Frauen sind ein Buch mit sieben Siegeln? Eigentlich nicht - wenn man weiß, wie sie ticken.
Männer sind anders, Frauen auch. Das ist allgemein bekannt. Ein Unterschied zwischen den Geschlechtern zeigt sich auch beim Flirt. Eine kurze Psychologie des weiblichen Flirtverhaltens.
Der Flirt ist bekanntermaßen ein sehr vielschichtiges und komplexes Phänomen, das einhergeht mit allerhand unbewussten Motivationen. In dieser Hinsicht wurden viele Forschungsprojekte durchgeführt, die unter anderem auch das große Thema „weibliche Partnerwahl“ fokussierten.
Heraus kamen viele interessante Details. Ein paar möchte ich nennen: a) zahlreiche Frauen sind zwischen dem 14. und 16. Tag ihres Menstruationszyklus flirtfreudiger und leidenschaftlicher als sonst; Grund: Es handelt sich dabei um die sogenannte „fruchtbare Zeit“ (nur dann kann „sie“ schwanger werden); b) meistens haben Männer mit einem hohen sozialen Status, Humor und „materiellen Ressourcen“ beim weiblichen Geschlecht gute Chancen; c) Frauen lassen sich nicht so schnell „erobern“, sollten sie eine ernsthafte Partnerwahl in Erwägung ziehen.
Ein paar Worte zu den Phänomenen. Mann kann annehmen (a), dass in der fruchtbaren Zeit eine hormonelle Umstellung im Körper stattfindet, der auch das Denken und Verhalten beeinflusst, und zwar unterschwellig. Studien haben ergeben, dass viele Frauen kurz vor der fruchtbaren Phase (und währenddessen) im Alltag mehr Haut zeigen, mehr flirten und tendenziell eher die Farbe Rot in ihr Erscheinungsbild integrieren. Auch der Seitensprung ist bei Frauen, die es ohnehin eine „lockere Beziehung“ führen, dann (unbewusst) eher ein Thema.
Auf der anderen Seite (b) ist es auch kein Zufall, dass populäre, kreative, vermögende Männer in der Regel attraktiv auf die Frauenwelt wirken. Dahinter steckt viel Evolutionspsychologie. Mit so einem Mann steht die Zukunfts- bzw. Kinderplanung auf festen Füßen. Bewusst ist das den betreffenden Damen aber eher weniger. Sie finden „ihn“ halt „umwerfend“, „sexy“, „nett“, „sympathisch“ usw.
Letztlich wissen auch viele Männer (c), die auf Partnersuche sind, dass sie vor allem eins nicht tun sollten, wenn sie mit einer attraktiven Frau flirten: Mit der Tür ins Haus fallen. Tatsächlich lassen sich Frauen mit ernsthaften Absichten nicht so schnell erobern. Sie müssen nämlich erst mal „sehen“, ob „er“ auch in vielerlei Hinsicht verlässlich ist und bei der Stange bleibt, wenn er nicht gleich da bekommt was er will. „Sie“ weiß schon, was er bereits beim ersten Gespräch im Sinn hat. Doch sie muss, wie erwähnt, erst ein paar Tests durchführen. Liegt man auf einer Wellenlänge? Versteht man sich? usw.
Nun, es schadet aus weiblicher und auch männlicher Sicht gewiss nicht, sich die genannten Mechanismen öfter mal wieder ins Bewusstsein zu rufen, oder?