuviel - über Schuhe, Shopping und so!" Auf eine Frage des Reporters antwortete er: "Ja, ich kann jede Frau verführen." Viel Theorie über die Psychologie des Flirts wurde gewälzt. Etwa, dass eine tiefe Stimme zu einem Alpha-Mann passt und dass "er" ruhig auch körpersprachlich seine Alpha-Männlichkeit zur Schau stellen soll.
Danach teilten sich die circa 20 Teilnehmer in verschiedene Gruppen auf. Nun ging es darum, die Grundlagen in der Praxis auszuprobieren. Rangniedere "Meister" nahmen sich den Teilnehmern an. Nach einem kurzen Briefing mussten die Flirtinteressenten durch Berlin flanieren und fremde Frauen mit einstudierten Sprüchen konfrontieren.
Rückblickend waren die "Opener" (internationaler Pick-up-Ausdruck für "Gesprächseröffnung") nicht immer angebracht. Einmal sagte der 23-jährige Alpha-Mann (auf Probe) zu einer Blondine: "Entschuldigung, ich will nicht stören, aber mein Freund ist der Meinung, dass Frauen intelligenter seien als Männer. Was meinst du?"
Naja, passt nicht unbedingt in den schnelllebigen Alltag, oder? Egal. Dann kam jedenfalls die Krönung: Aus heiterem Himmel wurde der Test-Alpha-Mann vom "Meister" aus dem Kurs geworfen. Grund: Er passte seiner Meinung nach doch nicht so richtig in die Teilnehmerrunde.
Was wohl aus den 550,- Euro geworden ist?
Von Hochzeitsflirts und -crushern
Geschrieben am 06.07.09 um 11:03 Uhr

In jedem Sommer wird ungleich öfter geheiratet als in anderen Jahreszeiten. Bei solchen Gelegenheiten hat nicht nur das Paar, sondern vor allem auch die Hochzeitsgesellschaft viel zu lachen - und zu flirten.
"Ja, ich will!" - Wer diese Worte ausspricht, will sich bekanntlich langfristig binden. Ich habe diesen Satz auch mal gesagt. Das ist schon ein paar Jahre her. Ich würde ihn auch noch mal sagen, zu derselben Person. Doch, ehrlich.
So. Vor einiger Zeit konnte ich meine Erinnerungen an meine Hochzeit wieder auffrischen. Ein befreundetes Pärchen, das gewillt war, den "letzten Schritt" gemeinsam zu gehen, lud uns zu demselben Anlass ein. Also, rein in meinen Hochzeitsanzug - und los.
Nachdem das übliche Standesamt- und Kirchenprozedere vorbei war, hatte ich bereits mehr als 200 Bilder geschossen. Am Abend fanden sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer (70 oder so) in einem rustikalen Gasthof ein, wo dann die Post richtig abging. Rein flirttechnisch betrachtet, versteht sich.
Grund: Meine Frau und ich saßen (Zufall?) am unvermeidlichen Single-Tisch. Auch gut. - Bei Rotwein saßen wir quatschend zusammen und folgten dem Rahmenprogramm. Und: Gegenüber flirtete eine ausgebildete Naturwissenschaftlerin mit einem Piloten. Beide waren so Anfang 20. Dieses Mal handelte es sich um die sogenannte "Abgezockte Frau - passiver Mann"-Konstellation. Anders gesagt, sie dominierte das körpersprachliche Zusammenspiel, er reagierte lediglich. Irgendwann nahm sie einfach seine Hand und bugsierte ihn auf die Tanzfläche. Rumba. Jetzt war immerhin Körperkontakt hergestellt. Der Blickkontakt dauerte länger und länger. Die beiden konnten irgendwann nicht mehr voneinander lassen.
Ich warf meiner Frau einen unzweideutigen Blick zu. Sie sagte: "Nee, da läuft nix!" Sie sollte sich irren.
Irgendwann wurde ich leider aus meiner "wissenschaftlichen Beobachtung" herausgerissen. Einem der Singles am Tisch kam die glorreiche Idee, mir ein bisschen seine Lebensgeschichte zu erzählen. Nun, dagegen habe ich eigentlich nichts. Wenn der Erzähler aber so circa 2,5 Promille hat, dann schon. Naja, ich überlebte es...
