Geschrieben am 22.07.10 um 12:42 Uhr

Was tun, wenn man weiß, dass der Ex-Partner neu verliebt ist? Eigentlich weiß man ja, dass man damit klarkommen müsste...doch die Realität sieht oft anders aus. Hier meine Antwort auf die Frage einer verzweifelten Klientin!
Wie soll ich mit der neuen Situation umgehen?
Mein Freund und ich haben uns nach fünf Jahren getrennt. Dies ist nun ein halbes Jahr her. In dieser Zeit hatten wir einige Funkstillen und dann wieder Kontakt und das ewige hin und her. Manchmal dachte ich, es wird wieder, denn wir waren eigentlich noch immer gut befreundet...
Nun hat er seit einigen Wochen eine neue Freundin und es fällt mir total schwer, damit richtig umzugehen. Was kann ich tun?
Da war im Hinterkopf noch der Wunsch, der Vater des Gedanken: Irgendwie haben Sie doch noch gehofft, dass mit dem Ex alles so wie früher wird. So ist es sehr häufig, wenn ein sich getrenntes Paar befreundet bleibt. Ich würde dieses als eine Liebeskummerfalle bezeichnen. Man hat sich getrennt, bleibt sich aber trotzdem vertraut, tauscht Probleme miteinander aus, verbringt gemeinsame Zeit zusammen und ist im Grunde doch nicht getrennt. Diese Konstellation bricht in der Regel erst dann zusammen, wenn einer der beiden Partner sich neu verliebt. Und in diesem Sinne beginnt jetzt erst die Trennung. Für den übergebliebenen Partner gilt es, den Ex nun komplett loszulassen und mit der Ablöse und der Trauerarbeit zu beginnen. Lenken Sie sich ab, und vermeiden Sie auf alle Fälle jeglichen Kontakt mit dem Ex und der neuen Flamme. Eventuell müssen Sie sich einen neuen Freundeskreis zulegen, und Ihre Freizeit neu gestalten. Gönnen Sie sich etwas Gutes, soweit Ihr Budget das zulässt: Gehen Sie zur Kosmetik, zur Massage, kaufen Sie sich etwas nettes zum Anziehen oder für Ihre Wohnung und beginnen Sie komplett neu. Nur mit diesem radikalen Abstand können Sie unbeschadet einen Neuanfang starten. Erst danach bietet sich für Sie die Chance, sich neu zu verlieben.
Geschrieben am 13.07.10 um 17:27 Uhr

Manche Fragen, die mir gestellt werden, betreffen nicht zwingend immer den Fragensteller, sondern eine befreundete Person. Wie geht man als Freund damit um, wenn es jemandem aus dem Umfeld schlecht geht bzw. sich selbstzerstörerisch verhält?
Freundin kompensiert Frust wegen Trennung mit Essen
Wie man nach einer Trennung körperlich reagiert, kann völlig unterschiedlich sein. Normalerweise nimmt man im Trennungsschock ab. Dieses gilt in der Regel meist nur innerhalb der ersten sechs Wochen. Bei vielen Klienten kommt danach die Phase des Frustes und der Eigenbelohnung. Und nichts ist so schnell, so einfach und so günstig wie sich durch Essen und Trinken ein gutes Gefühl und Trost gegen die Einsamkeit zu spenden. Besonders Kohlenhydrate, Alkohol und Süßigkeiten sind Nervennahrung, die uns im Frust glücklich machen können. Ich persönlich habe nach einem schweren Liebeskummer acht kg zugenommen. Und nur mit professioneller Hilfe bin ich diese Kilos auch wieder losgeworden. Mein persönlicher Tipp: Die Sanguinum-Kur. Bei vielen Klienten führt der Liebeskummer auch zur Gewichtszunahme durch falsches Essverhalten oder durch Frustessen. Am Anfang will man es selber kaum wahrhaben. Ruck zuck sitzen die Pfunde auf den Hüften, das Selbstwertgefühl fällt in den Keller. Das kontrollierte Essen und das Abnehmen mit Hilfe der Sanguinum-Kur hat bei mir dazu geführt, mich wieder wohlzufühlen und mir ein Gefühl der Freiheit vermittelt. Im Laufe der Jahre kamen mehrere Klienten in den Genuss durch diese einmalige Kur, ihr altes Gewicht oder ihr Wohlfühlgewicht zurückzuerlangen. Diese Sanguinum-Kur wird in den meisten deutschen Städten angeboten. Vielleicht hilft dieser Tipp Ihrer Freundin weiter?!
Kann man zu schnell über eine Trennung hinweg kommen?
Geschrieben am 07.07.10 um 16:48 Uhr

Ich gebe zu, eine eher seltene Frage, die mir gestellt wurde. Die meisten Menschen brauchen sehr lange, um sich emotional von einem geliebten Menschen zu lösen. Keine Wunder, dass diejenigen, die eine Trennung schnell verdaut haben, sich irgendwie merkwürdig fühlen...
Unterdrücke ich Gefühle?
Sollte ich mir Gedanken machen, wenn ich zu SCHNELL über eine Trennung hinweg komme? Die letzte Trennung habe ich so gut verdaut (obwohl wir drei Jahre zusammen waren), dass ich mir schon von meinen Freundinnen sagen lassen muss, dass ich das wahrscheinlich nur unterdrücke und etwas vorspiele, weil das Ganze auch tatsächlich nicht wirklich typisch für mich ist. Getrauert habe ich nur ein paar Tage und jetzt fühle ich mich sehr gut. Verdränge ich das Ganze vielleicht tatsächlich?
Sie verdrängen gar nichts, denn es zählt nur eins: Dass Sie sich gut fühlen. In meiner Liebeskummerpraxis habe ich es erlebt, dass eine Klientin, nachdem Sie zwei Monate mit einem Mann liiert war, über 1 1/2 Jahre schwer gelitten hat. Genauso hatte ich ein Klientenehepaar, die sich nach 41jähriger Ehe getrennt haben und beide sofort ihr Leben neu in Angriff genommen haben und je nur eine kurze Leidenszeit hatten. An diesen beiden Beispielen erkennt man ganz klar, dass es völlig egal ist, wie lange man liiert war, und dass das nichts mit der Länge der Trauerzeit zu tun hat. Sicherlich waren Sie schon länger nicht mehr richtig verliebt in Ihren Partner und hatten sich in Ihrem Kopf und in Ihrer Seele schon lange von der Beziehung abgelöst. Haben Sie bitte kein schlechtes Gewissen und hören Sie nicht auf Ihre Freunde, denn es zählt nur, was Sie denken und fühlen. Vielleicht ist es bei der nächsten Trennung ja ganz anders. Genießen Sie doch, dass Sie gut reflektiert sind und sich mir Ihrer Trennung abfinden konnten. Viele meiner Klienten werden Sie darum beneiden...
Wie komme ich aus sexueller Abhängigkeit heraus?
Geschrieben am 30.06.10 um 17:24 Uhr

Wie letzte Woche angekündigt werde ich mich in nächster Zeit wieder mit konkreten Fragen beschäftigen, die mir in meiner Praxis gestellt wurden. Ich denke, dass für viele Leser die Antworten interessant sein dürften!
Ich glaube, ich kann nicht loslassen!
Hallo, gibt es jemanden unter euch, der Erfahrungen mit emotionaler bzw. sexueller Abhängigkeit gemacht hat und wie ist er da wieder rausgekommen?
Ich stecke seit Monaten fest, habe schon sehr lange keinen Kontakt mehr zu dieser Person, aber der Liebeskummer baut sich nicht ab, die Präsenz dieser Person ist immer noch sehr stark, genau wie meine Sehnsucht und ich kann nicht loslassen, obwohl ich während dieser Verbindung kreuzunglücklich war. Bin sehr verzweifelt und möchte und muss diesen Zustand endlich überwinden.
Als erstes ist es in der Tat so, wie man es überhaupt nicht hören möchte: Zeit heilt alle Wunden! So ist es auch in der Liebe, erst wenn man sein Herz wieder neu verschenken kann, ist das Herz von den alten Wunden geheilt. Dieses bedeutet, solange man noch an den Ex-Partner denkt und emotional überhaupt nicht loslässt, ist es schwierig, frei und offen für etwas Neues zu sein. Und man darf auch nicht vergessen: Wenn wir so blockiert sind, spiegeln wir unserem Gegenüber keine positive Ausstrahlung.
Um den alten Partner loslassen zu können, würde ich unbedingt raten, positive und negative Eigenschaften von ihm aufzuschreiben, um zu vergleichen, was überwogen hat. Ein weiterer Tipp ist, den Ex-Partner noch mal zu sehen, ansonsten hat man die Traumvorstellung im Kopf und die entspricht selten der Realität. Dazu fällt mir ein Beispiel einer Klientin ein, die nach langer Zeit ihren Ex per Zufall getroffen hat und mir danach berichtetet: "Als ich schon sah, wie er sein Handy hielt, hätte ich ihm schon eine knallen können und dachte: Gut, dass das nicht mehr meiner ist."
Man braucht viel Geduld mit sich selbst und muss lernen, sich zu überreden, Neues auf sich zukommen zu lassen. Ab einer bestimmten Zeit ist es nicht mehr sinnvoll, zu Hause auf dem Sofa zu sitzen und der alten Liebe nachzutrauern. Gehen Sie raus, amüsieren Sie sich mit Freunden, legen Sie sich ein neues Hobby zu oder fahren Sie eventuell in den Urlaub um neue Menschen kennenzulernen.
So werden Sie Schritt für Schritt den Liebeskummer los.
Auch andere haben Liebeskummer, letzter Teil
Geschrieben am 24.06.10 um 10:43 Uhr

Diese Woche möchte ich Ihnen die vorerst letzte Reaktion auf meinen Fernsehauftritt bei "SternTV" präsentieren. Ab nächster Woche werde ich mich dann wieder in alter Manier mit konkreten Fragen rund um den gefürchteten Liebeskummer beschäftigen.
Hallo,
ich wollte mich bei Ihnen erkundigen, ob in meinem Fall auch Hilfe möglich ist. Ich erlebe seit ca. vier Monaten den bisher größten Liebeskummer meines Lebens mit Auswirkungen, die ich so bisher an mir nicht kannte (und ich bin 39 Jahre alt!). Ich habe aber keine wirkliche Trennung hinter mir, sondern es ist viel mehr eine Beziehung nicht zustande gekommen, von der ich ein Jahr lang dachte, dass alles dafür spricht. Ich habe dadurch schlussendlich meinen besten Freund verloren, mit dem ich aber weiterhin jeden Tag zusammen arbeiten muss. Diese Situation ist für mich relativ unerträglich, aber ich finde irgendwie einfach keinen Ausweg...
Ist das eine Sache, in der Sie auch helfen könnten? Mir fehlen bisher so ziemlich alle negativen Erinnerungen, die bei dem Ende einer Beziehung ja eigentlich immer irgendwo vorhanden sind. Die einen dann irgendwann auch Wut entwickeln lassen, wodurch man dann ja auch die schlechten Seiten sieht...
Zudem habe ich mittlerweile das Gefühl, dass ich alleine damit nicht wirklich zurecht komme und mich gedanklich immer nur im Kreis drehe.
Für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar.
Mit freundlichen Grüßen, XXX
Sie werden verstehen, lieber Leser, dass auch ich als Expertin manchmal ratlos und hilflos solchen Email gegenüber sitze. Vielleicht aber erinnert dieses Wirrwarr Sie an Ihre persönliche Geschichte und es ist Ihnen ein Trost, dass Menschen im Liebeskummer und im Durcheinander der Gefühle out of control sind. In dieser Situation kann ich Ihnen nur raten, im Liebeskummer ist sehr viel Zeit und Geduld mit sich selber gefragt!
Auch andere haben Liebeskummer, Teil 2
Geschrieben am 17.06.10 um 17:11 Uhr

Wie bereits letzte Woche erwähnt, bekomme ich seit meinem Fernsehauftritt bei "SternTV" zahlreiche Zuschriften von unglücklichen Menschen mit Liebeskummer. Ich habe mir noch mal einen Brief herausgepickt, um Ihnen, liebe Leser, Mut zu machen. Denn: Jeder leidet früher oder später unter Liebeskummer.
Hallo Frau Fauck,
ich habe Sie bei Ihren TV-Beitrag gesehen und mit Interesse Ihre Ratschläge verfolgt. Danach habe ich mir Ihr Buch gekauft "Liebeskummer, wenn das Herz zu brechen droht". Ich habe es fast gelesen und vermisse meinen Fall, der vielleicht auch für Sie ganz neu ist.
Ich lebte über sechs Jahre in einer Fernbeziehung. Wir sahen uns alle zwei Wochenenden, manchmal verlängert und planten wir Urlaube zusammen, telefonierten, mailten und schrieben uns SMS. Wir passten in allen Dingen sehr gut zusammen. Ich (48 Jahre, geschieden nach 22 Jahren Ehe) erlebte die Liebe meines Lebens. Lernte Geborgenheit und eine nie gekannte Fürsorge kennen und völlig neu erlebten Sex.
Gescheitert sind wir daran, dass mein Partner Manager bei einem Unternehmen ist, seinen Beruf nicht aufgeben will, ich Angestellte mit einem 20jährigen Festvertrag und meine finanzielle Absicherung in der heutigen Zeit auch nicht aufs Spiel setzen möchte. Aus diesem Grund hat mich mein Partner verlassen. Ihm ist es lieber keine Beziehung mit mir zu haben, als diese, obwohl wir uns lieben.
Ich fühle mich von ihm vor die Tür gesetzt und leide, wie in Ihrem Buch beschrieben einen schmerzlichen Liebeskummer mit einer Vielzahl von Ihnen beschriebenen Symptomen. Es tut mir unendlich weh, dass von meinem Partner eine solche Härte ausgeht. Er sprach immer von tiefer Liebe. Langsam fange ich an zu glauben, dass seine Liebe dann doch nicht so tief war. Ich glaube nicht, dass er eine andere Partnerin hatte (Wie Sie es in Ihrem Buch beschreiben). Wir waren beide glücklich! Bis sich herausstellte, dass ich meine Arbeit und mein Umfeld nicht aufgeben kann. Ich habe in seinem Heimatort auf zwei Arbeitstellen probegearbeitet, wollte ein Jahr unbezahlten Urlaub nehmen, um den Weg zurückgehen zu können... (...)
Wie es weiter geht, weiß ich auch noch nicht, im Moment bin ich ein Trauerkloß und ein Clown, der lacht um nicht zu weinen. Ich bin aktiv, treibe Sport, gehe mit Freunden aus, gehe gern arbeiten. Aber abends kriecht die Kälte und Einsamkeit mit ins Bett und die Tränen laufen...
Vielen Dank für Ihre Hilfe!
Mit freundlichen Grüßen XXX
Auch andere haben Liebeskummer
Geschrieben am 09.06.10 um 14:55 Uhr

Seit meinem letzten Fernsehauftritt werde ich überschüttet mit Mails von unglücklichen Menschen, die von Liebeskummer geplagt werden. Durch den TV-Beitrag erfuhren diese Personen von meiner Liebeskummerpraxis.
Ich bin positiv überrascht über die Resonanz und negativ beeindruckt über die Vielzahl der Liebeskummerkranken. Damit die liebeskummerkranken Leser von ElitePartner sich nicht so einsam und alleine mit ihren Problemen fühlen, möchte ich Sie teilhaben lassen an meinen Zusendungen. Ich wünsche mir, dass Ihnen diese Original-Berichte spiegeln, dass Sie nicht alleine mit Ihrem Liebeskummer sind. Sie haben genug Leidensgenossen. Hier im "O-Ton":
Liebe Frau Fauck!
Ich habe Ihren Beitrag gesehen und Sie haben mir allein damit schon sehr geholfen. Ich bin 90 Prozent schwerbehindert, alleinerziehend und mein Liebeskummer dreht sich um meine Jugendliebe, den ich nach 30 Jahren wieder getroffen habe. Er war damals der einzige Halt - in einer Welt, die aus Alkohol und Gewalt bestand. Das ist eine sehr lange und aufwühlende Geschichte. Nun, natürlich ist er verheiratet, aber er verspricht mir seit zwei Jahren, sich zu trennen. Ist auch schon drei Mal ein- und aber auch schon wieder ausgezogen. Das alles und meine persönliche Situation (habe mich dann auch von meinem Mann getrennt) hat mir meine Lebenskrise beschert. Seit zwei Jahren versuche ich mich zu trennen, aber er lässt es nicht zu. Immer wenn ich gehen wollte, hat er mich da zufassen bekommen, wo es mir am meisten weh tat: Mein Herz - Gefühlschaos, Herzschmerz und Seelenstress ohne Ende. Drei Wochen Reha und acht Wochen psychiatrische Tagesklinik haben zwar ein wenig Energie zurück gebracht, aber nicht DAS bewirkt, was Ihr Beitrag geschafft hat. (...)
Und deswegen wollte ich mich bei Ihnen bedanken.
Mit ganz vielen lieben Grüßen verbleibt,
Ihre XXX.
Geschrieben am 19.05.10 um 17:04 Uhr

Hier habe ich mal ein gutes Beispiel für Sie, das der Schmerz, den Liebeskummer verursacht, am Ende auch eine positive Wendung nehmen kann:
Mein Freund, Sebastian Erxleben, durchlitt lange Zeit eine schwere Liebeskummer-Phase. Nachdem er wieder einigermaßen klar denken konnte, nahm er all seine Kraft zusammen und lies seiner Seele freien Lauf und schrieb einen Gedichtband "Schmerz - Eine Reise ins Liebeskummerland und zurück - Gedichte von Sebastian Erxleben". Da kein Verlag diesen Band verlegen wollte, griff Sebastian tief in seinen eigenen Geldbeutel und finanzierte dieses Projekt beim "Deutscher Lyrik Verlag" selbst.
In diesem Buchband durchlebt er nochmals die zehn Phasen seines Liebeskummers. Phase eins beginnt mit "Verliebt sein" bis zu Phase zehn "Verzeihen und sich öffnen für etwas Neues". Und genau diese Phase zehn möchte ich Ihnen gerne mit auf den Weg geben, damit Sie hier bei Elitepartner.de frei von Altlasten einen neuen Partner finden können:
"Verzeihen und sich öffnen für etwas Neues"
Das Zimmer in meinem Herzen - es ist geräumt,
ich habe nicht versäumt,
von den Bänken, Stühlen und Tischen,
die Erinnerungen wegzuwischen,
keine Bilder mehr an den Wänden,
den Schlüssel zu meinem Herzen, ich halte ihn wieder in meinen Händen,
er sichtbar neben mir liegt,
das unerfüllte Verlangen - endlich besiegt.
Innere Ruhe ist eingekehrt,
alles ist wieder gerade, was vorher lief verkehrt.
Bin zurück bei mir selbst und im Leben,
wieder bereit, für jemanden alles zu geben,
denn ohne Risiko gibt es kein Glück,
kein Nach-Vorne ohne ein Zurück.
Will eine neue Liebe gedeihen,
muss ich vor allem mir selbst verzeihen,
meinen Frieden schließen und jedem und allem,
wieder hochkommen, um vielleicht erneut ganz tief zu fallen.
Gefühle sind unmöglich zu erzwingen,
Widerstände nicht immer niederzuringen.
Zeit, Raum und die Liebe darin nicht zu lenken,
auch wenn die Menschen das sehr oft denken.
Vielleicht tanken Sie aus Sebastians kreativem Werk Kraft und Energie und bekommen vielleicht auch eine Idee, Ihrem Liebeskummer etwas Gutes abzugewinnen.
Eine Geschichte aus dem Leben...
Geschrieben am 14.05.10 um 10:41 Uhr

Wir alle wissen ja, dass das Leben bekanntlich die kuriosesten, aber manchmal auch traurigsten Geschichten schreibt. So auch folgende, die mir neulich eine Klientin in meiner Praxis erzählte.
Kim (49) hatte sich auf ein Abenteuer mit Peter eingelassen. Abenteuer in dem Sinne, dass Kim 15 Jahre älter ist als Peter. Niemals hätte Kim zu träumen gewagt, dass Peter eines Nachts vor ihrer Tür stehen würde, mit dem Satz: "Ich träume seit Jahren von dir, und habe endlich den Mut, dieses auszusprechen."
Dazu muss ich sagen: Peter ist ein Freund von Kims jüngeren Bruder und Kim hat sich seit Jahren heimlich gedacht: "Der Peter ist ein echt leckerer Typ!" Spontan schlug Peter in den nächsten Monaten immer wieder bei Kim auf um ihr "Gute-Nacht-Geschichten" zu erzählen. Sie wissen was ich meine?!
Es passierte, was passieren musste: Kim verliebte sich. Das Gefühl hatte den Kopf überholt und eigentlich wollte Kim das nicht, aber zu spät! Genau diesem Gefühl wollte Peter keinen Raum geben (er hatte genau bemerkt, dass Kim ihr Herz verloren hatte) und flüchtete, bevor auch er sich in dieses Gefühl fallen ließ. Kim hörte von da an nichts mehr von Peter. Heimlich wartete sie jeden Abend und jede Nacht auf ein Zeichen von ihm, ging abends mit ihrem Handy ins Bett.
Happy End unmöglich?
Fünf Monate später rief Paul, der kleine Bruder von Kim, bei Kim an, um ihr freudestrahlend zu berichten, dass Peter mit Katrin (einer alten Schulfreundin von Peter und Paul), fest liiert und überglücklich sei. Zu allem Übel schickte Paul per Mail ein Foto, auf dem Peter glücklich strahlend mit Katrin Arm in Arm glänzte.
Paul, der von Kim und Peter nie erfahren hatte, dachte, seiner Schwester damit eine Freude zu machen und setzte unter das Bild den Titel: "Das neue Traumpaar". Kim traf der Schlag. Natürlich hatte sie vor diesem Moment seit Monaten Angst und ihr war völlig klar, dass es niemals für sie und Peter ein Happy End geben würde. Sie fühlte sich von einem Messer durchbohrt und war völlig außer Kontrolle. Sie hatte keinen Appetit mehr, leichte Panikattacken und Angstzustände, Schüttelfrost, war tief traurig und fiel in eine Depression.
Kein Schutz vor der Liebe
Dieses zeigt uns doch wieder, dass wir uns vor der Liebe nicht schützen können.
Kim hatte seit Jahren eine tiefe Zuneigung für Peter gefühlt und diese immer unterdrückt. Ihren Gefühlen hatte sie nur freien Lauf gelassen, weil Peter die Initiative ergriffen hatte. Trotzdem ist es für sie schwer zu ertragen, dass die wunderbaren gemeinsamen Stunden genauso unerwartet ein Ende finden, wie sie unerwartet begonnen habe. Von Selbstzweifeln getrieben dachte sie: Hat er mich nur ausgenutzt, verschaukelt, hätte ich niemals nachgeben sollen?
Kim hat sich schwer getan am Leben wieder Freude zu finden. Sie hat intensiv an sich gearbeitet, ihre Trauer und ihre Depression mit Hilfe einer Beratung wieder in den Griff bekommen und mittlerweile ist sie wieder so stark, dass sie Peter und Katrin auf Partys ohne Hass und Trauer freundlich gegenüber stehen kann.
Allerdings schlägt ihr Herz immer noch für Peter und das ist für sie mittlerweile ein Glücksgefühl.
Geschrieben am 06.05.10 um 09:41 Uhr

Sie haben sich getrennt und jetzt tut es Ihnen leid? Was war der Grund? Oft höre ich in meiner Praxis dann: "Ich wollte noch mal was anderes erleben, ich hatte Angst, etwas zu verpassen, wenn ich am Ende nur diesen einen Partner hatte."
Dieser Gedanke ist durchaus verständlich. Zum einen vermag man vielleicht nicht einzuschätzen, ob der Partner denn wohl "gut genug" ist oder nicht, wenn man keinen Vergleich hat. Zum anderen ist es wohl ein menschlicher Mechanismus, dass man häufig nicht mehr zu schätzen weiß, was einfach "da" ist. In einer langjährigen Beziehung etablieren sich zwangsläufig gewisse Selbstverständlichkeiten, sodass man sich irgendwann gar nicht mehr vorstellen kann, wie es wäre, wenn sie nicht da wären. Erst wenn der vertraute Mensch, über den ich mich vielleicht im Alltag auch häufig geärgert habe, auf einmal nicht mehr da ist, erkenne ich, was er mir bedeutet und was er mir an Zuwendung gegeben hat.
Halten Sie Ihre Beziehung lebendig
Das erreichen Sie beispielsweise durch folgende Verhaltensregeln bzw. Aktivitäten:
- Fahren Sie getrennt in den Urlaub. Sie haben dann die Chance, auch mal wieder Sehnsucht nacheinander zu spüren und schätzen zu lernen, was Sie am anderen haben. Das soll natürlich nicht heißen, dass Sie dabei keinen Spaß haben sollen. Im Gegenteil: Es gibt Ihnen die Gelegenheit, im Urlaub einfach mal das zu tun, worauf Sie Lust haben und wozu Sie Ihren Partner/Ihre Partnerin in einem gemeinsamen Urlaub niemals bewegen könnten. Vielleicht machen Sie dann eine Motorradtour mit den Kumpels oder einen Wellness-Urlaub mit Ihrer besten Freundin. Wenn Sie zurückkommen werden Sie sich auch endlich mal wieder etwas Neues zu erzählen haben.
- Falls Sie Kinder haben, rate ich Ihnen: Stellen Sie ruhig auch mal Ihre Partnerschaft in den Mittelpunkt. Wenn Sie irgendeine Möglichkeit haben, die Kinder von jemand anders betreuen zu lassen (Großeltern, Babysitter, Freunde), gönnen Sie sich zwischendurch ein Wochenende zu zweit. Sie werden feststellen, wie gut das Ihrer Partnerschaft tut und wie sich das auch positiv auf Ihr Familienleben auswirken wird. Denn: Wenn es den Eltern gut geht, werden meistens auch die Kinder zufriedener sein.
Wenn keine Zeit für die Liebe bleibt
Geschrieben am 29.04.10 um 14:24 Uhr

Dass viele Frauen heute in ihrem Beruf dasselbe leisten wie Männer, ist eine durchaus wünschenswerte Entwicklung. Doch gerade wenn beide Partner ehrgeizig und im Beruf erfolgreich sind, geht damit leider häufig auch ein Problem einher.
Zwischen Dienstreisen, übervollen Terminkalendern und weiteren Verpflichtungen gegenüber Freunden oder der Familie bleibt die Liebe auf der Strecke. Denn Paare, die über Jahre hinweg ihre gemeinsame Freizeit allenfalls noch schlafend miteinander verbringen, bekommen dafür irgendwann die Quittung: Man fühlt sich voneinander entfremdet, hat sich nichts mehr zu sagen, und wenn dann doch plötzlich einmal ein paar gemeinsame Stunden anstehen, werden auch die mit möglichst unverbindlichen Aktivitäten gefüllt. Dabei liegt der Wunsch nach Zuneigung, Aufmerksamkeit und körperlicher Nähe prinzipiell in der Natur des Menschen. Bekommt man dies vom eigenen Partner nicht mehr, sucht man außerhalb der Beziehung danach. Deshalb bricht in diesen früher oder später meist ein Partner aus und verliebt sich in jemand anders. Nimmt der andere Partner das nicht zum Anlass, etwas am gemeinsamen Beziehungsleben zu verändern, ist im Grunde schon alles zu spät ? Was passiert, wenn für die Liebe einfach kein Termin mehr frei ist?
Wie Sie diese Falle umgehen können
In unserem Leben ist der Drang nach der Karriere und Selbstverwirklichung stark ausgeprägt. Das ist natürlich nachvollziehbar. Doch der große Knackpunkt ist, sich keine Zeit für die Zweisamkeit zu nehmen. Das ist schlecht. Denn: Auf Dauer darf es da keine Ausreden geben. Schließlich schaufelt man sich für alles andere auch Zeit frei, wenn es sein muss. Ihnen fehlen Ideen? Zum Beispiel könnte man gemeinsame Kino- oder Theaterbesuche fest in den Terminkalender eintragen - oder eine schöne Ausstellung oder ein Konzert. Es gibt grenzenlos viele Möglichkeiten.
Zudem rate ich unbedingt dazu mit dem Partner feste Termine zur gemeinsamen Paarzeit einzurichten. Nicht nur Bürozeit, Elternzeit oder Wochenenden mit Freunden sollten einen festen Platz haben, sondern auch Paarzeit - schließlich steht der Partner an erster Stelle! Auch dieses "vor sich weglaufen" in dem man jedes Wochenende mit Freunden verbringt und immer im Kollektiv etwas vor hat, ist für Paare auf Dauer nicht gesund. Jede Woche sollte ein Abend nur zu zweit verbracht werden: Am besten beim einem schönen Abendessen in einem tollen Restaurant, damit die Kommunikation auch Platz finden kann.
Kino, Sport und die Wochenenden mit Freunden sind ja nicht zu verachten, geben aber nicht die Möglichkeit des persönlichen Gesprächs. Denn: Mit der Zeit verliert man immer mehr an Nähe. Ein schleichender Prozess, der Gift für die Liebe ist. Schließlich sollte es immer heißen: Du und Ich! Und nicht: Wir sind immer beschäftigt!
Wenn's im Job chaotisch wird: Liebe am Arbeitsplatz
Geschrieben am 22.04.10 um 17:05 Uhr

Ein immer wieder kommendes Chaos heißt: "Liebe am Arbeitsplatz". 30 Prozenz meiner Praxisarbeit beschäftigt sich mit dem Thema: "Ich habe mich in meine(n) Kollegen/in verliebt", "Ich war in meine(n) Kollegen/Kollegin verliebt", "Wir sind getrennt, arbeiten aber weiterhin zusammen, was kann ich tun?"
Da hat ja bereits der Alptraum zugeschlagen: Wir sind getrennt, aber MÜSSEN uns täglich bei der Arbeit sehen. Der beste Rat wäre natürlich zu sagen, besorgen Sie sich eine andere Arbeitsstelle. Das wäre das Vernünftigste und das Effektivste. Leider ist diese Lösung nur in den seltensten Fällen machbar. Im Grunde ist es genauso schwierig, wie der Satz: "Ich möchte mich von dir trennen, aber lass uns Freunde bleiben." Diese Dinge hören sich einfach an, sind aber schwer oder gar nicht umsetzbar. Wenn man dennoch miteinander arbeiten muss, kann ich vorab nur zu einem klärenden gemeinsamen Gespräch raten, um die weitere Umgehensform während der Arbeit miteinander zu besprechen. Zu klären wäre: Sind wir während der Arbeitszeit per Du oder Sie? Müssen Kollegen über die Situation aufgeklärt werden? Gibt es Möglichkeiten, innerhalb der Arbeitsstelle den Aufgabenbereich zu wechseln? Verboten ist natürlich die Mittagspause gemeinsam zu verbringen. Verboten sind auch zynische Bemerkungen oder Mails und Anspielungen, die nichts mit dem Job zu tun haben. Hier muss der Beruf und das Private komplett getrennt werden.
In der Regel ist es so, dass der eine Partner an der Beziehung festhält, während für den anderen Menschen die Beziehung komplett beendet ist. Dieses ist ein Ungleichgewicht und es ist für beide Seiten nicht einfach, wertfrei mit dem verflossenen Partner umzugehen. Hier sollte Respekt und Achtung hochgehalten werden und kein Platz für aufflackernde Gefühlsduseleien sein.
Von der noch liebenden Seite sollte unbedingt vermieden werden, kleine Herzchen, liebevolle Nachrichten und schmachtende Blicke dem Ex zukommen zu lassen. Denn wenn dieses nicht erwidert wird, bleibt man traurig zurück und der Partner, der mit der Beziehung durch ist, fühlt sich über dies hinaus noch mit diesen Gesten belästigt.
Also: Achtung vor dem nächsten Verlieben! Fangen Sie niemals ein Verhältnis mit dem Nachbarn/der Nachbarin oder dem Arbeitskollegen/Arbeitskollegin an, denn meist endet es in Chaos!
Wenn man eifersüchtig auf ein Kind ist
Geschrieben am 15.04.10 um 11:28 Uhr

Immer wieder habe ich in meiner Praxis mit der Situation zu kämpfen, dass ein nettes Paar Probleme hat, weil einer der beiden Partner eifersüchtig ist auf das Kind des anderen. Was kann ich also tun, wenn mein neuer Partner eifersüchtig auf mein Kind ist?
In solchen Fällen rate ich:
1. Bringen Sie Ihren neuen Partner nicht zu früh mit Ihrem Kind in Verbindung. Ich empfehle, die Anfangszeit mit dem neuen Partner alleine zu genießen und zu testen, und das Kind auf keinen Fall zu früh mit ins Boot zu holen. Erst, wenn Sie sich ganz sicher sind, dass diese Verbindung von Dauer sein soll, gibt es ein Kennenlernen mit Kind.
2. Behutsam sollte man dem Partner nahe bringen, dass ein Kind immer an erster Stelle stehen muss. Allerdings gilt es zu berücksichtigen, dass Organisation jetzt gefragt ist. Es ist eine Kunst, diesen schmalen Grad zu meistern, zwischen gemeinsamer Zeit zu dritt, genügend Zeit nur für das Kind und ausreichend Zeit für den neuen Partner und für das neue Glück. Legen Sie sich einen Zeitplan an und beratschlagen Sie mit Kind und Partner, wie die freie Zeit gestaltet werden kann ohne dass eine Person sich vernachlässigt fühlt. Freunde und Eltern können eingespannt werden als Babysitter zu helfen.
3. Ich rate unbedingt dazu, einen Kurzurlaub mit dem neuen Partner ohne Kind zu machen. Nirgends lernt man sich so gut kennen wie in einem Hotelzimmer. Rund um die Uhr freie gemeinsame Zeit zu verbringen, schult das Zusammenleben ungemein und gibt Ihrem neuen Partner das Gefühl, dass Sie nur für ihn da sind. Jede junge Liebe braucht dieses Gefühl. Der Zaubersatz heißt: "Aus 'Du' und 'Ich' wird 'Wir'." Das hat zur Folge, dass ein "gutes Wir" mit den Alltagsproblemen spielend fertig wird und dass ein Kind kein Problem sein darf.
"Ich weiß etwas, das Du nicht weißt"
Geschrieben am 07.04.10 um 16:39 Uhr

"Was kann ich tun, wenn ich mitbekommen habe, dass meine Freundin von Ihrem Ehemann betrogen wird?"
Dieses ist eine oft gestellte Frage von meinen Klienten, wenn Sie ungewollt Mitwisser einer Dreiecksgeschichte werden.
Mein Tipp:
1. Versuchen Sie, mit demjenigen, der betrügt, ein Gespräch unter vier Augen zu verabreden. Nehmen Sie sich den "Betrüger" zur Brust, und spiegeln Sie ihm, was er gerade macht. Er hintergeht seine Partnerin und die Geschichte ist nicht mehr heimlich, mit anderen Worten, es gibt Mitwisser und nun wird es brenzlig. Bei großem Glück wird dem Betrüger bewusst, was er gerade veranstaltet hat und er erklärt sich bereit, die Situation selber aufzuklären.
2. Sollte das Gespräch mit dem Betrüger nicht gefruchtet haben, würde ich unbedingt dazu raten, die betrogene Person zu informieren. Denn wir alle wissen, wie furchtbar es ist, betrogen und belogen zu werden und im Nachhinein zu erfahren, dass sogar die besten Freunde informiert waren. Eine solche Handlung gibt einem das Gefühl, dass man von allen total hintergangen wurde. Dieses macht die Heilung nach einer zerbrochenen Liebe besonders schwierig und zerstört bei dem Betrogenen das Vertrauensverhältnis zum Partner, zu den Freunden und noch schlimmer, sein komplettes Selbstwertgefühl und das Gefühl zum eigenen Vertrauen ist völlig gestört.
3. Wenn Sie sich nicht einmischen und zu einem späteren Zeitpunkt es ans Tageslicht kommt, dass Sie Mitwisser waren, verlieren Sie automatisch die Freundschaft des Betrogenen. Deshalb rate ich dazu, Dinge dezent aufzudecken, um sich auch in einer schwierigen Situation als wahrer Freund zu zeigen.
Geschrieben am 29.03.10 um 15:42 Uhr

Endlich ist der Frühling da, coachen Sie nun Ihr Ego!
Seit Jahren hat der Winter uns nicht mehr so viel abgefordert wie in diesem Jahr. Nun endlich scheint das Wetter mit uns gnädig zu werden und der Frühling hat begonnen. Wie in jedem Jahr steigt im Frühling die Lust, sich zu verändern und sich neu zu erfinden.
Der häufigste Veränderungswunsch nach der Winterzeit ist, sportlicher zu werden, abzunehmen und die Figur wieder neu zu gestalten. Dieser Wunsch ist bei Männern und Frauen gleich. Ein weiterer Wunsch ganz speziell für die Singles unter uns, ist es, ihr Ego zu stärken und endlich einen Traumpartner zu finden.
Hier drei Tipps, wie Sie Ihr Ego coachen:
1. Zeigen Sie Haltung.
Dazu gehört ein gerade Rücken und dieses ist nicht nur bildlich gemeint, sondern Ihre Seele sollte jetzt den Frühling spiegeln: Ich bin stark, ich stehe im Leben, ich bin positiv drauf. Gönnen Sie sich ein persönliches Coaching oder eine Weiterbildung passend zu Ihrem Beruf. Sollte dieses nicht nach Ihrem Gusto sein, denken Sie einfach mal darüber nach, nebenbei etwas total Neues zu beginnen, um Ihr Leben mit einer positiven Veränderung zu bereichern. Dieses kann von beruflicher Natur oder auch ein neues Hobby sein.
2. Gönnen Sie sich ein neues Outfit.
Wir Frauen lieben es, uns eine neue Frisur zuzulegen, zur Kosmetik zu gehen, ein Paar Schuhe und eine neue Handtasche zu kaufen. Damit ist das Selbstwertgefühl bei den meisten Frauen schon wieder im Gleichgewicht. Auch die Herren der Schöpfung legen immer mehr Wert auf ihr Äußeres - und auch Körperpflege und Kosmetik ist für die meisten Männer kein Fremdwort mehr. Einige meiner männlichen Klienten haben sich für ein verlängertes Wochenende in einem Spa-Hotel angemeldet, um fit für den Frühling zu werden.
3. Bringen Sie unbedingt Ihre Wohnung auf Vordermann!
Wenn Sie keine Lust dazu haben, gönnen Sie sich eine Putzhilfe oder Putzfirma, die einmal komplett alles sauber macht. Kleine Veränderungen können Großes in Ihrer Wohnung bewirken: Egal, ob neue Gardinen, Wandanstrich, neues Geschirr oder lustige Wohn-Accessoires. Ihre Wohnung wirkt frisch und neu und Sie kommen wieder gerne nach Hause.
Geschrieben am 23.03.10 um 15:39 Uhr

Nichts ist eigentlich so bedeutungslos wie das Alter und dennoch werden mir vor allem zu diesem Thema viele Fragen in meiner Praxis gestellt. Neulich zum Beispiel schilderte mir eine Klientin folgende Situation:
"Ich habe mich auf dem letzten Unternehmens-Seminar in einen viel jüngeren Mann, einen entfernten Arbeitskollegen, verliebt. Auch der junge Mann scheint nicht abgeneigt zu sein. Schließlich hat er mit mir rumgealbert und mir tief in die Augen gesehen! Wir haben uns locker verabredet und auf dem nächsten Seminar in 14 Tagen sehen wir uns sowieso wieder. Alles was ich von ihm erfahren konnte, ist sein Name, sein Beruf und das er 'nicht' verheiratet ist. Kinder gibt es anscheinend auch nicht...
Was soll ich machen, wenn er in der Tat anruft und um ein Date bittet? Darf ich mich mit einem viel jüngeren Mann einlassen? Er hat doch sicherlich eine Freundin! Mein Herz springt über und ich habe Herzen in den Augen."
In diesem Fall habe ich Folgendes geraten:
Natürlich können Sie sich mit ihm treffen, er ist erwachsen, er weiß was er tut und er weiß bestimmt auch was er will! Lassen Sie doch das Ganze erstmal auf Sie beide zukommen. Entweder es ist eh ein Flop dann ist vorbei bevor es begonnen hat. Oder es ist der Knaller, dann greifen Sie unbedingt zu - lassen Sie das Glück und die Liebe zu. Genießen Sie es, das Alter ist doch in der Liebe total uninteressant. Wenn die Chemie zwischen Ihnen stimmt, dann ist alles andere egal. Die Zeiten haben sich völlig verändert: Alles ist erlaubt in der Liebe, wen interessiert da schon das Alter. Bei den Herren war es nie verboten eine jüngere Partnerin zu lieben, oder sogar zu heiraten. Nun ziehen auf der Ebene auch die Damen nach. Frauen verdienen nicht nur den Unterhalt für ihr Leben selber, sie nehmen sich auch in der Liebe was sie wollen. Außerdem macht es uns die Promiwelt vor: Egal, ob Madonna, Demi Moore, Ivana Trump oder Hannelore Hoger - schalten auch Sie den Kopf aus und lassen sie ihr Herz sprechen
Bewährungsprobe: Wenn das erste Kind kommt
Geschrieben am 17.03.10 um 12:04 Uhr

Gestern hielt ich einen völlig verzweifelten Anruf einer Klientin, mit folgender Geschichte:
Seit 5 Jahren lebte sie harmonisch mit ihrem Partner in trauter Zweisamkeit, bis sie sich gemeinsam vor einem Jahr entschieden haben: Wir wünschen uns ein Baby.
Die Pille wurde abgesetzt und schneller als gedacht wurde meine Klientin schwanger. Die Schwangerschaft verlief anstrengend und mühselig und alle waren froh, als der kleine Junge endlich gesund auf der Welt war. Die anfängliche Erleichterung geriet schnell ins Hintertreffen, denn der komplette Tagesrhythmus war völlig verändert. So extrem hatten sich meine Klientin und ihr Mann das Leben als Eltern nicht vorgestellt. Das Kind schrie Tag und Nacht, und somit wurden als erstes getrennte Schlafzimmer organisiert, damit der Ehemann einigermaßen fit am anderen Tag zur Arbeit gehen konnte. Nun entwickelte sich das ganze so, dass der Ehemann immer mehr und länger im Büro blieb, sich dann mit seinen Freunde traf, und am Wochenende entweder zum Sport oder zur einem Weiterbildungsseminar musste.
Meine Klientin veränderte sich von einer jungen dynamischen Frau zur "Mutti", war ständig übermüdet, vernachlässigte sich und ihre Freunde, und wurde zunehmend frustrierter. Aus dem wunderbaren jungen Ehepaar wurden ein nicht vorhandener Ehemann und eine ungepflegte Mutti.
Hier muss ganz schnell die Notbremse gezogen werden!
"Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, ein Kind in die Welt zu setzen, sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass Kinder das Leben ganz und gar umkrempeln. Einerseits muss alles nach Plan laufen, denn Kinder brauchen eine geregelten Alltag, regelmäßige Mahlzeiten und Schlafenszeiten. Ein Paar, das es gewohnt ist, sich jedes Wochenende mit Freunden die Nächte um die Ohren zu schlagen, sollte sich fragen, ob es bereit ist, darauf die nächsten Jahre über weitgehend zu verzichten.
Gleichzeitig sollten Sie darauf gefasst sein, dass mit einem Kind vieles eben nicht mehr nach Plan läuft und auch nicht planbar ist. Eine Verabredung zum Frühstück kann da schon mal kurzfristig ins Wasser fallen, weil das Baby sich seit Stunden mit Bauchweh herumquält. Ist man sich als Paar nicht einig, wie die Prioritäten gesetzt werden sollten, ist der Alltag geradezu mit Tretminen gespickt."
Kann man einen Seitensprung verzeihen?
Geschrieben am 10.03.10 um 17:55 Uhr

