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Achtung! Die Medien vermitteln ein Schönheitsideal, das depressiv machen kann
Achtung! Die Medien vermitteln ein Schönheitsideal, das depressiv machen kann (Kategorie: Flirtblog)
Makellosigkeit ist eine Farce, die es nicht gibt. Lassen Sie sich nicht blenden.

Der Comedian Mario Barth – Sie kennen ihn alle – hat vor allem ein Gesprächsthema, wie Sie vielleicht wissen. Richtig, seine Freundin beziehungsweise "die" Frauen.

Berüchtigt sind seine Witze über die Ecken und Kanten seiner besseren Hälfte. Entsprechend geht es ums Shoppen, Putzen, Quasseln, Abnehmen und so weiter.
Man kann ihn witzig finden oder nicht, seine sarkastischen Bemerkungen zum übertriebenen Beautywahn mancher Frauen jedenfalls sind nicht unbedingt unangebracht.
Ganze Industriezweige profitieren von dem millionenfach vorhandenen Bestreben, einen Traumkörper zu haben. Statistisch gesehen trifft dies auf mehr Frauen als Männer zu.
Hier stellt sich die Frage, wieso einige Frauen derart viel in ihre Außenwirkung investieren, zum Beispiel täglich ins Fitnessstudio gehen, zig Diäten ausprobieren, mehrere Hundert Euro pro Monat für Beauty-Artikel ausgeben.
Ein großer Anteil an diesem Hobby haben natürlich die Medien; sie beeinflussen uns alle mehr oder weniger. In Bezug auf das Thema "weibliche Schönheit" können wir feststellen: Das in der Werbung vermittelte Ideal ist völlig unrealistisch. Oft werden "lupenreine" Traumfrauen mit Modelmaßen präsentiert.
Wenn die Konsumentin nun das suggerierte Ideal verinnerlicht, ihm nacheifert, ist sie schon inmitten eines Teufelskreises. Und das ist nicht das Einzige, das unerfreulich ist, wie eine aktuelle Studie, die im Focus zitiert wird, nachweist (12/2009).
Die britische Psychologin Rachel Calogero von der University of Kent hat zum Thema "Schönheitsideale und ihre Folgen" 101 Studentinnen befragt.

Heraus kam: Eine zu starke Verinnerlichung des medialen Schönheitsideals

- wirkt sich negativ auf die sexuelle Zufriedenheit von Frauen aus;
- führt zu einer überdurchschnittlich stark ausgeprägten Selbstbeobachtungstendenz – löst Scham aus (in Bezug auf den eigenen Körper).

Selbst wenn Schönheitsfanatikerinnen irgendwann den optimalen Zustand erreichen, so eine weitere Erkenntnis, bleibt es bei den eben erwähnten negativen Folgen.
Frau darf sich also fragen, ob sich das Projekt auf Dauer lohnt. Außerdem sollte sie sich bewusst machen: Die Medien, besonders die privaten, halten sich nicht an die Wahrheit, wenn es um die Darstellung von Attraktivität von Frauen geht. Wir werden jeden Tag mit einwandfreien Gesichtern, Brüsten und Körpern "weich gespült".
Diese Makellosigkeit ist eine Farce, es gibt sie nicht. Drum muss man ihr auch nicht hinterher rennen. Jedes Extrem ist bekanntlich nachteilig.


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