Lange Rede, kurzer Sinn, liebe Leserin, lieber Leser. Mein Resümee: Singles, die auf eine Hochzeit eingeladen werden, sollten unbedingt zusagen, auch wenn sich Gedanken melden wie "Ach, wenn ich das glückliche Paar sehe, werde ich depressiv". Die kollektive gute Laune steckt an. Nicht zu vergessen: Lauter adrett gekleidete Menschen, die offen sind für den einen oder anderen Small Talk. Und möglicherweise trifft man ja einen wirklich interessanten Menschen; vielleicht am Single-Tisch. Checken Sie mal ein. Der Flirttipp schlechthin: Bieten Sie sich als Fotograf an. So kommen Sie irgendwann mit jedem Gast ins Gespräch.
Geschrieben am 02.07.09 um 12:35 Uhr

Allerorten eröffnen sie wieder: Strandbars. Bei Sonne, Cocktails, Sand und Wasser kommt so mancher in die richtige Stimmung. Leicht lassen sich Gelegenheiten zum Flirten finden.
Seit einigen Wochen hat endlich auch die Strandbar hier in Worms ihre Pforten geöffnet...
Das eine ums andere Mal saß ich schon mit meiner Frau gemütlich in der Sonne, Cocktails inklusive. Chillige Musik tut ihr Übriges. Herrlich!
Natürlich sind wir auch, ebenso wie die meisten anderen Gäste, eifrig am Beobachten und Tuscheln über das, was um uns herum passiert. Meistens steht dabei die Frage im Raum: Wie verhalten sich Männlein und Weiblein in diesem angenehmen Ambiente? Ausschließlich aus wissenschaftlichem Interesse, versteht sich. Ja, ja.
Jedenfalls scheint, das ist zumindest unsere Erkenntnis, die Umgebung sehr geeignet für Flirtliebhaber zu sein. Schauen Sie sich doch nur mal die Rahmenbedingungen an: Man kommt sich tendenziell so vor, als wäre man im Urlaub, eben am Strand. Die meisten Gegebenheiten provozieren förmlich Urlaubsstimmung - und somit auch gute Laune. Gewissermaßen ist sie die Grundvoraussetzung für ein nettes Gespräch zwischen Mann und Frau.
Lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe Ihnen hier mal einige Tipps zusammengestellt, die Sie ruhigen Gewissens ausprobieren können:
1. Der Anfang: Mit einem gleichgeschlechtlichen Freund an der Seite zunächst die komplette Anlage durchqueren, bewusst locker und entspannt dabei auftreten. Währenddessen können Sie schon die anwesenden Gäste mit einem Blick in die Augen taxieren und somit die Flirtbereitschaft testen. Gewöhnlich durchzieht ja eine Art Catwalk die Strandbar von vorn bis hinten. Dieser Catwalk wird von manchen Personen - so ein Fazit unserer "Studie" - tatsächlich als solcher genutzt, und zwar nach dem Motto: "Schaut her, schaut her!"
2. Platzieren Sie sich an der Cocktail-Bar beziehungsweise am "normalen" Getränkeausschank. Das ist eine recht gute Ausgangsposition. Wenn Ihnen ein (ebenfalls wieder) gleichgeschlechtliches Pärchen auffällt, das etwa unter einer Palme sitzend Cocktails schlürft, können Sie Folgendes versuchen: Einer von Ihnen spricht die beiden an: "Hallo, ich bin [Name einfügen]. Habt ihr beide Lust, mit uns was zu trinken, oder wartet ihr auf jemanden?" Mit dieser Frage kommunizieren Sie einerseits Kontaktbereitschaft, andererseits lassen sie auch gleichzeitig Freiraum; dieser ist deshalb wichtig, weil Sie nicht wissen, was die beiden an diesem Tag motiviert hat, sich in die Sonne zu legen.
3. Bei mehrmaligen Versuchen, die natürlich nicht viel Aufmerksamkeit bei den Anwesenden erzeugen dürfen, werden Erfolgserlebnisse nicht ausbleiben. Kurz gesagt: Sie kommen mal mit anderen Pärchen ins Gespräch. Achten Sie beim Small Talk auf "positive Themen". Flirten ist im Allgemeinen eher eine Sache von Glücks- und nicht von Stresshormonen. Leicht können Sie humorvoll auf das Thema Urlaub überleiten: "Mensch, ist das hier entspannend! Erinnert mich an Mallorca." Wenn Ihr Gesprächspartner mit Ihnen flirten will, fruchten aber auch andere Oberflächlichkeiten. Und vor dem Hintergrund der "Urlaubsstimmung" kann sich der Flirt richtig gut entwickeln.