Katja und Michael sind seit 11 Monaten ein Paar. Alles läuft wunderbar, man lebt in getrennten Wohnungen, hat schon einen gemeinsamen Freundeskreis, teilt Aktivitäten und genießt wunderbare gemeinsame Stunden.
Plötzlich hat Katja "dieses Bauchgefühl", dass irgendetwas nicht stimmt. Typisch Frau! Katja stöbert in Michaels Handy und prompt finde sie eine SMS von Sabrina: "Freu mich auf morgen Abend, dicker Kuss - Sabrina" Für Katja stürzt eine Welt zusammen. Nun hat sie die Auflösung, warum Michael in den letzten drei Wochen oftmals länger im "Büro" war, und auch statt einmal zweimal die Woche beim "Sport" war. Katja stellt Michael zur Rede, der sofort unter Tränen seinen Seitensprung gesteht und ihr versichert, dass es ein Ausrutscher war und dass es kein neues Date mit Sabrina geben wird.
Aufhören, Vorhaltungen zu machen
Katja und Michael waren bereits zweimal in meiner Sprechstunde, und vor uns liegt die Aufgabe, dauerhaftes Vertrauen in Michaels Liebe aufzubauen. Es wird eine Menge Zeit brauchen bis Katja stressfrei und blind vertrauen kann, aber in diesem Falle sehe ich eine große Chance für die beiden, denn Michael ist wirklich zu jedem Kompromiss bereit, um Katja Sicherheit, Vertrauen und Beständigkeit zu bieten. Einer der wichtigsten Tipps, die ich Katja mit auf den Weg geben kann, ist: Wenn sie an einer Beziehung mit Michael festhalten möchte, dann muss sie auf Dauer aufhören, ihm immer wieder Vorhaltungen zu machen. Denn das macht Michael klein und unsicher, schließlich lebt und liebt es sich mit einem dauerhaft schlechten Gewissen nicht wirklich stressfrei.
Als Paar hat man die Aufgabe, sich auf der Mitte zu treffen, Negatives hinter sich zu lassen, und gemeinsam Hand in Hand nach vorne zu schauen.
Jetzt, nach 1,5 Jahren teilen Katja und Michael eine wunderbare Wohnung und haben feste gemeinsame Lebenspläne und -ziele. Es war gut, dass sie während ihrer ersten Krise zur Beratung gekommen sind, um noch rechtzeitig die Kurve zur Gemeinsamkeit zu finden.
Dreiecksverhältnis - wenn der andere vergeben ist
Geschrieben am 03.03.10 um 11:17 Uhr

Immer wieder werde ich in der Praxis gefragt, wie man sich verhält, wenn man sich in einen Partner verliebt, der fest gebunden ist.
Hier eine typische Klienten-Frage:
"Ich habe mich entgegen all meinen Vorsätzen in einen verheirateten Mann verliebt. Wir haben seit 9 Monaten eine Affäre, die seine Ehefrau bereits 3 Mal aufgedeckt hat. Wir bekommen von allen Seiten Stress und kommen trotzdem nicht voneinander los. Die Hoffnung, dass er sich trennt habe ich bereits aufgegeben... oder doch nicht? Er will jetzt zusammen mit seiner Frau zu einer Paartherapie. Mir bleibt doch nur noch schreiend davon zu laufen oder?!"
Hier die Antwort der Expertin:
Natürlich kann mein Tipp nur sein, Füße in die Hand nehmen und weit weg laufen. Dieses hört sich aber bedeutend einfacher an, als es in der Realität umzusetzen ist. Da in diesem Fall die Ehefrau das Verhältnis entdeckt hat, und der Mann sich trotzdem nicht getrennt hat, liegt es auf der Hand, dass dieses wieder zum üblichen Drama wird: "Meine Frau versteht mich nicht, wir gehen jetzt noch mal zur Paartherapie, da wird der Therapeut schon herausfinden, dass wir nicht zusammen passen, und dann wird alles gut". So ungefähr ist das Wunschdenken eines Ehemanns, der zwischen zwei Frauen steht.
Fakt ist, dass dieser Mann nicht weiß was er will, keinen Mut hat, und keine Verantwortung für eine Entscheidung übernehmen möchte.
In der Regel ziehen sich solche Dreiecksgeschichten wie Kaugummi in die Länge. Da heißt es dann: Nur noch einmal Weihnachten, jetzt hat eins der Kinder Geburtstag, nun wird mein Schwiegervater 80 Jahre alt, wir fahren gemeinsam in den Urlaub (denn der Urlaub war schon gebucht und bezahlt), aber danach trenne ich mich bestimmt und wir werden gemeinsam glücklich (und Ruck Zuck sind drei Jahre ins Land gegangen).
Vergessen Sie dieses ganze Gerede, denn das bringt Sie nicht weiter, sondern blockiert ausschließlich Ihr Leben. Versuchen Sie Abstand zu gewinnen, schauen Sie nach vorne und nehmen Sie Ihr Leben alleine in die Hand.
Die Liebeskummer-Phasen, Teil 2
Geschrieben am 24.02.10 um 10:40 Uhr

Diese Woche nun die Fortsetzung der Liebeskummer-Phasen. Letzte Woche schilderte ich die ersten drei Phasen. Hier nun Phase vier und Phase 5 der unterschiedlichen Stufen bei Liebeskummer. Ich zitiere hier meine österreichische Kollegin Frau Dr. Gerti Senger, die zu dem Thema promoviert hat.
Phase 4: Sie müssen sich eingestehen: Es ist vorbei!
Jetzt können Sie nicht mehr anders: Sie müssen sich eingestehen, dass alle Bemühungen, die Liebe zu retten, gescheitert sind. In dieser Phase der Regression, in der das Bett vielleicht Ihre einzige Zuflucht ist, werden die wirklichen Gründe für die Trennung meistens noch nicht wahrgenommen.
Erinnern Sie sich? Haben Sie nicht auch eine Zeit lang gedacht: "Hätte ich nur das und das gemacht oder das und das gelassen - dann wäre alles anders gekommen"? Sie haben sich mit Selbstvorwürfen und Schuldzuweisungen gequält oder eine dritte Person gefunden, die Sie für das Scheitern der Beziehung verantwortlich gemacht haben.
Im schlimmsten Stadium, in dem Essen, Trinken, Schlafen und Arbeiten oft nicht mehr funktionieren, ist der Gedanke an Selbstmord für viele ein ständiger Begleiter. Aber: Dieser "Höllentrip des Liebeskummers", wie Gerti Senger es nennt, bietet eines Tages die Chance auf Wachstum und Bereicherung. Ausgerechnet dieses seelische Tief löst nicht selten eine schöpferische Phase aus, die von ungeahnter Kreativität und einer intensiven Schaffensperiode gekennzeichnet ist. Und das war nicht etwa nur bei so weltbekannten Künstlern wie Goethe oder Picasso zu beobachten, sondern wird auch Ihnen widerfahren. Auch wenn Sie das im Moment noch nicht glauben können - freuen Sie sich darauf!
Phase 5: Sie akzeptieren das Geschehene
In dieser Phase akzeptieren Sie zwar, dass die Liebe vorbei ist, aber das heißt noch lange nicht, dass Sie nicht mehr traurig sind. Im Gegenteil. Die wirkliche Trauerarbeit geht jetzt erst richtig los. Ihre Gedanken kreisen fast ununterbrochen um den verlorenen Partner. Depressionen und Weinkrämpfe sind noch immer an der Tagesordnung. Sie haben das Bedürfnis, all jene Plätze aufzusuchen, an denen Sie mit dem Verflossenen waren. Mehr noch: In Ihrem Sozialverhalten sind Sie unberechenbar, ziehen sich heute von allem und jedem zurück, um morgen überall in der ersten Reihe mitzumischen. All das ist Ausdruck Ihres - meist noch unbewussten - Bemühens, sich einen neuen Platz in Ihrem Umfeld zu erobern, eine neue, eigene Identität zu finden. Weg vom "Wir" - hin zum "Ich".
Sie kapseln sich nicht mehr ab, sondern suchen immer häufiger den Kontakt und das Gespräch mit Freunden oder Angehörigen. Mitunter werden erste sexuelle Abenteuer eingegangen, die allerdings fast nie bereits die Basis für eine neue stabile Beziehung sind. Erst in diesem Prozess der Akzeptanz des endgültigen Verlustes beginnt die Loslösung von dem einst geliebten Partner. Die vielschichtigen Gründe für das Scheitern der Beziehung werden nun behutsam zur Kenntnis genommen. Der erste vorsichtige Schritt in Richtung eines späteren neuen Glücks ist damit getan.
Aber: Es gibt keine allgemein gültige Norm, in welchem zeitlichen Rahmen sich diese Phasen zu vollziehen haben. Das hängt nicht nur vom Gefühlshaushalt des Betroffenen und von seinem Geschlecht, sondern auch von der Länge der Beziehung ab. Eine Faustregel aus der Liebeskummer-Praxis lautet: Wurde die Partnerschaft nach sechs oder mehr Jahren beendet, leiden Frauen durchschnittlich bis zu drei Jahre lang an Liebeskummer, Männer dagegen nur rund 18 Monate.
Geschrieben am 17.02.10 um 11:57 Uhr

Schon in meinem ersten Buch "Liebeskummer - wenn das Herz zu brechen droht" habe ich darüber geschrieben, dass Liebeskummer in fünf Phasen verläuft. Jetzt möchte ich hier noch einmal für Sie auf die ersten drei Phasen eingehen. In der nächsten Woche können Sie dann etwas über Phase vier und fünf lesen.
Ich zitiere hier meine österreichische Psychologin und Psychotherapeutin Frau Dr. Gerti Senger, die zu dem Thema promoviert hat. Meine österreichische Kollegin Dr. Gerti Senger beschreibt, dass sich das Trauern um einen geliebten Menschen in fünf Phasen vollzieht. Nach ihren Studien sehen die ersten drei Phasen folgendermaßen aus:
Phase 1: Sie spüren, dass irgendetwas nicht mehr stimmt
Vielleicht protestieren Sie jetzt und möchten noch immer glauben, dass die Trennung ohne jede Vorwarnung kam. Aber wenn Sie die letzten Wochen und Monate vor der Katastrophe noch einmal ganz ehrlich Revue passieren lassen, werden Sie sich wahrscheinlich erinnern: Irgendetwas war anders als sonst. Vielleicht waren es nur Gesten, scheinbar unwichtige Bemerkungen oder Situationen, die nicht mehr ganz so waren wie früher. Kleinigkeiten haben Ihnen ein unbestimmtes Gefühl der Bedrohung gegeben, auf das Sie vielleicht schon mit ersten psychosomatischen Beschwerden wie Bauch- oder Rückenschmerzen reagiert haben.
Phase 2: Sie sind wie gelähmt
Jetzt ist es passiert. Sie können sich nichts mehr vormachen. Die Trennung ist ausgesprochen. Der geliebte Mensch ist innerlich auf jeden Fall schon weg - auch wenn er vielleicht noch eine Weile mit Ihnen unter einem Dach lebt. Sie sind wie gelähmt. Sie weinen, auch wenn diese Tränen noch nichts mit wirklicher Trauerarbeit zu tun haben, sondern eine reine Stressreaktion sind. Ihre Welt ist aus den Fugen geraten. Sie sind fassungslos und haben keine Ahnung, wie Sie mit dieser, Ihre innere Existenz bedrohenden, Situation umgehen sollen. Alles läuft mechanisch ab. Sie fühlen sich wie ferngesteuert, wie ein Roboter. Sie können nichts tun, fühlen sich zur Hilflosigkeit verdammt. Wie ein kleines Kind.
Phase 3: Sie wollen verhandeln, um das Schlimmste zu verhindern
Die natürlichen Selbstheilungskräfte, die in uns allen stecken, werden nun aktiv. Der Lähmung folgt das krampfhafte Bemühen, die Katastrophe vielleicht doch noch abzuwenden - egal, um welchen Preis. Oder sie wenigstens zu verschieben. Kompromissvorschläge - die bis zur Selbstaufgabe gehen können - werden angeboten. Plötzlich wollen Sie Ihrem Partner mehr Freiräume zugestehen oder sogar eine offene Beziehung führen, auch wenn Sie innerlich ganz genau wissen, dass Sie das nie verkraften würden. Sie verhandeln mit ihm, schlagen eine Trennung auf Probe vor oder glauben verzweifelt, wenn Sie sich "bessern", können Sie ihn vielleicht doch noch zurückerobern. All diese Bemühungen, so Gerti Senger, sind "Übergangsrituale", die dazu dienen, Zeit und Raum zu gewinnen, um in kleinen Schritten eine eigene, nicht auf den Partner bezogene Identität aufzubauen.
Valentinstag: Überlebensstrategie für Liebeskummergeplagte
Geschrieben am 11.02.10 um 12:25 Uhr

Wer den Valentinstag ohne Partner oder Lebensbegleiter verbringen muss, sollte sich nicht grämen. Es gibt genug Möglichkeiten, den Valentinstag nicht einfach verstreichen zu lassen, auch wenn man als Single lebt.
Eine schöne Alternative ist immer Gleichgesinnte einzuladen und spontan eine Valentins-Single-Party zu organisieren. Diese Party kann ausgeweitet werden, indem jeder Single einen weiteren Single aus dem entfernten Freundeskreis mitbringt. So hat man den Effekt, dass auf der Party neue Gesichter zu sehen sind.
Wie wir bei "Sex and the City" gesehen haben, waren Miranda und Carey gemeinsam zu einem Valentins-Special in einem schicken Restaurant und haben sich mit gutem Essen und gutem Wein verwöhnen lassen. Genügend Restaurants bieten diese Valentins-Specials an, die man auch mit Freunden zu zweit oder als komplette Clique wahrnehmen kann. Valentinstag heißt nicht, dass man diesen Tag nur mit jemanden verbringen kann, den man heiß und innig liebt.
Überraschen Sie Ihre Freunde
Valentinstag bedeutet auch nicht, dass man nur seinem Herzenspartner etwas Nettes zukommen lassen kann. Ganz im Gegenteil, es kann sehr viel Freude bereiten, wenn man seinen liebsten Freunden kleine Überraschungen schenkt. Da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt: Kleinen Schokoladen-Herzen, Blumen, Plüschtieren oder eine eleganten Einladung - alles ist erlaubt.
In diesem Jahr fällt der Valentinstag auf einen Sonntag. Da liegt die Idee nahe, Samstagabend auf die Piste zu gehen, ordentlich zu feiern, endlich mal wieder einen Discobesuch wahrzunehmen und sich am anderen Morgen mit lieben Freunden zum späten Frühstück zu treffen.
Für diejenigen, die hier für sich noch nicht den richtigen Tipp gefunden haben: Wie wäre es mal wieder mit einem Besuch bei den lieben Eltern? Bewaffnet mit einem großen Blumenstrauß für Mutter.
In diesem Sinne: Fröhlichen Valentinstag!
Geschrieben am 03.02.10 um 16:40 Uhr

Wenn Ihr Partner Sie verlassen hat, gibt es mehrere Möglichkeiten, die Trauer und den Schmerz zu bewältigen. Ich rate prinzipiell dazu, die anfängliche Trauer zuzulassen und mit sich selber liebevoll umzugehen.
Brenzlig wird es, wenn Sie nach ca. sechs Wochen immer noch keinen Appetit verspüren, nicht durchschlafen und sich nicht auf Ihre Arbeit konzentrieren können. In einem solchen Fall rate ich dringend dazu, den Hausarzt oder einen anderen Arzt Ihres Verrauens aufzusuchen. Wichtig ist, dass Sie nicht in eine Depression abrutschen oder andere körperliche psychosomatische Krankheiten sich einschleichen.
Ein weiterer Tipp, der zur Genesung beiträgt, ist es, aus der Opferrolle rauszukommen. Man bleibt in der Trauer stecken, wenn man sich als Opfer fühlt. Oder umgekehrt, wenn man sich in der Schuldrolle sieht. Beides blockiert den Weg nach vorne.
So kommen Sie vom Ex los
Die neue Lebensstrategie muss jetzt sein, nach vorne zu schauen, und die Vergangenheit unbedingt zu den geschlossenen Akten zu legen.
Wenn Sie gedanklich überhaupt nicht von Ihrem Expartner loskommen, sollten Sie sich zwei Blatt Papier nehmen: Auf das eine Blatt schreiben Sie all seine positiven Eigenschaften und auf das andere Blatt all seine negativen Eigenschaften auf. Sie werden staunen, wie viele Aspekte auf der negativen Seite stehen werden, denn gedanklich fallen einem vor lauter Sehnsucht nach dem Expartner nur positive Dinge ein. Dieses relativiert sich, sobald man die Dinge aufschreibt.
Strategien für mehr Lebensfreude
Um weiterhin nach vorne schauen zu können, sollten Sie nun beginnen sich abzulenken: Positive Dinge wie Sport, Treffen mit guten Freunden, Wohnung ausmisten (alles vom Ex entsorgen und in den Keller stellen), eventuell die Wohnung umstellen, Wände neu streichen, oder etwas Neues für die Wohnung kaufen, so dass Sie das Gefühl verspüren: "Das ist jetzt meine Wohnung."
Denken Sie daran, dass die Zeit ein wichtiger Faktor zur Heilung ist, und dass jeder Tag, den Sie jetzt ohne Ihren Ex-Partner schaffen, ein Stück nach vorne in ein freies Leben sein kann.
Warum reimt sich Liebe auf Diebe?
Geschrieben am 26.01.10 um 16:25 Uhr

Heute gibt es für meine treuen ElitePartner-Leser mal keine Geschichte aus der Liebeskummerpraxis, sondern ein Gedicht über die Liebe.
Warum reimt sich Liebe auf Diebe: Sind es nicht wirklich Diebe, die uns die Gefühle rauben, oder ist es nur unsere Empfindung, wenn die Geschichte schief gelaufen ist, dass wir unserer Gefühle beraubt wurden? Oder ist es einfach nur das Leben?
Kleines Wortspiel zum Reim auf die Liebe
Warum reimt sich Liebe auf Diebe?
Gibt es Diebe der Liebe?
Und was können sie stehlen?
Ein Gefühl sich erschleichen?!
Um was zu erreichen?
Befriedigung der Gelüste.
Das reimt sich auf Brüste.
Erzeugen Brüste Gelüste?
Warum reimt sich Liebe auf Hiebe?
Wer teilt aus, wer gibt sich geschlagen?
Ist es nicht besser sich zu vertragen.
Ist es nicht schöner sich zu ehren
Und die Liebe zu nähren.
Damit sie sich ausdehnt,
auf das was man ablehnt.
Was gibt es da noch? Ah, die Triebe.
Was haben sie zu tun mit der Liebe?
Was treibt uns an, ist die Anziehung von Frau und Mann,
wenn nicht die Suche nach Harmonie.
Wer also kann sich einen Reim machen auf die Liebe.
So viele Worte sind über sie gemacht worden,
doch nur wenige haben sie begriffen, sie ganz gefühlt,
sind mit ihr im Einklang geschwungen.
Verwechselt wird sie oft mit dem Wunsch, die eigene Leere auszufüllen
Oder besser, sich ausfüllen zu lassen.
Wie wäre es wenn ich verbliebe:
Nichts Göttliches reimt sich auf Liebe
Und doch ist sie der Fluss,
dem man sich öffnen muss.
Ann o'Nym
Dieses Gedicht wurde mir von einer Freundin mit dem Pseudonym "Ann o'Nym" zur Verfügung gestellt - exklusiv für die ElitePartner-Leserschaft,
Ihre Expertin Silvia Fauck
"Du bist doch meine große Liebe!" - Teil 3
Geschrieben am 20.01.10 um 16:29 Uhr

Hier nun der dritte und letzte Teil der Exklusivgeschichte von Birgit:
Eine andere Geschichte: Er kam im April 2006, nachdem wir uns drei Monate nicht gesehen hatten, wegen der ganzen besch... Lügen mal wieder nur für geplante drei Tage.
Am 2. Tag bekam er allerdings einen Anruf, wurde ganz nervös und meinte, er müsse dringend zu einem Hotspot fahren, wo er dann Internetanschluss hätte und fuhr in Köln zum Flughafenhotel. 20 Minuten später erreichte mich eine E-Mail von ihm. Es war eine weitergeleitete E-Mail von seiner Chefin, die ihn um sofortige Rückkehr in die USA bat. Ich dachte, hier stimmt doch was nicht. Ich sah, dass er in der weitergeleiteten Mail rumgeschrieben hatte, weil Änderungen in der Mail immer blau erscheinen, die reine weitergeleitete Mail aber eigentlich schwarze Schrift hat. Also wieder eine Lüge...
Er fuhr dann also ab, aber als ich ihn am nächsten Tag mal wieder testen wollte (er hätte seit einer Stunde im Flieger nach New York sitzen müssen), ging der Rufton ganz normal durch. Danach hat er das Handy ausgeschaltet.
Ich bekam dann eine SMS am nächsten Tag: Ja, sein Handy hätte im Flieger geklingelt und alle Leute und die Stewardess hätten ihn ganz böse angeschaut... Ist das jetzt unglaublich oder unglaublich? Wie dreist kann ein Mensch sein?
An seinem Geburtstag war er im letzten Jahr auch nicht erreichbar. Er rief mich am Tag vorher an, angeblich aus Tokio...(Unserer Zeit sieben Stunden voraus) mit den Worten: 'Ich kann nicht schlafen, ich vermisse dich so sehr', um dann nach 20 Minuten hektisch aufzuhören und zu sagen: 'Du, gleich kommt mein Taxi zum Flughafen.' (Leider etwas unlogisch). Na ja, nachdem er aufgelegt hatte, habe ich sofort noch einmal angerufen, um zu testen, ob er vielleicht aus Deutschland angerufen hatte, aber sein Handy blieb für die nächsten 48 Stunden aus.
Dann folgte eine E-Mail: Ja, er hätte quasi zwei Tage lang Geburtstag gehabt. Er sei zunächst nach Osaka geflogen (von Tokio aus - ein Scherz, wenn man sich die Entfernung anschaut), dann nach San Francisco (was die normale Flugroute von Tokio ist) und dann nach New York. Er sei jetzt total kaputt und würde schlafen gehen...
Ich hatte das Gefühl, dass er mit seiner Frau an diesem Wochenende einen der gemeinsamen Marathonläufe gemacht hatte und in Deutschland war und die ganze Story mit Tokyo mal wieder eine große Lüge gewesen ist... (Richtig ist, dass er in Tokyo war, aber eben statt nach Osaka nach Frankfurt geflogen ist.) Das Internet ist ja so hilfreich: Auf der Website vom Hamburg-Marathon erschienen dann auch sein Name und der seiner Frau!!! Er hat im Nachhinein auch das zugegeben.
Es gäbe bestimmt noch mindestens 20 weitere Geschichten zu erzählen, aber ich denke, das Ganze wird auch so deutlich genug...
Nachdem dann im Juli 2007 Schluss war, hat er bestimmt noch zehn Mal versucht, Kontakt aufzunehmen. E-Mails, Fotos, SMS, Weihnachts-SMS, Silvester eine 'Happy New Year-SMS' um exakt 00:01! Valentinstag-SMS: 'Liebe Birgit, ich wünsche Dir alles Liebe! Till' Danach hat er mir noch einen Kalender geschickt (vor ein paar Wochen) mit Fotos, die er gemacht hat.
Dazu ist vielleicht noch zu sagen, dass er sich sozusagen in mein Herz fotografiert hat... Er hat mir von Anfang an immer Fotoserien aus den USA geschickt (er ist ein toller Fotograf!) und so mit meinen Sehnsüchten gespielt, sie geweckt, mich neidisch machen wollen und mich vermeintlich an seinem Leben teilhaben lassen wollen (wie wahrscheinlich auch etliche andere Frauen...). Überhaupt werden sich manche Leserinnen und Leser vielleicht fragen, warum ich das alles so lange mitgemacht habe. Dazu kann ich nur sagen, einerseits war ich vor Liebe im wahrsten Sinne des Wortes blind. Zwischendurch hat Till mir immer wieder den Himmel auf Erden versprochen und mir als Liebhaber und als Mann viel gegeben. Das hat mich dann für eine Weile versöhnt.
Außerdem hat er hat es verstanden, mich bei allen den Lügen so hinzustellen, als ob ich ihm Unrecht täte, weil ich ihm nicht vertrauen konnte. Auf mein Misstrauen hat er meist ganz aggressiv reagiert. Er hat einfach mit mir gespielt wie es schlimmer nicht ging!"
Nach vielen intensiven Gesprächen mit mir schließt Birgit sich am Ende meiner Meinung an: Till ist im Grunde ein Mensch mit einer vollkommen gestörten Psyche. Welche Motive er auch immer für seine Handlungen haben mag: Birgit wird sich nicht länger in seine Lügenwelt hineinziehen lassen. Für sie ist es endlich Zeit, ihr Leben wieder in die Hand zu nehmen und sich auf ihre Arbeit zu konzentrieren.
Meine Einschätzung zu dieser Geschichte:

Wenn ein Mensch den Wunsch hat, einen neuen Partner zu finden und nicht weiß, wie und wo er jemanden kennenlernen kann, würde ich ihm immer dazu raten, es ruhig mal über eine Kontaktanzeige zu versuchen. Das Internet ist sicher ein Medium, mit dem dies einfach, schnell und kostenlos möglich ist. Doch durch die große Anonymität und den unüberschaubaren "Markt" solcher Partnerbörsen, birgt das Internet hier auch gewisse Gefahren.
Ich könnte mir gut vorstellen, dass Birgit nicht Tills einziges "Opfer" war, sondern dass er seine Spielchen auch mit weiteren Frauen - in Deutschland oder anderswo - getrieben hat. Sicher ist jedenfalls, dass er seine Ehefrau hintergangen hat, die von all dem überhaupt nichts ahnte.
Ich hatte einmal einen Mann in der Praxis, der mir stolz erzählte, er habe in den letzten Jahren mit sage und schreibe 78 (!) Frauen irgendwelche Bettgeschichten gehabt - und alle hatte er über das Internet kennengelernt.
Frauen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden wie Birgit, rate ich:
- Wenn Sie Ihren Partner über das Internet kennenlernen, achten Sie darauf, bald auch dem Freundeskreis vorgestellt zu werden. Das Umfeld eines Menschen sagt viel über seinen Charakter aus. Sie werden dann schnell einschätzen können, ob Ihr Gegenüber der Mensch ist, als der er sich darstellt.
- Wer es Ernst mit Ihnen meint, wird Ihnen nach einiger Zeit auch einen gewissen Einblick in sein berufliches Umfeld gewähren und Ihnen beispielsweise ein paar Arbeitskollegen und -kolleginnen vorstellen. Auch dies ist eine Möglichkeit zu erkennen, ob jemand ein falsches Spiel mit Ihnen treibt oder nicht.
"Du bist doch meine große Liebe!" - Teil 2
Geschrieben am 13.01.10 um 10:08 Uhr

Hier der zweite Teil von Birgits Exklusivgeschichte:
Die nächste Aktion kam im Mai 2005: Till behauptete wieder, nach einem Treffen drei Tage nach Schweden zu müssen und danach sofort wieder in die USA zu fliegen. Allerdings kam er mit einem Riesenkoffer mit Urlaubs-/Freizeitkleidung bei mir an.
Da ahnte ich ja, dass er nach Schweden noch mit wem auch immer Urlaub machen würde... Daraufhin wollte ich das Ticket sehen. Er konnte mir aber keins zeigen, weil es angeblich ein e-Ticket war. Drei Tage später sandte er mir dann eins zu. Allerdings war es von seinem Freund ausgestellt, der ein Reisebüro in Neuseeland betreibt - eindeutig nur eine Gefälligkeit, denn hätte es das Ticket tatsächlich gegeben, hätte er es mir ja gezeigt. In seiner Blödheit, hat Till auch vergessen, den Kommentar seines Freundes Ron rauszulöschen. Da stand in der an mich weitergeleiteten Nachricht der folgende für Till bestimmte Text: "All done! Attached the copy! Ciao Dave"
Da wusste ich dann auch Bescheid! Silvester 2005/2006 wollte Till mich treffen. Er war angeblich über Weihnachten bei seiner Mutter im Schwarzwald gewesen. Zwei Tage, bevor er kommen sollte, hatte er plötzlich Husten. Da mein Examen Anfang Januar anstand, wollte er mich nicht anstecken (wie rücksichtsvoll!). Na ja, auf jeden Fall hatte ich ein merkwürdiges Gefühl und rief am Silvestertag in seiner Wohnung in Leipzig an, wo ja seine Frau auch wohnte. Angeblich hatten sie dort zwei getrennte Schlafzimmer und er ließ sie nur aus Mitleid dort wohnen, weil sie als Verkäuferin nur 700 Euro im Monat verdiente. Und wer meldete sich am Telefon: Till! Der doch eigentlich bei seiner Mutter im Schwarzwald im Bett lag...
Ich sagte: 'Till, hier ist Birgit.' Er (total schockiert): 'Hallo, hallo! Wer ist da?' Ich wiederholte es noch einmal, daraufhin er: 'Hier gibt es keinen Till!' - und legte auf. Er hatte sich also selbst am Telefon verleugnet. Ich schrieb ihm eine SMS, daraufhin rief er mich an und meinte, ich würde wohl nicht richtig ticken, er sei natürlich bei seiner Mutter. Er wisse nicht, wer sich in Leipzig am Telefon gemeldet hätte. Ein paar Wochen später erdreistete er sich sogar, mir das Titelblatt einer Zeitung aus dem Schwarzwald mit dem Silvesterdatum zu senden - als Beweis sozusagen.
Als dann durch einen Anruf meiner Freundin, die sich als Kollegin von ihm ausgab, herauskam, dass er natürlich noch verheiratet ist, sagte er mir zunächst, seine Frau würde lügen, sie seien gar nicht mehr verheiratet. Danach schwenkte er um: Ok, ich könne seiner Frau alles erzählen, weil er ihr ohnehin schon alles von mir gesagt hätte. Dann bat er mich wieder, nichts zu erzählen, weil sie sich dann was antun könnte.

Dazu noch Folgendes: Er hatte mir erzählt, er sei am 12.05.2006 geschieden worden. An dem Tag der Scheidung bekam ich nur eine E-Mail mit dem Inhalt: 'Der Termin ist gut verlaufen.' Ich fand das ein bisschen mager für so eine wichtige Sache.
Übrigens habe ich immer gemerkt, wenn Till in Deutschland war, weil dann sein Rufton anders klang, als wenn er sich in den USA aufhielt. Viel näher, nicht so ein Ton hinter dem Ton, wie bei Anrufen ins Ausland.
Im November 2006, kurz bevor er nach Deutschland kommen wollte, wurde ich wieder mit dieser Situation konfrontiert, dass er sich offenbar in Deutschland aufhielt, mir aber erzählte, er sei noch in den USA (was ja in Handyzeiten nicht nachprüfbar ist...). Er rief mich wohl - angeblich wenige Tage vor seinem Abflug - an und war gaaaaanz lieb!
Ja, es sei Thanksgiving und er wollte mit einem Freund Skifahren in den Rockies, da sei es sicher ganz leer, weil ja alle Amis zum Turkeyessen wären. Dann hörte ich zwei Tage nix mehr von ihm. Ich war mit ihm ca. fünf Tage nach dem Anruf in Deutschland verabredet. Er hatte gesagt, er hätte nach Thanksgiving noch ein wichtiges Meeting am nächsten Tag und daher könne noch nicht an Thanksgiving nach Deutschland fliegen. Ich war nach all den Stories ja eh misstrauisch und rief also, nachdem ich zwei Tage nichts mehr gehört hatte, mal auf seinem Handy an. Da war dann wieder dieser Rufton - ganz nah, aber er ging nicht dran.
Am Tag unseres Treffens rief er mich drei Stunden, nachdem der Flieger angeblich in Frankfurt gelandet war, an. Ja, ja, Flugverspätung, Gepäck war nicht auffindbar und überhaupt...Er müsse auch noch kurz in Darmstadt vorbei, seinem Bruder ein verspätetes Geburtstagsgeschenk bringen. (Natürlich hatte Miss Marple, d. h. ich, inzwischen längst im Internet nachgeschaut, dass der Flieger pünktlich gelandet war.)
Irgendwann kam er dann. Ich merkte sofort, dass er gelogen hatte. Er war auch total nervös, nasse Hände usw. Als ich dann nicht locker ließ und ihm (mal wieder) sagte, er würde lügen, stand er geknickt vor mir, bat um einen Moment Geduld und ich dachte: Jetzt kommt es - er sagt mir, dass er bei einer anderen Frau war... Er begann mit: 'Ok, es hat ja keinen Zweck mehr zu lügen. Ich sag's dir - (tiefes Durchatmen) - Ich, ich... ich war bei...MEINER MUTTER!!!'
Ich dachte, ich falle gleich um! Frecher ging es doch wohl nicht. Er sagte dann, ja, er hätte halt Sorge gehabt, dass ich kein Verständnis dafür haben könnte, dass er seine Mutter auch mal sehen möchte... blablabla...
"Du bist doch meine große Liebe" - Teil 1
Geschrieben am 07.01.10 um 16:16 Uhr

Exklusiv für die ElitePartner-Leser: Im Januar gibt es eine noch nicht veröffentlichte Geschichte aus der Liebeskummerpraxis - aufgeteilt in drei Episoden. Diese Geschichte hat mich sehr berührt, da sie sich als "Never-Ending-Story" entwickelte.
Die betroffene Dame war über ein Jahr meine Klientin bis sie diese Internetliebe einigermaßen in den Griff bekam.
Hier nun der erste Teil:
"Du bist doch meine große Liebe" - Birgits Geschichte
Als ich Birgit kennenlerne, ist sie gerade durchs Examen in Medizin gefallen, weil sie aus lauter Verzweiflung und Liebeskummer nicht in der Lage war, sich ausreichend darauf vorzubereiten. Vor einigen Monaten hatte sie Till kennengelernt - und zwar in einer Partnerbörse im Internet. Ich habe Birgit gebeten, ihre Geschichte aus dem Rückblick selbst noch einmal zu schildern:
"Ab Ende September 2005 hatten wir über eine Partnerbörse im Internet Kontakt miteinander. In seinem Profil stand getrennt lebend, Wohnort: Massachusetts/USA. In den ersten Mails erzählte er mir, dass er nach mehrjähriger Beziehung seine damalige Freundin 2002 geheiratet hatte, aber dass die Ehe schon nach sechs Monaten quasi gescheitert sei. Sie habe aber auf den Vorschlag einer Trennung gedroht, sich etwas anzutun und er war daher dankbar für das Jobangebot in den USA, wohin er ab Herbst 2003 zog, aber weiter verheiratet blieb.
Angeblich habe sie ihn dort niemals besucht. Bevor ich ihn Anfang Dezember 2003 zum ersten Mal traf, habe ich über Google ein wenig 'recherchieren' wollen, weil er mir erzählte, dass er damals DDR-Meister im Marathon gewesen war. Da tauchte im Internet auch sofort ein Foto auf, das ihn Arm in Arm nach einem Marathonlauf in den Rocky Mountains mit seiner Frau zeigte. Darauf angesprochen antwortete er nur: 'Ja, das war das EINZIGE Mal, dass sie da war. Ich war damals einverstanden, um sie zu trösten, weil ich mich sich schuldig fühlte, dass es mit der Ehe nicht hingehauen hat...'
Am 1.12.2003 war dann das erste Treffen. Er kam an mit einer vorgedruckten Karte, auf der stand: "Die Person, die ich für Dich sein möchte...", unterschrieben mit "I am looking forward a wonderful life together with you. I love you so much!!!" - Große Worte für ein erstes Date, nicht wahr? Er blieb zwei Tage und hatte dann geschäftlich in Süddeutschland zu tun. Danach wollte er noch einmal kommen. In den nächsten Tagen war er schon kaum telefonisch erreichbar. Es kam dann Weihnachten und er meldete sich erst am 2. Weihnachtsfeiertag. Silvester hörte ich auch nur per SMS von ihm. Dann flog er wieder in die USA.

Für April 2006 planten wir einen Urlaub auf Hiddensee. Vorher gab es ein Riesentheater, wie lange wir bleiben wollten, alles war sehr kompliziert. Er erzählte mir, er wäre vorher in Stockholm und erst hieß es, ich sollte ihn am Flughafen Hamburg abholen. Dann sagte er allerdings, er würde in Berlin landen, da der Flug in Hamburg erst am Nachmittag ankäme und wir dann schon einen Urlaubstag verlieren würden. Er wollte sich dann von Berlin nach Hamburg einen Mietwagen nehmen.
Da wurde ich misstrauisch, habe recherchiert und herausgefunden: Es ging an dem Tag gar kein Direktflug von Stockholm nach Berlin, nur via Kopenhagen. Er hatte aber gesagt er würde direkt fliegen. Als ich ihn dann in Hamburg abholte, erzählte er dann auch ganz dreist, wie windig es im Flieger gewesen wäre, wie schlecht das Rührei war und so weiter.
Die Woche auf Hiddensee war schrecklich. Er wollte jeden Morgen Brötchen holen gehen, obwohl es einen spitzenmäßigen Brötchenservice in der Appartmentanlage gab, wo superleckere Brötchen direkt vor die Tür gelegt wurden. Heute weiß ich: Klar, er musste ja telefonieren, mit seiner Frau und vielleicht auch noch mit anderen Frauen... Er verschwand auch dauernd ins Bad, vermutlich mit Handy, um SMS zu schreiben.
Nach dem Urlaub brachte ich ihn zu Flughafen. Ich sollte ihn aber nur kurz rauslassen, er wollte alleine reingehen. Auf einmal hasste er lange Abschiede. Da wurde ich noch misstrauischer, mal ganz davon abgesehen, wie verletzt ich war. Ich rief in Berlin an, ob doch auf irgendeinem Flughafen ein Flieger an dem Samstag zuvor von Stockholm direkt gelandet sei, was verneint wurde. Daraufhin rief ich Till auf dem Handy an und erzählte ihm, was ich wusste. Natürlich warf er mir vor, ich würde ihm hinterherspionieren, so etwas fände er unglaublich. Er könne mir das Ticket/die Bordkarte gerne senden. Das tat er dann später auch - nur dass ihm dabei ein peinlicher Fehler unterlief. Denn statt des korrekten Flughafen-Kürzels TXL für Berlin-Tegel steht dort TGL. Meine beste Freundin hat mal als Stewardess gearbeitet, sie hat sofort gesehen, dass die Bordkarte offensichtlich gefälscht war.
Geschrieben am 17.12.09 um 09:30 Uhr

Hier der zweite Teil für unsere Singles. Dieses Mal soll es eine aufmunternde Geschichte bzw. Gedicht sein, die ausdrückt, dass man das große Glück nicht auf Anhieb finden kann. Der Weg zum Glück ist oftmals beschwerlich und erfordert eine Menge Geduld und Disziplin.
Immer wieder erlebe ich in meiner Liebeskummer-Praxis, dass genau in dem Moment, in dem Klienten mir bestätigen, dass sie jetzt nicht mehr einen neuen Partner suchen wollen, sie eine wunderbare Ausstrahlung für ihre Mitmenschen haben und genau dann kommt das richtige "Herz".
Das kleine rote Herz
Versuchte es mit einem Flugzeug.
Es jettete von einem Kontinent zum anderen.
Es lernte exotische Länder
Und fremde Sprachen kennen.
Doch das, was es suchte, fand es hier nicht.
Das kleine rote Herz
Scheute keine Mühe.
Es kletterte sogar auf den höchsten Berg,
den es finden konnte.
Die Aussicht, die sich ihm bot,
war grandios.
Doch das, was es suchte,
fand es hier nicht.
Das kleine rote Herz
Vergoss traurig Träne um Träne
Und verwandelte so das tiefe Tal
Ganz langsam und unbemerkt
In einen wunderschönen See.
Jede Träne hat sich gelohnt!
Das kleine rote Herz war fasziniert,
was Tränen alles bewirken können.
Ausgelassen begann es im Wasser zu tollen
Es genoss zum ersten Mal wieder ein Gefühl
Von Glück und Unbeschwertheit.
Erleichtert ließ es sich vom warmen Sommerwind
Sanft taumelnd ans Ufer treiben.
Das kleine rote Herz
Hüpfte frohgelaunt
Auf dem See ans sichere Ufer.
Da erblickte es plötzlich das Herz seiner Träume
Und dachte, fühlte, schmeckte, roch und spürte
Das ist es!
Es war dieser magische Moment,
der keine Worte braucht
und doch alles sagt.
Der Moment,
wenn alles ganz leicht wird
schwerelos und intensiv.
Wenn zwei Herzen zueinander finden
Und nichts mehr so ist,
wie es mal war.
Das ist der Moment,
wenn aus zwei Herzen eins wird
und der Bauchschmetterling seine Flügel ausbreitet.
Und so flogen fortan
Zwei kleine fröhliche Herzen
Verbunden und beflügelt durch die große Kraft der Liebe
Glücklich um die Welt.
Dieses kleine, zauberhafte Buch von Petra Lehmbrock - Bauchschmetterling - "Das mit dir fühlt sich wie fliegen an!" macht uns doch Mut, dass die Dinge des Lebens sich immer wieder zum Guten wenden können.
Dieses waren nur Auszüge aus dem Buch, das Buch ist beim Books On Demand Verlag erhältlich.
Geschrieben am 10.12.09 um 15:37 Uhr

Vor drei Jahren lernte ich auf einer Messe auf Schloss Bückeburg eine nette junge Dame kennen, die dort ihre selbst kreierten Artikel ausstellte. Nachdem wir einige Male hin und her gemailt hatten, riss der Kontakt plötzlich ab.
Zu meiner großen Überraschung erhielt ich jetzt per Post ihr erstes Buch: "Das mit dir fühlt sich wie fliegen an!".
Nachdem das Buch ca. drei Monate auf meinem Schreibtisch lag, kam ich neulich endlich dazu, in Ruhe dieses Buch/Gedichtband zu lesen. Da ich immer wieder von Klienten gefragt werde, wie sie ihre Gedanken in Worte fassen sollen oder können, egal ob für sich selber, oder um sich einem anderen Menschen mitzuteilen, möchte ich Ihnen einiges aus diesem Büchlein vorstellen.
Es war einmal ein kleines rotes Herz.
Ein Herz, wie es Millionen gibt auf unserem Planeten.
Ein Herz, wie Du und ich.
Heute will ich sie dir einmal erzählen -
Die Geschichte vom kleinen roten Herzen
Und wie es die große Kraft der Liebe entdeckte.
Es ist eine schöne Geschichte,
weil die Liebe ja auch was Schönes ist.
Es ist eine nachdenkliche Geschichte,
weil nichts mehr Fragen aufwirft, als die Liebe.
Es ist auch manchmal eine traurige Geschichte,
weil Liebe ja auch manchmal traurig sein kann.
Und es ist eine fröhliche Geschichte,
weil Liebe Fröhlichkeit ist.
Fröhlichkeit auch in dunklen Stunden. Fröhlichkeit, die Mut macht, Kraft gibt und inspiriert.
Fröhlichkeit, die Dir all die Energie gibt,
die Du zum Leben brauchst.
Fröhlichkeit, die dir Flügel verleiht und
Dich durch das Leben trägt.
Es ist die Geschichte vom kleinen roten Herzen.
Einem Herzen wie Du und ich.
Das kleine rote Herz.
Hatte eine Idee.
Es wollte sein Glück dort versuchen,
wo sich regelmäßig viele fröhliche Herzen
zum ausgelassenen Tanzen trafen.
Und so begab sich das kleine rote Herz
gespannt in die größte Disko der Stadt.
Es lernte die seltsamsten Herzen kennen,
rockte und redete die halbe Nacht hindurch.
Am nächsten Morgen war es völlig erschöpft und heiser.
Doch das, was es suchte,
fand es hier nicht.
Das kleine rote Herz.
War völlig verzweifelt.
Es hätte nie gedacht,
dass die Suche nach einem besonderen Herzen
so kompliziert sein würde.
Erschöpft ließ es sich ins tiefe Tal der Tränen sinken.
Doch das, was es suchte, fand es hier nicht.
Nachzulesen in dem Buch von pepe - Petra Lehmbrock
Verlag: Books On Demand
Geschrieben am 03.12.09 um 15:34 Uhr

