ElitePartner Magazin
Kategorie | Partnersucheblog


Der Da Vinci Code der Geschlechter
Der Da Vinci Code der Geschlechter (Kategorie: Partnersucheblog)
Wenn alles zusammenkommt ... macht es "Klick"!

Vor kurzem war ich Zeuge, wie schnell sich die oft kompliziert scheinende Partnerwahl vollziehen kann. Mit einem Freund war ich in Hamburg auf einer Party. Ein englischer DJ legte House-Musik auf, gemixt mit Live-Perkussion, alles so gekonnt, dass es kaum einem Gast auf den Stühlen hielt.

Ich beobachtete eine Frau neben mir, wie sie intensiven Blickkontakt mit einem attraktiven dunkelhaarigen Mann schätzungsweise Anfang 40 aufnahm. Ein Drink später forderte dieser die Frau zum Tanzen auf. Nach einer Stunde tanzten die beiden mit zunehmendem Körperkontakt, es wurde hitziger. Sie lachten viel, amüsierten sich, er nahm plötzlich ihre Hand und die beiden verließen in deutlichem Einvernehmen den Club. Ziel unbekannt.

So schnell, stimmig und unkompliziert kann Partnerwahl sein. Lag es am Humor? Frauen mögen witzige Männer und Männer mögen es, wenn ihr Humor bei Frauen ankommt. Das belegen immer wieder verschiedene Umfragen. Doch so schlicht geht es grundsätzlich nicht bei der Partnerwahl zu. Persönliche Ansprüche, Erwartungen, Kriterien an den Partner und die Partnerschaft spielen ebenso eine Rolle. Wichtig sind zudem gemeinsame Ziele, Wertevorstellungen, Übereinstimmung in zentralen Lebensfragen und Interessen. Das ist der Teil, über den wir uns bewusst sein können und versuchen, ihn in die entscheidende Richtung zu steuern. Mindestens genauso ausschlaggebend ist der Anteil, der sich unserem Bewusstsein und unserer Kontrolle entzieht. Bei der Partnerwahl spielen tief in unseren Genen verankerte Informationen eine große Rolle, die uns vorbestimmt mit starker Reaktion auf einen potentiellen Partner reagieren lassen. Erst, wenn das alles zusammen kommt – die bewussten und unbewussten Mechanismen der Partnerwahl – macht es "Klick".

Bei dem Paar aus dem Club scheint das Liebe auf den ersten Blick gewesen zu sein, wenn wir uns vorstellen, dass aus der möglichen Liaison eine langjährige Partnerschaft werden sollte. Doch Liebe auf den ersten Blick ist eine Ausnahme und mehr ein Produkt aus Hollywood. Die meisten Paare gehen es langsamer an und sind zurückhaltende Liebeswerber. Sie legen viel Wert auf Gemeinsamkeiten, suchen einen Partner auf gleicher Augenhöhe – sprich mit einer ähnlichen Bildung und einem vergleichbaren sozialen Hintergrund. Und sie haben Recht damit: Denn viele wissenschaftlichen Untersuchungen zeigen, dass Paare glücklicher sind und ihre Partnerschaft längerfristig gelingt, wenn sich die Partner ähnlich sind. Unterschiede sind zwar das Salz in der Suppe. Doch ist damit oft nicht das völlig andere gemeint, sondern eher Eigenschaften, Wesenszüge und Fähigkeiten, die als positive Ergänzung der eigenen Peron wahrgenommen werden, somit eine Beziehung bereichern können und nicht als unvereinbar "anderes" erlebt werden.

Mag ja sein, dass bei der Partnerwahl all diese bewussten und unbewussten Mechanismen ablaufen. Aber gilt das auch für unsere beiden aus dem Club? Ging es da nicht mehr um einen Flirt, ein sexuelles Abenteuer, bei dem andere Kriterien eine Rolle spielen? Wirkt auf den ersten Blick so. Jedoch läuft auch in solchen Situationen das Programm der Partnerwahl stärker ab, als wir wahrhaben wollen. Weil uns die ganzen Hormone, Duftstoffe, Pheromone, korrespondierenden Immunsysteme, Gesichtersymmetrien und Taille-Hüft-Verhältnisse maßgeblich beeinflussen, wen wir attraktiv finden. All diese "Äußerlichkeiten" spielen neben der Persönlichkeit, den inneren Werten und "weichen" Kriterien eine große Rolle und müssen passen, bevor wir jemanden als Partner auswählen. Und der Anspruch an die physische Attraktivität eines Mannes wächst mit der finanziellen Unabhängigkeit von Frauen (Quelle: PM, Fragen&Antworten, 08/2008). Bei einem Anteil berufstätiger Frauen von derzeit mehr als 70 % wächst der Anspruch an die Hülle des Mannes. Tendenz steigend. Was bedeutet das für die Partnersuche? Zum einen, dass gut aussehende Männer, die sonst auch noch etwas zu bieten haben, zu einem immer begehrteren Gut werden. Zum anderen, dass immer häufiger jüngere Männer für Frauen im Fokus stehen. Und: Frauen, die selbst viel zu bieten haben, nehmen seltener Speckrollen, hängende Schultern, einen schlappen Po und weiße Socken in Sandalen in Kauf. Die Gleichberechtigung ist nun auch hier angekommen.


