Sechs Schritten zum Glück. Klingt nach Werbeversprechen. Ist aber die fernöstliche Glückskatzen Wahrheit. Das Tier kennen wir alle: Sie steht hierzulande in China-Imbissen oder Thai-Supermärkten und winkt uns unaufhörlich zu. Autor Christoph Weidner erklärt, wie wir das Glück in unser Leben winken.
Eine Katze sucht das Glück
In Japan gehört die nimmermüde winkende Glückskatze zum Alltagsbild, auf Schreib- und Nachttischen, in der Küche. Märchen und Erzählungen ranken sich um das Vieh. Weidner beginnt seinen Ratgeber mit der Legende von Glückskatze Mikeh. Die macht sich auf die Suche nach dem Glück. Auf dem Weg zum weisen Katzenkönig begegnet Mikeh drei Katzen, die ihm ihre Definition von Glück erklären und verraten, wie man das Glück herbei winkt. Als Mikeh sein Ziel erreicht, erfährt er vom Katzenkönig, dass die Glückssuche vergebens ist: Man könne es nicht finden, es sei schon da. Der Sucher müsse nur sehen lernen. Die Augen aufhalten, das Glück wahrnehmen und in sein Leben lassen. Mit dieser Botschaft macht sich Mikeh auf den Heimweg und findet einen ganz einfachen Weg, seinen Freunden wieder zu Glück und Wohlstand zu verhelfen.
Sechs Schritte zum Glück
Für den Autor verkörpert die Reise des Katers die menschliche Suche nach dem sorgenfreien Zustand. Viele von uns glauben diesen in weiter Ferne, so Weidner. Dabei ist er da: Das Glück umgibt uns jeden Tag. Wir müssen es nur wahrnehmen. Ein ungewöhnlicher Ratgeber, der anhand des Märchens elementare Fragen aufwirft. Aber er ist mehr als ein Märchen: Am Ende bringt Weidner die Fäden zusammen. Er fordert auf, die Strategie der Glückskatze im Umgang mit den eigenen Problemen auszuprobieren. Wie wir die Glückskatze in uns entdecken, wie wir Wunschträume von echten Bedürfnissen unterscheiden und die Quelle unserer Sehnsüchte finden. Zuletzt bringen uns sechs Schritte zum Glück. Klingt banal, funktioniert aber. Denn der Therapeut Weidner ist praxisbezogen und seine Anleitung ist so ausführlich wie verständnisvoll. Ein schönes, philosophisches Buch.
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