Ein Alptraum für alle Singles: Die nahenden Festtage! Weihnachten, das "Fest der Liebe" steht vor der Tür und hat für viele Menschen nicht unbedingt noch etwas mit Liebe zu tun. Für die Singles beginnt jetzt die Planung: Was mache ich an den Weihnachtsfeiertagen und wo verbringe ich Silvester?
Fahre ich zu meinen Eltern oder treffe ich mich mit Freunden? Gehe ich allem aus dem Weg und fliege in den Urlaub? Was ist die beste Idee und was möchte ich wirklich? Wenn ich zu den Eltern fahre, treffe ich meine Schwester mit ihrem Mann und den beiden Kindern. Darauf habe ich keine Lust, dadurch wird mir nur noch mehr bewusst, dass ich immer noch keinen Partner gefunden und immer noch kein Kind habe. Treffe ich mich mit meinen Freunden, dann habe ich vielleicht Pech und wir diskutieren den ganzen Abend, warum wir keine Partner haben. Dann bedauern wir uns gegenseitig und schaukeln unser Mitleid so immer mehr hoch, bis wir irgendwann ganz fest der Meinung sind: Wir bekommen keinen Partner mehr ab. Packe ich meine sieben Sachen und mache mich aus dem Staub, trete also eine Urlaubsreise an, kann auch das nach hinten losgehen. Denn wer macht schon über die Feiertage Urlaub? Wahrscheinlich treffe ich nur ältere Herrschaften oder gefrustete Singles an, da kann ich ja gleich zuhause bleiben und in den Spiegel schauen. Oder aber es holt mich mein Alptraum ein und ich treffe auf lauter glückliche Familien!? Dieses sind die Fragen, die um den ersten Advent zu den aktuellen Themen zählen.
Ich hatte daher die Idee, meinen Kontakten auf einem Onlineportal die folgende Frage zu stellen: Liebe Kontakte, hier eine Frage an euch: Was kann ich meinen einsamen Single-Klienten raten, wenn sie sich fragen, wie sie Weihnachten verbringen könnten?
Hier die 8 Antworten:
1. Antwort: Männlich, 35 Jahre alt: "Mit anderen befreundeten Singles gemeinsam feiern. Oder zusammen mit guten Freunden feiern. Das machen wir mit einem Freund/Klienten so."
2. Antwort: Männlich, 42 Jahre alt: "Genau, schön mit Freunden zusammen kochen! Mach ich seit Jahren so und es war immer wunderschön. Sogar besser als das Original. Am besten jetzt schon Ausschau halten, wer sich noch in der gleichen Situation befindet. Das sind sicher eine Menge!"
3. Antwort: Weiblich, 31 Jahre alt: "Richtig, machen wir auch so. Den Weihnachtsabend mit Freunden und Gleichgesinnten verbringen und sich für die restlichen freien Tage eine sinnvolle Aufgabe suchen. Ich schreibe an einer Arbeit und lege mir diese Aufgabe mit Absicht auf diesen Zeitpunkt. Also: Setzt euch einfach ein bestimmtes Ziel, welches bis zum Jahresende abgehakt werden muss. Ablenkung ist doch immer wieder das A und O!"
4. Antwort: Weiblich, 38 Jahre alt: "Ich gehe auf jeden Fall zu einem Workshop am 22. November. Das ist schon mal ein guter Anfang!"
5. Antwort: Weiblich, 28 Jahre: "Vielleicht zusammen mit anderen Singles ins Altersheim gehen und dort Freude verteilen. Und danach zusammen Essengehen?"
6. Antwort: Weiblich, 34 Jahre alt: "Geht doch auf eine öffentliche Weihnachtsparty! Oder meldet euch bei einer Partnervermittlung im Internet an. Man könnte auch gemeinsam einen Raum mieten und andere nette Singles einladen. Ich glaube, ich könnte Managerin für Singles werden!"
7. Antwort: Männlich, 38 Jahre: "Ich besuche wie jedes Jahr meine Eltern, dort trifft sich immer die gesamte Familie, sowie unserer Nachbarn und deren Kinder!"
8. Antwort: Weiblich, 20 Jahre: "Ich feiere zu Hause mit meiner Mutter, ihren Eltern und meinem besten Freund."
Vielleicht war unter den Antworten ja auch eine kleine Anregung für Sie dabei. Ich persönlich finde übrigens, dass das Thema Feiertage nicht nur für Singles, sondern auch für manche Familie eine nicht immer leicht zu lösende Aufgabe darstellt. Die beste Idee ist sicherlich, den Heiligabend erst mit (wenn vorhanden) Eltern und Verwandten zu verbringen und direkt danach in eine wunderbare Bar zu gehen, um sich dort mit lieben Freunden zu treffen. Ich halte es seit Jahren so, dass meine Töchter zu mir kommen. Wir laden dann ab 21.30 Uhr unsere Single-Freunde dazu ein, zusammen mit uns in unserem weihnachtlich geschmückten Wohnzimmer zu feiern. In diesem Sinne: Frohe Weihnachten!
Depressionen - immer noch ein Tabuthema!
Geschrieben am 26.11.09 um 11:07 Uhr

Der Tod des Fußballspielers Robert Enke hat uns aus dem Dornröschenschlaf geweckt und uns allen die Realität gespiegelt. Nun ist es offiziell und endlich ausgesprochen: Auch prominente Menschen, die im Sport oder in den Medien erfolgreich sind, können an Depressionen erkranken.
Keiner ist vor dieser Krankheit geschützt, egal ob arm oder reich. Das spielt keine Rolle. Wie kann es sein, dass es in unserer ach so freien Welt immer noch totgeschwiegen wird, wenn es sich um psychologische Belage handelt?
Es ist wie in meiner Praxis mit meinen Klienten! Liebeskummer, Depressionen - das gehört zusammen und wird von den meisten Menschen unterschätzt und mit ein paar Worten abgetan, wie: Reiß dich doch mal zusammen! Auch meine Klienten tuen sich schwer in meine Praxis zu kommen und schämen sich. Wenn sie mich dann auf der Straße treffen, grüßen sie mich nicht aus Scham.
Leider leben wir nicht in USA. Dort hat man seinen Coach/Psychologen/Berater. Auch über Antidepressiva liest man leider nur Schlechtes - dabei hat es bei besonnener und fachlicher Dosierung durch die Unterstützung eines Arztes schon viele Leben gerettet...
Ich kann gut mitreden, da ich durch ein schlimmes Erlebnis über ein Jahr eine Depression hatte - die Medizin und natürlich mein Arzt haben mich gerettet. Schade, dass diese Krankheit so totgeschwiegen wird. Keiner kann sich vorstellen in welchem Zwiespalt ein Mensch lebt, der an einer Depression leidet. Der Klient kann nicht frei agieren, geblockt durch die Depression und dem permanenten schlechten Gewissen "nicht genug zu sein". Der Betroffene ist selten in der Lage sein normales Tagespensum zu leben. Kommt nicht aus dem Bett. Schon das Zähneputzen kann zum Alptraum werden. Einer meiner Klienten hat das Leben seiner Depression so beschrieben: "Ich saß auf der Rutsche, rutschte ungewollt runter, sah es von außen und war nicht in der Verfassung das Rutschen zu stoppen!"
Zu dem aktuellen Thema Robert Enke hatte ich auf dem Portal Facebook eine Fragerunde eröffnet und gab meine Bestürzung zum Besten. Eine der Antworten möchte ich Ihnen nicht vorenthalten: Hier der O-Ton:
Aber der Selbstmord von Robert Enke bleibt dennoch sehr mysteriös und ist die Tat eines Mannes, der trotz angeblich schwerster Depressionen zur sportlichen und gesellschaftlichen Elite des Landes gehörte und seine Aufgaben bestens erfüllt hat. Dann lässt er plötzlich alle im Stich, wirft sich vor einen Bummelzug und entschuldigt sich bei seiner treusorgenden Ehefrau und seinem Therapeuten für die bewusste Täuschung mit dem Grund, er habe befürchtet, das Sorgerecht für seine Adoptivtochter zu verlieren. Ein schwer Depressiver kann kaum permanent Höchstleistungen bringen und Liebe und Verantwortungsgefühl gegenüber seinen Mitmenschen und die Sorge um Frau und Kind haben ihm plötzlich gar nichts mehr bedeutet? Seltsam, seltsam...
An dieser Reaktion können Sie genau ablesen: Dieser Schreiber weiß nicht, was eine Depression ist. Er hat in der Tat keine Ahnung. Es gibt viele Arten von Depressionen. In diesem Fall kam und ging die Krankheit und war kein Dauerzustand. Natürlich kann ein Mensch Höchstleistungen bringen, trotz seiner Erkrankung. Den traurigen Zustand der Krankheit vor der Umwelt zu verschleiern, ist ein Leichtes - allerdings benötigt diese Heimlichtuerei eine enorme Energie und Kraft. Und irgendwann geht gar nichts mehr.
Wir können nur hoffen, dass dieser Fall die Menschen ein wenig offener für diese psychologischen Erkrankungen macht.
Liebesbriefe - so schön, so tragisch, so berührend
Geschrieben am 18.11.09 um 09:06 Uhr

Neulich habe ich ein Symposium in Nürnberg als Dozentin besucht. Die Hauptthemen waren Liebe, Liebeskummer und Burn-out. Extrem aufgefallen ist mir, dass die Teilnehmer der Seminare im Gespräch bemängelt haben, dass heutzutage keine Liebesbriefe mehr geschrieben werden.
Dieses hat mich dazu ermuntert, in der Literatur nachzublättern, um nach interessanten Liebesbriefen zu suchen. Hier ein Liebesbrief von Marcel Cerdan an Edith Piaf:
"Chérie,
Wie Du siehst, schreibe ich Dir jetzt schon. Ich habe mich daran gewöhnt, Dich jeden Tag zu sehen und nie hätte ich gedacht, dass Du eines Tages fortgehen könntest. Es ist schlimm, weißt Du, Du hast mich an dieses Leben gewöhnt, unerträglich für Dich. Aber schön für mich, weil ich Dich sehen konnte, wann ich wollte. Und jetzt bin ich alleine mit all den Sachen, die mich an die Zeit mit Dir erinnern, und glaube mir, oft wird das Herz mir furchtbar schwer. Warum ich Dich so liebe, Chérie...und Du glaubst es wäre das Gegenteil, ach Chérie! Aber jetzt, Chérie, müssen wir tapfer sein und vor allem viel Geld verdienen, damit wir es gut haben danach.
Chérie, sieh zu, dass du gut isst und schläfst, und arbeite auch ein bisschen, denn dieses Jahr muss es ordentlich brummen. Denke nur, Chérie, nächstes Jahr werden wir ein wundervolles Jahr miteinander haben, dafür lohnt es sich, ein bisschen zu leiden (was ich für einen Unfug erzähle). Schreib mir, Chérie. Ich liebe dich, Chérie, wie ein kompletter Narr und drücke mich fest an Dich. Viele Grüße an die Alte.
Marcel Cerdan"
Geschrieben am 11.11.09 um 15:24 Uhr

Immer häufiger erleben wir in der heutigen schnelllebigen und stressigen Zeit, dass Frauen Mitte 30 an einem Burn-out-Syndrom erkranken. Früher hörte man das Wort Burn-out-Syndrom ausschließlich im Zusammenhang mit Managern oder Top-Entscheidern. Mittlerweile zeigen Untersuchungen, dass es zudem auch ein Einsamkeits-Burn-out gibt.
Zahlreiche Frauen verbrauchen enorme Energie für ihren Beruf. Dazu kommt, dass sie keinen Partner, sprich keine Stütze für ihr privates soziales Leben haben. Immer wieder erleben sie die Enttäuschung, dass eine neue Beziehung nach zwei bis vier Monaten in die Brüche geht.
Diese Frauen haben in ihrem Leben schon viel erreicht. Sie haben eine gute Ausbildung genossen, sind oft in Führungspositionen tätig und verdienen gutes Geld. Aber wie sieht es im Privaten aus? Auch da sind sie für sich ganz alleine verantwortlich, haben niemanden, der ihnen die fehlende Nähe und Liebe gibt, und das macht auf die Dauer krank. Diese Frauen quälen die folgenden Gedanken: Werde ich mich je wieder verlieben? Bin ich alleine für meine Altersvorsorge zuständig? Mit wem kann ich meine Probleme besprechen? Werde ich je heiraten? Werde ich je Kinder haben? Oder werde ich alle Feiertage und Urlaube alleine verbringen müssen? Diese Fragen stellen sich auch geschiedene oder bei verwitwete Frauen. Sie vereinsamen ohne soziales Umfeld und sind getrieben von dem Gedanken, dass diese Situation sich eventuell für den Rest ihres Lebens nicht ändert.
Eine meiner Klientinnen, auf die diese Punkte zutreffen, berichtete mir: "Ich bin lange herumgerannt, habe mich mit Arbeit und Sport abgelenkt, um nie das Gefühl der Einsamkeit zu fühlen. Ich hatte einen großen Freundeskreis und permanent klingelte mein Telefon. Manchmal hatte ich bis zu 15 Anrufe pro Abend. Ich fühlte mich sicher und geliebt. Ich rannte ständig von einer Party zur anderen und von Abendessen zu Abendessen. Doch plötzlich, ohne Vorbereitung, fühlte ich mich ausgebrannt. Meine Freunde interessierten mich nicht mehr, ich war nicht mehr in der Lage zu arbeiten. Nachts litt ich unter Panik, Schlaflosigkeit und ständigen Migräneanfällen. Nach einer Woche ging ich zu meinem Hausarzt, der mich sofort in eine psychosomatische Klinik überwies. Dort diagnostizierte man ein Burn-out-Syndrom, hervorgerufen durch emotionale Einsamkeit."
Dieses Beispiel zeigt ganz deutlich, dass wir nicht zum Alleinsein geboren sind und dass die Emanzipation der Frauen nicht nur positive Auswirkungen für uns Frauen hat.
Wenn der Partner einen plötzlich verlässt, Teil 2
Geschrieben am 04.11.09 um 09:05 Uhr

Letzte Woche beschäftigte ich mich mit Menschen, die aufgrund schlechter Erfahrungen in der Vergangenheit oftmals ihren Partner regelrecht zum Seitensprung auffordern. Doch es gibt auch noch andere Gründe, die dafür verantwortlich sind, dass Menschen in einer Beziehung nicht klar kommen.
So hatte ich beispielsweise mal eine Klientin, die aus einem Alkoholiker-Elternhaus kam, in dem auch regelmäßig geprügelt wurde. Sie reagierte jedes Mal so empfindlich darauf, wenn ihr Partner auch nur mal ein Glas Wein trank, dass die Beziehung schließlich daran zerbrach. Die Angst, dass der Partner - so wie ihr Vater früher - unter Alkoholeinfluss gewalttätig werden könnte, saß so tief, dass sie in diesem Punkt quasi "überreagierte". Diese Klientin ging auch nie auf eine Party, eine Betriebsfeier oder ein Volksfest, weil dort so viel getrunken wurde und sie deshalb "Angst um ihr Leben habe", wie sie sich ausdrückte. In den Sitzungen bei mir hat sie die Problematik zwar erkannt und reflektiert, solche einschneidenden Erfahrungen sind in der Regel aber nicht in fünf oder zehn Coachingsitzungen aufgearbeitet. Hier ist es eher angeraten, sich in eine längerfristige Psychotherapie zu begeben. Diese Klientin fand übrigens dann einen Partner, der ebenso wie sie, vollkommen abstinent lebte.
Eine andere Klientin hatte als 16-Jährige einen schweren Autounfall, bei dem alle drei weiteren Insassen des Wagens ums Leben kamen. Ihre Eltern hatten damals das Gespräch über dieses Erlebnis verweigert, weil sie der Ansicht waren, es sei besser, das Mädchen solle den Vorfall so schnell wie möglich vergessen. Heute hat diese Frau jedoch größte psychische Probleme. Sie kämpft mit Schuldgefühlen und Suizidgedanken, weil sie das Gefühl hat, sie habe das (Über-)Leben nicht verdient. Nicht zuletzt deshalb macht sie auch äußerlich überhaupt nichts aus sich, sondern wirkt regelrecht ungepflegt. Zwar spürt sie eine Sehnsucht nach einer festen Partnerschaft, aber gleichzeitig ist sie nicht in der Lage, sich auf jemand anders richtig einzulassen. Wird ein Kontakt zu nah, findet sie einen Vorwand, ihn ganz plötzlich wieder zu beenden.
Ob es nun um Gewalt im Elternhaus, Alkoholmissbrauch der Eltern oder andere schlimme Erlebnisse geht: Es ist in jedem Fall ganz wichtig, einem Partner von solchen Erfahrungen zu erzählen. Nur so hat der Andere die Möglichkeit, mit der Situation konstruktiv umzugehen, Verständnis zu zeigen und Unterstützungsangebote bei der Verarbeitung dieser Problematik zu machen.
Schwieriger ist es da sicher, wenn die Ursachen, die zu irgendeiner Art der Störung bzw. Verstörung geführt haben, noch im Dunkeln liegen. Wie zum Beispiel die Geschichte von Sönke und Kathrin zeigt. Sönke war es überhaupt nicht bewusst, dass er ein Problem mit sich herumtrug und welche Ursachen es dafür gab. An die Trennung von seiner leiblichen Mutter im Zuge der Adoption konnte er sich ja gar nicht mehr erinnern, und bewusst hatte er nie wahrgenommen, dass ihm in seinem Adoptivelternhaus etwas gefehlt haben könnte.
Auch bei Fällen von sexuellem Missbrauch kommt es häufig vor, dass die Betroffenen, wenn sie noch sehr klein waren oder diese Erlebnisse sehr effektiv verdrängt haben, sich nicht mehr bewusst daran erinnern können. Die "Schädigung", die sie dennoch erlitten haben, äußert sich dann häufig erst im Erwachsenenalter in massiven sexuellen Störungen, möglicherweise auch in Essstörungen. Auch hier ist therapeutische Hilfe unbedingt notwendig, wenn man den Verdacht hat, es könnte in der eigenen Vergangenheit Missbrauchssituationen in der Familie oder mit anderen Erwachsenen gegeben haben.
Wenn der Partner einen plötzlich verlässt, Teil 1
Geschrieben am 29.10.09 um 09:47 Uhr

Das rät die Liebeskummer-Expertin, wenn Ihr Partner Sie plötzlich verlassen hat, da er mit seinem eigenen Leben nicht im Reinen ist.
Menschen, die von jetzt auf gleich aus einer Beziehung ausbrechen oder vor Problemen den Kopf in den Sand stecken, haben häufig einschneidende Erfahrungen gemacht, die das Selbstvertrauen und das Vertrauen in andere schwer erschüttert haben. Das kann in einer früheren Partnerschaft geschehen sein oder sogar bis in die Kindheit zurückreichen.
Häufig erlebe ich es beispielsweise, dass jemand in einer früheren Beziehung von seinem Partner betrogen und hintergangen wurde und die Partnerschaft daran zerbrochen ist. Viele Menschen brauchen sehr lange, bis sie sich von diesem verletzenden Erlebnis wieder erholen und sich überhaupt erst einmal wieder trauen, sich einem neuen Partner zu öffnen. Wenn sie sich dann - häufig erst nach mehreren Jahren - auf jemand Neues eingelassen haben und dieser neue Partner dann womöglich ebenfalls fremdgeht, brechen solche "gebrannten Kinder" die Beziehung meist ganz schnell und abrupt ab. Sie sehen sich in dem Bild bestätigt, dass es in Partnerschaften offenbar keine Treue gibt und nehmen sich dann vor, lieber allein zu bleiben, als noch einmal solche Qualen zu erfahren. Jede Form der gemeinsamen und konstruktiven Überwindung dieser Krise wird dann kategorisch abgelehnt.
Nun kann man einerseits sagen: Da hat jemand aber wirklich Pech gehabt, dass er schon wieder an einen untreuen Partner geraten ist. Andererseits ist es in einer solchen Situation durchaus sinnvoll, sich zu fragen, was denn der eigene Anteil daran sein könnte, dass die Beziehung sich in diese Richtung entwickelt hat. Ich weiß, dass das sehr schwer ist, gerade wenn man sich so verletzt fühlt. Hier kann die Unterstützung eines Coachs oder eines Psychologen sinnvoll sein.
In meiner Praxis treten in solchen Klärungsgesprächen, ob zu zweit oder zu dritt, immer neue Aspekte zutage, durch die die Beteiligten plötzlich einen ganz anderen Blick auf die Situation gewinnen. So stellt sich etwa sehr häufig heraus, dass der betrügende Partner sich von der übermäßigen Eifersucht des betrogenen Partners regelrecht zum Seitensprung gedrängt fühlte. So etwas funktioniert dann wie die viel zitierte self-fullfilling prophecy: "Mein Partner denkt ohnehin so negativ von mir und geht davon aus, dass ich ein notorischer Betrüger bin - da kann ich mich auch ruhig tatsächlich so verhalten, das macht ja keinen Unterschied."
Manchmal muss der betrogene Partner auch einräumen, dass er derjenige ist, der schon seit Monaten oder gar seit Jahren kein Interesse am Sex mehr hatte - schließlich hat sich der Andere sein Bedürfnis dann woanders erfüllen lassen. Ich möchte diese genannten Konstellationen hier fast noch als die "harmloseren" Fälle bezeichnen, denn häufig sind die schlechten Erfahrungen und Ängste des betrogenen Partners mit ein wenig Unterstützung in kurzer Zeit zu überwinden. Anders liegen die Dinge, wenn jemand Traumata oder sehr verstörende Erfahrungen in seiner Herkunftsfamilie gemacht hat, die umso tiefer sitzen, je länger sie zurückliegen. Manchmal geht es dabei auch weniger um Einzelereignisse als vielmehr um von den Eltern gelernte destruktive Beziehungsmuster, die nur mit sehr viel psychischer Arbeit wieder abgelegt werden können.
Darauf werde ich dann nächste Woche im zweiten Teil von "Wenn der Partner einen plötzlich verlässt" näher eingehen.
Verzweifelte Singles in Europa
Geschrieben am 14.10.09 um 10:24 Uhr

Wer glaubt, dass nur er selbst unter Herzschmerz und Liebeskummer leidet, irrt sich gewaltig. Auch andere haben ihre Probleme - die teilweise kuriose Ausmaße annehmen. Deswegen präsentiere ich Ihnen diese Woche eine kleine Auswahl, was Singles europaweit bereits unternommen haben, um nicht mehr allein leben zu müssen.
Eine verzweifelte Französin
160.000 Euro verlangte ein Wunderheiler dafür, einer Frau ihren ehemaligen Lebenspartner zurückzubringen. Das war sehr viel Geld, das die 34jährige Französin überhaupt nicht hatte. Dennoch setze sie alles in Bewegung, um diesen Betrag zu zahlen. Sie meldete die Geburt ihrer angeblichen Fünflinge jeweils bei 17 verschiedenen französischen Departements/Ämtern an. Ihre angeblichen 85 Kinder brachten ihr schließlich eine Summe von 22.100 Euro pro monatlich ein. Bis 2006 der Schwindel durch Zufall aufflog, wanderten mehr als 100.000 Euro in die Tasche der Französin.
Einsam im türkischen Gebirge
Über ein halbes Jahrhundert lebte Süleyman Kilic alleine als Eremit in einer Gebirgsregion in der Türkei. Seine einzige Gesellschaft war ein Pferd und eine Ziege.
Plötzlich im Alter von 83 Jahren überfiel ihn dann doch der Wunsch nach einer Partnerin. Er stieg den Berg hinunter in das nächste Dorf. Mehr als ein Jahr suchte er eine Partnerin, die er nicht fand und wandte sich schließlich im November 2002 an die türkischen Medien. Die Medien zitierten Herrn Kilic: "Ich kann die Einsamkeit nicht mehr ertragen, ich suche eine Frau, die mit mir in den Bergen leben will." Es ist uns leider nicht bekannt, ob Herr Kilic das Glück seines Lebens in seine hohen Alter noch finden konnte.
Verliebt in die Lehrerin
Mehrere Jahrzehnte nach seiner Einschulung durfte der Belgier Hervé Minne doch noch um die Hand seiner Grundschullehrerin anhalten, als Sechsjähriger verliebte er sich in seine damalige Klassenlehrerin, die zu der Zeit 19 Jahre alt war. Jahrzehnte später suchte er seine Ex-Klassenlehrerin Daniela Waltens auf, und hielt um ihre Hand an. Mit 42 Jahren konnte er mit ihr seine Verlobung feiern. Völlig überwältigt erklärte er der Zeitung "Het Laatste Nieuws", dass das erste Wiedersehen mit seiner großen Liebe ihm genau wie damals als Sechsjähriger eine Gänsehaut bereitet hatte. So fand diese Geschichte nach fast vier Jahrzehnten ihr glückliches Ende.
Fünf merkwürdige Scheidungsgründe
Geschrieben am 08.10.09 um 09:52 Uhr

Das Ende einer Liebe kann ein Scheidungsgrund sein. Aber es gibt auch andere Gründe, sich scheiden zu lassen. In dem Trennungs-Tröst-Buch "Schade, dass du endlich weg bist" von Schwarzkopf & Schwarzkopf fand ich andere außergewöhnliche Scheidungsgründe.
Rund 75 Prozent der Scheidungen in Deutschland gehen von Frauen aus. Wenn eine Ehe als gescheitert gilt, kann der Grund kurios sein.
1. In München wurde eine Ehefrau von ihrem Ehemann täglich benotet: Wie gut war das Essen, wie sauber die Wohnung, wie ansprechend ihre Kleidung, wie befriedigend der Sex? Und am Sonntag wurde dann Bilanz gezogen. War die Belohnung überwiegend schlecht, dann gab es weniger Haushaltgeld. Resultat dieser Benotungen: Scheidung nach zwei Jahren!
2. Zwei große Koffer beendeten die Ehe eines Nürnbergers. Der Zugschaffner hatte in fast jeder größeren deutschen Stadt eine Geliebte. Als er in Rente ging, verstaute er sämtliche Liebesbriefe in zwei großen Koffern und deponierte sie dämlicher Weise im eigenen Keller. Seine Ehefrau fand diese Koffer und war derart erschüttert, dass sie nach 25 Jahren Ehe sofort die Scheidung einreichte. In all den Jahren hatte sie nicht eine Sekunde an seiner Treue gezweifelt.
3. Der gehört aus dem Verkehr gezogen, dachte eine Nürnbergerin über ihren Mann. Grund: In einem Ehevertrag war das Sexualleben bis ins Detail geregelt. Geschlechtsverkehr drei Mal wöchentlich, dazu die Benennung bestimmter Tage, an denen sie die Initiative zu ergreifen hatte - in Dessous, deren Farben der Mann bestimmte. Nach zwei Jahren reichte sie die Scheidung ein. Fazit: Ihr Geh-Punkt war erreicht
4. "Geizhälse sind unangenehme Zeitgenossen, aber angenehme Vorfahren", sagte einst der Schauspieler Viktor de Kowa. Ein Rentner aus Oklahoma übertrieb es allerdings. Er verweigerte seiner Frau ein neues Gebiss. Mit der Begründung, sie könne doch seins benutzen. 50 Jahre nach der Eheschließung kam es dann zur Scheidung. Unglaublich!
5. In meinem Bekanntenkreis gibt es einen Mann, der regelmäßig kurz vor dem Orgasmus ein Gedicht aufsagt. Das erzählte zumindest seine Exfreundin über ihn. Eine kanadische Buchhalterin hätte sich sicherlich über diese literarische Abwechslung gefreut, denn sie reichte die Scheidung ein, weil ihr Mann beim Sex auf eine derartige Weise stöhnte, die ihr total auf die nerven ging. Es reduziere ihre Orgasmusfähigkeit gleich auf null, das war die Begründung vor dem Scheidungsrichter.
Die seltsame Magie der Kosenamen
Geschrieben am 02.10.09 um 10:13 Uhr

Gestern Abend während eines Abendessens in einem schicken Restaurant kam ich nicht drumherum, das Gespräch des Pärchens am Nebentisch mitzubekommen. Am spannendsten empfand ich die Kosenamen, die sie sich gegenseitig gaben.
Sie nannte ihn "Mein Zottelbärchen" obwohl er eine Glatze hatte. Er nannte sie "Mein Mops" obwohl sie gertenschlank war. Dieses hat mich dazu animiert, zu recherchieren, was die häufigsten Kosenamen sind.
Von Männern für Frauen:
1. Schatz
2. Maus
3. Engel
4. Mausi
5. Hasi
Von Frauen für Männer:
1. Schatz
2. Hase
3. Bärchen
4. Hasi
5. Schnuffel
Gängige und häufige Kosenamen:
Bär Bärchen Bärli Brummbär Gummibärchen Glücksbärchi Honigbärchen Knuddelbär Knutschebärchen Puselbär Schnuffelbär Baby Tigerbaby Dicke/ Dicker Engel Engelchen Fee Zauberfee Goldschatz Has Hasi Häschen Hasibär Hasibärli Hasenfuß Hasipupi Herzblatt Herzchen Honigpferdchen Herzkönigin Hexe Hübsche/Hübscher Kätzchen Katzi Kleiner/Kleine/kleines Knuddel Knuffel Knuffelchen Königin/König Krümel Krümeli Kuschelbär Kuschelmausi Liebling Liebster/Liebste Mausespatz Mausespatzi Zaubermaus Prinz/Prinzessin Taumprinz Pupsi Pupsimausi Rubin Schatz Schatzi Schätzchem Schatzispatzi Schmusebärchen Schmusekater Schmusetiger Schnecke Schnucki Schnuckiputz Schnuckiputzi Schnuckelchen Schnuckimausi Schnuffelchen Spatz Spatzi Stern Sternchen Sternschnuppe Strubbelchen Süßer/Süße/Süßes Teddy Teddybär Tiger Zottel Zuckerschnecke Zuckerschnäuzchen
Quellen: "Alles über das Eine"/ Werner Bartens & Sebastian Herrmann
Geheimrezept für eine lebendige Liebe
Geschrieben am 24.09.09 um 09:42 Uhr

Ich befragte Klienten aus allen Schichten und Altersgruppen nach ihren Geheimrezepten, wie sie ihre Liebe lebendig halten. Hier neun Tipps meiner Klienten:
"Meiner Ansicht nach hält man eine Partnerschaft lebendig, indem man nicht nur ein 'Wir', sondern auch noch ein eigenes, unabhängiges Leben hat - das man dann wieder teilen kann, und so neue Impulse gibt/bekommt."
"Mein Freund macht mir häufig Komplimente und geht auch im Streit auf mich zu. Ich versuche umgekehrt nicht so rechthaberisch zu sein und auch mal einen Streit zu vermeiden. Manchmal ist es wichtig, etwas einfach so zu akzeptieren, wie es ist, anstatt sich darüber zu streiten."
"Grundsätzlich ist es wichtig, dem Partner zu zeigen, dass man oft an ihn denkt. Das kann durch kleine Gesten oder auch kleine Aufmerksamkeiten erfolgen. Ich bringe meinem Partner zum Beispiel manchmal vom Einkaufen eine Kleinigkeit mit, von der ich weiß, dass er sie besonders gern mag. Oder ich erledige schon einmal eine kleine Aufgabe für ihn, von der ich weiß, dass er sie vielleicht vergessen hat oder sie besonders ungern erledigt. Es geht einfach darum, zu zeigen, dass man sich darum bemüht, dass der Partner sich wohlfühlt. Oft sind kleine Zeichen im Alltag viel wichtiger als große Geschenke."
"Ich finde es ganz wichtig, dass man neben den gemeinsamen Aktivitäten auch seine eigenen Interessen weiterhin verfolgt. Wenn man unabhängig voneinander eigene Geschichten erlebt, profitiert der Partner letztendlich auch davon. Man hat sich immer etwas zu erzählen und entwickelt auch wieder Sehnsucht nacheinander. Auf keinen Fall sollte man aus meiner Sicht alles gemeinsam unternehmen oder dem anderen gegenüber Verbote aussprechen."
"Wir teilen alles miteinander, gute wie schmerzhafte Gefühle und (Lebens)Situationen. Wir streiten, wenn es sein muss, und dann fast immer konstruktiv. Wir entschuldigen uns lieber einmal zu viel. Wir begegnen einander immer auf Augenhöhe, übernehmen Verantwortung für den anderen, achten darauf, dass keine Fragen offen bleiben, betreiben Psychohygiene durch gnadenloses 'Kindsein' (ein Erlebnis selbst für Kinder)."
"Wir sind uns erst mit Mitte Vierzig begegnet und erachten diese 'späte Liebe' als größtes Geschenk. Entsprechend hat von Anfang an der unbedingte Wunsch, auch das Trennende stets zum Gegenstand unserer Gespräche/Auseinandersetzungen zu machen, dazu geführt, dass alle Stolpersteine nicht mehr sind als gelegentliche ruppige Anpassungsprozesse."
"Eine Beziehung hält man am besten lebendig, wenn man sie nicht als selbstverständlich erachtet und man sie dementsprechend 'pflegt'. Das heißt, man sollte weiterhin Kompromisse schließen, sich umeinander bemühen, versuchen füreinander attraktiv zu bleiben etc. Dabei darf im Laufe einer Beziehung aber nie die Eigenständigkeit der beiden Personen verloren gehen. Denn letztlich bleibt man immer ein Individuum, das sein Leben mit einem anderen teilt, aber nicht im Leben des anderen aufgeht!"
"Ich denke, ein guter Wechsel aus Nähe und Distanz ist wichtig. Außerdem natürlich Respekt vor dem anderen, sich auch auf Sichtweisen einlassen, die einem erstmal fremd erscheinen. Außerdem halten kleine Liebesbeweise die Beziehung lebendig, z. B. dem anderen immer mal wieder kleine Überraschungen bereiten, ihn mal zum Essen einladen oder ihm ein schönes Frühstück machen..."
"Für mich ist das Wichtigste: Ehrlichkeit, einander zuhören und durch besondere Unternehmungen den monotonen Alltag durchbrechen."
Haben wir es verlernt zu lieben? Teil 2
Geschrieben am 17.09.09 um 12:29 Uhr

Hier die Antworten von zehn befragten Klienten aus der Liebeskummerpraxis zu unserem Interview: Wir haben unzählige Frauen und Männer gefragt, was sie von dieser großen und ewigen Liebe halten, und die zehn interessantesten Antworten ausgewählt, um sie mit Ihnen zu teilen. Hier sind sie:
Ramona (31), Versicherungskauffrau: "Klar gibt es die ganz große Liebe. Aber nur einmal im Leben. Ich habe meine schon gehabt und leider wieder gehen lassen. Weil ich damals noch zu jung und zu naiv war, um die Tiefe der Gefühle zu erkennen. Jetzt flirte ich nur noch. Als Zeitvertreib und Trost, weil ich den Verlust meines Idealpartners auch nach elf Jahren noch immer nicht ganz verkraftet habe."
Cornelius (38), Werbefachmann: "Ich hatte bisher sechs Beziehungen. Drei davon hielten über fünfzehn Monate. Jedes Mal war ich sicher, endlich die Richtige gefunden zu haben ? bis der Alltag losging und der Stress begann. Ich wäre erstickt, wenn ich geblieben wäre. Mein Motto: Weitersuchen und die Hoffnung nicht aufgeben."
Marlies (26), Journalistin: "Ich erlebe die große Liebe gerade. Meine erste übrigens. Das geht nun schon acht Monate so. Wir sind noch genauso verrückt nach uns wie am Anfang. Alles stimmt. Trotzdem habe ich Angst, dass der Traum wie eine Seifenblase zerplatzt. Außer uns selbst kenne ich nämlich niemanden, der es geschafft hat, sich die Schmetterlinge im Bauch dauerhaft zu erhalten."
Udo (42), Lehrer: "Nach zwei Scheidungen glaube ich eher wieder an den Klapperstorch als an die große, anhaltende Liebe."
Nadine (19), Schülerin: "Ich finde, man braucht die Aussicht auf ewige Romantik. Sonst traut man sich an keinen Mann heran. Ich wurde zwar schon oft enttäuscht, aber tief in meinem Herzen bin ich überzeugt, dass mein Seelenpartner eines Tages kommt."
Alex (30), Trainer: "Die große Liebe kommt nicht von allein. Beide müssen daran arbeiten, tolerant sein und ein Riesenglück haben. Dann kann es vielleicht passieren. Mir bisher allerdings leider nicht."
Margot (38), Laborantin: "Ich lebe seit drei Jahren mit einer Frau zusammen. Ja, ich kann sagen, dass wir uns wirklich lieben und daran glauben, dass das immer so bleibt. Aber das hat mit Romantik nichts zu tun, sondern eher mit Kompromissbereitschaft, gutem Willen und Intelligenz. Aber auch mit unseren Erfahrungen aus früheren Beziehungen."
Greg (22), Azubi: "Meine Eltern und beinahe alle anderen Verwandten von mir sind geschieden. Ich glaube nur noch an Lebensabschnittsgefährten, aber nicht mehr an Dauerpartner. Würde mir auch Angst machen, wenn ich irgendwann wüsste, dass ich für den Rest meines Lebens mit der gleichen Frau schlafen müsste."
Clara (44), Hausfrau: "Die große Liebe ist eine Sache der Wahrnehmung. Mein Mann ist meine große, einzige Liebe. Ich seine? Bestimmt nicht. Aber darüber will ich lieber nicht nachdenken."
Timo (35), Reiseleiter: "Nach meiner Erfahrung gäbe es viel weniger Trennungen, wenn die Frauen nicht so kitschige Vorstellungen von ewiger Romantik hätten. Kaum geht man(n) mal auf zwei, drei Bierchen ohne sie in die Kneipe, sind sie sicher, man würde sie nicht mehr lieben."
Meine Meinung: "Unter all den Hunderten von Klienten, die im Laufe der Jahre in meine Praxis gekommen sind, war nicht einer, der nicht insgeheim von der großen Liebe geträumt hat. Selbst die Zyniker glauben an sie, geben das allerdings nicht gerne zu."
Allerdings ist es eine traurige Zeiterscheinung, dass so viele Menschen nur noch kurz mit einem Partner zusammen sind. Sie versteifen sich auf die guten Zeiten, auf die Schmetterlings-Phase. Nur die hat noch eine Existenzberechtigung. Kehrt allmählich der Alltag ein, entsteht mindestens bei einem der beiden Partner der Wunsch, die Beziehung zu beenden und in anderer Besetzung erneut nach der ewigen Liebe zu suchen. Die "schlechten Zeiten" dagegen, die ein Paar erst wirklich zusammenschweißen und die Stabilität einer Partnerschaft ausmachen, werden gar nicht erst durchlebt.
"In meine Praxis kommen immer wieder Menschen zwischen Ende zwanzig und Ende dreißig, die mir ihr Leid klagen. Ihre Beziehungen gingen immer nach wenigen Monaten wieder in die Brüche. Sie wüssten nicht, warum das so wäre. Frage ich dann näher nach, kriege ich zu hören, sie ließen sich das und jenes nicht bieten. Das hätten sie doch gar nicht nötig. Hier zeigt sich schon das Dilemma der Unvereinbarkeit von Wunsch und Realität. Der moderne Mann will inzwischen durchaus eine Partnerin haben, die der absolute Macher ist. Die alles schmeißt und alles kann. Gleichzeitig möchte er der große Held bleiben. Erwartet Bewunderung und eine gewisse Vormachtstellung. Die moderne Frau wünscht sich einen einfühlsamen, verständnisvollen, aber natürlich auch erfolgreichen und "hippen" Partner, der auf Verlangen aber auch noch den ungestutzten Macho raushängt. Das passt nicht unter einen Hut."
Und noch etwas zeigt den Wandel der Zeit und damit den Wandel der Liebe: Früher wurde eine Frau, die mit Mitte dreißig nicht verheiratet war, als "spätes Mädchen" oder gar "alte Jungfer" abqualifiziert. Trifft man heute eine verheiratete Mittdreißigerin mit Kind, so wird diese erstaunt gefragt: "Ja füllt dich das denn aus? Mir würde das nicht reichen."
Fazit: Es ist nicht mehr unbedingt zeitgemäß, in einer dauerhaften, harmonischen Bindung zu leben und sich mit den ganz natürlichen Abnutzungserscheinungen einer Liebe zu arrangieren. Nur die Anfangsphase wird angestrebt ? in der irrigen Hoffnung, diese unverändert bis in die Unendlichkeit ausdehnen zu können. Zeigt sie erste Risse, wird mit der gleichen Sorgfalt, die einem Autokauf vorausgeht, ein neues Partnerschaftsmodell ausgesucht. Aber nicht etwa unter dem Motto: "Bis dass der Tod", sondern vielmehr "bis dass der Alltag uns scheidet".
Haben wir es verlernt zu lieben? Teil 1
Geschrieben am 10.09.09 um 17:44 Uhr

