Er hat eigentlich Wichtigeres zu tun, als seine Beziehung zu retten. Doch Monsieur President muss handeln.
"Nicht eine halbe Sekunde Zeit" hätte er, um sich mit den "lächerlichen Gerüchten" über seine Eheprobleme zu beschäftigen, sagte Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy jüngst in einer Pressekonferenz.
Und heizte mit seiner harschen Reaktion auf die Frage eines Journalisten die Gerüchteküche um seine Liebe zu Carla Bruni an, statt das Gerede runterzukochen.
Seine Frau, das schöne und bislang durch einen unsteten Lebenswandel aufgefallene Model Carla Bruni, legte derweil in einem Interview Zeugnis über ihre aktuelle Einstellung zur Institution Ehe ab. "Ich denke, eine Ehe sollte für immer sein. Wer weiß? Ich würde es mir wünschen. Aber wir könnten schon morgen tot sein." Vor Sarkozy, als sie noch mit legendären Affären ihr Bett und die Schlagzeilen füllte, sprach sie sich deutlicher gegen die Ehe aus. "Langweilig" fand sie den Bund fürs Leben. Ihre These widerlegt sie selbst – zumindest werden ihrem Ehemann und ihr selbst derzeit aufregende Affären angedichtet: Sarkozy soll laut der französischen Zeitung "Le Journal du Dimanche" dem Charme seiner Umwelt-Ministerin erlegen sein, Bruni mit dem Musiker Benjamin Biolay herumturteln.
Konnte der Politiker die wilde Schöne doch nicht zähmen und schaute sich lieber in den eigenen Reihen nach einer Gespielin um? Ein öffentliches Paar, das vor allem durch seine offenkundigen Gegensätze ins Visier der Presse geriet, ein scheinbar geläutertes Model, das zur First Lady Frankreichs avanciert – viel Stoff für Klatsch und Tratsch. Aber sollte es beim Präsidentenpaar tatsächlich derart wild zugehen? Um den Wirbel zu relativieren: Selbst ein hochgeschlossenes, jedoch figurbetontes Kleid, getragen von Carla Bruni beim Staatsempfang, gerät zum Skandal. Weil angeblich diese Kleiderwahl ihr vermeintliches Wesen, nämlich das einer unbelehrbaren Femme fatale, nach außen kehrt. Ein Kleid aber ist einfach nur ein Kleid. Und ja, es stand ihr ausgezeichnet, ob mit oder ohne BH darunter. Und eine Ehe ist einfach nur eine Ehe. Die Menschen eingehen, um in schweren Zeiten nicht sofort die Biege zu machen.