"Die Chemie muss stimmen" ist ein viel bemühter Spruch, wenn es um die Partnersuche geht. Und tatsächlich: Ob zwischen zwei Menschen der sprichwörtliche Funke überspringt, hängt zum großen Teil von neurobiologischen Prozessen im Körper ab. Nicht nur Biologen und Mediziner, auch Verhaltensforscher und Psychologen haben zu diesem Thema einiges zu erzählen.
Bas Kast, Wissenschaftsjournalist aus Berlin, hat sich der Liebe aus wissenschaftlicher Sicht angenommen. In "Die Liebe und wie sich Leidenschaft erklärt" (S.Fischer Verlag, Frankfurt, 2004. 17,90 Euro) geht er der Frage nach, was genau mit uns passiert, wenn wir uns verlieben. Aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet, werden zum Beispiel Muster erkennbar, warum manche Beziehungen scheitern, andere wiederum glücklich sind. Auch die Rolle der Eifersucht und die Kriterien, nach denen wir uns überhaupt unsere Partner aussuchen, beleuchtet Kast leicht verständlich und gut lesbar aufbereitet. Ein Ratgeber der besonderen Art, wissenschaftlich und doch charmant.
Das Buch liefert faszinierende und überraschende Erkenntnisse, von denen sich viele auf das Leben und Lieben des Lesers übertragen lassen. Das Mysterium der Liebe wird zwar nicht gänzlich entschlüsselt, aber das ist auch gut so, denn ein bisschen Herzklopfen gehört nun einmal dazu.
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