Waren unsere Großeltern glücklicher? Oder klüger? Oder einfach nur anspruchsloser? Die meisten von ihnen haben es geschafft, ihre Ehe bis zum seligen Ende von einem der beiden Partner aufrechtzuerhalten.
Scheidungen waren selten - und wurden schamhaft verschwiegen oder wenigstens weitgehend vertuscht, weil es sich nicht schickte. Was Gott zusammengefügt hatte, gehörte zusammen und wurde nicht getrennt. Über solche Dinge wie Untreue, Unzufriedenheit oder Liebeskummer sprach man nicht. Es gehörte sich nicht, sein Seelen- oder gar sein Sexleben vor anderen auszubreiten. Zumindest nach außen hin war also alles in bester Ordnung.
Warum haben die Generationen vor uns etwas hingekriegt, was heute nur noch knapp die Hälfte aller Zeitgenossen schafft?
Haben wir es verlernt zu lieben?
Die Antwort darauf ist ernüchternd und verblüffend einfach zugleich: Unsere Vorfahren sahen in der partnerschaftlichen Verbindung, für deren Zustandekommen sie oft gar nicht verantwortlich waren, in erster Linie eine praktische und notwendige Zweckgemeinschaft für schlechte Zeiten. Es lebte sich leichter, wenn für den Ernst- oder Notfall ein Mann und eine Frau im Haus waren. Unter dieser Prämisse hat man sich arrangiert - in guten wie in schlechten Zeiten. Und nicht jede Emotion, jeden ersten zarten Anschein einer möglichen Enttäuschung gleich hinterfragt und zur Grundlage für das weitere Verhalten gemacht.
Heute dagegen träumen wir, ob 15 oder 50, den großen Traum von der großen, romantischen, unerschütterlichen Liebe, die von gleich bleibender gegenseitiger Begeisterung, von nie abnehmendem glühendem Verlangen und tiefer Zufriedenheit getragen wird. Dieses wundersame Gefühl kennt keine Versuchungen und keine Abnutzungserscheinungen. Alltag und Routine können ihm, genau wie Bierbauch und Zellulitis, nichts anhaben. Denn es ist ja nicht aus der Realität heraus geboren, sondern vielmehr eine Erfindung der Dichter und Denker der Romantik.
Keine andere Romanvorlage hat sich ähnlich unverändert bis in die modernen Medien hineingerettet wie das Märchen von der ewigen Liebe. Ob wir den Songs von Elvis oder Robbie Williams lauschen, eine Seifenoper oder Telenovela verfolgen, Goethe oder Rosamunde Pilcher lesen - immer hören die Geschichten in genau dem Moment auf, in dem sie eigentlich erst richtig spannend werden. Nämlich dann, wenn sich die Liebenden - meist nach vielen Irrungen und Wirrungen - endlich gefunden haben und nun eigentlich versuchen sollten, so etwas wie einen gemeinsamen Alltag hinzukriegen. Doch da schweigt des Sängers Höflichkeit und lässt uns mit unseren Träumen allein. Wir erfahren nicht, was aus der Liebe wird, die so hoffnungsvoll begann. In unserem Gedächtnis und in unserem Herzen bleibt nur der letzte, innige Kuss, der alles besiegelt. Er verschmilzt in unserer Phantasie mit den beliebten Worten aus zahlreichen Märchen "Und so lebten sie glücklich und zufrieden bis an ihr seliges Ende" zu einem beneidenswerten Trugschluss.
Natürlich können wir Sehnsucht und Wirklichkeit, rosarote Romantik und graue Realität klar voneinander unterscheiden. Glauben wir jedenfalls. Aber das, was sich an romantischen Träumen in unsere Seele schleicht und meist nur herzlich wenig mit den tatsächlichen Gegebenheiten zu tun hat, können wir nicht immer bewusst kontrollieren. Es bohrt hinterhältig in uns, wenn sich unsere himmelhochjauchzenden Erwartungen in einem Gestrüpp von Ernüchterung und Enttäuschung verfangen haben. Wir haben diesem nagenden Gefühl so wenig an tatsächlichen Erlebnissen und Erfahrungen entgegenzusetzen. Wie leicht ist es dagegen, hartnäckig in der romantischen und heilen Märchenwelt der Medien zu verharren.
Uns zwingt in vielen Fällen nichts und niemand, die Partnerschaft aufrechtzuerhalten. Wir sind modern, autark und sturmerprobt. Und meinen sogar, es sei unter unserer Würde, um die Liebe eines Mannes oder einer Frau zu kämpfen. Das Ende vom Lied kennen wir: Trauer, Tränen und Trennung. Und über alle dem schwebt nicht selten die vage, wenngleich unbewusste Hoffnung, beim nächsten Mal endlich an Mister oder Miss Right zu geraten und fortan von nimmermüder Seligkeit umhüllt zu sein.
Hätte sich dieser Traum nicht heimlich im hintersten Winkel unserer Seele eingenistet, würden wir wahrscheinlich länger und hartnäckiger versuchen, uns mit den wirklichen Gegebenheiten unseres Beziehungsalltags zu arrangieren und ein wenig von unserem hohen Ross und unseren unrealistischen Erwartungen herunterkommen.
Meine Meinung als Expertin: "In meiner langjährigen Arbeit mit Liebeskranken hat sich herauskristallisiert, dass die meisten Paare nur noch in guten und nicht mehr in schlechten Zeiten miteinander auskommen wollen. Die ersten Monate einer neuen Beziehung, so erzählen sie mir, sind immer toll, voller Spannung, voller Sex, voller Romantik. Aber sobald sich Alltag und Routine einstellen, wird die Beziehung angezweifelt. Wenn sie keinen Spaß mehr macht und nicht mehr so aufregend ist wie ganz am Anfang, wird sofort über eine Trennung nachgedacht. In den Armen eines anderen Menschen soll das Glück dann wieder von vorne beginnen. Mit allem, was dazugehört. Mit Schmetterlingen im Bauch, glühender Leidenschaft und dem unerschütterlichen Glauben an die große, ewige, romantische Liebe."
Das Interview mit unzähligen Frauen und Männern aus der Liebeskummerpraxis lesen Sie in der nächsten Woche.
Fernbeziehung: Wie kompensiere ich Bedürfnisse?
Geschrieben am 02.09.09 um 17:14 Uhr

"Seit 8 Monaten habe ich das, was ich nie wollte, eine Fernbeziehung. Angefangen hat es, nachdem ich meinen heutigen Freund bereits zwei Jahre flüchtig kannte. Er war in meiner Stadt anlässlich einer Party und hatte mich gefragt, ob ich ihn begleiten möchte.
Aus einem Mittagessen am See wurde ein Nachmittag auf meinem Balkon und ein sehr alkoholischer Abend auf der besagten Party. Jeder hielt uns für ein Paar und nach dem zehnten Glas Wein habe ich ihn einfach geküsst oder er mich, wir sind uns nicht mehr sicher wer anfing. Daraufhin haben wir uns die restliche Zeit ununterbrochen geküsst und hatten einen herrlichen Abend.
Am nächsten Tag trafen wir uns noch zu einem Abschiedskaffee, weil er mittags abreisen wollte. Aus dem Abschiedkaffee wurde ein ganzer Tag, der um 22 Uhr in meiner Wohnung endete. Zum Abschied meinte er: "Wir können so ein Wochenende ja mal wiederholen". Ich war sprachlos, denn ich war mir bis zu dem Zeitpunkt sicher: Das war eine einmalige Sache, schließlich kannten wir uns ja irgendwie seit 2 Jahren, wenn auch nicht richtig. Wahrscheinlich bin ich genau deshalb total unverkrampft an die ganze Sache rangegangen und habe es einfach geschehen lassen, ohne Nachzudenken. Das ist normaler Weise ganz und gar keine Stärke von mir und hätte ich nachgedacht, hätte ich mich mit keinem Mann eingelassen, der 4 Stunden Zugfahrt von mir entfernt wohnt.
Nach ein paar E-Mails und Sms kam es am nächsten Wochenende zum erneuten Treffen in meiner Stadt, nach 3-4 Wochen war ich bei ihm und auf der Rückfahrt hatte ich einen schweren Autounfall. Mein Handyakku war gleichzeitig leer, als ich mein Handy wieder einschaltete, hatte ich zig Anrufe von ihm in Abwesenheit. Das hat mich beeindruckt. Ich hingegen hatte mich vor meiner Rückfahrt getraut, ein Herz an seinen Spiegel zu malen. Das hat er dann erst Stunden später bemerkt, nach 2-3 Tagen kam er mich besuchen. Nach diesem Besuch waren wir dann ohne drüber zu sprechen "offiziell" zusammen.
Von dort an haben wir uns über 8 Monate eigentlich jedes Wochenende getroffen, meist in meiner Stadt, weil es die Hauptstadt ist und er in der Kleinstadt wohnt. Hin und wieder auch in anderen Städten anlässlich Messen, die wir verbunden haben: Köln, München, Düsseldorf, Barcelona, Kopenhagen, Bologna. Das waren immer spannende Wochenenden in Hotels, tolle Partys oder schöne Restaurants. Allerdings war die Koordination all der Reisen nicht immer einfach und kostete neben viel Nerven und Zeit auch Geld.
Am schwierigsten empfinde ich allerdings die Gefühlsschwankungen: Freitags sind wir immer wie neu verliebt, samstags wieder vertraut wie ein "normales" Paar, aber sonntags wache ich regelmäßig mit gemischten Gefühlen auf, denn es ist meistens der Tag des Abschieds. Manchmal habe ich Glück und wir trennen uns erst am Montagmorgen, dann ist es nicht ganz so schlimm. Zumindest ist man dann innerhalb weniger Stunden durch die eigene Arbeit abgelenkt. Ein Sonntagabend allein vorm Fernseher, wo eben noch der Liebste neben einem saß, ist mehr als deprimierend. Montags folgt der "Single auf Zeit" - Wochenanfang, das bedeutet Gefühle umschalten auf Knopfdruck. Von "ein Herz und eine Seele" plötzlich auf "Herz ohne Seele" - dafür gefüllt mit Sehnsüchten und Zweifeln.
Bis Mittwoch früh habe ich mich meist erholt. Erstens fällt allen Bekannten ohne Partner ab mittwochs ebenfalls die Decke auf den Kopf und man geht wenigstens gemeinsam Essen oder zum Sport und zweitens kann man sich mittwochs bereits wieder auf Freitag freuen!
Manchmal gehe ich auch nach einem nervenden Arbeitstag nach Hause und rede mir ein, Gott sei Dank bin ich heute allein. Aber wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, würde ich auch an so einem Tagen lieber nach Hause kommen und meinem Liebsten mein Leid klagen oder wenigstens das Bett mit ihm teilen. Ich bin der Meinung, niemand ist zum Allein sein geboren. Auch nach 6 Jahren Single-Dasein vor meiner Beziehung, bin ich dieser Meinung und vielleicht verstärkt sich mein Wunsch nach mehr Nähe gerade deswegen von Monat zu Monat.
Weihnachten kam dann der Umbruch, wir sind vorm Weihnachtsstress in den Süden geflüchtet: Unser erster gemeinsamer Urlaub. Dort trafen allerdings zwei Menschen aufeinander, die Ihren Alltag seit Monaten allein meistern und gar nicht so schnell abschalten oder auf Beziehung umschalten konnten. Meine Erwartungen an diese Reise waren hoch. Mein Freund war im Geiste noch gar nicht im Urlaub angekommen, da krachte es schon am ersten Abend. Das passierte noch zwei weitere Male und dann stand für mich fest, Fernbeziehungen sind nicht nur eine Beweisprobe für die gemeinsame Liebe, sondern auch für die eigene Toleranz!
Ich bin in diesem Urlaub an meine Grenzen gestoßen. War plötzlich damit konfrontiert, wie es sein könnte mehr als 48 Stunden voneinander zu haben. Auf der einen Seite war es schön, denn ganz neue Seiten lernte man an einander kennen. Auf der anderen Seite war es auch schwierig, weil wir beide irgendwie mit unserer plötzlichen Nähe überfordert waren.
Ich denke, es ist sehr schwer, aus einer Fernbeziehung in eine richtige Partnerschaft zu finden. Ich hoffe, mein Freund und ich finden früh genug in eine Stadt und verpassen nicht den "richtigen Augenblick"!?
Neues aus der Liebeskummer-Praxis, Teil 3
Geschrieben am 17.08.09 um 14:32 Uhr

Der letzte Blogeintrag beschäftigte sich mit den Symptomen und Reaktionen der weiblichen Klienten. Diese Woche wird die männliche Sicht geschildert.
Frage: Wie hat sich der Liebeskummer bei Ihnen geäußert?
a) Körperliche Symptome:
Appetitlosigkeit, Nächtliches Schwitzen, Atembeschwerden, Rückenschmerzen, Herzrasen, Leistungsabfall, Schwäche
b) Seelische Symptome
Wutanfälle/ Zerstörungswut, Depressionen, Aggressionen gegen mich selbst, Selbstmordgedanken, Panik, Ratlosigkeit
Frage: Was hat Ihnen wirklich gegen Liebeskummer geholfen?
Sex mit einer Neuen, Konzentrieren auf Hobbys und Vereine, Sport/Joggen, Kneipenbesuche, Neue Herausforderungen, Ausflüge/Reisen
Ist Ihre neue Beziehung zufriedener als die vorherige?
Ricardo: "Ich gerate nicht mehr gleich in Panik, wenn es mal kriselt. Erstens lernt man, über alles zu reden, und zweitens haben auch andere Mütter schöne Töchter.«"
John: "Nach jeder Trennung habe ich mich erst einmal von innen heraus gereinigt. Mit einer gründlichen Entschlackung mit Gemüsekost, Tee, keinen Alkohol. Erst wenn ich wieder bei mir selbst angekommen war, konnte ich wieder auf andere zugehen. Jetzt bin ich in meiner Beziehung wachsamer und schenke auch kleinen Veränderungen Beachtung."
Simon: "Ich versuche, bei mir selbst zu bleiben und in der eigenen Seele Zufriedenheit zu kreieren und zu erhalten. Dann geht man gelassener an neue Beziehungen heran."
Benjamin: "Ich stelle mich der Realität. Wir sind verheiratet und haben ein Kind. Wir leben den Alltag zusammen. Meine Frau wartet nicht mehr auf den Jungen mit dem weißen Pferd und ich nicht mehr auf Madonna."
Kevin: "Früher habe ich meine Unzufriedenheit immer auf die Partnerin abgewälzt. Jetzt differenziere ich genauer und behutsamer. Das macht uns beide zufriedener."
Holger: "Ich habe gelernt, mehr aufzupassen. Heute versuche ich, gleich zu reagieren, wenn ich merke, dass etwas aus dem Ruder zu laufen beginnt. So wird aus einer Kleinigkeit nicht gleich die große Katastrophe."
Lukas: "Ich habe aufgehört, jeden Konflikt durch Sex zu lösen. Das ist keine Antwort. Jedenfalls nicht auf Dauer. Jetzt lautet mein Motto: Erst alles ausdiskutieren und danach zusammen ins Bett. Ist auch viel schöner."
Harry: "Ich bin in meiner Beziehung zufrieden, weil die Idee davon, wie ein glückliches Leben aussehen kann, bei mir und der neuen Partnerin große Schnittmengen aufweist. Außerdem habe ich viel über mich selbst und meine Schwächen gelernt."
Ramon: "Ich liebe meine neue Partnerin, aber sie ist trotzdem nicht mehr der Mittelpunkt in meinem Leben. Ich habe mich von meiner Ausschließlichkeit verabschiedet und pflege auch wieder andere Freundschaften und andere Hobbys. Das entlastet die Liebe sehr."
Stephan: "Meine neue Freundin sieht super aus. Früher hätte mich das wahnsinnig gemacht. Weil ich immer Angst hatte, andere Typen würden sie mir wegnehmen. Jetzt bin ich stolz auf ihr Aussehen, weil ich Vertrauen habe. Ein cooles Gefühl. Endlich kann ich schlafen, obwohl ich total verliebt bin. War früher unmöglich."
Alex: "Viermal hat mich der Liebeskummer fast umgehauen. Dann hab' ich eine Therapie gemacht. Jetzt glaube ich an mich selbst und trete viel sicherer auf. Das kommt bei den Mädels total gut an."
Tommy: "Meine Frau und ich kommen gut miteinander aus. Ich laufe nicht mehr gleich weg, wenn es mal Meinungsverschiedenheiten gibt, weil ich fest an unsere Liebe glaube. Die hat schon viele Stürme überdauert. Ein bisschen Stress kann ihr heute nichts mehr anhaben."
Neues aus der Liebeskummer-Praxis, Teil 2
Geschrieben am 05.08.09 um 12:31 Uhr

Letzte Woche habe ich Ihnen die Fragen vorgestellt, die wir unseren weiblichen und männlichen Klienten gestellt haben. Diese Woche beginne ich mit der Auswertung der Frauen: Wie leiden Frauen? Welche Symptome machen sich bemerkbar?
Frage: Wie hat sich der Liebeskummer bei Ihnen geäußert?
a) Körperliche Symptome:
Appetitlosigkeit, Schlaflosigkeit, Heulattacken, Kopfschmerzen/Migräne, Bauchschmerzen, Durchfall
b) Seelische Symptome
Verzweiflung, Depression, Angst/zunehmende Verunsicherung, Selbstmordgedanken, Panik, Lethargie
Frage: Was hat Ihnen wirklich gegen Liebeskummer geholfen?
Gespräche mit Freunden, meine Familie, Therapie/ Coaching, Veränderungen in meinem Umfeld, Neue Hobbys + Reisen, Spaziergänge
Ist Ihre neue Beziehung zufriedener als die vorherige?
Anita: "Wir haben länger daran gearbeitet und sind uns bewusster, wie zerbrechlich Glück sein kann. Deshalb funktioniert unsere Liebe jetzt besser."
Clara: "Ich habe gelernt, mich selbst, meine Wünsche und Bedürfnisse ernster zu nehmen und sie auch auszusprechen."
Margot: "Ich versuche, die alten Fehler nicht zu wiederholen und meine Eifersucht zu kontrollieren. Das macht unsere Beziehung viel entspannter."
Tina: "Ich achte darauf, dass ich nicht ständig mehr gebe, als ich zurückkriege. Ich möchte nicht mehr das Opfer sein, das immer nur investiert."
Rebecca: "Früher tat das Leben und das Lieben weh. Jetzt bin ich älter, reifer und geduldiger. Ich habe psychologische Hilfe bekommen. Das hat mir geholfen, einen wunderbaren Partner zu finden. Unsere Beziehung hat eine Basis von großem gegenseitigem Respekt und großer Zärtlichkeit."
Sybille: "Heute weiß ich genau, was ich will, und sage es sofort, wenn mir etwas missfällt."
Hannah: "Der Kummer hat mich reifer, bewusster und stärker gemacht. Das weiß mein Partner zu schätzen."
Ilona: "Liebeskummer ist nur Selbsttäuschung und die Verleugnung der Realität. Wer sich nicht an den Gedanken gewöhnen kann, dass etwas vorbei ist, respektiert nicht, dass man Liebe nun mal nicht erzwingen kann. Seit ich das weiß, kann ich auch ohne Partner zufrieden leben."
Giselle: "Ich bin glücklich, weil ich mich nicht mehr verstelle. Weil ich am Anfang einer Beziehung auf Distanz geht und nicht mehr gleich mein ganzes Herz verschenke. Aber auch, weil ich im schlimmsten Kummer alle Wut rausgelassen habe. Ich habe seine Hemden zerschnitten und ihm die Fetzen per Post geschickt. Das hat mich befreit."
Sarah: "Ich bin gelassener und sicherer geworden und mir selbst wichtiger als mein Partner. Je mehr ich loslassen kann, desto ruhiger und überlegener und damit auch glücklicher werde ich."
Patrizia: "Erst habe ich gelernt, dass ich auch alleine glücklich sein kann. Als mir dann der berühmte Richtige begegnete, merkte ich, dass ich mich nicht mehr verbiegen musste, damit es passt. An seiner Seite kann ich sein, wie ich bin - mit allen Ecken und Kanten. Heute traue ich meinen eigenen Gefühlen und spüre, dass mein Partner und ich ohne Zwang in die gleiche Richtung gehen."
Katinka: "Liebe ist Knochenarbeit. Es lohnt sich nur zu kämpfen, wenn der andere es auch tut. Ich muss mich in der Beziehung emanzipieren, meinen Weg gehen und meinem Partner klar meine Bedürfnisse zeigen. Dann ist ein Gleichgewicht hergestellt, das die Liebe trägt."
Fredericke: "Auch der schlimmste Kummer geht vorbei. Man muss lernen, egoistisch zu sein. Außerdem muss man begreifen, dass der Mann sich nicht ändern wird. Wenn man mit seinen Fehlern nicht leben kann, muss eben ein anderer her. Wichtig ist nur: Enjoy your life!"
Die Auswertung der Männer können Sie in der nächsten Woche hier auf ElitePartner.de lesen!
Neues aus der Liebeskummer-Praxis: Wir fragen, Klienten antworten
Geschrieben am 30.07.09 um 11:17 Uhr

Meine Kollegin Helga Felbinger und ich hatten die Idee einen Fragebogen an meine Klienten zu schicken, um zu erfahren: Wie leiden Frauen? Und wie leiden Männer?
Hier die Fragen, die wir den Klienten gesendet haben:
- Wie viele "ernsthafte" Beziehungen hatten Sie?
- Hatten Sie schon einmal oder mehrfach Liebeskummer?
- Wie hat sich der Liebeskummer bei Ihnen geäußert?
- Was hat Ihnen wirklich gegen Liebeskummer geholfen?
- Konnten Sie arbeiten, als Sie schlimmen Liebeskummer hatten?
- Wie lange hat es gedauert, bis Sie wieder Sex hatten?
- Wie lange hat es gedauert, bis Sie den schlimmsten Kummer überwunden hatten?
- Wie lange hat es gedauert, bis Sie wieder eine neue Beziehung eingehen konnten?
- Ist Ihre neue Beziehung glücklicher als die alte?
- Haben Sie aus Ihrem Liebeskummer etwas gelernt?
Die Auswertung:
Die Überraschung zuerst: Männer sind, um es einmal flapsig zu sagen, besser beziehungsweise sensibler als ihr Ruf. Jedenfalls, wenn sie Liebeskummer haben. Sie leiden nicht nur länger, als aus vielen gängigen Studien hervorgeht, sondern lassen sich auch mehr Zeit als bisher angenommen, ehe sie eine neue Liebe eingehen.
Das heißt aber nicht, dass ihr Sexualleben automatisch auf Null heruntergefahren wird, wenn ihre Partnerin sie verlassen hat. Ganz im Gegenteil: Unsere Fragebögen, in denen es sich ja schließlich um authentische Antworten handelt, belegen, dass Männer durchschnittlich drei Wochen brauchen, bis sie wieder eine Frau im Bett haben. Mit Liebe hat das wenig zu tun, mit Selbstbestätigung dagegen eine ganze Menge. Und: Je jünger der Mann, umso kürzer die Phase, in der er intensiv trauert. Unter den 20- bis 30-Jährigen war kaum jemand, der länger als ein Jahr gebraucht hatte, um wieder in festen Händen zu sein. Frauen schließen häufig zusammen mit der Liebe für eine lange Zeit auch mit dem Kapitel Sex ab. Die wenigsten können sich durch körperliche Leidenschaft über den Verlust des Partners hinwegtrösten. Im Gegenteil. Bei vielen werden durch schnell wieder ausgelebte Sinnlichkeit alte Wunden erneut aufgerissen. Die Zeit des Trauerns wird dadurch eher verlängert als verkürzt. Auch bei ihnen gilt: Je höher das Alter, desto länger der Kummer.
Hier nun eine besonders schöne Erkenntnis: Sämtliche Männer und Frauen, die nach ihrem Kummer eine neue Beziehung eingegangen sind, gaben an, dass diese glücklicher ist als die erste. Fast alle glauben, diesmal einen Dauerbrenner gelandet zu haben.
Routine und berufliche Pflichten, so geht aus den Antworten unseres Fragebogens hervor, helfen vielen Männern und Frauen dabei, den Kummer wenigstens stundenweise in die zweite Reihe zu verdammen. Im ersten Trennungsschock sind für Männer körperliche Aktivitäten, Sport und Reisen, für Frauen Gespräche mit Freundinnen und Verwandten sowie Therapien besonders wichtig.
Einig sind sich Männer und Frauen in der Beobachtung, dass Liebeskummer auf den Magen schlägt. Beide Geschlechter gaben an, dass sie im ersten Schmerz nicht essen konnten und stark an Gewicht verloren haben. Die meisten konnten außerdem nicht schlafen. Fast alle litten unter Depressionen, Selbstzweifeln und massiven Verlustängsten.
Lesen Sie nächste Woche, wie die Befragten auf schlimmstes Herzbrennen reagiert und was sie dagegen unternommen haben. Der Übersichtlichkeit halber haben wir die Antworten, bei denen wir uns aus Platzgründen auf die signifikantesten beschränken mussten, nach Geschlechtern getrennt.
Die Kunst des effektiven Streitens, Teil 2
Geschrieben am 14.07.09 um 13:41 Uhr

In dieser Woche präsentieren wir Ihnen die restlichen 6 Schritte zu dem spannenden Thema: Die Kunst des effektiven Streitens.
Stufe 5: Machen Sie sich klar, dass Sie und Ihr Partner im Moment unterschiedliche Standpunkte haben. Versuchen Sie, diesen anderen Standpunkt ohne Einteilung in richtig oder falsch zur Kenntnis zu nehmen. Und vor allem: Reden Sie sich nicht ein, Ihre Liebe sei in Gefahr, nur weil Sie und Ihr Schatz in einem oder mehreren Punkten nicht übereinstimmen.
Stufe 6: Bleiben Sie ausschließlich bei dem augenblicklichen Streitthema. Vermeiden Sie jedes Erinnern an andere Auseinandersetzungen, bei denen Ihr Partner Ihrer Meinung nach bereits den gleichen oder einen ähnlichen "Fehler" gemacht hat. Hören Sie ihm einfach zu! Ohne zu unterbrechen! Wenn Sie seinen Standpunkt begriffen haben, geht es Ihnen schon besser.
Stufe 7: Machen Sie nun nicht den Fehler zu glauben, Sie müssten den Standpunkt Ihres Partners übernehmen. Das müssen Sie nicht! Es reicht, wenn Sie ihm Ihren eigenen in aller Ruhe entgegensetzen. Zwei Meinungen sind kein Drama, sondern eine positive Chance, einen gemeinsamen Mittelweg zu finden. Oder auch nicht. Unterschiedliche Ansichten dürfen bestehen bleiben. Sie bilden keine Gefahr für die Beziehung, solange sie vorurteilsfrei erörtert werden.
Stufe 8: Machen Sie sich und Ihrem Partner bewusst, dass viele Konflikte nur auf unterschiedlichen Wahrnehmungen beruhen. Wahrnehmungen, die jeweils ihre eigene Gültigkeit haben. Es geht nicht ums Gewinnen oder Verlieren, ums Rechthaben-Müssen, sondern nur um eine Mediation, eine für beide lebbare Vermittlung.
Stufe 9: Versuchen Sie, zwischen Konflikten und Missverständnissen zu unterscheiden. Missverständnisse lassen sich leicht aufklären, wenn beide Seiten ihre Wahrnehmungen darlegen und dem anderen vorurteilsfrei zuhören.
Stufe 10: Machen Sie sich klar, dass Sie weder Ihr Gesicht noch die Liebe des Partners verlieren, wenn Sie einen Fehler, der Ihnen unterlaufen ist, offen zugeben. Sie beweisen damit soziale Kompetenz, Souveränität und Eigenverantwortlichkeit - Charaktereigenschaften, die Sie zur Gewinnerin stempeln.
Und noch etwas: Streiten will nicht nur gelernt sein, sondern erfordert auch Zeit und gewisse Regeln. Zwischen Tür und Angel lässt sich kein Konflikt austragen. Gestatten Sie sich die nötige Muße, um unterschiedliche Wahrnehmungen und Vorstellungen zur Kenntnis zu nehmen. Setzen Sie sich dazu möglichst einander gegenüber. Achten Sie darauf, dass Sie für die nächste Viertelstunde ungestört sind. Schalten Sie also vorher nicht nur den Fernseher oder das Radio, sondern auch das Handy aus. Sehen Sie nun einander in die Augen. Machen Sie sich, ehe Sie mit der Debatte beginnen, noch einmal klar, dass Sie Ihr Gegenüber lieben. Und bemühen Sie sich schließlich, so genannte Ich-Aussagen nicht negativ, sondern positiv zu formulieren. Das heißt im Klartext: Sagen Sie nicht: "Ich denke nicht daran,..." oder "Ich mache es nicht länger mit, dass...", sondern stattdessen: "Ich meine, dass...", "Ich hoffe..." oder "Ich wünsche...".
Sie werden sehen, dass ein solches Streitgespräch nicht nur die Wogen glättet und beide Seiten befreit, sondern der Liebe einen neuen, wunderbaren Kick gibt.
Die hohe Kunst des effektiven Streitens
Geschrieben am 09.07.09 um 13:26 Uhr

Dieses ist der erste Teil zum Thema : Die hohe Kunst des effektiven Streitens. Den zweiten Teil zu diesem Thema können Sie in der nächsten Woche lesen.
Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass Paare, die schon längere Zeit in einer harmonischen Beziehung leben, oft den Satz gebrauchen: "Natürlich fliegen bei uns die Fetzen!"? Paare dagegen, deren Liebe auf wenig soliden Füßen steht, betonen gerne: "Wir verstehen uns super und ergänzen uns prima."
Ein Widerspruch? Ganz im Gegenteil! Zwei Menschen, die regelmäßig und mitunter auch heftig miteinander streiten, haben die besten Aussichten, sich nicht nur ihre Liebe, sondern auch ihren gegenseitigen Respekt, ihr Selbstwertgefühl und ihr seelisches Wohlbefinden zu erhalten.
Warum ist das so?
Zunächst einmal: Es gibt keine wie auch immer geartete zwischenmenschliche Beziehung, die auf Dauer ohne Meinungsverschiedenheiten, Konflikte und unterschiedliche Interessen oder Vorlieben auskommt. Handelt es sich bei dieser Beziehung um eine partnerschaftliche Liebe, treffen zwei Bedingungen aufeinander, die aus dem Streitpotenzial eine hochexplosive Mischung machen können.
Bedingung 1: Vor allem Frischverliebte erwarten fatalerweise von sich selbst und dem Partner in allen Bereichen Verständnis, Übereinstimmung und Harmonie.
Bedingung 2: Stellt sich statt der erwarteten Harmonie ein handfester Konflikt ein, sind - zumindest im ersten Schreck - die Gefühle verletzt, so dass mehr das Herz als das Hirn reagiert.
Und schon sind wir bei einer ganz besonderen Form des Liebeskummers, der vor allem bei noch jungen Partnerschaften leicht zu einer Trennung führen kann. Und das alles nur, weil niemand den beiden Beteiligten beigebracht hat, wie man konstruktiv, tolerant und erfolgreich streitet, ohne dadurch die Beziehung zu gefährden.
Viel einfacher scheint das gängige Muster, Konflikte einfach auszusitzen, bis sich einer der beiden wieder "eingekriegt" hat. Oder das Ganze unter den Teppich zu kehren, als wäre alles in bester Ordnung. Oder - und das ist vor allem aus männlicher Sicht vermeintlich sehr wirkungsvoll - durch heißen Sex den Anschein wiedergewonnener Harmonie zu erwecken. Für einen kurzen Moment mag das sogar wunderbar funktionieren. Eine Dauerlösung ist körperliche Leidenschaft als Ersatz für klärende Aussprachen allerdings nicht.
Wer seine Beziehung wirklich erhalten möchte, kommt um die hohe Kunst des Streitens nicht herum. Zum Glück ist der Weg zu einer toleranten Streitkultur weder unüberschaubar lang noch besonders steinig. Er erfordert lediglich, dass Sie einen Moment innehalten, nachspüren, wie der letzte Zoff mit Ihrem Liebsten verlaufen ist, und anschließend in aller Ruhe den Stufenplan zu einem besseren Konfliktverhalten durchlesen.
Stufe 1: Wenn ein Konflikt vorliegt, entstehen partnerschaftliche Spannungen. Die erzeugen Verlustängste und verunsichern ungemein. Am liebsten möchte man sie daher vor lauter Harmoniesucht entweder ignorieren oder durch übermäßige Anpassung aus der Welt räumen. Nach dem Motto: "Hauptsache, der Partner ist mir wieder gut."
Stufe 2: Machen Sie sich bewusst, dass übertriebene Harmoniesucht auf Dauer jede Beziehung killt, weil ein Ungleichgewicht entsteht. Einer der beiden gibt immer mehr nach, der andere weitet seine Vorrechte immer mehr aus. Das muss eines Tages eskalieren. Weil ein Partner mit dem Rücken zur Wand steht und dadurch keinen Handlungsfreiraum mehr hat. Und der andere keine Grenzen und keinen Widerstand mehr spürt. Letzteres erzeugt nicht etwa ein Gefühl der Dankbarkeit, sondern der Orientierungslosigkeit.
Stufe 3: Nehmen Sie den Verlauf des nächsten Streites einmal bewusst zur Kenntnis. Wie fängt das Ganze an? Wann gerät es außer Kontrolle? Wie schnell werden aus einseitigen Schuldzuweisungen handfeste Beleidigungen?
Stufe 4: Beobachten Sie nun Ihre Gefühle. Was empfinden Sie? Verzweiflung? Liebeskummer? Wut? Rachegelüste? Resignation? Minderwertigkeitskomplexe? Oder eine positive Energie? Ja, Sie haben richtig gelesen: Streit erzeugt Spannung. Das sagten wir schon. Aber es muss sich dabei nicht um eine destruktive Energie handeln, sondern es kann durchaus auch eine kreative, aufbauende sein.
Bieten Sie der Morgendepression Paroli, Teil 2
Geschrieben am 24.06.09 um 10:07 Uhr

Wann auch immer die Morgendepression Sie begrüßt - bleiben Sie nicht liegen! Auch wenn Sie glauben, noch nicht wieder in Ihrem Job arbeiten zu können, sollten Sie unverzüglich aufstehen, duschen und sich anziehen.
Bleiben Sie nicht im Schlafanzug oder Morgenmantel, ungewaschen und ungekämmt, auch wenn Sie sicher sein können, dass niemand klingeln wird. Tun Sie es für sich! Machen Sie sich einen Stundenplan. Ihr Tag braucht eine Struktur, um sich nicht endlos zu dehnen und zu einer Bedrohung zu werden.
Je sorgfältiger und vollständiger Ihr morgendliches Ritual ist, desto besser starten Sie in den Tag. Und desto schneller werden Sie beobachten, dass die übliche Morgendepression zu schwächeln beginnt. Haben Sie ihr bis gegen elf Uhr Paroli geboten, fällt sie gewöhnlich wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Vor allem, wenn Sie ihr bereits erste Aktivitäten wie den Gang zum Supermarkt, eine kleine Runde Joggen oder eine Verabredung mit einer Freundin entgegensetzen konnten.
Klar, sie kommt abends, wenn es dunkel wird, höchstwahrscheinlich wieder und versucht erneut, Sie spätestens am nächsten Morgen endgültig in die Knie zu zwingen. Aber: Wenn Sie es einmal geschafft haben, ihr den Wind aus den Segeln zu nehmen, werden Sie es wieder schaffen und mit jedem energischen Aufstehen ein kleines Stück Selbstbewusstsein zurückgewinnen.
Hannah (38), eine äußerst attraktive und erfolgreiche Geschäftsfrau, verriet mir ihr Geheimrezept gegen die Lähmungsversuche morgendlichen Liebeskummers: "Je mieser ich drauf bin, umso hübscher mache ich mich. Auch wenn ich keinen einzigen Termin habe, hole ich meine tollsten Klamotten aus dem Schrank und kombiniere sie so lange, bis ich wirklich top aussehe. Dann trage ich mein bestes Make-up auf, mache mir die Haare und nicke meinem Spiegelbild aufmunternd zu. Meistens habe ich danach schon wieder so viel Schwung, dass ich mich aufraffe und etwas unternehme."
Viele Mannequins und Models vertrauten mir an: "Wenn du ganz unten bist, nur nicht Turnschuhe oder irgendwelche Schlappen tragen. Die tollsten Stilettos, elegantesten Pumps oder höchsten Sandalen müssen her. Die machen dich größer, zwingen dich zu einem aufrechten Gang und dazu, dass du den Kopf wieder hoch trägst."
Und noch etwas: Öffnen Sie ein Fenster, wenn Sie aufgestanden sind. Lassen Sie Luft und Licht herein. Sauerstoff tut Ihrem Körper und Licht Ihrer Seele gut - vor allem, wenn Sie ein paar Mal ganz tief durchatmen. Selbst wenn sich das anfangs noch wie ein Seufzen anhört - machen Sie weiter! Sie sind auf einem guten Weg!
Bieten Sie der Morgendepression Paroli, Teil 1
Geschrieben am 17.06.09 um 10:01 Uhr

Liebeskummer ist hartnäckiger und hinterhältiger als eine Klette. Er lässt sich weder abschütteln noch bewusst dosieren. Oft meldet er sich gerade dann umso heftiger zurück, wenn wir zum ersten Mal tief durchatmen und zaghaft zu hoffen beginnen, das Schlimmste nun hinter uns zu haben.
Lassen Sie sich von Ihrer Seele nicht verrückt machen! Sie weiß, was sie tut. War der Schmerz eine Weile erträglicher als sonst, so bedeutet das lediglich: Ihre Psyche hat mal Pause gemacht vom anstrengenden Verarbeiten. Hat sich eine kurze Auszeit genommen, um wieder zu Kräften zu kommen. Damit sie sich demnächst mit neuem Schwung daranmachen kann, das innere Chaos anzugucken und so zu ordnen, dass Sie eines Tages damit leben und sogar wieder lachen und - lieben können.
Leider oder Gott sei Dank tickt unsere Seele nicht nach einem von uns erstellten Stundenplan. Wir können weder den Zeitpunkt, noch die Dauer der Trauer eigenmächtig festlegen. Aber: Wir können bestimmte Zyklen erkennen, die sich immer wiederholen und die uns daher die Möglichkeit geben, ihnen bewusst Paroli zu bieten, so schwer das im ersten Moment auch scheinen mag. Die Rede ist von der typischen Morgendepression, die für jeden Menschen, der schon einmal richtigen (Liebes-)Kummer gehabt hat, eine alte Bekannte ist.
Schon abends, wenn wir schlafen gehen, postiert sie sich neben unserem Bett, um geduldig auf unser Aufwachen zu warten. Kaum sind wir wieder bei uns, haben noch nicht einmal die Augen geöffnet, ist sie da, unerbittlich und gnadenlos. Wie ein dunkles, schweres Tuch legt sie sich auf uns, drückt uns zurück auf die Matratze, versucht, jeden Muskel zu lähmen und jeden Impuls im Keim zu ersticken.
Wie verlockend scheint es, einfach im Bett zu bleiben, die Decke über den Kopf zu ziehen und den Tränen freien Lauf zu lassen. Wir haben ja gerade gelernt, wie wichtig und erlösend das sein kann. Indes: Das hilft uns jetzt nicht wirklich weiter. Weil dieses Liegenbleiben den Kummer nur noch schlimmer macht und eine Eigendynamik entwickelt. Wir wollen nur noch einen Moment liegen bleiben, eine Stunde vielleicht - und schon kommen wir den ganzen Tag nicht mehr aus der Waagerechten.
Das ist nicht heilsam, sondern trägt noch zusätzlich zu unserer Verzweiflung und unserem heruntergekommenen Selbstwertgefühl bei, weil wir nichts mehr auf die Reihe kriegen und der Berg unerledigter Dinge immer größer wird. Überrumpelt Sie der Liebeskummer schon morgens um vier, zu nachtschlafender Zeit also, sollten Sie trotzdem aufstehen. Wenigstens für eine Weile. Machen Sie sich einen Tee. Oder einen warmen Kakao. Setzen Sie sich an Ihren Schreibtisch oder den Küchentisch. Holen Sie sich Ihr Tagebuch und schreiben Sie alles auf, was Ihnen in den Sinn kommt. Oder schreiben Sie an Ihren Ex. Seitenweise, wenn es sein muss. Stecken Sie den Brief danach in einen Umschlag, kleben Sie ihn zu, und legen Sie ihn in die Schublade. (Aber schicken Sie ihn auf keinen Fall ab!) Nehmen Sie sich Zeit für dieses nächtliche Ritual. Wenn es sein muss, ein oder zwei Stunden. Und gehen Sie erst danach wieder ins Bett. Wahrscheinlich können Sie dann bald wieder einschlafen.
Warum werde ich immer wieder verlassen?
Geschrieben am 10.06.09 um 12:24 Uhr

Auch diese Woche möchte ich Ihnen zwei Fragen beantworten, die mir schon häufig in meiner Liebeskummerpraxis gestellt wurden.
Warum werde ich immer wieder verlassen?
Wenn Sie immer wieder verlassen werden, sollten Sie mal etwas tiefer nach den Gründen schauen: Gibt es da ein Kindheitstrauma? Klammern Sie vielleicht zu sehr? Sind Sie über die Maßen eifersüchtig? Wiederholen sich in Ihren Beziehungen immer dieselben Muster, könnte hier durchaus Beratungs- und Handlungsbedarf bestehen.
Woran merke ich, dass ich betrogen werde?
- Das Interesse Ihrer Partnerin an Ihnen lässt nach.
- Sie macht sich schön, aber nicht für Sie, sondern geht anschließend allein aus dem Haus.
- Sie will keinen Sex mehr - die meisten Frauen können nicht mit zwei Männern gleichzeitig sexuelle Beziehungen haben. - Sie legt wenig Wert auf häusliche Geborgenheit und gemeinsame Mahlzeiten: Liebe geht ja bekanntlich durch den Magen.
- Sie ist häufig unterwegs und besucht angeblich Freundinnen und Kurse.
- Wenn Sie auf Geschäftsreise gehen, kann sie ihre Freude kaum verbergen.
- Sie ist neuerdings nicht mehr beleidigt, wenn Sie abends zu spät nach Hause kommen.
- Sie hat dieses besondere Glänzen in den Augen.
Über die Notwendigkeit des Weinens
Geschrieben am 03.06.09 um 14:10 Uhr

Männer weinen nicht. Wie echte Indianer kennen sie keinen Schmerz. Das ist nicht nur hinreichend bekannt, sondern in vielen Familien leider immer noch Grundlage der Erziehung.
Auch wenn in vielen klugen Ratgebern davor gewarnt wird, kleine Jungen schon im Elternhaus zu harten und unbeugsamen "ganzen Kerlen" zurechtzustauchen, ist der Umgang mit Verlusten, Schmerzen und vermeintlichen Niederlagen zwischen Männern und Frauen auch heute noch sehr unterschiedlich.
Wenn ein Mann in meiner Praxis vor lauter Kummer in Tränen ausbricht, entschuldigt er sich sofort. Innerhalb von Sekunden. Sein Weinen ist ihm peinlich und in höchstem Maße unangenehm. Er versucht krampfhaft, es zu unterdrücken, weil er es als Schwäche und persönliches Versagen ansieht. Immer wieder muss ich ihn ermutigen, seinen Tränen freien Lauf zu lassen. Ich muss ihm erklären, wie wichtig es ist, dass sich die Verkrampfung löst, dass etwas fließt. Trotzdem schämt er sich weiter.
Manche Menschen können in der ersten Phase aber nicht weinen. Sie sind wie erstarrt. Ihr Gesicht sieht aus wie eine Maske. Ihre Bewegungen sind marionettenhaft. Während meiner Ausbildung bekam ich von meiner Mentorin für diese Situation folgenden Rat: "Schicken Sie diese Klienten mit einer großen Packung Taschentücher und mehreren traurigen oder sentimentalen Videos nach Hause. Sie sollen sich mit diesen Filmen so lange zurückziehen, bis die befreienden Tränen fließen."
Wir alle wissen aus Erfahrung: Haben wir unseren Kummer nicht hinreichend betrauert und beweint, sitzen die Tränen äußerst locker. Ein schiefer Blick, ein falsches Wort - und schon heulen wir los. Zum Glück, denn schon der Volksmund weiß: "Jede ungeweinte Tränen kommt als körperliches Symptom zurück." Deshalb mein Rat: Versuchen Sie gar nicht erst, das befreiende Weinen abzukürzen oder gar zu unterdrücken. Es muss sein und wird sich so lange immer wieder zurückmelden, bis es seine wohltuende und lindernde Wirkung getan hat. Auch alter Seelenkummer, den Sie in Ihrem Alltag vielleicht jahrelang weggedrückt haben, wird nun systematisch mit beweint. Das ist wie eine reinigende Seelenwäsche, die Sie sich auf keinen Fall versagen sollten.
Dazu ein dramatisches Fallbeispiel aus der Liebeskummer-Praxis:
Holger (42), hoch dotierter Stararchitekt, verliert seine Frau durch eine Krebserkrankung und bleibt mit der einjährigen Tochter zurück. Schon wenige Monate nach der Beerdigung begegnet er der jungen, bildhübschen Martina (25), die gerade dabei ist, sich als Architektin ebenfalls einen Namen zu machen. Schnell kommt es zu intimen Kontakten. Martina wird schwanger. Es wird geheiratet. Kurz danach werden zwei weitere Kinder geboren. Ende gut, alles gut?
Ganz und gar nicht. Martina kommt zu mir in die Praxis. Sie ist verzweifelt. Sie hat Holger nie geliebt. Er sie auch nicht. Ihre Ehe ist am Ende. Man trennt sich. Alle Kinder bleiben bei ihr. Finanziell gibt es keine Probleme. Holger findet sie großzügig ab. Trösten kann sie das jedoch nicht.
Was ist passiert? Hier sind sich zwei Menschen begegnet, die das, was ihnen widerfahren ist, nicht betrauert haben. Holger hat den Tod seiner geliebten ersten Frau nie richtig verkraftet, nie beweint. Erst jetzt, nach der Trennung von Martina, geht er regelmäßig auf den Friedhof und hält stumme Zwiesprache mit der Mutter seines ersten Kindes. Martina lernt bei mir, ihre schwierige Kindheit aufzuarbeiten. Sie hatte einen weichen, labilen Vater, der in der Familie wenig Einfluss hatte. Zu ihrer Mutter, einer harten und dominanten Frau, hat sie nie eine harmonische Beziehung aufbauen können, denn diese war auf das hübsche Aussehen und die Intelligenz ihrer Tochter immer eifersüchtig. Sie strafte Martina entweder mit Nichtachtung oder Vorwürfen.
Hier haben die ungeweinten Tränen ein glückliches Miteinander von Holger und Martina verhindert. Der nicht bearbeitete Schmerz stand ihnen vom ersten Moment an im Weg. Erst mit ihren nächsten Partnern haben Holger und Martina eine Chance auf eine harmonische Beziehung, weil die Trauer dann bewältigt ist.
Ähnlich dramatisch die Liebes- und Leidensgeschichte von Ralf (45), einem Ingenieur aus Süddeutschland.
Vier Jahre lang hat er versucht, die Trennung von seiner Freundin als Bagatelle abzutun. Weder in der Firma noch in der Liebeskummer-Praxis war er bereit, über seinen Schmerz zu reden oder gar ihn zu bearbeiten.
Er wurstelte immer weiter, hetzte von Termin zu Termin und versuchte vor allen zu verbergen, dass er verlassen worden war. Bis er vier Jahre nach der Trennung ausgerechnet im Urlaub mit einem Herzinfarkt zusammenbrach und erst während der Reha begann, sein persönliches Drama zu beweinen und zu betrauern. Nur so hatte er eine Chance, nicht nur körperlich, sondern auch seelisch zu gesunden.
Konkrete Fragen, konkrete Antworten
Geschrieben am 26.05.09 um 17:51 Uhr