Flirten: 10 Schritte zum Erfolg - Peta Heskell gibt Tipps
Geschrieben am 29.06.09 um 14:46 Uhr

Jeder kennt in seinem Umfeld jemanden, der auf seine Mitmenschen so gut wie immer einen charismatischen Eindruck macht. Man unterhält sich gerne mit ihm (oder ihr), für gute Stimmung ist gesorgt.
Laut eines Artikels auf den Online-Seiten von www.fem.com (30.04.2009) ist so jemand ein "Erfolgs-Flirter" beziehungsweise eine "Erfolgs-Flirterin". Solche Menschen werden oft beneidet, weil sie anscheinend etwas haben, was anderen fehlt.
Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Die bekannte Autorin Peta Heskell hat ein 10-Punkte-Programm entworfen, mit dessen Hilfe man seine Flirtkompetenzen besser nutzen kann. Dieses Programm ist mit dem oben erwähnten Beitrag verlinkt (www.womantime.de), und ich möchte an dieser Stelle einmal die ersten fünf Aspekte kurz vorstellen.
1. Eine positive Umgebung schaffen! Entsorgen Sie die Jammerlappen und Miesepeter in Ihrem Bekanntenkreis. Die nerven nur mit ihrer Schwarzmalerei. Es gilt, sich auf die Menschen zu konzentrieren, die einem gut tun. Denn Sie wissen ja: Die anderen stecken uns gefühlsmäßig an.
2. Ein bisschen Spaß muss sein! Konsumieren Sie Medien, die Sie zum Lachen bringen. In meinem Fall etwa sind das die Simpsons, King of Queens, aber auch verpatzte Szenen, die man meistens auf Film-DVDs findet (gag reel). Auf diese Weise sorgen Sie für Glücksempfindungen, die ihren Zweck nicht verfehlen werden.
3. Seien Sie vielfältig! Die tägliche Routine sollte mindestens einmal am Tag aufgesprengt werden. Unser "innerer Schweinehund" ist dafür verantwortlich, dass sich feste Strukturen bilden. Daran ist nichts auszusetzen. Man sollte aber bedenken: Unser Gehirn ist auf "Neues" programmiert; es "freut sich", wenn man sich in Situationen begibt, die man noch nie vorher erlebt hat (Stichwort: Hochseilgarten, Fallschirmsprung und so weiter).
4. Glückstagebuch führen! Am Ende des Tages können positive Erlebnisse festgehalten werden. Die negativen lassen Sie am besten weg. Wieder können Sie durch selektive Wahrnehmung für eine gute Gemütslage sorgen. Halten Sie Ihr persönliches Glück schriftlich fest. Wenn Sie ein paar Tage später wieder reinlesen, hellt das bei Bedarf Stimmungstiefs auf.
5. Komplimente verteilen! Sie kennen den Spruch "Es gibt nichts Gutes, außer man tut es". Das Schöne ist: Wenn man mit Nettigkeiten um sich wirft, bekommt man auch einiges zurück. Auf diese Weise macht man andere glücklicher - und letztlich auch sich selbst.
Ob man durch die Vorschläge zu einem Erfolgs-Flirter wird, sei dahingestellt. Die Vorgehensweise, den Fokus auf das Positive im Leben zu lenken, erscheint mir sehr sinnvoll. Wer sich tiefer in das Thema einarbeiten möchte, liest am besten mal in Heskells Bestseller "Der Flirt-Coach" rein.
Lächeln: Gibt es Auskunft über die soziale Herkunft?
Geschrieben am 26.06.09 um 12:38 Uhr

In vielen Studien wurde nachgewiesen, dass Männer mit einem hohen sozialen Status im Allgemeinen von Frauen als attraktiv eingeschätzt werden.
Das heißt, Piloten, Ärzte, Hochschuldozenten, Spitzensportler, "Medien-Promis" und so weiter stehen beim weiblichen Geschlecht hoch im Kurs - wenn es um eine Langzeitpartnerschaft geht. Die weibliche Partnerwahl berücksichtigt meistens entsprechende Männer, um für "sichere Verhältnisse" zu sorgen, etwa in Hinsicht auf etwaige Nachkommen.