Ältere Beiträge
/magazinmagazin/wp-content/themes/elitepartner_rebrush/thumb.php?src=&w=100&h=57&zc=1&q=90
 

/magazinmagazin/wp-content/themes/elitepartner_rebrush/thumb.php?src=&w=100&h=57&zc=1&q=90
 

/magazinmagazin/wp-content/themes/elitepartner_rebrush/thumb.php?src=&w=100&h=57&zc=1&q=90
 

Zur Kategorie Partnersucheblog
Zur Magazin Startseite

Artikel kommentieren

E-Mail

wird nicht angezeigt (Pflichtfeld)
Name

wird angezeigt (Pflichtfeld)
Kommentar

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare zu kürzen oder nicht zu veröffentlichen,
wenn der Inhalt unseriös ist oder sich nicht konkret auf den Artikel bezieht.
Code Eingabe



5 Antworten zu “Der Da Vinci Code der Geschlechter”

  • Hans,47 sagt:

    Ich glaube auch, dass Partnerwahl ein hoch komplexer Prozess ist. Direkt und einfach ist er eher bei der Auswahl eines One-Night Stands. Darüber hinaus ist dieser Prozess zu einem viel höheren Anteil festgelegt und durch unsere Gene bestimmt, als wir es wahr haben wollen. In Zeitalter der freien Partnerwahl und romantischen Liebe hört das niemand gern. Es raubt uns die Illusion, ein hoch entwickeltes Wesen zu sein, dass sich vom Tierreich doch so ganz weit entfernt hat und mit dem rudimentär instinktgesteuerten Verhalten der Vierbeiner so, ja so absolut gar nichts mehr gemein hat – haben will.
    Doch ist bei der Partnerwahl immer noch ein erheblicher Teil durch unsere Gene, Hormone, durch evolutionär vererbte Informationen geregelt und leitet uns, wen wir als potenziellen Partner erachten. Und sich dagegen zu wehren, macht meiner Meinung nach auch keinen Sinn. Die Umwelt hat sich schon etwas dabei gedacht und es ist gar nicht so unangenehm "tierisch", sich eine Partnerin zu wählen, deren Immunsystem mit dem eigen harmoniert. Wenn wir auf alle diese biologischen Codes noch bei der Wahl der richtigen Partnerin achten müssten, wir wären schlichtweg überfordert.

    Sind wir das nicht so schon manchmal mit all den Fragen, was wir von unserem Partner erwarten, welche Interessen wir mit ihm teilen wollen, beide Lebensentwürfe aufeinander abzustimmen, Kompromisse auszuhandeln, in die Liebe zu investieren. Ich glaube es ist viel besser, sich bei der Partnerwahl auf das Bauchgefühl zu verlassen und nicht zu versuchen, mit dem Verstand und dem Bewusstsein die Biologie außer Kraft setzen zu wollen. Ich habe jedenfalls damit gute Erfahrung gemacht.

  • Daniel sagt:

    Männer werden von den Frauen oft als "aufs Äussere fokussiert und oberflächlich" verschrien. Die Feststellung "der Anspruch an die physische Attraktivität eines Mannes wächst mit der finanziellen Unabhängigkeit von Frauen" zeigt deutlich auf, dass die Frauen in diesem Bereich deutlich aufholen und dass immer mehr "durchschnittliche" Männer auf dem Single-Markt keine Chancen haben, weil die Frauen nur noch Traumprinzen akzeptieren. Die Dating-Plattformen mit Ihren vielfachen Filtermöglichkeiten unterstützen dies auch noch…

  • Johanne sagt:

    Es ist richtig, dass wir Frauen gewisse Ansprüche an einen Mann stellen, in dem wir einen Partner mit 20 kg Übergewicht ablehnen, wenn wir eben keine Bierbäuche mögen. Ich bin aber der Meinung, dass die Männer in ihren Erwartungen sehr viel unrealistischer sind, denn sie sind doch diejenigen, die meinen, dass sie noch Chancen bei Frauen haben, die zum Teil ihre Enkelin (!!!) sind können.
    Sehen diese Männer nur in den Badezimmerspiegel oder haben sie irgendwelche Probleme mit gleichaltrigen Frauen?
    Johanne

  • KlausR. sagt:

    Ich weiß ja einiges von Leonardo, aber ich weiß nichts über den Da Vinci Code bzw. über den Da Vinci Code der Geschlechter.
    Wer kann mir weiterhelfen und mich aufklären?

  • KlausRuwe sagt:

    Liebe Frau Fischbach,

    können Sie mir bitte erklären, worum es beim Da Vinci Code der Geschlechter geht. Ich kenne diesen Code auch nicht.

    Klaus Ruwe