Die Fragen in einer Liebeskummer-Praxis nehmen natürlich kein Ende. Diese Woche möchte ich Ihnen zwei weitere Fragen nennen, die von verzweifelten Männern häufig gestellt werden und auch eine Antwort darauf geben.
Was soll ich tun, wenn sie gegangen ist?
Lassen Sie ihr und sich selbst Ruhe und Zeit. Auch wenn Sie um Ihre Partnerin kämpfen wollen - laufen Sie ihr nicht sofort hinterher.
Sie hat sich gerade "befreit" und braucht Luft zum Durchatmen, die dürfen Sie ihr nicht nehmen. Legen Sie eine Pause ein, geben Sie ihr Zeit, alles noch einmal in Ruhe zu überdenken. Für sie ist jetzt nichts so unattraktiv wie ein Mann, der jammert: "Ich leide so, komm doch zurück." Je fester Sie an ihr ziehen, desto weiter läuft sie weg. Nach einer Pause von mindestens vier Wochen können sie noch mal das volle Programm auftischen: Blumen - Briefe - Romantik - und was Ihnen sonst noch einfällt.
Bin ich beziehungsunfähig?
Höchstwahrscheinlich nicht. Wenn wir verlassen werden, bricht unser Selbstbewusstsein zusammen. Wir denken dann, es kann nur an uns liegen und flüchten uns in die Opferrolle. Aber Ihre Partnerin wollte vielleicht nur ein anderes Leben, deshalb ist sie gegangen. Nicht weil Sie in der Beziehung versagt haben.
Fünfter Teil: Liebeskummer wird leider oft belächelt
Geschrieben am 20.05.09 um 14:07 Uhr

Wer Liebeskummer hat, schämt sich. Glaubt, eine Macke zu haben, weil er nicht mehr so funktioniert, wie das Umfeld es erwartet. In spätestens drei Monaten, so wird dem Betroffenen suggeriert, hat er mit dem Thema durch zu sein. Vor allem, wenn er sich ein bisschen zusammenreißt.
Und Letzteres kann man von einem erwachsenen Menschen doch wohl verlangen, oder?
Leider ist das so genannte Trauerjahr ein wenig aus der Mode gekommen. Außerdem galt es auch nur für "anständig" verwitwete Männer und Frauen. Ihnen stand es zu, sich zwölf Monate in Schwarz zu hüllen, keine Musik zu hören und sich dem gesellschaftlichen Leben zu verschließen. Mehr noch: Wer sein großes Leid auf diese Art zeigte, bewies eindrucksvoll, wie sehr er dem Verstorbenen einst verbunden war. Ansehen und Rechtschaffenheit stiegen.
Der Liebeskummer-Patient, der ebenfalls einen geliebten Menschen verloren hat, quält sich dagegen nicht nur mit Selbstvorwürfen und Schuldgefühlen, sondern auch mit einem schlechten Gewissen. Er glaubt, nur er würde so durchhängen. Tiefe Trauer stünde ihm nicht zu, weil unsere Leistungsgesellschaft diese Gefühle nach einer "simplen" Trennung nicht erlaubt. Disziplin und ungebrochene Dynamik werden erwartet. Trauerarbeit im Zeitraffer. Und das Ganze auch noch möglichst unbeobachtet im eigenen Kämmerlein.
Unsere schnelllebige Konsumgesellschaft lehrt uns, Fehlerhaftes zu entsorgen, Kaputtes auf den Müll zu werfen und Überholtes durch ein neueres Modell zu ersetzen. Diese scheinbar patente Einstellung prägt längst auch unseren Beziehungsalltag. Passt das Liebes-Arrangement für einen der beiden nicht mehr, wird nach dem austauschbaren Partner gesucht, der - wenigstens für eine Weile - alle Beziehungsansprüche erfüllt.
Es ist aus der Mode gekommen, um die Liebe zu kämpfen. Partnerschaftliche Zufriedenheit und anhaltende Harmonie werden nicht nur als Selbstverständlichkeit vorausgesetzt, sondern - immer wieder - regelrecht eingefordert, wenn eine neue Beziehung eingegangen wird. Anfangs scheint dieses Arrangement ja auch zu klappen: Die Leidenschaft ist groß, der Sex himmlisch und der Alltag weit weg. Aber wehe, wenn er sich nähert! Wenn das Feuer der ersten Liebe lahmer Gewohnheit weicht. Kaum jemand will die Vorteile gewachsener Vertrautheit heute noch erkennen. Kaum jemand möchte warten, bis sich ein Gefühl der Zusammengehörigkeit aufgebaut hat, das die Basis dafür sein könnte, kleinere und größere Krisen gemeinsam zu meistern und an ihnen zu wachsen.
Die bei den ersten Anzeichen von Frust oder Unzufriedenheit modern gewordene Trennung geschieht nicht nur häufig überstürzt und unbedacht, sondern ist darüber hinaus meistens einseitig. Auf der Strecke bleibt derjenige, der wie ein nicht mehr zeitgemäßes Möbelstück entsorgt wurde und vor lauter Kummer nicht weiß, wohin und an wen er sich wenden soll. Gerade Familienangehörige sind in solchen Situationen oft schlechte, da voreingenommene Berater: Weil Eltern mit dem Schmerz ihrer erwachsenen Kinder und Kinder mit dem ihrer Eltern nicht umgehen können, drängen sie auf eine neue Verbindung. Oft wird dann hinter vorgehaltener Hand geunkt: "Wir wollten es dir nur nicht sagen, aber der oder die Soundso hat ja überhaupt nicht zu dir gepasst. Mit einem anderen Mann bzw. einer anderen Frau wirst du bestimmt glücklicher." Solche irrigen Vorschläge setzen die Betroffenen unter erheblichen Druck und sind darüber hinaus ausschließlich kopfgesteuert. Das Gefühl spielt da jedoch nicht mit. Es lässt sich nicht vom Verstand lenken, auch wenn wir uns das in unseren dunkelsten Momenten noch so sehr wünschen. Wir können uns keine Liebe aus dem Herzen reißen und Liebeskummer einfach überspringen. Jedenfalls nicht, wenn wir seelisch gesunden und eines Tages wieder glücklich sein wollen.
Gibt es eine Medizin gegen Liebeskummer?
Geschrieben am 13.05.09 um 09:51 Uhr

Nachgefragt bei der Liesbeskummer-Expertin: Drei der meist gestellten Fragen der männlichen Klienten in der Liebeskummer-Praxis. Hier die Antwort der Expertin:
Gibt es eine Medizin gegen Liebeskummer?
Nein, leider nicht. Der Weg ist jetzt weit. Trauer ist ganz individuell, manche fallen tief hinein und ziehen sich zurück, andere lenken sich mit Sport und vielen Aktivitäten ab. Finden Sie heraus, was Ihnen gut tut. Auf alle Fälle heißt es jetzt: Sie sind die Hauptperson. Alles, was Ihnen im Moment gut tut, hat Recht.
Heilt die Zeit alle Wunden?
Ja, ganz sicher, versprochen! Nur gehört viel Geduld mit sich selbst dazu. Wichtig ist es, zu schauen: Wie komme ich durch diese schwere Zeit? Neben der professionellen Beratung und der Beschäftigung mit dem Schmerz ist auch Ablenkung wichtig: Sport, eine neue Wohnung oder der Umzug in eine andere Stadt können da helfen. Auch gute Freunde und eine verständnisvolle Familie wirken wahre Wunder. Wenn Sie es sich finanziell und im Job erlauben können, machen Sie einen Urlaub ganz nach eigenen Wünschen. Veränderung ist auf jeden Fall ein guter Ratgeber.
Sind getrennte Schlafzimmer gut?
Nein, ein gemeinsames Schlafzimmer ist immer auch ein Raum für gemeinsamen Sex und für spontane Gespräche. Es ist ein Ort für Intimität und Zusammengehörigkeit. Aus meiner Sicht gibt es nur einen Grund, nicht gemeinsam in einem Bett zu schlafen: Lautes Schnarchen.
Vierter Teil: Weitere Phasen des Liebeskummers
Geschrieben am 07.05.09 um 10:26 Uhr

Letzte Woche habe ich Ihnen die ersten beiden Phasen des Liebeskummers erläutert. Dass man merkt, dass etwas nicht stimmt und dass man sich wie gelähmt fühlt.
Doch das ist erst der Anfang des Leidenswegs.
Phase 3: Sie wollen verhandeln, um das Schlimmste zu verhindern
Die natürlichen Selbstheilungskräfte, die in uns allen stecken, werden nun aktiv. Der Lähmung folgt das krampfhafte Bemühen, die Katastrophe vielleicht doch noch abzuwenden - egal, zu welchem Preis. Oder sie wenigstens zu verschieben. Kompromissvorschläge - die bis zur Selbstaufgabe gehen können ? werden angeboten. Plötzlich wollen Sie Ihrem Partner mehr Freiräume zugestehen oder sogar eine offene Beziehung führen, auch wenn Sie innerlich ganz genau wissen, dass Sie das nie verkraften würden. Sie verhandeln mit ihm, schlagen eine Trennung auf Probe vor oder glauben verzweifelt, wenn Sie sich "bessern", können Sie ihn vielleicht doch noch zurückerobern. All diese Bemühungen, so Gerti Senger, sind "Übergangsrituale", die dazu dienen, Zeit und Raum zu gewinnen, um in kleinen Schritten eine eigene, nicht auf den Partner bezogene Identität aufzubauen.
Phase 4: Sie müssen sich eingestehen: Es ist vorbei!
Jetzt können Sie nicht mehr anders: Sie müssen sich eingestehen, dass alle Bemühungen, die Liebe zu retten, gescheitert sind. In dieser Phase der Regression, in der das Bett vielleicht Ihre einzige Zuflucht ist, werden die wirklichen Gründe für die Trennung meistens noch nicht wahrgenommen.
Erinnern Sie sich? Haben Sie nicht auch eine Zeit lang gedacht: "Hätte ich nur das und das gemacht oder das und das gelassen - dann wäre alles anders gekommen"? Sie haben sich mit Selbstvorwürfen und Schuldzuweisungen gequält oder eine dritte Person gefunden, die Sie für das Scheitern der Beziehung verantwortlich gemacht haben.
Im schlimmsten Stadium, in dem Essen, Trinken, Schlafen und Arbeiten oft nicht mehr funktionieren, ist der Gedanke an Selbstmord für viele ein ständiger Begleiter. Aber: Dieser "Höllentrip des Liebeskummers", wie Gerti Senger es nennt, bietet eines Tages die Chance auf Wachstum und Bereicherung. Ausgerechnet dieses seelische Tief löst nicht selten eine schöpferische Phase aus, die von ungeahnter Kreativität und einer intensiven Schaffensperiode gekennzeichnet ist. Und das war nicht etwa nur bei so weltbekannten Künstlern wie Goethe oder Picasso zu beobachten, sondern wird auch Ihnen widerfahren. Auch wenn Sie das im Moment noch nicht glauben können - freuen Sie sich darauf!
Phase 5: Sie akzeptieren das Geschehene
In dieser Phase akzeptieren Sie zwar, dass die Liebe vorbei ist, aber das heißt noch lange nicht, dass Sie nicht mehr traurig sind. Im Gegenteil. Die wirkliche Trauerarbeit geht jetzt erst richtig los. Ihre Gedanken kreisen fast ununterbrochen um den verlorenen Partner. Depressionen und Weinkrämpfe sind noch immer an der Tagesordnung. Sie haben das Bedürfnis, all jene Plätze aufzusuchen, an denen Sie mit dem Verflossenen waren. Mehr noch: In Ihrem Sozialverhalten sind Sie unberechenbar, ziehen sich heute von allem und jedem zurück, um morgen überall in der ersten Reihe mitzumischen. All das ist Ausdruck Ihres - meist noch unbewussten - Bemühens, sich einen neuen Platz in Ihrem Umfeld zu erobern, eine neue, eigene Identität zu finden. Weg vom "Wir" - hin zum "Ich".
Sie kapseln sich nicht mehr ab, sondern suchen immer häufiger den Kontakt und das Gespräch mit Freunden oder Angehörigen. Mitunter werden erste sexuelle Abenteuer eingegangen, die allerdings fast nie bereits die Basis für eine neue stabile Beziehung sind. Erst in diesem Prozess der Akzeptanz des endgültigen Verlustes beginnt die Loslösung von dem einst geliebten Partner. Die vielschichtigen Gründe für das Scheitern der Beziehung werden nun behutsam zur Kenntnis genommen. Der erste vorsichtige Schritt in Richtung eines späteren neuen Glücks ist damit getan.
Aber: Es gibt keine allgemein gültige Norm, in welchem zeitlichen Rahmen sich diese Phasen zu vollziehen haben. Das hängt nicht nur vom Gefühlshaushalt des Betroffenen und von seinem Geschlecht, sondern auch von der Länge der Beziehung ab. Eine Faustregel aus der Liebeskummer-Praxis lautet: Wurde die Partnerschaft nach sechs oder mehr Jahren beendet, leiden Frauen durchschnittlich bis zu drei Jahre lang an Liebeskummer, Männer dagegen nur rund 18 Monate.
Aber Vorsicht: Wer akut liebeskummerkrank ist, kann zunächst weder aus der Erklärung chemischer Reaktionen bei Trauer noch aus den zu erwartenden Phasen der Schmerzverarbeitung allgemein gültige Richtlinien für das eigene Verhalten ableiten. Für ihn gilt im ersten Schock, jede einzelne Minute, jede Stunde und jede Woche, die er ohne den Partner hinter sich gebracht hat, als wichtigen Schritt zurück in die Normalität zu werten. Ähnlich wie bei dem langen Weg heraus aus einer Sucht, bei dem jede noch so winzige Zeiteinheit ohne das Suchtmittel ein kleiner Triumph über die Abhängigkeit ist, bedeutet jeder einzelne Tag und jede einzelne Nacht ohne den einst geliebten Menschen ein winziges, aber wertvolles Stück seelischer Gesundung. Lassen Sie sich also von niemandem vorschreiben, in welchem Zeitraum Sie Ihre Trauerarbeit leisten müssen. Und vor allem: Setzen Sie sich nicht selbst unter Druck! So wie Sie von einem gebrochenen Knochen nicht verlangen können, gefälligst im Schnellverfahren zu heilen, können Sie auch Ihre Psyche nicht zur Eile antreiben. Völlig unbeeindruckt von Ihrem Drängen wird sie sich die Muße nehmen, die sie braucht, um so weit zu genesen, dass sie eines Tages vertrauensvoll und vor allem angstfrei einer neuen partnerschaftlichen Bindung zustimmt. Und dennoch: Diesen langen und schmerzlichen Heilungsprozess müssen Sie nicht apathisch und tatenlos über sich ergehen lassen: Im zweiten Teil des Buches erfahren Sie, wie Sie Ihrer Stimmung, Ihrer Seele und Ihrem Selbstwertgefühl unter die Arme greifen und gleichzeitig aus dem Erlebten und Erlittenen lernen können. Sie lesen, welche ungeahnten kreativen Kräfte durch den Schock freigesetzt und welche tief greifenden Veränderungen möglich werden. Schließlich soll der schlimme Liebeskummer nicht umsonst gewesen sein, sondern Ihre Persönlichkeit stärken und Ihnen dabei helfen, klarer und schneller zu erkennen, was Sie von Ihrer nächsten Beziehung erwarten, und vor allem, was nicht.
Dritter Teil: Liebeskummer ist wissenschaftlich erklärbar
Geschrieben am 29.04.09 um 14:29 Uhr

Fangen wir mit der positiven Situation an: Wenn wir verliebt und glücklich sind, haben wir Schmetterlinge und ein herrliches Kribbeln im Bauch. Unsere Augen strahlen. Unsere Haut hat jenen besonderen Schimmer, den keine Kosmetikerin nachzaubern kann.
Unser Herz schlägt schneller, und unser Kreislauf funktioniert zuverlässiger als ein Schweizer Uhrwerk.
Wissenschaftler haben herausgefunden, dass unsere Stimmungslage von biochemischen Steuerungsmolekülen im Blut beeinflusst wird. Sind wir glücklich, schüttet das Gehirn körpereigene Glücksstoffe, so genannte Endorphine, aus. Verliebtheit setzt, ähnlich wie die Suchtmittel Nikotin und Kokain, aber auch das Hormon Dopamin frei und führt darüber hinaus zu einem erhöhten Adrenalinspiegel. Das Hormon Serotonin, das als Signalmolekül des Nervensystems unseren Gefühlshaushalt entscheidend beeinflusst, ist in dieser himmelhochjauchzenden Phase in nur geringer Konzentration nachweisbar. Zerbricht das Glück, übernimmt dieser latente Serotoninmangel aber die Regie über unsere Emotionen. Der Botenstoffwechsel im Gehirn funktioniert nicht mehr. Der Liebeskummer ist geboren. Mehr noch: Wir reagieren auf das Sinken des Dopamin- und Adrenalinspiegels mit regelrechten Entzugserscheinungen - als hätte man einem starken Raucher den Glimmstängel oder einem Schnupfer das Kokain weggenommen.
Plötzlich glauben wir, genau jenen Menschen, der uns gerade verlassen, verletzt, betrogen oder sonst irgendwie zutiefst gedemütigt hat, mehr zu lieben als je zuvor. Jedenfalls im ersten Moment des Schocks und der Verzweiflung. Jedes Mittel scheint uns recht, um diesen unerträglichen Zustand aus der Welt zu schaffen. Nur so sind die irrwitzigen Bemühungen zu erklären, ihn oder sie ausgerechnet durch Telefon- oder SMS-Terror, durch ständiges Auflauern, tränenreiches Flehen oder gar Selbstmorddrohungen zurückerobern zu wollen. Zum Glück hält dieser hormonelle Ausnahmezustand nicht ewig an.
Die österreichische Psychologin und Psychotherapeutin Dr. Gerti Senger beschreibt, dass sich das Trauern um einen geliebten Menschen in fünf Phasen vollzieht.
Nach ihren Studien sehen diese folgendermaßen aus:
Phase 1: Sie spüren, dass irgendetwas nicht mehr stimmt
Vielleicht protestieren Sie jetzt und möchten noch immer glauben, dass die Trennung ohne jede Vorwarnung kam. Aber wenn Sie die letzten Wochen und Monate vor der Katastrophe noch einmal ganz ehrlich Revue passieren lassen, werden Sie sich wahrscheinlich erinnern: Irgendetwas war anders als sonst. Vielleicht waren es nur Gesten, scheinbar unwichtige Bemerkungen oder Situationen im Bett, die nicht mehr ganz so waren wie früher. Kleinigkeiten haben Ihnen ein unbestimmtes Gefühl der Bedrohung gegeben, auf das Sie vielleicht schon mit ersten psychosomatischen Beschwerden wie Bauch- oder Rückenschmerzen reagiert haben.
Phase 2: Sie sind wie gelähmt
Jetzt ist es passiert. Sie können sich nichts mehr vormachen. Die Trennung ist ausgesprochen. Der geliebte Mensch ist innerlich auf jeden Fall schon weg - auch wenn er vielleicht noch eine Weile mit Ihnen unter einem Dach lebt. Sie sind wie gelähmt. Sie weinen, auch wenn diese Tränen noch nichts mit wirklicher Trauerarbeit zu tun haben, sondern eine reine Stressreaktion sind. Ihre Welt ist aus den Fugen geraten. Sie sind fassungslos und haben keine Ahnung, wie Sie mit dieser Ihre innere Existenz bedrohenden Situation umgehen sollen. Alles läuft mechanisch ab. Sie fühlen sich wie ferngesteuert, wie ein Roboter. Sie können nichts tun, fühlen sich zur Hilflosigkeit verdammt. Wie ein kleines Kind.
Zweiter Teil: Super-GAU der Liebe
Geschrieben am 22.04.09 um 12:29 Uhr

Schauen wir uns gemeinsam einmal das Schlimmste an, was einem liebenden Menschen passieren kann - und Ihnen vielleicht gerade passiert ist.
Vergessen Sie dazu für einen Moment den ganz normalen alltäglichen Frust und all jene Situationen, in denen Sie sich über Ihren Partner oder Ihre Partnerin geärgert haben. Weil Kleinigkeiten zu einem Riesenkrach führten. Weil Sie sich gegenseitig bis aufs Blut genervt haben. Weil im Bett nichts oder nur noch wenig gelaufen ist oder die Eifersucht Sie wieder einmal fest im Griff hatte. Und vergessen Sie die vielen anderen kleinen Enttäuschungen, die Sie in Ihrem Leben bereits verkraften mussten.
Wir sprechen hier vom Super-GAU der Liebe, der nicht etwa nur im Film oder Fernsehen vorkommt, sondern jeden von uns treffen kann. Und das zu einem Zeitpunkt, zu dem das Opfer meist schon Mitte dreißig oder älter ist und seine Zukunft und Lebensziele auf den Menschen an seiner Seite ausgerichtet hat - durch gemeinsame Kinder, gemeinsame Schulden, ein gemeinsames Haus, ein gemeinsames Geschäft oder auch nur die Vorstellung, gemeinsam alt werden zu wollen.
Sie kennen folgendes Szenario?
Zunächst war es vielleicht nur eine beunruhigende SMS, in der die Rede davon war, dass Ihrem Schatz plötzlich alles "zu eng und zu stressig" sei. Andere kleine Anzeichen, die eigentlich keine Bedeutung hatten, oder? Und dann kommen Sie eines Tages von der Arbeit oder einer Reise nach Hause - und die Wohnung ist leer. Auf dem Küchentisch liegt ein Zettel. Ihre Hand zittert, als Sie ihn aufnehmen. "Ich liebe dich nicht mehr", lesen Sie und merken dabei, wie Ihre Knie weich werden. "Es ist für uns beide besser, wenn wir uns trennen."
Die Buchstaben verschwimmen. Später werden Sie sich nicht erinnern können, ob Sie überhaupt weinen konnten oder ob es nur eine Art Stöhnen war. Sie stehen in Ihrer Küche, können nicht mehr denken, nicht mehr fühlen, nicht mehr atmen. Nichts und niemand hat Sie auf diesen Moment vorbereitet. Und vor allem: Sie haben die Anzeichen, dass irgendetwas in Ihrer Partnerschaft nicht mehr stimmt, nicht wirklich wahrgenommen oder vielleicht auch nur nicht wahrhaben wollen.
Das, was jetzt mit Ihnen geschieht, nennen Fachleute eine "Schock-Depression". Es ist eine ähnliche Reaktion wie die nach einem Autounfall, der sich ja auch nicht ankündigt, sondern einfach passiert.
Von einer Minute zur anderen hat sich Ihr ganzes Leben verändert, und Ihre Seele steht Kopf. Ihr Selbstwertgefühl ist dahin. Das Vertrauen in Ihren Partner oder Ihre Partnerin, aber auch in Sie selbst ist zerstört. Sie zweifeln an Ihren Wahrnehmungen, weil Sie die Veränderung seiner oder ihrer Gefühle oder gar das Auftauchen einer dritten Person in Ihrer Beziehung nicht mitgekriegt haben - oder nicht mitkriegen wollten. Stammt diese dritte Person - wie so oft - auch noch aus dem gemeinsamen Bekanntenkreis, trauen Sie plötzlich keinem mehr.
Irgendwann stehen Sie dann im Supermarkt und sind sicher: "Die Frau da vorne hat bestimmt auch längst mit meinem Partner geschlafen." Oder: "Mit dem Typen da war meine Partnerin garantiert schon im Bett." Sie leiden unter dem seelischen Verfolgungswahn, dass alle Sie hintergangen haben. Und fühlen sich auch noch schuldig dabei, weil Sie zu dämlich waren, es rechtzeitig zu merken.
Weil Ihre Liebe trotz des gerade erlebten Schocks ja nicht einfach gestorben ist, sondern hartnäckig weiterlebt, um Sie bis aufs Blut zu peinigen, können Sie sich nicht wehren. Nicht gegen den anderen Partner - und nicht gegen sich selbst. Schlimmer noch: In allem, was Sie jetzt tun, sind Sie ambivalent. Sie sind total wütend, weil "dieses Schwein" oder "diese Schlampe" Sie verlassen hat, und im gleichen Moment wünschen Sie sich sehnlichst, er oder sie käme zurück in Ihre Arme und alles wäre wieder gut. Diese Ambivalenz lässt Sie hoffen und bangen, seelisch ganz oben oder ganz unten sein. Nur nicht in Ihrer Mitte. Deshalb kann in dieser Phase auch noch keine wirkliche oder gar dauerhafte Heilung erfolgen. Im Moment geht es nur um das nackte Überleben, bei dem jede Minute zählt. Aber: Das bleibt nicht so! Im nächsten Kapitel erfahren Sie, dass sich der Liebeskummer in Phasen vollzieht. Sie werden erkennen, dass die Phase, in der Sie jetzt vielleicht gerade stecken, die schlimmste ist - und vorübergeht, auch wenn Ihnen jede Stunde, die Sie ohne den geliebten Menschen verbringen müssen, noch wie eine Ewigkeit vorkommt.
Geschrieben am 16.04.09 um 10:48 Uhr

Endlich steht der Frühling vor der Tür und keiner von uns möchte die schöne Jahreszeit einsam und alleine verbringen. Um für eine neue Partnerschaft mit sich selber im Reinen zu sein, sollte mit der Vergangenheit abgeschlossen, der alte Frust aufgearbeitet und geklärt sein.
In diesem Monat werden wir in vier Schritten versuchen, die Altlasten beiseite zu legen und Ihnen erklären, was Liebeskummer überhaupt ist, um frei für eine neue Beziehung zu sein. Lange habe ich gezögert, Ihnen meine ganz persönliche Geschichte zu erzählen, dass ich mich dafür entschieden habe, hat mehrere Gründe. Ich möchte belegen, dass ich weiß, wovon ich spreche. Ferner möchte ich Ihnen vermitteln, dass Sie weder allein, noch "ver-rückt" sind, wenn Sie das Ende einer großen Liebe eine Zeit lang als größte Katastrophe Ihres Lebens empfinden.
1. Teil:
Silvia: Der Liebeskummer traf mich völlig unvorbereitet - nach einer langen Beziehung mit meiner großen Liebe. Von einer Sekunde zur anderen brach mein Leben zusammen. Nichts war mehr wie vor dem Fax, in dem stand: 'Ich möchte keine Verantwortung übernehmen. Ich bin beziehungsgestört.' Der wahre Grund war - wie hätte es anders sein können - eine andere Frau, was natürlich bestritten wurde.
Mein Alptraum begann. Mein Herz brannte in meinem Körper. Dieser Schmerz war unendlich grausam. Ich konnte nicht schlafen, nicht essen und verlor extrem an Gewicht. Mein Gehirn drehte sich permanent. Das Atmen fiel mir schwer. Es folgten Angstzustände, Panikattacken, Herzbeschwerden und eine handfeste Depression. Schließlich musste meine Galle entfernt werden. Es hatten sich Gallensteine gebildet.
Ich fühlte mich wie in der Mitte durchgebrochen. Die ersten fünf Monate habe ich nur geweint. Erst nach drei Monaten war ich zum ersten Mal in der Lage, in meinem (unserem) Bett zu schlafen. Bis dahin zog ich die Couch im Wohnzimmer vor. Die Küche benutzte ich kaum noch. Auf der Terrasse vertrockneten die Pflanzen. Musik zu hören oder ein Buch zu lesen war mir unmöglich. Arbeiten war ausgeschlossen. Ich war total verzweifelt.
Mein Zuhause hatte sich einfach aufgelöst. Ich fühlte mich heimatlos. Wochenenden und Feiertage wurden zu meinem Feind. Allen voran Silvester.
Er hatte mir alles genommen: Meine Liebe, mein Vertrauen, mein Glück, meinen Sex, mein Lachen, meine Lebensfreude, mein Zuhause. Ich war ein Nichts, einsam und alleine, das am liebsten unter den Teppich gekrochen wäre. Jede Minute wurde zur Ewigkeit. Es gab nur noch Trauer und Schmerz und leider nie das Gefühl einer heilsamen Wut. Mein erster und mein letzter Gedanke galten meiner großen, verflossenen Liebe. Tag und Nacht. Und immer bohrte in mir die Frage nach dem Warum.
Der Versuch, in den Urlaub zu fahren, scheiterte, denn ich hatte meinen Kummer im Gepäck. Ich brach die Reise nach drei Tagen ab. Besonders niederschmetternd waren die Berichte "guter Freunde": "Ich habe ihn mit ihr gesehen. Sie hat ständig seine Hand gestreichelt." Und dabei trug er jenes Hemd, das ich ihm in unserem letzten gemeinsamen Urlaub geschenkt hatte. Bis ins Herz traf mich sein Satz: "An der Neuen liebe ich so sehr, dass sie finanziell und emotional unabhängig ist."
Die Nackenschläge nahmen kein Ende. Natürlich machte er auch auf "unserer" Insel mit ihr Urlaub. Und wieder fiel ich tiefer und tiefer.
Mein Büro wurde zu meinem einzigen Lebensinhalt. Dort habe ich gelebt, gearbeitet und vor dem PC gegessen. Danach ging ich Schlafen - bis die Morgendepression wieder vor meinem Bett auf mein Aufwachen wartete. Dieser Zustand hielt über zwei Jahre an.
Dieser Mann hat meine grenzenlose Liebe und mein Vertrauen mit Füßen getreten. Dass ich es nicht gemerkt habe, hat mir mein ganzes Selbstvertrauen genommen.
Nur der Liebe meiner Töchter verdanke ich, dass ich den Weg zurück ins Leben gefunden habe. Im Rückblick kann ich behaupten, dass ich keinen dieser einsamen und unglücklichen Momente gebraucht hätte, um bewusster oder gar dankbarer zu leben. Aber: Vor lauter Kummer hatte ich völlig übersehen, was ich in dieser schlimmen Zeit aufgebaut habe und was ich trotz des großen Unglücks fähig war zu leisten!
Meine Kinder standen mir uneingeschränkt zur Seite, mein Freundeskreis hat sich vergrößert. Ich habe meine Praxis weiter aufgebaut und neben der Arbeit als Coach eine Liebeskummer-Praxis gegründet.
Heute bin ich in der Lage, wieder frei lachen zu können. Eine neue Wohnung musste her, die ich neu eingerichtet habe. Ich habe mir bewiesen, dass ich alleine in der Lage bin, mich zu finanzieren, und zu meiner Lebensaufgabe wurde es, meinen Klienten Mut und Kraft zu geben. Ich organisiere ein Frauennetzwerk, gebe Seminare und habe mit Helga dieses Buch geschrieben.
Die Frage drängt sich auf, ob ich all dieses auch während einer Partnerschaft zustande gebracht hätte - oder habe ich gerade wegen meines "Dilemmas" die Kraft dazu gehabt?
Drei Dinge, die ich gelernt habe, liegen mir besonders am Herzen:
1. Die Liebe bleibt, auch wenn der Mensch geht. Sie können verzweifeln, aber nicht zerbrechen.
2. Sie können trauern, aber nicht erstarren. Sie können am Boden liegen, aber nicht am Ende sein.
3. Geben Sie niemals auf!
Soll ich eine Annonce aufgeben?
Geschrieben am 01.04.09 um 09:38 Uhr

Nicht immer ist es einfach, hilflosen Singlemännern unter die Arme zu greifen, wenn sie aus ihrer eigenen Perspektive schon alles getan haben, um eine neue Partnerin kennenzulernen.
Sich in einer Partnervermittlung einzuloggen, oder eine Annonce aufzugeben, kann eine Idee sein, die von Erfolg gekrönt wird. Wie bei meinem Klienten, Herrn K. aus Stuttgart, der die folgende Annonce aufgegeben hat.
4. Soll ich eine Annonce aufgeben, um eine neue Partnerin zu finden?
Ja, unbedingt. Ich habe es in der Praxis schon häufig erlebt, dass Menschen durch Anzeigen oder durch das Chatten im Internet eine neue Partnerin kennengelernt haben. Zwei ehemalige Klientinnen von mir haben diese Partnerinnen sogar geheiratet.
Hier eine der schönsten - und zugegebenermaßen längsten - Anzeigen, die ich jemals gelesen habe. Vielleicht kann sie Ihnen Anregungen für Ihre eigene Anzeige geben.
>>Über die Liebe
Liebe ist nur ein Wort - titelte einst Johannes Mario Simmel. Aber was verbirgt sich dann hinter "LIEBE"? Gefühle? Großes Problem. Denn was sind Gefühle? Hormonelle Schwankungen? Steigender Blutdruck, schnellerer Herzschlag? Oder besteht Liebe aus "Bildern"? Bilder von 2 Menschen, die Hand in Hand am Strand spazieren gehen? Die nach der Geburt ein Baby gemeinsam in Händen halten? Die eng umschlungen vor einem Kaminfeuer liegen und sich in die Augen sehen? Zitate hierzu offenbaren die Schwierigkeiten, die Menschen mit der Liebe haben. Liebenswerte Beispiele: Liebe = Der Versuch der Natur, den Verstand aus dem Weg zu räumen. Liebe = Die einzige Sklaverei, die als Vergnügen empfunden wird. Liebe = Die wunderbare Gabe, einen Menschen so zu sehen, wie er nicht ist. Liebe = Eine tolle Krankheit - da müssen immer gleich zwei ins Bett. Liebe = Eine vorübergehende Blindheit für die Reize anderer Frauen. Frauen lieben die einfachen Dinge des Lebens - beispielsweise Männer. Es gibt doch nichts anderes, wofür es sich zu leben lohnt, als die Liebe. Die wirkliche Liebe beginnt, wo keine Gegengabe mehr erwartet wird. +++ Ich denke, dass jeder seine Definition finden muss. Jemanden lieben heißt für mich, glücklich zu sein, den anderen zu sehen. Das Gefühl zu haben, "angekommen" zu sein. Gemeinsam lachen, aber auch heulen können (z. B. bei Herz-Schmerz-Movies). Anerkennung zu erfahren für das, was man ist und was man leistet. Vertrauen, Vertrautheit, Nähe, Rückhalt und Zuverlässigkeit. Sich aneinander reiben, auch intellektuell. Trotzdem eine möglichst große Schnittmenge zu teilen, weil sich Gegensätze m. E. nur kurzfristig anziehen. Offene Kommunikation. Geistige Toleranz. Einen Menschen lieben, heißt einzuwilligen, mit ihm alt zu werden. Aus Erfahrung weiß ich, dass es leider keine Garantien gibt. Ich bin Anfang 40 und nach 10jähriger Partnerschaft quasi "Single wider Willen". Beruflich stark engagiert. Studiert. Weder Disco-King noch Partylöwe. Wie mir von anderer Seite bescheinigt wird, bin ich humorvoll und man kann mit mir Tränen lachen. Gepflegte Erscheinung, aber kein Schönling. Koche gerne und bevorzuge leckere Rotweine. Reisen: lieber kurz, aber dafür intensiv. Beneide James Dean irgendwo. Wen suche ich? Eine nette Frau! Aussehen? Keine Ahnung. Hauptsache gepflegt. Du musst mir gefallen, da gibt es kein Klischee. Alter? Hmmmm... 30-40? +/-! Single - bin ich ja auch! Alleinerziehend mit Kind - gerne! Frau mit Kinderwunsch und Familiensinn - wunderbar! Turn-offs: Rauchen. Wer küsst schon gerne einen Aschenbecher??? Ich weiß, dass du irgendwo da draußen bist. Nur - ich weiß nicht, wie ich dich finden kann. Vielleicht habe ich Glück und du liest diese Zeilen. Dann melde dich einfach unter xxx. Ich freue mich über deine Gedanken zur "Liebe".
Ist der Neue besser im Bett als ich?
Geschrieben am 25.03.09 um 16:00 Uhr

Immer wieder taucht die Frage auf: "Ist der Neue besser im Bett als ich?" Direkt darauf folgt die Frage: "Hat sie mich je geliebt?".
In den beiden folgenden Absätzen versuche ich auf die Fragen der Männer einzugehen und hoffe, ihnen damit gerecht zu werden, damit ihr Selbstwertgefühl wieder an Volumen gewinnt.
2. Ist der "Neue" besser im Bett als ich?
Nein, natürlich nicht. In sieben Jahren Liebeskummer-Praxis habe ich es nicht ein einziges Mal erlebt, dass eine Frau einen Mann verlassen hat, weil der Neue besser im Bett ist - auch wenn sich meine männlichen Klienten das immer so vorstellen. Die berühmte "Nummer vorm Schrank", die Ihre Ex-Partnerin jetzt womöglich mit ihrem neuen Partner schiebt, existiert nur in Ihrem Kopf.
Einer meiner Klienten schaute während der Sitzungen ständig auf seine Armbanduhr. Als ich ihn fragte, ob er noch einen Termin habe, meinte er, nein, er wisse aber ganz genau, was seine Ex-Freundin jetzt täte. Den ganzen Tag denke er daran, was sie jetzt gerade tut. "Und jetzt trifft sie sich wahrscheinlich gerade mit dem Neuen, und er legt sie flach", endete sein Vortrag.
Ich kann Sie nur warnen: Solche Gedanken sind absolut kontraproduktiv! Das grenzt schon fast an Verfolgungswahn. Zu Ihrem eigenen Schutz sollten Sie sich selbst ein Ritual schaffen, um solche Gedanken bewusst zu vermeiden. Stellen Sie sich beispielsweise einen Vorhang vor, den Sie immer dann zuziehen, wenn sich in Ihrem Kopf Bilder aufdrängen, die damit zu tun haben, dass Ihre Ex-Partnerin Sex mit einem anderen Mann hat.
3. Hat sie mich je geliebt?
Ja, das hat sie. Wenn es Ihnen schwer fällt, das zu glauben, denken Sie an die vielen wunderbaren Stunden, die Sie gemeinsam verbracht haben: Der erste Jahrestag, der erste gemeinsame Urlaub, das erste Mal Weihnachten zusammen. Und dann denken Sie auch daran, wie Sie schlechte Zeiten gemeinsam gemeistert haben, beispielsweise wenn Sie einmal krank waren oder als Sie Probleme im Job hatten oder als einer Ihrer Angehörigen starb. Es wird schmerzvoll sein, wenn Sie sich daran erinnern, aber Sie werden feststellen: Ja, Sie hat mich geliebt. Und Sie werden wissen, dass die gemeinsame Zeit keine verlorene Zeit war, sondern Ihr Leben bereichert hat.
Wenn eine Liebe bricht und man verlassen wird, beginnt man natürlich zu zweifeln, ob nicht alles Lüge war. Aber das stimmt nicht: Der Anfang war gut, Sie liebten und wurden geliebt, irgendwann ist es dann auseinandergebrochen. Vielleicht hilft es Ihnen auch, auf andere Beziehungen in der Vergangenheit zurückzuschauen. Vielleicht haben Sie selbst mal eine Partnerin verlassen. Und hatten Sie die nicht anfangs auch geliebt? Trennungen gehören zu unserem Leben, die Liebe ist launisch und leider nicht in jeder Beziehung für immer und ewig.
Wann hört der Schmerz endlich auf?
Geschrieben am 18.03.09 um 10:09 Uhr

Alleine in den letzten 10 Tagen haben sich in meiner Berliner Liebeskummerpraxis 20 liebeskummerkranke Männer angemeldet, die meinen Rat suchen. Aus dem Grunde fühle ich mich fast verpflichtet, Ihnen aus meinem Liebeskummer- Buch für Männer die aktuellsten Fragen der Männer zu beantworten.
Die Frage, die am häufigsten gestellt wird, lautet:
1. Wann hört der Schmerz endlich auf?
Der Schmerz hört auf, wenn Sie sich selbst wieder lieben können und wenn Sie sich selbst verziehen haben, dass Sie die "falsche" Partnerin lieben. Mit anderen Worten: Der Schmerz hört auf, wenn viel Zeit ins Land gegangen ist. Kommen Sie aus der Opferrolle, machen Sie sich bewusst, dass es nicht an Ihnen gelegen haben muss, dass Ihre Partnerin sich getrennt hat. Sie hat sich vielleicht einfach für ein neues Leben entschieden.
Sie werden feststellen, dass Sie jetzt viel Zeit haben. Mein Tipp: Nutzen Sie diese Zeit für sich. Sehen Sie die Trauerphase nicht als verlorene Zeit an. Sobald Sie den ersten ganz schlimmen Schmerz überwunden haben, versuchen Sie, sich abzulenken. Fangen Sie mit einem neuen Hobby an, machen Sie eine berufliche Weiterbildung, besuchen Sie Kurse oder Seminare. Sie werden dabei nicht nur etwas lernen oder Ihr Wissen erweitern, sondern auch neue Menschen kennenlernen, die ein Anfang für einen neuen Lebensabschnitt sein können.
Und wenn es Ihnen dann noch ein bisschen besser geht, laden Sie alle lieben Menschen ein, die Ihnen in dieser schweren Zeit zur Seite stehen. Geben Sie eine "Jetzt geht es bergauf"-Party - als Dank an Ihre Freunde und Verwandten und als Symbol für Sie selbst.
Denken Sie daran: Sie müssen jetzt nach vorne schauen. Vorne liegt Ihr Leben, hinten die Partnerin, die gegangen ist. Ihr Leben findet immer vorne statt.
Liebe, die unter die Haut sticht
Geschrieben am 10.03.09 um 17:21 Uhr

Der Frühling naht, so dass es nicht mehr lange dauert, bis uns wieder bauchfreie T-Shirts und ähnliche nicht immer ästhetische Anblicke zugemutet werden.
Völlig aus der Mode sind die unterschiedlichsten Gebilde auf der Haut, die sich Tattoo nennen. Ich warne eingehend davor, sich eins aus einer verliebten Laune stechen zu lassen. Ob es der Name des momentanen Partners oder sein Sternzeichen ist: Überlegen Sie gut!
Wie man bei Angelina Jolie sieht, hinterlässt das Entfernen eines Tattoos eine nicht wirklich schöne Narbe. Frau Jolie hat ihrer Narbe ein Schnippchen geschlagen, indem sie um die Narbe herum ein neues Tattoo stechen ließ, um wieder armfrei über den roten Teppich schreiten zu können.
Hier einige weitere Beispiele von Stars, denen die Liebe unter die Haut ging:
Die Beispiele entdeckte ich in dem Buch "Alles über das Eine" von Werner Bartens und Sebastian Herrmann.
Bereits erwähnte Schauspielerin Angelina Jolie ließ sich während ihrer Ehe mit dem Kollegen Billy Bob Thornton den Schriftzug "Billy Bob" auf ihren Oberarm stechen. Nachdem die Ehe gescheitert war, ließ sie sich die Tätowierung per Laser entfernen.
Fußballer David Beckham ist noch mit dem Ex-Spice Girl Victoria zusammen und hat sich auf den Arm "Vihctoria" tätowieren lassen. Allerdings in Hindi. Deswegen fiel das "H" zuviel auch erst nicht auf. Die Schrift war so schön.
Pamela Anderson hat ein "Mommy"-Tattoo. Eigentlich stand da mal "Tommy" aber mit dem Ex-Mötley-Crüe-Schlagzeuger Tommy Lee ist sie nicht mehr zusammen.
Geschrieben am 03.03.09 um 14:31 Uhr