Schaut man sich die aktuelle, wirtschaftlich deprimierende Lage an, scheint auch irgendwann der Zustand der Zähne ein Indikator für Wohlstand zu sein. Wie Sie wahrscheinlich wissen, wurden schon vor Jahren die Zuschüsse der gesetzlichen Krankenkassen zu den Zahnarztbehandlungen zurückgefahren. Die Folge: Immer mehr Menschen verzichten notgedrungen auf Routineuntersuchungen und, noch bedenklicher, auf notwendige "Restaurationsarbeiten". Vielleicht werden es sich irgendwann nur noch die Wohlhabenden unter uns leisten können, makellose Zähne zu haben.
Tja, dummerweise scheint der Zustand des Mundwerks auch Auswirkungen auf die Attraktivität beziehungsweise die Partnerwahl im Allgemeinen zu haben. Laut einer aktuellen Studie, die von Fleming Dental in Auftrag und von dem Meinungsforschungsinstitut tns Emnid durchgeführt wurde, sind Menschen mit gepflegten Zähnen bei der Partnersuche eindeutig im Vorteil. 54 Prozent der Stichprobe finden: Faule oder fehlende Zähne, ein schlechtes Gebiss oder Mundgeruch sind absolute Abtörner. Die Probanden würden sogar auf eine Beziehung mit Betreffenden verzichten.
Weitere 20 Prozent haben sogar die Idee, die neue Bekanntschaft zum Zahnarzt zu schicken - vor dem ersten Kuss.
Lediglich drei Prozent interessieren sich nicht für den Zustand der Zähne des potenziellen Partners. Hieraus folgt, dass man nicht viel falsch macht, wenn man auf seine Zähne achtet. Wer sein Lächeln mit gepflegten Zähnen aufpeppen kann, wird sicherlich öfter als reizend eingeschätzt, und mehr Flirts ergeben sich. Diese Stärke kann man ruhig in die Waagschale werfen - egal übrigens, ob Sie weiblich oder männlich sind.
Was man beim Small Talk unterlassen sollte
Geschrieben am 22.06.09 um 14:44 Uhr

Kommunikation ist im Alltag bekanntlich das A und O. Der Small Talk, laut Wikipedia "eine beiläufige Konversation ohne Tiefgang", spielt nicht nur im Job, sondern auch beim Flirten eine große Rolle. Dabei kann viel schiefgehen.
Wer auf einen netten Flirt aus ist, hat schon viel erreicht, wenn er mit reizenden Menschen ins Gespräch kommt. Zuvor muss man ja erst noch den Mund aufkriegen, sprich die Angst vor dem Korb überwinden. Dass der erste verbale Austausch anfangs eher oberflächlich ist, ja, sein muss, versteht sich von selbst. Etikette und so.
In der Small Talk-Phase entscheidet sich meistens, ob der Kontakt zwischen beiden intensiviert wird oder nicht. Natürlich wird dann vermehrt auf die Körpersprache geachtet (unbewusst).
Auf den Online-Seiten des Portals VNR.de (24.04.2009) wurden einige Tipps in Sachen Small Talk gegeben. Achten darf man auf Folgendes:
1. Spricht man zu einer Gruppe, sollte man darauf achten, körpersprachlich "integrierend" zu agieren. - Da ist was dran! Nicht den anderen den Rücken zudrehen, liebe Leserin, lieber Leser, das kommt schlecht an. Bei zusagenden körpersprachlichen Signalen Ihrerseits wird ein entsprechend positives Mimik- beziehungsweise Gestik-Feedback nicht ausbleiben.
2. Nicht dem anderen auf die Pelle rücken! - Das ist generell auch ein hilfreicher Tipp (siehe unten). Nicht jeder kommt damit klar, wenn die sogenannte "intime Sphäre" (unter 30 Zentimeter) durchbrochen wird. Selten lassen wir Fremde so nah an uns heran. Es sei denn, wir fühlen uns von ihnen angezogen.
3. Nicht den Oberlehrer spielen! - Dieser Tipp ist vor allem an Trainer, Lehrer und Coaches gerichtet. Lassen Sie überlange Belehrungen und Ausschweifungen außen vor. Grund: Gähn-Gefahr! Dazu gehört auch, NICHT mit dem Zeigefinger vor dem Gesicht des anderen rumzufuchteln.