Sie waren Single und haben durch Elitepartner.de Ihr neues Glück gefunden (oder Sie sind gerade auf dem besten Wege dazu)? Damit Sie nach kürzester Zeit nicht wieder vor dem Scherbenhaufen der neuen Beziehung stehen, gebe ich Ihnen ein paar Ratschläge aus meiner Liebeskummerpraxis mit auf den Weg.
Auch wenn Sie den neuen Partner noch nicht gefunden haben, sozusagen noch auf der Suche sind, sollte man sich unbedingt vorab damit beschäftigen, wie es werden könnte, wieder zu Zweit zu sein. Ich gebe Ihnen eine kleine Hausaufgabe auf: Studieren Sie die Hitliste. Wenn Sie dieses beherzigen, kann es nur eine wunderbare und stabile Partnerschaft werden.
...damit Sie Ihre Partnerin nicht verlieren
Eine Frau möchte, dass der Partner
- sich für sie Zeit nimmt.
- ihr Blumen bringt.
- sie spüren lässt, dass sie für ihn wichtig ist.
- schöne Abende für sie inszeniert, mit Opern-, Theater- oder Kinokarten.
- einen Tanzkurs mit ihr besucht.
- auch mal ein Wellness-Wochenende für zwei bucht.
- sie vor ihren besten Freundinnen zärtlich in den Arm nimmt.
- einen Gutschein für eine Partnermassage auftreibt.
- sie beim Anziehen berät und dabei ihre gute Figur lobt.
- Sie besonders zärtlich verführt - mit Kerzenschein, Kuschelrock und allem Drum und Dran.
- auch mal eine Überraschungsparty hinkriegt.
- sie spüren lässt, dass er stolz auf sie ist.
...damit Sie Ihren Partner nicht verlieren
Ein Mann möchte, dass die Partnerin
- ihm vermittelt, dass sie ihn braucht und dass er der Größte ist.
- öfter mal mit ihm zum Fußball oder zum Eishockey geht.
- mit ihm Formel 1 guckt.
- ihn anhimmelt, wenn seine Freunde zu Besuch sind.
- ihn ohne feste Sperrstunde in die Kneipe gehen lässt.
- seinen Hobbyraum bewundert, aber ihn nicht unaufgefordert aufräumt.
- sich für seine Arbeit, sein Auto und seine Hobbys interessiert.
- ihm Abende mit seinen Freunden gönnt und ihm notfalls dafür auch mal die Wohnung überlässt.
- auch mal ganze Tage mit ihm im Bett verbringt und ihn klassisch verführt.
- mit ihm seine Lieblingsvideos guckt.
- seine Potenz für unerschütterlich hält.
- nur für ihn da ist.
Geschrieben am 26.02.09 um 15:43 Uhr

In meiner Beratungspraxis werden mir immer wieder die gleichen Fragen gestellt, z.B. was sind die 10 größten Liebessünden des Mannes?
Schauen Sie doch mal in die folgenden Listen. Sie werden mit einem Blick erfassen, ob Ihnen diese Sünden bekannt vorkommen und sicherlich sind Sie sich dann auch im Klaren, was sich in Ihrer nächsten Beziehung an Sünden nicht wiederholen sollte.
Hier der Quick-Love-Check:
Die zehn größten Liebessünden des Mannes
01. Er geht fremd.
02. Er hört nicht zu.
03. Er ist mit seinem Job verheiratet.
04. Er lässt sich - jedenfalls zu Hause - furchtbar gehen.
05. Er ist lieber und vor allem häufiger mit seinen Kumpels als mit seiner Partnerin zusammen.
06. Die Wochenenden gehören seinen Hobbys und dem Sport.
07. Der Sex ist zu einer lästigen Pflichtübung verkümmert.
08. Komplimente oder ein schlichtes "Ich liebe dich" kommen nicht mehr über seine Lippen.
09. Der Kavalier in ihm ist zum Rüpel verkümmert.
10. In Gesellschaft ist er zu jedem anderen Menschen netter und aufmerksamer als zu seiner eigenen Partnerin.
Die zehn größten Liebessünden der Frau
01. Sie geht fremd.
02. Sie will kaum noch Sex.
03. Sie stellt ihren Partner in Gesellschaft bloß.
04. Sie lässt sich gehen.
05. Ihre Freundinnen oder die Kinder sind ihr wichtiger als der Partner.
06. Sie verbringt mehr Zeit am Telefon mit ihrer Mutter als mit dem Partner.
07. Sie hört nicht mehr zu.
08. Sie interessiert sich nicht mehr für seinen Job und/oder sein Auto.
09. Sie macht nicht mehr den Versuch, den Sex aufregend zu finden.
10. Sie nörgelt ständig an ihm herum.
Nachdem Sie diesen Love-Check studiert haben, sind Sie sich sicherlich einiger Erinnerungen oder Wünsche bewusst geworden, die Sie bei Ihrem letzten Partner vermisst und deswegen zur Trennung geführt haben. Nutzen Sie die Checkliste als Wegweiser für sich und Ihren neuen Partner, um nicht wieder in die gleiche Liebeskummerfalle zu geraten.
Geschrieben am 18.02.09 um 11:34 Uhr

Auch wenn der Valentinstag bereits ein paar Tage zurückliegt, habe ich noch einige Gedanken zusammengefasst. Woher kommt dieser Brauch eigentlich? Und wie wird man ihm am besten gerecht?
Valentinstag im Februar
Wenn der Februar daliegt.
Sich noch im Winterkleid wiegt.
Wenn es anfängt so langsam zu tauen.
Wiederhole ich gerne mein Vertrauen.
Da ist ein besonderer Tag.
Er nennt sich Valentinstag.
Da möchte ich Dir was Besonderes schenken.
Mit Liebe für dich mein Herz lenken.
Dir sagen mündlich, per SMS oder einen Brief.
In deine Augen schauen, oder lies.
Ist meine Liebe noch so unbedeutend und klein.
Ach lass sie doch in dein Herz hinein.
Brigitte Obermaier
Der Hype um den Valentinstag
Der Valentinstag hat in Deutschland immer mehr an Bedeutung gewonnen. Noch in den 80er Jahren gab es in unserem Land keine Valentinskarte zu kaufen. Ganz im Gegenteil zu den amerikanischen Bürgern, da hatte der Valentinstag immer einen hohen Stellenwert und man konnte von der Valentinskarte bis zur Valentinspapiertischdecke plus Valentinspapptellern bestückt mit Herzchen und Blumen alles Erdenkliche erstehen. Auch Valentinstagspartys waren in Amerika immer hoch im Rennen. Hierzulande hat der Valentinstag in den letzten zehn Jahren seinen festen Platz gefunden.
Nur die wenigsten Menschen kennen den Ursprung des Valentinstags. Der Valentinstag, am 14. Februar des Jahres, wurde nach dem Zweiten Weltkrieg aus den USA importiert. Der Name des Festes wird auf die Sage des Bischofs Valentin von Terni zurückgeführt, der als christlicher Märtyrer starb. Dieser hat trotz Verbotes des Kaisers einige Geliebte getraut. Laut der Sage hat er die frisch Getrauten mit Blumen aus seinem eigenen Garten beschenkt. Wenn man der Sage Glauben schenken darf, haben die von ihm geschlossenen Ehen unter einem besonders guten Stern gestanden. Der 14. Februar ist der Todestag von Valentin von Terni.
Die meisten männlichen Klienten in meiner Praxis halten den Valentinstag ausschließlich für Geschäftemacherei der Blumen -und Pralinenläden. Aber mal Hand aufs Herz, liebe Männer, wir Frauen sind alle (auch wenn wir es nicht immer zugeben) romantisch veranlagt und hoffen jedes Jahr am Valentinstag, dass unser Liebster mit einem Geschenk vor uns steht.
Tipps zum Valentinstag:
- Blumen
- Schokolade/ Pralinen
- Schmuck
- Bücher oder Cds
- Ein Abend zu zweit bei Kerzenschein
- Ein kleines Wellness-Wochenende
- Massagegutschein
- Parfum und Kosmetik
Oder andere kleine Aufmerksamkeiten, es muss nicht immer ein kostspieliges Präsent sein. Es geht ausschließlich um die Anerkennung, und da reicht eine einzelne Blume oder ein Liebesgedicht. Hauptsache, es kommt von Herzen und zeigt der Frau, dass sie geliebt und geachtet wird.
Geschrieben am 12.02.09 um 09:53 Uhr

Schön für alle Frauen die einen Partner haben, der im Glücksfall sogar an den Valentinstag denkt und mit einer zauberhaften Aufmerksamkeit nach Hause kommt.
Da kann ich nur sagen: Herzlichen Glückwunsch! Und meckern sie bloß nicht, falls das Geschenk nicht nach ihrem Gusto ist - denn sonst verliert das starke Geschlecht sofort den Mut, ist beleidigt und zieht die Konsequenzen: Dann gibt es gar nichts mehr! Wir wissen doch wie die Männer sind.
Was machen die Singles, die nicht glücklich sind?
Aber sind wir ehrlich: An diesen besonderen Tagen, zum Beispiel dem Valentinstag, ist es schon recht blöd alleine an den Schaufenstern mit all der hübschen Herz-Deko und den romantischen Liebesbotschaften vorbeilaufen zu müssen.
Mein Tipp: Unbedingt feiern!!!
Laden sie alle ihre Freunde ein und feiern sie miteinander oder gehen sie alle gemeinsam aus. Reservieren sie in einer tollen Location einen Tisch und lassen sie die Sau raus. Machen sie es wie die Mädels von Sex and the City!!
Beschenken sie sich mit netten und herzlichen Aufmerksamkeiten. Dann wird der Valentinstag eher zu einem tollen Event als zum Schreckenstag. Wer braucht da schon Männer? Alles ist erlaubt, nur Frust schieben ist out. Lassen sie das nicht zu.
Mein Rat für einsame Menschen:
Auch ich habe natürlich Erfahrungen mit Liebeskummer gemacht und kenne es von meinen Klienten, die zu mir in die Beratung kommen und ihr Herz ausschütten.
Wenn man so in Leid und Kummer versunken ist, dann sollte man radikal Konsequenzen ziehen und den Valentinstag erst einmal ignorieren und übergehen. Nächstes Jahr bietet sich einem vielleicht schon wieder eine Möglichkeit, um überschwänglich mitzufeiern?!
Das baut im Kopf eine Brücke und im Herzen schürt es die Hoffnung auf das nächste Jahr.
Aber damit sie mit dem Liebeskummer nicht hilflos im Regen stehen, hier ein paar Tipps aus meiner Liebeskummerpraxis:
- Sie dürfen weinen und durchhängen. Trauern Sie, dass ist jetzt richtig.
- Verwöhnen Sie sich nach Strich und Faden!
- Seien Sie nicht so streng mit sich selbst! Lassen Sie ruhig mal Fünfe gerade sein.
- Streifen Sie die Opferrolle ab!
- Finden Sie heraus, was Ihr Körper jetzt braucht! Notfalls müssen Sie zum Arzt Ihres Vertrauens.
- Kapseln Sie sich nicht ab! Vertrauen Sie sich lieben Menschen an - im Notfall einem Profi, Coach, Psychiater oder Therapeuten.
Geschrieben am 05.02.09 um 13:54 Uhr

Zusammen mit meiner Kollegin Helga Felbinger habe ich 2006 eine Umfrage an 250 Männer und Frauen per E-Mail verschickt. Insgesamt 106 Frauen und 93 Männer haben sich die Mühe gemacht, zu antworten.
Unsere damaligen Fragen an die Klienten waren:
1) "Wie hat sich der Liebeskummer bei ihnen geäußert?"
2) "Was hat Ihnen wirklich gegen Liebeskummer geholfen?"
Lesen Sie selbst die Auswertungen der Antworten.
Körperliche Symptome
Frauen
Appetitlosigkeit
Schlaflosigkeit
Heulattacken
Kopfschmerzen/Migräne
Bauchschmerzen
Durchfall
Männer
Appetitlosigkeit
Nächtliches Schwitzen
Atembeschwerden
Rückenschmerzen
Herzrasen
Leistungsabfall
Seelische Symptome
Frauen
Verzweiflung
Depressionen
Angst
Verunsicherungen
Selbstmordgedanken
Panik
Lethargie
Männer
Wutanfälle/Zerstörungswut
Depressionen
Aggressionen gegen sich selbst
Selbstmordgedanken
Panik
Ratlosigkeit
Was hat Ihnen wirklich gegen Liebeskummer geholfen?
Frauen
Gespräche mit Freunden
Meine Familie
Coaching
Veränderungen im Umfeld
Neues Hobby
Reisen
Spaziergänge
Männer
Sex mit einer Neuen
Hobby
Vereine
Sport
Kneipenbesuche
Neue Herausforderungen
Reisen
Geschrieben am 29.01.09 um 10:38 Uhr

Der folgende Bewegungs- und Ernährungsfahrplan soll Ihnen helfen, einen regelrechten "Anti-Liebeskummer-Tag" zu gestalten, der Sie im Laufe der Zeit zurück zu Lebensfreude und Vitalität führt.
Werden Sie aktiv
Vor dem Frühstück:
Bewegung
Falls Sie ein Morgenmensch sind, den es in den frühen Stunden des Tages nicht mehr im Bett hält, dann belebt das frühmorgendliche, auf nüchternen Magen absolvierte Ausdauertraining nicht nur Körper und Geist, sondern ist auch höchst effektiv für die Verbrennung von Körperfett. Ebenso das morgendliche Training mit Gewichten ist eine sehr gute Möglichkeit, gleichzeitig etwas für Ihre Figur und Ihr Körpergefühl zu tun und den Tag wohlgestimmt zu starten!
Tipp: Natürlich kann das Bewegungsprogramm auch auf eine andere Tageszeit, zum Beispiel auf die frühen Abendstunden, verlegt werden, wenn das besser zu Ihrem persönlichen Biorhythmus und Ihrem Tagesablauf passt.
Frühstück:
5-7 Esslöffel Haferflocken
1 Becher Naturjoghurt (150g)
1 Portion frisches Obst (zum Beispiel Banane, frische Ananas, Apfel)
1-2 Esslöffel Sonnenblumenkerne
1 kleine Hand voll Rosinen
Oder :
5-7 Esslöffel feine Haferflocken mit 4 Eiklar und 1 Eigelb mischen. Dazu 1-2 Esslöffel Sonnenblumenkerne und eine kleine Hand voll Rosinen geben.
Alles durchmischen, den Teig dann portionsweise auf ein Waffeleisen oder in die Pfanne geben. Dazu frisches Obst nach Wahl reichen.
Oder:
Omelette aus 4 Eiweiß und 1 Eigelb, 1-2 Scheiben Vollkornbrot, Gemüsebeilage (z. B. Tomate, Gurke, Zwiebel)
Snack (ca. 2 bis 3 Stunden nach dem Frühstück):
Kleine Hand voll Nüsse (zum Beispiel Mandeln, Cashewkerne)
Oder:
250g Quark mit frischen Früchten
Mittag:
1 große Portion gemischter Salat aus grünem Blattsalat, Tomaten, Zwiebeln.
Als Dressing:
1-2 EL Olivenöl und 2-3 EL Balsamicoessig
200g-300g Geflügel (Huhn oder Pute) oder Fisch nach Wahl.
(Wenn es schnell gehen soll, tut es auch gut eine Dose Thunfisch in Wasser.)
Je nach Appetit: Kleine Beilage Nudeln, Reis oder Kartoffeln.
Tipp: Zu viele Kohlenhydrate in Form von Nudeln, Reis oder Kartoffeln am Mittag können schläfrig machen. Besser wäre deshalb Gemüse mit Proteinbeilage und kaltgepresstem Olivenöl mit Balsamicoessig
Oder:
Gemüsesuppe, wahlweise mit Reisbeilage
Snack:
1 Becher Buttermilch (Größe nach Wahl),
1 Banane
Oder:
1-2 Riegel Bitterschokolade mit mindestens 85 % Kakaoanteil
Abend:
Käseplatte mit Weintrauben und 1-2 Scheiben Vollkornbrot
Oder:
200-300g Fleisch, Geflügel oder Fisch mit Gemüse (als Salat oder gedünstet), dazu roter Chili
Fazit
Liebeskummer ist eine Zeit schwerer seelischer Belastung. Ein gut dosiertes Bewegungsprogramm in Kombination mit einer gesunden Ernährung, die reichlich Lebensmittel mit natürlichen Stimmungsaufhellern beinhaltet, ist ein exzellentes und bewährtes Mittel, um dem Gefühls-Mix aus Depression, Antriebsschwäche, Selbstzweifel und Minderwertigkeitskomplexen zu entkommen.
Wenn Sie erst einmal mit diesem Programm angefangen haben, wird jeder Tag besser. Das heißt: Sie werden wieder ein intensiveres und positiveres Gefühl für Ihren Körper bekommen, und auch Ihr Geist wird erfrischt sein. Mit der Zeit werden Sie wieder optimistisch in die Zukunft blicken. In einer solchen Verfassung und mit der daraus resultierenden positiven persönlichen Aura, kann es durchaus passieren, dass Ihnen ein Mensch über den Weg läuft, mit dem Sie sich schon bald mehr als nur Freundschaft vorstellen können und der Sie als neuer Partner ein Stück durch Ihr Leben begleiten wird.
Rezepte und Tipps von Berend Breitenstein und Silvia Fauck.
Das Schlimmste hinter sich lassen
Geschrieben am 22.01.09 um 10:05 Uhr

Liebeskummer entlässt Sie nicht schlagartig aus seinen Klauen. Es gibt keinen Tag X, an dem Sie plötzlich sicher sein können, 2008 den Alptraum ausgestanden zu haben. Ähnlich wie sich eine körperliche Genesung in kleinen Schritten vollzieht und mit gelegentlichen Rückfällen gespickt sein kann, verabschiedet sich der Schmerz um einen geliebten Menschen auf leisen Sohlen.
Sie werden später nicht mit Bestimmtheit sagen können, ab wann es Ihnen wirklich besser gegangen ist. Aber Sie können testen, wie weit Ihre seelische Gesundung bereits vorangeschritten ist.
Lassen Sie sich nicht entmutigen
Lesen Sie sich dazu den nachfolgenden Fragenkatalog sorgfältig durch. Sie brauchen keine Kreuzchen zu machen, müssen nicht mit Ja oder Nein antworten oder sich selbst mit Noten oder Punkten bewerten. Nur hinspüren müssen Sie. Bei jeder Frage aufs Neue. Und ehrlich mit sich sein. Wenn Sie das tun, wissen Sie hinterher, wo Sie stehen. Je befreiter Sie durchatmen können, desto länger ist bereits das Stück Weg, das Sie in Richtung Verarbeitung zurückgelegt haben.
Und noch was: Lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn Ihre Gemütslage noch nicht ganz den Erwartungen entspricht, die Sie beim ersten Durchlesen der Fragen an sich selbst gestellt haben. Macht nichts! Legen Sie das Buch für eine Weile beiseite. Vier bis sechs Wochen vielleicht. Und probieren Sie das Ganze dann noch einmal. Sie werden überrascht sein, wie gut Sie dieses Mal abschneiden. Ihre Seele hat nämlich heimlich weitergearbeitet. Und Ihr Unterbewusstsein auch. Wahrscheinlich haben Sie das bereits an Ihren Träumen gemerkt, die sich allmählich verändert haben. Oder auch nur daran, dass Ihnen der nachfolgende Test jetzt viel mehr Spaß macht.
Hier ist er:
1. Hat die Nacht ihren Schrecken verloren? Gehen Sie ohne Angst ins Bett? Und können Sie wieder einigermaßen gut schlafen? Dazu gehört auch: Wachen Sie erfrischt und unternehmungslustig auf? Und stehen gleich auf, weil Sie so viel vorhaben?
2. Haben Sie Ihr normales Gewicht wieder? Können Sie wieder ohne Magenschmerzen essen? Oder: Ist es Ihnen möglich, eine Tafel Schokolade zu kaufen und nur einen Riegel davon in den Mund zu schieben?
3. Können Sie - alleine oder in Gesellschaft - wieder ein Glas Wein genießen, ohne gleich die ganze Flasche trinken zu müssen?
4. Fühlen Sie sich - auch alleine - in Ihrer Wohnung wieder wohl? Macht es Ihnen Freude, Ihr Zuhause hübsch zu gestalten und beispielsweise mit Blumen zu schmücken?
5. Können Sie - alleine im Kino oder vor dem Fernseher - schon wieder herzhaft lachen oder aber einen sentimentalen Film sehen, ohne herzzerreißend zu weinen?
6. Verspüren Sie immer öfter richtige Lebensfreude?
7. Fühlen Sie sich - wenigstens hin und wieder - kuschelig und wohl, wenn Sie am Sonntagmorgen alleine aufwachen und viel Zeit für sich haben?
8. Machen Sie sich immer öfter wieder ein schönes Frühstück mit frischen Brötchen, selbst gemachter Marmelade und Ihrer oder sogar "seiner" Lieblingsmusik?
9. Können Sie schon wieder alleine spazieren gehen ohne sich mutterseelenallein und einsam zu fühlen?
10. Können Sie jene Plätze wieder aufsuchen, an denen Sie immer mit ihm waren, ohne schrecklich traurig zu werden?
11. Schaffen Sie es, alleine Urlaub zu machen, ohne zu verzweifeln?
12. Sind Sie am Urlaubsort schon wieder offen für neue Kontakte?
13. Können Sie Einladungen zu Freunden annehmen, auch wenn Sie ganz genau wissen, dass der Ex auch da sein wird? Vielleicht sogar mit seiner Neuen?
14. Reden Sie mit Ihren Freunden und Verwandten schon wieder über andere Dinge als den Ex und die Umstände der Trennung?
15. Haben Sie sich kürzlich neue Klamotten gekauft? Einfach so? Ohne Anlass? Oder eine neue Frisur ausprobiert, obwohl Sie gar nicht aus dem Haus wollten? Und haben Sie sich dabei ganz gut gefallen?
16. Denken Sie nur noch gelegentlich an Ihren ehemaligen Partner? Oder noch immer 24 Stunden am Tag?
17. Haben Sie die Warteschleife verlassen, weil Sie endgültig kapiert haben, dass er weder anrufen noch zurückkommen wird?
18. Sind Sie bereits hin und wieder dankbar für die schönen Zeiten, die Sie mit dem Ex hatten? Oder überwiegt noch immer der Groll?
19. Haben Sie in letzter Zeit schon mal festgestellt, dass auch andere Mütter tolle Söhne/tolle Töchter haben?
20. Konnten Sie sogar schon wieder mit einem/einer von ihnen ein bisschen flirten?
Ja? - Prima! Sie können verdammt stolz auf sich sein!
Endlich wieder ich: Neues Jahr, neues Glück!
Geschrieben am 15.01.09 um 11:13 Uhr

Das Jahr 2009 hat begonnen und wie in jedem Jahr nehmen wir uns diverse Dinge vor, die nun unbedingt in diesem Jahr geändert werden müssen.
In der Regel geht es um "Ich möchte nicht mehr rauchen", "Ich möchte mehr Sport machen", "Ich möchte einige Kilos abspecken" und "Ich möchte mehr Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden verbringen".
Bei der Befragung meiner Klienten kam heraus, dass über 80% sich für das neue Jahr vorgenommen haben, ihren Ex-Partner loszulassen.
Das bedeutet,
ich möchte wieder ich sein,
ich möchte nicht jeden Gedanken an meinen Ex verschwenden,
ich möchte nicht mehr unglücklich sein,
ich möchte nicht mehr einsam sein,
ich möchte nicht mehr jeden Abend unglücklich alleine vor dem Fernseher sitzen,
ich möchte nicht mehr als Ersatz unnötige Kalorien in mich hinein stopfen und
ich möchte auf keinen Fall mehr auf eventuelle Anrufe oder Lebenszeichen von meinem Expartner warten müssen.
Wie geht das?
Als Liebeskummer-Expertin gibt es für mich nur eine goldene Regel: Erst wenn man sich selber wieder mag und sich verziehen hat, den falschen Partner geliebt und vertraut zu haben, erst dann ist es möglich, seine eigene Mitte wieder zu finden. Dazu ist erforderlich, sich klar zu machen, dass die Menschen, die uns ablehnen, die uns enttäuschen, die uns hintergehen, betrügen, belügen, nicht für voll nehmen, ausnutzen, an unserer Energie saugen, dass die uns nicht verdient haben. Der größte Fehler ist es, diesen Energiesaugern nachzutrauern und damit wieder an nicht richtiger Stelle unsere Energie zu verpulvern.
Erst wenn wir uns selbst als wichtigsten Menschen ansehen, erst dann sind wir auf dem Weg unser Ziel zu erreichen. Wenn unsere Seele aufhört dem Ex hinterher zu weinen, können wir uns neu entfalten, und haben auch für unseren Gegenüber wieder eine positive Ausstrahlung.
Partnersuche-Seminar, die 2.: Ein Seminar für Singles
Geschrieben am 08.01.09 um 11:28 Uhr

Neues Jahr, neues Glück. 2009 ist gerade erst ein paar Tage alt. Die guten Vorsätze pochen noch taufrisch im Hinterkopf: das leidige Rauchen drangeben, die Omi öfter besuchen, die Umwelt stärker schützen und natürlich nach langer, langer Suche endlich Mr. / Mrs. Perfect finden.
Es gibt Glückspilze, die ihren Traumpartner zufällig und unerwartet kennen lernen - am Arbeitsplatz, im Freundeskreis oder im Sportverein. Auf einmal sprühen die Funken, wo man sich vorher noch nicht einmal ein kleines Streichholzflämmchen hätte vorstellen können. Doch nur wenige kommen in den Genuss einer solchen Begebenheit. Viele Singles haben schon lange genug von der ewigen Suche nach dem Partner fürs Leben. Unzählige Versuche, dem Single-Dasein ein Ende zu bereiten, sind entweder ins Leere gelaufen oder endeten in Verletzungen, Liebeskummer und Leid. Haben Sie ähnliche Erfahrungen gemacht und fragen sich, was Sie noch tun können, um Ihren Partner und ein geglücktes Leben zu zweit zu finden?
Das wichtigste zunächst einmal ist: Resignieren Sie nicht. Stecken Sie den Kopf nicht in den Sand. Auch wenn Sie bisher nicht gerade vom Glück geküsst wurden, heißt das nicht, dass Sie auf ewig Ihre Chancen auf eine harmonische Partnerschaft verpasst haben. Natürlich hat zum einen Kommissar Zufall seine Hände im Spiel. Schließlich sind die verschiedenste Kriterien im Kennenlernprozess von Bedeutung. Zum anderen kann man aber durch die eigene Einstellung und das eigene Handeln die Partnersuche signifikant beeinflussen.
Sie können sich weder etwas darunter vorstellen, noch wissen Sie wie sie das erreichen sollen? Ich möchte Ihnen dabei helfen und biete deshalb ein erneutes Partnersuche-Seminar für Singles an. Neben dem Austausch mit anderen Teilnehmern über bisherige Erfahrungen bei der Partnersuche, ermöglicht das Seminar einen neuen chancenreichen Blick auf die eigene Attraktivität, die eigenen Erwartungen, die eigene Geschichte und die damit verbundenen Muster bei der Suche nach der/ dem "Richtigen". Ziel des Seminars soll sein, durch verschiedene Übungen und Rituale und die Beleuchtung der bisherigen Gewohnheiten neue Wege der Partnersuche zu generieren und zu erforschen.
Klingt gut? Prima, dann melden Sie sich an, ich freue mich auf Sie:
Dauer: zwei Tage
Beginn: Sa. 17.01.2009 12 - 16 Uhr
Wo: Praxis Silvia Fauck Hohenzollerndamm 199, 10717 Berlin
Seminarhonorar: pro Person EUR 490,- (+ MwSt.)
Seminarleitung:
Silvia Fauck: Coach und psychologischer Berater
Torsten Klatt: Coach ( Ehe Familie Partnerschaft)
Kontakt und Anmeldung:
030-86313100
fauck@silvia-fauck.de
Auch Traumpaare haben Probleme
Geschrieben am 23.12.08 um 10:35 Uhr

Es gibt sie in jedem Bekannten- und Verwandtenkreis. Sie scheinen das Glück gepachtet und jenes gut gehütete Geheimnis gelüftet zu haben, wie lebenslange Harmonie nicht nur erzeugt, sondern vor allem auch erhalten wird.
Die Rede ist von Traumpaaren. Jenen exotischen Wesen, die auch noch nach Jahren grundsätzlich Hand in Hand anzutreffen sind und vor Glück strahlen. Sie haben ihr Leben und ihre Liebe fest im Griff - bis man den Fehler macht, einmal hinter diese perfekte Fassade zu gucken. Dann wird man nicht selten erstaunt feststellen, dass auch bei Beziehungen gilt: "Es ist nicht alles Gold, was glänzt."
Liebeskummer entsteht keineswegs erst dann, wenn sich einer der beiden Partner in eine dritte Person verliebt und danach trachtet, aus der bisherigen Zweisamkeit auszubrechen. Oft sind es viel subtilere und nur schwer in Worte zu fassende Gründe, warum sich zumindest ein Partner in der Beziehung nicht mehr wohl fühlt.
Gerade so genannte Traumpaare stehen nicht selten unter erheblichem Druck. Haben sie über einen längeren Zeitraum nach außen hin ungetrübtes Liebesglück demonstriert, wird von ihnen bald nichts anderes mehr erwartet. Freunde und Verwandte haben ihnen eine Vorbildfunktion übergestülpt, der sie auch dann gerecht werden müssen, wenn erste Krisen oder Missverständnisse aufgetreten sind. Dann kommt zu dem emotionalen inneren Stress auch noch der äußere: Keiner darf wissen, dass die Liebe bröckelt. Probleme werden vor anderen nicht angesprochen oder gar ausdiskutiert, sondern unter den Teppich gekehrt. Diese Spirale dreht sich immer weiter: So werden mitunter auch dann noch gemeinsame Einladungen angenommen, wenn zu Hause bereits die Einzelheiten der Trennung besprochen werden. Fragen nach dem nächsten Urlaub werden zwar vage, aber bejahend beantwortet. Die Pläne für anstehende Feste zwar zögerlich, aber dennoch zustimmend herausgerückt.
Traumpaare werden allgemein bewundert, beneidet und gerne nach Patentrezepten gefragt, welchem Trick sie ihr vermeintliches Dauerglück verdanken. Das ist eine angenehme und bestätigende Rolle, die niemand gerne wieder abgibt. Schafft man es nicht, den Erwartungen des privaten Umfeldes gerecht zu werden, fühlt man sich als Versager. Das Vorspiegeln falscher Tatsachen scheint da zunächst wesentlich einfacher. Klüger ist es indes nicht, denn: Wer sich zusätzlich zum beginnenden Liebeskummer auch noch zumutet, die Fassade einer heilen Welt aufrechtzuerhalten, überfordert sich heillos. Ist das endgültige Aus dann eines Tages nicht mehr zu verbergen, reagiert das nähere Umfeld regelrecht gekränkt, weil es sich verschaukelt fühlt. Daher unser Rat: Lieber bewusst den Ruf des Traumpaares aufgeben, als hinterher nicht nur die eigene Enttäuschung, sondern auch noch die der Freunde und Bekannten verkraften zu müssen. Die häufigsten Gründe, warum es in zunächst intakten Beziehungen zu Krisen und Trennungen kommen kann, listen wir in dem Kapitel "Die sieben Todsünden gegen die Liebe" gesondert auf.
Hier nur so viel:
- Nehmen Sie erste Irritationen in Ihrem gemeinsamen Alltag ernst.
- Sagen Sie gleich am Anfang, was Sie kränkt.
- Warten Sie nicht darauf, dass sich kleinere Probleme "im Laufe der Zeit" von alleine wieder lösen. Sprechen Sie gleich an, was Sie stört!
- Nehmen Sie professionelle Hilfe in Anspruch, sobald Sie erkennen, dass Sie alleine nicht mehr weiterkommen!
- Formulieren Sie deutlich und unmissverständlich, was Sie von der Beziehung erwarten.
- Lassen Sie es nicht zu, dass Eltern oder Freunde einseitig Partei ergreifen und Ihnen sagen, was sie von Ihnen erwarten. Nur Sie selbst und Ihr Partner können beurteilen, was für Ihre Beziehung richtig ist oder falsch.
- Streifen Sie das Bild des Traumpaares ab, wenn es nicht mehr den Tatsachen entspricht und für Sie zu einer Belastung wird.
Geschrieben am 18.12.08 um 10:55 Uhr

Wer denkt, dass nur Promis ihre liebe Müh mit gescheiterten Beziehungen in der Weihnachtszeit haben, der täuscht. Je näher Weihnachten rückt, desto größer wächst auch bei uns "Normalos" der Beziehungsdruck. Schließlich steht das Fest der Liebe vor der Tür! Egal, ob man daheim oder unterwegs ist, Kitsch und Harmonie sind die maßgeblichen Begleiter der nächsten Wochen. Bereits das Organisieren des Weihnachtsfestes bringt manche Paare in Schwierigkeiten.
Zum Beispiel birgt das Kapitel "Schwiegereltern" ein hohes Streitpotenzial. Gehen wir zu deinen oder zu meinen Eltern? Oder kommen alle zu uns? Wie man sich auch entscheidet, irgendwer wird sich immer vernachlässigt und zurückgestuft fühlen. Eine Zerreißprobe - vor allem, wenn auch fernab von Weihnachten Spannungen das Verhältnis zu den Schwiegereltern trüben.
Doch auch der Druck, den man sich selbst zu solchen Festtagen setzt, ist nicht zu unterschätzen. Alles soll so perfekt und idyllisch wie möglich sein. Wenn man könnte, würde man am liebsten noch die Festtagsgans in Watte packen - damit auch sie eine möglichst angenehme Zeit bis zu ihrem letzten Stündlein hat. Wir träumen vom großen Glück und das Bild "Mit dem Partner Hand in Hand vorm Weihnachtsbaum stehen" dominiert unsere Gedanken. Was dabei leicht übersehen wird: der Partner ist überfordert, abgearbeitet und abgespannt - selbst mit größter Mühe kann er den Anforderungen nicht gerecht werden, da die Erwartungen einfach viel zu hoch geschraubt sind. Enttäuschungen auf sämtlichen Ebenen sind programmiert und aus Feierlust wird schnell Feierfrust. Dennoch macht man gute Miene zum bösen Spiel, da man sich und den Gästen nicht die Stimmung dieses besonderen Festes vermiesen möchte. Schließlich stand auf dem Wunschzettel ganz weit oben: besinnliche Weihnachten!
Die logische Konsequenz: der Januar mutiert zu einem Monat, der mit zahlreichen Trennungen gespickt ist. Die Paare haben versucht "gewaltsam" gemeinsame Zeit zu verbringen. An sich keine schlechte Idee. Doch leider verkraftet das nicht jede Beziehung. Viele Beziehungen funktionieren, eben weil es einen geregelten Rhythmus aus Alltag, Arbeitsleben und geplanter freier Zeit gibt. Weihnachten bringt diesen aufeinander abgestimmten Rhythmus durcheinander: viele freie Tage, viel ungewohnte freie Zeit und das eben erwähnte Harmoniebedürfnis - eine gefährliche Kombination, die labile bzw. gefährdete Beziehungen endgültig ruiniert. Speziell in diesem Jahr haben mehrere Prominente vor dem Fest der Feste die Reißleine gezogen, um sich von diesem Druck zu befreien. Es ist zwar nicht die schönste, dafür aber sauberste Lösung und besser, als die Probleme zu verschleppen und anstauen zu lassen. Denn dann folgt unweigerlich eine Explosion. Doch soweit muss es gar nicht kommen. Setzen Sie sich mit Ihrem Partner zusammen und stellen Sie früh genug einen gemeinsamen Stundenplan für die Feiertage auf. Dabei sollte man strikt darauf achten, sich stets in der Mitte zu treffen - ohne dem Partner seine eigenen Erwartungen aufzudrücken. Versuchen Sie eine gesunde Balance zwischen Verpflichtungen und Spaß zu erreichen. Sie werden merken, wie befreiend und entspannt es sich auf einmal feiern lässt.
In diesem Sinne: Frohes Fest!
Was ist denn momentan bloß in der Promiwelt los?
Geschrieben am 04.12.08 um 10:06 Uhr

Promis haben auf den ersten Blick alles, was man sich als "Normalo" wünscht: Sie sind reich, sie sind schön, sie sind erfolgreich. Das i-Tüpfelchen für einen garantiert hohen Neidfaktor ist, wenn auch noch privat augenscheinlich alles im Lot ist.
Doch es ist nicht alles Gold was glänzt. Auch Promis haben mit den üblichen Fallen des Alltags zu kämpfen. Sie haben es sogar schwerer, denn wenn eine Beziehung diesen Test nicht besteht und zerbricht, können sie sicher sein, dass die Medien die Trennung bis ins kleinste Detail auskosten, zur Freude der Zeitschriftenleser und Boulevardmagazin-Zuschauer. Denn Schadenfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude. Das ist nicht nett, aber absolut menschlich. In letzter Zeit wimmelte es in den Schlagzeilen der entsprechenden Magazine von Zerwürfnissen zwischen den VIPs. Von wegen Wintimacy und Verlangen nach Liebe und Geborgenheit.
Da war zum Beispiel die Trennung von Boris Becker und seiner Sandy. Gut, so richtig erstaunt und schockiert war wohl keiner von uns. Schließlich gilt der ehemalige Tennis-Champ nicht als der bodenständigste seiner Riege und ist für seine schnellen "Bäumchen-wechsel-dich"-Spielchen bekannt. Der nicht unerhebliche Altersunterschied tat sein Übriges dazu, dass man schlussendlich nur mit dem Knopf nickte und sich in der "Das-konnte-doch-nicht-gut-gehen"-Einstellung bestätigt fühlte.
Überraschender war da schon die Bekanntgabe der Trennung von Sarah Connor und ihrem amerikanischen Boygroupstar Marc Terenzi. Vor nicht allzu langer Zeit waren die beiden per Realityshow "still crazy in love" und ließen sich ungeschminkt und ohne doppelten Boden in ihrem Alltag und Zusammenleben filmen. Klar, dass man zunächst neidisch wird und sich fragt, wie der Popstar den verschiedenen Rollen als Karrierefrau, Hausfrau, Mutter und Ehefrau gerecht werden kann und dabei auch noch glänzend aussieht und täglich top geschminkt ist? Doch dann fragt man sich auch, was der ganze (Medien-)Zirkus eigentlich soll, wenn es letztendlich trotzdem wieder heißt: Wir werden eine Familie und Freunde bleiben, doch wir trennen uns. Es ist aus!
Der nächste Schock kam mit der Trennung von dem sympathischen Sänger Ben und der nicht weniger liebenswerten Sängerin Kate Hall um die Ecke. Stets und ständig hieß es: "Wir heiraten!" oder "Es ist das große Glück!", dass einem schon fast das Brötchen im Halse stecken blieb vor lauter Glückseligkeit und Harmonie, wenn man auf dem Weg zur Arbeit diese Schlagzeilen aufschnappte. Doch auch dieses Glück währte nicht! Woran es lag? Man munkelt, dass es an Kates Karriereplänen lag. Wurde sie zu selbstbewusst, zu unabhängig für den deutschen Teenieschwarm?
Für die definitiv Aufsehen erregendste Schlagzeile sorgte allerdings die Grande Dame des deutschen Films Veronica Ferres. Ihr "zerbrochener Krug" war ein wahres Highlight für das Winterloch der Klatschzeitungen. Was waren wir neidisch auf so viel Glück. Die Auszeichnungen häuften sich und aus dem einstigen Bauerntrampel wurde eine stilvolle und attraktive Aktrice.
Ich als Single empfand es schon zum Teil ekelhaft, immerzu in deren strahlenden Gesichter sehen zu müssen. Die Perfektionierung der Harmonie - zum Kotzen. Bei der letzten Preisverleihung horchte ich zuckend auf. Frau Ferres dankte nur ihrer Tochter - nicht aber ihrem Göttergatten. Hatte eine unsichtbare Hand etwa Zwietracht gesät? So ganz wollte aber keiner was von dem Ehe-Aus nach über sieben Jahren wissen. Nein, einer so umwerfend glücklichen Familie kann das verflixte siebte Ehejahr nichts anhaben. Doch nun haben wir den Salat. Denn schon kurze Zeit darauf wurde verkündet: "Wir trennen uns in Freundschaft!" Wenn ich das schon höre! Sich in Freundschaft zu trennen ist genauso utopisch wie mit Currywurst-Pommes sein Idealgewicht zu erreichen. Nach jeder Trennung braucht man Abstand, um zu verarbeiten, was passiert ist. Natürlich kann man nach einer gewissen Zeit, wenn beide Partner dazu bereit und fähig sind, versuchen eine Freundschaft aufzubauen. Doch das geht in den seltensten Fällen gut.
Was ist aber der Grund für diese Trennungen so kurz vor dem Fest der Liebe? Möchte man nicht mit sogenannten Altlasten ins neue Jahr gehen? Tabula rasa am Jahresende? Oder ist es reiner Zufall, dass dieser Zeitpunkt gewählt wurde?
Wie dem auch sei, wir Singles jedenfalls haben keinen Grund neidisch zu sein und können uns entspannt zurücklehnen. Wir sind nicht damit beschäftigt, eiligst die Scherben des Lebens zusammenkehren zu müssen und unsere Liebeskummerwunden zu lecken. Wir dürfen hingegen miterleben, dass Promis auch "nur" normale Menschen sind - wie Du und ich, die mit ihren Problemen zu kämpfen haben. Dazu fällt mir ganz spontan mein Lieblingsspruch ein: Das Glück der Anderen wird meist überschätzt!
"Schlussmachen per SMS" - Promis wie Boris Becker machen es vor
Geschrieben am 27.11.08 um 14:07 Uhr

Folgende Szene: Frau sitzt mit Freundinnen im Café. Handy vibriert, Display zeigt Sms an, Frau liest Sms, Frau wird bleich, kämpft mit den Tränen, verlässt Café.
Was könnte in der SMS gestanden haben, dass die Frau dermaßen aus der Bahn geworfen wurde? Eltern verunglückt? Job verloren? Wohnung abgebrannt? Nein, schließlich würde das kein normaler Mensch per SMS kommunizieren. Stattdessen: "Anstatt die Zeit mit mir zu verbringen, bist du also lieber mit deinen Freundinnen zusammen!? Dann weiß ich ja, woran ich bei dir bin! Es ist AUS! Ben"
Bums, das hat gesessen.
Sie mögen jetzt vielleicht denken, dass diese Situation übertrieben war und niemals im wahren Leben so passieren wird. Dazu kann ich nur eins sagen: Sie irren sich! In meiner Liebeskummerpraxis erlebe ich immer wieder, dass unglückliche Klienten nicht in der Lage sind, niveauvoll und fair Schluss zu machen. Oft höre ich dann so Sätze wie "Ich ertrage die Beziehung einfach mit stoischer Gelassenheit und warte ab, dass sich mein Partner in jemand anderen verliebt!" Oder "Ich schau mal, was noch so kommen mag. Ob sich nicht irgendwann was Besseres findet! Aber solange dem nicht ist, bleibe ich bei meinem Partner!"
Gerne wird aber auch die eben aufgezeigte Taktik des "Streit-vom-Zaun-brechen"s angewandt. Was es damit auf sich hat? Ganz einfach: "Ich inszeniere einen Krach, schmeiße dann alles hin und bin aus der Beziehungsnummer fein raus", so ein Klient, der mich erst kürzlich besuchte. Dem anderen die Schuld in die Schuhe schieben ist ja auch einfacher, als selbst Farbe zu bekennen oder wenigstens über die vorhandenen Probleme gemeinsam zu diskutieren. Auch Worte können Waffen sein. Falsch eingesetzt können sie erschüttern, verletzen und das weitere Leben des Gegenübers prägen! Diese Art der Befreiung des eignen Gewissens auf Kosten anderer ist also mehr als fraglich!
Zudem wird oft der Begriff "Konsumgesellschaft" mit der heutigen Jugendkultur in Verbindung gesetzt. Hauptsache Spaß, Hauptsache Parties, Hauptsache Statussymbole. Verantwortungsgefühl, Pflichtbewusstsein und Mitgefühl sind Fremdwörter. Dies hat sich leider auch auf die zwischenmenschlichen Beziehungen ausgewirkt. Unsere Gesellschaft wird durch technische Errungenschaften, wie Mobiltelefon und Internet, immer schnelllebiger und rastloser. "Höher, schneller, weiter" sind die Handlungsmaxime der meisten Menschen. Das bezieht sich auch auf die Partnerwahl. Der Aufwand einen neuen Partner zu finden, ist gering. Das Angebot ist üppig. Schließlich gibt es genügend Singles auf der Welt. Für "Die Doofen" war es Mitte der 90er ein Spaß, zu singen: "Nimm mich jetzt auch wenn ich stinke. Denn sonst sag' ich Winke Winke und good bye. Denn dort drüben an der Lampe ist auch schon die nächste Schlampe für mich frei!" Doch für viele ist es mittlerweile traurige Gewissheit geworden, ohne langes Zögern ausgetauscht, regelrecht abgesägt zu werden. Eine konstruktive Streitkultur, in der man sich dem anderen mitteilt und erklärt, ist vom Aussterben bedroht. Man zieht sich sang- und klanglos mit irgendwelchen Tricks, inszenierten Auseinandersetzungen aus der Affäre, bloß weil die eigene Feigheit keinen sauberen Schlussstrich ermöglicht! Viele sind der Meinung, dass eine Sms, eine Email als Erklärung für das Beziehungs-Aus genügt. Eine persönliche Konfrontation ist lästig und unangenehm. Zumal der neue Partner schon in der Warteschleife steht. Das i-Tüpfelchen auf dem hinterlassenen Scherbenhaufen ist, dass der gegangene Partner meist noch nicht einmal ein schlechtes Gewissen hat. Warum auch? Schließlich wurde es ihm im Kinofilm von letzter Woche oder in der letzten Ausgabe seiner Lieblingszeitschrift genauso vorgelebt bzw. berichtet!
Auch Promis bleiben nicht von solchen miesen Schluss-Mach-Methoden verschont. Jüngstes Beispiel: Boris Becker und seine Sandy, die ihm per SMS mitgeteilt haben soll, dass die Beziehung zu Ende sei. Und auch Naddel hatte damals unrühmlich per Sms dem Schlagerproduzenten Ralph Siegel den Laufpass gegeben. Ein schwacher Trost, ich weiß.
"Ich bin ein einsamer Mann" - Herberts Geschichte
Geschrieben am 20.11.08 um 10:40 Uhr

Herbert ist 39 Jahre alt und ganz das Gegenteil von dem, was man "flippig" nennen würde. Seit zehn Jahren ist er mit Ulla, einer Sozialpädagogin zusammen, die 300 Kilometer weit von seinem eigenen Wohnort entfernt lebt. Bis vor kurzem hat er sie fast jedes Wochenende besucht, erzählt er. Auch die Urlaube haben sie regelmäßig gemeinsam verbracht.
Seit Neuestem verändert sich die Beziehung jedoch. Ulla hat immer weniger Zeit für Herbert und versteht sich plötzlich mit ihrem Nachbarn so gut, der ein paar Häuser weiter lebt. Eines Tages erfährt er dann, dass der Nachbar nun sogar bei ihr im Haus wohnt - und zwar auf derselben Etage wie sie und dass sie die Wohnungen miteinander getauscht haben.
Doch trotz des massiven Verdachts, dass zwischen Ulla und dem Nachbarn schon lange etwas läuft, macht die Freundin keine Anstalten, sich offiziell von Herbert zu trennen. Ich rate Herbert, dass er darauf bestehen sollte, wenigstens noch einmal zu Ulla zu fahren, um sich von meiner Theorie zu überzeugen, dass sie und ihr neuer Lover bereits gemeinsam in einer Wohnung leben. Herbert kann sich das zwar nicht vorstellen, folgt aber meinem Rat und kommt um eine Erkenntnis reicher zurück: Tatsächlich weist bei Ulla und ihrem Nachbarn alles auf einen gemeinsamen Hausstand hin.
Nun gilt es, Herbert in unseren Sitzungen aufzubauen und ihm zu helfen, sich von der Beziehung mit Ulla zu lösen. Dazu gehört auch, Möglichkeiten zu finden, die einen klaren Abschluss dieses Lebensabschnitts markieren. Außerdem rate ich Herbert auch, etwas an seinem äußeren Erscheinungsbild zu verändern: "Ein neues Outfit und eine neue Brille müssen her!"
Nach einiger Zeit ist Herbert tatsächlich so weit, dass er sich vorstellen kann, sich auf jemand Neues einzulassen. Bloß: Wo sollte er schon eine Frau kennenlernen? Er versucht es zunächst mit einem Single-Kochkurs, aber zwischen all den anderen Leuten fühlt er sich erst recht unsicher und gehemmt.
So kommen wir schließlich auf die Idee, eine Kontaktanzeige für ihn aufzugeben. Ich hatte vor längerer Zeit einmal eine Anzeige aufbewahrt, die sehr ausführlich und sympathisch formuliert war. Dieses Beispiel lege ich Herbert vor und gemeinsam entwickeln wir daraus eine Variante, die zu ihm passt: "Lediger Mann (39), 1,84 m, schlank, Nichtraucher, freundlich, kunst- und sportinteressiert, ruhiger Zeitgenosse mit Familiensinn sucht dich. Alter? Hmm, 30-40 +/-, zum gemeinsamen Lachen & Leben. Ich bin es leid, allein durchs Leben zu wandern und möchte die Dinge des Lebens mit dir genießen. Zuschrift bitte nur mit Bild."
Auf diese Anzeige bekommt Herbert acht Zuschriften, die er zur nächsten Sitzung mitbringt. Auf meinen eindringlichen Rat hin antwortet er dann einer Frau, obwohl sie ihn auf den ersten Blick überhaupt nicht anspricht. Ines ist Lehrerin, hat zwei Kinder und lebt in derselben Stadt wie er. - Und was soll ich Ihnen sagen? Genau die ist es am Ende, mit der er sich auf Anhieb gut versteht und bis heute zusammen ist!
Ein letztes Mal höre ich von Herbert, als bei ihm eine Urlaubsreise nach Nepal ansteht, die er bereits gebucht hatte, bevor er Ines kennenlernte. Ganz aufgeregt ruft er mich an und sagt: "In fünf Stunden muss ich auf dem Flughafen sein, und ich weiß einfach nicht, ob ich fahren soll oder hierbleiben. Ines kann ja nicht mit, weil sie keine Ferien hat, aber ich habe solche Angst, dass womöglich alles vorbei ist zwischen uns, wenn ich in drei Wochen wiederkomme."
In unserem Gespräch kommt dann heraus, dass Ines ihn durchaus ermuntert hat, die Reise anzutreten - mit dem Versprechen, ganz brav auf ihn zu warten.
Nun gibt es mehrere Optionen, die ich ihm aufzähle: Entweder Sie bleiben zu Hause, weil Sie jetzt einfach so verliebt sind und es Ihnen egal ist, das Geld für die Reise in den Wind zu schießen. Oder Sie treten die Reise an, so wie Sie es geplant haben. Denn schließlich werden im Laufe der Beziehung immer wieder solche Situationen auf Sie zukommen, dass Sie und Ines mal für ein paar Tage oder Wochen eigene Wege gehen. Und dann gibt es noch den dritten Weg: Sie können erst einmal losfahren - und sollte sich nach einer Woche herausstellen, dass Sie es in Nepal ohne Ines einfach nicht aushalten, dann pfeifen Sie einfach auf das rausgeworfene Geld und nehmen das nächstbeste Flugzeug nach Hause.
An diese dritte Möglichkeit hatte Herbert noch gar nicht gedacht. Das scheint ihm die beste Lösung zu sein, und so legt er schließlich beruhigt und erleichtert auf. Am Ende, so erfahre ich später von ihm, verläuft alles wunderbar. Er macht die Reise von Anfang bis Ende mit, und als er nach Hause kommt, steht Ines freudestrahlend am Flughafen, um ihn abzuholen. Inzwischen haben beide eine gemeinsame Wohnung bezogen.

Meine Einschätzung zu dieser Geschichte:
· Resignation ist kein Weg. Stattdessen gibt es tausend Schritte, die man gehen kann und sollte, um wieder Freude im Leben zu finden.
· In Bezug auf seine "alte" Beziehung hat Herbert genau das Richtige getan, was ich auch jedem anderen raten würde: Wenn Ihre Partnerin sich nicht ganz eindeutig für Sie entscheidet, dann ziehen Sie selbst konsequent den Schluss-Strich. Ulla konnte die Beziehung zu Herbert offenbar nicht loslassen, deshalb hat sie ihn so lange noch regelmäßig angerufen. Sie sollten sich in so einem Fall aber nicht zum Spielball der Unentschiedenheit Ihres Gegenübers machen lassen.
· Ich bin eine überzeugte Anhängerin der norddeutschen Redensart "Op jeden Pott passt een Deckel". Auch wenn Sie als schüchterner Mensch den Frauen gegenüber noch so unsicher und gehemmt sind: Nehmen Sie Kontakt auf. Auch an Ihnen gibt es liebenswerte Seiten, die ein anderer Mensch erkennen und wertschätzen wird. Versuchen Sie, mehr Selbstvertrauen zu gewinnen, dann werden andere auch Vertrauen in Sie haben. Möglichkeiten, eine neue Partnerin kennenzulernen, sind beispielsweise ein ungezwungener Club-Urlaub, eine Kochgruppe oder ein Kurs an der Volkshochschule. Wenn Sie keine bestehende Gruppe für Ihre Interessen finden, ergreifen Sie selbst die Initiative und suchen Sie per Annonce nach Gleichgesinnten.
Fernbeziehung - Glück oder Unglück?
Geschrieben am 13.11.08 um 12:42 Uhr

Immer mehr Paare lieben auf Distanz. Rund ein Drittel von ihnen hat sich im Urlaub kennen gelernt. Wieder zu Hause muss zunächst die Alltagstauglichkeit dieser frischen Liebe getestet werden. Und dazu verlassen die wenigsten sofort bereitwillig ihre Heimatstadt. Aber auch die Karriere zwingt dazu, in der gewohnten Umgebung zu bleiben und sich mit einer Liebe aus dem Koffer zu begnügen.
Auch das Online-Dating begünstigt das Entstehen von Fernbeziehungen. Durchschnittlich vergehen zwei Jahre, bis sich das Paar zu einer Veränderung entschließt. Entweder ziehen die Liebenden in die gleiche Stadt, oder die Partnerschaft wird beendet.
Eine Liebe auf Distanz bedeutet: zwei Haushalte, vier Zahnbürsten, hohe Benzin- oder Bahnkosten, ständige Sehnsucht, ewige Telefonate und das energische Bündeln von Lust, Liebe, Leidenschaft an den Wochenenden. Sie bedeutet aber auch für mindestens einen Partner den schlimmsten, vorstellbaren Liebeskummer, wenn sie zerbricht.
Warum?
Hier der Klassiker: Einer der beiden hält an der Verbindung fest und lebt von Begegnung zu Begegnung, während sich der andere in aller Ruhe ein zweites Leben aufbaut und nur noch auf den richtigen Moment wartet, das Wochenendverhältnis zu beenden.
Von meinen Klienten weiß ich, dass dieser Abschied heute in den meisten Fällen per SMS, per E-Mail und gelegentlich per Telefon vollzogen wird. Das ist bequem, erspart die direkte Konfrontation und macht das Lügen leichter. Und gelogen wird in dieser Situation praktisch immer. Das hört sich dann so an: "Ruf mich bitte nicht mehr an. Ich weiß auch nicht, was mit mir los ist. Ich brauch' einfach ein bisschen Zeit für mich." Fast nie wird die Wahrheit gesagt: "Du, tut mir Leid, aber ich habe mich in eine andere / einen anderen verliebt." Den Mut bringen die Wenigsten auf.
Für den Verlassenen ist dieses Ende furchtbar. Er sitzt in der Warteschleife, weiß nicht, ob dieses "Ich brauche Zeit für mich" das endgültige Aus oder nur eine ungünstige Phase ist. Er ist völlig abgeschnitten, allein gelassen. Kann nicht um ein letztes Treffen und eine persönliche Aussprache bitten. Hat keinen gemeinsamen und leider meistens auch keinen eigenen Bekanntenkreis mehr, der trösten kann.
Was ist jetzt zu tun bzw. zu unterlassen?
- Ersparen Sie sich verzweifelte Anrufe. Der Ex wird nur abblocken. Oder den Hörer gar nicht erst aufnehmen. Sie laufen ins Leere, sinken nur tiefer. Vor allem, wenn Sie in Ihrem Schmerz auf sein Band gesprochen, entweder gefleht oder massiv gedroht haben. Erreichen können Sie damit außer dem Verlust von Würde nichts.
- Fahren Sie nicht hin! Notfalls lassen Sie sich Ihre Sachen, die sich noch in seiner Wohnung befinden, per Post schicken. Holen Sie sie nicht selbst ab. Jedenfalls nicht alleine. Das kostet nur Kraft. Und die Rückfahrt wird fürchterlich. Dann kann allerdings passieren, dass Sie das erleben, was Silvia widerfahren ist: Nach dem Ende ihrer großen Liebe erhielt sie per Post drei Paar Schuhe und ihren Haustürschlüssel zugeschickt. Dem Paket lag ein Zettel bei. "Anbei der Schlüssel für deine Welt. Ich bin jetzt zurück in meine eigene Welt gegangen." Befolgen Sie bloß nicht jenen verrückten Rat, der Silvia von einem (Fach-)Mann gegeben wurde, als ihre Fernbeziehung gerade zerbrochen war. "Ziehen Sie sich Strapse an", wurde ihr vorgeschlagen. "Fahren Sie zu Ihrem Ex, setzen Sie sich auf seinen Schreibtisch, und holen Sie sich Ihren Mann zurück!" Dazu Silvia: "Hierbei muss es sich um eine typisch männliche Fantasie gehandelt haben. Offenbar wünscht sich das starke Geschlecht insgeheim, so zurückerobert zu werden."
- Heilsamer für Ihre Seele ist es, wenn Sie sich in Ihrer Stadt einen neuen Freundeskreis aufbauen oder den alten, den Sie wegen der Fernbeziehung lange vernachlässigt haben, wieder aktivieren. Laden Sie Ihre Freunde ein und sagen Sie die Wahrheit. Sie vergeben sich nichts, wenn Sie um sofortige Nothilfe, aber auch um Verzeihung bitten, weil Sie so wenig Zeit gehabt haben.
- Verbannen Sie alles, was Sie noch an den Ex-Partner erinnert, aus Ihrer Wohnung. Werfen Sie vielleicht sogar das einst gemeinsame Bett aus dem Schlafzimmer, und ersetzen Sie es durch ein neues. Hängen Sie neue Gardinen auf, oder legen Sie andere Teppiche hin. Verändern Sie, wo immer Sie können.
- Nutzen Sie die Bahncard, die bestimmt noch ein paar Monate gültig ist, für Fahrten in die andere Richtung. Besuchen Sie damit Freunde und Verwandte, die Sie lange nicht gesehen haben. Oder holen Sie Ihr Auto auch weiterhin am Wochenende aus der Garage. Um irgendwohin zu fahren. Nur nicht zum Ex.
- Auf jeden Fall - werden Sie aktiv. Bleiben Sie nicht zu Hause neben dem Telefon sitzen! Es wird bestimmt nicht klingeln. Dazu Silvia: "Fernbeziehungen, so hat meine Praxiserfahrung gezeigt, funktionieren nur, wenn das Zusammenziehen das gemeinsame Ziel ist und die räumliche Trennung als vorübergehend angesehen wird. Ist das nicht der Fall, wächst die Gefahr, dass sich einer der beiden Partner in alle Ruhe ein zweites Leben aufbaut, während der andere ausschließlich für die Begegnungen und die gemeinsamen Urlaube lebt."
Liebe macht kreativ - Kanadier verschickt 3700 Such-Mails
Geschrieben am 06.11.08 um 09:53 Uhr

Liebe Leser, aus eigener Erfahrung (Single Widerwillen) gebe ich Ihnen heute einige Tipps, um aus dem Liebestief langsam wieder raus zu kriechen. Das Leben lehrt uns, dass eine Menge Selbstdisziplin und Kraft dazugehört, sich selbst wieder zu mögen und sich aus der Opferrolle zu befreien. Wenn wir verliebt sind, können wir Berge versetzen. Keine Aufgabe ist so schwierig, dass wir sie nicht lösen können.
Unser Potenzial, über uns selbst hinauszuwachsen, ist am größten, wenn es um den geliebten Partner geht. Für ihn entwickeln wir Kreativität, Fantasie und notfalls Selbstdisziplin. (Oder haben Sie die drei, vier Kilos die Sie schon immer gestört haben, etwa nicht im Überschwang der ersten Verliebtheit mühelos abgespeckt, um Ihrem Schatz noch besser zu gefallen?)
Wir lassen uns 1000 Dinge einfallen, um dem geliebten Menschen eine Freude zu machen. Er muss nur nebenbei einen Wunsch äußern, und schon setzen wir Himmel und Hölle in Bewegung, um ihn zu erfüllen. Egal, wie ausgefallen er sein mag. So beobachtete ich einen meiner Lieblingsverleger, einen viel beschäftigten, erfolgreichen Mann, zufällig einmal dabei, wie er mit Engelsgeduld liebevoll 24 winzige Päckchen packte, weil er seine Verlobte mit einem selbst gebastelten Adventskalender überraschen wollte. Anfang des Jahres wurde eine kurze, aber bemerkenswerte Agentur-Meldung von vielen Tageszeitungen gedruckt: Der liebeskranke Kanadier Marc Lachance hatte sich auf Kuba in eine junge Belgierin verliebt und beim Abschied vor lauter Aufregung vergessen, sie nach ihrem Nachnamen und ihrer Adresse zu fragen. Nur, dass sein Schwarm Sabine hieß, wusste er. Das Ende vom Lied: Der Kanadier verschickte 3700 Liebesgrüße - an alle Belgierinnen mit dem Namen Sabine, die er im Internet hatte finden können. Ob er Erfolg hatte, war nicht vermerkt. Aber da der Meldung ein Urlaubsfoto von ihm und seiner verlorenen gegangenen Geliebten beigefügt war, können wir davon ausgehen, dass sich Marc und Sabine wieder in den Armen liegen.
Die Beispiele zeigen: Das Gefühl, zu lieben und geliebt zu werden, setzt ungeahnte Kräfte frei, die wir - zumindest am Anfang - ganz in den Dienst der Partnerschaft stellten. Schön und schade zugleich. Schön, weil die Phase der Leidenschaft durch die Bemühungen noch himmelstürmender wird. Schade, weil das größte Potenzial an Bereitschaft, die Partnerschaft glanzvoll und tragfähig zu machen, bereits verpufft ist, wenn erste Abnutzungserscheinungen auftreten. Dann sind wir meist schon ein wenig müde geworden. Und finden nicht immer den Dreh, uns wieder so zu motivieren wie am Anfang, als jedes noch so winzige Missverständnis zum Festival der Versöhnung führte.
Aber: Hat uns der Liebeskummer fest im Griff, werden diese Energien erneut frei. Wieder sind wir voller Kreativität, Fantasie, Veränderungsbereitschaft. Aber diesmal in eigener Sache. Und das ist gut so. Wenn die Erstarrung und der erste Schock nachlassen, ist der Moment gekommen, gesunden Egoismus zu entwickeln und jene Dinge anzugehen, die bisher nur ein vager Traum waren und wieder und wieder verschoben wurden, weil sie mit der Beziehung unvereinbar waren. Mal ehrlich, wollten Sie nicht schon lange einen Salsa-Kurs machen? Oder Seidenmalerei betreiben? Oder mehr auf Ihrer Gitarre zupfen? Ihre Freundinnen aus der ersten Klasse zu einem Wiedersehen zusammentrommeln? Die Jazzgymnastik, die Sie seinetwegen aufgegeben hatten? Tun Sie?s! Das möbelt Sie auf, lenkt Sie ab und stärkt Ihr Selbstvertrauen.
10 Sätze, um Schluss zu machen
Geschrieben am 30.10.08 um 10:30 Uhr

Wenn irgend möglich, sollte man seinem Partner persönlich sagen, dass man sich trennen möchte. Mit welchen Worten sich eine Paarbindung halbwegs gnädig und zivilisiert beenden lässt, hat das HAMBURGER ABENDBLATT unter der Überschrift: "10 Sätze, um Schluss zu machen", zusammengetragen. Hier sind sie:
- Ich bin halt kein Beziehungsmensch.
- Wollen wir nicht einfach Freunde sein?
- Ich kann mich überhaupt nicht konzentrieren.
- Es gibt so viele interessante Menschen, die ich kennen lernen möchte.
- Wir passen einfach nicht zueinander.
- Ich brauche mehr Zeit für mich.
- Ich glaube, du brauchst erst mal Zeit für dich.
- Ich muss mich in nächster Zeit vor allem um meine alte Mutter/meinen Malkurs/mein Marathontraining kümmern.
- Ich habe gestern geträumt, dass wir auf zwei verschiedenen Inseln leben.
- Ich erstrebe einen Zustand, in dem jeder Mensch beziehungslos glücklich ist.
Hilft nicht wirklich, oder? Aber ist immer noch besser, als verkappte oder direkte Schuldzuweisungen wie: "Deine Eifersucht macht mich fertig." - "Ich fühle mich wahnsinnig eingeengt." - "Wir haben uns auseinander gelebt." Oder gar: "Ich möchte mit einem neuen Partner / einer neuen Partnerin noch einmal ganz von vorne anfangen, weil ich mit dir schon lange nicht mehr glücklich war."
Geschrieben am 23.10.08 um 14:47 Uhr

Michael kommt nicht aus Kummer wegen einer Liebesbeziehung zu mir, sondern aus Kummer wegen keiner Liebesbeziehung zu mir. Damit ist er in meiner Praxis durchaus kein Exot - im Gegenteil, immer häufiger suchen mich Singles zwischen 30 und 45 auf, die sagen: "Frau Fauck, ich bin noch jung, ich bin beruflich erfolgreich, ich sehe einigermaßen gut aus, aber ich finde einfach nicht die richtige Frau. Ist irgendetwas an mir verkehrt?"
Michael schildert Ihnen seine Geschichte mit seinen eigenen Worten selbst: "Ich werde dieses Jahr 40 und bin eigentlich ein ganz zufriedener Mensch. Ich bin selbstständig als SAP-Berater und mein Geschäft läuft so gut, dass ich mir finanziell eigentlich gar keine Sorgen machen muss. In meiner Freizeit gehe ich leidenschaftlich gern ins Kino, ich reise gern, gehe im Winter regelmäßig Skilaufen und interessiere mich für Literatur. Ich sehe vielleicht nicht top aus, aber hässlich bin ich ganz sicher auch nicht. Ich würde mich selbst als sportlich-gepflegte Erscheinung bezeichnen, wenn ich mein Aussehen in wenige Worte packen sollte. Es soll ja auch Frauen geben, denen innere Werte wie Herzlichkeit, Intelligenz oder gute Manieren wichtiger sind als das Aussehen - und da könnte ich durchaus mit der Konkurrenz mithalten.
Soweit ist also alles im Lot. Mein Problem ist allerdings: Ich habe keine Freundin. Und Problem Nummer zwei: Ich hätte gern eine Familie.
An Frauenbekanntschaften mangelt es mir durchaus nicht, aber für die meisten bin ich eben einfach der gute Kumpel, der nette Michael, mit dem man sich so gut unterhalten und der so gut zuhören kann. In den vergangenen vier, fünf Jahren habe ich das alles noch ganz locker genommen. Ich dachte, irgendwann wird die Richtige schon meinen Weg kreuzen und dann geht?s los ? Bis dahin versuche ich am besten, mir eine schöne Zeit zu machen. Aber dieses Jahr werde ich, wie gesagt, 40. Und - wie ebenfalls schon erwähnt - ich möchte eine Familie.
Ich muss zugeben, inzwischen bin ich schon ein wenig verkrampft, wenn ich eine Frau kennenlerne, die ich attraktiv finde. Ich stecke da nämlich irgendwie in einem Dilemma. Einerseits weiß ich natürlich, dass man sich erstmal kennenlernen muss, um herauszufinden, ob man gut zueinander passt und sich vorstellen kann, eine feste Beziehung miteinander aufzubauen. Andererseits kann ich es mir sozusagen nicht mehr leisten, zu viel Zeit zu verlieren. Wenn ich mir also vorstelle, ich lasse die Sache langsam angehen und nach einem halben Jahr stellt sich heraus, dass die Frau überhaupt keine Ambitionen hat in Richtung Kinderkriegen und Familie hat, kann ich im Grunde wieder von vorn anfangen. Auf der anderen Seite: Wer will schon gleich beim zweiten oder dritten Date eine so grundsätzliche Frage vorgesetzt bekommen? Immerhin verstehe ich von Frauen so viel, dass ich weiß, dass man mit dieser Methode, fast jede Frau sofort in die Flucht schlägt.
Meine Einschätzung zu dieser Geschichte: Männern, die sich in einer ähnlichen Situation befinden wie Michael, rate ich:
- Kontaktanzeigen sind aus meiner Sicht ein gutes Mittel, um eine neue Partnerin zu finden. Obwohl ich, wie bereits an anderer Stelle erwähnt, keine große Freundin von Internet-Partnerbörsen bin, bieten Sie für Männer wie Michael sicher einen entscheidenden Vorteil: Man kann dort nach ganz bestimmten Auswahlkriterien suchen und seine persönlichen Interessen so darstellen, dass andere gleich wissen, woran sie sind.
- Die Einstellung, man würde Zeit "verlieren", wenn man sich die Zeit nimmt, sich erst einmal besser kennenzulernen, um dann womöglich herauszufinden, dass man nicht die gleichen Lebenspläne und -vorstellungen hat, wie es Michael beschreibt, halte ich grundsätzlich für problematisch. Hier gilt die einfache Wahrheit: Wer nichts wagt, der nicht gewinnt. Wir Menschen sind einfach so komplex, dass wir uns gegenseitig nicht bei einem einzigen Treffen vollständig erfassen können. Sie müssen sich schon auf einen anderen Menschen einlassen, wenn Sie eine neue Partnerschaft eingehen wollen.
- Wer so intensiv auf der Suche nach einer potenziellen Partnerin ist, läuft häufig Gefahr, Opfer seiner eigenen festgelegten Vorstellungen zu werden. Das führt dann oft dazu, dass schon von vornherein abgeblockt wird, wenn eine Frau auch nur ein einziges Kriterium nicht erfüllt. - Die Liebe hat die Menschen aber schon oft gelehrt, dass sie in der Lage ist, solche äußeren Kriterien in einem einzigen Moment über den Haufen zu werfen.
- Versuchen Sie einfach mal, aus Ihren eigenen lieb gewonnen Gewohnheiten herauszukommen. Wenn Sie jedes Jahr mit denselben Freunden in dieselbe Skihütte in Urlaub fahren, dann versuchen Sie es nächstes Jahr mal mit einer Bildungsreise oder einem Cluburlaub - auch wenn Ihnen das vollkommen absurd vorkommt. Wenn es für Sie eine Horrorvorstellung ist, ganz allein auf ein Bier in die Kneipe bei Ihnen um die Ecke zu gehen, tun Sie trotzdem einfach mal. Sie werden merken, dass es auch dort interessante Menschen gibt, wo Sie sie nicht vermuten würden.
Mein Partnersuche-Seminar: Noch freie Plätze
Geschrieben am 16.10.08 um 15:20 Uhr

Vor allem die Winterzeit führt Singles verstärkt vor Augen, dass eine wichtige Komponente im Leben fehlt: die Tage werden kürzer, die Abende dafür umso länger. Überall sehen Sie Harmonie, Glückseligkeit und Geselligkeit. Doch Sie selbst sind allein und fühlen sich einsam.
Aber keine Sorge: Dieser Zustand muss nicht von Dauer sein. Klar, Sie können sich alleine mit einem Magnum-Becher Eiscreme auf dem heimischen Sofa einigeln und die harte und grausame Welt verfluchen, in die Sie hineingeboren wurden ohne auch nur einmal um Erlaubnis gefragt worden zu sein. Eine andere Möglichkeit aber ist: Sie nehmen Ihr Glück selbst in die Hand und helfen dem Erfolg bei der Partnersuche so auf die Sprünge! Ihre eigene Einstellung und Ihr eigenes Handeln spielen eine wesentliche Rolle. Aus diesem Grund biete ich erneut ein alltagsbegleitendes Seminar für Singles an. Es soll nicht nur ein Austausch mit anderen Teilnehmern stattfinden, der ohne Frage sehr wichtig ist. Sondern auch einen Blick auf die eigene Attraktivität und die eigenen Erwartungen, anhand verschiedenster Übungen und Rituale, ermöglichen. Das Seminar beginnt bewusst in der Weihnachtszeit am Samstag, den 07.12.2008. Warum? Na, weil meine Teilnehmer so die Möglichkeit haben, Kontakte für die Weihnachtstage und den Jahreswechsel zu knüpfen. Vielleicht verbringen Sie Silvester ja gemeinsam? Sie treffen Gleichgesinnte, die ebenfalls neugierig sind, neue Wege der Partnersuche auszuprobieren.
Eine Kursteilnehmerin bemerkte einmal überrascht, dass der "Feind" ja auch vor Ort sei, da auch Männer an dem Seminar teilnehmen. Doch im Gegenteil, die unterschiedlichen Blickwinkel befruchten sich gegenseitig! In diesem Fall wurden aus Feinden Freunde, die nun die Gefühle des Gegenübers besser verstehen und deuten können.
Also, melden Sie sich an, ich freue mich auf Sie:
Dauer: 3 Monate mit insgesamt 3-4 Terminen (je einen Samstag/Monat für 3 Stunden)
Beginn: Sa. 06.12. 16 - 19 Uhr
Wo: Praxis Silvia Fauck Hohenzollerndamm 199, 10717 Berlin
Gebühr: Seminarhonorar für drei Monate: pro Person EUR 540,- (+ MwSt.)
Seminarleitung:
Silvia Fauck: Coach und psychologischer Berater
Torsten Klatt: Coach ( Ehe Familie Partnerschaft)
Kontakt und Anmeldung:
030-86313100
fauck@silvia-fauck.de
Liebessünden Teil 5 - Nachlässigkeit
Geschrieben am 15.10.08 um 16:20 Uhr

Erinnern Sie sich noch an den "Aufwand", den Sie ganz am Anfang getrieben haben, wenn Sie mit Ihrem Schatz verabredet waren?
Gestylt von Kopf bis Fuß, geschminkt, frisiert, gepudert und geölt - für jede Eventualität gerüstet. Von der sexy Unterwäsche über das frisch bezogene Bett bis hin zu dem eisgekühlten Sekt war alles liebevoll für die Begegnung vorbereitet.
Und jetzt? Klar, wenn Sie schon länger zusammenwohnen, können Sie nicht jeden Abend die große Show liefern. Verlangt auch keiner. Aber was bieten Sie wirklich? Sind Sie schon im Schlafanzug auf der Couch, wenn der Partner später nach Hause kommt. Sind Sie abgeschminkt und ungekämmt? Läuft der Fernseher weiter, wenn er das Zimmer betritt? Bleiben Sie am Wochenende ganz gemütlich im Jogginganzug, wenn Sie nichts Besonderes vorhaben? Haben Sie sich schon lange keine Klamotten mehr gekauft, weil Sie im Moment ein paar Pfunde zu viel haben und die erst wieder abspecken wollen, ehe Sie Geld für sich ausgeben? Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Sie wissen, was wir meinen, oder?
Liebessünden Teil 4 - Erstarrung in Routine
Geschrieben am 06.10.08 um 11:48 Uhr

Routine in einer Beziehung ist nicht nur Gift für die Erotik, sondern für die Liebe schlechthin. Kaum hat man sich aneinander und das tägliche Zusammensein gewöhnt, schleicht sie sich bereits ein. Es beginnt mit Kleinigkeiten, die Sie alle kennen.
Geliebt wird nur noch am Wochenende. Vielleicht sonnabends nach dem Baden? Das Fernsehprogramm bestimmt den Tagesablauf. Freitags macht man was mit gemeinsamen Freunden. Meistens Kino. Danach Pizza. Gejoggt wird am Sonntag. Hat sich so eingebürgert. Und so weiter. Hier das Fallbeispiel eines Paares, das von anderen immer bewundert und beneidet wurde, weil alles in bester Ordnung schien.
Als Erster erschien der 30-jährige Ole in der Liebeskummer-Praxis. Er war seit vier Wochen alleine und hatte in dieser Zeit neun Kilo abgenommen. Er war völlig aufgelöst und unglücklich. Fünf Jahre war er mit der zwei Jahre älteren Merle zusammen gewesen. Alles war zunächst bestens, die Beziehung ein Hit. Die beiden galten als ideales Paar und waren für ihre Freunde ein leuchtendes Vorbild. Ole war sehr ehrgeizig. Er wollte sich mit einem eigenen Geschäft selbstständig machen und arbeitete Tag und Nacht. Auch an den Wochenenden war er beschäftigt. "In letzter Zeit wurde Merle immer unruhiger", erzählte Ole in der Praxis. "Sie schlief nicht mehr richtig. Alles war anders. Das machte mich hellhörig. Ich hatte so eine Eingebung und bin ihr nachgegangen." Was er dabei herausbekam, schien harmlos: Merle traf sich auf dem Golfplatz mit einem anderen, etwas älteren Mann, den sie per Kuss begrüßte. Sie betonte, es sei nur Freundschaft. Trotzdem machte Ole ihr mitten auf dem Platz eine riesige Szene. Zu Hause ging die Diskussion weiter. Dabei kam heraus, dass sich Merle seit mehr als einem Jahr völlig vernachlässigt fühlte. "Ich führe an deiner Seite das Dasein eines Singles", warf sie ihm vor, "weil Du nur noch arbeitest. Du nimmst mich nur noch wie ein bequemes Möbelstück wahr. Jeder Tag mit dir sieht gleich aus." Gemeinsam wurde nach dieser Auseinandersetzung beschlossen, dass Merle erst einmal ausziehen würde, um Ruhe und Abstand zu gewinnen. Schnell fand sie ganz in der Nähe eine kleine Wohnung. Ole fiel nach der Trennung zunächst in ein tiefes Loch, stellte das Essen ein, rauchte und trank nur noch, wurde immer dünner und suchte bei Silvia Hilfe. Silvia: "Ich riet ihm, seiner Freundin erst einmal Luft zu gönnen und sie für eine Weile in Ruhe zu lassen." Drei Wochen danach begegnete Silvia Ole zufällig auf der Straße. Plötzlich schien er ganz zufrieden und erzählte, er würde jeden Abend auf irgendeine Party gehen und das Leben genießen. Andere Frauen interessierten ihn allerdings nicht. Über Merle sagte er: "Die spinnt total. Immer öfter geht sie mit diesem neuen Typen vom Golfplatz aus. Dann trifft sie sich wieder mit mir. Sie weiß nicht, was sie will." Was er nicht erwähnte: Seit der Trennung spionierte er seiner Freundin ständig hinterher, lauerte ihr auf, kontrollierte, welche Autos vor ihrer Tür standen, und rief sie mitten in der Nacht an, um ihr Vorwürfe zu machen.
Zwei Monate nach dem ersten Besuch von Ole in der Liebes-kummer-Praxis tauchte Merle plötzlich bei Silvia auf. Aus ihrer Sicht stellten sich die Dinge ganz anders dar: "Die ersten drei Jahre mit Ole waren einfach toll", erzählte die attraktive, gepflegte Frau. "Das vierte Jahr war mittelprächtig, das fünfte furchtbar. Ole hat nur noch gearbeitet und mich nicht mehr wahrgenommen. Alles war in Routine erstarrt."
Im privaten Umfeld der beiden gab es zu diesem Zeitpunkt immer mehr Hochzeiten. Die ersten Babys kamen auf die Welt, während es in ihrer Beziehung nur noch um die Karriere ging. Nicht einmal ein gemeinsamer Urlaub schien möglich. An den Wochenenden schlug Ole grundsätzlich vor: "Mach doch was mit deinen Freundinnen!" War er wirklich mal zu Hause, war er kaputt und müde. Nach der Trennung, so Merle, kam sie ihrem Golffreund Alexander, der seit kurzem ebenfalls alleine war, näher. Auch über eine gemeinsame Zukunft wurde inzwischen gesprochen. Der perfekte Konflikt war geboren. Merle wusste nicht mehr, wie sie sich entscheiden sollte. Die Liebe zu Ole war nach fünf Jahren nicht einfach gestorben. Weiterhin sprach sie liebe- und respektvoll über ihren ehemaligen Freund. Andererseits hatte sie Angst, eine wichtige Erfahrung mit Alexander zu verpassen, bei dem sie zumindest im Moment noch das Gefühl hatte, für ihn etwas ganz Besonderes und nicht Routine zu sein. Das Ende vom Lied? Silvia: "Hier gibt es zurzeit kein Vorwärts und kein Zurück. Merle steht zwischen zwei Männern und ist alles andere als glücklich."
Ein weiterer Fall: Ursula (35) und Rüdiger (39), beide Steuerberater und Eltern von drei Kindern im Alter von zwei, vier und acht Jahren, führten eine Ehe, die im Alltag zu ersticken drohte und nur noch aus Routine bestand. Nichts von dem, was Ursula tat, war für Rüdiger gut genug. An allem hatte er etwas auszusetzen. An ihren Kochkünsten, ihrem Aussehen und ihrem Verhalten im Bett. Bis Ursula an Gebärmutterhalskrebs erkrankte. Silvia: "Rüdiger brach schon bei der Diagnose zusammen. Er erkannte, dass er seiner Frau das Leben unendlich schwer gemacht und damit den Ausbruch der Krankheit vielleicht sogar begünstigt hatte. Seine Schuldgefühle erdrückten ihn fast. In all den Jahren hatte er seine Frau nicht mehr spüren lassen, wie wichtig sie für ihn war. Erst nach dem Tod von Ursula wurde ihm das Ausmaß seines Verlustes voll bewusst. Jetzt versucht er, mit meiner Hilfe Trauerarbeit zu leisten, sein Gewissen zu erleichtern und einen neuen Anfang zu finden.
Liebessünden Teil 3 - Verlust der Kommunikation
Geschrieben am 25.09.08 um 11:32 Uhr

Die bereits aufgezeigten Todsünden gegen die Liebe lassen sich nur durch ständige Kommunikation in Schach halten. Doch genau daran kranken so viele Beziehungen. Man glaubt, alles über den anderer zu wissen, sich alles bereits gesagt zu haben - und verstummt.
Oder erschöpft sich im Besprechen täglicher Routine. Wer holt die frischen Brötchen, wer fährt zur Reinigung. Muss ja alles geklärt werden. Bei den Mahlzeiten kommen auch keine tief greifenden Gespräche mehr auf ? weil der Fernseher läuft. Die wirklichen Belange der Paarbeziehung bleiben also unausgesprochen. Ein prächtiger Nährboden für Missverständnisse und gegenseitige Verletzungen.
Dazu die 36-jährige Fiona: "Nicco und ich sind seit drei Jahren ein Paar. Als wir uns kennen lernten, hatten wir die tollsten Vorsätze: Weil wir beide Scheidungswaisen sind, stand für uns fest, dass wir immer an unserer Beziehung arbeiten würden. Wir wollten alle Missverständnisse sofort ausräumen. Wollten immer gleich über alles sprechen. Und was tun wir heute? Wir schweigen uns an. Ich sitze mit dem Baby den ganzen Tag zu Hause und warte nur auf Niccos Rückkehr. Er dagegen knallt sich abends mit einem Bier vor die Glotze und will nichts mehr hören. Wäre ich finanziell unabhängiger, hätte ich längst die Fliege gemacht. So halte ich aus, bis der Kleine in den Kindergarten kommt. Dann bin ich weg."
Liebessünden Teil 2 - Respektlosigkeit
Geschrieben am 18.09.08 um 10:25 Uhr