4. Kein Pokerface-Gesicht machen! - Auch ein guter Tipp. Etwas Action ist angesagt! Unsere Mitmenschen fühlen sich in einem Gespräch dann am wohlsten, wenn sie sich verstanden, akzeptiert und toleriert fühlen. Hilfreich ist es, die Mimik und Gestik des anderen zu spiegeln, das heißt wenig später nachzuahmen. Aktiv zuhören ist auch nicht verkehrt. Ein paar Mal "Aha" und "So?" sagen - wirkt Wunder. Dabei nicht übertreiben, sonst kommt man rüber wie der Therapeutenonkel.
5. Den Gesprächspartner niemals berühren! - Dieser Tipp ist meiner Meinung nach prinzipiell okay (siehe oben). Aber es gibt eine Ausnahme. Gute Menschenkenner und Flirtliebhaber wissen, wann etwa ein Schulterklopfen okay ist, oder zum Beispiel eine belanglose Berührung (Hand kurz auf die Schulter legen). Ein guter Freund von mir hat den Begriff "Zuck-Theorie" geprägt. Zuckt ein reizender Mensch bei einer unscheinbaren Berührung nicht zurück, ist Vertrauen vorhanden.
Fazit: Gerade beim Small Talk kann man viel Menschenkenntnis sammeln. Praktizieren Sie ihn oft!
Macht erhöht den Flirtfaktor bei reiferen Männern
Geschrieben am 19.06.09 um 13:53 Uhr

Sarkozy, Berlusconi, Helmut Kohl und Franz Müntefering haben offensichtlich ein Faible für Frauen, die nicht nur Jahre, sondern Jahrzehnte jünger sind als sie. Aber was treibt die Gegenseite in die Arme der "alten Haudegen"?
Schlägt man irgendeine Illustrierte auf, stellt man fest: Spitzenpolitiker aus aller Welt stehen beim weiblichen Geschlecht hoch im Kurs. Vor allem Berlusconi ist oft abgelichtet, umschwärmt von feinen Damen, vor allem jungen! Der 72-Jährige sieht für sein Alter auch noch recht gut aus, das muss man zugeben, oder? Vielleicht hat er da auch ein bisschen nachhelfen lassen.
Egal. Die Frage ist doch: Was motiviert viele, selbst gut situierte Damen zu einem Flirt mit solchen "Alpha-Tieren"? Auch bei uns in Deutschland gibt es solche Kombinationen (siehe oben). Auf dem Portal der WAZ-Mediengruppe (07.05.2009) fand ich einen entsprechenden Artikel, in dem auch Experten vom Fach zu Wort kamen.
Nach Meinung der Essener Psychologin Ulla Diallo sind solche Männer deshalb für junge Frauen interessant, weil sie ihnen Status böten. "Sie" bekommt quasi auch etwas von seinem Ruhm ab, von seinem Scheinwerfer-Dasein. Und natürlich weiß auch die Paartherapeutin: Gewisse Frauen suchen Vater- beziehungsweise Großvatertypen.
Das kann verschiedene Gründe haben. Vor allem diejenigen weiblichen Singles, die schon in der Kindheit stark auf ihren Vater fixiert waren, können zu einer Partnerwahl neigen, die sie - unbewusst - an die Beziehung von damals erinnert. Selbstverständlich ist auch der umgekehrte Fall nicht unüblich. Das heißt, diverse männliche Singles fühlen sich von "Mama-Typen" angezogen.
Wie dem auch sei, das Partnermodell "Reifer, erfolgreicher Typ - junge attraktive Frau" hat einige Nachteile in petto. Was etwa, wenn er irgendwann aus seiner sozialen Rolle herausfällt? Etwa durch Kündigung aufgrund von Staatsaffäre. Verlässt sie ihn dann? Oder anders: Welche Folgen ergeben sich bei einer entsprechenden Langzeitpartnerschaft? Vielleicht gibt es auch irgendwann jedes zweite Wochenende Eheprobleme: Sie will in die Disco, er in ein klassisches Konzert.
Auf der anderen Seite - und das ist wirklich nicht zu unterschätzen - haben die beiden Parteien aufgrund des Altersunterschieds höchstwahrscheinlich unterschiedliche Wertesysteme. Diese spielen zwar am Anfang einer Beziehung keine Rolle, aber später vielleicht mal.
Interessant ist auch zu sehen, dass das eben beschriebene Modell