Sie schleicht sich ein auf leisen Sohlen. Niemand kriegt das so richtig mit. Alles ist selbstverständlich geworden. Dass er jeden Tag in die Firma rennt und das Geld nach Hause bringt. Dass sie sich perfekt um die Kids und den Haushalt kümmert. Oder trotz der eigenen Berufstätigkeit für ein funktionierendes und gemütliches Zuhause sorgt.
Fragen Sie noch nach seinem Tag? Nach seinen Sorgen? Seinen Erfolgen? Will er wissen, was Sie geleistet haben? Und findet er anerkennende Worte dafür? Kriegt er mit, dass Sie die Beziehung zu seinen Eltern wieder normalisiert und einen gemeinsamen Bekanntenkreis aufgebaut haben? Verlieren Sie überhaupt noch ein Wort darüber, dass Sie jedes Jahr mindestens einmal Urlaub machen können, weil er Überstunden schiebt? Auch hier ist die Liste beliebig lang und leicht von Ihnen zu vervollständigen, denn nur Sie selbst können beurteilen, wo die gegenseitige Achtung aufhört und die Respektlosigkeit anfängt. Sucht nach seliger Verschmelzung mit Verlust der eigenen Persönlichkeit Nach einer langen Paarbeziehung gewinnt das "Wir" immer mehr an Bedeutung. Vor allem, wenn eine gemeinsame Lebensplanung vorliegt. Alles, was wir tun, setzen wir in Bezug zu dem Partner. Und merken dabei vielleicht gar nicht, dass wir ihn mit immer mehr Erwartungen überfrachten. Vielleicht machen wir es uns gar nicht bewusst, dass wir insgeheim den Partner für die Güte unserer Beziehung und damit letztendlich für die eigene Befindlichkeit verantwortlich machen.
Geht es uns nicht gut oder sind wir mit den bestehenden Lebensumständen nicht hundertprozentig zufrieden, ist es natürlich sehr viel einfacher, dem anderen die Schuld daran zu geben, als das eigene Dazutun einmal unter die Lupe zu nehmen. Spüren Sie, welcher Zündstoff sich hier zusammenbraut? Von der Unzufriedenheit über das Hier und Jetzt bis zum Unzufriedensein mit dem Partner und damit der Beziehung schlechthin ist nur ein winziger Schritt. Vor allem, wenn die selige und vollständige Verschmelzung mit dem Partner als Erfüllung und Beweis der Liebe angesehen wird. Dazu ein Fallbeispiel: Benedikt (22) ist unsterblich in die gleichaltrige Sabrina verliebt. Er ist Gleitschirmflieger, aktiver Fußballer und begeisterter Snowboarder. Sabrina, selbst ziemlich unsportlich, findet seine draufgängerischen Aktivitäten toll. Doch kaum ist sie mit Benedikt zusammen, stellt dieser seinen Sport ein. Er ist jeden Tag und jede Nacht zu Hause. An den Wochenenden weicht er ihr nicht von der Seite. Auch dann nicht, wenn sie in der Küche steht oder gerade einmal ungestört mit ihren Freundinnen telefonieren möchte. Benedikt ist immer da. Macht alles, was sie macht. Ist immer dabei. Liest ihr jeden Wunsch von den Augen ab und hat selbst keine eigenen Bedürfnisse mehr. Sein Lieblingssatz: "Hauptsache, du bist glücklich!" Nach acht Monaten ist die große Liebe kaputt. Sabrina fühlt sich erstickt, an die Wand gedrückt. "Er hat mich Tag und Nacht nur angesehen. Mit diesem blöden, seligen Lächeln im Gesicht. Wenn ich nicht gegangen wäre, hätte ich ihm dieses Lächeln eines Tages aus dem Gesicht geschlagen. Ich konnte es einfach nicht mehr ertragen."
Clarissa (34), erfolgreiche Designerin und seit sieben Monaten mit Sascha liiert: "Die ersten sechs Wochen unserer Liebe waren klasse. Wir schwebten im siebten Himmel, haben uns eine gemeinsame Wohnung genommen und angefangen, an einem Baby zu basteln. Wir wollten beide eine Familie. Zum Glück hat es schnell geklappt: Nach drei Monaten war ich schwanger. Aber da war die Beziehung genau genommen schon kaputt. Es gab keine Romantik mehr, kein Herzklopfen. Nur noch Alltag und Langeweile. Im Moment bin ich noch bei Sascha. Aber wahrscheinlich nicht mehr lange. Wozu brauche ich den? Mein Kind kriege ich auch alleine groß."
Sascha (37), Ingenieur: "Ich hab? mir unsere Beziehung wirklich anders vorgestellt. Clarissa arbeitet ja noch. Jedenfalls beruflich. Im Haushalt macht sie gar nichts. Im Bett läuft so gut wie nichts mehr, seit sie schwanger ist. Ich komme mir ausgenutzt vor. Sie brauchte mich nur als Samenspender. Und später als Geldgeber, denn sie will für ein ganzes Jahr in Mutterschaft. Der Zauber unserer Beziehung ist flöten. Das weiß sie auch. Trotzdem wartet sie insgeheim immer noch darauf, dass ich jeden Tag mit Rosen in der Hand vor ihr niederknie."
Geschrieben am 11.09.08 um 11:27 Uhr

Kennen Sie die 6 Sünden der Liebe? In den nächsten Wochen werde ich Sie Ihnen vorstellen. Für jeden von uns ist es wichtig, diese Stolpersteine zu kennen, da sie in der Partnerschaft zum alltäglichen Brot gehören. Auch bei den besten Vorsätzen - die wir bei jeder neuen Liebe haben - rutschen wir rasch durch den Alltag zurück in alte Muster.
Das Klammern
Die seelische Befindlichkeit beim Klammern ist der bei Eifersucht ganz ähnlich. Auch hier leidet einer der Partner unter dem Gefühl, (ohne den anderen) nicht vollwertig zu sein. Gefährliches Klammern entsteht besonders leicht in der ersten, himmelhochjauchzenden Phase der Liebe, wenn die Verschmelzungstendenzen ihren Höhepunkt erreicht haben und zur Norm gemacht werden. Man glaubt, nicht ohne den anderen sein zu können, und empfindet jede auch noch so kurze Trennung als Zumutung und Belastung für die Beziehung.
Doch genau das Gegenteil ist der Fall: Je vollständiger das einstige "Ich" im gemeinsamen "Wir" untergeht, umso rascher wird die anfängliche Begeisterung in Ermüdung umschlagen. Keine noch so große Liebe hält dem ununterbrochenen Zusammensein mit dem anderen auf Dauer stand. Gut, wenn beide nach dem ersten Höhenrausch behutsam beginnen, sich wieder eigenständige Bereiche aufzubauen und die individuellen Vorlieben und Belange zu respektieren. Schlimm, wenn das nur einer tut! Gerade sehr junge Partner werten übertriebenes Klammern gerne als Beweis ihrer himmelstürmenden Liebe. Wie Kletten hängen sie sich an den anderen und ersticken damit nicht nur jeden eigenen Impuls im Keim, sondern auch jeden Befreiungsversuch des Partners. Das führt unweigerlich zu Frust! Auf beiden Seiten. Einer fühlt sich ständig abgewiesen, der andere durch Anhänglichkeit erdrückt.
Dazu erzählt Silvia: "Im Zeitalter des Handys hat das Klammern eine neue Dimension erreicht. Man ist immer erreichbar, immer kontrollierbar. Nicht einmal im Zug, im Restaurant, beim Sport oder beim Treffen mit Freunden ist eine Verschnaufpause von der Partnerschaft möglich. Das engt ein und kann wütend machen. Der ewige Kampf mit Funklöchern oder nicht aufgeladenen Batterien schürt Argwohn und Verdächtigungen. Erst vor wenigen Tagen saß ich einer Freundin in einem Hamburger Restaurant gegenüber. Sie starrte die ganze Zeit auf ihr Handy. Kriegte keinen Bissen herunter und konnte sich nicht auf unser Gespräch konzentrieren. Der Grund: Ihr Mann, mit dem sie seit über zwanzig Jahren verheiratet ist, hatte seit einer knappen Stunde nicht angerufen. Das machte sie total nervös."
Schlagen Sie dem Alleinsein ein Schnippchen
Geschrieben am 04.09.08 um 11:45 Uhr
Aus eigener Erfahrung und meinem Singledasein wider Willen weiß ich wie grauenvoll die einsamen Stunden sein können. Im folgenden Artikel habe ich einige Tipps für Sie, um das Alleinsein besser meistern zu können.
Im schlimmsten Liebeskummer werden viele von uns zu reinsten Höhlentieren. Wir möchten uns verkriechen, unsichtbar sein und können weder unsere besorgten Verwandten noch unsere wohlmeinenden Freunde ertragen. Deren Aufmunterungsversuche gehen uns genauso auf die Nerven wie das unbeholfene Trösten von Eltern oder Geschwistern. In dieser Phase wächst die Gefahr, dass wir uns in unser Leid einspinnen wie in einen Kokon und uns darin irgendwann richtig zu Hause fühlen. So entsteht eine fatale Eigendynamik, weil der Kummer in unserem Alltag eine immer größere Rolle spielt.
Raus aus dem Alleinsein, lautet jetzt die Devise. Doch das ist leichter gesagt als getan. Schaffen Sie sich Anreize und Verpflichtungen, damit Sie aus Ihrer Erstarrung und Ihrer Lethargie herauskommen. Spielen Sie nicht nur mit dem Gedanken, mal wieder ins Fitnesscenter zu gehen, sondern unterschreiben Sie gleich einen Vertrag. Zweimal die Woche sporteln. Möglichst immer zur gleichen Zeit. Termine und Routine sind wunderbare Rettungsanker. Gehen Sie wieder in den Tennisclub, Handballspielen. Oder in eine Wandergruppe, die sich sonntags trifft, wenn Ihnen sowieso immer die Decke auf den Kopf fällt.
Vielleicht können Sie Ihren Ehrgeiz so weit wach kitzeln, dass er Sie drängt, einen Segelschein zu machen. Oder sich einer Gruppe anzuschließen, die sich morgens zum Nordic Walking trifft. Oder einem Ruderclub beizutreten. Oder endlich Tango zu lernen. Das wollten Sie doch schon immer, oder? Regelmäßiges Tanzen ist ohnehin die beste Streicheleinheit für Ihr verletztes Ego. Suchen Sie sich einen entsprechenden Verein, der gleichzeitig Tanzpartner vermittelt. Das Bewegen zu rhythmischer Musik ist nicht nur Balsam für Ihre angegriffene Seele und eine wunderbare Therapie bei Depressionen, sondern möbelt Sie gleichzeitig dermaßen auf, dass sich höchstwahrscheinlich ein erstes Lächeln auf Ihr Gesicht stiehlt.
Zählt aktiver Sport nicht gerade zu Ihren Hobbys, können Sie auch in einem Schachclub gut aufgehoben sein oder beim Kartenspielen in geselliger Runde. Oder in einem Bastel- oder Aquarellkurs. Gerade solche Betätigungen, die mit handwerklicher Geschicklichkeit verbunden sind, erweisen sich als hilfreich und aufbauend, weil, Sie zu keinem anderen Zeitpunkt kreativer und visionärer sind als ausgerechnet beim größten Liebeskummer.
Die Liste möglicher Aktivitäten ließe sich beliebig fortsetzen. Wichtig ist nur, dass Sie unter Leuten sind, neue Gesichter um sich haben und eine regelmäßige terminliche Verpflichtung eingehen, die Sie zum Verlassen der Wohnung zwingt. Reden Sie sich aber nicht ein, Sie würden gleich eine neue Liebe kennen lernen, wenn Sie nur das Haus verlassen. Sie brauchen im Moment keinen Geliebten, sondern Hobbypartner, Sportkumpel, Freunde, um wieder ins Leben zurückzufinden. Aber: Überfordern Sie sich nicht! Muten Sie sich in der ersten Zeit nicht zu, alleine ins Kino zu gehen, weil gerade jener Film läuft, den Sie eigentlich noch mit Ihrem Schatz sehen wollten. Auch lange Spaziergänge in Ihrem ehemaligen gemeinsamen Lieblingspark oder abendliches Joggen an dem kleinen Bach, den Ihr Ex immer favorisiert hat, tun Ihnen nicht gut. Im Theater oder auf Vernissagen werden Sie sich ebenfalls nicht besonders wohl fühlen, wenn Sie dort bis vor kurzem noch als Paar aufgetreten sind. Neugierige Fragen, wo Ihr Partner denn geblieben ist, können Sie momentan nur schlecht verkraften. Seien Sie gnädig mit sich selbst. Hören Sie auf Ihre innere Stimme. Sie wird Ihnen sagen, welche Aktivitäten außerhalb Ihrer eigenen vier Wände richtig und heilsam sind - und welche nicht.
Geschrieben am 28.08.08 um 12:01 Uhr

Zu den gruseligsten Dingen für Singles/ frisch Verlassende oder einsame Menschen gehören die einsamen Wochenenden, die sich wie Kaugummi von Freitagabend bis Sonntagabend ziehen.
Die Beobachtungen einer Luxusprodukt-Firma haben ergeben, dass freitags immer die Kundinnen kommen, die sich etwas Gutes tun wollen, weil sie am Wochenende einsam sind. Montags kommen dann die Kundinnen, die am Wochenende enttäuscht wurden und nun "verarztet" werden möchten.
Wochenenden und Feiertage sind hinterhältige Kummerfallen, in die Sie unweigerlich hineinfallen, wenn Sie nicht vorgesorgt haben. Das fängt schon damit an, dass Sonnabend und Sonntag höchstwahrscheinlich auch in Ihrem bisherigen Partnerleben für die Liebe und gemeinsame Aktivitäten reserviert waren. Sie und Ihr Schatz haben vielleicht gern im Bett gefrühstückt. Oder sind in den neuesten Film gegangen. Oder haben zusammen gekocht und noch ein, zwei andere Pärchen zum Essen eingeladen. Sie sind ins Blaue gefahren, auf Feten gegangen oder haben lange Spaziergänge gemacht. Sie haben gemeinsame Hobbys gepflegt und zusammen Sport getrieben. All das ist nun vorbei.
Bleiben Sie alleine das ganze Wochenende im Bett, können Sie nur heulen. Rufen Sie andere Pärchen an, läuft nur der AB, weil die ja was vorhaben. Haben Sie was gekocht, kriegen Sie alleine keinen Bissen herunter. Das Büro ist geschlossen, die Kaufhäuser sind es ebenfalls. Die Innenstädte sind tot oder nur von solchen Menschen bevölkert, denen Sie schon von weitem ansehen, dass sie ebenfalls depressiv sind und Ihnen bestimmt nicht aus dem Schlamassel helfen können. Besuchen Sie Ihre Eltern, geht die alte Leier wieder los, dass Sie sich nun endlich mal zusammenreißen sollen. Was also tun?
Seien Sie ehrlich zu sich selbst! Machen Sie sich nicht erst am Freitagabend klar, dass Wochenenden und Feiertage für Singles Feinde und für Liebeskranke Katastrophen sind - wenn Sie nicht vorsorgen. Erstellen Sie einen richtigen Stundenplan! Sie müssen zeitlich versetzte Rettungsanker haben, wenn Sie nicht ins Bodenlose stürzen wollen. Verändern Sie Ihre früher übliche Wochenendroutine. Sie sollten jetzt nicht ausgerechnet jene Dinge tun, die Ihnen zusammen mit Ihrem Ex immer so viel Spaß gemacht haben. Suchen Sie auch nicht ausgerechnet bei befreundeten Pärchen Trost. Deren Geturtel können Sie momentan nicht gut verkraften. Und die Ihr langes Gesicht auch nicht. Seien Sie aber auch ehrlich mit anderen! Bitten Sie Bekannte oder Kollegen, mit denen Sie früher nicht unbedingt zu tun gehabt haben müssen, um Unterstützung. Laden Sie sich notfalls selbst zu deren Aktivitäten ein, wenn Sie halbwegs sicher sein können, dass diese Ihnen gut tun und dass Ihre Gegenwart den anderen recht ist.
Oder laden Sie ein, zwei gute Freundinnen zum Essen ein. Es lenkt Sie ab, die nötigen Einkäufe zu machen und etwas Leckeres zu kochen. Ein festlich gedeckter Tisch, Kerzenbeleuchtung und schöne Musik vertreiben wenigstens für eine Weile die trübe Stimmung aus Ihrer Wohnung. Oder planen Sie einen Wochenendtrip! Studieren Sie das Angebot der Städtereisen. Damit Sie aus den eigenen vier Wänden herauskommen und eine andere Umgebung und andere Gesichter sehen. Verlieren Sie die Angst vor dem nächsten Urlaub! Natürlich fahren Sie jetzt nicht gerade auf die Insel, auf der Sie mit Ihrem ehemaligen Partner so wunderbar geflittert haben. Buchen Sie doch mal einen Cluburlaub. Auf einem Schiff. An Land. Hauptsache, Sie sind am Ferienort nicht allein, sondern vom ersten Moment an in einer Gruppe. Gemeinsame Mahlzeiten, gemeinsamer Sport und andere gemeinsame Aktivitäten lenken nicht nur prima ab, sondern helfen Ihnen auch, Abstand zu gewinnen und sich dadurch ein bisschen von Ihrer schweren Trauerarbeit zu erholen.
Studieren Sie aber auch die Kleinanzeigen Ihrer Lokalzeitung. Sie werden überrascht sein, was in Ihrer unmittelbaren Umgebung alles angeboten wird. Das geht vom Flohmarkt über Singletreffs bis hin zum gemeinsamen Besuch von Vernissagen oder Museen. Schließen Sie sich solchen Gruppen an, auch wenn Sie im ersten Moment überhaupt keine Lust dazu haben. Sie werden sich wundern, wie leicht sich neue Kontakte ergeben und wie schnell die Zeit plötzlich vergeht, wenn Sie nicht mehr nur alleine zu Hause sitzen und alte Briefe lesen.
Vor allem aber: Sorgen Sie vor für anstehende Feiertage! Ob es nun Ostern, Weihnachten, Silvester oder Ihr Geburtstag ist - planen Sie die Feste völlig anders, als Sie sie mit Ihrem Partner immer gestaltet haben. Geben Sie eine Single-Fete. Verabreden Sie sich mit Ihren Freundinnen im Schwimmbad oder in der Sauna. Fahren Sie zu Bekannten. Kaufen Sie für sich und eine Freundin Karten für das angesagteste Musical - möglichst in einer anderen Stadt, damit Sie aus Ihrer Routine und der Trauerfalle herauskommen. Und: Sperren Sie sich nicht, wenn Ihnen ein Wochenende oder ein Festtag plötzlich schon wieder richtig Spaß macht. Das darf und das soll sein! Jede Genesung verläuft in Wellen. Auch die von Liebeskummer. Rückschläge kommen von ganz allein, auch wenn die Abstände zum Glück immer größer werden. Genießen Sie daher ganz bewusst die Phasen relativen Wohlbefindens. Sie sind wie Kraftoasen. Zapfen Sie diese an, wenn ein neuer Absturz droht. Sie werden merken: Allmählich fallen Sie nicht mehr ganz so tief. Und das lässt doch hoffen, oder?
"Ein Schmerz, der die Seele auffrisst"
Geschrieben am 21.08.08 um 10:30 Uhr

Mit Finns Geschichte erhalten Sie quasi einen "aktuellen Report" aus den tiefsten Tiefen des Liebeskummers. Wenn Sie selbst ein Mann mit Liebeskummer sind, werden Sie sich sicher in der einen oder anderen Formulierung wiederfinden und vielleicht tut es Ihnen gut, zu wissen, dass das, was Sie jetzt fühlen, nur allzu menschlich ist.
Es ist eine Erfahrung, die viele Menschen in ähnlicher Weise machen. Finn hat sich bereit erklärt, seinen akuten Liebeskummerzustand in seinen eigenen Worten für Sie aufzuschreiben:
"Ich sitze hier knietief in meinem Blut und es hört nicht auf, aus meinem Herzen zu strömen. Mein Herz ist mehrfach durchbohrt, zerrissen. Ein Schmerz, der mir die Sinne raubt und mich betäubt. Alles dreht sich. Immer und immer wieder kreisen meine Gedanken unaufhörlich nur um sie - um meine Freundin, die mich verließ.
Frau Fauck hat mich ermutigt, meine Geschichte zu erzählen. Die Wahrheit über mich, mein Befinden, den Verlauf des Verlustes eines so sehr und zutiefst geliebten Menschen, einer Frau mit einem strahlenden Inneren und Äußeren, meines besten Freundes und meiner Geliebten.
Wie kam es zu all dem? Unsere Beziehung bestand seit mehr als sieben Jahren. Zwischen uns war es nie einfach gewesen, aber es verband uns eine noch nie da gewesene tiefe Liebe, die bisher alles überstand. Zunächst standen uns menschliche "Altlasten" und später meine Selbständigkeit immer wieder im Wege. Wir hatten auf beiden Seiten mit Vertrauensverlust zu kämpfen. Dennoch, für uns beide war es immer - und gerade auch in schwierigen Zeiten - DIE große Liebe. Nichts Vergleichbares hatten wir jemals zuvor erlebt.
Dann kam Ostern 2008. Ich hatte ihr versprochen, dass wir die Feiertage zusammen verbringen würden und garantiert nichts dazwischen kommen sollte. Doch plötzlich, am Samstagabend vor Ostern, kam der Anruf von einem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden eines großen Investmenthauses und bat mich, in den nächsten verfügbaren Flieger zu steigen und am Ostersonntag nach New York zu kommen. Geschäftlich hing für mich von diesem Treffen sehr viel ab, ich konnte einfach nicht absagen. Noch während des gemeinsamen Osterfrühstücks am Sonntag spürte ich ihre tiefe Liebe. Die Neuigkeit nahm sie eher ruhig hin. Sie hatte mich immer unterstützt, wo sie nur konnte, und tat es auch jetzt. Zwar sagte sie, dass es so nicht mehr weitergehen könne, trotzdem stand sie aber hinter mir.
Bis dahin hatten wir ein schönes Wochenende verbracht, trafen uns mit Freunden und hatten Spaß. Karfreitag, wir hatten erfüllenden, eher romantischen und innigen Sex, flüsterte sie mir noch leise in mein Ohr, dass sie ihre fruchtbaren Tage hätte. Vielleicht hatte es ja diesmal "geklappt"...Sie wollte unbedingt und so gern Kinder mit mir. Ich war gefühlsmäßig überwältigt. Bevor ich zum Flughafen losfuhr, gab ich ihr an der Wohnungstür noch einen zärtlichen und innigen Kuss und sagte: "Jeder Kuss sollte so sein, als wäre es der Letzte." - Als hätte ich es geahnt... Dabei deutete nichts auf das hin, was Ostermontag dann passierte: Ich bekam eine SMS nach New York, dass ihre Entscheidung gegen mich gefallen sei. Aus - Ende - Schluss.
Zuvor hatten wir beide schon mal Schluss gemacht, das war also nichts Neues für uns. Vor knapp zwei Jahren hatte sie Christian kennengelernt und kam mit ihm sofort nach der Trennung zusammen. Diesmal hieß er Jan. Als ich dann Mittwoch aus New York zurückkam, hatte sie mir eine Nachricht hinterlassen, dass ich meine von ihr gepackten Sachen aus ihrer Wohnung abholen solle. Sie würde sich aber sehr freuen, wenn wir uns dann noch voneinander verabschieden könnten. Zunächst sagte ich nein, auch aus Stolz und aus Selbstschutz. Auf ihr Drängen willigte ich aber schließlich ein, auch um ihr einen Gefallen zu tun und zu versuchen, sie doch noch umzustimmen. Ich hätte es sein lassen sollen! Am Samstag darauf wollte ich dann noch einmal per Telefon ein klärendes Gespräch mit ihr führen, das jedoch vollkommen eskalierte. Sie beschimpfte und beleidigte mich, sie schrie mich in einer noch nie da gewesenen aggressiven Art und Weise an und legte schließlich auf. Ich habe seitdem, es sind gut sechs Wochen vergangen, nichts mehr von ihr gehört. Sie reagiert auch auf die vier SMS nicht, die ich ihr danach geschrieben habe.
Seitdem bin ich absolut ohnmächtig. Kann nichts tun. Ich bin ein Gefangener meiner selbst. Ich sitze gefesselt in einer Achterbahn und kann weder aussteigen noch sitze ich am Steuer meines eigenen Lebens. Morgens bleibe ich am liebsten im Bett, mag den Tag nicht beginnen. Auf der anderen Seite bin ich rastlos, muss aus einem inneren Drang heraus alles versuchen, um an Informationen heranzukommen: Was macht sie, wo steht sie, liebt sie mich noch? Jede kleinste Information scheint mir in dem Wirrwarr an Puzzleteilen zu helfen. Ich versuche dann alles Stück für Stück zusammenzusetzen, um für mich zu einem Gesamtbild zu kommen.
Alles dreht sich um sie, um die Vergangenheit, all die schönen Dinge, die wir erlebt haben, aber auch um die Fehler, die ich gemacht habe. Es ist ein Schmerz, der die Seele auffrisst, den Körper zermartert - ich habe in kurzer Zeit sieben Kilo abgenommen. Seither habe ich Herz-Rhythmus-Störungen, wache jede Nacht gegen 03:30 Uhr auf und kann dann nur sehr schwer und manchmal gar nicht wieder einschlafen.
Was plagt mich genau? Klar, ich will sie unbedingt wieder haben. Das ganz sicher. Aus tiefer Liebe. Ich kenne auch ihre Fehler, aber meine Liebe ist größer als das. Was auch sie mir angetan hat - ich kann verzeihen.
Natürlich spielt auch die Zurückweisung eine Rolle, mein Ego ist angekratzt und mein Selbstvertrauen schwindet. Klar, ich bin ein Kämpfertyp, der nicht verlieren will, das stimmt auch. Aber über allem steht meine tiefe Liebe zu ihr. Eine Liebe, von der ich überzeugt bin, dass sie auch dies überstehen wird. Wir wollten Kinder, eine Familie, ich wollte sie heiraten. Alles schien in meinem Job erfolgreich zu laufen. Ich hatte für uns eine große Altbauwohnung in bester Lage gekauft. Nur eine Woche später hätten wir einziehen können. Eine verdammte Woche... Noch am Ostersonntag schickte sie mir auf dem Weg zum Flughafen eine SMS: "Lieber Finn, ich liebe dich nach wie vor und möchte, dass du das weißt. Bitte mach dein Ding und mach es gut. Wir werden eine Lösung finden... Bitte verzeih, dass ich so kalt war. Kuss, Katja"
Eins steht für mich fest: Sie hatte schon lange von meinem Job, meiner Spontanität, der Unplanbarkeit, meiner Unzuverlässigkeit, der schlechten Erreichbarkeit genug gehabt. Dennoch stand sie in all den Jahren, die teilweise finanziell sehr schwierig waren, immer hinter mir und hatte mich so sehr, tief und innig geliebt. Bis es nun genug war. Ich habe das Gefühl, dass ich aus dieser Situation nicht herauskomme. Es muss sich etwas verändern. Ich muss mich verändern.Ich falle und falle und falle ins Bodenlose. Der Fall an sich ist nicht das Problem. Aber wehe, wenn ich aufschlage... Der Schmerz ist nach wie vor da. Und Wut, auch und gerade gegen mich selbst und meine Fehler, macht sich breit. Alles dreht sich nur um sie. Ich bin zu sehr auf sie fokussiert, das merke ich. Alles andere ist Nebensache, spielt absolut keine Rolle mehr. Mein Job wird in sträflicher Weise vernachlässigt. Mein Leben, meine Kraft, meine Gedanken, alle Hoffnungen, mein ganzes Ich - nur für sie."
Finns Geschichte ist ein Auszug aus meinem neuem Buch "Das Liebeskummerbuch für Männer", das seit dem 15.08. im Buchhandel erhältlich ist. Sie können es hier bestellen.
Geschrieben am 14.08.08 um 14:44 Uhr

Wir alle sind hilflos, wenn unsere besten Freunde vom Liebeskummer geplagt werden. Wir lieben unsere Freunde, und genau das macht es uns so schwer, wertfrei und loyal dem Betroffenen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.
Durch die vielen Erfahrungswerte meiner siebenjährigen Praxis war es mir möglich eine Tabelle zu erstellen als Soforthilfe bei Liebeskummer, wenn es Freunde erwischt hat.
1. Vermeiden Sie Floskeln wie "Kopf hoch!" - "Es wird schon wieder." - "Die Zeit heilt alle Wunden." - "Stell dich nicht so an!"
2. Zeigen Sie Geduld - uch wenn Sie die Trennungsgeschichte zum hundertsten Mal hören!
3. Nehmen Sie den Kummer des Betroffenen bitte ernst! Für ihn bricht gerade die Welt zusammen!
4. Geben Sie wertfreie Ratschläge - auch wenn Sie dazu mitunter über Ihren eigenen Schatten springen müssen!
5. Lenken Sie den Betroffenen behutsam ab - ohne ihn zu bevormunden!
6. Erzählen Sie Ihre eigene Leidensgeschichte - das schafft Vertrauen!
7. Machen Sie den Ex nicht schlecht, auch wenn Sie noch so große Lust dazu haben!
8. Spielen Sie nicht Schicksal, indem Sie "zufällige" Begegnungen arrangieren!
9. Packen Sie den Leidenden nicht zu sehr in Watte - sonst fühlt er sich entmündigt!
10. Fragen Sie jeden Tag aufs Neue, womit Sie wirklich helfen können, denn Liebeskummer-Kranke sind unberechenbar!
11. Kümmern Sie sich um den Betroffenen, auch wenn es Ihnen manchmal schwer fällt!
12. Schieben Sie Ihre eigenen Bedürfnisse für eine Weile in die zweite Reihe!
Versuchen Sie bitte sich immer in die Lage ihrer Freunde zu versetzen und denken Sie an Ihre eigenen grauenvollen Erfahrungen mit dem Liebeskummer zurück, um für Ihre Freunde ins Gefühl zu gehen und Verständnis zu zeigen. Denn wer es je erlebt hat, weiß: Liebeskummer ist die schlimmste Krankheit der Welt.
Geschrieben am 07.08.08 um 16:04 Uhr

Immer öfter hören wir vom Burnout Syndrom. "Ausgebrannt" sein ist nicht nur ein Zusammenbruch bei Managern, sondern kann jeden von uns treffen. Hausfrauen leiden oft unbemerkt am Burnout Syndrom. Völlige Überlastung, immer verfügbar sein, Beruf, Familie, alles vermischt sich.
Es gibt keine Abgrenzung zwischen Job und Privat. Die Familie ist 24 Stunden im Vordergrund. Waschen - bügeln - kochen - putzen - einkaufen - Hausaufgaben mit den Kindern etc. Hausfrauen sind immer im Einsatz. Dazu kommen die Krankheiten, die jedes Kind aus dem Kindergarten (Schule) mit nach Hause bringt. Aus Mutter wird dann auch noch eine Krankenschwester.
Bei Singles: Der fehlende Partner, allein das Leben gestalten müssen, Einsamkeit und die Sehnsucht nach einer Partnerschaft tragen dazu bei, dass die angeblich so zu bewundernden Singles in der Regel schneller dieser Krankheit zum Opfer fallen als Menschen, die in einer festen Partnerschaft leben. Anhaltender Stress körperlicher und emotionaler Art und mangelnder Ausgleich schaffen Raum für das Burnout Syndrom.
Ausgebrannt sein bedeutet, sich leer zu fühlen. Alles wird zuviel. Der Alltag ist plötzlich nicht mehr zu bewältigen. Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Schlafstörungen, Kreislaufprobleme, manchmal auch Angstzustände, ständige Infekte werden zum Begleiter und steigern sich mit der Zeit. Dringend muss die Balance zu sich selber "zum eigenen ich" und den eigenen Bedürfnissen wieder hergestellt werden.
Aber mal "alle Fünfe gerade sein lassen" oder "Nein" sagen, will gelernt sein. Einsame Menschen müssen lernen, wieder Freunde zu finden. Sport ist wichtig, z. B. Yoga oder Qi Gong tun dem Körper und der Seele gut, sie sind Stresskiller. Den Weg wieder ins Lot zu lenken ist lang und nicht ohne ärztliche Hilfe und einer psychologischen Beratung zu meistern. Leider wird diese Krankheit oft nicht früh genug erkannt.
Untreue: Seitensprünge beichten?
Geschrieben am 31.07.08 um 10:11 Uhr

Untersuchungen und Erfahrungen aus der Liebeskummer-Praxis zeigen: Der Seitensprung ist und bleibt einer der häufigsten Beziehungskiller. 71% der Männer und 46% der Frauen, so eine Umfrage, würden Untreue nie verzeihen.
Bevor wir darüber nachdenken, ob jede Untreue gebeichtet werden sollte, hier eine ganz wichtige Unterscheidung: handelt es sich ausschließlich um ein flüchtiges sexuelles Abenteuer, geplante Voraussetzung oder um den Beginn einer neuen Liebe? Ist Letzteres der Fall, führt das Verschweigen der Untreue unweigerlich zu unlösbaren Konflikten, bei denen mit unter beide Beziehungen auf der Strecke bleiben. Die alte wie die neue. Meine Frage lautet: sollte jeder flüchtige Seitensprung gebeichtet werden?
Was bringt die Beichte?
Ich maße mir nicht an, solche Entscheidungen für meine Leserin und Leser zu treffen. In der Liebe gibt es keine Gesetze, die für alle gültig sind. Niemand kann voraussagen, wie ein liebender Mensch reagiert, wenn er von der Untreue des Partners erfährt. Nur Sie allein können erspüren, ob Sie eine offene Beichte dem Verschweigen vorziehen.
Ein Beispiel: Petra und Max sind seit 5 Jahren sehr glücklich verheiratet. Sie haben auf Kinder verzichtet, weil ihre Beziehung so intensiv ist, dass darin kein Platz für andere ist. Sie gelten als Traumpaar.
Bei einem Seminar in einer anderen Stadt geht Max unter Einfluss von ziemlich viel Alkohol mit einer Kollegin ins Bett. Sein schlechtes Gewissen macht ihn danach fast krank. Gleich in der nächsten Nacht, als er wieder neben seiner Frau liegt, berichtet er, was vorgefallen ist. Weil er endlich wieder frei durch atmen möchte. Petra ist total geschockt. Sie steht auf und fängt an, ihre Sachen zu packen. Am nächsten Morgen zieht sie aus der gemeinsamen Wohnung aus. Sie beginnt ein eigenes Leben und hat eine kurze Affäre mit einem Mann, der ihr nix bedeutet. Sie ist und bleibt unglücklich, verletzt und enttäuscht. Auch Max ist am Boden zerstört. 2 Jahre lang herrscht zwischen den beiden absolute Funkstille. Es gibt keine Aussprachen. Aber auch keine Gespräche über eine evt. Scheidung.
Nach dieser langen Zeit kurbelt Petra den Kontakt langsam wieder an. Sie nähern sich wieder an und schaffen eine neue Vertrauensbasis. Nach langem Zögern beschließen die beiden, noch einmal in eine gemeinsame Wohnung zu ziehen. Schritt für Schritt bauen sie ihre Liebe wieder auf. Heute sagt Petra: die Zeit nach der Untreue war die Hölle. Für uns beide. Sie hat mehr als zwei Jahre unseres Lebens gekostet. Dieses war eine wahre Geschichte aus meiner Praxis. Entscheiden Sie selbst, ob Sie einen flüchtigen Seitensprung beichten möchten.
Ihre Silvia Fauck
Liebeskummer: Männer trauern anders
Geschrieben am 25.07.08 um 10:13 Uhr
Immer wieder werde ich in meiner Praxis gefragt ob Männer und Frauen unterschiedlich trauern. Und ob! Frauen brauchen vor allem meist länger, um ihren Kummer zu überwinden. Männer sind schneller offen für etwas Neues.
In der Regel ist es so, dass Frauen mit mir ihre Trauer bearbeiten wollen und dass wir nach langer Zeit, wenn es seelisch passt, gemeinsam, Schritt für Schritt das Selbstwertgefühl und das Selbstvertrauen wieder aufbauen. Im Allgemeinen möchten diese Frauen zunächst keinen neuen Partner haben. Eher wollen sie, auch wenn die Trauer allmählich nach lässt, noch eine Weile alleine sein, um Luft zu holen und sich über sich selbst klarer zu werden.
Sie möchten Zeit und Raum gewinnen und lassen sich bereit willig auf ein längeres Coaching ein, weil sie über sich und das Leben etwas lernen möchten. Sie wollen stark sein und nicht wieder in alte Muster rutschen. In einer neuen Beziehung, die vielleicht irgendwann kommt, wollen sie nicht wieder so abhängig sein wie vorher. Ihnen ist es vielmehr wichtig, sich dann weiterhin mit ihren Freundinnen treffen zu können und vor allem nicht wieder die gleichen Fehler zu machen, die ihrer Meinung nach zum Scheitern der vorausgegangenen Beziehung geführt haben.

Sie kommen in meine Praxis und nutzen zunächst jede freie Minute von mir. Rufen zu jeder Tages und Nachtzeit an. Kommen am liebsten zweimal in der Woche. Die Schuld am scheitern der Beziehung suchen sie jedoch meistens nicht bei sich selbst, sondern bei anderen.
Das hört sich dann beispielsweise so an: "Meine Frau hat mich verlassen. Der Neue vögelt sicherlich besser als ich." (Interessanterweise ist es in 7 Jahren Praxis nicht ein einziges Mal vorgekommen, dass eine Frau mir anvertraut hat, sie habe ihren Mann verlassen, weil der Neue im Bett mehr geleistet hat.)
Viele Männer empfinden den Verlust einer Partnerin als persönliches Versagen. Die meisten männlichen Klienten in meiner Praxis haben die Gottesgabe, sich schneller als jede Frau wieder sexuell einer neuen Ersatzpartnerin anzunähren und finden dadurch schneller wieder Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl. Darum beneide ich die Männer!
Geschrieben am 18.07.08 um 12:50 Uhr

Was kann der Grund für die Einsamkeit unserer Gesellschaft sein? In meine Beratung kommen nicht selten schöne, erfolgreiche, aber einsame Singles mit den Worten: Warum hält keines meiner Verhältnisse länger als drei Monate? Was mache ich falsch? Bin ich beziehungsgestört? Ich fühle mich einsam und allein!
Ich möchte die Dinge nicht verallgemeinern, aber eines liegt ganz klar auf der Hand: Leider hat die Emanzipation der Frau nicht nur Positives beschert. Die Rollenverteilung ist nicht mehr deutlich definiert. Eine moderne Frau ist heute unabhängig - beruflich, finanziell - manchmal auch emotional und sexuell sowieso. Anfangs ist das für einen Mann sehr spannend, dann schlägt irgendwann der normale Alltag zu und ein Mann fühlt sich nicht mehr als der Held oder Retter. Und sind wir doch mal ehrlich: Das möchte ein Mann doch sein. Soll er auch, so war es mal gedacht. Heute gestaltet sich das moderne Leben in der Tat anders. Frau kann alles alleine.
Beim kleinsten Anlass wird sich getrennt, jeder Partner hat seine eigene schöne Wohnung, sein eigenes Einkommen, seinen eigenen Freundeskreis und eine Trennung ist flott vollzogen. Alles ist möglich, alles ist erlaubt. Leider schleicht sich dann zur Folge die EINSAMKEIT ein. Vielleicht war es doch schöner und einfacher, mehr Respekt vor dem Partner zu haben und zusammen halten zu müssen. Waren unsere Großeltern wirklich alle unglücklich, weil sie weniger Möglichkeiten hatten, abhängiger von einander waren, und sich nicht ruck zuck trennten?
Um einen neuen Partner kennen zu lernen, muss man in der heutigen Zeit noch nicht einmal vor die Tür gehen. Nein, ganz bequem vom Schreibtisch aus kann man bei den verschiedensten Singleportalen seine Wünsche für den Traumpartner eingeben. Die mögliche Enttäuschung kommt erst später, wenn der Traum nach dem X. Treffen doch nicht erfüllt wurde.
Ich beobachte eine neue Entwicklung: Die jüngsten meiner Klienten steuern eine andere Verhaltensweise an. Sie möchten wieder ein festes Verhältnis, es wird sich wieder verlobt, geheiratet und auch Kinder sind wieder erwünscht. Das lässt doch hoffen, weniger schöne, einsame, erfolgreiche Singles zu beobachten.
Geschrieben am 01.07.08 um 12:32 Uhr

Vom Partner verlassen zu werden, ist sehr schmerzvoll. Wenn es völlig unvorbereitet geschieht, ist es nicht selten, dass eine Schockreaktion in Verbindung mit einer Depression auftritt.
Klienten berichten immer wieder davon sich wie "in der Mitte wie durchgebrochen" zu fühlen. So erging es auch meiner Klientin. Sie kam gerade super verliebt mit ihrem Freund aus einem Traumurlaub. Gemeinsam suchten sie den Ort auf, an dem sie sich Jahre zuvor kennen und lieben gelernt hatten.
Wieder Zuhause sah die Welt plötzlich völlig anders aus. Drei Wochen hat sich der Freund meiner Klientin hinter seinem Anrufbeantworter versteckt, danach bekam sie eine SMS. In der teilte er ihr mit, er sähe keine gemeinsame Zukunft und außerdem würde er sie seit Monaten mit "offenen Beziehungen" hintergehen. Beziehungen, die nicht so intensiv wären, wie mit ihr, aber dafür stressfrei. Nach weiteren drei Tagen berichtete er per Telefon, nun sei er seit gestern verliebt in eine Frau mit drei erwachsenen Kindern.
Es ist nachzuvollziehen, dass die verlassene Frau fassungslos vor den Scherben ihrer Liebe stand. Das Leben wurde einem Albtraum gleich. Sie fühlte sich belogen, betrogen, hintergangen und völlig hilflos. Die Welt drohte stehen zu bleiben. Jeder Tag wurde zur Qual, die Nächte unerträglich, die Wochenenden zum Feind. Angstzustände, Schlaflosigkeit und Gewichtsverlust waren die Folge.
In einem solchen Fall rate ich, einen Arzt oder Psychologen aufzusuchen. Eine Depression darf nicht auf die leichte Schulter genommen werden (denn in der Tat schleicht sich eine Depression schnell bei Liebeskummer ein). Die Seele der Verlassenen ist tief verletzt worden. Alles in ihrem Leben wurde in Frage gestellt, plötzlich ist das Leben ist nicht mehr lebenswert. Das Vertrauen zum eigenen Gefühl galt als verloren und immer wieder tauchte die Frage auf "Warum?".
Die Trauer um eine verlorene Liebe ist ein Albtraum. Es fühlt sich wie eine Krankheit an, und die Heilung der Seele nimmt viel Zeit und Geduld mit sich selbst in Anspruch.
Leider erlebe ich in meiner Praxis dieses Dilemma sehr, sehr oft, in der Liebe wird sehr viel gelogen - der Verlassene würde allerdings niemals so tief fallen, wenn ehrlich mit ihm umgegangen würde. Der wichtigste Tipp den ich immer wieder gebe, ist: Behalten sie doch auch in schweren Zeiten Respekt vor ihrem Partner. Auch wenn sie keine Liebe mehr für ihren (Ex-) Partner empfinden, so sollten sie unbedingt fair bleiben. Oder wie möchten Sie eines Tages unfair abserviert werden?
Summer in the City - Summer in Hamburg
Geschrieben am 01.07.08 um 12:39 Uhr

Carries Liebesleid, Mirandas Eheprobleme, Samanthas Trennungsschmerz, Charlottes Lebenskrise: Das im Kino so schön anzuschauende Scheitern der vier Mädels aus Sex and the City ist in Hamburgs und Berlins einziger Liebeskummerpraxis weniger schöner Alltag.
Als Psychologische Beraterin berate und tröste, ordne ich Gedanken und löse Blockaden bei Frauen und, klar, Männern mit Liebes- und Lebenskummer.
Endlich war es soweit, der neue Film der Serie Sex and the City hatte am letzten Donnerstag seinen großen Auftritt und erschien in den Kinos. Ich habe mir einen wunderbaren Abend für mich ganz alleine gegönnt, bewaffnet mit Weißwein und einer Packung Kekse ging es in Berlin ins Kino.
Positiv erschlagen von traumhaften Outfits, tollen Frisuren, wunderbaren Orten und allen Dingen die das Leben versüßen, wurde ich dann flott wieder ins Leben zurück geholt. Habe so manche Träne vergossen, denn ruckzuck fühlte ich mich im wahren Leben. Hatte das Gefühl, in meiner Liebeskummerpraxis zu sitzen.
Die alltäglichen Liebes, und Lebenskummer-Probleme, die täglich in meiner Liebeskummerpraxis in Hamburg oder Berlin landen, waren auch hier zu finden. Nur optisch schöner verpackt.
In meiner Praxis finden die Menschen sich genau zu diesen Liebeskummerthemen ein. Der Betrug vom Partner steht immer noch an Platz 1. Sich nicht entscheiden zu können zwischen zwei Partner entscheidet auf Platz 2. Der einsame Single auf Platz 3. Menschen die sich vom Partner nicht geliebt fühlen auf Platz 4. Der Umgang mit alltäglichen Lebensproblemen auf Platz 5. Die Trauer um einen geliebten Menschen Platz 6.
"Das Wohnzimmer der Singles wider Willen", in dem Sinne könnte man meine Praxis am Wochenende benennen, denn da kommen Singles aus ganz Deutschland um sich ein doppeltes Coaching abzuholen. Warum heiraten alle meine Freunde, nur ich nicht? Warum sind alle schwanger nur ich nicht? Warum hält keine neue Liebe länger als drei Monate? Das sind die meistgestellten Fragen. All diese Fragen sind individuell zu beantworten, da jeder Mensch einzigartig ist. Jede Geschichte ist individuell und jeder Mensch hat sein eigenes und einzigartiges Vorleben. Auch das macht es so kompliziert und verbietet, die goldene Pille für alle Probleme zu versprechen. Wer also sein Leben ändern oder besser in den Griff bekommen möchte, muss sich wie die Mädels in Sex in the City auf eine Menge Eigenarbeit einstellen. Die vier Mädels haben in der Serie alle ihr Glück gefunden.